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  1. Buddhaland Forum
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Welche Art der Meditation praktizierte der Buddha ?

  • RolfGe
  • 12. Dezember 2015 um 11:54
  • Zum letzten Beitrag
  • RolfGe
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    • 12. Dezember 2015 um 11:54
    • #1

    Hallo miteinander

    P. Kapleau schreibt in seinem Buch „die 3 Pfeiler des Zen“ : Der Buddha hat durch Zazen die Erleuchtung erlangt.

    Anlässlich dieses Satzes entstand in mir die Frage, welche Infos/ Hinweise/ Quellen haben wir
    zum Thema, welche Art der Meditation/ des Praktizierens der Buddha angewandt hat ?

    Ich weiß das es Hinweise zur Achtsamkeitsmeditation und zu den Vertiefungen gibt, bin aber leider kein PK-Kenner.

    Lässt sich die obige Aussage (oder anderweitige ) belegen ?

    Würde mich über Hinweise freuen

    LG Rolf

  • mukti
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    • 12. Dezember 2015 um 12:18
    • #2

    Hallo,

    RolfGe:


    Ich weiß das es Hinweise zur Achtsamkeitsmeditation und zu den Vertiefungen gibt, bin aber leider kein PK-Kenner.

    Hier zum Beispiel Achtsamkeit: http://www.palikanon.com/digha/d22.htm
    Und Vertiefungen: http://www.palikanon.com/majjhima/zumwinkel/m111z.html

    Mit Metta, mukti.


  • keks
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    • 12. Dezember 2015 um 12:27
    • #3

    http://www.palikanon.com/majjhima/m119n.htm

    Bubu :clown::oops:

  • Nils
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    • 12. Dezember 2015 um 13:50
    • #4

    Buddha praktizierte Sitzen, Gehen und Gedankenarbeit. Er pflegte Gedanken der Liebe, des Friedens und der Weisheit. Er liess Gedanken der Unweisheit, Unruhe und der Anhaftung an sich vorbeiziehen. Das genügt. Probiere es aus. Das große Geheimnis ist es, alle diese Tätigkeiten im richtigen Moment, in der richtigen Dauer und auf die richtige Art zu machen. Das erspürst du in dir. Wenn du mit Weisheit, innerem Gespür und Ausdauer deinen Weg gehst, wirst du sicherlich ein Buddha werden.

  • sati-zen
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    • 12. Dezember 2015 um 19:19
    • #5

    Schau an, der engste Vertraute von Buddha ist auch hier im Forum, er hat die 2600 Jahre überlebt und spricht nun aus Erfahrung über diesen erleuchteten Menschen.
    Ich würde eher sagen jede buddhistische Tradition, schlimm genug, dass so viele notwendig sind und sie sich alle abgrenzen, behauptet, dass Buddha seiner Tradition nach meditierte, ist doch logisch.
    Ein Vertreter vom Zen-Buddhismus ist also überzeugt Buddha praktizierte Zazen, was soll er auch sonst glauben wenn er meint durch Zazen zur Erleuchtung zu kommen?
    So geht es jeder Tradition, jeder kocht sein eigenes Süppchen und glaubt seine Suppe ist die Beste und einzig richtige. Das ist menschlich und so war es immer schon überall.
    'Die drei Pfeiler des Zen' habe ich auch gelesen, eine sehr theoretische und wissenschaftliche Abhandlung über die vielen verschiedenen Traditionen alleine im Zen-Buddhismus.
    Mehr etwas für Fanatiker als für die Entwicklung der Lebenskunst im Alltag in unserem 'Jetzt'. Wer das Buch gelesen hat und noch tiefer mit dem Finger in die Wunden bohren möchte
    kommt dann wohl auf solche Fragen ob Buddha vor 2600 Jahren Zazaen praktizierte. Ist die Antwort 'ja' ist man als Zen-Buddhist fast selbst schon ein Buddha und bald angekommen.

