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Frage zum "Beobachter"

  • Obladi Oblada
  • 28. Februar 2015 um 11:09
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  • Obladi Oblada
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    • 28. Februar 2015 um 11:09
    • #1

    Ich hab mal eine ganz blöde Frage an euch. Seit einiger Zeit meditiere ich nun täglich, wenn auch oft nur sehr abgelenkt und vermutlich zu kurz (wenn es - aus meiner subjektiven Sicht - gar nicht anders geht, sind es auch mal nur 10 Minuten, ansonsten für gewöhnlich zwischen 20 und 30 min). Dass mein Weg bei meinem unruhigen, phlegmatischen Geist ein langer, mühseliger sein wird, ahne ich, aber darum geht es heute nicht. Immerhin ist es nun so, wie mir unsere Tara mal im Chat prophezeit hat, dass ich Meditation nicht mehr als lästige, zeitraubende Pflicht ansehe, sondern ein Bedürfnis danach verspüre. So wie es einem auch ergeht, wenn man anfängt Sport zu machen.

    Ich schweife ab. Also: Es ist ja immer die Rede davon, dass man mit der Zeit achtsamer wird, schneller bemerkt, wenn man während der Medi sich in Grübeleien verstrickt. Stelle ich auch bei mir fest, ebenso außerhalb der Meditationszeiten. Nur: Es heißt ja, dass der Beobachter, also dem, dem das auffällt, nicht derselbe ist, der rumgrübelt, also ich (?) oder so. Falls ich das nicht falsch verstanden habe.

    Empfinde ich mich nun als Beobachter anders, als ich mich als Ich empfinde? Für mich fühlt es sich einfach so an, dass „ich“ feststelle, dass „ich“ rumgrüble. „Das“, was das festgestellt, empfinde ich genauso wie mein Ich, das in Phantasien schwelgt.

    Ich weiß nicht, ob ich mich verständlich genug ausdrücke, was ich meine. Ich frage deshalb, weil ich Erinnerungen an meine Kindheit habe, wo das mal anders war. Als ich so sechs oder sieben Jahre alt war, hatte ich ein „Spiel“, das ich „Wer bin ich?“ nannte. Auf längeren Autofahrten mit meinen Eltern oder ähnlichen Situationen, konzentrierte ich mich auf diese Frage und hatte nach einiger Zeit das Gefühl, als würde da jemand an Elke denken und ich fühlte mich als dieser Jemand und mich selbst als fremde Person und das war ein ganz gruseliges, aber auch faszinierend-angenehmes Gefühl. Ich weiß nicht, wie ich auf dieses Spiel kam und irgendwann habe ich damit auch aufgehört oder es vergessen. Ich muss eben in letzter Zeit öfter daran denken, seit ich mich wieder ernsthafter mit Buddhismus bzw. Meditation beschäftige und ich denke mir, ich müsste nun heute dasselbe empfinden, wenn ich mich beim Grübeln ertappe. Oder bin ich da auf dem Holzweg?

    Wie ist das bei euch? Versteht ihr überhaupt, was ich meine?

    Living is easy with Eyes closed

  • Noreply
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    • 28. Februar 2015 um 11:41
    • #2

    http://www.buddhaland.de/viewtopic.php?…=284847#p284847
    Da Begierde und Missmut, Loslassen und Freude, gute und heilsame, böse und unheilsame Gedanken gar bald den überwältigen, der die Sinne nicht bewacht. Darum befleißigt euch dieser Bewachung, hütet die Sinne, wacht eifrig über die Sinne.
    Wer hütet die Sinnestore?

  • -Christian-
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    • 28. Februar 2015 um 12:30
    • #3

    Hi Elke,

    so was in der Art habe ich mich auch schon gefragt. Ich habe da eine eher rationale, weltliche Sicht auf die Dinge. Ein Buddhist würde jetzt wahrscheinlich sagen, dass es kein "ICH" gibt und dass alles nur eine Illusion ist. Ich denke da eher biologisch. Meine Wahrnehmungen, Gefühle und Gedanken werden von meinem Gehirn fabriziert. Viele Abläufe im Gehirn sind unbewusst und automatisch, wie z.b. Gefühle. Andere Teile des Gehirns sind vor allem für rationales Denken und auch zur Kontrolle von Emotionen da. Diese Teile können wir steuern. Ich denke deshalb, dass der "Beobachter" eher der rationale, steuerbare Teil unseres Gehirns ist, der das erkennt, was der unbewusste Teil unseres Gehirns fabriziert.

