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Achtsam denken, funktioniert das wirklich?

  • sascha_108
  • 1. März 2015 um 14:57
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  • sascha_108
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    • 10. März 2015 um 22:09
    • #26

    Nicht immer. Ich bestreite Lebensunterhalt mit "Denken". Genau deswegen suche ich ja nach einer Möglichkeit dabei achtsam zu bleiben.

  • itssead
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    • 15. März 2015 um 17:09
    • #27

    Geht es eigentlich nur mir so, dass ich durch meine scheinbare Achtsamkeit erkenne was für ein durch und durch trieb gesteuertes Wesen ich bin. Ich sitze immer öfter einfach nur da und beobachte meine Gedanken und Handlungsimpulse - mein Ego sorgt sich schon um mich, so kennt es mich garnicht - es gibt nichts zu tun :D

  • mukti
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    • 15. März 2015 um 17:37
    • #28

    Geht mir ganz ähnlich.

    Mit Metta, mukti.


  • Karma Pema
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    • 15. März 2015 um 17:58
    • #29

    Namaste

    Zitat


    Hallo Karma Pema,
    die Mittel eines Buddha dienen dazu in Zeiten des Leids einen Ausweg daraus zu finden.
    Ohne zuvor geübt zu haben, werden wir diesen Ausweg aber nicht in Zeiten des Leids finden.
    Du schreibst zwar "kann" zu Verwirrung führen ..., Tatsache ist aber, dass wir etwas nur dann verinnerlichen und verstehen können, wenn wir sozusagen im "Trockenkurs die Muskeln" stärken, bevor wir sie brauchen. Ohne trainierte Bein-Muskeln z.B. können wir in Krisensituationen auch nicht schnell genug laufen.
    Das Üben der Achtsamkeit betrachte ich daher genau so wie das körperliche Training, deshalb ist es auch von meinem Alltag nicht getrennt. Wenn ich abwasch, wasche ich ab, wenn ich esse, esse ich usw.
    _()_
    Monikadie4.

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    Und wenn du streitest, streitest du ? :doubt:

  • mukti
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    • 15. März 2015 um 18:10
    • #30

    Es gibt ja sammā-sati und miccha-sati, rechte und falsche Achtsamkeit. Z.B. ein Dieb ist auch achtsam, aber auf unrechte Weise. Wäre er es in rechter Weise, dann könnte er kein Dieb sein.

    Mit Metta, mukti.


  • Monikamarie
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    • 15. März 2015 um 19:43
    • #31
    itssead:

    Geht es eigentlich nur mir so, dass ich durch meine scheinbare Achtsamkeit erkenne was für ein durch und durch trieb gesteuertes Wesen ich bin. Ich sitze immer öfter einfach nur da und beobachte meine Gedanken und Handlungsimpulse - mein Ego sorgt sich schon um mich, so kennt es mich garnicht - es gibt nichts zu tun :D

    Geht mir auch so.

  • Monikamarie
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    • 15. März 2015 um 19:47
    • #32
    Karma Pema:

    Namaste

    Zitat


    Hallo Karma Pema,
    die Mittel eines Buddha dienen dazu in Zeiten des Leids einen Ausweg daraus zu finden.
    Ohne zuvor geübt zu haben, werden wir diesen Ausweg aber nicht in Zeiten des Leids finden.
    Du schreibst zwar "kann" zu Verwirrung führen ..., Tatsache ist aber, dass wir etwas nur dann verinnerlichen und verstehen können, wenn wir sozusagen im "Trockenkurs die Muskeln" stärken, bevor wir sie brauchen. Ohne trainierte Bein-Muskeln z.B. können wir in Krisensituationen auch nicht schnell genug laufen.
    Das Üben der Achtsamkeit betrachte ich daher genau so wie das körperliche Training, deshalb ist es auch von meinem Alltag nicht getrennt. Wenn ich abwasch, wasche ich ab, wenn ich esse, esse ich usw.
    _()_
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    Und wenn du streitest, streitest du ? :doubt:

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    Ich weiß nicht, was Dich zu dieser Frage veranlasst, aber achtsam denken bedeutet für mich, zu sehen, was da abläuft und unheilsames Denken und Handeln zu verhindern. Die Beispiele beschreiben doch ganz deutlich um welche durchaus wichtigen Tätigkeiten es sich hierbei noch handelt, oder?
    Ist Dein Namaste echt oder scheinheilig? Und wozu die - aus meiner Sicht - missverständliche Figur am Ende?

