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Kurz und oft oder lang und selten?

  • Arthur1788
  • 2. September 2017 um 13:02
  • Zum letzten Beitrag
1. offizieller Beitrag
  • Arthur1788
    Themenautor
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    • 2. September 2017 um 13:02
    • #1

    Hallo liebes Forum,

    mir wurde mal von einem Zen-Lehrer gesagt, dass es grundsätzlich sinnvoller sei, beim Zazen möglichst lange zu sitzen, auch wenn man dann vielleicht eher selten dazu kommt. Ich habe aber eher das Gefühl, dass mich tägliche, aber kurze Einheiten (~20 Min.) eher "voranbringen". Wie sind eure Erfahrungen diesbezüglich?

    Beste Grüße

  • jianwang
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    • 2. September 2017 um 13:15
    • #2

    Das siehst Du richtig.

    _()_

    Länger sitzen kommt meist nur in sesshin vor (oder wenn man den Wecker vergisst)

    Wenn im dürren Baum der Drache Dir singt
    siehst wahrhaft Du den WEG.
    Wenn im Totenkopf keine Sinne mehr sind
    wird erst das Auge klar.

    jianwang 健忘 = sich [selbst] vergessend

  • Morpho
    Gast
    • 2. September 2017 um 13:23
    • #3
    Arthur1788:

    Hallo liebes Forum,

    mir wurde mal von einem Zen-Lehrer gesagt, dass es grundsätzlich sinnvoller sei, beim Zazen möglichst lange zu sitzen, auch wenn man dann vielleicht eher selten dazu kommt. Ich habe aber eher das Gefühl, dass mich tägliche, aber kurze Einheiten (~20 Min.) eher "voranbringen". Wie sind eure Erfahrungen diesbezüglich?

    Beste Grüße

    Ich bin da bei diesem Zen Lehrer. Meiner Erfahrung nach ist es günstiger Perioden von halben Stunden unmittelbar aneinander anzuknüpfen, dazwischen Kinhin.

  • Holzklotz
    Gast
    • 5. September 2017 um 09:30
    • #4

    Ich glaube die Regelmäßigkeit ist wichtiger als die Dauer.
    Mein Lehrer empfiehlt Anfängern zum Beispiel, dass sie sich lieber nur 5 Minuten am Tag Zeit nehmen sollen, wenn es sonst schwierig ist, ein tägliches Sitzen zu etablieren.
    So behält man halt immer einen Fuß in der "anderen Dimension".

  • jianwang
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    • 6. September 2017 um 09:05
    • #5

    Regelmäßigkeit, Ordnung im Leben ist imho das Wichtigste.
    Nur wenn man regelmässig sitzt, die bunte Leinwand des Lebens weiss werden lässt, wie es Suzuki roshi nannte, kann man wirklich erkennen, das das Gegenwärtige unendlich ist.
    Und, wie Dogen zenji schrieb: das die Vergangenheit im Gegenwärtigen sich verwirklicht.

    Wenn Du nur ab und zu, so wie es Dir gerade ankommt, in Zazen gehst, machst Du aus dem Zazen etwas Besonderes, nicht einen Teil Deines Lebens.

    _()_

    Wenn im dürren Baum der Drache Dir singt
    siehst wahrhaft Du den WEG.
    Wenn im Totenkopf keine Sinne mehr sind
    wird erst das Auge klar.

    jianwang 健忘 = sich [selbst] vergessend

  • Holzklotz
    Gast
    • 6. September 2017 um 09:18
    • #6

    jianwang
    :like:

  • Morpho
    Gast
    • 6. September 2017 um 14:48
    • #7
    Zitat

    Wenn Du nur ab und zu, so wie es Dir gerade ankommt, in Zazen gehst, machst Du aus dem Zazen etwas Besonderes, nicht einen Teil Deines Lebens.

    Eben. Deswegen: geregelt, "lang" und oft.

  • Andreas
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    • 6. September 2017 um 15:07
    • #8

    Lieber Arthur,

    Arthur1788:

    Hallo liebes Forum,

    mir wurde mal von einem Zen-Lehrer gesagt, dass es grundsätzlich sinnvoller sei, beim Zazen möglichst lange zu sitzen, auch wenn man dann vielleicht eher selten dazu kommt. Ich habe aber eher das Gefühl, dass mich tägliche, aber kurze Einheiten (~20 Min.) eher "voranbringen". Wie sind eure Erfahrungen diesbezüglich?

    Beste Grüße

    nach meinem Verständnis fängt Zen nie an und hört Zen nie auf.
    Wie lange willst Du sitzen?

    Viele Grüße

    Andreas

  • jianwang
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    • 6. September 2017 um 15:12
    • #9
    Morpho:
    Zitat

    Wenn Du nur ab und zu, so wie es Dir gerade ankommt, in Zazen gehst, machst Du aus dem Zazen etwas Besonderes, nicht einen Teil Deines Lebens.

    Eben. Deswegen: geregelt, "lang" und oft.


    Lies den Eingangspost nochmal genau.
    Da geht es um kürzer und regelmässig oder länger und seltener(unregelmässig).