    Jedenfalls werden die Emotionen als auch der bewusste Gedanke "jetzt ich bin wütend" vom selben Gehirn produziert. Es kommt nun wieder darauf an, wie man das "ICH" definiert. Ich sehe mein ICH als biologischen Organismus, der aus der Summe aller meiner Zellen besteht. In diesem Sinne bin ich beides: ich bin mein Unterbewusstsein auf der einen Seite, und ich bin gleichzeitig der bewusste Beobachter, der die Signale des Unterbewusstseins wahrnimmt. Meiner Meinung nach kann man also nicht zwischen verschiedenen ICHs trennen, sonder ICH bin die Summe all meiner körperlichen Wahrnehmung, Emotionen und Gedanken. Ich bin sozusagen der Forscher und das Forschungsobjekt in einem.

    Durch die Meditation trainiere ich den Beobachter. Es gibt auch neurowissenschaftliche Studien, die mit Gehirn-Scans zeigen, dass regelmäßige Meditation bestimmte Bereiche im Gehirn trainiert, die der Wahrnehmung des Körpers und der Kontrolle von Emotionen dienen. Bei Interesse einfach mal googlen. Seit einigen Jahren explodiert die neurowissenschaftliche Forschung zum Thema Meditation.

    Gruß

    Einmal editiert, zuletzt von -Christian- (28. Februar 2015 um 12:37)

  • durchananda
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    • 28. Februar 2015 um 12:37
    • #4

    Zur Frage "Wer bin ich", wäre vielleicht das hier interessant: http://www.sriramanamaharshi.org/resource_centr…who-am-i-books/
    Ansonsten möchte ich dazu nichts sagen, da mich momentan in ähnlicher Form beschäftigt was jenseits der Qualitäten von Sat-Chit-Ananda liegt. So wie ich es sehe scheint auch reines beobachtendes Bewusstsein nicht das "Absolute" zu sein, von daher würde ich jede Antwort ablehnen, die behauptet du seist der Beobachter. Aber ich kann dir das nicht aus meiner direkten Erfahrung sagen, deswegen frag das jemand der Ahnung hat und bitte nicht jemand der meint Ahnung zu haben. Es gibt genügend Leute die 30 Jahre meditieren und dir die Frage nicht beantworten können, also hüte dich insbesondere vor schlüssigen Antworten von Leuten die glauben irgendwas zu wissen. Meine Antwort gehört genauso dazu.

    "Love is a flame that burns everything other than itself. It is the destruction of all that is false and the fulfillment of all that is true." - Adyashanti

  • Monikamarie
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    • 28. Februar 2015 um 14:30
    • #5
    Elke:


    Ich schweife ab. Also: Es ist ja immer die Rede davon, dass man mit der Zeit achtsamer wird, schneller bemerkt, wenn man während der Medi sich in Grübeleien verstrickt. Stelle ich auch bei mir fest, ebenso außerhalb der Meditationszeiten. Nur: Es heißt ja, dass der Beobachter, also dem, dem das auffällt, nicht derselbe ist, der rumgrübelt, also ich (?) oder so. Falls ich das nicht falsch verstanden habe.

    Hallo Elke, also zunächst einmal finde ich Deine Frage nicht dumm, sondern interessant. :D

    Ich sehe das so: Der Beobachter ist das übergeordnete ICH, dass alles wahrnimmt. Der Wahrnehmer oder der Wächter, den Ellviral zitiert.
    Ich denke, der Beobachter ist der bewusste Seher, während die Abläufe, Muster, Konditionierungen unbewusst ablaufen, manchmal in Krisen wie ein Karussell. Sobald ich das als bemerke, stoppe ich diesen unbewussten Ablauf - so ich denn will. Bei schönen Abläufen wollen wir das ja gar nicht unbedingt ;) , es sei denn als ernsthaft Meditierende.

    Somit ist für mich der innere Ablauf das Unterbewusstsein.

    Zitat

    Empfinde ich mich nun als Beobachter anders, als ich mich als Ich empfinde?

    Ja, würde ich meinen. aber nur sobald Du bewusst bist, denn dann hast Du eine gewisse Distanz.

    Zitat

    Für mich fühlt es sich einfach so an, dass „ich“ feststelle, dass „ich“ rumgrüble. „Das“, was das festgestellt, empfinde ich genauso wie mein Ich, das in Phantasien schwelgt.

    Solange Du Dir dessen nicht bewusst bist, bist Du absorbiert vom momentanen Denken und Handeln. Und das scheint dann dasselbe zu sein. Mit mehr Erfahrung kristallisiert sich der Unterschied heraus. Er ist sehr fein. Deshalb ist er auch so schwer herauszufinden. Aber mit der Zeit wird er sichtbar.

