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Was hindert einen Menschen daran, im Augenblick anzukommen?

  • Niemand
  • 5. April 2018 um 20:32
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    • 7. April 2018 um 19:02
    • #51
    Monikadie4.:

    PS: was ist reiner Lamarckismus der schlimmsten Art?

    Lamarckimus

  • Schneelöwin
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    • 7. April 2018 um 19:12
    • #52
    fluid:

    Ich hab mal ein Interview mit einem Astronauten gesehen, der erzählt hat, wie sehr es ihm in der Schwerelosigkeit aufgefallen ist, dass auf einmal Körperempfindungen fehlten, von denen er vorher gar nicht wusste/merkte, dass er sie hatte. Aber das hat wahrscheinlich nicht so viel mit dem zu tun, worauf du hinaus wolltest. Ich schreib es also nicht als Argument für oder gegen irgendwas, sondern nur, weil ich es interessant finde:)

    Da haben wir wohl den selben Astronauten gesehen :grinsen:


    Schneelöwin:

    Und nochmals zur meines Erachtens wichtigen Körperwahrnehmung: Ich stolpere zumeist immer bei Vorträgen oder Fernsehsendungen auf nebensächliche Äußerungen.
    Vor ein paar Monaten, erzählte der Astronaut Walter Ulrich oder Ulrich Walter?, egal, während einer Talkshow, dass sich im All bei Schwerelosigkeit komplett sein "Ich" verändert hat. Unser ICH identifiziert sich wohl sehr durch die Körperwahrnehmung; z.B. ich spüre, wie ich auf dem Stuhl sitze; etwas in der Hand halte, die Unterlage der Matte u.s.w. Wenn alles nun komplett wegfällt, ist ja quasi nur reiner Geist (und natürlich unsere treuen Gedanken) vorhanden. Dazu hätte ich auch gerne mehr erfahren - z.B. wie sich so ein Zustand über Monate entwickelt.


    Aber ist schon klar, wir sind hier weder im Yogiland noch bei der Nasa. :nohear: Aber spannend finde ich es allemal :)

    Liebe Grüße Schneelöwin

    "All is always now"


  • fluid
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    • 7. April 2018 um 19:20
    • #53
    Schneelöwin:

    Da haben wir wohl den selben Astronauten gesehen :grinsen:

    Ja, stimmt. Lustig, dass ich ausgerechnet dir davon erzählt habe:)

  • Niemand
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    • 8. April 2018 um 11:47
    • #54
    huaihai:
    Niemand:

    @huaihai […] Den Trennungsschmerz, den man gerade aufgrund des "Nichtangekommenseins" fühlt spürt wohl fast jeder, oder meinst Du nicht?

    Lieber Weg-Übender,

    ich bin mir nicht sicher, was Du damit genau meinst?

    Redest Du von der Ich-Perspektive oder von dem „Nichtangenommensein“ eines Mensch unter Menschen? Den „Trennungsschmerz“ würde ich nämlich dem Letztgenannten zuordnen.

    Aus der Ich-Perspektive nehme ich bei mir eher so etwas wie „Enttäuschung“ wahr. Ich spüre den von Dir angenommenen „Trennungsschmerz“ nicht.

    _()_

    Alles anzeigen

    ich meinte das Nichtangekommensein im Augenblick, oder auch im "Leben wie es sich gerade vollzieht" - also das empfundene Gegenteil von "Eins-Sein". Wobei dieser "Schmerz" ja nichts Negatives sein muss. Es kommt eben drauf an, ob man ihn als Hinweis nimmt, dass etwas gelassen werden will oder als Störfaktor, der Gegenmaßnahmen erfordert.

  • sati-zen
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    • 8. April 2018 um 19:41
    • #55

    Habe den ganzen Thread überflogen, ließt sich sehr kurzweilig und ich sage dazu:

    Habe es ausprobiert das Leben im Moment und es reduziert die Probleme und den Stress innen

    wie außen gewaltig. Es ist Bestandteil jeder Achtsamkeit und somit verwunderlich, dass ein Buddhist

    darüber diskutiert. Leben im Augenblick ist Grundlage des Buddhismus, jedoch sollte klar sein,

    dass Tod im Augenblick als Option dazugehört, es sind die zwei Seiten der selben Medaille.

    Nur um dieser Akzeptanz zu entgehen beschäftigt sich das Bewusstsein mehr mit gesteren und

    morgen, als mit heute, mit Jetzt. Jetzt sterben können ist eine Fähigkeit des Erwachen.

    Dann wird Alleinsein über all-eins-sein zu eins-sein-mit-allem, ein Erwachen im Augenblick.

