1. Übersicht
  2. Forum
  3. Lexikon
  • Anmelden
  • Registrieren
  • Suche
Dieses Thema
  • Alles
  • Dieses Thema
  • Dieses Forum
  • Seiten
  • Forum
  • Lexikon
  • Termine
  • Erweiterte Suche
  1. Buddhaland Forum
  2. Buddhismus
  3. Allgemeines zum Buddhismus

Buddhismus ohne Wiedergeburt?

  • Irmin82
  • 17. November 2016 um 22:51
  • Zum letzten Beitrag
  • Sunu
    Reaktionen
    617
    Punkte
    15.067
    Beiträge
    2.887
    Mitglied seit
    7. Oktober 2015
    • 9. Dezember 2016 um 12:04
    • #826
    accinca:
    Sunu:


    Nur bedingt !


    naja alles ist Bedingt nur nibbana nicht. ;)

    Solange das eine Ansicht ist schon. Wenn aber alle Ansichten aufgegeben wurden, dann ist Ruhe mit :...ist so oder so... oder nicht so oder so... Ist weder so noch nicht so.... Ist Nibbana oder Samsara..Atta oder Anatta... Oder nicht oder beides.....

  • accinca
    Reaktionen
    706
    Punkte
    57.021
    Beiträge
    11.216
    Mitglied seit
    31. Dezember 2007
    • 9. Dezember 2016 um 12:37
    • #827
    Sunu:
    accinca:


    naja alles ist Bedingt nur nibbana nicht. ;)

    Solange das eine Ansicht ist schon.


    Alle Ansichten haben ihre Bedingungen.
    Nein, wenn es sich um eine Ansicht handelt, dann ist diese natürlich bedingt.

    Sunu:

    Wenn aber alle Ansichten aufgegeben wurden, dann ist Ruhe mit :...ist so oder so... oder nicht so oder so... Ist weder so noch nicht so.... Ist Nibbana oder Samsara..Atta oder Anatta... Oder nicht oder beides.....

    Wenn alle Neigungen, alles Anhangen, - auch die Neigungen zu
    Ansichten die wieder zu neuen Neigungen und Anhangen führen würden -
    beendet wurden (nicht alle Ansichten) dann bestehen natürlich
    auch keine Neigung und Anhangen zu Ansichten mehr und das nennt
    sich dann Nibbana bei Lebzeiten.

  • Sunu
    Reaktionen
    617
    Punkte
    15.067
    Beiträge
    2.887
    Mitglied seit
    7. Oktober 2015
    • 9. Dezember 2016 um 13:01
    • #828
    accinca:
    Sunu:

    Solange das eine Ansicht ist schon.


    Alle Ansichten haben ihre Bedingungen.
    Nein, wenn es sich um eine Ansicht handelt, dann ist diese natürlich bedingt.

    Sunu:

    Wenn aber alle Ansichten aufgegeben wurden, dann ist Ruhe mit :...ist so oder so... oder nicht so oder so... Ist weder so noch nicht so.... Ist Nibbana oder Samsara..Atta oder Anatta... Oder nicht oder beides.....

    Wenn alle Neigungen, alles Anhangen, - auch die Neigungen zu
    Ansichten die wieder zu neuen Neigungen und Anhangen führen würden -
    beendet wurden (nicht alle Ansichten) dann bestehen natürlich
    auch keine Neigung und Anhangen zu Ansichten mehr und das nennt
    sich dann Nibbana bei Lebzeiten.

    Alles anzeigen

    Genau das meinte ich :like:

    Und das Problem ( da bin ich natürlich auch gut dran beteiligt)... Beim Thema Wiedergeburt, wie dieses hier werden Ansichten und Ansichten und Ansichten erzeugt..." Gibt es...gibt es nicht ..doch ..ja ...nein...das ist Buddhismus...das ist keiner... " lässt man die Urteile und Vorurteile aber mal weg....fragt vielleicht nach was gemeint ist, wenn etwas unklar ist...und konzentriert sich mehr auf die Gemeinsamkeiten, statt auf das vermeintlich Trennende....Dann merkt man doch, man streitet bloß um leere Begriffe... um Äußerlichkeiten.... Und das Ganze ist dann eigentlich nur noch " Geschwätz"....( passend zum Geschwätz Thread).

