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Frage zum Diamantweg Buddhismus

  • medi1210
  • 4. Juli 2016 um 18:38
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    • 4. Juli 2016 um 18:38
    • #1

    Hallo,

    da ich schon seit längerem auf der Suche nach Meditationsgruppen bin, und ich in meiner Umgebung bisher nichts gefunden habe, bin ich auf eine Buddhistische Gruppe in meiner Nähe gestossen.
    Link dazu: http://buddhismus-suedwest.de/baden-baden
    Ich bin da immer vorsichtig und wollte vorher erstmal euch fragen ob der ein oder andere Erfahrungen damit hat, kennt jemand diese Art von Buddhismus?

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    • 4. Juli 2016 um 18:51
    • #2
    medi1210:

    Hallo,

    da ich schon seit längerem auf der Suche nach Meditationsgruppen bin, und ich in meiner Umgebung bisher nichts gefunden habe, bin ich auf eine Buddhistische Gruppe in meiner Nähe gestossen.
    Link dazu: http://buddhismus-suedwest.de/baden-baden
    Ich bin da immer vorsichtig und wollte vorher erstmal euch fragen ob der ein oder andere Erfahrungen damit hat, kennt jemand diese Art von Buddhismus?

    Hallo medi,
    ja ich habe sie vor 25 Jahren kennen gelernt und war sofort begeistert und berauscht, habe aber nach Ernüchterung einen anderen Weg gesucht, weil mir dann alles so vorkam wie bei Osho. Dennoch fand ich es für den Anfang und Einstieg gut.
    Wie es heute ist, weiß ich natürlich nicht, aber Du kannst ja mal reinschnuppern.
    _()_ Monika

  • medi1210
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    • 4. Juli 2016 um 19:01
    • #3

    Hallo Monika,

    danke für deine Antwort. Was war denn diese Ernüchterung wenn ich fragen darf?

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    • 4. Juli 2016 um 19:25
    • #4
    medi1210:

    Hallo Monika,

    danke für deine Antwort. Was war denn diese Ernüchterung wenn ich fragen darf?

    Ich hatte einen Vortrag in Hamburg besucht und war von Ole Nydal begeistert, habe sofort Zuflucht genommen. Als ich dann sein Zentrum besuchte, rannten völlig hektisch alle möglichen Mitglieder/Schüler herum mit dem Gesichtsausdruck "wichtig, wichtig" und ich hatte sofort das Gefühl, dass ich da nicht hingehöre. ich war hin- und hergerissen zwischen der Strenge des Zen, die mir sehr gut gefällt, und der Euphorie "wir sind alle Eins" der Truppe um Ole Nydal. Leider mag ich beides. Deswegen fiel es mir schwer, einen Weg zu finden. Ich habe mich dann auf die Suche gemacht nach dem, was mir am hilfreichsten ist. Eigentlich war alles hilfreich, deshalb bin ich dafür, sich - wenn man's denn mag - überall umzuschauen und nicht gleich festzulegen.
    _()_ Monika

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    • 4. Juli 2016 um 19:40
    • #5

    Ok, dann schaue ich es mir einfach mal an. Mir ging es nur darum dass ich nicht in ne Sekte oder so komme :)

  • verrückter-narr
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    • 4. Juli 2016 um 21:23
    • #6

    über den diamantweg von lama ole nydahl gibt es verschiedenen ansichten, genauso wie über mehrere andere buddhistischen gruppen und deren lehrer. hier findet man unterschiedliche infos:
    http://buddhistische-sekten.de/
    http://der-asso-blog.blogspot.de/
    http://zensplitter.blogspot.de/
    https://buddhism-controversy-blog.com/
    http://viewonbuddhism.org/controversy-co…estionable.html
    https://www.theguardian.com/commentisfree/…-lamas-buddhism
    http://www.extibetanbuddhist.com/

  • Sudhana
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    • 4. Juli 2016 um 21:48
    • #7
    medi1210:

    Mir ging es nur darum dass ich nicht in ne Sekte oder so komme :)


    Dann empfiehlt es sich, beim Besuch den kritischen Verstand nicht an der Garderobe abzugeben und genau darauf zu achten, was da abläuft. Etwas Vorab-Information kann auch nicht schaden, zum Einstieg:
    http://info-buddhismus.de/lama_ole_nydahl.html
    http://www.sueddeutsche.de/muenchen/fuers…fgang-1.2703003

    Besonders beliebt ist Ole Nydahl für seine "differenzierten" Äußerungen zum Islam - so zum Beispiel in diesem Ausschnitt aus einem Interview anlässlich des diesjährigen "Deutschlandkurses" vom 23. bis 28. März 2016 in Kassel:

    Zitat

    Frage: Was sagen Sie ihren Schülern zu den Terroranschlägen wie jüngst in Brüssel?

