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Sujato über Buddhas Hauptbeitrag zur indischen Philosophie

  • Buddhaghosa
  • 5. November 2013 um 18:02
  • Zum letzten Beitrag
  • Buddhaghosa
    Gast
    • 8. November 2013 um 13:57
    • #26

    Hallo Jikjisa,

    Jikjisa:


    Bitte keine Zitate, eine Sutta-Nummer genügt. Danke.

    der Ehrwürdige Sujato ist noch nicht ehrwürdig genug, dass er selber Sutten hat. :D

    Ich kann dich nur auf das obige Buch verweisen, dort hat er einen längeren Gedankengang dazu.

    Hallo Elliot,

    Elliot:

    Buddhaghosa hat geschrieben:
    U.a. Sujato, der nun wahrlich kein Prediger der Kommentarliteratur ist, interpretiert die ersten Schritte auch als jhana.

    Hat er eine Quelle, um dies zu untermauern?

    zumindest hat er den klassischen Kommentar auf seiner Seite. :D Und vielleicht auch persönliche Meditationserfahrung mit der Technik aus den 8 Freiungen.

    Gruß
    Florian

  • Jikjisa
    Gast
    • 8. November 2013 um 14:27
    • #27

    Bg:

    Zitat

    Und vielleicht auch persönliche Meditationserfahrung mit der Technik aus den 8 Freiungen.


    Die Technik ist ja unbekannt. Jedenfalls lässt sich der Text auf keine Technik einwandtfrei zurückführen.
    Als Ajahn-Brahm Jünger macht er aber bestimmt keine Keks-Medi. :)

  • Buddhaghosa
    Gast
    • 8. November 2013 um 15:15
    • #28

    Hi,

    aber die alten Kommentatoren kannten vielleicht die Technik hinter dieser Beschreibung. Nur mittlerweile ist sie für uns verloren gegangen.

    Gruß
    Florian

  • Mirco
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    • 8. November 2013 um 23:49
    • #29
    Elliot:
    Buddhaghosa:

    dass die aruppa für die Befreiung nicht notwendig sind, ist glaube ich kein Geheimnis. Die Frage ist eher, warum hat der Buddha sie trotzdem gelehrt?


    Ausserdem sind die formlosen Verweilungen besonders "friedvoll"


    weiß leider nicht wo es steht, aber es wird berichtet, dass Er täglich eben wegen des Friedvollen einige Stunden darin verbracht hat.

    Gruß,
    Mirco

  • nibbuti
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    • 9. November 2013 um 04:21
    • #30
    Buddhaghosa:


    aber die alten Kommentatoren kannten vielleicht die Technik hinter dieser Beschreibung. Nur mittlerweile ist sie für uns verloren gegangen.


    Hi Florian

    Sagst du hier, die alten Kommentatoren wussten mehr als der Buddha? :shock:

    Die Jhana-Formel oder Beschreibung ist für mich eher eine Wegmarkierung, um zu sehen wo man gerade in der Medi steht, keine Anleitung.

    Die Technik dahinter ist (laut Buddha):

    - Tugend / Unschädlichkeit

    - Ein-&-Ausatem-Meditation

    - Weisheit.

    Eine weitere Technik ist Loslassen (von Habenwollen).

    Noch eine weitere Technik ist Überwinden von sinnlicher Gier, Hass, Gereiztheit, Langeweile & blindem Zweifel.

    Liebe Grüße

    Trage nicht das Weltgetöse in die stille Einsamkeit
    Such den Wald, daß er Dich löse von der Krankheit unsrer Zeit.

  • Jikjisa
    Gast
    • 9. November 2013 um 13:20
    • #31

    BG:

    Zitat

    Es scheint aber so zu sein, dass Sujato bezweifelt, dass dies den anderen mangelt. Die haben die Hemmnisse überwunden, sind über die jhana zu den aruppa gekommen - über Anapanasati. Ganz genau wie der Buddha. Also, wo ist der Unterschied? Kann natürlich auch sein, dass ich Sujatos obiges Zitate falsch verstehe.


    Sie haben sie schon etwas überwunden ( durch Opfer, Rituale, Askese ect. ), aber es ist ein oberflächliches Samadhi, das auf äußeren Objekten und ( Gegen-)Vorstellungen beruht. Die Techniken sind auch heute noch geläufig im Yoga.
    Die körperliche Vertiefung ist nicht vollständig.