    Einmal editiert, zuletzt von Sunu (9. Dezember 2016 um 13:21)

  • Noreply
    Reaktionen
    5.400
    Punkte
    81.758
    Beiträge
    15.201
    Mitglied seit
    24. Juni 2011
    • 9. Dezember 2016 um 13:19
    • #829
    accinca:


    Wenn alle Neigungen, alles Anhangen, - auch die Neigungen zu
    Ansichten die wieder zu neuen Neigungen und Anhangen führen würden -
    beendet wurden (nicht alle Ansichten) dann bestehen natürlich
    auch keine Neigung und Anhangen zu Ansichten mehr und das nennt
    sich dann Nibbana bei Lebzeiten.

    Also Ruhe vor sich selber/ich/Ego haben. Denn Das was an Ansichten anhängen kann ist das Ego, Ich, Selbst. Dadurch erscheinen Gier, Hass Verblendung. Wenn keine Hoffnung, Glaube, Verlieben, Wünsche erscheinen habe "ich" Ruhe vor mir selber. Doch das erreichen von Nibbana ist das verschwinden von Nibbana und der Glaube das das nicht Nibbana sein kann setzt das Rad des Leidens wieder in Gang. Bedingt ist Nibbana durch das Finden und darauf hin das wieder Suchen. Ohne Bedingungen ist Nibbana nur dann wenn es erreicht ist, dann hat es auch jede Bezeichnung verloren, ist selbstverständlich und unbennenbar.
    Die Unerträglichkeit des dann Seins macht wieder auf die Suche gehen, "Das kann es nicht sein." ist ein erster Anfangsgedanke für neue Suche.

  • Moosgarten
    Reaktionen
    11
    Punkte
    7.276
    Beiträge
    1.445
    Mitglied seit
    14. November 2016
    • 9. Dezember 2016 um 17:10
    • #830
    Sunu:

    Und das Problem ( da bin ich natürlich auch gut dran beteiligt)... Beim Thema Wiedergeburt, wie dieses hier werden Ansichten und Ansichten und Ansichten erzeugt..." Gibt es...gibt es nicht ..doch ..ja ...nein...das ist Buddhismus...das ist keiner... " lässt man die Urteile und Vorurteile aber mal weg....fragt vielleicht nach was gemeint ist, wenn etwas unklar ist...und konzentriert sich mehr auf die Gemeinsamkeiten, statt auf das vermeintlich Trennende....Dann merkt man doch, man streitet bloß um leere Begriffe... um Äußerlichkeiten.... Und das Ganze ist dann eigentlich nur noch " Geschwätz"....( passend zum Geschwätz Thread).

    Gemeinsamkeiten muß man sich erarbeiten, die sind nicht einfach so gegeben.

  • Spacy
    Punkte
    6.670
    Beiträge
    1.326
    Mitglied seit
    29. Oktober 2014
    • 9. Dezember 2016 um 18:54
    • #831

    Gemeinsamkeiten kann man nicht erarbeiten! Gemeinsamkeiten passieren. Nicht weniger, nicht mehr...

  • K-Dorje
    Reaktionen
    2
    Punkte
    267
    Beiträge
    53
    Mitglied seit
    25. November 2016
    • 9. Dezember 2016 um 19:19
    • #832
    Zitat

    Spacy hat geschrieben:
    Gemeinsamkeiten kann man nicht erarbeiten! Gemeinsamkeiten passieren. Nicht weniger, nicht mehr...


    Wenn das so wäre, dann würden auch die Gemeinsamkeiten zwischen Buddha und mir irgendwann passieren (oder vielleicht auch nicht) und ich brauchte mich gar nicht
    um buddhistische Praxis zu bemühen. Es würde reichen einfach zu warten. Andererseits fordert mich die buddh. Lehre aber auf, dieses kostbare Menschenleben nicht verstreichen zu lassen, sondern es zu nutzen. Also liegt da doch irgenwo Entscheidung und Arbeit dahinter.

  • Spacy
    Punkte
    6.670
    Beiträge
    1.326
    Mitglied seit
    29. Oktober 2014
    • 9. Dezember 2016 um 20:57
    • #833
    K-Dorje:
    Zitat

    Spacy hat geschrieben:
    Gemeinsamkeiten kann man nicht erarbeiten! Gemeinsamkeiten passieren. Nicht weniger, nicht mehr...


    Wenn das so wäre, dann würden auch die Gemeinsamkeiten zwischen Buddha und mir irgendwann passieren (oder vielleicht auch nicht) und ich brauchte mich gar nicht
    um buddhistische Praxis zu bemühen. Es würde reichen einfach zu warten. Andererseits fordert mich die buddh. Lehre aber auf, dieses kostbare Menschenleben nicht verstreichen zu lassen, sondern es zu nutzen. Also liegt da doch irgenwo Entscheidung und Arbeit dahinter.


