1. Übersicht
  2. Forum
  3. Lexikon
  • Anmelden
  • Registrieren
  • Suche
Dieses Thema
  • Alles
  • Dieses Thema
  • Dieses Forum
  • Seiten
  • Forum
  • Lexikon
  • Termine
  • Erweiterte Suche
  1. Buddhaland Forum
  2. Buddhismus
  3. Allgemeines zum Buddhismus

Metta Meditation für schlechte Menschen

  • vegetarier
  • 18. Mai 2016 um 21:30
  • Zum letzten Beitrag
  • Lucky Luke
    Gast
    • 20. Mai 2016 um 15:24
    • #26
    vegetarier:

    Danke für die Antworten. Was ich mir gut vorstellen kann, inspiriert von Mathieu Ricard, dass man allen Menschen wünscht, dass sie frei von Hass und Gier sind. Da all diese schlechten Handlungen wie Mord, Tötungen, Vergewaltigungen aus Gier oder Hass bestehen.

    Hallo Vegetarier, der Wunsch, den Du da formulierst ist ein Ausdruck von Gleichmut, der sich in den 4 Unermesslichen wiederfindet. Wenn Du mit Gleichmut kein Problem hast, dann verstehe ich nicht, warum Du ein Problem damit hast, Mitgefühl für einen IS Terroristen zu entwickeln. Denn eigentlich geht die Entwicklung von Gleichmut gerade in die Richtung, dass man eben ALLEN fühlenden Wesen wünscht, dass sie glücklich sein mögen und frei von Leiden.

  • fotost
    Reaktionen
    385
    Punkte
    20.794
    Beiträge
    3.846
    Einträge
    126
    Mitglied seit
    10. Januar 2010
    • 20. Mai 2016 um 16:23
    • #27
    Selbst:

    ...
    Ich habe mal gelesen, dass unsere Wünsche und Gebete anderen messbar nur nutzen, wenn diese dafür offen sind.
    ..

    Ich hab' mal gelesen, daß Elbenklingen schwach leuchten, wenn Orkks in der Nähe sind.. :roll:

    Wenn Du was Echtes dazu lesen möchtest

    https://www.templeton.org/pdfs/press_rel…7STEP_paper.pdf

    es gibt im Net dazu auch deutschsprachige Zusammenfassungen.

  • Selbst
    Punkte
    735
    Beiträge
    143
    Mitglied seit
    28. April 2016
    • 20. Mai 2016 um 17:48
    • #28

    Lieber fotost, das ist Fußnote Nr. 64 auf der von mir verlinkten Wikipedia-Seite, also eine der Studien, die ich zur Grundlage meiner Skepsis mache. ;)

    Allerdings gibt es andere Ergebnisse, wenn die Gegenseite selbst an die Gebete glaubt: http://onlinesurgicaltechniciancourses.com/2010/25-intrig…er-and-healing/

  • fotost
    Reaktionen
    385
    Punkte
    20.794
    Beiträge
    3.846
    Einträge
    126
    Mitglied seit
    10. Januar 2010
    • 20. Mai 2016 um 18:37
    • #29
    Selbst:

    Lieber fotost, das ist Fußnote Nr. 64 auf der von mir verlinkten Wikipedia-Seite, also eine der Studien, die ich zur Grundlage meiner Skepsis mache. ;)

    Allerdings gibt es andere Ergebnisse, wenn die Gegenseite selbst an die Gebete glaubt: http://onlinesurgicaltechniciancourses.com/2010/25-intrig…er-and-healing/

    Ach schau, wenn Du einem UFO Gläubigen zeigst, daß seine Beweise Unfug sind, zieht er 50 neue aus der Tasche..
    Es ist halt einfacher, sich was auszudenken als ernsthaft zu arbeiten.

    Du darfst Dich gerne wieder melden sobald jemand den Medizinnobelpreis für den Nachweis einer positiven Korrelation zwischen Gebeten (für andere) und deren Heilung erbracht hat und jemand anderes den Physiknobelpreis, der das Wirkprinzip dahinter erklärt.. :roll:

  • Selbst
    Punkte
    735
    Beiträge
    143
    Mitglied seit
    28. April 2016
    • 20. Mai 2016 um 18:46
    • #30

    Wir sind uns ja einig.