  • accinca
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    • 12. Dezember 2015 um 19:34
    • #6
    Nils:

    Buddha praktizierte Sitzen, Gehen und Gedankenarbeit. Er pflegte Gedanken der Liebe, des Friedens und der Weisheit. Er liess Gedanken der Unweisheit, Unruhe und der Anhaftung an sich vorbeiziehen.


    Ein Buddha ist einer der keine Gedanken der Unweisheit, Unruhe und der Anhaftung hat oder vorbeiziehen läßt.
    Dann wäre es nämlich weder ein Buddha noch ein Arahat der nach dem Buddha dieses Ziel erlangt hätte.

  • blue_aprico
    Gast
    • 12. Dezember 2015 um 20:27
    • #7

    sati zen:

    Zitat

    Die drei Pfeiler des Zen' habe ich auch gelesen, eine sehr theoretische und wissenschaftliche Abhandlung über die vielen verschiedenen Traditionen alleine im Zen-Buddhismus.

    Das ist Unsinn. Beides.

    Zitat

    Mehr etwas für Fanatiker

    Ein wertvolles Buch ist das, gar nicht zu bezahlen nicht,
    aber stimmt, nichts für Lebenskünstler.

  • blue_aprico
    Gast
    • 12. Dezember 2015 um 20:54
    • #8

    rolf:

    Zitat

    Der Buddha hat durch Zazen die Erleuchtung erlangt.

    Ja. Klar. "Zazen: Sitzen in Zen - in geistiger Sammlung, in Versenkung" ( steht im Glossar ebd.) ;)

    Zitat

    welche Art der Meditation/ des Praktizierens der Buddha angewandt hat ?

    mit "hat angewandt" & "anwenden tun" ist das immer so ne Sache...

  • keks
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    • 12. Dezember 2015 um 21:18
    • #9
    sati-zen:


    Ein Vertreter vom Zen-Buddhismus ist also überzeugt Buddha praktizierte Zazen, was soll er auch sonst glauben

    Zumindest hüpfte er nicht im Kreis um einen Baum herum.

    Bubu :clown::oops:

  • sati-zen
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    • 12. Dezember 2015 um 21:23
    • #10

    Wenn die Kunst des Lebens von Lebenskünstlern praktiziert wird, eine gute Sache, Buddha hätte weise genickt als ein historischer Lebenskünstler.
    Genauso wie Zazen zur Kunst des Lebens gehört von einem Lebenskünstler praktiziert aber 'Die drei Pfeiler des Zen' ist etwas für Verbohrte und
    buddhistisch konservative Krümelkacker aber nichts für Lebenskünstler. Wenn keine Kritik möglich ist ohne Beleidigungen kann sich der
    Buddhismus in der Pfeife rauchen, da ist heutzutage sogar der Katholizismus aufgeschlossener. Aber man kann von kleingeistigen und engstirnigen
    Usern im Forum nicht auf den Buddhismus allgemein schließen, das wäre auch zu komisch.

  • nibbuti
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    • 12. Dezember 2015 um 21:42
    • #11
    RolfGe:


    P. Kapleau schreibt in seinem Buch „die 3 Pfeiler des Zen“ : Der Buddha hat durch Zazen die Erleuchtung erlangt.

    Anlässlich dieses Satzes entstand in mir die Frage, welche Infos/ Hinweise/ Quellen haben wir
    zum Thema, welche Art der Meditation/ des Praktizierens der Buddha angewandt hat ?

    Ich weiß das es Hinweise zur Achtsamkeitsmeditation und zu den Vertiefungen gibt, bin aber leider kein PK-Kenner.

    Lässt sich die obige Aussage (oder anderweitige ) belegen ?


