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Verkehrter achtfacher Weg

  • Aka Onyx 9
  • 16. September 2018 um 00:36
  • Zum letzten Beitrag
  • Aka Onyx 9
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    • 16. September 2018 um 00:36
    • #1

    So ganz klar wird mir das nicht bisher. Es ist die Rede von verkehrter Ansicht, Sammlung und sogar Befreiung.

  • Horin
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    • 16. September 2018 um 07:52
    • #2

    Gibt doch genug selbsternannte Befreite, sogar hier im Forum, die meinen Erleuchtung gefunden zu haben - auch wenn sie nur in ihren Gedankenspinnereien gefangen sind. Sie sind davon selber überzeugt!

    Den Schmetterling des Zen im Netz des Verstandes zu fangen; machen wir uns das klar, dass das nicht geht

  • mukti
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    • 16. September 2018 um 11:02
    • #3
    Aka Onyx 9:

    So ganz klar wird mir das nicht bisher. Es ist die Rede von verkehrter Ansicht, Sammlung und sogar Befreiung.

    Verkehrte Ansicht ist z.B.: Begehren ist super. Verkehrte Sammlung ist auf ein Objekt der Begierde, Verkehrte Befreiung ist zeitweilge Befreiung von einer Begierde durch deren Befriedigung.

    Da fällt mir gerade auf dass der achtfache Pfad nichts künstliches ist, jeder folgt ihm, nur eben richtig oder verkehrt.

    Mit Metta, mukti.


  • Schneelöwin
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    • 16. September 2018 um 12:38
    • #4

    Ich empfinde es auch manchmal schwierig zu entscheiden, ob richtiger oder verkehrter 8-fache Pfad.

    Ob manches nun begehren ist oder nicht.

    Teilweise sind die Texte von den Mönchen hilfreich, vieles oder einiges hat aber nichts mit dem jetzigen Leben zu tun.

    Zum Beispiel bin ich am überlegen in meinem Sportverein ein Upgrade für den Winter zu buchen, d.h. ich könnte dann nicht

    nur Kurse belegen sondern auch Sauna und Fitnessstudio nutzen.

    Würde mir im Winter gut tun, bin dann vielleicht weniger Depri-Anfällig bei mehr körperlicher Betätigung mit anschließender Erholung in der Sauna.

    Andererseits kann man sich auch im Hause mehr betätigen; Keller aufräumen putzen u.s.w.

    Dann stehe ich wieder ein wenig auf dem Schlauch, ist das nun Begehren mit dem Upgrade?

    . . .aber nur zu Hause wie ein Mönch putzen, wäre doch auf die Dauer auch nicht heilsam, besonders im dunklen Winter.

    Liebe Grüße von Schneelöwin

    Liebe Grüße Schneelöwin

    "All is always now"


  • Aka Onyx 9
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    • 16. September 2018 um 12:39
    • #5

    Zur den anderen Aspekten

    find ich nix. Nur dass es das gibt.

  • Aka Onyx 9
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    • 16. September 2018 um 12:41
    • #6

    Schneelöwin:

    Thema hat nix mit Mönch oder nicht zu tun. :)

  • accinca
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    • 16. September 2018 um 12:49
    • #7
    mukti:

    Verkehrte Ansicht ist z.B.: Begehren ist super. Verkehrte Sammlung ist auf ein Objekt der Begierde, Verkehrte Befreiung ist zeitweilge Befreiung von einer Begierde durch deren Befriedigung.

    Richtig, viele Leute kommen vom Rauchen nicht los weil sie,

    um sich vom Drang zu rauchen zu befreien, erst mal eine Rauchen müssen.:)Ein Teufelskreis.

  • mukti
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    • 16. September 2018 um 12:56
    • #8

    Wonach du sehnlich ausgeschaut,

    Es wurde dir beschieden.

    Du triumphierst und jubelst laut:

    „Jetzt hab ich endlich Frieden!“

    Ach, Freundchen, rede nicht so wild,

    Bezähme deine Zunge!

    Ein jeder Wunsch, wenn er erfüllt,

    Kriegt augenblicklich Junge.

    Wilhelm Busch

    Mit Metta, mukti.


