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  1. Buddhaland Forum
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  3. Allgemeines zum Buddhismus

Die meisten Menschen werden als Tier, Hungergeist oder Höllenwesen wiedergeboren!

  • Drahtseilakt
  • 21. Februar 2018 um 18:48
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1. offizieller Beitrag
  • Drahtseilakt
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    • 21. Februar 2018 um 18:48
    • #1

    Eine sehr betrübliche Perspektive, nicht? Die aber umso mehr dazu einlädt, ein achtpfadiges Leben zu führen, nicht?

    Kleiner Wermutstropfen: Bei den Göttern verhält es sich nicht anders. Der Erhabene sagt dazu nämlich:

    Zitat

    11. Pañcagatipeyyāla Vagga
    1. Manussacutiniraya Sutta

    (102) werden wenige Wesen, die als Menschen abscheiden, unter Menschen wiedergeboren; viel mehr sind es der Wesen, die, als Menschen abgeschieden, in der Hölle wiedergeboren werden,
    2. Manussacutitiracchāna Sutta

    (103) werden wenige Wesen, die als Menschen abscheiden, unter Menschen wiedergeboren; viel mehr sind es der Wesen, die, als Menschen abgeschieden, in tierischem Schoß wiedergeboren werden,
    3. Manussacutipettivisaya Sutta

    (104) werden wenige Wesen, die als Menschen abscheiden, unter Menschen wiedergeboren; viel mehr sind es der Wesen, die, als Menschen abgeschieden, im Gespensterreich wiedergeboren werden,
    4-5-6. Manussacutidevanirayādi Sutta

    (105-107) werden wenige Wesen, die als Menschen abscheiden, bei den Göttern wiedergeboren; viel mehr sind es der Wesen, die, als Menschen abgeschieden, in der Hölle, in tierischem Schoß, im Gespensterreich wiedergeboren werden,
    7-9. Devacutinirayādi Sutta

    (108-110) werden wenige Wesen, die als Götter abscheiden, bei den Göttern wiedergeboren; viel mehr sind es der Wesen, die, als Götter abgeschieden, in der Hölle, in tierischem Schoß, im Gespensterreich wiedergeboren werden,
    Quelle: http://www.palikanon.com/samyutta/sam56.html#s56_60t131

    Alles anzeigen

    Hellmuth Hecker dazu: http://www.palikanon.com/khuddaka/pv/pv_n-10-was.htm

    Dies bedeutet, dass sowohl die meisten Mitglieder dieses Forums als auch die meisten Menschen, die einem lieb sind, ebengleiches Schicksal erfahren. Für mich eine recht schockierende, aber umso treibendere Erkenntnis.

  • Monikamarie
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    • 21. Februar 2018 um 19:00
    • #2

    Für mich keine treibende Erkenntnis mehr, denn die Bewertung, was wohl schrecklich ist, kommt ja nur durch uns.
    Ich glaube diesen Quatsch nicht (mehr). Aber selbst wenn, was weiß ein Fisch schon von seiner Existenz? Wovor grault sich ein Geist oder Höllenwesen? Leiden denn nicht nur die Menschen, da sie sich darunter etwas Furchtbares vorstellen? Die Hölle ist hier!!!

    Keiner von uns kann dem entgehen, was ihm gemäß ist. Keiner kann Erleuchtung erzwingen oder "verdienen". So wie keiner entscheiden konnte, ob er/sie geboren werden wollte. Es bleibt ein Geheimnis.
    Wenn ich mich entscheide, nach dem achtfachen Pfad zu leben, dann deshalb, weil ich ihn für die einzig richtige Lebensform halte und nicht weil ich Angst habe, in der Hölle oder sonstwo zu landen.

    Alles Gute für Dich :)

    PS: Paul soll ganz große Angst in seinen letzten Stunden gehabt haben und keineswegs vertrauensvoll gewesen sein, obwohl er wie sein Freund Hecker zuvor ganz viel darüber zu schreiben wusste.

    Einmal editiert, zuletzt von Monikamarie (21. Februar 2018 um 19:03)

  • Drahtseilakt
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    • 21. Februar 2018 um 19:03
    • #3

    Die Erleuchtung ist der klassische "Verdienst" bzw. die (letzte und höchste) Frucht des Achtpfades.