    Hallo Rolf

    „Zazen" ist bekanntlich eine japanische Wortschöpfung

    aber das Folgende lässt sich belegen:

    Zitat

    "Ehrwürdiger Herr, der Erhabene hielt sich einmal im Land der Sakyer, bei Nagaraka, einer Stadt der Sakyer, auf. Dort, ehrwürdiger Herr, hörte und vernahm ich dies aus des Erhabenen eigenen Munde: ' Ānanda, ich verweile jetzt oft in Leerheit (sunnata).' Hörte ich jenes richtig, ehrwürdiger Herr, vernahm ich jenes richtig, paßte ich richtig auf, behielt ich jenes richtig im Gedächtnis?"

    "Sicherlich, Ānanda, du hörtest jenes richtig, vernahmst jenes richtig, paßtest richtig auf, behieltest jenes richtig im Gedächtnis. Wie früher, Ānanda, so verweile ich auch jetzt oft in Leerheit."

    Cūḷasuññata Sutta

    für alle 'anderen' gilt jedoch:

    Zitat


    „Ihr Bhikkhus, wenn die Achtsamkeit auf den (mit dem) Atem (anapanasati) entfaltet und geübt wird, ist sie von großer Frucht und großem Nutzen. Wenn die Achtsamkeit auf den Atem entfaltet und geübt wird, vervollkommnet sie die vier Grundlagen der Achtsamkeit. Wenn die vier Grundlagen der Achtsamkeit entfaltet und geübt werden, vervollkommnen sie die sieben Erleuchtungsglieder. Wenn die sieben Erleuchtungsglieder entfaltet und geübt werden, vervollkommnen sie wahres Wissen und Befreiung.“

    Ānāpānasati Sutta

    jeder der jemals Erleuchtung erlagte tut dies aber auf dem Edlen Achtfachen Weg / der Dreifachen Übung (Quelle gerade nicht zur Hand)

    Liebe Grüße

    nibbuti

    Trage nicht das Weltgetöse in die stille Einsamkeit
    Such den Wald, daß er Dich löse von der Krankheit unsrer Zeit.

  • RolfGe
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    • 12. Dezember 2015 um 22:37
    • #12

    Guten Abend miteinander

    Danke an mukti und Keks für die Links.
    Hallo Nils, lieb gesagt aber mir geht es tatsächlich gerade lediglich um die Art des Praktizierens in der Meditation selber.

    hallo sati-zen

    Zitat

    Schau an, der engste Vertraute von Buddha ist auch hier im Forum

    Ich habe nicht gefragt ob hier jemand die reine letzte Wahrheit kennt sondern nach „Infos / Hinweise/ Quellen…“.

    Zitat

    Ich würde eher sagen jede buddhistische Tradition, …, behauptet, dass Buddha seiner Tradition nach meditierte, ist doch logisch

    Na und sie werden dies sicherlich irgendwie zu untermauern/ belegen versuchen. Und danach frage ich .

    Was du über das Buch sagst kann ich nicht verifizieren da mir dazu das Fachwissen fehlt.

    Hallo blue apricot

    Zitat

    Ja. Klar. "Zazen: Sitzen in Zen - in geistiger Sammlung, in Versenkung"

    Ja, aber diese Formulierung („in geistiger Sammlung“) kann ja wieder jede Tradition für sich in Anspruch nehmen.
    Hilft mir dann nicht weiter.

    hallo nibbuti

    Zitat

    ich verweile jetzt oft in Leerheit (sunnata)

    Worauf verweist das in deinen Augen ?
    Lässt sich das nicht für alle Arten des Praktizierens formulieren (wenn sie auf einer sehr
    erfahrenen Ebene stattfindet)?


    Ich versuche nochmal den Hintergrund meiner Frage zu beschreiben.
    Den zitierten Satz habe ich schon des öfteren (sinngemäß, nicht unbedingt wörtlich)
    gehört oder gelesen.
    Jetzt frage ich mich, womit begründen diejenigen ( in dem Beispiel die Zen-Praktizierenden bzw. der Autor)
    diese Auffassung ?
    Mir ist das wichtig weil für mich die jeweiligen Methoden sich teils sehr unterschiedlich
    „anfühlen“. Also z.B. Zazen verglichen mit Shamata.
    (Ich meine damit das Erleben und das Anwenden der jeweiligen Praktik, das Vorgehen..).

