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Technische Details zur Wiedergeburt

  • Merkur-Uranus
  • 1. März 2014 um 10:34
  • Zum letzten Beitrag
  • Merkur-Uranus
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    • 1. März 2014 um 10:34
    • #1

    Da es in den verschiedenen buddhistischen Richtungen, Linien und Traditionen unterschiedliche Vorstellungen über Wiedergeburt gibt, freut es mich, wenn die unterschiedlichsten Ansichten und eben auch "technische Details" hier vorgestellt werden könnten.

    Es geht mir nicht um eine Diskussion ob Wiedergeburt möglich ist oder nicht. Mich interessieren hier einfach nur die unterschiedlichen Vorstellungen darüber (gerne auch links).

    Danke.

  • Zorița Câmpeanu
    Gast
    • 1. März 2014 um 10:43
    • #2

    du brauchst also rohmaterial für deinen blog? :grinsen:
    .

  • Merkur-Uranus
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    • 1. März 2014 um 10:53
    • #3

    haha, nein :D . ich arbeite halt immer noch an der traditionellen vs. säkularen Buddhismus-Geschichte, und möchte alle bestehenden Wiedergeburtskonzepte integrieren...

  • Simo
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    • 1. März 2014 um 11:07
    • #4

    Hallo Merkur-Uranus,

    wenn du dich fragst "Wie genau"-Wiedergeburt stattfindet, dann wirst du dazu sicherlich in den Traditionen alle möglichen Spekulationen finden. Der Buddha erklärt allerdings nirgendwo wie Wiedergeburt stattfindet, nur dass sie stattfindet und dass sie vom jetzigen Begehren abhängt. Warum? Weil jemand der jetz noch Begehren hat dadurch auch Festhalten hat und dadurch an ein Selbst glaubt (bzw. den Glauben daran festhält) und dadurch fortfährt ein Selbst zu sein. Für so jemanden wird Wiedergeburt stattfinden, weil er grundlegend an etwas glaubt, dass da wiedergeboren wird (interessanter Weise ist mir noch nicht untergekommen, dass der Buddha Wiedergeburt und anattta zusammen gelehrt hat.)

    Liebe Grüße.

    Kein "Ich" - keine Probleme.

  • nibbuti
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    • 1. März 2014 um 11:11
    • #5
    Merkur-Uranus:

    ich arbeite halt immer noch an der traditionellen vs. säkularen Buddhismus-Geschichte


    Wie wär's mit Buddhas Geschichte?


    Merkur-Uranus:

    Technische Details zur Wiedergeburt


    Anders als z.B. bei der Bedingten Entstehung oder Meditationsanleitungen oder sogar 'Empfängnis', hat der Buddha in Hinsicht auf Wiedergeburt kein einziges Mal detailliert den Vorgang geschildert.


    Merkur-Uranus:

    und möchte alle bestehenden Wiedergeburtskonzepte integrieren...


    Hört sich für mich nach Zeit verschwenden an. Dennoch viel Erfolg.


    Grüße

    Trage nicht das Weltgetöse in die stille Einsamkeit
    Such den Wald, daß er Dich löse von der Krankheit unsrer Zeit.

    Einmal editiert, zuletzt von nibbuti (1. März 2014 um 11:12)

  • Merkur-Uranus
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    • 1. März 2014 um 11:12
    • #6

    joa, danke Simo. dann hätten wir ja schon mal die 1. Position:

    1. Buddha: Der Buddha erklärt nicht wie Wiedergeburt stattfindet, nur dass sie stattfindet und dass sie vom jetzigen Begehren abhängt.

    Diese Ansicht deckt sich wohl mit weiten Teilen der Theravada Gemeinschaft nehme ich an? Andererseits habe ich von Accinca gehört, dass es wohl eine Art Seelenwanderung geben soll. Ist dies eine eigene Interpretation mancher Theravada-Praktizierender?

    Und wie sieht es aus mit dem Zen? Es gibt Zen Meister, die explizit sagen, es gibt Wiedergeburt: sagen diese auch etwas konkreteres dazu? Und dann der Tibetische Buddhismus mit seinem subtilsten Bewusstsein...

  • nibbuti
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    • 1. März 2014 um 11:17
    • #7
    Simo:

    Der Buddha erklärt allerdings nirgendwo wie Wiedergeburt stattfindet


    So ist es (anders als z.B. paticcasamuppada, das detailliert geschildert wird).