  • Aravind
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    • 16. September 2018 um 13:40
    • #9
    Schneelöwin:

    Zum Beispiel bin ich am überlegen in meinem Sportverein ein Upgrade für den Winter zu buchen, d.h. ich könnte dann nicht

    nur Kurse belegen sondern auch Sauna und Fitnessstudio nutzen.

    Würde mir im Winter gut tun, bin dann vielleicht weniger Depri-Anfällig bei mehr körperlicher Betätigung mit anschließender Erholung in der Sauna.

    Was gibts denn da zu überlegen, mach hinne! :)

    Schneelöwin:

    Dann stehe ich wieder ein wenig auf dem Schlauch, ist das nun Begehren mit dem Upgrade?

    IMHO und in meiner Erfahrung funktioniert das in der Regel anders rum: Begehren erkennen und los lassen, nicht durch Nichts-tun unterdrücken; letzteres macht das Begehren nur stärker. Begehren erkennen funktioniert meist nicht durch nachdenken...

    Oder willst Du Dich wieder finden, wie Du im Winter den dunklen Keller aufräumst und Dich grämst, dass Du jetzt auch im Sportstudio was für Deine Stimmung und Deine Gesundheit tun könntest. ;)

    Liebe Grüße,

    Aravind.

  • Schneelöwin
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    • 16. September 2018 um 13:41
    • #10
    Schneelöwin:

    . . .aber nur zu Hause wie ein Mönch putzen,

    Da hab ich mal wieder schriftlich einen rausgehauen:roll:, damit meine ich jetzt nicht respektlos, wie Mönche putzen.

    Sondern, dass evtl. Einsamkeitsgefühle bzw. Depris aufblühen könnten.

    Liebe Grüße von Schneelöwin

    Liebe Grüße Schneelöwin

    "All is always now"


  • Aravind
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    • 16. September 2018 um 13:45
    • #11
    Schneelöwin:
    Schneelöwin:

    . . .aber nur zu Hause wie ein Mönch putzen,

    Da hab ich mal wieder schriftlich einen rausgehauen:roll:, damit meine ich jetzt nicht respektlos, wie Mönche putzen.

    Sondern, dass evtl. Einsamkeitsgefühle bzw. Depris aufblühen könnten.

    Liebe Grüße von Schneelöwin

    Ach so; wir haben alle gelesen: "wie ein Mönch" = Achtsam und voll gegenwärtig! ;)

  • Schneelöwin
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    • 16. September 2018 um 13:54
    • #12
    Aravind:
    Schneelöwin:

    Da hab ich mal wieder schriftlich einen rausgehauen:roll:, damit meine ich jetzt nicht respektlos, wie Mönche putzen.

    Sondern, dass evtl. Einsamkeitsgefühle bzw. Depris aufblühen könnten.

    Liebe Grüße von Schneelöwin

    Ach so; wir haben alle gelesen: "wie ein Mönch" = Achtsam und voll gegenwärtig! ;)

    :D Danke. :hug:

    Liebe Grüße Schneelöwin

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  • Aka Onyx 9
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    • 16. September 2018 um 16:50
    • #13

    :rose:Ausschnitte Kanon like oben verkehrte Gesinnung/Ansichten, aber i.B. verkehrte Sammlung, Streben, Erkenntnis(?) Befreiung(?)Denn mir war als ob ich im Kanon kurze Passagen mit Verweis darauf gesehen habe, aber Erläuterungen dazu wie oben,

    hab ich bisher noch keine im Kanon gesehen. Ich selber. Was ja nix heisst. Boah, dieser plöde dt. Wiki achtfacher Pfad kann man ja derzeit gar nicht nutzen. Da hat wieder einer massiv draufrum geschrieben....

  • Aka Onyx 9
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    • 16. September 2018 um 22:15
    • #14

    in Mn 19 gehts ja nun

    beileibe nicht um verkehrte sammlung, anstrengung, befreiung?

  • Aka Onyx 9
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    • 17. September 2018 um 00:30
    • #15

    hab den link die sutta studiert und nix von "verkehrt" gefunden.:?

  • Lucky Luke
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    • 17. September 2018 um 09:12
    • #16
    Schneelöwin:

    Ich empfinde es auch manchmal schwierig zu entscheiden, ob richtiger oder verkehrter 8-fache Pfad.


    Ob manches nun begehren ist oder nicht.

    Ist es nicht eine Frage der Anhaftung?

