1. Übersicht
  2. Forum
  3. Lexikon
  • Anmelden
  • Registrieren
  • Suche
Dieses Thema
  • Alles
  • Dieses Thema
  • Dieses Forum
  • Seiten
  • Forum
  • Lexikon
  • Termine
  • Erweiterte Suche
  1. Buddhaland Forum
  2. Buddhismus
  3. Buddhistische Praxis

Mitgefühl erzeugen

  • Fave
  • 4. Februar 2016 um 23:28
  • Zum letzten Beitrag
  • Fave
    Themenautor
    Punkte
    115
    Beiträge
    15
    Mitglied seit
    1. April 2014
    • 4. Februar 2016 um 23:28
    • #1

    Hallo zusammen,


    welche Techniken und Meditation wirken bei euch besonder gut, um Mitgefühl für den Alltag zu erzeugen?

    Wäre schön, wenn wir hier einige sammeln könnten.

  • sati-zen
    Reaktionen
    64
    Punkte
    3.084
    Beiträge
    600
    Mitglied seit
    3. November 2015
    • 5. Februar 2016 um 10:04
    • #2

    Ich dachte schon es geht darum wie man Mitgefühl bei Anderen für einen selbst erzeugen kann was häufig in Psychokreisen zu beobachten ist.
    Das ist nämlich ein ständiges Dilemma in vielen Gruppen, dieses Mitgefühl von den Anderen brauchen.
    Aber hier geht es um Mitgefühl im Alltag für sich selbst, das ist relativ einfach, sich kritisch selbst reflektieren, das geht auch meditativ in vielen Situationen.
    Es geht dabei weniger um eine Technik die man von außen bekommt als viel mehr darum sich selbst im Inneren zu empfinden.
    Dieses sich selbst im Inneren wahrnehmen ist die notwendige Vorstufe um das Selbst dann loslassen zu können.
    Wer sich nicht spürt und kein Mitgefühl hat, dem wird das Lassen nie gelingen und somit auch nicht das Gelassen sein.
    Es ist keine spezielle Technik nötig die eher entfremdet, man muss es einfach tun, sich hinsetzen, atmen und in sich hineinfühlen mit Konzentration.

  • Monday
    Gast
    • 5. Februar 2016 um 10:11
    • #3
    Fave:

    Hallo zusammen,


    welche Techniken und Meditation wirken bei euch besonder gut, um Mitgefühl für den Alltag zu erzeugen?

    Wäre schön, wenn wir hier einige sammeln könnten.

    Mitgefühl wird durch Mitgefühl entfaltet.
    Wie fühlt man nun aber mit?
    Indem man genau hinschaut, zuhört, sich Zeit nimmt für den anderen und mit dem Herzen beim anderen ist.
    Und dafür gibt es die Achtsamkeitübungen - Sattipatthana.
    http://www.palikanon.com/wtb/satipatthana.html
    http://www.palikanon.com/majjhima/zumwinkel/m010z.html

  • Nils
    Reaktionen
    378
    Punkte
    16.833
    Beiträge
    3.252
    Mitglied seit
    24. Februar 2014
    • 5. Februar 2016 um 12:36
    • #4

    Mitgefühl entsteht, indem man bei dem Leid seiner Mitwesen hinschaut und sich mit ihnen identifiziert. Ich besinne mich jeden Tag auf das Leid in der Welt und überlege, was ich konkret tun kann. Das kann eine große oder kleine Tat sein. In jedem Leben gibt es irgendwo etwas, wo man anderen Menschen Gutes tun kann. Das kann ein Lächeln, ein freundliches Wort oder eine kleine Hilfeleistung sein. Wichtig ist es auch jeden Tag allen Wesen Licht zu senden, damit man in die umfassende Liebe kommt. Ich verwende dabei das Mantra: "Ich sende Licht zu allen Wesen. Mögen alle Wesen glücklich sein. Möge es eine glückliche Welt geben." Ich denke das Mantra so lange, bis ich mich wirklich mit allen Mitwesen verbunden fühle. Ich stelle mir dabei vor, dass ich ihnen real Licht (gute Energie) sende und sie dadurch glücklich werden. Das erweckt die Liebe und das Glück in einem selbst.