    Auch für Dich alles Gute : )

  • Punk
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    • 21. Februar 2018 um 20:26
    • #4

    Solange ich nicht als Frau wiedergeboren werde :rofl::rofl: :

    Zitat

    •Er versteht: ,Es ist unmöglich, es kann nicht geschehen, daß eine Frau ein Verwirklichter, ein vollständig Erleuchteter sein könnte – eine solche Möglichkeit besteht nicht.‘ Und er versteht: ,Es ist möglich, daß ein Mann ein Verwirklichter, ein vollständig Erleuchteter sein könnte – eine solche Möglichkeit besteht.‘

    MN 115

  • fotost
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    • 21. Februar 2018 um 20:37
    • #5

    Dabei könnte man darüber nachdenken, daß Buddha und die Mönche, die diese Texte aufgeschrieben haben, von der Existenz von 99,9999% aller Tiere noch nicht mal eine Ahnung haben konnten :grinsen:

  • accinca
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    • 22. Februar 2018 um 02:28
    • #6
    Punk:

    Solange ich nicht als Frau wiedergeboren werde :rofl::rofl: :

    Zitat


    •Er versteht: ,Es ist unmöglich, es kann nicht geschehen, daß eine Frau ein Verwirklichter, ein vollständig Erleuchteter sein könnte – eine solche Möglichkeit besteht nicht.‘ Und er versteht: ,Es ist möglich, daß ein Mann ein Verwirklichter, ein vollständig Erleuchteter sein könnte – eine solche Möglichkeit besteht.‘
    MN 115


    Was aber auch für einen Mann fast unmöglich ist.
    Und schon gar nicht wenn es schon einen gibt:

    Zitat

    "Er weiß:
    - 'Unmöglich ist es und kann nicht sein, dass in ein und derselben Welt(art) zwei Heilige, vollkommen Erwachte zugleich auftreten mögen: ein solcher Fall kommt nicht vor';
    er weiß:
    - 'Möglich aber ist es wohl, dass in ein und derselben Welt(art) ein Heiliger, vollkommen Erwachter auftreten mag: ein solcher Fall kommt vor.' M 115

  • accinca
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    • 22. Februar 2018 um 07:42
    • #7
    Lucy:

    Ihr seid ja lustig ;)


    Verstehe ich nicht.

  • accinca
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    • 22. Februar 2018 um 07:55
    • #8
    Lucy:

    Eben. Das wir uns nicht verstehen können, ist lustig.
    Komplett anderes Universum *rüberwinke


    Glaube ich nicht.

  • void
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    • 22. Februar 2018 um 08:18
    • Offizieller Beitrag
    • #9

    Der Gedanke. dass alle die wir kennen, keine Menschen bleiben, ist so betrüblich, dass man versucht ist, das Thema auf etwas Lustigeres zu lenken.

    • Nächster offizieller Beitrag
  • Monikamarie
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    • 22. Februar 2018 um 08:38
    • #10
    fotost:

    Dabei könnte man darüber nachdenken, daß Buddha und die Mönche, die diese Texte aufgeschrieben haben, von der Existenz von 99,9999% aller Tiere noch nicht mal eine Ahnung haben konnten :grinsen:

    Da Buddha die Texte nicht aufgeschrieben hat, glaube ich auch nicht, dass er all diesen Unsinn wortwörtlich gemeint hat. Das ist Angstmache - genau wie die Ablassbriefe im Mittelalter, um Menschen zu "bekehren".

  • accinca
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    • 22. Februar 2018 um 08:41
    • #11
    Monikadie4.:

    Da Buddha die Texte nicht aufgeschrieben hat, glaube ich auch nicht, dass er all diesen Unsinn wortwörtlich gemeint hat. Das ist Angstmache - genau wie die Ablassbriefe im Mittelalter, um Menschen zu "bekehren".


    Ach, und wenn er sie aufgeschrieben hätte würdest du das glauben?
    Das glaube ich jetzt wieder nicht.

    Einmal editiert, zuletzt von accinca (22. Februar 2018 um 09:01)

  • Moosgarten
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    • 22. Februar 2018 um 09:00
    • #12
    accinca:
    Monikadie4.:

    Da Buddha die Texte nicht aufgeschrieben hat, glaube ich auch nicht, dass er all diesen Unsinn wortwörtlich gemeint hat. Das ist Angstmache - genau wie die Ablassbriefe im Mittelalter, um Menschen zu "bekehren".


    Ach, und wenn er sie aufgeschrieben hätte würdest du das glauben?

    Ne, warum denn?