    Der Buddha erklärte hingegen, wenn man Gutes tut, hat das Gutes zur Folge & wenn man Schlechtes tut, hat das Schlechtes zur Folge, in Anwesenheit von Leuten, die fest an die Wiedergeburt glauben.

    Simo:

    (interessanter Weise ist mir noch nicht untergekommen, dass der Buddha Wiedergeburt und anattta zusammen gelehrt hat.)


    ...wird es auch weiterhin nicht, lieber Simo.

    Grüße

    Trage nicht das Weltgetöse in die stille Einsamkeit
    Such den Wald, daß er Dich löse von der Krankheit unsrer Zeit.

  • Simo
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    • 1. März 2014 um 11:22
    • #8
    Merkur-Uranus:

    joa, danke Simo. dann hätten wir ja schon mal die 1. Position:

    1. Buddha: Der Buddha erklärt nicht wie Wiedergeburt stattfindet, nur dass sie stattfindet und dass sie vom jetzigen Begehren abhängt.

    Diese Ansicht deckt sich wohl mit weiten Teilen der Theravada Gemeinschaft nehme ich an? Andererseits habe ich von Accinca gehört, dass es wohl eine Art Seelenwanderung geben soll. Ist dies eine eigene Interpretation mancher Theravada-Praktizierender?

    Und wie sieht es aus mit dem Zen? Es gibt Zen Meister, die explizit sagen, es gibt Wiedergeburt: sagen diese auch etwas konkreteres dazu? Und dann der Tibetische Buddhismus mit seinem subtilsten Bewusstsein...

    Zu Zen kann ich nichts sagen. Tibetischer Buddhismus ist da sehr explizit, (Bewusstseinsstrom, Bardo etc. pp - wohl auch um die Tulku-Linien zu begründen). Seelenwanderung gibt es für den, der an dem Glauben an eine Seele festhält. Aber ist das Thema eigentlich so wichtig? Dukkha findet hier und jetzt statt und ihm kann auch "hier und jetzt ein Ende bereitet" werden. (Das soll allerdings nicht heißen, dass es nicht außerhalb der Worte des Buddha Hinweise für Wiedergeburt gibt, aber das ist ein anderes Thema und du hats es ja bewusst als OT ausgeklammert :) )

    Liebe Grüße.

    Kein "Ich" - keine Probleme.

  • Merkur-Uranus
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    • 1. März 2014 um 11:24
    • #9
    Simo:

    Aber ist das Thema eigentlich so wichtig?

    Kommt halt darauf an für wen? Für manche tibetische Buddhisten ist dies einer der wichtigsten Aspekte ihrer Praxis. Manche Zen-Menschen kommen ihr ganzes Praxisleben damit nicht in Berührung...

  • Lirum Larum
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    Buddh. Richtung
    Ich protestiere gegen den mangelnden Respekt vor den unterschiedlichen Traditionen.
    • 1. März 2014 um 11:36
    • #10

    Ich kann versuchen, Dir die technischen Details aus tibetisch buddhistischer Sicht via PN zu erläutern.
    Hier öffentlich hab ich auf so eine Diskussion keine Lust. Müßig. Es geht immer aneinander vorbei.

    :rainbow: Gute Wünsche für jede und jeden. :tee:


  • Simo
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    • 1. März 2014 um 11:48
    • #11
    Merkur-Uranus:
    Simo:

    Aber ist das Thema eigentlich so wichtig?

    Kommt halt darauf an für wen? Für manche tibetische Buddhisten ist dies einer der wichtigsten Aspekte ihrer Praxis. Manche Zen-Menschen kommen ihr ganzes Praxisleben damit nicht in Berührung...

    Da hast du natürlich Recht. :)
    Losi kann Dir die tibetische Sichtweise dazu sicherlich gut erläutern.

    Liebe Grüße.

    Kein "Ich" - keine Probleme.

  • Tso Wang
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    • 1. März 2014 um 12:03
    • #12
    Merkur-Uranus:

    Da es in den verschiedenen buddhistischen Richtungen, Linien und Traditionen unterschiedliche Vorstellungen über Wiedergeburt gibt, freut es mich, wenn die unterschiedlichsten Ansichten und eben auch "technische Details" hier vorgestellt werden könnten.

    Es geht mir nicht um eine Diskussion ob Wiedergeburt möglich ist oder nicht. Mich interessieren hier einfach nur die unterschiedlichen Vorstellungen darüber (gerne auch links).

    Danke.


    .