    Zitat

    Ich weiß nicht, ob ich mich verständlich genug ausdrücke, was ich meine. Ich frage deshalb, weil ich Erinnerungen an meine Kindheit habe, wo das mal anders war. Als ich so sechs oder sieben Jahre alt war, hatte ich ein „Spiel“, das ich „Wer bin ich?“ nannte. Auf längeren Autofahrten mit meinen Eltern oder ähnlichen Situationen, konzentrierte ich mich auf diese Frage und hatte nach einiger Zeit das Gefühl, als würde da jemand an Elke denken und ich fühlte mich als dieser Jemand und mich selbst als fremde Person und das war ein ganz gruseliges, aber auch faszinierend-angenehmes Gefühl.

    Zitat

    Das kenne ich auch.

    Auch mir kamen ähnliche Gedanken bei meinen Meditationsanfängen. Allerdings denke ich nicht, dass Du heute dasselbe empfinden kannst wie damals, denn als Kind hast Du ja nicht gegrübelt, oder?
    Als Kind - so meine eigene Erfahrung - warst Du ja sicher noch fähig, zwischen den zwei Gehirnhälften hin- und her-zu-switchen. Als Kind ist man sicherlich - üblicherweise - noch mehr in der rechten Gehirnhälfte, was bedeutet, träumerisch, grenzenloser, kreativer.
    Jetzt aber beschäftigen Dich Tatbestände, die Dir Sorgen machen oder auch Vorfreuden auf etwas, also Ängste, Befürchtungen, Vorstellungen jeglicher Art.
    Das ist viel schwieriger abzuschalten, als ein Kind von seinen Träumen abzulenken. Insofern kannst Du auch nicht dasselbe empfinden wie in der Kindheit. Aber wenn Du aus dem alltäglichen Schlamassel aussteigen lernst und kannst, dann kann es sein, dass Du Dich wieder so fühlst wie ein Kind. :D Und das ist faszinierend.
    _()_ Monika

  • keks
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    • 28. Februar 2015 um 15:10
    • #6
    Elke:


    Wie ist das bei euch?

    Irgendwo in der Bibel:
    Sei still und wisse ich bin.... :|
    Grübel nicht zu viel, gibt nur neues Kopfkirmes :oops:

    Bubu :clown::oops:

  • Spacy
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    • 28. Februar 2015 um 15:59
    • #7

    Irgendwo in der Bibel:
    Sei still und wisse ich bin.... :|
    Grübel nicht zu viel, gibt nur neues Kopfkirmes :oops:[/quote]

    Man kann sich aber auch auf den Standpunkt stellen, dass das "Nirvana" und dieses "Samsara" nur Kopfkino ist.

    Man kann auch denken wie Albert Camus in seinem "Mythos des Sisyphos". Bei den Griechen galt die Hoffnung als das größte Übel in Pandoras Büchse und die Befreiung davon ist ein Segen. Sisyphos vermochte es den Göttern und seinem Schicksal - der vollkommenen Sinnlosigkeit - zu trotzen. Wer mit Hoffnungslosigkeit gut leben kann, hat sehr viel erreicht.

    Man kann ... - nur darum geht es, erkenntnistheoretisch :D

  • keks
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    • 28. Februar 2015 um 16:15
    • #8

    Ja man kann sich auch denken es gibt einen Bananengott, der erklärt dann dass die Banane gar kein eignes Dasein hat und auch kein ich, kein auffindbares Bananen-Ego nachdem sie geschält und in ihre Teile zerlegt wurde. Der Schüler latscht dann verwundert weiter weil seine eigentliche Frage war "wie zum Geier öffnet man die Banane". Der grosse Bananengott konnte nicht weiterhelfen aber dafür hat er stundenlang erklärt wie sich das mit dem Bananen-Ego verhält, aber so eine wirkliche Hilfe war er nicht :)


    Bewusstsein, das kindliche, das, Gott, Teufel, Kakerlake, irgendwie sollte man es glaub nennen, beobachtet alles. Leider verliert man hin und wieder den Zustand der weitaus angenehmer ist als das tägliche Schlamassel im Kopf wo ein kleines Wesen drinhockt und ständig irgendwas redet ohne aufzuhören, der Clown labert sogar noch im Schlaf weiter. Dieses kleine winzige Ding, der Wichtigtuer der alle möglichen Personen spielen kann und nicht müde wird wenn es darum geht ein Karusell zu bauen wo sich seine Gedanken weiterdrehen :)

    Bubu :clown::oops:

  • Spacy
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    • 28. Februar 2015 um 16:41
    • #9

    Seit ich der Religionsgemeinschaft des http://de.wikipedia.org/wiki/Fliegendes_Spaghettimonster, kann ich mit vielen Dingen besser umgehen.
    Und da mich sogar der Staat als Minderheit mit Rechten http://250kb.de/1IS6BSj anerkennt, sehe ich der Sache mit dem Samsara gelassen entgegen.