    Gemeinsamkeiten zwischen Buddha und (einem) mir - hmmm *grübel*
    Aber ja, es reicht, ganz einfach zu warten - irgenwann wird das kostbare Menschenleben belanglos.
    Wenn dich eine Lehre auffordert, irgendwas irgendwann nicht verstreichen zu lassen, ist es entweder Propaganda oder nicht verstanden.
    Die Idee eines Pokals, den man erreichen kann, ist nur ein Ersatz für eine Mohrrübe in unedlem Metall.
    Du suchst nur nach einer Freiheit (von irgendwas aus deiner Vergangenheit). Erhebe dich von dieser Ebene (lass es passieren...) - und du erkennst "Freiheit".
    Du selbst kannst nichts tun!
    Es soll Leute geben, die sich stundenlang auf Kissen setzen und -pfff- keine Ahnung, .., , sich zwingen, irgendwas verstehen zu wollen.... -hmpf-
    Es geht nicht mit Wollen!!!! Der Wille will das Wollen - aber das Wollen ist der Wille! Diese Gleichung geht nicht auf.

  • Erdmaus
    Reaktionen
    58
    Punkte
    5.613
    Beiträge
    1.104
    Mitglied seit
    18. Januar 2010
    • 9. Dezember 2016 um 21:07
    • #834
    Irmin82:

    Hallo,
    ich wollte mal fragen, ob der Buddhismus ohne den Glauben an die Wiedergeburt überhaupt möglich wäre. Denn als Atheist/Materialist hätte ich ja eigentlich sofort Nirwana sobald ich tot bin. Also das Wollen hört auf, ich höre auf zu existieren. Erst der Kreislauf der Wiedergeburt macht dies hier alles erst so richtig leidvoll, weil ich es eben nicht nur einmal hab, sondern immer wieder erleben muss. Deshalb macht auch Selbstmord keinen Sinn, weil es mich ja einfach nur in eine neue Wiedergeburt zwängt. Ohne Wiedergeburt könnten wir uns doch alle einfach abknallen und das war's, kein Leid mehr.

    Hallo Irmi,

    deine Gedanken sind grundsätzlich schlüssig. Es ist in der Tat so, dass der Buddhismus an dieser Stelle einen Aspekt zeigt, welcher auf Glauben basiert, da sich das Phänomen der Wiedergeburt einer Verifizierung entzieht. Auch aus wissenschaftlicher Sicht gibt es keinerlei Hinweise auf ein solches Phänomen. Es ist hingegen so, dass wir heute viel besser verstehen wie unser Erleben basierend auf physischen Strukturen und Prozessen zur Entstehung kommt (Hirnforschung). Es besteht ein Konsens darüber, dass es keine Dualität von Geist und Körper gibt und das unsere Persönlichkeit mit dem Zerfall neuronaler Strukturen komplett vernichtet wird. Also ja – alles spricht dafür, dass du nach deinem Ableben definitiv tot bist. Für immer.

    Allerdings gibt es auch im Buddhismus (wie in jeder Religion) immer auch eine blumige Fülle von Mythen und Legenden, deren Faktizität sehr gering ist.

    Heutzutage glaubt sicherlich kein moderner Buddhist mehr daran, dass der Buddha Götter besucht hat und sich bei seiner Erleuchtung paranormale Effekte abspielten. Das ist wie mit Jesus der übers Wasser gehen konnte. Das glauben wir schließlich auch nicht mehr (zumindest die meisten von uns).

    Was bleibt? Diese Frage sollte man sich durchaus stellen, wenn man sich mit Buddhismus beschäftigt. Meines Erachtens bietet diese Religion einen reichen Fundus unterschiedlichster Weisheiten an, welche uns helfen können ein erfülltes und friedvolles Leben zu führen. Friedvoll insbesondere im Hinblick auf die Prozesse in unserem Inneren. Denn laut Buddha lässt sich Frieden nur in uns selbst realisieren. Eine Aussage die erstaunlich ist, zumal sie auch aus wissenschaftlicher Sicht keine Widersprüche enthält.

    Herzliche Grüße!
    Erdmaus

  • Spacy
    Punkte
    6.670
    Beiträge
    1.326
    Mitglied seit
    29. Oktober 2014
    • 9. Dezember 2016 um 21:17
    • #835
    Erdmaus:

    Heutzutage glaubt sicherlich kein moderner Buddhist mehr daran, dass der Buddha ...

    Also ich kann tote Menschen sehen (beim Blick in den Spiegel). Und was machst du so in deiner Freizeit?