    Ole Nydahl: Ja ich denke das ist ... ja das ist im Koran drin. Das ist alles drin, also das, was man tun soll und ... das alles, also man kriegt einen Befehl von ganz oben, von irgendeinem Allah oder so was einem und dann hört ... dann verstärkt man sich da drin, nicht ... Ungläubige zu töten und alles was da ist und dann am Ende, ja was haben wir dann ... dann haben wir na, dann haben wir Brüssel, nicht? Und Paris und alles ... Großes Problem das wir uns da angehalst haben, nicht?
    Leute hätten einfach nur das Koran sehen, lesen müssen und verstehen müssen, dass das wirklich für uns, als für Alle geltend war ... gegeben wurde. Und dann hätte man vielleicht nicht so viele über die Grenze geholt, nicht? Oder aus dem Wasser geholt sogar (lacht).

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    • 5. Juli 2016 um 09:57
    • #8
    Sudhana:


    Ole Nydahl: Ja ich denke das ist ... ja das ist im Koran drin. Das ist alles drin, also das, was man tun soll und ... das alles, also man kriegt einen Befehl von ganz oben, von irgendeinem Allah oder so was einem und dann hört ... dann verstärkt man sich da drin, nicht ... Ungläubige zu töten und alles was da ist und dann am Ende, ja was haben wir dann ... dann haben wir na, dann haben wir Brüssel, nicht? Und Paris und alles ... Großes Problem das wir uns da angehalst haben, nicht?
    Leute hätten einfach nur das Koran sehen, lesen müssen und verstehen müssen, dass das wirklich für uns, als für Alle geltend war ... gegeben wurde. Und dann hätte man vielleicht nicht so viele über die Grenze geholt, nicht? Oder aus dem Wasser geholt sogar (lacht).

    Soll ich jetzt lachen? Nein, mich gruselt. Wie kann man so einen Menschen auch nur ansatzweise ernst nehmen?

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  • Sudhana
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    • 5. Juli 2016 um 10:52
    • #9
    Elke:

    Wie kann man so einen Menschen auch nur ansatzweise ernst nehmen?

    Man sollte jeden Menschen ernst nehmen - auch und gerade, wenn er so etwas sagt. Das heisst natürlich nicht, ihn misszuverstehen, wenn er scherzt. Auch die Art und Weise, wie und worüber jemand scherzt, sagt etwas über ihn aus.

    Von Interesse ist hier - bei der Suche nach einem spirituellen Wegbegleiter - welches Level von Weisheit und Mitgefühl dieser präsentiert. Selbstverständlich hat diese Präsentation zwei Seiten: den Präsentierenden und den Empfangenden. Trotzdem oder gerade deswegen ist genau dies der Ansatzpunkt für die ernsthafte Prüfung eines potentiellen Lehrers oder einer Lehrerin. Man darf und soll sich da nicht von Titeln (wobei der Lama-Titel hier durchaus fragwürdig ist), von Charisma, persönlichem Charme, Redegewandtheit usw. usf. und auch nicht von dummen Geschichten über "crazy wisdom" blenden lassen. Alles dies ist unerheblich. Man darf und soll seinem eigenen Urteil vertrauen: zeigt mir diese Präsentation jemanden, dessen Weisheit und Mitgefühl mir einen Weg zur Weiterentwicklung öffnet? Geht dieser Mensch einen Weg, dem ich folgen möchte?

