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Ist es nicht paradox...

  • Verrückter
  • 1. Juli 2015 um 13:23
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1. offizieller Beitrag
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    • 1. Juli 2015 um 13:23
    • #1

    sich in Nicht-Anhaftung zu üben und gleichzeitig buddhistische Überlieferungen als heiligen Leitfaden zum Seelenfrieden zu studieren?

  • Buddhaghosa
    Gast
    • 1. Juli 2015 um 13:55
    • #2

    Nein, ist es nicht. Ist der Geister jedoch unrein, so mag es einem so erscheinen.

  • Noreply
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    • 1. Juli 2015 um 13:56
    • #3
    Verrückter:

    sich in Nicht-Anhaftung zu üben und gleichzeitig buddhistische Überlieferungen als heiligen Leitfaden zum Seelenfrieden zu studieren?

    Paradox entsteht nur durch Gedanken. Nicht anhaften an Regeln und Riten.

  • Verrückter
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    • 1. Juli 2015 um 14:06
    • #4

    Ist die Diskussion über einen unterschiedlich interpretierbaren Text ein effektiver Weg zur Wahrheitsfindung?

  • Monikamarie
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    • 1. Juli 2015 um 14:20
    • #5

    Nein, ist nicht paradox. Der Buddha benutzte den Begriff für die Lehre: Floß. Dieses Floß wird solange benutzt, bis das andere Ufer erreicht ist. Ist dieses erreicht, kann das Floß ver- bzw. losgelassen werden. Diese Form der Anhaftung ist notwendig. Ramana Maharshi benutzte das Gleichnis vom Dorn. Wenn Du einen Dorn im Fuß hast, benutzt Du einen zweiten, um diesen aus dem Fuß herauszuholen. Danach wirst Du beide Dornen fort.

    Diskussionen über die Texte halte ich für wichtig, denn nur so kann ich aus meiner möglicherweiser eigenen zugemauerten Meinung herauskommen, sie überdenken, reflektieren und eventuell durch Ausprobieren und daraus folgender Einsicht loslassen. Ich habe durch die Diskussionen, wenn ich mich denn wirklich auf sie einließ, viel erkannt und Illusionen verabschiedet.
    _()_ Monika

  • EinGedanke
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    • 1. Juli 2015 um 14:36
    • #6

    Wie willst du ohne Pfad zu einer Frucht kommen?

    Letztendlich musst du nicht an irgendwelchen diskutierbaren Texten hängen sondern deine eigene Erfahrung unter die Lupe nehmen.

    In dieser Lehre gibt es zentrale Punkte die nicht diskutierbar sind, sondern von allen anerkannt und in Folge der Tradition seit 2500 Jahren von Generation zu Generation weitergegeben werden.
    Man kann sie schon in Frage stellen, jedoch muss man sich mit der Thematik sehr genau auseinandersetzen. Denn ansonsten stellt man irgendwelche Schlussfolgerungen auf, die man selbst in keinster Weise
    überprüft hat oder man versteht die Lehre sogar komplett falsch.

    Ohne dieser Orientierung an der Lehre überlassen wir alles dem Zufall. Der Leitfaden schafft sich am Ende selbst ab, aber um an diesen Punkt zu kommen muss man eine sehr lange Strecke zurücklegen.
    Schließelich finden Anhaftungen auf sehr vielen Ebenen statt. Ist dein Geist in keinster Weise entwickelt wirst du nicht mal in die Nähe der subtileren Ebenen der Anhaftung kommen.
    Wie willst du deinen Geist entwickeln ohne dich an einem Leitfaden zu orientieren?

  • void
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    Buddh. Richtung
    Zen
    • 1. Juli 2015 um 15:19
    • Offizieller Beitrag
    • #7
    Verrückter:

    sich in Nicht-Anhaftung zu üben und gleichzeitig buddhistische Überlieferungen als heiligen Leitfaden zum Seelenfrieden zu studieren?

    Paradoxon ist meistens ein Zeichen dafür, dass man in seinem Denken verschiedene Ebenen miteinander vermischt.

    So könnte man sagen, dass wenn man mit dem Auto nach Westen fahren will man nicht nach Osten fahren darf.
    Was mich vor das Problem stellen würde, wie ich mein Auto aus der Garage rauskriege ohne die Rückwand einzureissen.

    Und so kann es auch sein, dass wenn ich irgendwo ohne ein Floss am Rücken ankommen will, ich deswegen auf dem Weg dazwischen trotzem eines benutzten darf.

  • keks
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    • 1. Juli 2015 um 18:15
    • #8
    EinGedanke:

    Wie willst du ohne Pfad zu einer Frucht kommen?

    Weil sich der Pfad selbst erschliesst, da Buddha kein Übermensch war kann somit jeder zum Buddha werden ohne Buddha zu kennen. Sonst wäre Buddha nicht Buddha geworden, er hatte anfangs keinen Pfad, er musste ihn suchen und so kann das auch jeder andere tun.

    Bubu :clown::oops:

  • Obladi Oblada
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    • 1. Juli 2015 um 18:53
    • #9
    keks:
    EinGedanke:

    Wie willst du ohne Pfad zu einer Frucht kommen?