  • OlliP
    Gast
    • 15. März 2015 um 22:01
    • #33

    Ich kann mich gut an einen Klassenkollegen erinnern, neben dem ich oft gesessen bin. Er sagte manchmal zu mir: "Oliver, nicht immer so viel studieren!". Er meinte damit, dass ich beim Lösen von Mathematik-Aufgaben nicht so viel grübeln soll. Er hatte damit auch völlig recht. Bei mir ging nämlich manchmal das Kopfkino los:"Au weia, eine schwierige Mathe-Aufgabe jetzt. Bei der letzten schwierigen hatte ich auch schon Probleme.". Und und und ...

    Achtsam denken bedeutet für mich in diesem Zusammenhang zu den eigenen Gedankengängen Abstand behalten und sich von Angst/Stress nicht vereinnehmen zu lassen. Einfach eine Sache in Ruhe betrachten ohne Kopfkino. Sich selbst von außen beobachten und so auch Angst/Stress beobachten. In der Sache selbst aber unbeeindruckt denken. Meine Kollege hat das Studium damals an der TU in Mimimalzeit geschafft mit sehr guten Noten. Ich glaube solche Talente haben eine natürliche Fähigkeit zu achtsamen Denken, das sie nicht so schwer erarbeiten müssen wie die normal Begabten.

  • Monikamarie
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    • 16. März 2015 um 08:54
    • #34
    OlliP:


    Meine Kollege hat das Studium damals an der TU in Mimimalzeit geschafft mit sehr guten Noten. Ich glaube solche Talente haben eine natürliche Fähigkeit zu achtsamen Denken, das sie nicht so schwer erarbeiten müssen wie die normal Begabten.

    Das glaube ich nicht unbedingt. In der Volksschule war ich solange eine mittelmäßige Schülerin bis bestimmte Kinder diese verließen, um aufs Gymnasium zu gehen. Auf einmal - das erste Mal in meinem Leben nahm ich das wahr - schien es, als öffnete sich mein Kopf. Und der damalige, sehr strenge Mathelehrer fragte, wieso ich nicht aufs Gymnasium gewechselt habe. Ich hatte Angst.

    Später habe ich festgestellt, dass es auch auf andere Bereiche zutrifft, z.B. Sport. Ich war eine gute Sportlerin, aber den Sprung über den Längskasten schaffte ich nicht. Irgendwann im Sportverein erkannte ich, dass ich während des Anlaufens zum Kasten bereits überlege und geistig bremse. Und plötzlich irgendwann konnte ich mein Gehirn "ausschalten" und kam rüber.

    Beides sind Stationen in meinem Leben, die mir gezeigt haben, worum es geht. Heute nennt sich das Mentaltraining.

    _()_ Monika

  • Karma Pema
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    • 16. März 2015 um 19:48
    • #35

    Namaste

    Zitat

    Ich weiß nicht, was Dich zu dieser Frage veranlasst, aber achtsam denken bedeutet für mich, zu sehen, was da abläuft und unheilsames Denken und Handeln zu verhindern. Die Beispiele beschreiben doch ganz deutlich um welche durchaus wichtigen Tätigkeiten es sich hierbei noch handelt, oder?
    Ist Dein Namaste echt oder scheinheilig? Und wozu die - aus meiner Sicht - missverständliche Figur am Ende?


    zu sehen was da abläuft ist noch nicht achtsam Denken, es ist der Anfang von achsamem Denken.
    Zu Analysiesen ob es heilsam ist und mit den 10 heilsamen Taten im Einklang ist, ist für mich Achtsamkeit.
    Du kannst auch gaaaaanz achtsam, gaaaanz großen Mist machen.