  • fotost
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    • 22. Februar 2018 um 09:45
    • #13
    Monikadie4.:
    fotost:

    Dabei könnte man darüber nachdenken, daß Buddha und die Mönche, die diese Texte aufgeschrieben haben, von der Existenz von 99,9999% aller Tiere noch nicht mal eine Ahnung haben konnten :grinsen:

    Da Buddha die Texte nicht aufgeschrieben hat, glaube ich auch nicht, dass er all diesen Unsinn wortwörtlich gemeint hat. Das ist Angstmache - genau wie die Ablassbriefe im Mittelalter, um Menschen zu "bekehren".

    Liebe Monika,

    2.600 Jahre sind eine lange Zeit. Kulturelle Hintergründe und Sprache ändern sich.
    Ist das nicht eine der zentralen Aussagen der Lehre? Alle Dinge, alle Gebilde sind anicca. Veränderlich, nicht verharrend - werdend und damit vergänglich.

  • void
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    • 22. Februar 2018 um 10:07
    • Offizieller Beitrag
    • #14
    fotost:

    2.600 Jahre sind eine lange Zeit. Kulturelle Hintergründe und Sprache ändern sich.
    Ist das nicht eine der zentralen Aussagen der Lehre? Alle Dinge, alle Gebilde sind anicca. Veränderlich, nicht verharrend - werdend und damit vergänglich.

    Auch wenn man kein buchstäbliches Verständnis von Wiedergeburt hat, ist in dem von Buddha gesagten, eine tiefe Wahrheit vorhanden. Nämlich, dass der "menschliche Standpunkt" nur eine Ausnahme ist und nicht-menschliches Leben die Regel.

    Viele die einen säkularen Standpunkt einnehmen, nehmen gleichzeitig einen humanistischen Standpunkt der oft ein anthropozentrischer ist. Vom Menschen und seinen Bedürfnissen und seinen Denkweisen auszugehen ist aber eine extreme Verengung. Wenn ich mir vorstelle ich könnte auch eine Kakerlake sein, mag darin ein Irrtum liegen aber dieser Irrtum ist vielleicht kleiner, als der einen Menschenstandpunkt als gegeben zu sehen und in einen Menschendünkel zu verfallen, wo dieser statt einer ephimerer Ausnahme zu sein, zum Mass aller Dinge wird.

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  • fotost
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    • 22. Februar 2018 um 10:26
    • #15
    void:
    fotost:

    2.600 Jahre sind eine lange Zeit. Kulturelle Hintergründe und Sprache ändern sich.
    Ist das nicht eine der zentralen Aussagen der Lehre? Alle Dinge, alle Gebilde sind anicca. Veränderlich, nicht verharrend - werdend und damit vergänglich.

    Auch wenn man kein buchstäbliches Verständnis von Wiedergeburt hat, ist in dem von Buddha gesagten, eine tiefe Wahrheit vorhanden. Nämlich, dass der "menschliche Standpunkt" nur eine Ausnahme ist und nicht-menschliches Leben die Regel.


    Ich vermute, gerade, wenn man nicht eine buchstäblichen Übernahme von Ideen verfolgt, ist man eher stärker gezwungen, sich mit den nicht-buchstäblichen Inhalten zu beschäftigen.

    Mit ist klar, daß rein aus pragmatischen Gründen viele säkulare Buddhisten Begriffe wie Wiedergeburt gern vermeiden. Das beendet aber keine Fragen.

    Auch die Anleitung Buddhas, daß es Fragen gibt, die zu erwägen unweise ist hat wenig geholfen :grinsen:

  • Moosgarten
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    • 22. Februar 2018 um 10:36
    • #16
    fotost:

    Auch die Anleitung Buddhas, daß es Fragen gibt, die zu erwägen unweise ist hat wenig geholfen :grinsen:


    Ja, aber diese Anweisung bezieht sich explizit auf selbstbezogene Fragen und nicht auf die Frage überhaupt.

  • void
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    • 22. Februar 2018 um 10:37
    • Offizieller Beitrag
    • #17
    fotost:

    Auch die Anleitung Buddhas, daß es Fragen gibt, die zu erwägen unweise ist hat wenig geholfen

    Der Zweck an der Stelle ist ja nicht Welterklärung, sondern der darauf hinzuweisen, wie unglaublich selten und kostbar die Gelegenheit ist, Mensch zu sein und daraus dann ein starke Motivation für die Praxis abzuleiten. Wenn das is dieser Weise funktioniert, ist es gut.