  • Sunu
    Reaktionen
    617
    Punkte
    15.067
    Beiträge
    2.887
    Mitglied seit
    7. Oktober 2015
    • 10. Dezember 2016 um 00:18
    • #836
    Moosgarten:
    Sunu:

    Und das Problem ( da bin ich natürlich auch gut dran beteiligt)... Beim Thema Wiedergeburt, wie dieses hier werden Ansichten und Ansichten und Ansichten erzeugt..." Gibt es...gibt es nicht ..doch ..ja ...nein...das ist Buddhismus...das ist keiner... " lässt man die Urteile und Vorurteile aber mal weg....fragt vielleicht nach was gemeint ist, wenn etwas unklar ist...und konzentriert sich mehr auf die Gemeinsamkeiten, statt auf das vermeintlich Trennende....Dann merkt man doch, man streitet bloß um leere Begriffe... um Äußerlichkeiten.... Und das Ganze ist dann eigentlich nur noch " Geschwätz"....( passend zum Geschwätz Thread).

    Gemeinsamkeiten muß man sich erarbeiten, die sind nicht einfach so gegeben.

    Ich glaube,
    Gemeinsamkeiten sind in Allem gegeben, über das bedingte Entstehen. Aber den rechten Blick dafür bekommt man nicht, ohne ihn zu erarbeiten.

  • accinca
    Reaktionen
    706
    Punkte
    57.021
    Beiträge
    11.216
    Mitglied seit
    31. Dezember 2007
    • 11. Dezember 2016 um 08:17
    • #837
    Erdmaus:

    deine Gedanken sind grundsätzlich schlüssig. Es ist in der Tat so, dass der Buddhismus an dieser Stelle einen Aspekt zeigt, welcher auf Glauben basiert, da sich das Phänomen der Wiedergeburt einer Verifizierung entzieht. Auch aus wissenschaftlicher Sicht gibt es keinerlei Hinweise auf ein solches Phänomen. ... Also ja – alles spricht dafür, dass du nach deinem Ableben definitiv tot bist. Für immer.


    Das wäre wirklich das aller aller Beste was jemals geschehen würde.
    Aber diese Hoffnung zeigt an dieser Stelle einen Aspekt, welcher
    auf Glauben basiert, da sich das Phänomen des endgültigen Todes einer
    Verifizierung entzieht. Man mag einen solchen Glücksfall einfach nicht
    glauben, schließlich hat er für diese aktuelle Geburt leider nicht gestimmt.
    Diese hat jedenfalls stattgefunden wieder aller Erwartung. Aus rein
    Wissenschaftlichen Gründen kann daher nicht ganz ausgeschlossen werden
    das sich dieses Desaster irgendwann wiederholen könnte wobei die Zeit
    dazwischen so irrelevant wäre, das sie praktisch nicht vorhanden ist.
    Also -so und so, solange man es noch nicht weiß handelt es sich um
    Möglichkeiten die eintreten können. Ganz unabhängig davon das ein Buddhist
    natürlich dem Buddha vertrauen wird, denn ein Buddhist der das nicht
    tut und dem Buddha Zweifel und Misstrauen entgegen bringt der ist
    wahrscheinlich gar keiner.

  • fotost
    Reaktionen
    385
    Punkte
    20.794
    Beiträge
    3.846
    Einträge
    126
    Mitglied seit
    10. Januar 2010
    • 11. Dezember 2016 um 10:05
    • #838
    Erdmaus:


    Hallo Irmi,

    deine Gedanken sind grundsätzlich schlüssig. Es ist in der Tat so, dass der Buddhismus an dieser Stelle einen Aspekt zeigt, welcher auf Glauben basiert, da sich das Phänomen der Wiedergeburt einer Verifizierung entzieht. Auch aus wissenschaftlicher Sicht gibt es keinerlei Hinweise auf ein solches Phänomen. Es ist hingegen so, dass wir heute viel besser verstehen wie unser Erleben basierend auf physischen Strukturen und Prozessen zur Entstehung kommt (Hirnforschung). Es besteht ein Konsens darüber, dass es keine Dualität von Geist und Körper gibt und das unsere Persönlichkeit mit dem Zerfall neuronaler Strukturen komplett vernichtet wird. Also ja – alles spricht dafür, dass du nach deinem Ableben definitiv tot bist. Für immer.

    Hallo Erdmaus,

    nichts dagegen. Ich denke jedoch, es hat nichts mit Glauben zu tun, sondern ist persönlich erfahrbar, wenn man das Konzept der Wiedergeburt auf die Veränderungen bezieht die sich in einem weltlichen Leben ergeben. Je aufmerksamer man wird, je achtsamer man wahrnimmt desto deutlicher werden solche Brüche.