    Zitat

    "Nachdem er so diese fünf Hindernisse, diese Unvollkommenheiten des Herzens, die die Weisheit schwächen überwunden hat..."


    Das Wort Erlösungen ist leider etwas irreführend für die Vimokkha. Aber zu der Zeit bzw. auch in heutigen Lehren noch, gilt es eben als Erlösungen ( vom Irdisch-Sinnlichem ). Sie kommen aber in den Bodhipakkhiyadhamma nicht vor. Und ich denke, das ist wichtig.

    Das Wort "Richtungen" ( auch: "Erreichungszustände"/Friedvolle verweilungen" ) ist wohl sinniger- für unsereins.
    Das ist dazu ein gutes Zitat ( finde ich ):

    Zitat

    Wenn Sie sich schon in alle Richtungen gewendet haben, dann ist immer noch dieses eine Letzte übrig, wovon Sie einfach nicht loskommen: auf etwas aus zu sein. Das ist das eine echte Hindernis auf dem Pfad, an dem man wirklich verzweifeln kann. Auf etwas aus zu sein, das ist das Hindernis auf dem Pfad, das einzige.
    Chögyam Trungpa


    Buddha hat das gelten lassen, weil die formlosen Verweilungen und die friedvollen Verweilungen dasselbe sind, der Unterschied besteht in der Tiefenschärfe, bzw. Weisheit.

    Die Brahmanen und Asketen waren da bisweilen geknickt: "Ein Kernbeisser ist der Herr Gotama. Ein Schnüffler in unseren Lehrsätzen". :D

  • Peeter
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    • 9. November 2013 um 16:43
    • #32
    Zitat

    Auf etwas aus zu sein, das ist das Hindernis auf dem Pfad, das einzige.
    Chögyam Trungpa

    Zwanghaftes zu sehr ZIEL-orientiertes Trachten und Streben geht wohl vollendst daneben.
    wie meinte der master ? das diamantsutra annehmen, aber nicht so, dass du es dir
    quasi an die stirn heftest und dauert nur draufschaust und nur die buchstaben siehst.
    denn dann ver-blendet es .
    NEIN .. nimm es in dich auf .. nimm es auf ...

  • Buddhaghosa
    Gast
    • 9. November 2013 um 17:10
    • #33

    Hallo Jikjisa,

    Jikjisa:


    aber es ist ein oberflächliches Samadhi, das auf äußeren Objekten und ( Gegen-)Vorstellungen beruht

    jetzt könnte es interessant werden. Kannst du mehr dazu schreiben, zu den äußeren Objekten, Techniken etc.

    Gruß
    Florian

  • Jikjisa
    Gast
    • 9. November 2013 um 23:14
    • #34

    Für Buddhisten sollte das höchstens mal Beruhigung, Peilrichtung und die Motivation stärken. Ansonsten sehe ich jedes äußere Objekt
    als so ziemlich leer an, substanzlos, als hinderlich. Ich führ ja keinen Ramschladen für Meditationsdevotionalien. ;)

  • Jikjisa
    Gast
    • 10. November 2013 um 14:49
    • #35

    Ich mag diesen Erw. Sujato; er tut viel für die Frauen. Damit zeichnet er sich durch Wohlwollen und Mitgefühl aus.
    Seine Schriften sind daher sicher hilfreicher und interessanter als unser Gerede :) Hoffe ich. Lesen ja viele.

  • Geronimo
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    • 10. November 2013 um 18:37
    • #36
    nibbuti:
    Buddhaghosa:


    aber die alten Kommentatoren kannten vielleicht die Technik hinter dieser Beschreibung. Nur mittlerweile ist sie für uns verloren gegangen.


    Hi Florian

    Sagst du hier, die alten Kommentatoren wussten mehr als der Buddha? :shock:

    Die Jhana-Formel oder Beschreibung ist für mich eher eine Wegmarkierung, um zu sehen wo man gerade in der Medi steht, keine Anleitung.

    Die Technik dahinter ist (laut Buddha):

    - Tugend / Unschädlichkeit

    - Ein-&-Ausatem-Meditation

    - Weisheit.

    Eine weitere Technik ist Loslassen (von Habenwollen).

    Noch eine weitere Technik ist Überwinden von sinnlicher Gier, Hass, Gereiztheit, Langeweile & blindem Zweifel.