    Genau das ist der entscheidende Punkt - ob derjenige ansonsten schnelle Autos oder Motorräder fährt, als Hobby Bungee-Jumping betreibt, an Promiskuität nichts auszusetzen findet usw. mag seinen Weg für Viele attraktiv machen, ist aber völlig unerheblich. An all dem ist auch grundsätzlich nichts auszusetzen; jedenfalls nicht bei einem Laien, der zudem - wie Ole Nydahl - offen und ohne Heuchelei (wenn auch vielleicht nicht ganz ohne zu prahlen) damit umgeht. Aber das ist Lifestyle, kein Buddhadharma. Lifestyle ist kein ernstzunehmendes Kriterium für die Wahl eines buddhistischen Lehrers. Nicht, dass beides nicht vereinbar wäre, im Gegenteil (fragt sich nur wie) - aber bei mangelnder Weisheit und mangelndem Mitgefühl ist so etwas nicht einmal Lifestyle-Buddhismus. Es sieht allenfalls so aus.

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    • 5. Juli 2016 um 14:36
    • #10
    Sudhana:


    Von Interesse ist hier - bei der Suche nach einem spirituellen Wegbegleiter - welches Level von Weisheit und Mitgefühl dieser präsentiert.

    Hallo Sudhana,

    und woran lässt sich das deiner Ansicht nach feststellen?

  • Sudhana
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    • 5. Juli 2016 um 16:52
    • #11
    Sôhei:
    Sudhana:


    Von Interesse ist hier - bei der Suche nach einem spirituellen Wegbegleiter - welches Level von Weisheit und Mitgefühl dieser präsentiert.

    Hallo Sudhana,

    und woran lässt sich das deiner Ansicht nach feststellen?


    "Woran" ist die falsche Frage. Das suggeriert objektive Kriterien - die Wahl eines spirituellen Begleiters ist jedoch notwendig etwas Subjektives. Die Wahrnehmung des sich in einer Person (genauer: in seinem Handeln mit Körper, Sprache und Geist) manifestierenden Mitgefühls bzw. der sich manifestierenden Weisheit ist mithin keine objektive, rationale, sondern eine subjektive, intuitive. Das hat mehr mit dem zu tun, der die Wahl trifft (und seiner persönlichen Ausgangssituation) als mit dem, der als Lehrer gewählt wird (oder nicht).

    Sinnvoller ist es also, nach dem "wie" zu fragen. Die Antwort darauf ist: mit Aufmerksamkeit und Achtsamkeit. Was macht die 'Präsentation' (um bei diesem Bild zu bleiben) mit Dir? Welche psychologischen Reaktionen löst das bei Dir aus? Elke hat uns gesagt, was das mit ihr macht - sie gruselt sich. Jemand Anderes findet das vielleicht lustig. Wieder jemand Anderes hört da eine Stimme, die seinen eigenen unartikulierten Empfindungen und Sichtweisen Ausdruck gibt und empfindet solche Aussagen womöglich als weise und mitfühlend und sogar vorbildlich. Wenn ihm das tatsächlicht hilft, selbst ein Stück weiser und mitfühlender zu werden (oder sich zumindest darum zu bemühen), ist das doch in Ordnung. Ein Anderer findet das vielleicht nur zum Kotzen. Ist auch in Ordnung.

    Welche Geisteshaltung zeigt sich Dir da - darum geht es. Natürlich kannst Du dazu eine Aussage wie die zitierte analysieren und daraufhin abklopfen, ob sie z.B. eine plausible Erklärung (was ein Indiz für Weisheit wäre) für islamistische Terroranschläge gibt oder einfach nur strunzdumm ist. Ist da tatsächlich der Koran dran schuld - oder spielen da nicht doch eher ökonomische und historisch-politische Ursachen und Bedingungen eine entscheidendere Rolle? Es gibt ca. 1,6 Milliarden Muslime - alles (zumindest potentielle) Terroristen? Du kannst eine solche Aussage auch daraufhin analysieren, unter welchen ethischen Prämissen Flüchtlinge aus Ländern mit vorwiegend muslimischer Bevölkerung an den Grenzen abgewiesen werden sollen oder ob Religion ein ethisch vertretbares Selektionskriterium bei der Rettung von Schiffbrüchigen ist bzw. die im Mittelmeer ersaufenden Flüchtlinge ein geeignetes Thema für flapsige Scherze sind. Das wäre der Aspekt Mitgefühl oder ein Anlass, über dana-paramita zu reflektieren. Nur bringt das nicht wirklich etwas. Wer Ole Nydahl irgendwie "gut" findet, der lässt sich durch Vernunftgründe sicherlich nicht davon abbringen.