  • keks
    Reaktionen
    100
    Punkte
    10.260
    Beiträge
    2.015
    Mitglied seit
    18. Januar 2014
    • 20. Mai 2016 um 21:18
    • #31

    Das ist wie mit Globulis. 100 mal verduennt, dann verdunstet und am Ende bleibt nur eine Pille mit Zucker uebrig :D Der Glaube der teilnehmenden Beter und Empfaenger kann, muss aber nicht, Berge versetzen. Allerdings sollte der Empfaenger etwas von seinem Glueck wissen und sich darauf einstellen. Beim IS habe ich da ein paar Bedenken. Eventuell sollte man denen vor dem Gebet einen Brief schreiben, dann koennen sie sich seelisch schonmal drauf vorbereiten...
    Und da der Vergewaltiger nichts von dem Gebet weiss ist es fuer die Katz'... wobei etwas fuer die Katz' etwas zweckloses ist...naja gut, wem es Spass bereitet soll beten :)

    Bubu :clown::oops:

  • Stero
    Punkte
    14.655
    Beiträge
    2.889
    Mitglied seit
    18. Oktober 2015
    • 21. Mai 2016 um 01:21
    • #32
    vegetarier:

    Ich wüsste mal gern, wie das gehen soll. Schafft das jemand? Mitgefühl für IS- Terroristen die für ihren Glauben unschuldige Menschen quälen, töten, Mädchen vergewaltigen. Verbrecher, Mörder, Vergewaltiger, Kindermörder. Richtig üble Menschen denen das Leiden ihrer Opfer zum Teil egal ist. Ihre Opfer gar verhöhnen?
    Aber auch all die Alltagsmenschen die mit ihrer Ignoranz das Leiden der Welt erzeugen. Will jetzt gar nicht in die Details gehen.
    Wie soll man hier wünschen, dass all diese Leute glücklich werden sollen, frei von Leiden, Gesundheit, Freiheit, Sicherheit?


    Da ist nur das "ich"en im Spiel, das "Wesen". Wenn es sich selbst als inhärent existentes Wesen, als inhärent existentes "ich", als inhärent existente Person wahrnimmt, dann stellt es sich solche Fragen, weil es dann das andere ebenso als inhärent existentes "du", als inhärent existentes Wesen, als inhärent existente Person wahrnimmt.
    Aber inhärent existentes "ich", inhärent existentes Wesen, inhärent existente Person sind nicht auffindbar. All das Wünschen ist sinnlos bzw sinnfrei. Aber auch das Hassen ist sinnlos bzw sinnfrei.
    Was also tun, wo doch trotz der Realität der Wille zum Tun abhängig entsteht? Tun, was per Vernunft getan werden muss.

  • accinca
    Reaktionen
    706
    Punkte
    57.021
    Beiträge
    11.216
    Mitglied seit
    31. Dezember 2007
    • 21. Mai 2016 um 07:44
    • #33
    Stero:

    Da ist nur das "ich"en im Spiel, das "Wesen". Wenn es sich selbst als inhärent existentes Wesen, als inhärent existentes "ich", als inhärent existente Person wahrnimmt, dann stellt es sich solche Fragen, weil es dann das andere ebenso als inhärent existentes "du", als inhärent existentes Wesen, als inhärent existente Person wahrnimmt.
    Aber inhärent existentes "ich", inhärent existentes Wesen, inhärent existente Person sind nicht auffindbar. All das Wünschen ist sinnlos bzw sinnfrei. Aber auch das Hassen ist sinnlos bzw sinnfrei. Was also tun, wo doch trotz der Realität der Wille zum Tun abhängig entsteht? Tun, was per Vernunft getan werden muss.


    Allerdings ob nun der nicht inhärent existente Sprengstoff
    die nicht inhärent existente Person trifft oder der nicht inhärent existente Wille
    durch nicht inhärent existentes Tun durch all das nicht inhärent existente Wünschen
    wie nicht inhärent existentes Hassen ausgelöst wird inhärent existent oder nicht inhärent.
    Im übrigen was ist der Unterschied zwischen inhärent und immanent? Oder gibts keinen?
    Kann mir jemand in den Lehrreden des Buddha irgend wo zeigen wo das Wort auch nur
    einmal vorkommt? - wo habt ihr das nur aufgegabelt? was heißt es in der Lehre?
    Oder gibt's das gar nicht?