    Vorgestern haben meine Frau und ich geplant, gestern Nachmittag ins Kino zu gehen (Begehren), gestern hat sie nach ihrem Dienst gemeint, sie hätte nicht so gut geschlafen und hätte nicht unbedingt mehr Lust und Energie für Kino. Ich konnte die Vorstellung "Kino für gestern Nachmittag" sofort loslassen und war mit ihrem Vorschlag einverstanden. Anhaftung an den Wunsch, unbedingt gestern ins Kino zu gehen, war so gut wie gar nicht da obwohl Begierde (bei der Idee der Planung) schon vorhanden war. :)

    Natürlich gibt es auch Anhaftungen, die klebriger sind. :nosee:

  • Aka Onyx 9
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    • 17. September 2018 um 11:23
    • #17

    okey. das sutta werd ich anderweitig mal studieren.

    kann sein per smartphone bekomme ich nur einen teil "rein".

    Falsche Befreiung.

    "Der Geist sollte so geneigt sein: 'Andere werden falsche Befreiung haben; da wollen wir richtige Befreiung haben: so sollte Selbstentsagung geübt werden'. MN8

    Aha. Na das ist ja schon mal was. Damit kann man arbeiten. (scherz)😉

  • Noreply
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    • 17. September 2018 um 11:34
    • #18

    Bei mir erscheint das Widersprüchliche zwischen dem weder annehmen, ganz übernehmen des falschen, verkehrten oder dem richtigen rechten Weg. Denn Buddha macht deutlich das das nicht geschehen darf. Das ich mir bewusst bin wann ich einen der Pfade anwende, mich mit ihm identifiziere oder nur mit einem Teil. Buddha erklärt immer die beiden Pfade und benutzt beide dazu mir klar zu machen das wenn ich den einen nehme den anderen ablehne. Er benutzt den achtfachen, sechzehnfachen um den mittleren Pfad zu installieren.

    Das ist mir heute klar geworden was ich von vielen Jahren schon beim Studium des "Keinod der Unterscheidung " deutlich wurde. Ich finde jetzt eine zweite Quelle.

    Im Kleinod geht es um Tamas, Rajas und Sattwa. wobei ich Sattwa immer als erstrebenswert gefunden habe und dann stand da der Satz: Auch Sattwa muss überwunden werden. Die Regeln und Gesetze und Normen sind eigentlich immer klar gewesen doch warum muss ich sie überwinden? Da wurde mir der Begriff Liebe überdeutlich. (Liebe nicht, Hasse nicht, Glaube nicht)

    In MN 19 macht mit Buddha meine "Lösung" des Problems sehr deutlich. Es geht bei dem mittleren Weg nicht darum ihn unbedingt immer und dauernd einzuhalten, den mittleren Weg anzustreben mit dem achtfachen Weg sonder darum mit beiden Wegen den mittleren Weg erkennen.

    Den Weg zwischen Erleuchtetem mit Erleuchtungs-ahnungs-losem zu leben.

    Wie geht das? Hat er doch ganz genau und unumdeutbar gesagt:[lz]

    Samyutta Nikaya 56

    "Zwei Extreme sind, ihr Mönche, von Hauslosen nicht zu pflegen. Welche zwei?

    • Bei den Sinnendingen sich dem Anhaften am Sinnenwohl hingeben, dem niederen, gemeinen, gewöhnlichen, unedlen, heillosen; und
    • sich der Selbstqual hingeben, der schmerzlichen, unedlen, heillosen.

    Diese beiden Extreme vermeidend, ist der Vollendete zum mittleren Vorgehen erwacht, das sehend und wissend macht, das zur Beruhigung, zum Überblick, zur Erwachung, zum Nirvāna führt.

    Mit diesen Worten hätte Buddha aufhören können zu sprechen, lehren und er wusste es.[/lz]

    Genau da, beim weder festmachen am richtigen, noch am verkehrten achtfachen Weg ist Nibbana zu erkenne. Das die erste Fessel zerstörende ist das Aus-eine-andersetzen des edlen achtfachen Wegs um den unedlen achtfachen Weg zu erkennen.