    Weil sich der Pfad selbst erschliesst, da Buddha kein Übermensch war kann somit jeder zum Buddha werden ohne Buddha zu kennen. Sonst wäre Buddha nicht Buddha geworden, er hatte anfangs keinen Pfad, er musste ihn suchen und so kann das auch jeder andere tun.

    Wow! Jetzt bist du so oft vom Rad gefallen, mit dem Kopf irgendwo gegengeknallt, voller Blutergüsse und blauer Flecken - und dennoch ist das ein erfrischend weises Wort, wie schon lange nicht mehr in diesem Forum gelesen!

    Living is easy with Eyes closed

  • EinGedanke
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    • 1. Juli 2015 um 21:24
    • #10
    keks:
    EinGedanke:

    Wie willst du ohne Pfad zu einer Frucht kommen?

    Weil sich der Pfad selbst erschliesst, da Buddha kein Übermensch war kann somit jeder zum Buddha werden ohne Buddha zu kennen. Sonst wäre Buddha nicht Buddha geworden, er hatte anfangs keinen Pfad, er musste ihn suchen und so kann das auch jeder andere tun.

    Das mag in der Theorie ganz nett klingen, praktisch wäre es wohl eher nichts.
    Pratyeka Buddhas mag es geben. Jedoch wag ich zu behaupten, dass von allen "spirituell aktiven" Menschen mehr als 99% nicht zu dieser Kategorie gehören.
    Es gibt verschiedene Pfade zu denen man vielleicht durch die eigene Hingabe gelangen könnte, trotzdem unterscheidet sich der buddhistische in meinen Augen sehr von den anderen.
    Dementsprechend wäre für mehr als 99% aller spirituell Suchenden ohne Pfad ein wandeln im dunkeln vorprogrammiert, das eventuell kein Ende nimmt.

  • keks
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    • 1. Juli 2015 um 23:32
    • #11
    EinGedanke:


    Das mag in der Theorie ganz nett klingen, praktisch wäre es wohl eher nichts.

    Dann reisst man sich zusammen und zieht es konsequent durch.
    Wer das nicht alleine hinbekommt schaffts auch nicht mit Anleitung.
    Wenn man 300km fahren möchte oder Laufen, dann weiss man was man zu tun hat, dazu benötigt es keiner weiteren Hilfe ausser selbstständig regelmässig zu Laufen. Dann sind da eben Schmerzen, Widerstände und Krams, aber jeder weiss intuitiv, dass das auch wieder vergeht. Arschbacken zusammenkneifen und sein Ding durchziehen.

    Klar, das ist subtil mit Gedanken, Achtsamkeit und Konzentration, aber das kann sich jeder selbst ohne Anleitung beibringen. Wichtig ist wie überall die Regelmässigkeit beim üben, der Rest ergibt sich ohne einen Pfad.

    Bubu :clown::oops:

  • mukti
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    • 2. Juli 2015 um 00:28
    • #12
    keks:
    EinGedanke:


    Das mag in der Theorie ganz nett klingen, praktisch wäre es wohl eher nichts.

    Dann reisst man sich zusammen und zieht es konsequent durch.
    Wer das nicht alleine hinbekommt schaffts auch nicht mit Anleitung.

    Na dass sich da nur niemand überschätzt :o

    Mit Metta, mukti.


  • keks
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    • 2. Juli 2015 um 05:45
    • #13

    Besser als wenn jemand anderes daran rumfummelt :shock:

    Bubu :clown::oops:

  • mukti
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    • 2. Juli 2015 um 08:15
    • #14

    Gut das ist eine Einstellung, aber soweit dass man damit selber zum Buddha wird kann man es damit meiner Ansicht nach nicht bringen.

    Mit Metta, mukti.


  • keks
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    • 2. Juli 2015 um 08:27
    • #15

    Ich gehe von vornerein immer mal von unendlich vielen vorhergegangenen Leben aus, eventuell war ich mal bei Lehrern, eventuell hatte ich mal Kinder und war verheiratet, vielleicht auch zuviele Kinder da ich in diesem Leben keinen Bedarf auf neue verspüre. Dass ich Kinder hatte ist Spekulation, mit den Lehrern ebenso. Was keine ist ist mein Gefühl, dass ich das jetzt gerade nicht benötige. Eventuell täuscht mich dieses Gefühl auch, wie es oft der Fall ist, dennoch würde ich es als falsch deuten wenn ich nun urplötzlich zu einem Lehrer renne, da ich prinzipiell niemanden über mich stellen möchte. Und bei endlos vielen Leben war jeder mal bei Lehrern und Meistern, wozu dann das Spiel dauernd fortsetzen ?

    Bubu :clown::oops:

  • mukti
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    • 2. Juli 2015 um 08:37
    • #16
    keks:

    Und bei endlos vielen Leben war jeder mal bei Lehrern und Meistern, wozu dann das Spiel dauernd fortsetzen ?

    Solange es jemand gibt der besser drauf ist als man selber, kann man von ihm lernen.

    Mit Metta, mukti.