  • mukti
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    • 28. Februar 2015 um 18:25
    • #10

    Witzig ist ja dass der Beobachter das Nachdenken über den Beobachter beobachten kann. Nach meinem Verständnis ist es einfach das Bewusstsein, das über die Objekte (auch Gedanken), bewusst ist. Im Grunde ist da kein Ich, und wenn das Beobachten sehr konsequent durchgezogen wird, wirkt das deshalb auch befreiend, klärend und beglückend.

    Mit Metta, mukti.


  • solaris
    Gast
    • 28. Februar 2015 um 19:02
    • #11

    Durch die Meditation treten nach einer gewissen Zeit Elemente des Unterbewusstseins ins Bewusstsein. Bei mir kamen im Lauf der Zeit Erinnerungen aus der Kindheit, elementare Bedürfnisse, die ich verdrängt hatte, alte Mechanismen, alte Kränkungen und so weiter. Das hat mir dann zu einem bewussteren Verständnis für mein Selbst geführt und dadurch bin ich in Situationen, die ich früher unbewusst erlebt (oder erlitten) habe heute in der Lage anders zu reagieren, spontaner und weniger schadhaft für mich und andere.
    Meinen Beobachter, der den Beobachter beobachtet (ja, das ist witzig!) habe ich als Kind leider nie kennengelernt. Das haben meine Eltern gemacht - weniger duldsam und von ihren eigenen Interessen geleitet. Ich bin ziemlich heilfroh, dass ich das inzwischen selbst gelernt habe. Elke, wie Du das reflektierst find ich beeindruckend. Wer sein Selbst nicht richtig kennenlernt, kann es auch nie wirklich ablegen.

  • blue_apricot
    Gast
    • 28. Februar 2015 um 20:48
    • #12

    @ Elke:
    ;)

    Zitat

    Hier ist das ungekünstelte Ich, dein Urangesicht. Hier ist die Landschaft deiner Geburt, unverhüllt und schön.

    Yüan-Wu

    Zitat

    Hier ist es, eben jetzt. Denk darüber nach und du verfehlst es.

    ( aus dem Zen)

  • Obladi Oblada
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    • 1. März 2015 um 08:47
    • #13

    Ich danke euch allen für eure Antworten und Hinweise!

    Ich sehe es im Grunde wie Christian und das Thema „Neurowissenschaften und Meditation“ fasziniert mich schon länger. Gleichwohl ist dennoch eine Sehnsucht nach Spiritualität in mir (auch wenn ich das oft gern vor mir selbst leugne). Für mich stellt es aber kein Problem dar, dass - wie Spacy es ausdrückt - womöglich alles „nur Kopfkino“ ist.
    Die "Arbeit" lohnt sich dennoch: Meditation, Achtsamkeit - es tut mir gut, darauf kommt es mir egoistischerweise an. Ich bleibe am Ball und denke/hoffe, dass - so wie Monika es beschreibt - meine Wahrnehmung mit der Zeit feiner wird.

    Living is easy with Eyes closed

  • nibbuti
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    • 1. März 2015 um 10:00
    • #14
    Spacy:


    Man kann sich aber auch auf den Standpunkt stellen, dass das "Nirvana" und dieses "Samsara" nur Kopfkino ist.

    Man kann auch denken wie Albert Camus in seinem "Mythos des Sisyphos".

    Man kann ... -

    man kann es auch sein lassen

    :)

    Trage nicht das Weltgetöse in die stille Einsamkeit
    Such den Wald, daß er Dich löse von der Krankheit unsrer Zeit.

  • Monikamarie
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    • 1. März 2015 um 10:13
    • #15

    Man kann sich auch einen Ring durch die Nase bohren oder zwei, dann klingelt das. Und man wird als Nasenring wiedergeboren :lol:

  • Noreply
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    • 1. März 2015 um 11:01
    • #16
    Elke:

    Ich danke euch allen für eure Antworten und Hinweise!

