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  1. Buddhaland Forum
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Misstrauen gegenüber dem Lehrer

  • Mrs._Mahakala
  • 4. November 2015 um 23:39
  • Zum letzten Beitrag
  • SpringMode5708
    Gast
    • 6. November 2015 um 15:09
    • #26

    Hallo Losang Lamo,

    Losang Lamo:
    Mirco:

    Allerdings und au weia ^^:) !

    Warum verdrehst Du mein Zitat und löschst den Zusammenhang? Ist das Deine Art von Gesprächskultur? Und was Du genau ausdücken möchtest, hab ich nicht einmal verstanden. Gehen die Leute so mit Deinen Postings um, wenn Du was über Deinen Lehrer schreibst? :(


    Mir kam es so vor, als bezöge sich Dein "Der hier beispielhaft Dargestellte ist offensichtlich am Durchdrehen"
    auf das von Mrs. Mahakala geschilderte Verhalten, Schüler vor der Menge mit Worten runter zu Putzen und mit Gegenständen beschmeissen. Dem habe ich zugestimmt.

    Da hab ich anscheinend was durcheinander gebracht.

    Herzliche Grüße

  • Lux
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    • 6. November 2015 um 15:45
    • #27

    Die Wahrheit ist dem Menschen zumutbar – Ingeborg Bachmann

    @ Mrs. Mahala,

    Kritik darf sehr gerne geäußert werden. Du ersparst damit anderen ähnliche Erfahrungen. Fängt der erste Buchstabe des Herrn mit S. an?

  • Jojo
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    25. November 2013
    • 6. November 2015 um 17:10
    • #28
    Mrs._Mahakala:

    - Vorwürfe und persönliche Kritik, die er teilweise stundenlang vor allen Teilnehmern äußerte
    - Er lobte sich selbst und seine Qualitäten in extenso,
    - betonte seine Bekanntschaft mit diversen prominenten Persönlichkeiten
    - verlangte, dass eine Vielzahl von Getreuen buchstäblich sprungbereit um ihn herum war
    - um (...) in Sekundenschnelle jede Art von persönlichem Komfort anzudienen, vom Ausziehen der Socken bis zum Umlegen einer Decke(...)
    - Tiraden
    - Ganz offensichtlich arbeiteten die Schüler, die zu seinem engeren Umfeld gehörten, für ihn bis zum Umfallen.

    Alles anzeigen


    Um deine Einzelpunkte noch mal hervorzuheben.
    Für mich gibt´s da gar kein Überlegen.
    Mit den Mitgliedern einer solchen Sangha würde ich nicht mal mehr groß diskutieren wollen, sondern einfach wegbleiben.
    Maximal eine Mitteilung an jemanden, damit die wissen, warum du wegbleibst; aber keine Diskussionen.
    Das hat eine zu massive Dynamik, da hast du als Einzelperson sowieso keinen Einfluss, und wirst möglicherweise noch bequatscht, warum es besser wäre zu bleiben.

    Weiter unten erwähnst du auch eine Veranstaltung mit 500 Teilnehmern.
    Für mich ist das kein Lehrer, sondern ein Popstar.
    Das oben genannte Verhalten passt natürlich zu einem Popstar.

  • keks
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    • 6. November 2015 um 17:32
    • #29

    Klingt nach Sekte oder nach einem der gagga bzw. gestört ist, leider oft bei Religionen und Fanatikern der Fall :(

    Bubu :clown::oops:

  • Lirum Larum
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    Buddh. Richtung
    Ich protestiere gegen den mangelnden Respekt vor den unterschiedlichen Traditionen.
    • 6. November 2015 um 17:40
    • #30
    Mirco:

    Hallo Losang Lamo,
    Mir kam es so vor, als bezöge sich Dein "Der hier beispielhaft Dargestellte ist offensichtlich am Durchdrehen"
    auf das von Mrs. Mahakala geschilderte Verhalten, Schüler vor der Menge mit Worten runter zu Putzen und mit Gegenständen beschmeissen. Dem habe ich zugestimmt.

    Da hab ich anscheinend was durcheinander gebracht.