    -

  • xxx
    Reaktionen
    164
    Punkte
    10.244
    Beiträge
    1.956
    Mitglied seit
    11. Mai 2011
    • 21. Mai 2016 um 10:38
    • #34
    accinca:

    Dann erst kommt Erbarmen/Mitleid (karunā) mit den Wesen.

    Ich verstehe unter Metta: Güte, Wohlwollen und unter Karuna Empathie, Einfühlungsvermögen.
    Karuna verstehe ich keinesfalls als Leid/Mitleid.

  • Fǎ Fá
    Reaktionen
    216
    Punkte
    2.701
    Beiträge
    487
    Mitglied seit
    21. Mai 2016
    • 21. Mai 2016 um 10:57
    • #35
    vegetarier:

    Ich wüsste mal gern, wie das gehen soll. Schafft das jemand?

    Es gibt keine bösen Menschen. Wir bewerten das Handeln solcher Menschen als Böse. Aber warum handeln diese Menschen so? Es gab mal eine Untersuchung, dass solche Menschen eine Ungerechtigkeit empfinden und diese nicht mehr aushalten und deshalb zu solchen falschen Handlungen greifen, von denen sie glauben, dass sie die Ungerechtigkeiten beenden könnten. Wenn man versteht, dass auch diese Menschen aus Leid handeln, dann kann man ihnen auch Mitgefühl entgegenbringen.

  • Mirco
    Reaktionen
    44
    Punkte
    19.357
    Beiträge
    3.799
    Mitglied seit
    5. September 2011
    • 21. Mai 2016 um 11:21
    • #36

    Hall selbst,

    Selbst:

    Mirco: Hier ist etwas zur Effektivität von Gebeten: https://en.wikipedia.org/wiki/Efficacy_of_prayer


    vielen Dank. Ich werde es lesen. :)


    Selbst:

    Umgekehrt könnte man ja fragen, worauf - außer Glauben - du eine Ansicht gründest. Die eigene Erfahrung ist ja ein sehr begrenzter Ratgeber, aber auf jeden Fall unterscheidet sie sich von Mensch zu Mensch. Daraus kann man schlecht etwas eher Allgemeingültiges ableiten.


    Ich möchte nichts allgemeingütiges Ableiten. Mir gefällt es, von dem etwas weiter zu geben, was gut für mich war, in der Hoffnung, dass es vielleicht auch gut für jemand anderen sein könnte. Weil so habe ich das kennen gelernt, was mir gut tut: durch andere, die ihre Erfahrung mit mir teilten.


    Selbst:

    metta kann man gut "zum eigenen Wohl" verstehen. Für die ausgedehnte Wirkung wie bei void sehe ich keine Chance, wenn die be-mettate Seite nicht mitmacht. metta hat eben auch Grenzen, du nennst es ja selbst ein "geschicktes Werkzeug", und jedes Werkzeug kann nur Bestimmtes und anderes kann es nicht.


    Wendest Du Metta an oder redest Du gerade 'nur' mit?
    Das hat keine negative Konnotation, sondern ist eine sachlich gemeinte Frage.


    Selbst:

    Beim Anblick deiner Hunde empfand ich: mu, wu und ku.


    "mu, wu und ku" : diese Gefühle kenne ich nicht. Könntest Du bitte Begriffe verwenden, die etwas geläufiger sind?

    Hier ist eine Liste von Grundgefühlen, mit einigen wenigen sog. komplexen Gefühlen (in Klammern)

    • Hunger, Bedürfnis, Wunsch, Antrieb, Drang, Gier, Neugier, Furcht (Verlegenheit, Sorge), Angst, Vorsicht, Freude (Liebe, Nostalgie, Lust), Wonne, Behagen, Besorgnis, Scheu, Ekel (Schuld, Scham), Panik, Aggression, Schmerz, Ärger/Wut/Zorn (Neid, Eifersucht, Verachtung), Trauer (Gram, Kummer), Mutlosigkeit, Trostlosigkeit


    Gruß

  • Yofi
    Punkte
    5.850
    Beiträge
    1.157
    Mitglied seit
    6. Februar 2016
    • 21. Mai 2016 um 15:26
    • #37
    accinca:

    Allerdings ob nun der nicht inhärent existente Sprengstoff
    die nicht inhärent existente Person trifft oder der nicht inhärent existente Wille
    durch nicht inhärent existentes Tun durch all das nicht inhärent existente Wünschen
    wie nicht inhärent existentes Hassen ausgelöst wird inhärent existent oder nicht inhärent.
    Im übrigen was ist der Unterschied zwischen inhärent und immanent? Oder gibts keinen?
    Kann mir jemand in den Lehrreden des Buddha irgend wo zeigen wo das Wort auch nur
    einmal vorkommt? - wo habt ihr das nur aufgegabelt? was heißt es in der Lehre?
    Oder gibt's das gar nicht?