  • Zoriţa Câmpeanu
    Reaktionen
    29
    Punkte
    884
    Beiträge
    169
    Mitglied seit
    12. September 2018
    • 5. Februar 2016 um 12:54
    • #5
    Fave:

    Hallo zusammen,


    welche Techniken und Meditation wirken bei euch besonder gut, um Mitgefühl für den Alltag zu erzeugen?

    Wäre schön, wenn wir hier einige sammeln könnten.

    Ich hab aufgehört zu "erzeugen" so gut wi es eben geht und dem Korn beim Wachsen helfen.

    Zitat

    Ein Mann aus Sung war traurig darüber, daß sein Korn nicht [schnell genug] wachsen wollte und so zog er es, Sprößling für Sprößling, in die Höhe. Ganz zerschlagen kam er nach Hause und sagte: ‚Heute bin ich aber müde. Ich habe dem Korn beim Wachsen geholfen.‘ Sein Sohn rannte hinaus aufs Feld, und da sah er, daß alle Sprößlinge verwelkt dalagen.

    Mengzi

    _()_

    Es muss so sein, doch es kann so sein wie es will.

    Nichts muss auf irgendeine bestimmte Weise sein, doch es muss in der höchsten und

    besten Weise so sein, wie es ist.

    Kôdô Sawaki Rôshi

  • Monikamarie
    Reaktionen
    7.149
    Punkte
    47.113
    Beiträge
    7.944
    Mitglied seit
    2. Oktober 2025
    Wohnort
    Hamburg
    Buddh. Richtung
    Theravada
    Geburtstag
    21. November 1948 (77)
    • 5. Februar 2016 um 18:47
    • #6

    Hallo Fave,
    mein Mit-Gefühl fing an zu wachsen, nachdem ich feststellte, wie schwer es mir trotz jahrelangen Wissens fällt, die Empfehlungen des Buddha umzusetzen.
    Wenn es also schon mir schwerfällt, die ich jahrzehntelang meinte zu wissen, wie ein Leben in Gelassenheit, Frieden und Mit-Gefühl auszusehen hat, wieviel schwerer muss es dann für Menschen sein, die entweder noch nie mit der Lehre - egal welcher Richtung - oder mit ethischen Grundsätzen in Berührung gekommen sind. Denn das übliche Mit-Leid ist nicht dasselbe wie das Mit-Gefühl, von dem der Buddha sprach.
    Es kann bedeuten, dass ich handeln muss, es kann aber auch bedeuten, dass ich mich zurückhalten muss. Es hat mit Achtsamkeit zu tun, mit Aufmerksamkeit, mit Sich-selbst-zurücknehmen und den anderen wahrnehmen, so wie er/sie gerade ist - ohne zu bewerten. Dann kann das Herz spürbar werden.

    Ich kann das Buch von Analayo "Der direkte Weg - Satipatthana" empfehlen.
    _()_ Monika

  • Online
    mukti
    Reaktionen
    6.770
    Punkte
    72.440
    Beiträge
    12.946
    Blog-Artikel
    31
    Mitglied seit
    16. September 2010
    • 6. Februar 2016 um 14:15
    • #7

    Hallo,

    Fave:


    welche Techniken und Meditation wirken bei euch besonder gut, um Mitgefühl für den Alltag zu erzeugen?

    Wäre schön, wenn wir hier einige sammeln könnten.

    Gute Idee. Ich pflege von Zeit zu Zeit die grundsätzliche Einstellung oder Gesinnung des Mitgefühls für alle Wesen. Ich stelle mir sozusagen alle Wesen auf einmal vor und fühle für alle Liebe bzw. Mitgefühl und Wohlwollen, wünsche ausnahmslos allen das Beste, ohne Gefühle von Neid oder Hass, und ohne Beurteilung oder Verurteilung.