    Liebe Grüße

    Alles anzeigen

    Und noch eine ist Güte, Mitgefühl, Mitfreude und Gleichmut:

    Zitat

    »Die Güte, ihr Mönche, die gemüterlösende, soll man entfalten, ob Mann oder Weib. Nicht vermag, ihr Mönche, ein Mann oder ein Weib beim Abscheiden diesen Körper mit sich zu nehmen; der Sterbliche, ihr Mönche, hat den Geist als Zwischenglied. Jener aber weiß: 'Was immer ich da früher mit diesem stofflichen Körper an bösen Taten verübt habe, das alles wird sich hier noch auswirken und nichts davon wird nachfolgen'. Auf diese Weise entfaltet, ihr Mönche, führt die gemüterlösende Güte zur Nichtwiederkehr, es sei denn, daß ein weiser Mönch sich schon hier zu einer höheren Befreiung durchdringt.

    Der edle Jünger, ihr Mönche, von Begierde und Übelwollen frei, unverwirrt, wissensklar und achtsam, durchdringt mit einem von Mitleid - von Mitfreude - von Gleichmut erfülltem Geiste die eine Himmelsrichtung, ebenso die zweite, ebenso die dritte, ebenso die vierte. So durchdringt er oben, unten, quer inmitten, überall, allerwärts, die ganze Welt mit einem von Mitleid - Mitfreude - Gleichmut erfüllten Geiste, einem weiten, umfassenden, unermeßlichen, frei von Gehässigkeit und Übelwollen. Und er weiß: 'Früher war mein Geist beschränkt und unentfaltet. Nunmehr aber ist mein Geist unbeschränkt und wohl entfaltet; und keinerlei beschränkte Tat wird darin zurückbleiben, darin verharren.'

    http://www.palikanon.com/angutt/a10_178_219.html#a_x208

    Wichtig ist nicht, besser zu sein als alle anderen.
    Wichtig ist, besser zu sein als du gestern warst. (Dogen)

  • Buddhaghosa
    Gast
    • 10. November 2013 um 19:09
    • #37

    Hi,

    Jikjisa:


    Seine Schriften sind daher sicher hilfreicher und interessanter als unser Gerede :) Hoffe ich. Lesen ja viele.

    nun ja, in dieser keinen Thread-Diskussionsrunde hat neben mir wohl niemand Sujato gelesen, oder? Weiß nicht, ob es dann woanders soviel mehr sind. Ich habe zuletzt 3 Bücher von ihm mit großen Interesse gelesen. Obwohl ich einige Punkte anders sehe als er.

    Gruß
    Florian

  • Geronimo
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    • 10. November 2013 um 19:57
    • #38
    Zitat

    Milarepa schickte Rechungpa einmal zum Feuerholz holen, um ihn für einige Zeit fernzuhalten. Währenddessen sah er sich die Bücher an, die Rechungpa aus Indien mitgebracht hatte und stellte dabei fest, daß darunter auch Belehrungen über schwarze Magie waren und andere Erklärungen, die von keinem Nutzen für die Wesen sein würden. Er bat die Dakinis alle Texte zu sich zu nehmen, die tiefgründig und zum Wohl der Wesen sein würden und verbrannte den Rest. Als Rechungpa zurückkam und feststellte, daß Milarepa seine Bücher verbrannt hatte, verlor er sein Vertrauen und war zutiefst verletzt. Er dachte sogar daran, Milarepa zu verlassen und zu Tipupa nach Indien zurückzukehren.

    Milarepa erklärte ihm, daß die Bücher von keinem Nützen wären, sondern daß die Praxis und das Erkennen der Natur des Geistes das einzige wäre, was wirklich zählt, aber Rechungpa war nicht so leicht zu überzeugen. Um in seinem Schüler wieder Vertrauen zu erwecken, zeigte Milarepa viele Wunder. Unter anderem machte er seinen Körper transparent und manifestierte verschiedene Buddhaaspekte in den Energiezentren seines Körpers. Er flog durch die Luft, zerteilte Felsbrocken mit einer Hand und vieles mehr. Aber Rechungpa ließ sich nicht beeindrucken. Schließlich flog Milarepa davon und als er fast nicht mehr zu sehen war, wurde Rechungpa mit einem Schlag klar, was für einen schweren Fehler er gemacht hatte.

    http://www.buddhismus-heute.de/archive.issue_…tion__9.de.html

    :D

    Wichtig ist nicht, besser zu sein als alle anderen.
    Wichtig ist, besser zu sein als du gestern warst. (Dogen)

  • Buddhaghosa
    Gast
    • 10. November 2013 um 20:19
    • #39

    Noch mal aus Sujatos obigem Buch (S. 11):

    Zitat


    practice without theory tends to drift without direction, or rather, directed by the personal delusions of the individual.