    Herzliche Grüße


    Sorry, dann hätt ich das wohl lieber per PN abmachen sollen.
    Du hast meine Sätze verdreht und den zweiten vor den ersten gestellt, was mir nach viel Arbeit aussah - und ich wähnte eine Sinnentstellung.
    Tut mir leid, bin sehr empfindlich, wenn ich falsch zitiert werde, weil ich in diesem Forum schon mannigfaltig schlechte Erfahrungen damit gemach hab.
    Mein Original lautete:

    Losang Lamo:


    Offensichtlich kennst Du keinen einzigen Vajrayana-Lehrer.
    Der hier beispielhaft Dargestellte ist offensichtlich am Durchdrehen. Es gibt jedoch eine Vielzahl ganz wunderbarer Vajrayana-Lehrer, die genau das Gegenteil sind.

    Und Du zitiertest:

    Losang Lamo:

    Offensichtlich kennst Du keinen einzigen Vajrayana-Lehrer. Es gibt jedoch eine Vielzahl ganz wunderbarer Vajrayana-Lehrer, die genau das Gegenteil sind. Der hier beispielhaft Dargestellte ist offensichtlich am Durchdrehen.

    Sieht nach meinem Fehler aus, daraus gleich einen Elefanten zu machen. :oops: Asche auf mein Haupt.

    :rainbow: Gute Wünsche für jede und jeden. :tee:


  • Mrs._Mahakala
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    4. November 2015
    • 6. November 2015 um 19:02
    • #31

    Vielen Dank noch einmal an alle.
    Ich möchte schon versuchen, das Thema im Sangha anzusprechen, auch wenn ich davon ausgehe, dass es nicht viel bewirken wird. Gerade für die "alten" Mitglieder hängt schließlich ein gut Teil ihrer Identität, vielleicht sogar ihrer Lebensleistung mit dem Engagement dort zusammen. Wenn ich mir z.B. vorstelle, ich hätte ein 3-Jahres-Retreat in der Organisation dieses Menschen verbracht, würde ich mein Bild von ihm vermutlich ungern aufgrund der Beobachtungen und des Gesprächsbedarfs einer Neuen in Frage stellen.

    @ no name: Ich geb' dir ein S.
    und blue_aprico bekommt kein G.

  • Thursday
    Gast
    • 6. November 2015 um 23:44
    • #32
    Mrs._Mahakala:


    Ich möchte schon versuchen, das Thema im Sangha anzusprechen, auch wenn ich davon ausgehe, dass es nicht viel bewirken wird.


    Was stellst du dir denn vor? Bist jetzt eine Weile da, hast dein erstes Retreat und kritisierst, d.h. du machst deutlich, dass das nicht deine Sache ist. Sie werden dich also gehen lassen. Daher kannst du dir diese Hype auch sparen.

    Zitat


    Gerade für die "alten" Mitglieder hängt schließlich ein gut Teil ihrer Identität, vielleicht sogar ihrer Lebensleistung mit dem Engagement dort zusammen. Wenn ich mir z.B. vorstelle, ich hätte ein 3-Jahres-Retreat in der Organisation dieses Menschen verbracht, würde ich mein Bild von ihm vermutlich ungern aufgrund der Beobachtungen und des Gesprächsbedarfs einer Neuen in Frage stellen.
    .

    Für ein 3-Jahres-Retreat musst du eine völlig andere Einstellung mitbringen und die hast du nicht. Daraus lässt sich doch einiges ableiten, was das Bild ausmacht, dass wir uns subjektiv über andere machen. Du suchst jetzt hier eine objektive Grundlage für deinen subjektiven Eindruck und hast dabei ein paar Highlights, die du hier heraus stellst. Ohne zu wissen, wer das ist, lässt sich nur dein subjektiver Eindruck bereden.
    Wenn du dann in der Sangha niemanden findest, der das bestätigt, dann bist du mit deiner Ansicht allein. Bestätigen können das aber nur die Leute, die bereits auf dem Absprung sind, also die Unentschlossenen.
    Hier im Forum kann nur darüber geschwätzt werden und du wirst, wie geschehen ein paar Ratschläge bekommen, die du dir selbst auch geben wirst. Entscheiden musst du aber und d.h. du musst dir eine neue Gruppe suchen.

  • Samten
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    • 7. November 2015 um 15:51
    • #33

    na,
    wenn das ganze ma nich nur ne "geschichte" is........