    So in Richtung der Übung in M.127, wenn es wohl auch nicht so perfekt ist, und die Himmelsrichtungen lasse ich weg.

    Zitat

    Da verweilt ein Bhikkhu, indem er eine Himmelsrichtung mit einem Herzen, erfüllt von Liebender Güte, durchdringt, ebenso die zweite, ebenso die dritte, ebenso die vierte Himmelsrichtung; auch nach oben, nach unten, in alle Richtungen und überall hin, und zu allen wie zu sich selbst, verweilt er, indem er die allumfassende Welt mit einem Herzen durchdringt, das von Liebender Güte erfüllt ist, unerschöpflich, erhaben, unermeßlich, ohne Feindseligkeit und ohne Übelwollen. (M.127).

    Manchmal denke ich dabei gesondert an alle Menschen, an alle Tiere, an die Pflanzewelt und an alle Wesen die es sonst noch geben mag. Am Ende ist nochmal das Gefühl des aufrichtigen Wohlwollens für alle Wesen insgesamt. Das hilft eine Grundeinstellung zu entwickeln an die man sich dann bei einzelnen Begegnungen erinnern kann.

    Mit Metta, mukti.


  • Spacy
    Punkte
    6.670
    Beiträge
    1.326
    Mitglied seit
    29. Oktober 2014
    • 6. Februar 2016 um 15:30
    • #8

    Bei mir ist es eindeutig TV! Also wenn ich diese Flüchlinge sehen... - ganz schlimm!

    Gruss

    P.S.: Außerdem zahle ich GEZ - da darf ich das ja auch erwarten

  • Sudhana
    Reaktionen
    3.187
    Punkte
    20.905
    Beiträge
    3.518
    Mitglied seit
    15. Oktober 2014
    • 6. Februar 2016 um 16:57
    • #9
    Spacy:

    Bei mir ist es eindeutig TV!


    Das ist gar keine schlechte Idee. Man sollte natürlich ein wenig darauf achten, welches Programm man wählt - jedenfalls so lange man noch nicht so weit ist, aus allen Programmen (und jedem von ihnen) einunddieselbe Botschaft herauszuhören. Wohlgemerkt - hören heisst nicht glauben. Und oft ist es dann doch noch einen Tick besser, in Printmedien oder im Internet zu recherchieren. Auch das ist die Praxis des Hörens, die Avalokiteśvara als die höchste Praxis im Śūraṅgama Sūtra lehrt. Erstaunlich, was man da so alles erfahren kann, wenn man es wissen will. Wer da kein Mitgefühl entwickelt, wird noch sehr lange unterwegs sein müssen.

    ()

    OM MONEY PAYME HUNG

  • sati-zen
    Reaktionen
    64
    Punkte
    3.084
    Beiträge
    600
    Mitglied seit
    3. November 2015
    • 6. Februar 2016 um 19:18
    • #10

    Also doch wie kann ich Mitgefühl von Anderen bekommen, ich hatte es befürchtet.
    Wenn ich Andere mitleidig angucke wird das Mitgefühl genannt und sie bekommen mein Leid.
    Flüchtlinge oder hungernde Kinder in Afrika im TV sind ein gutes Beispiel.
    Weltschmerz ist auch so ein Begriff wo derjenige Mitgefühl mit allem und jeden hat, das macht ihn völlig fertig.
    Leben kann man dieses Mitgefühl von sich selbst abgesehen nur mit seinen Nachbarn, bei unmittelbaren Kontakten.

  • Sudhana
    Reaktionen
    3.187
    Punkte
    20.905
    Beiträge
    3.518
    Mitglied seit
    15. Oktober 2014
    • 6. Februar 2016 um 20:20
    • #11
    sati-zen:

    Flüchtlinge oder hungernde Kinder in Afrika im TV sind ein gutes Beispiel.