    ()

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    • 5. Juli 2016 um 17:05
    • #12

    Hallo Sudhana,

    danke für deine Antwort.
    Vom Prinzip sehe ich das ähnlich; nämlich dass uns unsere Intuition und unser Gefühl leiten sollten - in Verbund mit der Prüfung durch den Verstand, sowie durch Gespräche mit guten Freunden (welche einem dabei helfen können, den wichtigen Blick von außen auf die eigene Entwicklung zu werfen).

    Allerdings denke ich, dass durchaus die Lebensführung, der Humor und auch öffentliche Äußerungen hinsichtlich dessen zu gewichten sind, was verkündet wird. Wenn ein Uni-Prof für Buddhismus z.B. ein geringschätziges Frauenbild hat, hat das nichts mit seiner Befähigung zum Unterrichten zu tun. Wenn sich jemand als Buddhist versteht, wäre das aber für mich widersprüchlich.

  • Spacy
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    • 5. Juli 2016 um 17:23
    • #13

    Diese von der Wohlfälligkeit durchtränkte Suppe!
    Wie kann es einen Prof. für Buddhismus geben? Hört ihr euch eigentlich selbst mal zu?

    Und "Man sollte jeden Menschen ernst nehmen." - Aber Hallo! - Nimm mich ernst fang neu an @Söhei.
    ;D

    Menschen sind Zivilisten, seit sie Zivilisten sind, ob mit Tontafel oder Smartphon.
    Der Diamantweg ist nur ein Affentanz um die tote Sippe, um nicht auch noch den letzten Gott zu verlieren.

    Soll ich dir sagen, medi1210, was der Diamantweg ist?
    12103 sagt: der Diamantweg ist die Akzeptanz.
    So schwierig, so einfach.

  • Sôhei
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    • 5. Juli 2016 um 17:24
    • #14
    Spacy:

    Diese von der Wohlfälligkeit durchtränkte Suppe!
    Wie kann es einen Prof. für Buddhismus geben? Hört ihr euch eigentlich selbst mal zu?

    Und "Man sollte jeden Menschen ernst nehmen." - Aber Hallo! - Nimm mich ernst fang neu an @Söhei.
    ;D

    Menschen sind Zivilisten, seit sie Zivilisten sind, ob mit Tontafel oder Smartphon.
    Der Diamantweg ist nur ein Affentanz um die tote Sippe, um nicht auch noch den letzten Gott zu verlieren.

    Soll ich dir sagen, medi1210, was der Diamantweg ist?
    12103 sagt: der Diamantweg ist die Akzeptanz.
    So schwierig, so einfach.

    Wohl ne Sicherung bei dir durchgebrannt...

  • Spacy
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    • 5. Juli 2016 um 17:28
    • #15
    Sôhei:

    Wohl ne Sicherung bei dir durchgebrannt...


    Da lege ich wert drauf!

  • Fǎ Fá
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    • 10. Juli 2016 um 20:03
    • #16

    Schau Dir mal einige Interviews mit Ole Nydahl an und fühle Dich etwas in seine Sprache hinein. Ich bin mir sicher, wenn Du an Begriffe wie Achtsamkeit und Mitgefühl denkst, wirst Du schon den richtigen Eindruck bekommen, der Dir bei Deiner Entscheidung helfen wird. Alles Gute!

  • Fǎ Fá
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    • 10. Juli 2016 um 20:20
    • #17
    Elke:


    Soll ich jetzt lachen? Nein, mich gruselt. Wie kann man so einen Menschen auch nur ansatzweise ernst nehmen?

    Da kamen noch viel gruselige Statements von dem Herrn. Z.b. seine Äußerungen, dass er froh ist, dass in seinen Gemeinden die Menschen wieder Kinder kriegen, so als Gegengewichtl zu den "fremden Einflüssen, die in unsere Länder kommen" (https://youtu.be/jvTFBB7qW6Q?t=1152). Zu den Terroranschlägen in Brüssel meinte Nydahl, wenn wir den Koran gelesen hätten, hätten wir wohl nicht so viele "über die Grenze" oder "aus dem Wasser geholt" (https://youtu.be/jvTFBB7qW6Q?t=1236).

    Ich sehe gerade, dass die Sachen schon zitiert wurden, Du kannst es Dir in dem Interview nochmal direkt anhören, auch seine Art und Gestik.

