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Prozess der Ichlosigkeit

  • mk00
  • 9. August 2019 um 22:19
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  • mk00
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    8. Mai 2019
    • 9. August 2019 um 22:19
    • #1

    Mich würde Interessieren woran in eurem alltäglichen Leben ihr konkret feststellt, dass ihr den Umfang eures Egos mittels Praxis abgebaut habt.

    Wie war diese Zusammensetzung früher wie ist diese Zusammensetzung heute.


    [lz]

    Sakula erreichte Nibbana, weil sie mit absoluter Klarheit erkannte, daß alles was normalerweise als "ich" gilt, tatsächlich "Nicht-Ich" ist. Sie wußte, daß das plötzliche Entstehen und Vergehen all dieser Erscheinungen nur abhängig ist von unpersönlichen Ursachen. Dieses Verständnis hat jede Neigung, sich an die sankhara oder die "bedingten Gebilde" zu klammern ausgelöscht, und damit waren alle negativen geistigen Neigungen verschwunden.[/lz]



    [lz]

    In den letzten vier Zeilen, wird das Selbst erörtert, wie es wirklich ist - eine Zusammensetzung von bedingten, sich ändernden Erscheinungen. Die fünf Daseinsgruppen bilden in zweifacher Gliederung nama (Geist) und rupa (Körperlichkeit), wobei jedes von ihnen aus Gruppen kurzlebiger Faktoren besteht. Nama, die geistige Seite des Daseins setzt sich aus den vier unkörperlichen Daseinsgruppen zusammen - Gefühl (vedana), Wahrnehmung (sanna), Geistesformationen (sankhara), und Bewußtsein (vinnana) - die in jedem Augenblick der Erfahrung gemeinsam entstehen. Rupa, (die 5. Daseinsgruppe) die äußerliche Materie oder die Materie des eigenen Körpers, besteht ihrerseits aus den vier Elementen Festes, Flüssiges, Hitziges und Gasiges (oder bildhafter: Erde, Wasser, Feuer, Luft).

    Jede Daseinsgruppe entsteht aufgrund bestimmter Ursachen und wenn diese Ursachen enden, hören auch die Daseinsgruppen auf. Ursachen, oder Bedingungen, verknüpft mit Wirkungen bilden das Gesetz der Bedingten Entstehung (paticcasamuppada), welches im Mittelpunkt von Buddha's eigenem Erwachen steht. Der Refrain in Selā's Gedicht ist genau gesagt eine Neugestaltung der meist sehr allgemeinen Ausführung dieses Gesetzes, wie sie in den suttas oft aufgeführt wird:

    Wenn dies ist, ist jenes; wenn dies entsteht, entsteht jenes. Wenn dies nicht ist, ist jenes nicht; wenn dies aufhört, hört jenes auf.[/lz]

    letzten vier Zeilen[lz]

    N.5

    "Nicht ist dies Gebilde von einem selbst gemacht Nicht ist das Übel [2] von einem anderen gemacht. Aus einer Ursache ist es entstanden Durch Vernichtung der Ursache wird es aufgehoben. Wie ein Samenkorn, das in ein Feld gesät ist, wächst, Wenn es zu beidem, dem Geschmack des Erdbodens und und zu seinem Saft [3] gelangt ist: So sind die Wesensbestandteile, die Elemente und die sechs Sinnesbereiche [4]. Aus einer Ursache entstanden, durch Vernichtung der Ursache werden sie aufgehoben [5]."[/lz]


    Die Anatta

    Samyutta Nikaya 5

    2 Mal editiert, zuletzt von mk00 (9. August 2019 um 22:32)

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    • 10. August 2019 um 00:09
    • #2

    Am besten, ich bekomm gar nichts davon mit, dann kann ich mir nichts drauf einbilden.

  • mukti
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    • 10. August 2019 um 08:17
    • #3
    mk00:

    Mich würde Interessieren woran in eurem alltäglichen Leben ihr konkret feststellt, dass ihr den Umfang eures Egos mittels Praxis abgebaut habt.

    Wie war diese Zusammensetzung früher wie ist diese Zusammensetzung heute.