    Beide haben Aspekte die mich sehr ansprechen, mein Erfahrungsschwerpunkt liegt auf Shamata.
    Ich habe aber das Gefühl, mich entscheiden zu müssen da ich meine Zeit/ Energie nicht aufteilen sondern fokussieren möchte.
    Da sitze ich innerlich ein wenig zwischen den Stühlen… :roll:

    LG Rolf

  • blue_aprico
    Gast
    • 13. Dezember 2015 um 00:01
    • #13

    rolf:

    Zitat

    Jetzt frage ich mich, womit begründen diejenigen ( in dem Beispiel die Zen-Praktizierenden bzw. der Autor)
    diese Auffassung ?

    Was sie als schlüssig - nachvollziehbar- ansehen und Vertrauen- ups- in die Vorgänger-Nachfolger.

    Zitat

    mein Erfahrungsschwerpunkt liegt auf Shamata.

    Is gut und dasselbe wie Zazen und Shine ( tibetisch )
    Zazen umfasst dann im Erweckungsfall.... alles weitere. Wird nur nicht so Wind drum gemacht um das Floß - im Zen. Wär auch töricht.

  • RolfGe
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    • 13. Dezember 2015 um 08:15
    • #14

    Moin und Danke für deine Nachricht .. :)

    Zitat

    drei übungsbiete sind im zazen enthalten.,wobei nicht unterschieden wird zwischen sati-patthana und zazen.

    Das finde ich sehr interessant, für meine Wahrnehmung sind sich sati-patthana und
    Zazen überaus ähnlich.

    Im Forum schriebst du :

    Zitat

    mein Erfahrungsschwerpunkt liegt auf Shamata.
    Is gut und dasselbe wie Zazen und Shine

    Und da hakt es bei mir etwas. Es fühlt sich für mich überhaupt nicht wie dasselbe an.
    Bei Shamata ist das Bemühen um Einspitzigkeit, den Geist zu konzentrieren , Störungen auszublenden.
    Beim Zazen bzw. bei Sati-Patthana ist der Focus viel weiter/ offener, nicht auf einem fixen Punkt sondern auf Wahrnehmungen
    und Abläufen..
    Störungen bzw die Außenwelt sind Teil / Abschnitt der Übung..

    (Immer vorausgesetzt das ich das richtig verstanden habe. Wie gesagt, meine Zen-Erfahrung ist deutlich geringer).

    Also für meine Wahrnehmung sind die Methoden verschieden was die innere Wahrnehmung und das Vorgehen des Geistes angeht. Und da liegt für mich der Knackpunkt
    den ich nicht geregelt kriege.

    Wenn die Übungen sehr ähnlich/ identisch wären, würde ich einfach fortfahren. Wenn sie sich aber so unterscheiden, müsste ich vorher entscheiden welche ich anwenden will.

    LG Rolf

  • accinca
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    • 13. Dezember 2015 um 08:36
    • #15
    RolfGe:


    Also für meine Wahrnehmung sind die Methoden verschieden was die innere Wahrnehmung und das Vorgehen des Geistes angeht. Und da liegt für mich der Knackpunkt den ich nicht geregelt kriege. LG Rolf


    Als Buddhist würde ich einfach erst einmal empfehlen alle japanischen Wörter wegzulassen. ;)

  • blue_aprico
    Gast
    • 13. Dezember 2015 um 10:18
    • #16
    Zitat

    Bei Shamata ist das Bemühen um Einspitzigkeit, den Geist zu konzentrieren , Störungen auszublenden.


    Wer sagt denn so wat ? ---- Von wem is n die Anleitung ? Doch nicht etwa von Accinca ! ;)

  • RolfGe
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    • 13. Dezember 2015 um 10:24
    • #17

    Hallo

    Zitat

    Wer sagt denn so wat ?

    meine Formulierung..