  • Obladi Oblada
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    • 11. Juli 2016 um 18:57
    • #18
    Weltreisender:
    Elke:


    Soll ich jetzt lachen? Nein, mich gruselt. Wie kann man so einen Menschen auch nur ansatzweise ernst nehmen?

    Da kamen noch viel gruselige Statements von dem Herrn. Z.b. seine Äußerungen, dass er froh ist, dass in seinen Gemeinden die Menschen wieder Kinder kriegen, so als Gegengewichtl zu den "fremden Einflüssen, die in unsere Länder kommen" (https://youtu.be/jvTFBB7qW6Q?t=1152). Zu den Terroranschlägen in Brüssel meinte Nydahl, wenn wir den Koran gelesen hätten, hätten wir wohl nicht so viele "über die Grenze" oder "aus dem Wasser geholt" (https://youtu.be/jvTFBB7qW6Q?t=1236).

    Ich sehe gerade, dass die Sachen schon zitiert wurden, Du kannst es Dir in dem Interview nochmal direkt anhören, auch seine Art und Gestik.

    Danke dir.

    Das ist einfach nur widerlich. Das ist kein Dharma-Lehrer, sondern ein Hetzer. Warum die Mannschaft hinter ihm nicht geschlossen das Weite gesucht hat, ist mir ein Rätsel. Marschieren die auch bei Pegida mit? *kopfschüttel*

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  • Fǎ Fá
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    • 11. Juli 2016 um 19:32
    • #19
    Elke:


    Das ist einfach nur widerlich. Das ist kein Dharma-Lehrer, sondern ein Hetzer. Warum die Mannschaft hinter ihm nicht geschlossen das Weite gesucht hat, ist mir ein Rätsel. Marschieren die auch bei Pegida mit? *kopfschüttel*

    Vermutlich tritt bei Gruppen, die stark auf ihren Guru ausgerichtet sind, eine starke Nichtwahrnehmung negativer Informationen und Muster auf, hingegen werden gefärbte Erinnerungen viel stärker aktiviert, die dann den Guru in einem guten Licht dastehen lassen. Wenn es dann noch dazu kommt, dass ein Meister derart idealisiert wird, dass jedes Infragestellen quasi gegen das gruppeneigene Sittengesetz verstößt, kann es schnell zu sozialer Ächtung kommen, die ein Mensch natürlich vermeiden will.

  • Lodanashe
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    • 11. Juli 2016 um 21:57
    • #20
    Sudhana:
    Elke:

    Wie kann man so einen Menschen auch nur ansatzweise ernst nehmen?

    Man sollte jeden Menschen ernst nehmen - auch und gerade, wenn er so etwas sagt.

    Ich kann dem ebenfalls zustimmen.
    Ich nehme erstmal jeden ernst welcher mir begegnet. Den Ole habe ich nie live gesehen. Bis es soweit war, haben mich die Leute dieser Sangha sowie die Videos von Ole abgeschreckt....

    Ich weis noch wie es bei mir war....damals....keine Ahnung wohin, aber schlussendlich habe ich doch eine andere Richtung eingeschlagen, worauf ich im nachhinein froh darüber bin. Ich konnte, bzw. durfte vieles tun, was in einem anderen "Bereich" nicht möglich gewesen wäre.

    Eigentlich will ich dir damit nur sagen, - das weist du sicherlich auch noch aus dem Chat - schau dir die verschiedensten Organisationen an, gehe zwei bis dreimal oder auch fünmal hin und bleib dort solange es dir gefällt - im Sinne von; hat das was dort abläuft konsistenz -?

    Auch wenn du deine Gruppe gefunden hast, ist es nicht verboten auch mal eine andere zu besuchen. Ich erwähne dies jetzt, weil mich schon einige Leute danach gefragt haben. Wenn du dich für Zen entschieden solltest, darfst du dennoch ein Gelugpa Zentrum besuchen um freundschaft zu knüpfen oder auch um etwas zu lernen.
    Sollte das eine Gruppe nicht "mögen" dann solltest dir wohl eine tolerantere und offenere Gruppe suchen.

    Ansonsten wurde schon viel erwähnt.
    Geh einfach mal gucken... kostet nix ausser Zeit und davon kann man reichlich auch auf andere Weise verschwenden. :)

    Die Natur aller Dinge ruht in sich selbst.