    Wenn ich rechte Rede und unrechte Rede erkenne und identifiziere, dann wird der mittlere Weg frei mich weder mit rechter, noch mit unrechter Rede zu identifizieren. Ich kann beides anwenden ohne das es mich fesselt oder bindet an einen der Wege. Mein
    Soseinwieesist wird nicht mehr gefesselt und hält nichts mehr fest durch sich identifizieren.

    Das zehnte Ochsenbild kann von nicht Soseiendenwieesist nur gedeutet werden, ergriffen, als Ideal erkannt werden. Doch das Wesen des Bodhisattva ist nicht erkennbar wenn es nicht erfahren wurde. Wenn es erfahren wurde gibt es keine rechte oder unrechte Rede mehr nur noch Sprechen ohne anhaften an ein Extrem, heißt aber nicht da keine Extreme mehr gezeigt werden sondern nur das ich mich nicht mehr mir meiner Rede identifiziere. Es ist rechte oder unrechte Rede und hat schon beim sprechen nichts mir dem der ist wie so wie er ist zu tun, weil es nicht die Beziehung durch identifizieren mit MEINER Rede gibt.

    Um kurz deine Frage nach dem verkehrten Weg zu beantworten, es ist das andere um(ver)kehrte des achtfachen Weges und wenn Du wissen willst was das ist brachst Du nur das sehen was als nicht einhalten der Positionen des rechten Weges gesehen wird. Der Buddhismus ist auf den rechten Weg eingerichtet und will das dieser eingehalten wird, unbedingt, wie ein Gesetzbuch, doch genau das ist nicht der mittlere Weg, sonder anhaften an Extremen.

    Ich persönlich glaube nur an den achtfachen Weg und verachte persönlich den verkehrten Weg. Genau das ist unter garkeinen Umständen oder Ausreden oder Deutungen die Lehre Buddha. Alles erscheint bedingt, alles verändert sich, alles ist unpersönlich. Nichts ist mein, keine Ding, kein Ich, kein man Selbst. Alles was da ist ist ein Extrem und wenn wir als Menschen zusammen leben wollen müssen wir Extreme ergreifen, doch wer auch nur eines festhält lebe nicht mehr in Buddha Lehre. auch an der gibt es nichts festzuhalten weil Buddha Lehre klar und sehr deutlich macht das auch das nur ein Extrem ist, nicht der mittlere Weg, auch nicht nahe dran. Der mittlere Weg ist hier, wenn ich verlerne mich mit Ding, Ich, mein Selbst zu identifizieren.

    Alle Vorstellungen über Nibbana sind Halluzinationen des festhalten an Extremen.

    Einmal editiert, zuletzt von Noreply (17. September 2018 um 11:42)

  • hedin02
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    • 17. September 2018 um 11:34
    • #19

    All die Leute mit einer falschen Ansicht (ditthi) oder einen boshaften Stolz (mana), oder einer gierigen Anhaftung (tanha), sind auf dem falschen Pfad. Ihre Mediation, auch der Fortschritt im Alltag wird hin zum Heilsamen stagnieren.

    Diejenigen Leute, die genügend Kenntnis des Dhamma besitzen, wissen sehr gut, dass auch die ungewöhnlichen Phänomene einer Aura der Freude, des Glücks, z.b.: "obhasa, piti, passadhi, oder sukha", nicht magga oder phala sind, sondern sogar Unreinheiten (upakilesa) die bei geringer Achtsamkeit (upatthana) durch gierige ditthis, manas, und tanhas (Anhaftung) die heilsamen Zustände beeinträchtigen, da sie im Gegensatz zu den Unreinheiten echte Verunreinigungen (kilesas) sind.

  • Noreply
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    • 17. September 2018 um 11:46
    • #20

    Das Geschriebene ist die Wortäußerung von mir Gelebten. Es ist weder zusammenkopiert noch ausgedacht. Es ist das in Worte gefasste,Versuch, von Erfahrenem und es ist mir vollkommen egal ob und wann und wie das schon mal einer geschrieben hat oder zerstritten hat. Ich bin mir vollkommen bewusst das es immer ein ergreifen eines Extrem ist aber glaubt nicht das ich das mit mir identifiziere das ist eure Aufgabe. Ich "sehe" gerade mein Avatarbild.

  • accinca
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    • 17. September 2018 um 12:07
    • #21

    Man kann ja auch vom Verkehrten manchmal was richtiges lernen.