    Und in deinem ersten Text, war dies nun mal nicht zu finden, daher habe ich das geschrieben :)
    Sonst nichts.


    Alles Liebe,
    Karma Pema

  • Noreply
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    • 16. März 2015 um 20:28
    • #36
    Karma Pema:

    Namaste

    Zitat

    Ich weiß nicht, was Dich zu dieser Frage veranlasst, aber achtsam denken bedeutet für mich, zu sehen, was da abläuft und unheilsames Denken und Handeln zu verhindern. Die Beispiele beschreiben doch ganz deutlich um welche durchaus wichtigen Tätigkeiten es sich hierbei noch handelt, oder?
    Ist Dein Namaste echt oder scheinheilig? Und wozu die - aus meiner Sicht - missverständliche Figur am Ende?


    zu sehen was da abläuft ist noch nicht achtsam Denken, es ist der Anfang von achsamem Denken.
    Zu Analysiesen ob es heilsam ist und mit den 10 heilsamen Taten im Einklang ist, ist für mich Achtsamkeit.
    Du kannst auch gaaaaanz achtsam, gaaaanz großen Mist machen.

    Und in deinem ersten Text, war dies nun mal nicht zu finden, daher habe ich das geschrieben :)
    Sonst nichts.


    Alles Liebe,
    Karma Pema

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    Handelst Du eigentlich noch oder geht das Handeln nicht mehr bei dem ganzen Analysieren? Was Du Achtsamkeit nennst ist denken der Gedanken über Gestaltungen der Gedanken. Hirngespinste. Ja ich nehme Partei für Monika!

  • Monikamarie
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    • 17. März 2015 um 08:37
    • #37
    Karma Pema:


    zu sehen was da abläuft ist noch nicht achtsam Denken, es ist der Anfang von achsamem Denken.
    Zu Analysiesen ob es heilsam ist und mit den 10 heilsamen Taten im Einklang ist, ist für mich Achtsamkeit.
    Du kannst auch gaaaaanz achtsam, gaaaanz großen Mist machen.

    Hallo Karma Pema,
    es ist sicher einfach zu viel verlangt, einen User, der sich jahrelang hier äußert in seiner Ganzheit wahrzunehmen. Dennoch betrübt es mich immer wieder - wenn auch nur noch gering :) -, dass immer und immer wieder bewiesen werden muss, dass es so oder so nicht gemeint ist, nicht gemeint sein kann, nicht gemeint sein soll. Im Zweifel hilft Hinterfragen, aber nicht auf hinterfurzige Art.

    Aber vielleicht liest Du zu selten hier und schon gar nicht im Zusammenhang. Das wäre ja auch wiederum eine egoische Wunschvorstellung meinerseits. Ich gebe mir allerdings Mühe achtsam hinzuschauen und zu reflektieren, wie der User den Beitrag wohl gemeint haben könnte. Da hilft z.B. auch die Veränderung der Betonung oder das Lesen älterer Beiträge.
    Aber wie gesagt, das ist sicher zu viel Erwartung an User im Internet. Ich habe ja auch sehr viel Zeit.

    Nur für mich ist das konzentrierte Lesen und Be-Äugen bereits das Achtsamkeit.
    Und diese korrigiert auch eigenes Fehldenken, Fehlverhalten, Fehlschreiben, Fehlverstehen.
    _()_ Monika

  • Monikamarie
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    • 17. März 2015 um 08:43
    • #38
    Karma Pema:

    Namaste

    Zitat


    Hallo Karma Pema,
    die Mittel eines Buddha dienen dazu in Zeiten des Leids einen Ausweg daraus zu finden.
    Ohne zuvor geübt zu haben, werden wir diesen Ausweg aber nicht in Zeiten des Leids finden.
    Du schreibst zwar "kann" zu Verwirrung führen ..., Tatsache ist aber, dass wir etwas nur dann verinnerlichen und verstehen können, wenn wir sozusagen im "Trockenkurs die Muskeln" stärken, bevor wir sie brauchen. Ohne trainierte Bein-Muskeln z.B. können wir in Krisensituationen auch nicht schnell genug laufen.
    Das Üben der Achtsamkeit betrachte ich daher genau so wie das körperliche Training, deshalb ist es auch von meinem Alltag nicht getrennt. Wenn ich abwasch, wasche ich ab, wenn ich esse, esse ich usw.
    _()_
    Monikadie4.