    Ich weiss, es gibt Leute, für die ist das Wohlfühlprogramm. Schauen sich das an und spenden und fühlen sich besser. Und können dann bedenkenlos beim nächsten Mal einer rotgrünblauschwarzgelben Zirkuspartei ihre Stimme geben. Immerhin - sie üben ein wenig Dana, auch wenn ihr Handeln eher ein Teil des Problems als der Lösung ist.

    Trotzdem sollte man bedenken - die Elendsdarsteller im TV verschwinden nicht, bloß weil man die Kiste ausschaltet. Oder einfach weiter zappt.

    ()

    OM MONEY PAYME HUNG

  • sati-zen
    Reaktionen
    64
    Punkte
    3.084
    Beiträge
    600
    Mitglied seit
    3. November 2015
    • 7. Februar 2016 um 12:51
    • #12

    Auf welchem Weg man das Leid im Leben lindert muss man doch in einem Buddhismus-Forum nicht laufend wiederholen.
    Das ist allen Traditionen übergreifend der Weg Buddhas, ein Weg der wirklich Sinn macht denn er hält auch den westlichen Wissenschaften stand
    aber darüber hinaus beinhaltet er noch viel mehr denn er ist vor allem spirituell.
    Wenn die eine Hälfte die Pflanzen anbaut und die andere Hälfte wie Buddha mit der Schale bettelt gäbe es keinen Hunger unter den Menschen.
    Jeder bekommt eine Schale Essen, klingt in Europa wie eine Drohung.

  • Fave
    Themenautor
    Punkte
    115
    Beiträge
    15
    Mitglied seit
    1. April 2014
    • 10. Februar 2016 um 09:50
    • #13

    Vielen Dank für die tollen Beiträge, den ein oder anderen Tipp hab ich mir rausgeschaut

    Vllt fasse ich mich nochmal genauer, um dem nochmal einen Anstupser zu geben:

    Ich bin am leistungsfähigsten und motiviertesten, wenn ich es morgens schon schaffe Mitgefühl für meine Mitmenschen zu erzeugen. In der Vergangenheit hat sich dies zufällig aus Meditationen ergeben. Dies möchte ich nun etwas zielführender nutzen, um vllt jeden Tag sehr bewusst-mitfuehlend in den Tag zu starten.

    Um ein Beispiel für so eine Technik zu liefern: Mahayana-Visulationstechnik

    Hier nimmt man im Geiste z.B. die Schmerzen und das Leid eines anderen auf und schenkt ihm im Gegenzug Positivität, Glück und Zufriedenheit.

  • sati-zen
    Reaktionen
    64
    Punkte
    3.084
    Beiträge
    600
    Mitglied seit
    3. November 2015
    • 11. Februar 2016 um 20:54
    • #14

    Klingt wie eine Glücksmaschine bei der jeder konsumieren kann. Das geht nicht.
    Das hat Buddha nicht gelehrt, er hat nicht Glück und Seligkeit über die Menschen gebracht
    sonder er hat ihnen gezeigt wie sie ihre Krisen und Konflikte lösen können.
    Man kann andere nicht glücklich machen, auch nicht im sozialen Beruf, man kann sich
    selber glücklich machen und das dann ausstrahlen, da haben Andere etwas positives von.

  • Lucky Luke
    Gast
    • 13. Februar 2016 um 22:15
    • #15
    sati-zen:

    Man kann andere nicht glücklich machen, auch nicht im sozialen Beruf, man kann sich
    selber glücklich machen und das dann ausstrahlen, da haben Andere etwas positives von.