    Alles anzeigen

    Nāgārjuna:

    »Nicht aus sich selbst, nicht aus einem anderen, nicht aus beidem, und nicht ohne Ursache sind irgendwelche Dinge irgendwo und irgendwann entstanden«

    - anders ausgedrückt: suññatā

  • accinca
    Reaktionen
    706
    Punkte
    57.021
    Beiträge
    11.216
    Mitglied seit
    31. Dezember 2007
    • 21. Mai 2016 um 16:27
    • #38
    Bakram:

    Ich verstehe unter Metta: Güte, Wohlwollen und unter Karuna Empathie, Einfühlungsvermögen.
    Karuna verstehe ich keinesfalls als Leid/Mitleid.


    Hauptsache irgendjemand hat im Notfall beim Leiden Mitleid wenn es nötig ist
    ohne auf einen Empathen angewiesen zu sein. Das hilft dann schon weiter.

  • accinca
    Reaktionen
    706
    Punkte
    57.021
    Beiträge
    11.216
    Mitglied seit
    31. Dezember 2007
    • 21. Mai 2016 um 16:29
    • #39
    Yofi:

    Nāgārjuna:
    »Nicht aus sich selbst, nicht aus einem anderen, nicht aus beidem, und nicht ohne Ursache sind irgendwelche Dinge irgendwo und irgendwann entstanden«- anders ausgedrückt: suññatā


    Und was hat das mit der Lehre von Buddha und inhärent oder immanent zu tun?
    Nenne mir mal das Wort in Pali damit ich mal nachsehen kann.
    Oder sagst du jetzt nicht mehr Leerheit sondern Inhärenz?

  • Yofi
    Punkte
    5.850
    Beiträge
    1.157
    Mitglied seit
    6. Februar 2016
    • 21. Mai 2016 um 16:59
    • #40

    Accinca, 'frei von inhärenter Existenz' bedeutet nur 'Leerheit' -

    "Leerheit ist nichts anderes als die kategorische Widerlegung der inhärenten Existenz."

    https://books.google.de/books?id=LvlUc…%20sein&f=false

    Das mag dir vielleicht als eine Sprachverwirrung vorkommen, jedoch verstehen offensichtlich manche die Erklärungen im PK nicht und suchen nach dem Einstieg über das intellektuelle Verständnis. Ich sage 'Leerheit', das ist aber nicht jedem verständlich, weil unter 'Leerheit' der dualistische Geist wieder ein Objekt wittert.

  • accinca
    Reaktionen
    706
    Punkte
    57.021
    Beiträge
    11.216
    Mitglied seit
    31. Dezember 2007
    • 21. Mai 2016 um 19:49
    • #41

    Inhärent ist wohl noch weniger verständlich.
    Also wollen wir daran auch nicht mehr anhaften und lassen diesen
    Begriff was immer sich manche dabei auch denken mögen.
    Wir haben schon genug Begriffe an denen angehaftet wird,
    da brauchen wir nicht noch mehr davon.

  • Selbst
    Punkte
    735
    Beiträge
    143
    Mitglied seit
    28. April 2016
    • 21. Mai 2016 um 22:17
    • #42

    Lieber Mirco, mu, wu und ku stehen für die Leere.

    Dann stellte sich aber doch noch ein Impuls, ein Gedanke ein, und wenn ich ein Wort aus deiner Liste wählen müsste, wäre es wohl Trauer, denn der Gedanke war ja: Einer der Welpen wird bald sterben. (Ich gebe nichts auf solche Vorstellungen, sie ist längst Vergangenheit und bedeutungslos.)

    Ich kann metta bhavana machen, halte aber nicht mehr viel davon. Sie erzeugt unnötige Gedanken (siehe oben) und ähnelt ein bisschen dem, was wir heute als positives Denken kennen. Bedingt nützlich am Anfang des Weges, ja, aber nicht mehr notwendig. Ich gehe davon aus, dass ich kaum jemanden besonders mag oder besonders ablehne. Wenn solche Impulse aufkommen, vergehen sie gleich wieder, sie haben eben keinerlei Substanz.