    LG Rolf

  • blue_aprico
    Gast
    • 13. Dezember 2015 um 10:33
    • #18
    RolfGe:


    meine Formulierung..

    LG Rolf


    Ja, :) Von welchem Lehrer, Buch oder so beeinflusst ?


    afk
    Blue_

  • RolfGe
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    • 13. Dezember 2015 um 10:49
    • #19

    Hallo

    blue_aprico:
    RolfGe:


    meine Formulierung..


    Ja, :) Von welchem Lehrer, Buch oder so beeinflusst ?
    Blue_

    Über lange Zeit durch eigene Erfahrung und von verschiedensten Büchern/ Lehrern beeinflusst.
    Könnte das gar nicht mehr auf eine spezifische Quelle zurückführen.

    Warum, würdest du dem widersprechen ?

    Lg Rolf

  • bel
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    • 13. Dezember 2015 um 10:50
    • #20
    sati-zen:

    Fanatiker, ... Verbohrte und buddhistisch konservative Krümelkacker ...... Wenn keine Kritik möglich ist ohne Beleidigungen kann sich der Buddhismus in der Pfeife rauchen, ......


    :lol: merk dir das mal, "Lebenskünstler".

  • bel
    Gast
    • 13. Dezember 2015 um 11:25
    • #21
    accinca:
    RolfGe:


    Also für meine Wahrnehmung sind die Methoden verschieden was die innere Wahrnehmung und das Vorgehen des Geistes angeht. Und da liegt für mich der Knackpunkt den ich nicht geregelt kriege. LG Rolf


    Als Buddhist würde ich einfach erst einmal empfehlen alle japanischen Wörter wegzulassen. ;)


    Nach dieser Logik auch alle deutschen Wörter :lol: ?

    Zazen (座禅) ist auch nicht Japanisch, sondern Chinesisch.
    座 wird allgemein als "Sitzen" übersetzt, es hat aber eine weitere Bedeutung, etwa im Sinne "unbewegt"
    禅 wird allgemein mit "Meditation" übersetzt, meint aber das gesamte 3 Pfadgebiet samādhi.
    Das ist aber nur ne wörtliche Übersetzung, keine vollständige Darstellung des Inhalts.
    Inhaltlich geht es hier darum, das Wesentliche aus M121 (Culasunnata Sutta) und M10 (Satipatthana Sutta) zu kristallisieren.

  • keks
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    • 13. Dezember 2015 um 11:35
    • #22
    accinca:
    RolfGe:


    Also für meine Wahrnehmung sind die Methoden verschieden was die innere Wahrnehmung und das Vorgehen des Geistes angeht. Und da liegt für mich der Knackpunkt den ich nicht geregelt kriege. LG Rolf


    Als Buddhist würde ich einfach erst einmal empfehlen alle japanischen Wörter wegzulassen. ;)

    Und schauen ob es ein ego-ding sein könnte :) Das eine Ding passt nicht so ganz, dann versucht das ichlein mal was anderes :)

    Bubu :clown::oops:

  • accinca
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    • 13. Dezember 2015 um 11:40
    • #23
    RolfGe:
    Zitat

    Ja, :) Von welchem Lehrer, Buch oder so beeinflusst ?
    Blue_

    Über lange Zeit durch eigene Erfahrung und von verschiedensten Büchern/ Lehrern beeinflusst.
    Könnte das gar nicht mehr auf eine spezifische Quelle zurückführen.
    Warum, würdest du dem widersprechen ?


    Gute Frage.
    Jedenfalls ist samatha eine Übung für Ruhe des Geistes.

  • nibbuti
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    • 13. Dezember 2015 um 12:05
    • #24
    RolfGe:

    hallo nibbuti

    Zitat

    ich verweile jetzt oft in Leerheit (sunnata)

    Worauf verweist das in deinen Augen ?

    M 121 & 122

    RolfGe:

    Lässt sich das nicht für alle Arten des Praktizierens formulieren (wenn sie auf einer sehr
    erfahrenen Ebene stattfindet)?