  • Monikamarie
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    • 9. April 2018 um 11:01
    • #56

    Du schreibst ja selbst, dass Du es ausprobiert hast, also gehört zum Wissen um das Hier und Jetzt auch die Erfahrung. Wenn jemand sich auf den Pfad begibt, ist er/sie noch lange kein/e Experte/in. Es dauert möglicherweise Jahre, bis jemand überhaupt an dieses Thema herankommt, da er/sie sich vielleicht mit ganz anderen Hindernissen beschäftigen muss.


    [lz]

    Nur um dieser Akzeptanz zu entgehen beschäftigt sich das Bewusstsein mehr mit gesteren und

    morgen, als mit heute, mit Jetzt.[/lz]

    Ja, aber auch das muss erstmal durchschaut werden. Und auch das kann viele Jahre dauern. Es kommt halt darauf an, woher der/diejenige kommt, wie die Vorbedingungen sind, die Bildung usw.

    Für viele ist es erstmal schwierig, überhaupt die Terminologie zu verstehen. Es wird mit vielen Ausdrücken um sich geworfen, man meint, der andere habe verstanden und dennoch ist der Begriff noch nicht mit Inhalt gefüllt - und wird daher auch nicht gefühlt.

    Wie Accinca an anderer Stelle schreibt, ist es sehr schwer, das Gelesene, Gelernte umzusetzen.


    [lz]

    Wer hier anfängt zu begreifen worum es geht fängt erst an zu verstehen

    wie schwer die Befreiung eigentlich ist von der der Buddha redet. Das ganze

    emotionale Eingebundensein ist das Problem.[/lz]

    zitiert aus: "Es gibt viele Menschen, die können nicht meditieren

    _()_

    Einmal editiert, zuletzt von Monikamarie (9. April 2018 um 11:10)

  • Online
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    • 9. April 2018 um 11:15
    • #57
    sati-zen:

    Leben im Augenblick ist Grundlage des Buddhismus, jedoch sollte klar sein,

    dass Tod im Augenblick als Option dazugehört, es sind die zwei Seiten der selben Medaille.

    Danke dass du daran erinnerst. Leben im Augenblick hat nicht den Zweck die Wahrnehmungen besser genießen zu können, es ist überhaupt nur in Losgelöstheit möglich. Identifikation und Begehren der Objekte bedeutet in der Zeit zu leben und unter dem Fluss der Veränderungen mal zu genießen, mal zu leiden. "Hier und Jetzt" ist ein transzendenter Zustand, jedenfalls ist das mein begrifflicher Zugang dazu. Der Tod ist dann nur die logische Folge der Vergänglichkeit und ändert nichts grundlegendes.

    Manchmal hört man dass die Tiere im Augenblick leben, aber das tun sie meines Erachtens nicht wirklich, ihr Augenblick ist ganz an die momentane Wahrnehmung gebunden von der sie abhängig sind, was Begehren, Angst usw. hervorruft.

    Mit Metta, mukti.


  • void
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    • 9. April 2018 um 11:42
    • Offizieller Beitrag
    • #58
    mukti:

    Danke dass du daran erinnerst. Leben im Augenblick hat nicht den Zweck die Wahrnehmungen besser genießen zu können, es ist überhaupt nur in Losgelöstheit möglich. Identifikation und Begehren der Objekte bedeutet in der Zeit zu leben und unter dem Fluss der Veränderungen mal zu genießen, mal zu leiden. "Hier und Jetzt" ist ein transzendenter Zustand, jedenfalls ist das mein begrifflicher Zugang dazu. Der Tod ist dann nur die logische Folge der Vergänglichkeit und ändert nichts grundlegendes.

    Manchmal hört man dass die Tiere im Augenblick leben, aber das tun sie meines Erachtens nicht wirklich, ihr Augenblick ist ganz an die momentane Wahrnehmung gebunden von der sie abhängig sind, was Begehren, Angst usw. hervorruft.

    Es ist die Frage, was man unter diesem "Hier und Jetzt" genau versteht.

    Einerseits kann man ja darunter den Zustand verstehen, in dem viele einfache Tiere kenne, die weder viel planen noch viel erinnern. So ein Zustand ist natürlich mit Gier und Hass vereinbar. Auch Menschen mit starken psychischen Beinträchtigungen sind stärker auf das "Hier und Jetzt" beschränkt. Eine Einfalt die einerseits starke Beinträchtigung aber auch eine Sorgenfreheit bedeuten kann.