    So kann man andere also doch glücklich machen :lol:

  • Mai
    Gast
    • 14. Februar 2016 um 08:30
    • #16

    Mitgefühl heisst für mich nicht, dass man dem anderen sein Leid nehmen kann. Mitgefühl entsteht bei mir wenn ich versuche, mich in die Situation des anderen hineinzuversetzen, dh. einfach von mir selbst abzusehen. Dann kann ich mir ungefähr vorstellen, wie es dem anderen geht. Ob ich ihm helfen kann, glücklicher zu sein, ist nicht gesagt. Aber alleine dadurch, dass ich in einer Interaktion meinen eigenen Standpunkt verlasse und wirklich versuche, den des anderen zu verstehen, kann ich mit ihm mitfühlen. Das kann man üben.

  • Noreply
    Reaktionen
    5.400
    Punkte
    81.758
    Beiträge
    15.201
    Mitglied seit
    24. Juni 2011
    • 14. Februar 2016 um 10:18
    • #17
    Mai:

    Mitgefühl heisst für mich nicht, dass man dem anderen sein Leid nehmen kann. Mitgefühl entsteht bei mir wenn ich versuche, mich in die Situation des anderen hineinzuversetzen, dh. einfach von mir selbst abzusehen. Dann kann ich mir ungefähr vorstellen, wie es dem anderen geht. Ob ich ihm helfen kann, glücklicher zu sein, ist nicht gesagt. Aber alleine dadurch, dass ich in einer Interaktion meinen eigenen Standpunkt verlasse und wirklich versuche, den des anderen zu verstehen, kann ich mit ihm mitfühlen. Das kann man üben.

    Das ist ein guter Anfang. Es endet irgendwo bei "Ich habe keinerlei Verständnis doch ich verstehe es." So ist mein Leben erheblich Stress freier geworden. -().

  • keks
    Reaktionen
    100
    Punkte
    10.260
    Beiträge
    2.015
    Mitglied seit
    18. Januar 2014
    • 14. Februar 2016 um 11:34
    • #18

    Die Stille hinter den Gedanken ist bei allen gleich, dann bin ich nicht unterscheidbar mit dem was mir gegenüber steht. Selbst wenn sich jemand blöd benimmt kann man so wissen, dass er sie es aus der Stille handelt die überall ist. Dann sieht man denjenigen nicht als Person sondern als das "was ist", die Stille, den Raum, what ever. So entsteht bei mir Mitgefühl ohne dass ich Mitgefühl irgendwie unter Zwang erzeugen muss. Das entsteht dann aus sich selbst herraus ohne etwas zu tun.

    Bubu :clown::oops:

  • Lucky Luke
    Gast
    • 14. Februar 2016 um 14:10
    • #19
    Mai:

    Mitgefühl heisst für mich nicht, dass man dem anderen sein Leid nehmen kann. Mitgefühl entsteht bei mir wenn ich versuche, mich in die Situation des anderen hineinzuversetzen, dh. einfach von mir selbst abzusehen. Dann kann ich mir ungefähr vorstellen, wie es dem anderen geht. Ob ich ihm helfen kann, glücklicher zu sein, ist nicht gesagt. Aber alleine dadurch, dass ich in einer Interaktion meinen eigenen Standpunkt verlasse und wirklich versuche, den des anderen zu verstehen, kann ich mit ihm mitfühlen. Das kann man üben.

    Hast Du diesen Text gelesen, Mai ?

    http://www.buddhaland.de/viewtopic.php?f=14&t=15163

    Das bestätigt das, was Du hier geschrieben hast. Nur sehe ich es schon so, dass es auch den anderen beruhigen könnte wenn sie/ er weiß dass da jemand ist, der mitfühlende Empathie für ihre/seine Situation empfindet. Auf diese Weise könnte man schon das Leid der anderen wenigstens reduzieren.