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    Und wenn du streitest, streitest du ? :doubt:

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    Um noch einmal auf den entsprechenden Beitrag zurückzukommen. "Wenn ich abwasch, wasche ich ab usw." stammt aus dem Zen, genauer gesagt habe ich das von thich nhat hanh gehört und gelesen, aber auch aus dem Buch "Anfängergeist". Es kann also niemals bedeuten, "wenn du streitest, streitest du".

    _()_ Monika

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    • 18. März 2015 um 15:25
    • #39

    Namaste

    Zitat

    Handelst Du eigentlich noch oder geht das Handeln nicht mehr bei dem ganzen Analysieren?

    Zum einen ist Denken und Analysieren für mich schon eine Tat.
    Denn wenn ich jeden Tag böse Gedanken habe, äußert sich das in meiner Haltung, in meiner Art zu Reden und meiner Motivation.
    Aber das Handeln zu unterbinden ist wohl genauso schwer, wie die Zunge daran zu hindern zu Zucken :)


    Gute Wünsche,
    Karma Pema

  • Doris
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    • 18. März 2015 um 15:47
    • #40
    Zitat

    "wenn du streitest, streitest du"

    Warum soll das nicht gehen?
    Wieso soll Streit unheilsam sein?
    Achtsames Streiten stellt die richtigen Fragen: Worum geht es mir? Was empfinde ich? Warum empfinde ich das? Wie kann ich meinem Streitpartner besser verstehen? Wie verhalte ich mich? Kann ich so überhaupt verstanden werden? Kann ich mein Anliegen deutlich genug artikulieren? Höre ich gerade zu? Usw.

    Der Sinn des Lebens besteht darin, Rudolph, dem Schwurkel, den Schnabel zu kraulen.

  • Karma Pema
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    • 18. März 2015 um 16:35
    • #41

    Namaste Doris,

    das ist aber auch Analyse. Nicht bloßes achtsames Beobachten was da grade passiert.

    Ich kenne es in der Tat, zwar zu sehen was gerade passiert, wie ich mich ereifer und was ich da tu, habe aber nicht die Kraft das Ruder herum zu reißen.
    Manchmal stelle ich eine Befindlichkeit vor Weitsicht.
    Daher gehe ich in der Überlegung, was Achtsamkeit ist, gern noch einen Schritt weiter und trenne für mich bewußt, das bloße achtsame Beobachten von echter Achtsamkeit, die mit einer Wandlung verbunden ist. Mit dem Wissen der Ichlosigkeit.

    Ich glaube nicht das es um Gerechtigkeit geht oder darum klar zu stellen worum es mir geht, sondern darum wie Friede erreicht, und Leiden auf ein Minimum reduziert werden kann. Das beginnt schon mit den eigenen Worten, nicht mit dem was sie erreichen wollen, sondern schon damit wie sie beim Gegenüber ankommen.
    Mir fällt das sehr schwer. Manchmal glaube ich, es ist mir nicht möglich.


    Gute Wünsche

  • Karma Pema
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    • 18. März 2015 um 16:43
    • #42

    P.S.
    ...und dies mit Mitteln, sich nicht wie ein Fähnchen im Wind zu drehen, sondern autentisch zu sein, da die Wahrheit durchschaut wird

  • Doris
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    • 18. März 2015 um 17:26
    • #43
    Zitat

    das ist aber auch Analyse. Nicht bloßes achtsames Beobachten was da grade passiert.