    Da müsste man dann ganz klar sagen, dass es im Buddhismus nicht darum gehen kann, zu so einer Einfalt ("sanfte Verblödung") zu finden . Sondern das "Hier und Jetzt" ist nur deswegen wichtig, weil man das Entstehen von Gier, Hass und Verblendung aufdecken und damit beenden kann.

    Auf der anderen Seite habe ich das Gefühl, dass der Begriff "Hier und Jetzt" sehr oft nicht einfach nur für Sammlung sondern bereits für "rechte Sammlung" ( also als "transzendenter Zustand" wie du das nennst) verwendet wird. Die Denkweise ist her die, das Gier und Hass bereits Impulse sind, die uns aus dem "Hier und Jetzt" herausreissen, das "Hier und Jetzt" also eine ohne Verblndungen aufgefasst wird, und so nahezu ununterschiedbar von Befreiung wird. Nur wenn man von solchen Definitionen ausgeht, kann man in Zen zu Aussagen kommen, wo das Sitzen selbst mit Buddhaschaft assoziiert wird.

    Wenn man "Sammlung" mit "rechter Sammlung" implizit gleichsetzt, kann das zu großen Problemen führen.

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    • 9. April 2018 um 12:32
    • #59
    Sherab Yönten:

    Was genau ist denn ein Augenblick?

    void:

    Es ist die Frage, was man unter diesem "Hier und Jetzt" genau versteh

    Der Augenblick oder das "Hier und Jetzt" ist doch ebenso eine Illusion wie die Gegenwart oder die Zukunft!

    Es gibt weder ein aus sich heraus existierendes "Hier" (Raum) noch ein aus sich heraus existierendes "Jetzt" (Zeit).

    Man findet beides nicht, wenn man danach suchen würde :)

  • void
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    • 9. April 2018 um 13:20
    • Offizieller Beitrag
    • #60
    Sherab Yönten:

    Der Augenblick oder das "Hier und Jetzt" ist doch ebenso eine Illusion wie die Gegenwart oder die Zukunft!

    Es gibt weder ein aus sich heraus existierendes "Hier" (Raum) noch ein aus sich heraus existierendes "Jetzt" (Zeit).

    Man findet beides nicht, wenn man danach suchen würde :)

    Wenn man nach einem inhärent exitenten jetzt suchen würde, dass man klar von Vergangenheit und Zukunft abgrenzen kann, wird man das nicht finden. Aber was es gibt ist eine "Handlung des Erinnerns" oder eine "Handlung des Planens". Und diese Handlungen unterscheiden sich von Warnehmungsvorgängen die sich auf unmittelbar Gegebenes richten. Wasser auf der Haut zu fühlen ist einfach was anderes als sich an das Gefühl von Wasser auf der Haut zu erinnern. Das es diesen Unterschied gibt, macht aus aus dem "Jetzt" nichts aus sich selbst Existierendes.

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    • 9. April 2018 um 13:45
    • #61

    void hat geschrieben:


    [lz]

    Da müsste man dann ganz klar sagen, dass es im Buddhismus nicht darum gehen kann, zu so einer Einfalt ("sanfte Verblödung") zu finden . Sondern das "Hier und Jetzt" ist nur deswegen wichtig, weil man das Entstehen von Gier, Hass und Verblendung aufdecken und damit beenden kann.[/lz]


    [lz]

    Die Denkweise ist her die, das Gier und Hass bereits Impulse sind, die uns aus dem "Hier und Jetzt" herausreissen, das "Hier und Jetzt" also eine ohne Verblndungen aufgefasst wird, und so nahezu ununterschiedbar von Befreiung wird. Nur wenn man von solchen Definitionen ausgeht, kann man in Zen zu Aussagen kommen, wo das Sitzen selbst mit Buddhaschaft assoziiert wird.[/lz]


    Spitze :like:

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    • 9. April 2018 um 14:04
    • #62

    Wenn man so übers "Hier und Jetzt" nachdenkt merkt man meistens nicht, dass man immer davon ausgeht, dass es jedenfalls woanders und wannanders sein muss, wenn es der Rede wert sein soll :grinsen:

    Es wäre schließlich Schwachsinn, tonnenweise spirituelle Literatur zu drucken, wenn es darin nur um etwas ginge, das offensichtlich ist.

    void das mit der "sanften Verblödung" merk ich mir :)

  • jianwang
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    • 9. April 2018 um 14:56
    • #63

    darüber zu denken bringt Dich weit weg ...