    Und das Taten sich über das Ende solcher Lebensabschnitte und über den biologischen Tod des einzelnen hinaus auswirken erfahren wir auch jeden Tag.

    Das Gerede von 'sich die Kugel geben und alles ist vorüber' ist einfach nur nervig. Es geht weiter.. Und irgendwer muß dann die Gummihandschuhe anziehen und den großen Eimer mit Putzwasser holen und die angetrockneten Reste vom Großhirn von der Wand entfernen. Es geht weiter.

  • Moosgarten
    Reaktionen
    11
    Punkte
    7.276
    Beiträge
    1.445
    Mitglied seit
    14. November 2016
    • 11. Dezember 2016 um 11:41
    • #839
    fotost:

    Das Gerede von 'sich die Kugel geben und alles ist vorüber' ist einfach nur nervig. Es geht weiter.. Und irgendwer muß dann die Gummihandschuhe anziehen und den großen Eimer mit Putzwasser holen und die angetrockneten Reste vom Großhirn von der Wand entfernen. Es geht weiter.


    Ich bin auch immer sprachlos, wenn das als "Argument" für persönliche Wiedergeburt angeführt wird.

  • Morpho
    Gast
    • 11. Dezember 2016 um 11:47
    • #840

    fotost:

    Zitat

    wenn man das Konzept der Wiedergeburt auf die Veränderungen bezieht die sich in einem weltlichen Leben ergeben.

    Dass Anhangen und Auswirken stattfindet ist klar. Im Grunde sagt das schon alles. Man schaue mal auf Geist, Gemüt und Körper. Ich denke nicht, dass man da weiter ausholen muss und sich abstrakte Gedanken zum eigenen Beitrag im Lebens,-und Weltgeschehen machen muss. Das ist pure Ablenkung.

    Einmal editiert, zuletzt von Anonymous (11. Dezember 2016 um 12:04)

  • Erdmaus
    Reaktionen
    58
    Punkte
    5.613
    Beiträge
    1.104
    Mitglied seit
    18. Januar 2010
    • 11. Dezember 2016 um 11:56
    • #841
    fotost:


    nichts dagegen. Ich denke jedoch, es hat nichts mit Glauben zu tun, sondern ist persönlich erfahrbar, wenn man das Konzept der Wiedergeburt auf die Veränderungen bezieht die sich in einem weltlichen Leben ergeben. Je aufmerksamer man wird, je achtsamer man wahrnimmt desto deutlicher werden solche Brüche.

    Hallo fotost,

    Diese Sicht basiert letztlich auf einer modernen Exegese (die ich ausdrücklich befürworte) von ursprünglich anders verstandenen Glaubenssätzen.

    Es besteht ein qualitativer Unterschied zwischen der Annahme einer karmisch/kausal verknüpften "Geburtenkette" von Individuen und der Tatsache, dass sich ein Individuum verändert. Über Letzteres besteht Konsens, denn unser Gehirn ist ein plastisches System, welches einer ständigen Variabilität unterliegt. Neuronen werden unablässig neu verknüpft und durch den ständigen Strom an Informationen stimuliert.

    Der Punkt ist jedoch, dass diese Abfolge von neuronalen Veränderungen ("Wiedergeburten") beendet ist, wenn das Gehirn seine Funktionen einstellt und zerfällt. Es gibt aus wissenschaftlicher Sicht keine Hinweise darauf, dass etwas übrig bleibt, was für eine karmisch bedingte Wiedergeburt spräche. Im Buddhismus wird von einer Informationsübertragung von einem verstorbenen Individuum auf einen Nachfolger ausgegangen (--> Die Erinnerung an vergangene Leben basiert darauf).

    Wir haben es hier also mit einem hoch esoterischen Gedankengebäude zu tun.

    Zitat


    Das Gerede von 'sich die Kugel geben und alles ist vorüber' ist einfach nur nervig. Es geht weiter.. Und irgendwer muß dann die Gummihandschuhe anziehen und den großen Eimer mit Putzwasser holen und die angetrockneten Reste vom Großhirn von der Wand entfernen. Es geht weiter.


    Allerdings ging es auch nach dem Tod von Buddha weiter. Er konnte nachfolgende Geburten nicht verhindern. Aus dieser Sicht war er definitiv erfolglos.