    ..wenn

    Zitat

    Somit betrachtet er es als leer von dem, was nicht vorhanden ist, was aber das Restliche anbelangt, so versteht er das, was gegenwärtig ist, folgendermaßen: 'Dies ist gegenwärtig.' Somit, Ānanda, ist auch dies sein echtes, unverzerrtes, reines Hinabsteigen in die Leerheit."

    Cūḷasuññata Sutta

    ☸

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  • Elliot
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    • 13. Dezember 2015 um 14:00
    • #25

    Genau:

    Zitat

    "Er versteht so: 'Was immer es an Störungen geben mag, die vom Sinnestrieb abhängen, jene sind hier nicht gegenwärtig; was immer es an Störungen geben mag, die vom Werdensstrieb abhängen, jene sind hier nicht gegenwärtig; was immer es an Störungen geben mag, die vom Unwissenheitstrieb abhängen, jene sind hier nicht gegenwärtig. Es ist nur dieses Ausmaß an Störung gegenwärtig, nämlich das mit den sechs Sinnesgrundlagen verbundene, die von diesem Körper abhängen und durch das Leben bedingt sind.' Er versteht: 'Dieses Feld der Wahrnehmung ist leer vom Sinnestrieb; dieses Feld der Wahrnehmung ist leer vom Werdenstrieb; dieses Feld der Wahrnehmung ist leer vom Unwissenheitstrieb. Es ist nur diese Nicht-Leerheit gegenwärtig, nämlich die mit den sechs Sinnesgrundlagen verbundene, die von diesem Körper abhängen und durch das Leben bedingt sind.' Somit betrachtet er es als leer von dem, was nicht vorhanden ist, was aber das Restliche anbelangt, so versteht er das, was gegenwärtig ist, folgendermaßen: 'Dies ist gegenwärtig.' Somit, Ānanda, ist auch dies sein echtes, unverzerrtes, reines Hinabsteigen in die Leerheit, vollendet und unübertrefflich [9]."

    (Majjhima Nikāya 121: Die kürzere Lehrrede über Leerheit - Cūḷasuññata Sutta)

    Zitat

    Lässt sich das nicht für alle Arten des Praktizierens formulieren (wenn sie auf einer sehr erfahrenen Ebene stattfindet)?


    Das Verweilen in Leerheit ist sicher etwas für Erfahrene:

    Zitat

    So habe ich gehört. Einmal hielt sich der Erhabene bei Rājagaha im Bambushain, dem Eichhörnchen-Park auf. Dann, als es Abend wurde, erhob sich der ehrwürdige Sāriputta aus der Meditation und ging zum Erhabenen. Nachdem er ihm gehuldigt hatte, setzte er sich seitlich nieder. Dann sagte der Erhabene zu ihm:

    "Sāriputta, deine Sinne sind klar, die Farbe deiner Haut ist rein und strahlend. In welchem Verweilungszustand verweilst du jetzt oft, Sāriputta?"

    "Ehrwürdiger Herr, ich verweile jetzt oft in Leerheit [1]."

    "Gut, gut, Sāriputta. In der Tat verweilst du jetzt oft im Verweilungszustand eines großen Mannes. Denn dies ist der Verweilungszustand eines großen Mannes, nämlich Leerheit."

    "Sāriputta, wenn ein Bhikkhu also wünschen sollte, 'Möge ich jetzt oft in Leerheit verweilen', dann sollte er erwägen: ' ... 'Ist der Edle Achtfache Pfad in mir entfaltet?' Falls er weiß, wenn er so reflektiert: 'Der Edle Achtfache Pfad ist nicht in mir entfaltet', dann sollte er sich anstrengen, jenen Edlen Achtfachen Pfad zu entfalten. Falls er aber weiß, wenn er so reflektiert: 'Der Edle Achtfache Pfad ist in mir entfaltet', dann kann er verzückt und froh verweilen, wobei er sich Tag und Nacht in heilsamen Zuständen übt."