    Ich sehe es im Grunde wie Christian und das Thema „Neurowissenschaften und Meditation“ fasziniert mich schon länger. Gleichwohl ist dennoch eine Sehnsucht nach Spiritualität in mir (auch wenn ich das oft gern vor mir selbst leugne). Für mich stellt es aber kein Problem dar, dass - wie Spacy es ausdrückt - womöglich alles „nur Kopfkino“ ist.
    Die "Arbeit" lohnt sich dennoch: Meditation, Achtsamkeit - es tut mir gut, darauf kommt es mir egoistischerweise an. Ich bleibe am Ball und denke/hoffe, dass - so wie Monika es beschreibt - meine Wahrnehmung mit der Zeit feiner wird.

    Ja da war auch noch Sehnsucht nach Spiritualität, irgendwie vermiss ich sie. Ein bisschen Spiritualität vielleicht ab und zu?!?! Macht nichts ich weiss ja wie ich sie abschalten kann. Ich brau das nicht mehr vor mir zu leugnen, mal mach ich an dann wieder aus. Das kann ein Beobachter nicht.

  • OlliP
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    • 1. März 2015 um 11:39
    • #17
    Zitat

    Da Begierde und Missmut, Loslassen und Freude, gute und heilsame, böse und unheilsame Gedanken gar bald den überwältigen, der die Sinne nicht bewacht. Darum befleißigt euch dieser Bewachung, hütet die Sinne, wacht eifrig über die Sinne.


    Ich wundere mich jedesmal warum in dieser Aufzählung nicht auch die Bewachung des Tores zur Gedankenwelt aufgeführt wird. Dieses Tor ist am schwierigsten zu bewachen und zugleich richtig groß ...

  • Monikamarie
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    • 1. März 2015 um 12:06
    • #18
    OlliP:
    Zitat

    Da Begierde und Missmut, Loslassen und Freude, gute und heilsame, böse und unheilsame Gedanken gar bald den überwältigen, der die Sinne nicht bewacht. Darum befleißigt euch dieser Bewachung, hütet die Sinne, wacht eifrig über die Sinne.


    Ich wundere mich jedesmal warum in dieser Aufzählung nicht auch die Bewachung des Tores zur Gedankenwelt aufgeführt wird. Dieses Tor ist am schwierigsten zu bewachen und zugleich richtig groß ...

    Verstehe ich Dich richtig, Du meinst, die Gedankenwelt würde nicht aufgeführt, diese zu bewachen? Denken ist auch ein Sinn in der buddhistischen Terminologie.
    _()_

  • OlliP
    Gast
    • 1. März 2015 um 12:17
    • #19
    Zitat

    Verstehe ich Dich richtig, Du meinst, die Gedankenwelt würde nicht aufgeführt, diese zu bewachen? Denken ist auch ein Sinn in der buddhistischen Terminologie.


    Begierden werden anfänglich durch die 5 Sinne aufgenommen. Danach beginnen sich daran ansetzend Gedankenwelten aufzubauen, die die Begierden erst richtig anfeuern können. Mit Gedankenwelten ist phantasieren gemeint, nicht denken.

  • mukti
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    • 1. März 2015 um 12:26
    • #20
    OlliP:

    Begierden werden anfänglich durch die 5 Sinne aufgenommen. Danach beginnen sich daran ansetzend Gedankenwelten aufzubauen, die die Begierden erst richtig anfeuern können. Mit Gedankenwelten ist phantasieren gemeint, nicht denken.

    Begierden entstehen ja auch durch den Geistsinn, und da gehört Gedankenfassung (vitakka) und diskursives Denken (vicāra) dazu. Und das wird auch bewacht:

    Zitat

    "Erblickt er nun mit dem Auge eine Form, so faßt er keine Neigung, faßt keine Absicht. Da Begierde und Mißmut, böse und schlechte Gedanken gar bald den überwältigen, der unbedachten Auges verweilt, befleißigt er sich dieser Bewachung, er hütet das Gesicht, er wacht eifrig über das Gesicht.
    "Hört er nun mit dem Gehöre einen Ton,
    "Riecht er nun mit dem Geruche einen Duft,
    "Schmeckt er nun mit dem Geschmacke einen Saft,
    "Ertastet er nun mit dem Körper-Element einen Körpereindruck,
    "Erkennt er nun mit dem Geist-Element ein Geist-Objekt, so faßt er keine Neigung, faßt keine Absicht. Da Begierde und Mißmut, böse und schlechte Gedanken gar bald den überwältigen, der unbewachten Gedenkens verweilt, befleißigt er sich dieser Bewachung, er hütet das Gedenken, er wacht eifrig über das Gedenken.

    http://www.palikanon.com/majjhima/m094n.htm

    Mit Metta, mukti.


Ausgabe №. 136: „Liebe & Loslassen"

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