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Was ist mit verrückter Weisheit im Buddhismus gemeint?

  • Avalokiteshvara
  • 16. März 2019 um 13:08
  • Zum letzten Beitrag
1. offizieller Beitrag
  • Avalokiteshvara
    Gast
    • 16. März 2019 um 13:08
    • #1

    Ich habe mal eine Frage bezüglich der "verrückten Weisheit“ Englisch: crazy wisdom

    Was ist mit verrückter Weisheit gemeint und wo hat sie seinen Platz im Buddhismus?

    Ich kenne es oberflächlich aus der Nydahl Sangha. Ole bezog sich bei Kontroversen Themen öfter darauf.

    Wie ist eure Interpretation der "Verrückten Weisheit"

  • Avalokiteshvara 16. März 2019 um 13:08

    Hat den Titel des Themas von „„verrückter Weisheit“ Nydahl und co“ zu „„verrückte Weisheit“ Nydahl und co“ geändert.
  • void
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    • 16. März 2019 um 14:58
    • Offizieller Beitrag
    • #2

    Im Mahayana und da insbesondere im Lotussutra gewann die Idee der "geschickten Mittel" ( ūpaya) Gewicht.

    M.B. Schiekel:

    Buddha verstand seine Lehren ausdrücklich nicht als geoffenbarte göttliche Wahrheiten, sondern sah sie rein instrumental, d.h. als Beschreibung wirksamer und hilfreicher Methoden (upāya) für diejenigen Menschen, die an der Erforschung der Wirklichkeit und ihrer eigenen Befreiung interessiert waren.

    Wenn buddhistische Methoden "instrumental" bezüglich des Zieles ist, dann ist die Frage, inwieweit der hohe Zweck Mittel heiligt:

    Wenn ich jemanden was erzähle, was so nicht stimmt und diese Illusion hilft ihm Befreiung näher zu kommen, ist das dann ok? Was wenn ich ihn anschreie? Oder ihn mit dem Stock haue? Oder ihm eine sinnlose Aufgabe gebe?

    Welche Mittel heiligt der Zweck und was sollte man auch dann nicht tun, wenn es in der Situation dem Ziel näherbrächte? Das sind schwierige Fragen.

    Aber wenn das Konzept , das scheinbar Unethisches in Wirklichkeit heilsam sein kann, ersteinmal in dee Welt ist, kann man von jedem augenscheinlich bizarren unethischen und egoistischen Verhalten behaupten, dass es ein "Blessing in disguise" ist. Man kann seinen eigenen Augen und Ohren nicht mehr trauen. Das ist eine große Gefahr.

    • Nächster offizieller Beitrag
  • kilaya 16. März 2019 um 15:54

    Hat den Titel des Themas von „„verrückte Weisheit“ Nydahl und co“ zu „Was ist mit verrückter Weisheit im Buddhismus gemeint?“ geändert.
  • kilaya
    Gast
    • 16. März 2019 um 15:58
    • #3

    Ich muss leider auch hier vorsorglich darum bitten, zu beachten, dass das Kernthema die verrückte Weisheit an sich ist, da wir sonst den dritten allgemeinen ON-Thread parallel laufen haben. Dabei darf natürlich auch darüber geschrieben werden, wo und wie das Konzept der eigenen Meinung nach missbraucht wird. Ich hoffe dass aber auch deutlich wird, was dahinter steckt und welchen Nutzen es hat, wenn die Methode in der Form genutzt wird, wie sie gedacht ist. Die Geschichten der Mahasiddhas die gerade auch in der Kagyü Tradition eine grosse Rolle spielen sind da sicherlich eine gute Inspiration.

  • Dawa
    Gast
    • 16. März 2019 um 16:31
    • #4
    mkha':
    void:

    "Crazy wisdom" wurde (zumindest im Tib. Buddhismus) von den Mahasiddhas angewandt - nicht von Lama Piefke ...

    Super :D

  • void
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    • 16. März 2019 um 17:01
    • Offizieller Beitrag
    • #5

    Soweit ich weiss, hat Chögyam Trumgpa den Begriff "Crazy wisdom" geprägt.

    Hat er darin wirklich konkrete Vorbilder unter den Mahasiddha oder knüpfte er er damit eher an Lehrer wie Gurdjeff an, der ja auch ein prägendes Vorbild für Baghwan ( Osho) war?

    • Vorheriger offizieller Beitrag
  • kilaya
    Gast
    • 16. März 2019 um 17:15
    • #6

    Der Begriff ist das Eine, die bekannten Geschichten der Mahasiddhas das Andere. Die Methode ist sicherlich alt, nur der Begriff mag neu sein.