  • Serenity
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    • 8. November 2015 um 17:10
    • #34
    Mrs._Mahakala:

    Hallo zusammen, ich bin neu hier.
    Mit dem Buddhismus beschäftige ich mich seit rund 20 Jahren, mal mehr mal weniger. Erst vor ungefähr zwei Jahren habe ich mich einem Sangha angeschlossen, der sich auf einen Meister bezieht, der Autor eines Buches ist, das mich persönlich von Beginn an am meisten angesprochen hat, das ich bis heute ganz wunderbar finde und zu einer wichtigen Grundlage meines Verständnisses des Dharma geworden ist. Im zugehörigen Sangha fühlte ich mich, nachdem ich früher mehrere buddhistische Gruppen "ausprobiert" habe, wohl und gut aufgehoben. Ich finde, dass viele der Mitglieder hervorragende Arbeit leisten, um auch "Neuen" die Grundlagen des Buddhismus näher zu bringen.

    Kürzlich besuchte ich zum ersten Mal ein längeres Retreat mit dem erwähnten Meister. Ich hatte ihn vorher schon mehrmals "live" erlebt, jedoch allenfalls ein Wochenende lang. Ich kannte ihn als humorvoll, zuweilen auch frech und regelrecht provozierend, habe mich aber nie daran gestoßen, da ich einerseits davon ausging, dass dies einfach geschickte Mittel waren, um die Aufmerksamkeit seiner Zuschauer zu erregen und zu erhalten, andererseits auch großes Vertrauen in ihn hatte, das wohl vor allem darauf zurückging, dass er eben jenes Werk verfasst hat.

    Beim letzten Retreat erlebte ich ein Verhalten seinerseits, das ich als schockierend empfunden habe. Es blieb nicht bei ein paar frechen Bemerkungen. Vorwürfe und persönliche Kritik, die er teilweise stundenlang vor allen Teilnehmern äußerte, bezogen sich jeweils auf seine älteren Schüler und ganz konkrete Handlungen, die sie für ihn hatten ausführen sollen und bei denen ihnen seiner Meinung nach Fehler unterlaufen waren. Er lobte sich selbst und seine Qualitäten in extenso, betonte seine Bekanntschaft mit diversen prominenten Persönlichkeiten und verlangte, dass eine Vielzahl von Getreuen buchstäblich sprungbereit um ihn herum war, um nicht nur den gewünschten Ablauf der Veranstaltung sicherzustellen, sondern auch in Sekundenschnelle jede Art von persönlichem Komfort anzudienen, vom Ausziehen der Socken bis zum Umlegen einer Decke. Diese Tiraden unterblieben nur an einem Abend, der auch der Öffentlichkeit zugänglich war. Ganz offensichtlich arbeiteten die Schüler, die zu seinem engeren Umfeld gehörten, für ihn bis zum Umfallen.
    Ich konnte für mich nur den Schluss ziehen, dass ich jemanden mit einem irrsinnig aufgeblähten Ego und deutlichen Missbrauchstendenzen erlebt habe. Im Vorfeld war mir ein Artikel eines Nachrichtenmagazins bekannt, in dem von bestimmten Vorwürfen gegen diesen Meister die Rede war. Meine Haltung dazu war "Kann sein, kann nicht sein" - bekannte Persönlichkeiten stehen halt immer in der Schusslinie. Nach dem Retreat las ich in anderen Medien genauer nach, worauf sich die Anschuldigungen bezogen und fand Erlebnisberichte, die den Meister so schilderten, wie auch ich ihn wahrgenommen hatte - nur dass das fragliche Verhalten demnach außerhalb öffentlicher Veranstaltungen noch viel ausgeprägtere, in jeder Weise absolut inakzeptable Formen angenommen haben soll. Nach den Erlebnissen des Retreats gehe ich davon aus, dass die Vorwürfe alles andere als Hirngespinste sind.
    "Crazy Wisdom" mag unkonventionelle Methoden einschließen. Wenn ich akzeptieren soll, dass tägliche stundenlange Demütigungen eine Methode sind, die gewohnte Denkweise aufzubrechen und die Schüler zur inneren Befreiung zu führen, muss ich vorher meinen Verstand an der Tür abgeben. Eben das haben viele meiner Sanghabrüder und -schwestern offenbar getan.