  • Monikamarie
    Reaktionen
    7.149
    Punkte
    47.113
    Beiträge
    7.944
    Mitglied seit
    2. Oktober 2025
    Wohnort
    Hamburg
    Buddh. Richtung
    Theravada
    Geburtstag
    21. November 1948 (77)
    • 14. Februar 2016 um 15:03
    • #20

    Ich dreh das mal um.
    Wenn ich mich in "Schwierigkeiten" befand und jemand da war, der einfach nur zuhörte und "wohlwollend mitschwang", anstatt ständig dazwischen zu quatschen und scheinbare Lösungen anzubieten, ohne danach gefragt worden zu sein, dann tat das ungemein wohl und hat mich entspannt. Dann fühlte ich mich verstanden und gleichwertig geachtet und behandelt.
    Das ist für mich Mit-Gefühl. Das muss ich nicht erzeugen, dazu muss ich mich nur ein-lassen.
    _()_ Monika

  • Mai
    Gast
    • 14. Februar 2016 um 15:13
    • #21

    Die Voraussetzung für Mitgefühl ist sicherlich die Auseinandersetzung mit dem eigenen Selbst, seinen eigenen Schwächen, Ängsten und dem eigenen Leid. Das ist wohl der wichtigste Bestandteil.
    Und wer in der Lage ist, zumindest zeitweilig seinen eigenen Standpunkt, seine eigene Sichtweise zu vergessen und sich zu fragen, in welcher Situation sich der andere wohl befinden mag und wie sich das für ihn auswirkt oder anfühlen muss, kann Mitgefühl entwickeln. Das kann, z.B.: in Streitgesprächen dazu führen, dass man jedem Recht geben möchte weil man alle entgegengesetzten Argumente verstehen kann. Dann wird oft erst klar, wie sinnlos dieser Streit eigentlich ist. Das nimmt etwas Leid von den Streithähnen.
    Sonst sehe ich es genau wie Du, Sherab Yönten. Wenn man anderen mit Empathie und ohne vorgefasste Meinung entgegentritt kann man ihnen manchmal schon durch diese innere Haltung helfen. Dazu muss man gar nicht viel tun, manchmal reicht schon geneigtes zuhören.

  • Punk
    Reaktionen
    543
    Punkte
    4.563
    Beiträge
    783
    Mitglied seit
    25. April 2014
    • 16. Februar 2016 um 22:53
    • #22
    Fave:

    welche Techniken und Meditation wirken bei euch besonder gut, um Mitgefühl für den Alltag zu erzeugen?


    Da fragst nach Techniken und Meditationen um Mitgefühl für den Alltag zu erzeugen. Mitgefühl bedeutet die Fähigkeit so wie sein Gegenüber zu fühlen, Gefühle zu spiegeln.


    Leider ist es schwierig zu wissen wie sich Alltag wohl so fühlt, da man ihm nicht gegenüber steht. Zuerst müsste man sich deshalb vorstellen wie sich Alltag so fühlen könnte:

    - Wie würde ich mich fühlen, wenn ich Alltag wäre ? Womöglich wäre ich unzufrieden Alltag sein zu müssen. Viel lieber wäre ich nämlich Geburtstag.

    Also müsste ich in der Meditaion Mitgefühl für Alltag üben indem ich Neid auf Geburtstag entwickle oder Unzufriedenheit Alltag zu sein.

    Aber wozu ? Mit diesen Techniken würde ich ja nicht mit Alltag fühlen sondern lediglich mit mir selber in der Rolle als Alltag.

    Es fällt mir schwer solchen Trockenübungen etwas abzugewinnen und bin der Meinung diese führen zu nichts.
    Mitgefühl, d.h. die Fähigkeit entwickeln sich in andere Menschen hineinzuversetzen und zu fühlen was sie fühlen, übt man besser direkt in der Begegnung mit andern Menschen.

    Was in der "Meditation" erzeugt wird ist Schall und Rauch: Kopfkino.

    Meditation soll Ort des Rückzug, Ruhe, Selbst sein. Kein Zustand indem etwas erzeugt wird.

  • Stero
    Punkte
    14.655
    Beiträge
    2.889
    Mitglied seit
    18. Oktober 2015
    • 17. Februar 2016 um 00:25
    • #23
    Punk:
    Fave:

    welche Techniken und Meditation wirken bei euch besonder gut, um Mitgefühl für den Alltag zu erzeugen?