    Brahmajala-Sutta:


    http://www.palikanon.com/digha/d01_4.htm


    ()

    坐忘

  • mukti
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    • 1. März 2014 um 12:17
    • #13
    Merkur-Uranus:

    Da es in den verschiedenen buddhistischen Richtungen, Linien und Traditionen unterschiedliche Vorstellungen über Wiedergeburt gibt, freut es mich, wenn die unterschiedlichsten Ansichten und eben auch "technische Details" hier vorgestellt werden könnten.

    Die allgemeine Ansicht ist dass triebhaftes Wirken (kamma) entsprechende Wiedergeburt nach sich zieht.

    Zitat


    Was aber ist die Verschiedenartigkeit der Triebe?

    Es gibt Triebe, die zur Hölle führen;
    es gibt Triebe, die zum Tierschoß führen;
    es gibt Triebe, die zum Gespensterreich führen;
    es gibt Triebe, die zur Menschenwelt führen;
    es gibt Triebe, die zur Götterwelt führen.

    Das, ihr Mönche, nennt man die Verschiedenartigkeit der Triebe. -

    Was aber ist das Ergebnis der Triebe? Diese oder jene Daseinsform, die man als ein Unwissender zum Entstehen bringt, sei es eine verdienstvolle, sei es eine schuldvolle. Das, ihr Mönche, nennt man das Ergebnis der Triebe. -

    http://www.palikanon.com/angutt/a06_061-064.html#a_vi63

    Sonstige "technische Details" werden im Palikanon meines Wissens kaum genannt, es geht da nur um die Details wie Dukkha aufzuheben ist.

    Gruß, mukti

    Mit Metta, mukti.


  • hedin
    Gast
    • 1. März 2014 um 13:10
    • #14

    @Merkur Uranus ist aber nicht an "Sutten-Geschichten" interessiert, sondern an den biologischen und physikalischen Gesetzmäßigkeiten sowie an präzisen mathematischen Formeln, welche die "buddhistische" Wiedergeburt zu begründen vermögen.

    Säkular eben.................

    hedin

  • mukti
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    • 1. März 2014 um 13:15
    • #15
    hedin:

    @Merkur Uranus ist aber nicht an "Sutten-Geschichten" interessiert, sondern an den biologischen und physikalischen Gesetzmäßigkeiten sowie an präzisen mathematischen Formeln, welche die "buddhistische" Wiedergeburt zu begründen vermögen.

    Säkular eben.................

    hedin

    Naja nachdem das Physische zerfällt und neu entsteht werden sich bezüglich der "Wiedergeburt" physikalische Gesetzmäßigkeiten mittels säkularer Wissenschaft nicht finden lassen.
    Wenn da irgendwas hinüberwandert dann ist es was geistiges, das kann man abstrakt verstehen oder als etwas "feinstoffliches", messbar oder sonst irgendwie sinnlich erkennbar ist das nicht.

    _()_

    Mit Metta, mukti.


    2 Mal editiert, zuletzt von mukti (1. März 2014 um 13:27)

  • Jikjisa
    Gast
    • 1. März 2014 um 13:20
    • #16
    Merkur-Uranus:
    Simo:

    Aber ist das Thema eigentlich so wichtig?

    Kommt halt darauf an für wen? Für manche tibetische Buddhisten ist dies einer der wichtigsten Aspekte ihrer Praxis. Manche Zen-Menschen kommen ihr ganzes Praxisleben damit nicht in Berührung...


    Yo. Allerdings weil sie s geflissentlich "überlesen, überhören wollen " ( ist dann Hinayana-Zen übrigens )
    Alle authentischen Zen-Texte, alle Übung, alle Formalien im Zen gehen vom Glauben an die Wiedergeburt und vom Glauben an die Erlösung von Wiedergeburt aus. Es wird deswegen selten "extra" thematisiert.

    Zen spricht mit Poesie und Gleichnis. Mondo. Dialog. Vortrag.

    Nur ein Beispiel:

    Zitat

    Ein Mönch fragte Zen-Meister ]oshu: »Eines
    habe ich nicht verstanden: Wenn der Leib zerbricht und vergeht, da bleibt doch noch eines die Seele. Was wird aus ihr?«
    ]oshu antwortete: »Heute Morgen erhebt sich wieder der Wind.«


    http://www.feel-good.me/index.php/page/14/

    Solchen Aussagen muss man erstmal auf die Spur kommen.

    Dann hätten wir die Sutren, ein Bsp.