    Das ist eine lange Geschichte. Wann früher? Mit welchem Zeitpunkt in der Vergangenheit soll der Vergleich zu heute angestellt werden? Es ist ein Prozess mit vielen Aspekten und Stadien der Entwicklung.

    Ausserdem ist eine Selbstbeurteilung problematisch, weil das Ego mittels des Ego beurteilt wird. Z.B. wenn sich das Ego aufbläht aus Stolz auf Erkenntnisse. Oder wenn man sich täuscht, denkt etwas bereits hinter sich zu haben was später vielleicht doch wieder auftaucht. Oder man hält etwas für richtig obwohl es nicht richtig ist, z.B. indem man Gleichmut mit Gleichgültigkeit oder Trägheit verwechselt. Oder wenn man meint man hält sich selber jetzt nicht mehr für so wichtig wie früher, obwohl das nur daran liegt dass sich die Lebenssituation geändert hat und man sich nicht mehr in Konstellationen befindet in denen man sich behaupten muss.

    So ganz allgemein kann ich nur sagen dass ich mit der Lehre der khandha, die weder Ich noch mein sind, jetzt ein Konzept habe das befreiende Einsichten ermöglicht, mal mehr mal weniger.

    Mit Metta, mukti.


  • Monikamarie
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    • 10. August 2019 um 09:08
    • #4

    Moin mk00,

    Ich kann es nur so vergleichen, dass ich "früher" das Ego nicht als Ego fühlen konnte, sondern lediglich als Wesenszug, als "so bin ich eben". Heute spüre ich, wenn das Ego sich zu Wort meldet. Manchmal lasse ich das zu, meistens sage ich "Tschüß". Je nachdem wie wichtig es mir erscheint, Ego auch zu zeigen. Da sich aber, so wie auch mukti schreibt, meine Lebensverhältnisse verändert haben, wird dieses Ego nur selten aktiv. Ganz wird es ohnehin nicht verschwinden. Allein hier zu schreiben birgt die Gefahr, es sich aufspielen zu lassen.

    _()_

  • jianwang
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    • 11. August 2019 um 08:45
    • #5

    Wieso willst Du Dein Ego füttern?

    Wenn im dürren Baum der Drache Dir singt
    siehst wahrhaft Du den WEG.
    Wenn im Totenkopf keine Sinne mehr sind
    wird erst das Auge klar.

    jianwang 健忘 = sich [selbst] vergessend

  • Monikamarie
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    • 11. August 2019 um 09:18
    • #6

    Wen meinst du, jianwang?

    Falls mich,

    um WOLLEN geht es nicht, um Füttern schon gar nicht. Manchmal findet es einen Weg, sich zu melden. Das ist alles.

    Ich bin lediglich ehrlich und behaupte nicht, ich hätte keins mehr.

    _()_

  • Noreply
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    • 11. August 2019 um 09:35
    • #7

    Ego füttert man mit Geistesgift verseuchtem Wollen, nicht mit "Absichten" die im Lebensumfeld jetzt getan werden müssen und danach vergehen..

  • jianwang
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    • 11. August 2019 um 12:02
    • #8

    ich finde es lustig, wieviele hier anspringen …. ich meinte allein die Frage des TE "Mich würde Interessieren ..."

    Wenn im dürren Baum der Drache Dir singt
    siehst wahrhaft Du den WEG.
    Wenn im Totenkopf keine Sinne mehr sind
    wird erst das Auge klar.

    jianwang 健忘 = sich [selbst] vergessend

  • ARYA DHARMA
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    • 12. August 2019 um 19:09
    • #9
    mk00:

    Mich würde Interessieren woran in eurem alltäglichen Leben ihr konkret feststellt, dass ihr den Umfang eures Egos mittels Praxis abgebaut habt.

    Ich stelle einfach fest, dass es so etwas gar nicht gibt. Hast du denn den Umfang deines Egos mal gemessen? Gibt es da Normwerte, um einen Vergleich anzustellen?

    Im Westen redet man allgemein viel zu viel über Ego und meint, dass ein "Ding" sei, dass es zu bekämpfen gilt. Dabei ist "es" einfach nur ein Sammelsurium von Gedanken, wovon dann eine Oberkategorie erstellt wird: Ego - Inhalt: Gedanken.

Ausgabe №. 137: „Sorgen entsorgen?"

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