    Wenn im dürren Baum der Drache Dir singt
    siehst wahrhaft Du den WEG.
    Wenn im Totenkopf keine Sinne mehr sind
    wird erst das Auge klar.

    jianwang 健忘 = sich [selbst] vergessend

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    • 9. April 2018 um 19:43
    • #64
    Sherab Yönten:

    Der Augenblick oder das "Hier und Jetzt" ist doch ebenso eine Illusion wie die Gegenwart oder die Zukunft!

    Es gibt weder ein aus sich heraus existierendes "Hier" (Raum) noch ein aus sich heraus existierendes "Jetzt" (Zeit).

    Man findet beides nicht, wenn man danach suchen würde :)

    Es ist ein hilfreicher Begriff um sich nicht in dem was man wahrnimmt und tut völlig zu verlieren finde ich. Das Gewahrsein dessen was gerade stattfindet - z.B. wenn man etwas sucht oder plant, dann ist ein achtsames Gewahrsein des Suchens und Planens, ohne dass man da vollständig hineingezogen wird und sich dann ärgert wenn man es nicht findet oder erreicht, weil man eben im Hier und jetzt geblieben ist. Oder zwischendurch immer wieder in das reine Beobachten zurückgekehrt ist.

    Mit Metta, mukti.


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    • 9. April 2018 um 21:14
    • #65
    mukti:

    Oder zwischendurch immer wieder in das reine Beobachten zurückgekehrt ist

    Ich glaub dieses "Immer wieder" ist die Übung, die wir von ganzem Herzen annehmen sollten - ohne auf ein "für immer und endgültig" zu spekulieren, denn damit sind wir ja auch schon wieder raus.

  • Monikamarie
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    • 10. April 2018 um 08:22
    • #66
    mukti:
    Sherab Yönten:

    Der Augenblick oder das "Hier und Jetzt" ist doch ebenso eine Illusion wie die Gegenwart oder die Zukunft!

    Es gibt weder ein aus sich heraus existierendes "Hier" (Raum) noch ein aus sich heraus existierendes "Jetzt" (Zeit).

    Man findet beides nicht, wenn man danach suchen würde :)

    Es ist ein hilfreicher Begriff um sich nicht in dem was man wahrnimmt und tut völlig zu verlieren finde ich. Das Gewahrsein dessen was gerade stattfindet - z.B. wenn man etwas sucht oder plant, dann ist ein achtsames Gewahrsein des Suchens und Planens, ohne dass man da vollständig hineingezogen wird und sich dann ärgert wenn man es nicht findet oder erreicht, weil man eben im Hier und jetzt geblieben ist. Oder zwischendurch immer wieder in das reine Beobachten zurückgekehrt ist.

    Genau, denn dadurch wird es möglich, dass andere Gehirnregionen nicht ausgeschlossen werden. Mir geht es oft so, dass ich etwas suche oder erinnern will, es aber durch krampfhaftes Rumstochern nicht finde. Ziehe ich meinen Fokus davon zurück, taucht ganz plötzlich oder auch später die Lösung auf.

  • Niemand
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    • 10. April 2018 um 09:10
    • #67
    Monikadie4.:

    Genau, denn dadurch wird es möglich, dass andere Gehirnregionen nicht ausgeschlossen werden. Mir geht es oft so, dass ich etwas suche oder erinnern will, es aber durch krampfhaftes Rumstochern nicht finde. Ziehe ich meinen Fokus davon zurück, taucht ganz plötzlich oder auch später die Lösung auf.

    also ist es gut, im Augenblick anzukommen, damit das Gehirn optimal arbeitet...

    Da drängt sich eigentlich gleich die Anschlussfrage zum Thread-Thema auf, wieso man eigentlich im Augenblick ankommen soll.

    Also was ist ein tragender Beweggrund dafür, der nichts egoistisches an sich hat.

    Also ich persönlich meine, dass gerade diese Beweggründe und die Übergänge dazwischen ein Herzstück des Weges sind.

  • Schneelöwin
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    • 10. April 2018 um 09:22
    • #68
    Niemand:

    Also was ist ein tragender Beweggrund dafür, der nichts egoistisches an sich hat.

    Also ich persönlich meine, dass gerade diese Beweggründe und die Übergänge dazwischen ein Herzstück des Weges sind.

    Niemand meint obiges "Also" als Frage?:)

    Liebe Grüße Schneelöwin

    "All is always now"


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    • 10. April 2018 um 10:07
    • #69
    Niemand:

    Da drängt sich eigentlich gleich die Anschlussfrage zum Thread-Thema auf, wieso man eigentlich im Augenblick ankommen soll.

    Also was ist ein tragender Beweggrund dafür, der nichts egoistisches an sich hat.

