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  1. Buddhaland Forum
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Dunkelkammer Praxis?

  • Sanshin
  • 18. August 2015 um 21:31
  • Zum letzten Beitrag
1. offizieller Beitrag
  • Sanshin
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    • 18. August 2015 um 21:31
    • #1

    Hat darin schon jemand erfahrung?

    Soweit mir bekannt, ist das eine Uralte Praxis die noch auf den Schamanismus zurueckgeht, hab das mal in soeinem Naturselbstfndungsbuch gelesen, wird aber glaube ich auch im Buddhismus praktiziert.
    Zu welchen Resultaten kann man dadurch gelangen?

  • mukti
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    • 19. August 2015 um 09:37
    • #2

    Was ist das denn, in einer Kammer ohne Licht meditieren? Früher bin ich mal auf Experimente mit "sensorischer Deprivation" (Sinnesreizentzug) gestoßen, da gab es diese "Samadhitanks" - ein finsterer, schallisolierter Raum mit einem Becken voll Wasser, das genau Körpertemperatur hatte. Da hat man sich dann hineingelegt und ist irgendwie in der Schwebe geblieben (vielleicht durch Salz im Wasser). Dort konnten die Leute dann total abschalten, sich entspannen und irgendwelche Phänomene erleben. Hab' es aber nie ausprobiert.

    Mal kurz gegoogelt, das gibt es anscheinend noch: http://www.samadhitank.or.at/html/wozu.html

    Mit Metta, mukti.


  • Sôhei
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    • 19. August 2015 um 10:42
    • #3

    Im weiteren Sinne geht die Dunkelraum-Praxis bis auf steinzeitliche Höhlen-Initiationen zurück; dann auch Mysterienreligionen im antiken Griechenland.

    Aus buddhistischer Sicht ist das ganze m.W.n. v.a. primär im tibetischen Buddhismus verortet. Ein bisschen was dazu steht in einem Buch von Tenzin Wangyal Rinpoche, ich glaube es war "Übung der Nacht", gibt außerdem eins vom Mantak Chia, eins vom Holger Kalweit und glaube noch ein-zwei andere Titel.

    In Deutschland gibt bzw. gab es m.W.n. zwei Anbieter mit Dunkelräumen; Stephan Eckeberg in Berlin und Holger Kalweit im Schwarzwald.

  • void
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    Buddh. Richtung
    Zen
    • 19. August 2015 um 10:45
    • Offizieller Beitrag
    • #4

    Es wurde beobachtet, dass das Schliessen der Augen dazu führt, dass das Gehirn in einen leicht anderen Modus versetzt wird.

    Zuerst wollte ich das nicht glauben, aber als ich das mal bei vollkommener Dunkelheit ausprobiert habe, war ich verblüfft darüber, wie groß der Unterschied ist.

  • mukti
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    • 19. August 2015 um 11:08
    • #5
    Sôhei:

    Im weiteren Sinne geht die Dunkelraum-Praxis bis auf steinzeitliche Höhlen-Initiationen zurück; dann auch Mysterienreligionen im antiken Griechenland.

    Aus buddhistischer Sicht ist das ganze m.W.n. v.a. primär im tibetischen Buddhismus verortet.

    Aha, in dem Film "Samasara" holen sie am Anfang den Protagonisten aus so einer Höhlenkammer, der was da ein paarJahre drin. Im Film, aber wahrscheinlich wurde das in Tibet tatsächlich praktiziert.

    Mit Metta, mukti.


  • diamant
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    • 19. August 2015 um 18:09
    • #6

    Und wieder ist der Blinde der Dumme ...

  • Sôhei
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    • 19. August 2015 um 19:22
    • #7
    void:

    Es wurde beobachtet, dass das Schliessen der Augen dazu führt, dass das Gehirn in einen leicht anderen Modus versetzt wird.

    Zuerst wollte ich das nicht glauben, aber als ich das mal bei vollkommener Dunkelheit ausprobiert habe, war ich verblüfft darüber, wie groß der Unterschied ist.

    Wenn es um das Schließen der Augen geht - was hat das mit Dunkelheit (oder nicht) zu tun?

  • Andreas
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    • 19. August 2015 um 19:38
    • #8
    Prof. Dr. Abdul Nachtigaller:

    "Wissen ist Nacht!".


    Quelle

    Nix ist so bekloppt, dass es nicht irgendwer nachmachen würde.