  • Stero
    Punkte
    14.655
    Beiträge
    2.889
    Mitglied seit
    18. Oktober 2015
    • 22. Mai 2016 um 02:21
    • #43
    accinca:
    Stero:

    Da ist nur das "ich"en im Spiel, das "Wesen". Wenn es sich selbst als inhärent existentes Wesen, als inhärent existentes "ich", als inhärent existente Person wahrnimmt, dann stellt es sich solche Fragen, weil es dann das andere ebenso als inhärent existentes "du", als inhärent existentes Wesen, als inhärent existente Person wahrnimmt.
    Aber inhärent existentes "ich", inhärent existentes Wesen, inhärent existente Person sind nicht auffindbar. All das Wünschen ist sinnlos bzw sinnfrei. Aber auch das Hassen ist sinnlos bzw sinnfrei. Was also tun, wo doch trotz der Realität der Wille zum Tun abhängig entsteht? Tun, was per Vernunft getan werden muss.


    Allerdings ob nun der nicht inhärent existente Sprengstoff
    die nicht inhärent existente Person trifft oder der nicht inhärent existente Wille
    durch nicht inhärent existentes Tun durch all das nicht inhärent existente Wünschen
    wie nicht inhärent existentes Hassen ausgelöst wird inhärent existent oder nicht inhärent.


    Es ist irrelevant.

    accinca:


    Im übrigen was ist der Unterschied zwischen inhärent und immanent? Oder gibts keinen?
    Kann mir jemand in den Lehrreden des Buddha irgend wo zeigen wo das Wort auch nur
    einmal vorkommt? - wo habt ihr das nur aufgegabelt? was heißt es in der Lehre?
    Oder gibt's das gar nicht?


    Dein Buddha ist irrelevant.


    Willkommen in der Sinnfreiheit.

  • accinca
    Reaktionen
    706
    Punkte
    57.021
    Beiträge
    11.216
    Mitglied seit
    31. Dezember 2007
    • 22. Mai 2016 um 07:55
    • #44
    Stero:
    accinca:

    Im übrigen was ist der Unterschied zwischen inhärent und immanent?
    Oder gibts keinen?
    Kann mir jemand in den Lehrreden des Buddha irgend wo zeigen wo das Wort auch nur
    einmal vorkommt? - wo habt ihr das nur aufgegabelt? was heißt es in der Lehre?
    Oder gibt's das gar nicht?


    Dein Buddha ist irrelevant.
    Willkommen in der Sinnfreiheit.

    Alles anzeigen


    Ja, das wird dann gerne gesagt wenn man dazu nichts zu sagen hat
    und eine Antwort ist es nicht aber man nutzt "Luftgegriffe" und tut
    so als würde damit was gesagt.

  • Yofi
    Punkte
    5.850
    Beiträge
    1.157
    Mitglied seit
    6. Februar 2016
    • 22. Mai 2016 um 12:35
    • #45

    Sinn: Das Bestreben, die Wesenheit der 'am-Selbst-haftende Unwissenheit' zu erkennen, denn die Erscheinungsart der Phänomene als unabhängige Objekte und die Art, wie wir auf sie reagieren, gleichen einem Traum. Wir leben in Tag- und Nachtträumen, die sich im Wesentlichen nicht voneinander unterscheiden.

    Ein Täter, der andere verletzt, agiert seinen Selbsthass aus, bekämpft sein eigenes Spiegelbild während er das, was ihn mit den Anderen verbindet, nicht erkennen kann, weil er keinen Bezug zu seinem Innenleben hat. Er ist orientierungslos und greift wahllos nach allem in dem Glauben, dass ihn das von seiner inneren Verzweiflung befreien kann.

    Wir leben in einer Zeit, in der strukturelle Gewalt, Lügen, Täuschungen und auch die Gewaltbereitschaft Einzelner zunehmend als ein gängiger Aspekt der Gesellschaft etabliert werden - in der Zeit der Regression. In einem kleineren Maßstab reagiert man oft selbst auf deb eigenen Unmut durch Arroganz und erstellt Vorschriften für andere - nennt das Wahrheit, Selbst-Entwicklung, Ordnung oder was auch immer. Mangelnde Selbstachtung verhindert die Fähigkeit, andere als gleichwertige Wesen zu respektieren – stattdessen spielt man mit ihnen wie mit Schachfiguren und hofft dadurch den eigenen Seelenfrieden zu finden.