    Kommt wohl darauf an was man darunter versteht. Ich will jetzt ganz da sein oder "Hier und Jetzt" sind Metaphern wie "Die Stätte höchsten Friedens". "Hier" wäre dann kein Ort im Raum und "Jetzt" kein Zeitpunkt. Diese Bezeichnungen hätten dann nur den Sinn über die Bedingtheit in Raum und Zeit hinauszuweisen.

    Mit Metta, mukti.


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    • 10. April 2018 um 10:30
    • #70
    Niemand:
    mukti:

    Oder zwischendurch immer wieder in das reine Beobachten zurückgekehrt ist

    Ich glaub dieses "Immer wieder" ist die Übung, die wir von ganzem Herzen annehmen sollten - ohne auf ein "für immer und endgültig" zu spekulieren, denn damit sind wir ja auch schon wieder raus.

    Wohin führt diese Übung. Sie führt zu dem Bewusstsein das es auch in Zeiten der Nicht Gedanken Bewusstsein ist das sich bewusst ist das es bewusst ist ohne Gedanken. Ich ohne Ich bin, ohne ich.

  • Noreply
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    • 10. April 2018 um 10:32
    • #71
    mukti:
    Niemand:

    Da drängt sich eigentlich gleich die Anschlussfrage zum Thread-Thema auf, wieso man eigentlich im Augenblick ankommen soll.

    Also was ist ein tragender Beweggrund dafür, der nichts egoistisches an sich hat.

    Kommt wohl darauf an was man darunter versteht. Ich will jetzt ganz da sein oder "Hier und Jetzt" sind Metaphern wie "Die Stätte höchsten Friedens". "Hier" wäre dann kein Ort im Raum und "Jetzt" kein Zeitpunkt. Diese Bezeichnungen hätten dann nur den Sinn über die Bedingtheit in Raum und Zeit hinauszuweisen.

    "Hier und Jetzt" gibt es nicht wenn "Hier und Jetzt" ist, das gibt es nur wenn "Hier und Jetzt" nicht ist.

  • Monikamarie
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    • 10. April 2018 um 10:43
    • #72
    Niemand:

    also ist es gut, im Augenblick anzukommen, damit das Gehirn optimal arbeitet...

    Da drängt sich eigentlich gleich die Anschlussfrage zum Thread-Thema auf, wieso man eigentlich im Augenblick ankommen soll.

    Also was ist ein tragender Beweggrund dafür, der nichts egoistisches an sich hat.

    Also ich persönlich meine, dass gerade diese Beweggründe und die Übergänge dazwischen ein Herzstück des Weges sind.

    Gerade wenn ich im Augenblick ankomme, habe ich die Möglichkeit, Ereignisse und eben das, was jetzt ist, zu durchschauen. Bin ich mit meinen Gedanken woanders kann es sein, dass ich unverhältnismäßig reagiere oder sogar aggressiv oder den Sinn des Gesagten/Geschriebenen nicht wirklich erfasse und mir eine falsche Meinung über mein Gegenüber bilde. Mein Geist ist gefärbt - vielleicht mit meinen Vorurteilen usw.

    Lustig: Gerade kommt mein Mann aus der Küche. Ich bin auf das Schreiben hier fixiert. Er sagt "er zieht jetzt" und meint den Tee. Ich verstehe "es zieht jetzt" und antworte "wieso, es ist doch gar nix offen" ...

    _()_

  • Niemand
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    • 10. April 2018 um 10:44
    • #73
    Ellviral:
    Niemand:

    Ich glaub dieses "Immer wieder" ist die Übung, die wir von ganzem Herzen annehmen sollten - ohne auf ein "für immer und endgültig" zu spekulieren, denn damit sind wir ja auch schon wieder raus.

    Wohin führt diese Übung. Sie führt zu dem Bewusstsein das es auch in Zeiten der Nicht Gedanken Bewusstsein ist das sich bewusst ist das es bewusst ist ohne Gedanken. Ich ohne Ich bin, ohne ich.

    und was bringt das?

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    • 10. April 2018 um 10:57
    • #74
    Niemand:
    Ellviral:

    Wohin führt diese Übung. Sie führt zu dem Bewusstsein das es auch in Zeiten der Nicht Gedanken Bewusstsein ist das sich bewusst ist das es bewusst ist ohne Gedanken. Ich ohne Ich bin, ohne ich.

    und was bringt das?

    Für's Ego rein gar nix ;)

    Mit Metta, mukti.


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    • 10. April 2018 um 11:03
    • #75
    mukti:
    Niemand:

    und was bringt das?

    Für's Ego rein gar nix ;)

    sicher? ;)

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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