    Ich bin sehr erschüttert nach diesen Erlebnissen und weiß nicht recht, wie ich weitermachen soll. Der Sangha, die Beschäftigung mit den Inhalten, die dort vermittelt werden, ist zu einem wichtigen Bestandteil meines Lebens geworden. Natürlich ist die Qualität des Buddhismus durch einen einzelnen Lehrer, der andere zu seinem persönlichen Vorteil missbraucht, nicht in Frage gestellt. Dennoch ist es für mich eine Erfahrung, die mir ein bisschen den Boden unter den Füßen wegzieht.
    Soll ich mich einem anderen Lehrer zuwenden? Wenn ja, welchem?
    Akzeptieren, dass Anhaftung an den Sangha die Ursache von Leiden ist und eine neue suchen, weil wohl keine Basis mehr da sein wird, nachdem mein Vertrauen in den Meister völlig zusammengebrochen ist?
    Es fällt mir schwer, das Gute, dass ich dennoch dort erfahren habe, nicht im Licht der neuen Erfahrungen zu sehen.
    Ich bin ganz schön ratlos.

    Alles anzeigen

    Nach deine Schilderung würde ich auf jeden Fall versuchen einen anderen Lehrer zu finden. Es muss sicherlich sehr schwierig und schmerzhaft sein, aber wenn dieses Verhalten tatsächlich zutrifft ist es sehr sehr sehr weit weg von dem Pfad, den ein weiser und verinnerlichter Meister mit seinen Schülern gehen sollte. Natürlich gibt es immer wieder sehr unkonventionelle Praktiken, um den Schülern zu einer schnelleren Erkenntnis zu verhelfen sollen, aber Selbstverherrlichung der eigenen Person und Demütigung der Schüler in welcher Art auch immer gehören mit Sicherheit absolut nicht dazu. Von daher würde ich mich so bald wie möglich auf die Suche nach einer neuen Sangha machen. Die Erinnerungen an die schönen und guten Erfahrungen, die du dort gesammelt hast bleiben ja weiterhin ein Teil deiner Herzens.

  • verrückter-narr
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    • 9. November 2015 um 08:37
    • #35

    Das unseriöse Verhalten der bezeichneten Person ist eigentlich schon seit Jahren in tibet-buddhistischen Kreisen bekannt und auch seine tibetischen "Kollegen" wissen dies nur allzu gut. Trotzdem unternehmen sie nichts dagegen, sondern tolerieren und unterstützen es sogar noch, selbst der scheinheilige Dalai Lama. Es gibt zum Thema auch einen Film, der leider nur im englisch-sprachigen Raum gezeigt wurde. Gibt man "abuse" und den Namen in eine Suchmaschine ein, so erhält man weitere Informationen über die "crazy wisdom" der Person.

  • Stero
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    • 9. November 2015 um 09:10
    • #36

    So lange wie ignorante Menschen für andere ignorante Menschen Projektionsflächen irrationaler Vorstellungen sind, so lange wird es solche Phänomene geben. Wenn Ignoranz auf Ignoranz trifft und die eine Ignoranz sich die andere Ignoranz zunutzte macht, welche Ignoranz sollte dann die gute Ignoranz und welche die schlechte sein? Der Teufelskreis wird doch nur durchbrochen, wenn entweder Ignoranz auf Einsicht trifft, d.h. wenn auf einer der beiden Seiten Einsicht vorhanden ist, oder wenn Einsicht auf beiden Seiten vorhanden ist.
    So lange wie einer glaubt, dass er wahrhaft etwas, das sich ein anderer wünscht, diesem anderen geben kann, so lange wird er dem anderen nichts geben, sondern ihm alles nehmen. Wenn aber einer einsieht, dass er wahrhaft gar nichts einem anderen geben kann, dann lässt er ihm alles, weil er ihm nichts zu geben hat.
    So lange wie einer glaubt, dass er wahrhaft etwas, das er sich wünscht, von einem anderem erhalten kann, so lange wird ihm alles fehlen, weil er nichts erhält. Wenn aber einer einsieht, dass er wahrhaft gar nichts von einem anderen erhalten kann, dann hat er alles, weil er nichts erwartet.