    Strophe zur Eröffnung des Sutras

    Zitat

    Dem unübertroffenen, tiefgründigen und wunderbaren Dharma
    ist schwer zu begegnen in hunderten
    von tausenden von zehntausenden von Kalpas.
    Jetzt sehe und höre ich ihn,
    nehme ihn an und bewahre ihn und gelobe,
    die wahre Bedeutung des Tathagata zu ergründen.

    ( Diamantsutra )

    und Warnungen, ein Bsp.:

    Zitat

    In der großen Arbeit des Lebens und des Todes
    wartet die Zeit nicht auf dich.
    Wenn du morgen stirbst,
    welchen Körper wirst du bekommen?
    Ist das nicht alles sehr wichtig?
    Beeil dich! Beeil dich!

    ( Seung Sahn )

    Ansonsten sind da noch die Praxisanweisungen und Kommentare der Lehrer und Meister bzgl. "techn. Details".
    Es ist aber wichtig, das selbst zu finden, wenn man DIE Zen-Haltung-Meinung bloggen will. Weil ich mag das nicht verantworten :D

    LG

    Einmal editiert, zuletzt von Anonymous (1. März 2014 um 13:45)

  • Lirum Larum
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    Buddh. Richtung
    Ich protestiere gegen den mangelnden Respekt vor den unterschiedlichen Traditionen.
    • 1. März 2014 um 13:44
    • #17
    Jikjisa:


    Alle authentischen Zen-Texte, alle Übung, alle Formalien im Zen gehen vom Glauben an die Wiedergeburt und vom Glauben an die Erlösung von Wiedergeburt aus. Es wird deswegen selten "extra" thematisiert.

    Der Ausdruck "Glauben an die Wiedergeburt" ist landläufig von vorn bis hinten missverständlich, denn meist fehlt das Wissen und die Erkenntnis über das Zusammenspiel von "Welt" und "Leerheit". Ohne dieses diskutiert man aber über Äpfel und meint Glühbirnen.
    Es ist also auch keine vollkommen säkuläre Frage, wie hedin meint.

    :rainbow: Gute Wünsche für jede und jeden. :tee:


  • nibbuti
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    • 1. März 2014 um 13:45
    • #18
    Jikjisa:
    Zitat

    In der großen Arbeit des Lebens und des Todes
    wartet die Zeit nicht auf dich.
    Wenn du morgen stirbst,
    welchen Körper wirst du bekommen?
    Ist das nicht alles sehr wichtig?

    Beeil dich! Beeil dich!

    ( Seung Sahn )


    ...der obige Text wurde mit einem putthujjana-Geist geschrieben.

    Der Buddha hingegen lehrte hier:

    Zitat

    "Kein Sehnen nach vergangner Zeit,
    Kein Hoffen auf die Zukunft hin;
    Ist abgetan was vorher war
    Und was noch künftig kommen wird,

    "Und hat man immer Ding um Ding
    Gewärtig in der Gegenwart:
    Was keiner rauben, rütteln kann,
    Durchbohrend finden mag man das

    Alles anzeigen

    Trage nicht das Weltgetöse in die stille Einsamkeit
    Such den Wald, daß er Dich löse von der Krankheit unsrer Zeit.

  • xxx
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    • 1. März 2014 um 13:50
    • #19

    Ihr lernt es wohl nie :roll:

    Das Thema "Wiedergeburt" ist völlig irrelevant. Sich damit zu beschäftigen nicht Teil des 8-fachen Pfads.

    Zitat


    Indem er Dinge erwägt, die für das Erwägen ungeeignet sind, und indem er Dinge nicht erwägt, die für das Erwägen geeignet sind, entstehen noch nicht entstandene Triebe in ihm, und bereits entstandene Triebe nehmen zu."

    "Auf solche Weise erwägt er unweise:

    •'Gab es mich in der Vergangenheit?
    •Gab es mich nicht in der Vergangenheit?
    •Was war ich in der Vergangenheit?
    •Wie war ich in der Vergangenheit?
    •Was war ich, und was bin ich daraufhin in der Vergangenheit geworden?
    •Wird es mich in der Zukunft geben?
    •Wird es mich in der Zukunft nicht geben?
    •Was werde ich in der Zukunft sein?
    •Wie werde ich in der Zukunft sein?
    •Was werde ich sein, und
    •was werde ich daraufhin in der Zukunft werden?

    Oder ansonsten ist er über die Gegenwart verwirrt:
    •'Bin ich?
    •Bin ich nicht?
    •Was bin ich?
    •Wie bin ich?
    •Wo kam dieses Wesen her?
    •Wo wird es hingehen?'"