    LG
    Andreas

  • Sanshin
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    • 19. August 2015 um 23:21
    • #9

    ist doch sicherlich ne gute Praxis wers extrem mag.
    Ich meine mal klargesehen, warum sitzen die Zen Leute vor ner Wand?
    Damit sich ihr Geist von Eindruecken, die das Gehirn verarbeiten muss langsam befreit.
    Taeglich nehmen wir Eindruecke auf die man verarbeitet.
    Wenn man vor ner Wand sitzt wird nicht viel aufgenommen in der Zeit. Also hat das Hirn zeit die Eindruecke langsam loszulassen..
    Das geht so lange bis alle Eindruecke raus sind, un die Gedankenluecke konstant ist. Erst dann erkennt man das blosse verweilen im Jetzt, reines Bewusstsein ohne ablenkung. Shikantaza. Wenn ich das so recht interpretiert habe. Ist zumindest meine Einsicht dazu.
    Gehen wir dann raus in die Welt nehmen wir wieder Eindruecke auf..
    So verzoegert sich der Klarwerdungsprozess und damit das Eintreten von Erleuchtung immer weiter hinnaus.
    Wuerden wir in eine Dunkelkammer gehen und dort meditieren, so muessten wir nichteinmal Licht aufnehmen und verarbeiten, keinerlei Optische reitze, waere es dazu noch stimm im Raum (was wohl meist auch der Fall in soeiner Dunkelkammer ist), dann braucht der Geist auch keine Klaenge verarbeiten.
    So treten vielleicht irgendwann hoechstens irgendwelche Visoellen oder Akustischen Halluzinationen auf die dann ebenso eine Art verarbeitung dastellen koennten. Doch am Ende wird wohl die reine Existenz wahrgenommen ohne Ablenkung, das wird wohl der Sinn dabei sein. Wohl recht gut die Methode.

  • Nils
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    • 19. August 2015 um 23:39
    • #10

    Im Mittelalter gab es im Christentum die Reklusen, die für lange Zeit oder den Rest ihres Leben in eine abgeschiedene Zelle eingemauert wurden. Ähnlich wie bei den tibetischen Buddhisten. Im Islam und bei Jesus gab es die 40 Tage Klausur. Nach einem Bericht brechen dabei oft Menschen zur Erleuchtung durch.

    Aus meiner Sicht ist es so, dass durch das Verhindern aller Sinnesreize die Energie nach innen geht und den Körper reinigt. Es kann inneres Glück und Erleuchtung entstehen. Aber oft muss man durch eine sehr schwere Phase hindurch, weil der Geist diese totale Abschottung für lange Zeit nur schwer ertragen kann. Manche Menschen werden dabei verrrückt. Das ist das Risiko dieser extremen Praxis.

    Ich lebe seit 27 Jahren in der Abgeschiedenheit. Es gab schwere Phasen, aber nach meinem Gefühl bin ich nicht verrückt geworden. Das mögen manchen anders sehen. Ich habe gelernt meine Energie nach innen zu wenden und dadurch den extremen Psychodruck zu überwinden. Inzwischen brauche ich keine extreme Abgeschiedenheit mehr. Ab einem gewissen Punkt der Ruhe wendet sich der Geist von alleine nach innen. Ich spüre ein ständiges Kreisen der Energie in mir. Ich befinde mich in einem ständigen Reinigungsprozess, einem inneren Wachstumsprozess.

  • kanshiketsu
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    • 20. August 2015 um 07:01
    • #11
    Nils:

    Im Mittelalter gab es im Christentum die Reklusen, die für lange Zeit oder den Rest ihres Leben in eine abgeschiedene Zelle eingemauert wurden. Ähnlich wie bei den tibetischen Buddhisten. Im Islam und bei Jesus gab es die 40 Tage Klausur. Nach einem Bericht brechen dabei oft Menschen zur Erleuchtung durch.

    Hat mit dem Thema "Dunkelkammer" wohl eher weniger zu tun......

    Die mittelalterlichen christlichen Reklusen/Inklusen hatten keine dunklen Zellen.
    In der Regel hatten deren Zellen zwei Fenster, eines mit Blick zum Altar der Klosterkirche, an der das Inklusorium angebaut war und ein zweites zur Versorgung und für Gespräche mit Ratsuchenden.

    Und Jesus begab sich 40 Tage lang fastend in die Wüste (Matthäus 4,2). Da war es aber allenfalls Nachts dunkel.....

    Das Tao ist nicht auf die Vereinigung mit den Menschen bedacht;
    wenn die Menschen auf nichts bedacht sind, vereinigen sie sich mit dem Tao.
    Yuanwu Keqin (1063 - 1135)

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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