    (Praxis ohne Theorie neigt dazu, ohne Richtung dahin zu treiben, oder vielmehr, durch die eigenen Verblendungen des Individuums gelenkt zu sein.)

    Mir sind Leute, die das Textstudium ablehnen und sich nur auf ihre eigene Erfahrungen verlassen, im Kontext der Auseinandersetzung mit dem Buddhismus sehr suspekt.

    Gruß
    Florian

  • Aiko
    Gast
    • 10. November 2013 um 20:47
    • #40
    Buddhaghosa:

    Noch mal aus Sujatos obigem Buch (S. 11):

    Zitat


    practice without theory tends to drift without direction, or rather, directed by the personal delusions of the individual.

    (Praxis ohne Theorie neigt dazu, ohne Richtung dahin zu treiben, oder vielmehr, durch die eigenen Verblendungen des Individuums gelenkt zu sein.)

    Mir sind Leute, die das Textstudium ablehnen und sich nur auf ihre eigene Erfahrungen verlassen, im Kontext der Auseinandersetzung mit dem Buddhismus sehr suspekt.

    Gruß
    Florian

    Und warum zitierst du nur die eine Hälfte des Satzes?
    Es heißt da: Theory without practice becomes a mere intellectual mind game, ...... ich kann hier nicht die Praxis anderer beurteilen, weil ich sie nicht kenne - aber Textstudium hier ist jedenfalls genau das - intellectual mind game - ich hätte da noch ein anderes Wort für, lass das aber.

    Vielleicht kannst du mal die 396 Seiten kurz zusammen fassen. :grinsen:
    Ansonsten ist Sujato auch bloß ein Intellektueller - das bißchen Praxis seit 1992 - und mit katholischem Elternhaus - diese Konditionierung muss einer erst mal auflösen. Und dann bei Ajahn Brahm, den er als seinen Hauptlehrer ansieht - nee, nee.
    http://www.buddhismandaustralia.com/index.php/part…ahn-sujato.html

  • Elliot
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    • 11. November 2013 um 10:24
    • #41
    Buddhaghosa:
    Zitat


    Meine Übersetzung:

    S. 164: Der Unterschied zwischen den Brahmanen und Buddhisten ist nicht der Zustand des Samadhi als solcher ... Der Unterschied liegt in der Ansicht und Interpretation.

    S. 175: Der Buddha hat die relevanten praktischen Aspekte der Brahmentradition in seine Lehre übernomen, seine Hauptneuerung bestand darin, die Samadhi-Erfahrung nicht im Sinne von einem metaphysischen Selbst zu interpretieren.

    Wie findet ihr das? Hat Buddha also eigentlich alles gemacht, wie seine Vorgänger nur anders interpretiert?


    Um es noch einmal klar zu sagen: Der Buddha ist über die Samadhi-Erfahrung seiner Lehrer und anderer Zeitgenossen hinaus gegangen, er hat nicht nur Bekanntes uminterpretiert:

    Zitat

    "Es gibt eine vollständig angenehme Welt, Udāyin; es gibt einen ausübbaren Weg, um eine vollständig angenehme Welt zu verwirklichen."

    "Ehrwürdiger Herr, was ist jener ausübbare Weg, um eine vollständig angenehme Welt zu verwirklichen?"

    "Udāyin, da tritt ein Bhikkhu ganz abgeschieden von Sinnesvergnügen, abgeschieden von unheilsamen Geisteszuständen, in die erste Vertiefung ein, die von anfänglicher und anhaltender Hinwendung des Geistes begleitet ist, und verweilt darin, mit Verzückung und Glückseligkeit, die aus der Abgeschiedenheit entstanden sind. Mit der Stillung der anfänglichen und anhaltenden Hinwendung des Geistes (zum Meditationsobjekt) tritt er in die zweite Vertiefung ein, die innere Beruhigung und Einheit des Herzens enthält, ohne anfängliche und anhaltende Hinwendung des Geistes, und verweilt darin, mit Verzückung und Glückseligkeit, die aus der Konzentration entstanden sind. Mit dem Verblassen der Verzückung, in Gleichmut verweilend, achtsam und wissensklar, voll körperlich erlebter Glückseligkeit, tritt er in die dritte Vertiefung ein, von der die Edlen sagen: 'Glückselig verweilt derjenige, der voll Gleichmut und Achtsamkeit ist', und verweilt darin. Dies ist der ausübbare Weg, um eine vollständig angenehme Welt zu verwirklichen."