    Die Anderen sind für die Täter nur ein Traum. Sie nehmen sie nicht als das wahr, was sie wirklich sind - ein Teil von Selbst.

    Haben Gefängnisse Sinn? Ich meine Ja, sie dienen dem Schutz der Gesellschaft, dem Selbstschutz der Täter, der Unterbrechung des Fortbestehens und des Mehrens der Gewalt. Ebenso Sinn hätte von einem anderen Tag auf den anderen alle Schlachthäuser zu schließen sowie alle Kriege sofort zu beenden.

    Yofi

  • Anandasa
    Reaktionen
    474
    Punkte
    4.804
    Beiträge
    830
    Mitglied seit
    11. April 2015
    • 22. Mai 2016 um 17:07
    • #46

    Die Idee mit dem Mitgefühl ist sicher hilfreich. Aber ich würde es nicht als einziges Hilfsmittel ansehen. Es ist auch zweckmäßig daran zu arbeiten die Natur der Dinge zu erkennen und die ist u.a. die dass der menschliche Geist sehr schnell in Raserei versetzt werden kann. Der gute Mensch wie er in unserer Welt oft idealisiert gesehen wird, existiert in Realität nicht.

    Der menschliche Geist ist sehr schnell dabei die geistige Raserei der IS anzusprechen. Aber dass die eigenen Landsleute im 2.Weltkrieg mit 6 Millionen Menschen ein großes Vielfache an Menschen umgebracht haben als es der IS jemals bei aller geistigen Raserei wird schaffen können, wird nicht so gerne gesehen.

    Ich habe mal einen Tierfilm gesehen mit einer Schimpansen-Gruppe, die mit großem Geschrei in das Revier einer benachbarten Schimpansen-Gruppe einfiel und dort jeden totgehauen hat, den sie finden konnte. War ein stundenlanges Gemetzel, das die Tierfilmer sehr anschaulich dokumentiert haben. Der Mensch ist genau das. Nur wird der Mensch idealisiert. Der Mensch kann mit christlicher Nächstenliebe, Metta im BUddhistismus, Sozialhilfe auf staatlicher Ebene, etc. viel Gutes leisten. Er kann aber auch sehr schnell geistig verfallen. Dies nicht wahrhaben zu wollen führt zu einer Vorstellung, dass die IS ganz schlechte Menschen sind. In Wirklichkeit sind sie das was in jedem Menschen schlummert, wenn er seinen Geist nicht gesund hält.

    Die Welt da draußen ist eine Wildnis genau wie die Wildnis der Schimpansen-Gruppe in dem Tierfilm. Einige Ecken dieser Welt sind zivilisierter als andere. Aber es ist die gleiche Wildnis, in dem man jederzeit durch Leute mit kranken Geist getötet werden kann oder man kann morgen durch einen Autounfall sterben. Die Wahscheinlichkeit, dass letzteres Eintritt ist viel Wahrscheinlicher als durch die IS getötet zu werden. Aber die Leute wollen nicht über die eigene Sterblichkeit nachdenken und schon gar nicht, dass man schon morgen tot sein kann. Sie beschäftigen sich lieber mit außerordentlichen seltenen Bedrohungen wie Flugzeugabstürzen, neuen Viren, etc.

    Angenommen man gerät jetzt in die Fänge der IS. Der Tod durch Enthauptung kann dann ziemlich wahrscheinlich sein, z.B. wenn man für die Altertümer in Syrien zuständig ist. Man kann sich dann au den nahen Tod vorbereiten. Es gibt da ja die Zen-Parabel von der Erdebeere: http://www.kusunoki.de/geschichten/geschichte017.htm Oder es gibt die Geschichte von einem großen Kriege in Japan, der in einem Zen-Kloster auftauchte und zum Abt des Klosters mit drohender Stimme sagte, dass er ein großer Krieger sei und ohne mit der Wimper zu zucken einen Menschen umbringen könne. Der Abt entgegnete daraufhin, dass er jemand sei, der ohne mit der Wimper zu zucken sterben könne. Auf diese Weise hat er sich der Wut über diesen einfältigen Krieger entledigt. Dieses Vorgehen scheint typisch zu sein in den buddhistisch angehauchten Denkrichtungen. Natürlich muss man sich auch die Fähigkeit erarbeiten ohne mit einer Wimper zu zucken sterben zu können. Dazu muss man sich in der Praxis bemühen.