    ;)

  • accinca
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    • 9. November 2015 um 10:26
    • #37
    Stero:

    So lange wie einer glaubt, dass er wahrhaft etwas, das sich ein anderer wünscht, diesem anderen geben kann, so lange wird er dem anderen nichts geben, sondern ihm alles nehmen. Wenn aber einer einsieht, dass er wahrhaft gar nichts einem anderen geben kann, dann lässt er ihm alles, weil er ihm nichts zu geben hat.
    So lange wie einer glaubt, dass er wahrhaft etwas, das er sich wünscht, von einem anderem erhalten kann, so lange wird ihm alles fehlen, weil er nichts erhält. Wenn aber einer einsieht, dass er wahrhaft gar nichts von einem anderen erhalten kann, dann hat er alles, weil er nichts erwartet. ;)


    Wenn der Begriff "wahrhaft" schon einseitig vorbelegt ist, kann dabei auch nichts herauskommen.
    Anders wenn "Wahrheit" eine Information ist die wahr ist.

  • Stero
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    • 9. November 2015 um 10:47
    • #38
    accinca:

    Anders wenn "Wahrheit" eine Information ist die wahr ist.


    Ja, dieser sprachliche Ausdruck kann gut illustrieren, was die Narretei des Umganges mit Sprache ist: das für-wahr-Halten des (Bewußtseins-)Objektes (hier "Information" genannt) als die Zuschreibung von Wahrheit als dem vermeintlich bewußtseinsunabhängig existierenden Objekt innewohnend.

  • Thursday
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    • 9. November 2015 um 11:25
    • #39
    Stero:

    So lange wie ignorante Menschen für andere ignorante Menschen Projektionsflächen irrationaler Vorstellungen sind, so lange wird es solche Phänomene geben. Wenn Ignoranz auf Ignoranz trifft und die eine Ignoranz sich die andere Ignoranz zunutzte macht, welche Ignoranz sollte dann die gute Ignoranz und welche die schlechte sein? Der Teufelskreis wird doch nur durchbrochen, wenn entweder Ignoranz auf Einsicht trifft, d.h. wenn auf einer der beiden Seiten Einsicht vorhanden ist, oder wenn Einsicht auf beiden Seiten vorhanden ist.


    Das findet sich bereits bei Linji in seiner Darstellung der vier Begegnungsweisen zwischen Gast und Gastgeber -

    Linji im Kapitel 26 des Linji-Roku:.

    1. wissender Gastgeber und ignoranter Gast
    2. wissender Gastgeber und wissender Gast
    3. ignoranter Gastgeber und wissender Gast
    4. ignoranter Gastgeber und ignoranter Gast

    Geht man vom 4. Modell aus, in dem beide ignorant sind, sich aber sicher prächtig verstehen, dann sitzen sie eben beide in der Falle ihrer Einbildung. In diesem Fall spricht man auch von folie a deux.

    Zitat


    So lange wie einer glaubt, dass er wahrhaft etwas, das sich ein anderer wünscht, diesem anderen geben kann, so lange wird er dem anderen nichts geben, sondern ihm alles nehmen. Wenn aber einer einsieht, dass er wahrhaft gar nichts einem anderen geben kann, dann lässt er ihm alles, weil er ihm nichts zu geben hat.
    So lange wie einer glaubt, dass er wahrhaft etwas, das er sich wünscht, von einem anderem erhalten kann, so lange wird ihm alles fehlen, weil er nichts erhält. Wenn aber einer einsieht, dass er wahrhaft gar nichts von einem anderen erhalten kann, dann hat er alles, weil er nichts erwartet.


    So isses - daher macht es auch Sinn, dass man sich immer als ignoranter Gast betrachtet. Das macht die Dinge sehr einfach und entspricht auch dem Zen-Geist.

  • Samten
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    • 9. November 2015 um 11:45
    • #40
    verrückter-narr:

    Das unseriöse Verhalten der bezeichneten Person ist eigentlich schon seit Jahren in tibet-buddhistischen Kreisen bekannt und auch seine tibetischen "Kollegen" wissen dies nur allzu gut. Trotzdem unternehmen sie nichts dagegen, sondern tolerieren und unterstützen es sogar noch, selbst der scheinheilige Dalai Lama. Es gibt zum Thema auch einen Film, der leider nur im englisch-sprachigen Raum gezeigt wurde. Gibt man "abuse" und den Namen in eine Suchmaschine ein, so erhält man weitere Informationen über die "crazy wisdom" der Person.


    von wem is denn nu die Rede???

  • accinca
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    • 9. November 2015 um 11:56
    • #41
    Stero:
    accinca:

    Anders wenn "Wahrheit" eine Information ist die wahr ist.