    Wobei es auch Riskien und nebnwirkungen gib. So gibt es viellecht Leute, die bei dem Gedanken e ängstlich und verzagt werden, und eher verzeifeln als einen Antrieb zu finden. Und für andere ist es eine Welterklärung, aus der heraus sie in wüste Spekulationen verfallen.

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  • fotost
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    • 22. Februar 2018 um 11:07
    • #18
    Moosgarten:
    fotost:

    Auch die Anleitung Buddhas, daß es Fragen gibt, die zu erwägen unweise ist hat wenig geholfen :grinsen:


    Ja, aber diese Anweisung bezieht sich explizit auf selbstbezogene Fragen und nicht auf die Frage überhaupt.

    :like: Danke, interessanter Hinweis.

    Falls es jemand nachlesen möchte
    http://www.palikanon.com/majjhima/zumwinkel/m002z.html

  • accinca
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    • 22. Februar 2018 um 12:43
    • #19
    fotost:
    Moosgarten:


    Ja, aber diese Anweisung bezieht sich explizit auf selbstbezogene Fragen und nicht auf die Frage überhaupt.

    :like: Danke, interessanter Hinweis.


    Ach was. Was sind denn "selbstbezogene Fragen"?

  • Noreply
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    • 22. Februar 2018 um 13:07
    • #20
    accinca:
    fotost:

    :like: Danke, interessanter Hinweis.


    Ach was. Was sind denn "selbstbezogene Fragen"?

    Bin ICH ein Idiot? Ist eine selbstbezogene Frage.

  • xxx
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    • 22. Februar 2018 um 14:02
    • #21
    Moosgarten:

    Ja, aber diese Anweisung bezieht sich explizit auf selbstbezogene Fragen und nicht auf die Frage überhaupt.

    Das stimmt jetzt aber überhaupt nicht, genau das Gegenteil ist der Fall. Solche Fragen, egal ob selbstbezogen oder verallgemeinernd, sind in buddhistischem Sinne generell nicht zielführend.

    Solche Fragen wie: " wohin gehe ich, Wohin gehe ich, woher kommt die Welt, wohin geht die Welt, was ist mein Sinn, was ist Sinn der Welt etc."

    Was wir auch immer erforschen, was wir auch immer herausfinden, glauben zu wissen, meinen zu sein oder wahrzunehmen vermuten, entsteht in Wahrheit allein in uns selbst.

    Das einzige worüber wir überhaupt Klarheit erlangen könnten ist unser Selbst. Es gibt keine absolut objektiven Fakten, diese werden ausnahmslos von uns selbst konstruiert (-> paticca sammupada)

    Alles was Buddha lehrte, die angefangen bei den vier edlen Wahrheiten bis zu Paticcasamuppda läuft ausschliesslich in unserm Selbst ab.


    Deshalb wird in DN 1 auch gesagt:

    Zitat

    „Haben da, ihr Mönche, jene Asketen und Priester Ewigkeit behauptet, Seele und Welt als ewig ausgelegt, nach vier Urständen, war es gleichwohl sinnlich begründet

    „Haben da, ihr Mönche, jene Asketen und Priester dies und das und dergleichen mehr behauptet, mancherlei Glaubenslehren ausgebracht, nach zweiundsechzig Urständen, war es gleichwohl sinnlich begründet.

    „Haben da, ihr Mönche, jene Asketen und Priester Ewigkeit behauptet, Seele und Welt als ewig ausgelegt, nach vier Urständen, werden sie freilich anders als sinnlich wahrzunehmen unmöglich imstande sein.

    „Haben da, ihr Mönche, jene Asketen und Priester dies und das und dergleichen mehr behauptet, mancherlei Glaubenslehren ausgebracht, nach zweiundsechzig Urständen, werden sie freilich anders als sinnlich wahrzunehmen unmöglich imstande sein.

    „Haben da, ihr Mönche, jene Asketen und Priester Ewigkeit behauptet, Seele und Welt als ewig ausgelegt, nach vier Urständen; haben da jene Asketen und Priester dies und das und dergleichen mehr behauptet, mancherlei Glaubenslehren ausgebracht, nach zweiundsechzig Urständen: so haben alle diese auf die sechs Sinnesgebiete gestützt und gegründet wahrgenommen.

    Aus ihrem Wahrnehmen entsteht Dürsten, aus Dürsten entsteht Anhangen, aus Anhangen entsteht Werden, aus Werden entsteht Gebären, aus Gebären geht Altern und Sterben, Schmerz und Jammer, Leiden, Gram und Verzweiflung hervor.