    PS: Den Überlieferungen nach hat Buddha sich selbst umgebracht --> Durch Essen einer vergifteten Speise. ;)

  • Online
    mukti
    Reaktionen
    6.806
    Punkte
    72.646
    Beiträge
    12.960
    Blog-Artikel
    36
    Mitglied seit
    16. September 2010
    • 11. Dezember 2016 um 12:56
    • #842
    fotost:

    Das Gerede von 'sich die Kugel geben und alles ist vorüber' ist einfach nur nervig. Es geht weiter.. Und irgendwer muß dann die Gummihandschuhe anziehen und den großen Eimer mit Putzwasser holen und die angetrockneten Reste vom Großhirn von der Wand entfernen. Es geht weiter.

    Das könnte mir aber völlig egal sein, ununterbrochen wird Blut verspritzt, überall auf der Welt. Das sorgt für Arbeitsplätze. Aber ist für mich wirklich alles vorüber? Solange ich gar nicht weiß wer ich wirklich bin, kann ich diese Frage nicht beantworten. Zuerst müsste ich wissen wer oder was ich in Wirklichkeit bin, bevor ich wissen kann ob es mich nach dem Tod noch gibt oder nicht. Wenn ich der Körper wäre, wäre für mich alles vorbei wenn es mit ihm vorbei ist.

    Mit Metta, mukti.


  • Morpho
    Gast
    • 11. Dezember 2016 um 13:05
    • #843

    Was ich beobachte, ist eine gewisse Lamorjanz des Guten. Ob das jetzt ein Mönch ist, der bedächtig "gut" sein und es "richtig" machen will oder der "Ökologe, Ethiker, Humanist ..." sie alle beschäftigen sich doch (zu weitgehend) mit Assoziationen zur Vergangenheit und Zukunft und seien es solche "universeller" Natur. Da kann mir keiner sagen: ich sehe "Geburt und Tod" im Moment. Was man "sieht" ist eine "passende" Interpretation.

  • Karnataka
    Reaktionen
    67
    Punkte
    3.887
    Beiträge
    757
    Mitglied seit
    26. Oktober 2012
    • 11. Dezember 2016 um 13:46
    • #844

    Hallo an alle!

    In ein, zwei Bücher von Hirnforschern habe ich kurz reingelesen. Mein Eindruck war, dass diesen Forschern der Unterschied zwischen unserem subjektiven Denken und Erleben und dem, was bildlich erfasste Hirnaktivitäten zeigen, schon klar ist. Als Materialisten behandeln die Wissenschaftler jedoch die Probleme, die sich im Rahmen ihrer Forschung ergeben. Und indem die wissenschaftlich-neurologischen Kenntnisse um das Gehirn immer komplexer werden, gerät die angesprochene Differenz schließlich aus dem Blick.

    Was subjektive Zustände ihrem Sein nach sind, kann aus meiner Sicht nicht ausreichend durch neuronale Schaltkreise erklärt werden. So wird plausibel, dass es noch ein tieferes Potential der Wirklichkeit braucht, um Bewusstsein entstehen zu lassen. Dieses Potential wird als Kontinuum des Bewusstseins verstanden, denke ich.
    Ein Blatt, das vom Baum fällt, kann sich nicht sogleich in ein neues Blatt verwandeln. Ein Bewusstseinskontinuum lässt jedoch einen Spielraum für die Fantasie.

    Gibt es hier eigentlich eine Kurve zur Ethik? Die christliche Religion nimmt die Kurve zur Ethik sehr locker. Liebe deinen Nächsten wie dich selbst, dieses Gebot wird als Doppelgebot aufgefasst, das zugleich die Liebe zu Gott fordert. Da auch der Nächste ein Geschöpf Gottes ist, ist die Liebe zu ihm durch Gott begründet, glaube ich. Und der Buddhismus?

  • fotost
    Reaktionen
    385
    Punkte
    20.794
    Beiträge
    3.846
    Einträge
    126
    Mitglied seit
    10. Januar 2010
    • 11. Dezember 2016 um 13:54
    • #845
    mukti:
    fotost:

    Das Gerede von 'sich die Kugel geben und alles ist vorüber' ist einfach nur nervig. Es geht weiter.. Und irgendwer muß dann die Gummihandschuhe anziehen und den großen Eimer mit Putzwasser holen und die angetrockneten Reste vom Großhirn von der Wand entfernen. Es geht weiter.

    Das könnte mir aber völlig egal sein, ununterbrochen wird Blut verspritzt, überall auf der Welt. Das sorgt für Arbeitsplätze. Aber ist für mich wirklich alles vorüber? Solange ich gar nicht weiß wer ich wirklich bin, kann ich diese Frage nicht beantworten. Zuerst müsste ich wissen wer oder was ich in Wirklichkeit bin, bevor ich wissen kann ob es mich nach dem Tod noch gibt oder nicht. Wenn ich der Körper wäre, wäre für mich alles vorbei wenn es mit ihm vorbei ist.