  • Aravind
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    • 16. März 2019 um 18:17
    • #7
    mkha':

    "nicht von Lama Piefke ...

    Du meintest wahrscheinlich Lama Pölser, oder? ;)

    Disclaimer: Ich konnte der Vorlage nicht widerstehen, aber es ist nicht meine Absicht, die Helden oder Lehrer anderer madig oder verächtlich zu machen.

    Schönes Wochenende,

    Aravind.

  • Online
    verrückter-narr
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    • 18. März 2019 um 21:35
    • #8
    void:

    Soweit ich weiss, hat Chögyam Trumgpa den Begriff "Crazy wisdom" geprägt.

    Hat er darin wirklich konkrete Vorbilder unter den Mahasiddha oder knüpfte er er damit eher an Lehrer wie Gurdjeff an, der ja auch ein prägendes Vorbild für Baghwan ( Osho) war?

    Chögyam Trungpa hat diesen Begriff "Verrückte Weisheit" (Crazy Wisdom) tibet. yeshé 'cholwa – ye shes 'chol ba, zwar maßgeblich im Westen geprägt, aber er ist meiner Meinung nach kein wirklich authentischer Vertreter dieser Methode gewesen, sondern nur ein Scharlatan, der den Begriff nutzte, um sein missbräuchliches und unheilsames Verhalten zu rechtfertigen. Bei einer authentischer Nutzung dieser Methode im Sinne des Buddha-Dharma wird nähmlich Gier, Hass und Unwissenheit reduziert bzw. aufgelöst und nicht verstärkt so wie bei [einigen], die sich auch mit diesem Begriff "schmücken".
    Ich hatte das große "Glück", einen authentischen Vertreter dieser Methode kennen zu lernen und dieser hat nie seine Schüler geschlagen und auch nie diese emotional und/oder sexuell Missbraucht und/oder finanziell ausgebeutet [...].

    Ein Weiterer Begriff ist auch "Zornvolles Mitgefühl" wrathful compassion (tröwo tshul).

    weitere Infos:

    Ngak’chang Rinpoche
    Dorje Tröllö

    Aro - Dangerous Friend
    https://www.facebook.com/groups/1459918…78360472244799/

  • kilaya
    Gast
    • 19. März 2019 um 00:01
    • #9

    Oder Kukkuripa - Wikipedia

  • ARYA DHARMA
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    25. Dezember 2019
    • 14. April 2019 um 20:18
    • #10

    "Crazy Wisdom" ist besonders bei alten Zen Leuten geläufig, bzw. vorgekommen, etwa bei Ikkyu.

    Im Kern bedeutet es eigentlich nur, mit unüblichen Mitteln zu lehren. Da wurde auch mal bei geladenen Gesellschaften randaliert und man warf Tische um. Oder man ging extra mit der Mönchsrobe ins Bordell um moralische Dünkel aufzuzeigen.

    .

    Aber natürlich sind diese Methoden fragwürdig, da die meisten diese "Fingerzeige" nicht verstehen. Auch kann mal als selbsternannter "Meister" solche Methoden kopieren, im Grunde jedoch Unwissenheit damit vertünschen. Meiner Meinung nach ist ein bischen Provokation ein gutes und legitimes Mittel, wenn es sich jedoch ausschließlich darauf reduziert, dann würde ich eher 2x hinschauen.

  • Leon
    Gast
    • 17. Mai 2019 um 08:51
    • #11
    IkkyuSan:

    "Crazy Wisdom" ist besonders bei alten Zen Leuten geläufig, bzw. vorgekommen, etwa bei Ikkyu.

    Im Kern bedeutet es eigentlich nur, mit unüblichen Mitteln zu lehren. Da wurde auch mal bei geladenen Gesellschaften randaliert und man warf Tische um. Oder man ging extra mit der Mönchsrobe ins Bordell um moralische Dünkel aufzuzeigen.

    .

    Aber natürlich sind diese Methoden fragwürdig, da die meisten diese "Fingerzeige" nicht verstehen. Auch kann mal als selbsternannter "Meister" solche Methoden kopieren, im Grunde jedoch Unwissenheit damit vertünschen. Meiner Meinung nach ist ein bischen Provokation ein gutes und legitimes Mittel, wenn es sich jedoch ausschließlich darauf reduziert, dann würde ich eher 2x hinschauen.

    Das sehe ich auch so ,es ist ja alles

    Karma und Wiedergeburt

    Ursache und Wirkung

    Selbst und nicht selbst

    bedingtes Entstehen

    LG :)

    und Leerhehit

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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