    Grüße, Anandasa

    Die Dinge entstehen, existieren und vergehen. Das ist normal. Ajaan Tippakorn

  • Mirco
    Reaktionen
    44
    Punkte
    19.357
    Beiträge
    3.799
    Mitglied seit
    5. September 2011
    • 22. Mai 2016 um 19:34
    • #47

    Hallo Selbst,

    Selbst:

    Lieber Mirco, mu, wu und ku stehen für die Leere.

    Dann stellte sich aber doch noch ein Impuls, ein Gedanke ein, und wenn ich ein Wort aus deiner Liste wählen müsste, wäre es wohl Trauer, denn der Gedanke war ja: Einer der Welpen wird bald sterben. (Ich gebe nichts auf solche Vorstellungen, sie ist längst Vergangenheit und bedeutungslos.)


    ich meinte, welches Gefühl sich in Folge des Betrachtens des Bildes ohne einen 'vorgeschalteten' Gedanken oder Konzept einstellt.

    Selbst:

    Ich kann metta bhavana machen, halte aber nicht mehr viel davon. Sie erzeugt unnötige Gedanken (siehe oben) und ähnelt ein bisschen dem, was wir heute als positives Denken kennen. Bedingt nützlich am Anfang des Weges, ja, aber nicht mehr notwendig. Ich gehe davon aus, dass ich kaum jemanden besonders mag oder besonders ablehne. Wenn solche Impulse aufkommen, vergehen sie gleich wieder, sie haben eben keinerlei Substanz.


    ich wünsch' Dir alles Gute auf Deinem Weg :) !

    Gruß

  • Anandasa
    Reaktionen
    474
    Punkte
    4.804
    Beiträge
    830
    Mitglied seit
    11. April 2015
    • 22. Mai 2016 um 19:45
    • #48
    Zitat

    Ich gehe davon aus, dass ich kaum jemanden besonders mag oder besonders ablehne. Wenn solche Impulse aufkommen, vergehen sie gleich wieder, sie haben eben keinerlei Substanz.


    Das ist genau die andere Vorgehensweise neben Metta entwickeln: Einen Geist zu entwickeln, der sich nicht stören lässt.

    Die Dinge entstehen, existieren und vergehen. Das ist normal. Ajaan Tippakorn

  • Mirco
    Reaktionen
    44
    Punkte
    19.357
    Beiträge
    3.799
    Mitglied seit
    5. September 2011
    • 22. Mai 2016 um 20:14
    • #49
    Anandasa:
    Zitat

    Ich gehe davon aus, dass ich kaum jemanden besonders mag oder besonders ablehne. Wenn solche Impulse aufkommen, vergehen sie gleich wieder, sie haben eben keinerlei Substanz.


    Das ist genau die andere Vorgehensweise neben Metta entwickeln: Einen Geist zu entwickeln, der sich nicht stören lässt.


    ... und trotzdem aufmerksam, klar und beweglich ist.

  • Yofi
    Punkte
    5.850
    Beiträge
    1.157
    Mitglied seit
    6. Februar 2016
    • 24. Mai 2016 um 23:16
    • #50
    Anandasa:
    Zitat

    Ich gehe davon aus, dass ich kaum jemanden besonders mag oder besonders ablehne. Wenn solche Impulse aufkommen, vergehen sie gleich wieder, sie haben eben keinerlei Substanz.


    Das ist genau die andere Vorgehensweise neben Metta entwickeln: Einen Geist zu entwickeln, der sich nicht stören lässt.

    Weil es keine Störungen gibt. Auch Emotionen oder Gewalt folgen genauen Gesetzen.

    Anandasa:

    Der Mensch ist genau das. Nur wird der Mensch idealisiert.

    Unterschiedliche Tieraten verhalten sich unterschiedlich, wie auch Menschen. Trotz der genetisch bedingten körperlichen Ähnlichkeit verhalten sie sich so unterschiedlich, dass man meinen könnte, manche würden von ganz anderen Planeten hierher kommen. Manche aus den friedlichen Bereichen, manche aus der Hölle.

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

  1. Impressum
  2. Datenschutzerklärung
  3. Nutzungsbedingungen
Community-Software: WoltLab Suite™ 6.1.16
Buddhaland Forum in der WSC-Connect App bei Google Play
Buddhaland Forum in der WSC-Connect App im App Store
Download