    "Wenn er auf solche Weise unweise erwägt, entsteht eine von sechs Ansichten in ihm.

    •Die Ansicht 'für mich gibt es ein Selbst' entsteht in ihm als wahr und erwiesen; oder
    •die Ansicht 'für mich gibt es kein Selbst' entsteht in ihm als wahr und erwiesen; oder
    •die Ansicht 'ich nehme Selbst mit Selbst wahr' entsteht in ihm als wahr und erwiesen; oder
    •die Ansicht 'ich nehme Nicht-Selbst mit Selbst wahr' entsteht in ihm als wahr und erwiesen;
    •oder die Ansicht 'ich nehme Selbst mit Nicht-Selbst wahr' entsteht in ihm als wahr und erwiesen; oder
    •ansonsten hat er eine Ansicht wie diese: 'Es ist dieses mein Selbst, das da spricht und fühlt und hier und da die Ergebnisse guter und schlechter Taten erfährt; aber dieses mein Selbst ist unvergänglich, dauerhaft, ewig, nicht der Vergänglichkeit unterworfen, und es wird so lange wie die Ewigkeit überdauern'

    Diese spekulative Ansicht, ihr Bhikkhus, wird das Dickicht der Ansichten genannt, die Wildnis der Ansichten, die Verdrehtheit der Ansichten, der Wankelmut der Ansichten, die Fessel der Ansichten. Durch die Fessel der Ansichten gebunden, ist der nicht unterrichtete Weltling nicht befreit von Geburt, Alter und Tod, von Kummer, Klagen, Schmerz, Trauer und Verzweiflung; er ist nicht befreit von Dukkha, sage ich."

    MN2

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  • Merkur-Uranus
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    • 1. März 2014 um 13:51
    • #20
    hedin:

    @Merkur Uranus ist aber nicht an "Sutten-Geschichten" interessiert, sondern an den biologischen und physikalischen Gesetzmäßigkeiten sowie an präzisen mathematischen Formeln, welche die "buddhistische" Wiedergeburt zu begründen vermögen.

    Säkular eben.................

    hedin

    Es geht mir weniger um säkulare Interpretationen (obwohl diese natürlich auch willkommen sind), als um die traditionelle Sichtweisen und Definitionen bezüglich der Wiedergeburt. Da gibt es ja ganz schöne Unterschiede.

    Ich hab eben im Kopf dass Accinca letztens von einer Seelenwanderung sprach - also von etwas Konkretem das von einem Körper zum anderen wandert. Und im tibetischen Buddhismus gibt es Lehrer, die von der Wanderung des subtilsten Bewusstsein sprechen und definieren dies auch relativ klar.

    Andere Traditionen wiederum lehnen jegliche konkrete Begrifflichkeiten ab, wenn es um Wiedergeburt geht und verweisen auf die Dringlichkeit der Praxis und das wir uns nicht in der Meta-Physik verlieren sollen (brennendes Haus). Andere benutzen Poesie oder nicht-duale Gleichnisse, um eine Ahnung davon zu vermitteln. Das finde ich recht spannend...

  • bel
    Gast
    • 1. März 2014 um 14:23
    • #21

    Sollte ja schon genug Material im Forum-Archiv geben, das nur auf Aufarbeitung wartet :)
    Anyway, letztens hab ich wieder ein schönes Stück aus dem PK ausgegraben:

    Zitat

    "So setzte Uddaka Rāmaputta, mein Gefährte im heiligen Leben, mich auf den Rang eines Lehrers und erwies mir höchste Ehre. Aber es wurde mir klar: 'Dieses Dhamma führt nicht zur Ernüchterung, zur Lossagung, zum Aufhören, zum Frieden, zur höheren Geisteskraft, zur Erleuchtung, zum Nibbāna, sondern nur zum Wiedererscheinen im Gebiet von Weder-Wahrnehmung-Noch-Nichtwahrnehmung.' Weil ich mit jenem Dhamma nicht zufrieden war, ließ ich es zurück und ging fort." (M100, Zumwinkel)

    die entscheidende Stelle in Pali lautet:

    Zitat

    nāyaṃ dhammo nibbidāya na virāgāya na nirodhāya na upasamāya na abhiññāya na sambodhāya na nibbānāya saṃvattati, yāvadeva nevasaññānāsaññāyatanūpapattiyā'ti.