  • Jinen
    Gast
    • 2. Juli 2015 um 08:48
    • #17

    Um von hier nach hier zu kommen, braucht man schon ein gutes Floß, einen guten Fährmann und einen Buddha-Navi (mit freier Sprachenauswahl: Pali oder Sanskrit).

    :roll:

  • Verrückter
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    • 2. Juli 2015 um 13:35
    • #18
    mukti:

    Solange es jemand gibt der besser drauf ist als man selber, kann man von ihm lernen.

    Am meisten kann man von denjenigen lernen, die man überhaupt nicht versteht und überhaupt nicht leiden kann :grinsen:

  • mukti
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    • 2. Juli 2015 um 19:53
    • #19
    Verrückter:


    Am meisten kann man von denjenigen lernen, die man überhaupt nicht versteht und überhaupt nicht leiden kann :grinsen:

    Darunter gibt es einige, von denen man immerhin lernen kann, wie man es nicht machen soll....

    Mit Metta, mukti.


  • Verrückter
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    • 2. Juli 2015 um 20:42
    • #20
    mukti:
    Verrückter:


    Am meisten kann man von denjenigen lernen, die man überhaupt nicht versteht und überhaupt nicht leiden kann :grinsen:

    Darunter gibt es einige, von denen man immerhin lernen kann, wie man es nicht machen soll....

    Das wohl auch, aber ich meinte eher, dass man durch so jemanden etwas über die eigenen Charakterschwächen lernen kann.

  • keks
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    • 3. Juli 2015 um 02:14
    • #21
    mukti:


    Solange es jemand gibt der besser drauf ist als man selber, kann man von ihm lernen.

    Sobald es anfängt von besser und schlechter zu reden ist die Achtsamkeit dahin und es steckt wieder voll im dualistischen Denken mit allem Schmerz der dazugehört.

    Bubu :clown::oops:

  • Tashili
    Gast
    • 3. Juli 2015 um 06:19
    • #22
    keks:
    EinGedanke:


    Das mag in der Theorie ganz nett klingen, praktisch wäre es wohl eher nichts.

    Dann reisst man sich zusammen und zieht es konsequent durch.
    Wer das nicht alleine hinbekommt schaffts auch nicht mit Anleitung.
    Wenn man 300km fahren möchte oder Laufen, dann weiss man was man zu tun hat, dazu benötigt es keiner weiterenHilfe ausser selbstständig regelmässig zu Laufen. Dann sind da eben Schmerzen, Widerstände und Krams, aber jeder weiss intuitiv, dass das auch wieder vergeht. Arschbacken zusammenkneifen und sein Ding durchziehen.

    Klar, das ist subtil mit Gedanken, Achtsamkeit und Konzentration, aber das kann sich jeder selbst ohne Anleitung beibringen. Wichtig ist wie überall die Regelmässigkeit beim üben, der Rest ergibt sich ohne einen Pfad.

    Woher weiß Keks denn, was er wie durchziehen muss? Was er zu tun hat? Was macht Keks hier im Forum? Wenn der Pfad sich komplettselbst erschließt, braucht Keks ja nie nix von Buddha, Buddhismus und Buddhisten zu hören und gehört zu haben.

    Das stimmt ja auch - irgendwie. Aber mir erleichterte es die Suche ungemein, dass es Dharma bei uns gibt.
    Dir nicht?

  • keks
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    • 3. Juli 2015 um 07:35
    • #23

    Ohne einen anfänglichen noch völlig unbekannten Pfad hätte Keks nie und nimmer zum Buddhismus finden können, es muss zumindest ein Schild an einer Kreuzung gestanden haben und Keks wählte dann den zu den Buddhis im Buddhaland. Es muss also, nennen wir es einen Impuls, in die Richtung gewesen sein der ganz ohne Buddhismus auskam. Somit sind es Impulse die einem den Weg weisen und was man wie durchziehen muss, es kann somit nicht ein Pfad sein der sagt wie und wo man lang gehen muss.

    Bubu :clown::oops:

  • Tashili
    Gast
    • 3. Juli 2015 um 07:49
    • #24

    Wenn du es so siehst ...:)

  • Sôhei
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    • 3. Juli 2015 um 08:44
    • #25

    Solange einen bei seinem Tun und Denken irgendwelche nebulösen Vorstellungen und Konzepte wie Buddha, Nirwana, Erleuchtung etc. entweder im Kopf rumschwirren oder unbewusst antreiben, liegt man sowieso in schweren Ketten.
    Keiner weiß wie der Mensch Buddha tatsächlich war, was ihn angetrieben hat, was er zwischen seinen Lehrreden gefühlt und gedacht hat, wie zufrieden und glücklich er wirklich war etc.
    "Der Buddhismus" ist ein etablierte Mischung aus Tradition und Wunschdenken, hat zweifellos viel Gutes bewirkt und vielen geholfen. Der alleinseligmachende (oder zur "Befreiung" führende) Weg, der alle Fragen beantworten könnte und in sich völlig widerspruchsfrei, ist er ganz sicher nicht.
    Meiner Meinung und Erfahrung nach.

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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