    Ja, dieser sprachliche Ausdruck kann gut illustrieren, was die Narretei des Umganges mit Sprache ist:
    das für-wahr-Halten des (Bewußtseins-)Objektes (hier "Information" genannt) als die Zuschreibung von
    Wahrheit als dem vermeintlich Bewußtseinsunabhängig existierenden Objekt innewohnend.


    Ob die Beschreibung einer Sache tatsächlich wahr ist, hängt natürlich von der jeweiligen Sachkompetenz ab.

  • void
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    Buddh. Richtung
    Zen
    • 9. November 2015 um 11:58
    • Offizieller Beitrag
    • #42
    Thursday:

    Geht man vom 4. Modell aus, in dem beide ignorant sind, sich aber sicher prächtig verstehen, dann sitzen sie eben beide in der Falle ihrer Einbildung. In diesem Fall spricht man auch von folie a deux.

    Von ignoranten und nicht-ignoranten Leute auszugehen, betrachtet das Problem ja auf einer sehr individuellen Ebene. Und da besteht die Gefahr, dass man durch so eine Betrachtung nur zu einer Fülle an bedauerlichen Einzelfällen kommt.

    Aber ist es nicht so, dass bestimmte Strukturen in sich problematisch sind? Es ist ja so, dass manche Machtstrukturen dazu führen, das bestimmte Leute auf eine nicht-hinterfragbare Position geraten, während es in anderen Strukturen "Checks and balances" gibt, die das verhindern.

    Ich denke ein wenig an die römischen Cäsaren, wo ja wohl alleine die Tatsache , dass ein Mensch in eine Position absoluter Macht gerät, das Negativste in ihm zur Entfaltung brachte. Auch in Kriegen konnte man ja feststellen, dass es gerade die "ganz normalen Familienväter" waren, die sich sobald sie keine Konsequenzen zu fürchteten hatten, bestialisch wüteten. So habe ich das Gefühl, dass es Strukturen gibt, die Ignoranz begünstigen und das sind wohl genau die, die Ignoranz leugnen, oder?

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  • Thursday
    Gast
    • 9. November 2015 um 12:23
    • #43
    void:
    Thursday:

    Geht man vom 4. Modell aus, in dem beide ignorant sind, sich aber sicher prächtig verstehen, dann sitzen sie eben beide in der Falle ihrer Einbildung. In diesem Fall spricht man auch von folie a deux.

    Von ignoranten und nicht-ignoranten Leute auszugehen, betrachtet das Problem ja auf einer sehr individuellen Ebene. Und da besteht die Gefahr, dass man durch so eine Betrachtung nur zu einer Fülle an bedauerlichen Einzelfällen kommt.

    Wir reden hier ja nicht über Strukturen und entsprechenden Machtstrukturen. Der Wissende in dem Beispiel von Linji (Rinzai Gigen) ist derjeniger, der weiß, dass es Strukturen gibt und dass Täuschung bezüglich der eigenen Klarheit besteht. Und daher hat er ja auch den "Menschen ohne Rang" konzipiert, also darauf hingewiesen, dass auch der Robenträger "nackt" ist.
    Nun kommen aber solche, die was wollen, Erleuchtung, Befreiung, blablabla - und genau das ist ja die Ignoranz. Denken, man könnte etwas außerhalb von dem, was ist, erhalten. Das Leiden ist ja eine Vorstellung von der Wirklichkeit und da es nur falsche Vorstellungen davon geben kann, muss man Vorstellungen (Ansichten) fallen lassen, um Wahrheit zu erkennen. Und dann ist das auch wieder eine Täuschung, wenn man darüber nachdenkt. Das ist nämlich immer nur von Moment zu Moment. Schon im nächsten Moment sitzt du wieder in deinem Ansichten-Loch.

    Zitat


    Aber ist es nicht so, dass bestimmte Strukturen in sich problematisch sind? Es ist ja so, dass manche Machtstrukturen dazu führen, das bestimmte Leute auf eine nicht-hinterfragbare Position geraten, während es in anderen Strukturen "Checks and balances" gibt, die das verhindern.


    Da gibt es ja die Vergänglichkeit - natürlich kann man auf der politischen Ebene was machen - Demokratie ist besser als Diktatur - oder zeitliche Begrenzung von Pöstchen und das Rotationsprinzip ist auch nicht schlecht. Aber das Ego ist ja der eigentliche Diktator. Und den kannst du nicht so ohne weiteres absetzen. Du kannst es nur beschneiden, wie ein wucherndes Kraut.