    So erzählt der Buddha auch wie sich schlechte Mönche verhalten:

    Zitat

    »Welcherart nun, ihr Mönche, ist das Zusammenleben der Schlechten?

    Wie leben die Schlechten zusammen?

    Da denkt ein älterer Mönch:

    'Möchte doch der ältere, mittlere oder jüngere Mönch mich nicht zur Rede stellen,

    so möchte auch ich dem älteren, mittleren oder jüngeren Mönch nichts sagen!

    Sollte mir aber der ältere, mittlere oder jüngere Mönch etwas sagen, mit der Absicht,

    mir zu schaden, nicht mit der Absicht, mir zu nützen, so würde ich ihm widersprechen,

    ihm Verdruß bereiten, und selbst wenn ich es einsehe, ihm nicht zustimmen.'

    Auch der mittlere Mönch - auch der jüngere Mönch denkt:

    'Möchte doch der ältere, mittlere oder jüngere Mönch mich nicht zur Rede stellen,

    so möchte auch ich dem älteren, mittleren oder jüngeren Mönch nichts sagen!

    Sollte mir aber der ältere, mittlere oder jüngere Mönch etwas sagen, mit der Absicht,

    mir zu schaden, nicht mit der Absicht, mir zu nützen, so würde ich ihm widersprechen,

    ihm Verdruß bereiten, und selbst wenn ich es einsehe, ihm nicht zustimmen.'

    Solcherart ist das Zusammenleben der Schlechten. So leben die Schlechten zusammen.

    Alles anzeigen

    Aber natürlich gibt es auch das positive Beispiel:

    Zitat

    Welcherart aber, ihr Mönche, ist das Zusammenleben der Guten?

    Wie leben die Guten zusammen?

    Da, ihr Mönche, denkt ein älterer Mönch - denkt auch ein mittlerer Mönch -

    denkt auch ein jüngerer Mönch:

    'Möchte mich doch der ältere, mittlere oder jüngere Mönch zurechtweisen,

    so möchte auch ich mich mit ihm aussprechen. Sollte mir aber der ältere,

    mittlere oder jüngere Mönch etwas sagen, mit der Absicht, mir zu nützen,

    nicht mit der Absicht, mir zu schaden, so würde ich ihm zustimmen, ihm

    keinen Verdruß bereiten, und wenn ich es einsehe, ihm folgen.'

    Solcherart, ihr Mönche, ist das Zusammenleben der Guten.

    So leben die Guten zusammen.«

    Denn:

    In einem Streitfall, ihr Mönche, in dem beiderseits heftiger Wortwechsel,

    Rechthaberei, Verdrossenheit des Herzens, Mißtrauen und Verärgerung

    innerlich nicht beschwichtigt sind, in solchem Streitfall steht zu erwarten,

    daß es zu Weitschweifigkeiten, Grobheiten und Tätlichkeiten kommt und

    daß die Mönche nicht in Frieden leben werden.

    In einem Streitfall aber, in dem beiderseits heftiger Wortwechsel, Rechthaberei,

    Verdrossenheit des Herzens, Mißtrauen, Verärgerung innerlich beschwichtigt sind,

    in solchem Streitfall steht zu erwarten, daß es nicht zu Weitschweifigkeiten,

    Grobheiten und Tätlichkeiten kommt und daß die Mönche in Frieden leben werden.

    Alles anzeigen
  • Aka Onyx 9
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    • 17. September 2018 um 12:39
    • #22
    hedin02:

    All die Leute mit einer falschen Ansicht (ditthi) oder einen boshaften Stolz (mana), oder einer gierigen Anhaftung (tanha), sind auf dem falschen Pfad. Ihre Mediation, auch der Fortschritt im Alltag wird hin zum Heilsamen stagnieren.

    Diejenigen Leute, die genügend Kenntnis des Dhamma besitzen, wissen sehr gut, dass auch die ungewöhnlichen Phänomene einer Aura der Freude, des Glücks, z.b.: "obhasa, piti, passadhi, oder sukha", nicht magga oder phala sind, sondern sogar Unreinheiten (upakilesa) die bei geringer Achtsamkeit (upatthana) durch gierige ditthis, manas, und tanhas (Anhaftung) die heilsamen Zustände beeinträchtigen, da sie im Gegensatz zu den Unreinheiten echte Verunreinigungen (kilesas) sind.