    Wenn im dürren Baum der Drache Dir singt
    siehst wahrhaft Du den WEG.
    Wenn im Totenkopf keine Sinne mehr sind
    wird erst das Auge klar.

    jianwang 健忘 = sich [selbst] vergessend

  • Holzklotz
    Gast
    • 6. September 2017 um 15:43
    • #10

    oder überhaupt nicht sitzen
    bringt eh nichts
    :grinsen:

  • void
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    • 6. September 2017 um 16:04
    • Offizieller Beitrag
    • #11
    jianwang:

    Da geht es um kürzer und regelmässig oder länger und seltener(unregelmässig).

    Die Frage ist ja, hinsichtlich welchen Kriteriums es jeweils besser ist.

    Für mich ist es ein langes Meditieren deswegen gut, weil ich immer ganz schön lange braucht, bis mein Geist so eingermassen beruhigt ist. Von daher kann ich verstehen, das "langes Meditieren" besser ist als kurzes, weil eine lange Meditationszeitraum es einen erlaubt viel tiefer zu gehen. Ich schätzte mal, so meint es auch der von Arthur1788 zitierte Zenlehrer.

    Aber wenn ich nach dem Kriterium geh, was für die Integration mit dem Alltag besser ist, dann ist das auf jeden Fall regelmässiges Meditieren, auch wenn es kurz ist. Ansonsten wird das Meditieren leicht zu einer aussergegöhnlichen Sache, die sich nicht mit dem Alltag verzahnt.

    Von daher würde wie Morpho das "oder" sehr in Frage stellen. Wenn jemand fragt, ob er sich lieber täglich die Zähne putzten soll oder pro Wochen zweimal duschen soll, würde man ihm eher davon abraten auf eins von beiden zu verzichten.

  • jianwang
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    • 6. September 2017 um 17:19
    • #12

    Was ist kurz, was ist lang. Ich sitze frühs(zw.4-5) meist "nur 25 Min(mit Wecker), damit ich es auf Arbeit schaffe. Abends ohne Wecker kann es schon mal "länger" werden, je nachdem, wann mein Körper(oder Blase) mich "weckt".

    Aber das Wichtigste ist für mich, das es zum Tag gehört wie Zähneputzen, Duschen oder Essen.

    _()_

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  • Morpho
    Gast
    • 6. September 2017 um 21:27
    • #13
    jianwang:

    Lies den Eingangspost nochmal genau.
    Da geht es um kürzer und regelmässig oder länger und seltener(unregelmässig).

    Für mich bezieht sich das nicht auf einen unbestimmten Zeitraum, sondern auf einen Tag, eine Woche.
    Ne gewisse Seriosität dieses "Zen Lehrers" mal vorausgesetzt, denn spätestens auf einem Sesshin käme man nicht mit seinem 20 Minuten Rhythmus mehr klar.

  • jianwang
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    • 6. September 2017 um 21:45
    • #14
    Zitat

    grundsätzlich sinnvoller sei, beim Zazen möglichst lange zu sitzen, auch wenn man dann vielleicht eher selten dazu kommt.


    Mal ganz ehrlich ... 10 mal ne Stunde über 6 Wochen oder so, denn dies impliziert diese Aussage.
    Würde man dann ein wirkliches sesshin "überleben"?
    Ich erinner mich recht gut an mein erstes, danach war ich kurz davor, "die ganze Plackerei" hinzuschmeißen.
    Und mir sagte ein Erfahrener, das ich es nach 6 Monaten regelmässigem shikantaza noch mal "probieren" sollte *grinst*
    Er hatte recht.

    _()_

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  • Morpho
    Gast
    • 6. September 2017 um 22:08
    • #15

    Klar, weil es ne punktuelle Haltung ist. Aber die stellt sich nicht ein, wenn man länger pausiert. Und "länger pausieren" bedeutet schon, es tageweise, geschweige wochenweise, schleifen lassen.
    Und schleifen lassen bedeutet auch schon, hier mal 20 Minuten, da mal 20 Minuten- "zwischendurch".

  • keks
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    • 6. September 2017 um 22:09
    • #16

    Weitere Möglichkeit: dauerhafte Achtsamkeit :)
    Ach Moment, es gibt nichts dauerhaftes, sowas doofes aber auch :>

    Bubu :clown::oops:

  • jianwang
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    • 7. September 2017 um 06:01
    • #17
    keks:

    Weitere Möglichkeit: dauerhafte Achtsamkeit :)
    Ach Moment, es gibt nichts dauerhaftes, sowas doofes aber auch :>


    Du Keks Du :clown::lol:

    @Morpho
    Richtig ... immer gleich ... und Jeder findet, wenn er/Sie wirklich will, mindestens einmal am Tag die Zeit dafür.

    _()_

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  • Samten
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    • 7. September 2017 um 08:07
    • #18

    Die "wichtigen"Dinge in unserem Leben sind von (täglichen) Regelmässigkeiten geprägt,
    warum sollte es dann beim Sit-Zen anders sein..?