    "Wiederum, Sāriputta, sollte ein Bhikkhu erwägen: 'Sind Ruhe und Einsicht in mir entfaltet?' Falls er weiß, wenn er so reflektiert: 'Ruhe und Einsicht sind nicht in mir entfaltet', dann sollte er sich anstrengen, Ruhe und Einsicht zu entfalten. Falls er aber weiß, wenn er so reflektiert: 'Ruhe und Einsicht sind in mir entfaltet', dann kann er verzückt und froh verweilen, wobei er sich Tag und Nacht in heilsamen Zuständen übt."

    "Wiederum, Sāriputta, sollte ein Bhikkhu erwägen: 'Sind wahres Wissen und Befreiung von mir verwirklicht worden?' Falls er weiß, wenn er so reflektiert: 'Wahres Wissen und Befreiung sind nicht von mir verwirklicht worden', dann sollte er sich anstrengen, wahres Wissen und Befreiung zu verwirklichen. Falls er aber weiß, wenn er so reflektiert: 'Wahres Wissen und Befreiung sind von mir verwirklicht worden', dann kann er verzückt und froh verweilen, wobei er sich Tag und Nacht in heilsamen Zuständen übt."

    (Majjhima Nikāya 151: Die Läuterung von Almosenspeise - Piṇḍapātapārisuddhi Sutta)

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    Denn nicht jedes Verweilen von Erfahrenen ist ein Verweilen in Leerheit:

    Zitat

    "... Nachdem er so diese fünf Hindernisse, diese Unvollkommenheiten des Herzens, die die Weisheit schwächen, überwunden hat, tritt er ganz abgeschieden von Sinnesvergnügen, abgeschieden von unheilsamen Geisteszuständen, in die erste Vertiefung ein, die von anfänglicher und anhaltender Hinwendung des Geistes begleitet ist, und verweilt darin, mit Verzückung und Glückseligkeit, die aus der Abgeschiedenheit entstanden sind. Mit der Stillung der anfänglichen und anhaltenden Hinwendung des Geistes (zum Meditationsobjekt) tritt er in die zweite Vertiefung ein, die innere Beruhigung und Einheit des Herzens enthält, ohne anfängliche und anhaltende Hinwendung des Geistes, und verweilt darin, mit Verzückung und Glückseligkeit, die aus der Konzentration entstanden sind. Mit dem Verblassen der Verzückung, in Gleichmut verweilend, achtsam und wissensklar, voll körperlich erlebter Glückseligkeit, tritt er in die dritte Vertiefung ein, von der die Edlen sagen: 'Glückselig verweilt derjenige, der voll Gleichmut und Achtsamkeit ist', und verweilt darin. Mit dem Überwinden von Glück und Schmerz und dem schon früheren Verschwinden von Freude und Trauer, tritt er in die vierte Vertiefung ein, die aufgrund von Gleichmut Weder-Schmerzhaftes-noch-Angenehmes und Reinheit der Achtsamkeit in sich hat, und verweilt darin."

    "Dies, Brahmane, ist meine Anweisung an jene Bhikkhus, die sich in der höheren Schulung befinden, deren Geist das Ziel noch nicht erreicht hat, die nach der höchsten Sicherheit vor dem Gefesseltsein trachten. Aber diese Dinge tragen sowohl zu einem angenehmen Verweilen hier und jetzt, als auch zu Achtsamkeit und Wissensklarheit bei, bei jenen Bhikkhus, die Arahants sind [2], mit vernichteten Trieben, die das heilige Leben gelebt haben, getan haben, was getan werden mußte, die Bürde abgelegt haben, das wahre Ziel erreicht haben, die Fesseln des Werdens zerstört haben und durch letztendliche Erkenntnis vollständig befreit sind."

    (Majjhima Nikāya 107: An Ganaka Moggallāna - Ganakamoggallāna Sutta)


    Viele Grüße
    Elliot

    Viele Grüße

    Elliot

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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