    Zitat


    Ich denke ein wenig an die römischen Cäsaren, wo ja wohl alleine die Tatsache , dass ein Mensch in eine Position absoluter Macht gerät, das Negativste in ihm zur Entfaltung brachte. Auch in Kriegen konnte man ja feststellen, dass es gerade die "ganz normalen Familienväter" waren, die sich sobald sie keine Konsequenzen zu fürchteten hatten, bestialisch wüteten. So habe ich das Gefühl, dass es Strukturen gibt, die Ignoranz begünstigen und das sind wohl genau die, die Ignoranz leugnen, oder?


    Aber es gibt auch Beispiele, wie Augustus, die durchaus positive waren. Du musst nur immer davon ausgehen, dass Ignoranz (Unwissenheit) immer anwesend ist - in allem, in jeder Situation. Dann wird man etwas bescheiden.

  • Stero
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    • 9. November 2015 um 13:41
    • #44
    accinca:
    Stero:


    Ja, dieser sprachliche Ausdruck kann gut illustrieren, was die Narretei des Umganges mit Sprache ist:
    das für-wahr-Halten des (Bewußtseins-)Objektes (hier "Information" genannt) als die Zuschreibung von
    Wahrheit als dem vermeintlich Bewußtseinsunabhängig existierenden Objekt innewohnend.


    Ob die Beschreibung einer Sache tatsächlich wahr ist, hängt natürlich von der jeweiligen Sachkompetenz ab.


    Ich würde sagen, das hängt von der Begriffswahl ab, sowohl was die Beschreibung angeht als auch was die Verwendung oder Nicht-Verwendung des Begriffes "wahr" angeht. Da weder die Sache als solche noch die Beschreibung als solche wahr sein können, würde ich in diesem Kontext von "der Konvention nach (in-)korrekt oder (un-)gültig" sprechen. Aber Sprachkompetenz ist natürlich auch eine Sachkompetenz. ;)

  • Lux
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    • 9. November 2015 um 16:55
    • #45

    @ Mrs._Mahakala

    Wie hier bereits geäußert worden ist, wenn man den Herrn SR googelt und tiefer gräbt finden sich viele Kritikpunkte, insbesondere im englischsprachigen Bereich.

    Solltest Du eine qualifizierte Zweitmeinung hören wollen, setz Dich mit Tenzin Peljor in Verbindung. Ich würde diese Orga sofort verlassen. Ein Ansprechen in der Sangha halte ich für völlig sinnfrei. Seit etlicher Zeit lebt die Sangha mit unterschiedlichen Vorwürfen die im Raum stehen.

    Sollte es unbedingt die Nyingma Tradition sein, begib Dich auf die Suche nach einem guten Lehrer im deutschsprachigen Raum oder Europa.

  • keks
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    • 9. November 2015 um 17:21
    • #46
    Samten:

    na,
    wenn das ganze ma nich nur ne "geschichte" is........

    Alles ist Geschichte :) Dann wird versucht die Geschichte mit philosophischen Wortklaubereien zu erklären.

    Entweder der Apfelsaft schmeckt dann trinkt man ihn, oder er schmeckt nicht dann geht man wo anders hin, basta.

    Bubu :clown::oops:

  • accinca
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    • 9. November 2015 um 17:49
    • #47
    Stero:

    Da weder die Sache als solche noch die Beschreibung als solche wahr sein können,..


    Na, aber das soll wahr sein? - Wenn das mal wahr ist. ;)

  • Stero
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    • 9. November 2015 um 18:30
    • #48
    accinca:
    Stero:

    Da weder die Sache als solche noch die Beschreibung als solche wahr sein können,..


    Na, aber das soll wahr sein? - Wenn das mal wahr ist. ;)


    Die Idee als solche kann nicht wahr. Sie entsteht ja abhängig.
    Aber der sprachliche Ausdruck kann korrekt sein. Kann, weil die Korrektheit nirgendwo zu finden ist in, über, neben oder hinter den Buchstaben.

  • accinca
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    • 9. November 2015 um 21:56
    • #49
    Stero:

    Die Idee als solche kann nicht wahr. Sie entsteht ja abhängig.