    Hm. Naja. Er spricht hier im Rahmen falsche Befreiung von Zuständen friedvollen Verweilens.

    Das muss sehr subtil sein weil eine Erlösung als solche vom Protagonisten ja anscheinend wirklich angenommen wird.

    Ist es nun eine Befreiung oder keine? Denn er sagt nicht direkt es ist keine? Er sagt, dass das/die in der "Disziplin der Edlen" nicht 'Selbstentsagung' genannt wird.Und im Anschluss daran kommt er direkt wieder auf das Kernholz zu sprechen: Ahimsa, Gesinnung, Shila.

    Ham wir hier vielleicht sogar

    eine Kritik an "einem" Typus von Asket versteckt?????? Das wäre hochinteressant. :?

    Kennt jemand eine Arbeit zu MN 8 ?

    Nee. Türlich nich. ;):)

  • Schneelöwin
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    • 17. September 2018 um 13:18
    • #23
    accinca:

    Man kann ja auch vom Verkehrten manchmal was richtiges lernen.

    So erzählt der Buddha auch wie sich schlechte Mönche verhalten:

    Sehr schön ausgewählt accinca.:)

    Liebe Grüße Schneelöwin

    "All is always now"


  • Schneelöwin
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    • 17. September 2018 um 13:28
    • #24
    Sherab Yönten:
    Schneelöwin:

    Ich empfinde es auch manchmal schwierig zu entscheiden, ob richtiger oder verkehrter 8-fache Pfad.


    Ob manches nun begehren ist oder nicht.

    Ist es nicht eine Frage der Anhaftung?

    Vorgestern haben meine Frau und ich geplant, gestern Nachmittag ins Kino zu gehen (Begehren), gestern hat sie nach ihrem Dienst gemeint, sie hätte nicht so gut geschlafen und hätte nicht unbedingt mehr Lust und Energie für Kino. Ich konnte die Vorstellung "Kino für gestern Nachmittag" sofort loslassen und war mit ihrem Vorschlag einverstanden. Anhaftung an den Wunsch, unbedingt gestern ins Kino zu gehen, war so gut wie gar nicht da obwohl Begierde (bei der Idee der Planung) schon vorhanden war. :)

    Natürlich gibt es auch Anhaftungen, die klebriger sind. :nosee:

    Ich könnte mir vorstellen, dass die Anhaftung eine Rolle spielt, Gleichmut aber vielleicht auch das rechte Maß.

    Als Gegenbeispiel: Ich freue mich total auf den Kino Film "Die Entstehung der 3 Groschen Oper" oder so ähnlich heißt der Titel.

    Da merke ich dann schon so eine Art Feuer in mir und möchte unbedingt dort hin und wäre enttäuscht, wenn etwas dazwischen kommt. Wenn ich jetzt mal so ganz ehrlich darüber nachdenke.

    Die andere Seite ist, ich mache aber auch schon viele Dinge nicht, die mit Begehren zu tun haben und denke mir so, dass das rechte Maß an Begehren vielleicht eine Rolle spielen könnte?

    Das ist ja auch ähnlich mit dem zusätzlichen Fitness Abo. Von Gleichmut kann hier vielleicht auch schon nicht die Rede sein.

    Da ist schon ein ziemlicher Antrieb; aber auch der innere "Schweinehund" räkelt sich und könnte dann die Zeit auf der Couch verbringen oder ggfs. den Keller aufräumen; was aber auch nicht unbedingt förderlich für die körperliche Gesundheit ist, wenn auch für die Geistige.

    Dieses Abo wird also meinem Körper und Geist gut tun und weniger gut ist, im Winter weniger Bewegung zu haben.

    Es ist schon schwierig, aber vielleicht macht ja auch die Menge an Vergnügen etwas aus.

    Danke für Deine Darstellung.

    Liebe Grüße von Schneelöwin

    Liebe Grüße Schneelöwin

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  • Aka Onyx 9
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    20. August 2018
    • 17. September 2018 um 13:35
    • #25

    hatten das jetzt alles mit dem thema zu tun ?

    man spricht nicht umsonst von pfadeintritt.

    das also schon "anderes ufer",

    halbwegs.

Ausgabe №. 136: „Liebe & Loslassen"

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