  • jianwang
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    • 7. September 2017 um 08:12
    • #19
    Samten:

    Die "wichtigen"Dinge in unserem Leben sind von (täglichen) Regelmässigkeiten geprägt,
    warum sollte es dann beim Sit-Zen anders sein..?


    Gute Frage :like:

    _()_

    Wenn im dürren Baum der Drache Dir singt
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  • Holzklotz
    Gast
    • 7. September 2017 um 09:38
    • #20

    Ich seh es auch so dass die Übung so selbstverständlich und regelmäßig wie das Zähneputzen sein sollte. Gut ist es da, wenn man eine feste Zeit hat, da sich der Organismus dann besser darauf einschwingen kann. Außerdem sitzt man dadurch nicht nur dann, wenn man gerade in der vermeintlich richtigen Stimmung ist, sondern unabhängig von Stimmungen wenn es eben an der Zeit ist. Ich finde mindestens 2 Mal im Jahr sollte man halt auch Phasen intensiverer/mehrtägiger Übung haben.

    Ich dachte früher mal, dass man in den Phasen "dazu lernt", in denen man besonders schön versenkt und ruhig ist, aber mittlerweile sehe ich ein, dass die Veränderung, die das Sitzen bewirkt viel hintergründiger von statten geht. Vom eigentlichen Transformationsprozess bekommen wir gar nichts mit. Das ist wie der stete Tropfen, der den Stein höhlt.
    Da stellt sich dann natürlich die Frage für jeden wieso sie/er eigentlich sitzt. Ist es, weil man sich etwas konkret ausgedachtes davon erhofft, oder weil man sich eben irgendwann dazu entschlossen hat es zu tun und keinen Grund sieht, diesen Entschluss zu revidieren.

  • Morpho
    Gast
    • 7. September 2017 um 09:55
    • #21
    Zitat

    Da stellt sich dann natürlich die Frage für jeden wieso sie/er eigentlich sitzt. Ist es, weil man sich etwas konkret ausgedachtes davon erhofft, oder weil man sich eben irgendwann dazu entschlossen hat es zu tun und keinen Grund sieht, diesen Entschluss zu revidieren.


    Und ich dachte, das basiert auf deinem Grundverständnis der Lehre. Muss ich noch mal drüber nachdenken.

  • Holzklotz
    Gast
    • 7. September 2017 um 10:13
    • #22
    Morpho:
    Zitat

    Da stellt sich dann natürlich die Frage für jeden wieso sie/er eigentlich sitzt. Ist es, weil man sich etwas konkret ausgedachtes davon erhofft, oder weil man sich eben irgendwann dazu entschlossen hat es zu tun und keinen Grund sieht, diesen Entschluss zu revidieren.


    Und ich dachte, das basiert auf deinem Grundverständnis der Lehre. Muss ich noch mal drüber nachdenken.


    Da musste ich jetzt auch nochmal kurz drüber nachdenken :)
    Vielleicht ist es so eine Art Vertrauen, dass man sich dieser Übung einfach immer wieder überlassen kann und mit ihr dem Prozess des Lebens. Ein Vertrauen, das nicht nach Sinn oder Gewinn/Verlust fragt, sondern tiefer verankert ist als diese Kategorien (auch tiefer als eine Lehre?). Ich frag mich ja auch weder auf dem Kissen, noch im Alltag nicht, ob ich gerade Zen oder Kontemplation "mache", obwohl ich die Lehren aus beiden Traditionen kenne und schätze.

  • Festus
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    • 7. September 2017 um 10:44
    • #23
    Arthur1788:

    Hallo liebes Forum,

    mir wurde mal von einem Zen-Lehrer gesagt, dass es grundsätzlich sinnvoller sei, beim Zazen möglichst lange zu sitzen, auch wenn man dann vielleicht eher selten dazu kommt. Ich habe aber eher das Gefühl, dass mich tägliche, aber kurze Einheiten (~20 Min.) eher "voranbringen". Wie sind eure Erfahrungen diesbezüglich?

    Beste Grüße


    Bei mir dauern Sitzrunden 25 Minuten. Das ist auch bei Sesshin so.
    Wenn du mit Zeiten so um die 20 Minuten gut zurecht kommst, ist doch alles in Ordnung Arthur.
    Der Zen-Lehrer hat dir nur seine Erfahrung, seine Meinung mitgeteilt. Mehr nicht. Du kannst das überprüfen und dann entscheiden, ob du es für dich übernehmen willst.
    Ich für meinen Teil favorisiere Zeiten um die 20 Minuten und regelmäßig.

    Ohne eine lange Zeit grimmiger Kälte,
    die Dir in die Knochen fährt –

    wie könnten die Pflaumenblüten

    dich erfüllen mit ihrem durchdringenden Duft?
    (Obaku)

  • Morpho
    Gast
    • 7. September 2017 um 10:46
    • #24

    War nur ein Scherz
    :dao:
    CU _()_

  • jianwang
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    • 7. September 2017 um 11:36
    • #25

    Warum ich sitze? Keine Ahnung, ich habe kein Ziel oder inneren Grund.
    Es tut mir (meist) einfach gut und so sitze ich eben da so rum

    _()_

    Wenn im dürren Baum der Drache Dir singt
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Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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