    Also nach deiner eigenen Logik kann deine Idee (das eine Idee als solche nicht
    wahr sein könne) nicht wahr sein. - Ja warum schreibst du dann so ein Zeug hier? ;)

  • Stero
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    • 10. November 2015 um 08:43
    • #50
    accinca:
    Stero:

    Die Idee als solche kann nicht wahr. Sie entsteht ja abhängig.


    Also nach deiner eigenen Logik kann deine Idee (das eine Idee als solche nicht
    wahr sein könne) nicht wahr sein. - Ja warum schreibst du dann so ein Zeug hier? ;)


    Du solltest nicht so selektiv zitieren. Ich habe geschrieben:

    Stero:

    Die Idee als solche kann nicht wahr. Sie entsteht ja abhängig.
    Aber der sprachliche Ausdruck kann korrekt sein. Kann, weil die Korrektheit nirgendwo zu finden ist in, über, neben oder hinter den Buchstaben.


    Wenn dein Gehirn dir nichts synthetisieren kann, was für dich Sinn macht, nachdem deine Augen meine Zeichen gesehen haben, dann ist das so.
    Ich habe nur den sprachlichen Ausdruck und keinen Einfluss darauf, was du daraus machst iSv dein Gehirn daraus macht.
    Ich kann mit Bedacht meine Worte wählen und zu erläutern versuchen, warum ich sie so wähle wie ich sie wähle. Aber die Art der Inspiration, die meine Worte bei dir auslösen, die liegt jenseits meiner Einflussmöglichkeit.
    Aber genau das ist der Sinn von Kommunikation, warum ich also "so ein Zeug hier" schreibe. Inspiration ermöglichen ... ob im Guten oder im Schlechten. Die Ideen, die ich ausdrücke sind gut, aber ich kann keine Ideen übertragen mit Worten. Die Ideen müssen im Gehirn des Lesers erzeugt werden. :)

    Das Schöne an einem konsistenten philosophischen System ist, dass es ein Sprachsystem ist, in dem Begriffe konsistent verwendet werden. Wenn ich wahr nennen würde, was laut dem System nicht wahr sein kann, dann wäre das nicht konsistent. Ich könnte dir anbieten "verschleiernd wahr" oder "relativ wahr" oder "konventionell wahr", aber damit würde ich mich nicht so ausdrücken wie ich es für richtig halte. Warum andere von "wahr" reden, obwohl sie es besser wissen müssten, darüber habe ich andernortes bereits nachgedacht:

    Zitat

    **’verschleiernde Wahrheit’. Synonym: “relative Wahrheit”, “konventionelle Wahrheit”. Die Verwendung des Begriffes “Wahrheit” in der Prasangika Philosophie statt “Unwahrheit” oder “Falschheit” lässt sich eigentlich nur dadurch erklären, dass die Idee der zwei Wahrheiten aus philosophischen Traditionen stammt, die essentialistische Ansichten vertreten haben (sog. “Kleines Fahrzeug” des Buddhismus und Svatantrika-Madhyamaka) und unter Umständen aus Gründen der “Öffentlichkeitsarbeit”, d.h. um der aufzuklärenden Gemeinde nicht allzu kontra-intuitiv zu erscheinen und sie dadurch abzuschrecken oder sie in nihilistische Missverständnisse zu leiten. Denn diese Gemeinde würde ja wiederum “Unwahrheit” und “Falschheit” für wahr halten, als inhärent existent wahrnehmen, und könnte gar nicht unterscheiden zwischen “unwahr, aber konventionell korrekt bzw. gültig” aus der Perspektive eines geübten Subjektes und “unwahr und konventionell inkorrekt bzw. ungültig” aus der Perspektive eines geübten Subjektes. Insofern ist die Verwendung des Begriffes “Wahrheit” sicher didaktisch klüger.

    Außerdem bitte ich die Feinheit zu beachten, dass ich auf der einen Seite von der Idee spreche und auf der anderen Seite vom sprachlichen Ausdruck. Ein bedeutsamer Unterschied besteht zwischen beiden. Also sage ich "die Idee ist nicht wahr", aber "der sprachliche Ausruck ist korrekt" für mich und er kann korrekt sein für andere.

    3 Mal editiert, zuletzt von Stero (10. November 2015 um 09:05)

Ausgabe №. 136: „Liebe & Loslassen"

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