    Da fragst nach Techniken und Meditationen um Mitgefühl für den Alltag zu erzeugen. Mitgefühl bedeutet die Fähigkeit so wie sein Gegenüber zu fühlen, Gefühle zu spiegeln.


    Leider ist es schwierig zu wissen wie sich Alltag wohl so fühlt, da man ihm nicht gegenüber steht. Zuerst müsste man sich deshalb vorstellen wie sich Alltag so fühlen könnte:

    - Wie würde ich mich fühlen, wenn ich Alltag wäre ? Womöglich wäre ich unzufrieden Alltag sein zu müssen. Viel lieber wäre ich nämlich Geburtstag.

    Also müsste ich in der Meditaion Mitgefühl für Alltag üben indem ich Neid auf Geburtstag entwickle oder Unzufriedenheit Alltag zu sein.

    Aber wozu ? Mit diesen Techniken würde ich ja nicht mit Alltag fühlen sondern lediglich mit mir selber in der Rolle als Alltag.

    Es fällt mir schwer solchen Trockenübungen etwas abzugewinnen und bin der Meinung diese führen zu nichts.
    Mitgefühl, d.h. die Fähigkeit entwickeln sich in andere Menschen hineinzuversetzen und zu fühlen was sie fühlen, übt man besser direkt in der Begegnung mit andern Menschen.

    Was in der "Meditation" erzeugt wird ist Schall und Rauch: Kopfkino.

    Meditation soll Ort des Rückzug, Ruhe, Selbst sein. Kein Zustand indem etwas erzeugt wird.

    Alles anzeigen

    :lol:

    Punk,

    Deine Meinung ist ja recht und schön. Nur danach wurde gar nicht gefragt.

  • Monikamarie
    Reaktionen
    7.149
    Punkte
    47.113
    Beiträge
    7.944
    Mitglied seit
    2. Oktober 2025
    Wohnort
    Hamburg
    Buddh. Richtung
    Theravada
    Geburtstag
    21. November 1948 (77)
    • 17. Februar 2016 um 09:02
    • #24
    Punk:


    Was in der "Meditation" erzeugt wird ist Schall und Rauch: Kopfkino.

    Meditation soll Ort des Rückzug, Ruhe, Selbst sein. Kein Zustand indem etwas erzeugt wird.

    Hallo Punk,
    Du hast insofern Recht, als Mitgefühl bzw. überhaupt heilsame Gefühle vor allem im Umgang mit demjenigen oder was auch immer geschieht, das Schwierigkeiten hervorruft, entstehen lässt - so denn jemand dieses Ziel hat.

    Dennoch ist es wichtig, in der Meditation Einsicht in die eigene Gefühlswelt, die Motivation, die tieferen Schichten zu erhalten. Gerade dafür braucht es den Rückzug der Meditation.
    Es gibt auch Meditationen wie z.B. Satipatthana "Achtsamkeitsmeditation", in der ganz bewusst bestimmte Themen, u.a. die Vergänglichkeit des Körpers etc. reflektiert werden. Dann gibt es noch die Metta-Meditation, die speziell auf das Mit-Gefühl gerichtet ist.
    _()_ Monika

  • Punk
    Reaktionen
    543
    Punkte
    4.563
    Beiträge
    783
    Mitglied seit
    25. April 2014
    • 17. Februar 2016 um 10:05
    • #25
    Monikadie4.:

    Metta-Meditation, die speziell auf das Mit-Gefühl

    Da verwechselst du was:

    Metta= Liebende Güte = Kuschelgefühl
    Mit-Gefühl = Karuna = Empathie

Ausgabe №. 134: „Keine Angst vor der Angst"

  1. Impressum
  2. Datenschutzerklärung
  3. Nutzungsbedingungen
Community-Software: WoltLab Suite™ 6.1.16
Buddhaland Forum in der WSC-Connect App bei Google Play
Buddhaland Forum in der WSC-Connect App im App Store
Download