    Perfekt - hier trifft das Konzept Wiedergeburtslehre die Idee anatta :)

    Zitat

    7. "Auf solche Weise erwägt er unweise:

    'Gab es mich in der Vergangenheit?
    Gab es mich nicht in der Vergangenheit?
    Was war ich in der Vergangenheit?
    Wie war ich in der Vergangenheit?
    Was war ich, und was bin ich daraufhin in der Vergangenheit geworden?
    Wird es mich in der Zukunft geben?
    Wird es mich in der Zukunft nicht geben?
    Was werde ich in der Zukunft sein?
    Wie werde ich in der Zukunft sein?
    Was werde ich sein, und
    was werde ich daraufhin in der Zukunft werden?

    Oder ansonsten ist er über die Gegenwart verwirrt:

    'Bin ich?
    Bin ich nicht?
    Was bin ich?
    Wie bin ich?
    Wo kam dieses Wesen her?
    Wo wird es hingehen?'"

    8. "Wenn er auf solche Weise unweise erwägt, entsteht eine von sechs Ansichten in ihm.

    Die Ansicht 'für mich gibt es ein Selbst' entsteht in ihm als wahr und erwiesen; oder
    die Ansicht 'für mich gibt es kein Selbst' entsteht in ihm als wahr und erwiesen; oder
    die Ansicht 'ich nehme Selbst mit Selbst wahr' entsteht in ihm als wahr und erwiesen; oder
    die Ansicht 'ich nehme Nicht-Selbst mit Selbst wahr' entsteht in ihm als wahr und erwiesen;
    oder die Ansicht 'ich nehme Selbst mit Nicht-Selbst wahr' entsteht in ihm als wahr und erwiesen; oder
    ansonsten hat er eine Ansicht wie diese: 'Es ist dieses mein Selbst, das da spricht und fühlt und hier und da die Ergebnisse guter und schlechter Taten erfährt; aber dieses mein Selbst ist unvergänglich, dauerhaft, ewig, nicht der Vergänglichkeit unterworfen, und es wird so lange wie die Ewigkeit überdauern' [4].

    Diese spekulative Ansicht, ihr Bhikkhus, wird das Dickicht der Ansichten genannt, die Wildnis der Ansichten, die Verdrehtheit der Ansichten, der Wankelmut der Ansichten, die Fessel der Ansichten. Durch die Fessel der Ansichten gebunden, ist der nicht unterrichtete Weltling nicht befreit von Geburt, Alter und Tod, von Kummer, Klagen, Schmerz, Trauer und Verzweiflung; er ist nicht befreit von Dukkha, sage ich."

    Alles anzeigen

    Sabbāsava Sutta http://www.palikanon.com/majjhima/zumwinkel/m002z.html

  • fotost
    Reaktionen
    385
    Punkte
    20.794
    Beiträge
    3.846
    Einträge
    126
    Mitglied seit
    10. Januar 2010
    • 11. Dezember 2016 um 14:05
    • #846
    Karnataka:


    Gibt es hier eigentlich eine Kurve zur Ethik? Die christliche Religion nimmt die Kurve zur Ethik sehr locker. Liebe deinen Nächsten wie dich selbst, dieses Gebot wird als Doppelgebot aufgefasst, das zugleich die Liebe zu Gott fordert. Da auch der Nächste ein Geschöpf Gottes ist, ist die Liebe zu ihm durch Gott begründet, glaube ich. Und der Buddhismus?

    Zur Lehre - ich denke es gibt eine schöne Stelle, die die Verbindung herstellt (wahrscheinlich wieder dutzende solche Stellen :grinsen: )

    Zitat

    Derart von Begierde und Übelwollen befreit, unverwirrt, wissensklar und achtsam, durchdringt der edle Jünger mit einem von Güte - von Mitleid - von Mitfreude - von Gleichmut erfüllten Geiste die eine Himmelsrichtung, ebenso die zweite, ebenso die dritte, ebenso die vierte. So durchdringt er oben, unten, quer inmitten, überall, allerwärts, die ganze Welt mit einem von Güte, Mitleid, Mitfreude oder Gleichmut erfüllten Geiste, einem weiten, umfassenden, unermeßlichen, von Haß und Übelwollen befreiten.

    Mit einem derart von Haß und Übelwollen freien, also unbeschwerten, also geläuterten Geiste ist dem edlen Jünger noch bei Lebzeiten vierfacher Trost gewiß:

    'Gibt es eine andere Welt und gibt es eine Frucht, ein Ergebnis guter und schlechter Taten, so ist es möglich, daß ich beim Zerfall des Körpers, nach dem Tode, auf glücklicher Daseinsfährte erscheine, in himmlischer Welt' -dieses ersten Trostes ist er gewiß.