  • keks
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    • 12. Juli 2016 um 06:57
    • #21

    Ole? Das ist so eine Truppe um ihn wie damals bei Osho. Nur sagte Osho nicht so viel Muell. Er hielt vorwiegend seinen Mund, den Mist sagten dann andere, da haette er eigentlich eingreifen sollen. Ole waere bei Pegida gut aufgehoben mit dem Quatsch den er von sich gibt. Ernst nehmen sollte man solche Typen tatsaechlich, daraus kann sich aller moeglicher Irrsinn entwickeln.

    Bubu :clown::oops:

  • Obladi Oblada
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    • 12. Juli 2016 um 11:04
    • #22

    Um noch mal was klar zu stellen: Mit "ernst nehmen" meinte ich in dem Fall - Lama Ole -, wie man so jemanden als Dharma-Lehrer, Vorbild oder was auch immer ernst nehmen kann.

    Für mich gewinnt der Begriff "Lama" angesichts solcher Wortäußerungen jedenfalls eine ganz neue Bedeutung. :doubt:

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  • Jojo
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    • 13. Juli 2016 um 21:28
    • #23
    Chogetsu:

    solche entwicklungen, die meinungs und redefreiheit zu untergraben stimmen mich nachdenklich!


    Mach dir keine Sorgen um die Meinungs- und Redefreiheit. Zur Meinungs- und Redefreiheit gehört, Ole Nydals Meinung öffentlich kritisieren zu dürfen. Und es gehört auch dazu, anderer Meinung sein zu dürfen als du. Einverstanden?

  • kilaya
    Gast
    • 14. Juli 2016 um 12:54
    • #24

    Ich würde sagen freie Meinungsäußerung ist in der westlichen Welt derzeit nicht gerade ein Mangel. Es ist eher so, dass die Hemmschwellen, Dinge zu sagen die Schaden anrichten in bedenklichem Maß fallen. Dabei wird gelogen, dass sich die Balken biegen, wenn es dem eigenen Ziel dient. Von den Medien wird dann alles bis zum Erbrechen wiederholt, was Klicks bringt, selbst wenn es das Gemeinwohl gefährdet. Mit rechter Rede hat das rein gar nichts zu tun. Daran sieht man aber zumindest, dass man sich um freie Meinungsäußerung eher am wenigsten Sorgen machen muss, nicht ohne guten Grund beschränken weitere Gesetze dieses Grundrecht - durch das Netz ist es aber kaum noch möglich, das Ausmaß irgendwelcher Äußerungen in irgendeiner Öffentlichkeit überhaupt nur zu überblicken.

  • Lucky Luke
    Gast
    • 14. Juli 2016 um 14:19
    • #25
    kilaya:

    Ich würde sagen freie Meinungsäußerung ist in der westlichen Welt derzeit nicht gerade ein Mangel. Es ist eher so, dass die Hemmschwellen, Dinge zu sagen die Schaden anrichten in bedenklichem Maß fallen. Dabei wird gelogen, dass sich die Balken biegen, wenn es dem eigenen Ziel dient. Von den Medien wird dann alles bis zum Erbrechen wiederholt, was Klicks bringt, selbst wenn es das Gemeinwohl gefährdet. Mit rechter Rede hat das rein gar nichts zu tun. Daran sieht man aber zumindest, dass man sich um freie Meinungsäußerung eher am wenigsten Sorgen machen muss, nicht ohne guten Grund beschränken weitere Gesetze dieses Grundrecht - durch das Netz ist es aber kaum noch möglich, das Ausmaß irgendwelcher Äußerungen in irgendeiner Öffentlichkeit überhaupt nur zu überblicken.

    Als Beispiel dient da die britische Boulevardpresse wie The Sun u.a. beim Thema Brexit. Ich weiß gar nicht welches Interesse dieses Blatt hatte, derartige Unwahrheiten zu verbreiten ? Die unkritischen, britischen Leser des Blattes haben für den Brexit gestimmt obwohl es wohl die sind, die am meisten darunter leiden müssen. Die Berichterstattung der Sun war zwar eine Meinungsäußerung, hatte aber nichts mit seriösem Journalismus zu tun.

Ausgabe №. 136: „Liebe & Loslassen"

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