    Eine anständige Selbstanalyse ohne Achtsamkeit ist nicht möglich. Achtsamkeit und Loslassen erlebe ich als Einheit.
    In der Regel wird man unter "Achtsamkeit" nichts verstehen, was wertfrei im Raum steht. Achtsamkeit ist nicht nur Konzentration auf die inneren Vorgänge, sondern – da nicht-dualistisch – geht über mich selbst hinaus: Wenn ich jemandem "achtsam" über den Tisch ziehe, dann war das nicht frei von Ich-Denken. Wie könnte das dann achtsam sein, wenn Achtsamkeit frei von "ich" ist? Achtsamkeit ist für mich Innehalten. Inne-halten.
    Mag sein, dass ich Achtsamkeit einfach noch nicht verstehe. Aber mir leuchtet nicht ein wie man achtsam jemandem absichtlich schaden könnte?

    Code
    das bloße achtsame Beobachten von echter Achtsamkeit, die mit einer Wandlung verbunden ist


    Eben, das meine ich auch.
    Dennoch habe ich nichts gegen das Streiten und meine, dass es auch achtsam geht. Nicht nur im Sinne von Beobachten.
    Streiten gehört zum Dasein des Menschen und ist eine notwendige Sache. Nur können wohl nicht sehr viele Menschen produktiv streiten, und darum ist Streit so in Verruf geraten.
    Die meisten kennen Streit nur in der Form, dass Kinder sich gegenseitig die Schaufel über den Kopf ziehen, wobei im späteren Lebensphasen lediglich die Waffen elaborierter werden.
    In der Wissenschaft ist Streit was ganz Normales und unentbehrlich. Bei den Gelugpa ist es üblich miteinander über den Dharma zu streiten.
    Wenn wir hier in den Foren über den Dharma streiten, dann erlebe ich das schon lange nicht mehr als unheilsam. Denn ich lerne sehr viel dadurch und davon. Was andere als Rechthaberei empfinden, betrachte ich als ein hartnäckiges Ringen um Erkenntnis. Es ist mein Blickwinkel, der mir oftmals Kommunikation als Streit verkaufen möchte. Mit Achtsamkeit kann ich meine Sicht erweitern und sehen, was dahintersteckt. Aber ich bin wohl abgeschweift … :D

    Liebe Grüße
    Doris

    Der Sinn des Lebens besteht darin, Rudolph, dem Schwurkel, den Schnabel zu kraulen.

  • Karma Pema
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    • 18. März 2015 um 17:43
    • #44

    Namaste :)

    gut...so gesehen würde ich dann reines Gewahrsein von Achtsamkeit trennen.
    Die Achtsamkeit benötigt eine Ausrichtung, während reines Gewahrsein im Augenblick verweilt.

  • Karma Pema
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    • 19. März 2015 um 14:53
    • #45

    Namaste Sascha 108

    hier mal was praktisches

    Die 10 nützlichen Handlungen :

    des Körpers :
    1. Leben Schützen
    2. Freigibigkeit
    3. Sexuell Glück bringendes Verhalten ( ethisch )

    der Rede :
    4. die Wahrheit sagen
    5. Eintracht schaffen, verbinden
    6. Ruhig und Vertrauensvoll Sprechen
    7. Sinnvolles Sprechen ( Gebete, Mantras...)

    des Geistes :
    8. Genügsam und Zufrieden sein
    9. Wohlwollend sein
    10. Die richtige Anschauung entwickeln

    Wenn dir dies gelingt denkst du bestimmt achtsam
    Es sieht erst mal einfach aus, aber im täglichen Leben zeigt sich dann schon wo die Schwierigkeit liegt.

    Aber es gibt viele Möglichkeiten nach Buddhistischer Auffassung Achtsam zu sein.
    Die Boddhisattva Gelübde oder die Pratimoksha Gelübde zum Beispiel sind Hilfestellungen achtsam zu sein.


    Gute Wünsche

  • Mirco
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    • 19. März 2015 um 16:01
    • #46
    Karma Pema:

    gut...so gesehen würde ich dann reines Gewahrsein von Achtsamkeit trennen.
    Die Achtsamkeit benötigt eine Ausrichtung, während reines Gewahrsein im Augenblick verweilt.

    Ich kann ihm nicht ganz zustimmen, die Richtung stimmt aber.

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Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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