    Sobald aber, ihr Mönche, ein Mönch der sechs Sinnesgebiete Aufgang und Untergang, Labsal und Elend und Überwindung wirklich versteht, versteht er eben was über alle diese hinausreicht.

    „Denn wer da irgend, ihr Mönche, als ein Asket oder Priester der Vergangenheit anhängt und der Zukunft anhängt, der Vergangenheit und der Zukunft anhängt, der Vergangenheit und der Zukunft nachsinnt, über Vergangenheit und Zukunft mancherlei Glaubenslehren ausbringt, ein jeder solche ist eben durch einen dieser zweiundsechzig Urstände in ein Netz geraten; darin verfangen aber tauchen sie, um emporzutauchen, empor: darin verstrickt, eben in das Netz geraten, tauchen sie, um emporzutauchen, empor.

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    • 22. Februar 2018 um 14:25
    • #22

    Immer diese Wiedergeburten.. ich glaube nicht an die Wiedergeburt in ein nächstes Leben als X (für X steht ein beliebig einzusetzender Begriff).
    Sowas hat Buddha nie gelehrt!

    Den Schmetterling des Zen im Netz des Verstandes zu fangen; machen wir uns das klar, dass das nicht geht

  • Noreply
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    • 22. Februar 2018 um 14:49
    • #23
    kal:

    Immer diese Wiedergeburten.. ich glaube nicht an die Wiedergeburt in ein nächstes Leben als X (für X steht ein beliebig einzusetzender Begriff).
    Sowas hat Buddha nie gelehrt!

    Vielleicht hat Buddha ja einfach mit Wiedergeburten gemeint das er seine unterschiedlichen Leben erkannt hat. Vom Beginn seiner Geburt an. Ich habe auch schon viele Leben gelebt und mir reichen die in diesem lebend Sein vollkommen aus. Da brauch ich nicht auch noch die von meinem Gehirn durch mein Glauben wollen erzeugten.
    Es ist ja auch vollkommen ausreichen sich an seine Leben in diesem Leben zu erinnern damit die Untaten des erinnerten Lebens nicht wieder geboren werden.
    Da ich gerade die Bhagavad Gita lese ist mir das auch viel wahrscheinlicher. Und Buddha kann ich auch viel besser nachvollziehen.

  • Frieden-und-Freude
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    • 22. Februar 2018 um 16:44
    • #24
    Monikadie4.:
    fotost:

    Dabei könnte man darüber nachdenken, daß Buddha und die Mönche, die diese Texte aufgeschrieben haben, von der Existenz von 99,9999% aller Tiere noch nicht mal eine Ahnung haben konnten :grinsen:

    Da Buddha die Texte nicht aufgeschrieben hat, glaube ich auch nicht, dass er all diesen Unsinn wortwörtlich gemeint hat. Das ist Angstmache - genau wie die Ablassbriefe im Mittelalter, um Menschen zu "bekehren".

    :like:

    Das ist genau der Punkt: Diese Angstmache, bei Fehlverhalten als "Tier, Hungergeist oder Höllenwesen wiedergeboren" zu werden, erzeugt eine autoritäre Form von Religiosität.

    Hier liegt eine Ambivalenz im Buddhismus:
    Einerseits die aufklärerische Tendenz, die Lehre anhand von Erfahrung zu prüfen.
    Andererseits dann aber doch die religionstypischen Methoden der Angstmache und Manipulation.

    Diese Tendenzen sind so gegensätzlich, dass auch ich davon ausgehe, dass die Angstmache erst später hinzugefügt oder stärker betont wurde, aus Gründen der Propaganda und Missionierung.

    Sila, Samadhi, Panna. Der Weg ist die Praxis.

  • accinca
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    • 22. Februar 2018 um 17:03
    • #25
    accinca:
    fotost:

    :like: Danke, interessanter Hinweis.


    Ach was. Was sind denn "selbstbezogene Fragen"?

    Zitat

    Bin ICH ein Idiot? Ist eine selbstbezogene Frage.


    Und warum sollte man nicht über solche
    "selbstbezogenen Fragen" mal nachdenken?
    Vielleicht wäre es für machen ganz angebracht
    darüber mal mehr nachzudenken. Das der Buddha
    von solchen Fragen prinzipiell abgeraten hätte
    ist nicht der Fall.

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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