    'Gibt es aber keine andere Welt und keine Frucht, kein Ergebnis guter oder schlechter Taten, so lebe ich eben hier in dieser Welt ein leidloses, glückliches Leben, frei von Haß und Übelwollen' - dieses zweiten Trostes ist er gewiß.

    'Wenn nun einem Übeltäter Übles widerfährt, ich aber gegen niemanden Übles im Sinne habe wie kann da wohl mir, der ich nichts Übles tue, Unheil widerfahren?' - dieses dritten Trostes ist er gewiß.

    'Wenn aber einem Übeltäter nichts Übles widerfährt, so weiß ich mich hier eben beiderseits rein' - dieses vierten Trostes ist er gewiß.

    Mit einem derart von Haß und Übelwollen freien, also unbeschwerten, also geläuterten Geiste ist dem edlen Jünger noch bei Lebzeiten dieser vierfache Trost gewiß.« -

    »So ist es, Erhabener! So ist es, Gesegneter! Mit einem derart von Haß und Übelwollen freien, also unbeschwerten, also geläuterten Geiste ist einem edlen Jünger noch bei Lebzeiten dieser vierfache Trost gewiß.

    Alles anzeigen

    Kesamutti Sutta http://www.palikanon.com/angutt/a03_062-066.html#a_iii66

  • Monikamarie
    Reaktionen
    7.166
    Punkte
    47.145
    Beiträge
    7.947
    Mitglied seit
    2. Oktober 2025
    Wohnort
    Hamburg
    Buddh. Richtung
    Theravada
    Geburtstag
    21. November 1948 (77)
    • 11. Dezember 2016 um 14:08
    • #847

    Danke Fotost,
    das zeigt auch, dass gewisse Aussagen, die der Buddha zu Beginn seines erwachten Zustandes machte, nicht unbedingt für das wortwörtliche Heranziehen eines Beweises, dass er sich an seine vorherigen Leben erinnerte, genommen werden sollten.
    Es ist nicht dies, es ist nicht das - neti neti.
    _()_ Monika

  • Morpho
    Gast
    • 11. Dezember 2016 um 14:15
    • #848

    Karnataka: siehe sedaka sutta
    moni: er spekuliert aber nicht

  • Moosgarten
    Reaktionen
    11
    Punkte
    7.276
    Beiträge
    1.445
    Mitglied seit
    14. November 2016
    • 11. Dezember 2016 um 14:19
    • #849
    mukti:

    Das könnte mir aber völlig egal sein, ununterbrochen wird Blut verspritzt, überall auf der Welt. ..


    Natürlich könnte dir das egal sein, aber dann würdest du wohl auch von vielen ganz normalen Leuten einfach nur fürn egofixiertes asoziales A-Loch gehalten, und eher nicht für Jemanden, der es mit seiner Religion ernst meint. Sollte das Dir zu denken geben ... zumal dir dann auch klar werden könnte, "wer oder was du in Wirklichkeit bist".

  • Moosgarten
    Reaktionen
    11
    Punkte
    7.276
    Beiträge
    1.445
    Mitglied seit
    14. November 2016
    • 11. Dezember 2016 um 14:27
    • #850
    Karnataka:

    Gibt es hier eigentlich eine Kurve zur Ethik? Die christliche Religion nimmt die Kurve zur Ethik sehr locker. Liebe deinen Nächsten wie dich selbst, dieses Gebot wird als Doppelgebot aufgefasst, das zugleich die Liebe zu Gott fordert. Da auch der Nächste ein Geschöpf Gottes ist, ist die Liebe zu ihm durch Gott begründet, glaube ich. Und der Buddhismus?

    Nicht als Gebot, nicht als isolierte Ethik, sondern als Kern der Praxis - man könnte auch sagen, die "einzige Art, den Weg zu gehen" (M10)

    Zitat

    Die rechte Vorgehensweise dabei, sprach der Erhabene, ist folgende:
    Auf sich selber achtend, ihr Mönche, achtet man auf die anderen.
    Auf die anderen achtend, achtet man auf sich selber. (S.47.19)

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

  1. Impressum
  2. Datenschutzerklärung
  3. Nutzungsbedingungen
Community-Software: WoltLab Suite™ 6.1.18
Buddhaland Forum in der WSC-Connect App bei Google Play
Buddhaland Forum in der WSC-Connect App im App Store
Download