    Upapatti ist das, was auch gern mit "Wiedergeburt" übersetzt wird - aber es handelt sich, wie man sieht, nur um ein Dhamma, eine Erscheinung - einen speziellen mentalen Zustand (hier ein Jhana).
    Traditionell gesehen :lol:

    Und "ließ ich es zurück und ging fort" ist natürlich total zen.

  • Tso Wang
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    • 1. März 2014 um 14:46
    • #22
    mukti:
    hedin:

    @Merkur Uranus ist aber nicht an "Sutten-Geschichten" interessiert, sondern an den biologischen und physikalischen Gesetzmäßigkeiten sowie an präzisen mathematischen Formeln, welche die "buddhistische" Wiedergeburt zu begründen vermögen.

    Säkular eben.................

    hedin

    Naja nachdem das Physische zerfällt und neu entsteht werden sich bezüglich der "Wiedergeburt" physikalische Gesetzmäßigkeiten mittels säkularer Wissenschaft nicht finden lassen.


    .

    Das "Genom" sieht das offenbar etwas anders. ;)


    Zitat


    Wenn da irgendwas hinüberwandert dann ist es was geistiges, das kann man abstrakt verstehen oder als etwas "feinstoffliches", messbar oder sonst irgendwie sinnlich erkennbar ist das nicht.

    _()_


    Das würde im "Netz der Konzepte" (s.o.: http://www.palikanon.com/digha/d01_4.htm ...) wohl in etwa 1.4.4 (2), 1.4.4 (3), 1.4.4. (4), .... 1.4.4 ("unendlich" :) ) entsprechen.

    "Haben da, Ihr Mönche, jene Asketen und Priester Zerstörung behauptet, des lebendigen Wesens Zerstörung, Vernichtung, Aufhebung angekündigt, nach sieben Urständen, war es gleichwohl von jenen ehrsamen Asketen und Priestern ohne Verständnis, ohne Einblick wahrgenommen, den durstverleiteten, eben in Aufregung und Unschlüssigkeit."

    (http://www.palikanon.com/digha/d01_5.htm)


    ()

    坐忘

  • Tso Wang
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    21. Januar 2014
    • 1. März 2014 um 15:04
    • #23
    Bakram:

    Ihr lernt es wohl nie :roll:

    Das Thema "Wiedergeburt" ist völlig irrelevant. Sich damit zu beschäftigen nicht Teil des 8-fachen Pfads.. ...


    .


    "Ja, das ist wirklich unglaublich!" :)


    ()

    ------
    "Ein Zen-Meister trägt sechs seiner Schüler auf, einen Tag in absolutem Schweigen zu verbringen. Kaum sind die Mönche unter sich, sagt der erste: 'Ich werde nicht sprechen.' Darauf fährt der zweite den ersten an: 'Wir sollten doch kein Wort sagen!' Wie unbeherrscht ihr seid', sagte der dritte, 'warum habt ihr gesprochen?' 'Es ist gar nicht so einfach, eine Zeitlang nichts zu sagen', bemerkt da der vierte. 'Ich habe als einziger nicht gesprochen', stellt der fünfte zufrieden fest. Der sechste schüttelt den Kopf und sagt: 'Unglaublich'. "

    坐忘

  • Jikjisa
    Gast
    • 1. März 2014 um 16:18
    • #24
    bel:


    die entscheidende Stelle in Pali lautet:

    Zitat

    nāyaṃ dhammo nibbidāya na virāgāya na nirodhāya na upasamāya na abhiññāya na sambodhāya na nibbānāya saṃvattati, yāvadeva nevasaññānāsaññāyatanūpapattiyā'ti.

    Upapatti ist das, was auch gern mit "Wiedergeburt" übersetzt wird - aber es handelt sich, wie man sieht, nur um ein Dhamma, eine Erscheinung - einen speziellen mentalen Zustand (hier ein Jhana).
    Traditionell gesehen :lol:

    Ausgraben kann man ne Menge:

    Zitat

    Es gibt da, Bruder, jene im Gebiet der Weder-Wahrnehmung-noch-Nicht-Wahrnehmung wiedergeborenen Götter. Das ist das beste Dasein.« -

    10. Bhaddaji Sutta

  • bel
    Gast
    • 1. März 2014 um 16:19
    • #25
    Jikjisa:

    Ausgraben kann man ne Menge:

    Zitat

    Es gibt da, Bruder, jene im Gebiet der Weder-Wahrnehmung-noch-Nicht-Wahrnehmung wiedergeborenen Götter. Das ist das beste Dasein.« -

    10. Bhaddaji Sutta


    du kommst nich drauf, wa? :lol:

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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