    "Ehrwürdiger Herr, das ist nicht der ausübbare Weg, um eine vollständig angenehme Welt zu verwirklichen; an jener Stelle ist eine vollständig angenehme Welt bereits verwirklicht worden."

    "Udāyin, an jenem Punkt ist eine vollständig angenehme Welt noch nicht verwirklicht worden; das ist nur der ausübbare Weg, um eine vollständig angenehme Welt zu verwirklichen."

    Nach diesen Worten veranstaltete die Versammlung des Wanderasketen Sakuludāyin einen Aufruhr, indem sie ein Geschrei anstimmten: "Wir sind verloren, zusammen mit den Lehren unserer eigenen Lehrer! Wir sind verloren, zusammen mit den Lehren unserer eigenen Lehrer! Wir kennen nichts höheres als das [1]!"

    Dann brachte der Wanderasket Sakuludāyin jene Wanderasketen zum Schweigen und fragte den Erhabenen:

    "Ehrwürdiger Herr, an welcher Stelle ist eine vollständig angenehme Welt verwirklicht worden?"

    "Mit dem Überwinden von Glück und Schmerz und dem schon früheren Verschwinden von Freude und Trauer, tritt da ein Bhikkhu in die vierte Vertiefung ein, die aufgrund von Gleichmut Weder-Schmerzhaftes-noch-Angenehmes und Reinheit der Achtsamkeit in sich hat, und verweilt darin. Er verweilt mit jenen Göttern, die in einer vollständig angenehmen Welt erschienen sind, und er spricht mit ihnen und tritt mit ihnen ins Gespräch. An jener Stelle ist eine vollständig angenehme Welt verwirklicht worden."

    "Ehrwürdiger Herr, es geschieht sicherlich um der Verwirklichung jener vollständig angenehmen Welt willen, daß Bhikkhus das heilige Leben unter dem Erhabenen führen."

    "Es geschieht nicht um der Verwirklichung jener vollständig angenehmen Welt willen, daß Bhikkhus das heilige Leben unter mir führen. Es gibt andere Zustände, Udāyin, höhere und erhabenere als das, und es geschieht um deren Verwirklichung willen, daß Bhikkhus das heilige Leben unter mir führen."

    "Was sind jene höheren und erhabeneren Zustände, ehrwürdiger Herr, um deren Verwirklichung willen Bhikkhus das heilige Leben unter dem Erhabenen führen?"

    (MN 79)

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    Zitat

    "Udāyin, da tritt ein Bhikkhu ganz abgeschieden von Sinnesvergnügen, abgeschieden von unheilsamen Geisteszuständen, in die erste Vertiefung ein, die von anfänglicher und anhaltender Hinwendung des Geistes begleitet ist, und verweilt darin, mit Verzückung und Glückseligkeit, die aus der Abgeschiedenheit entstanden sind. Das, sage ich, ist nicht genug. Überwinde es, sage ich; übertreffe es, sage ich. Und was übertrifft es?"

    "Udāyin, da tritt ein Bhikkhu mit der Stillung der anfänglichen und anhaltenden Hinwendung des Geistes (zum Meditationsobjekt) in die zweite Vertiefung ein, die innere Beruhigung und Einheit des Herzens ohne anfängliche und anhaltende Hinwendung des Geistes enthält, und verweilt darin, mit Verzückung und Glückseligkeit, die aus der Konzentration entstanden sind. Das übertrifft es. Aber auch das, sage ich, ist nicht genug. Überwinde es, sage ich; übertreffe es, sage ich. Und was übertrifft es?"

    "Udāyin, da tritt ein Bhikkhu mit dem Verblassen der Verzückung, in Gleichmut verweilend, achtsam und wissensklar, voll körperlich erlebter Glückseligkeit, in die dritte Vertiefung ein, von der die Edlen sagen: 'Glückselig verweilt derjenige, der voll Gleichmut und Achtsamkeit ist', und verweilt darin. Das übertrifft es. Aber auch das, sage ich, ist nicht genug. Überwinde es, sage ich; übertreffe es, sage ich. Und was übertrifft es?"

    "Udāyin, da tritt ein Bhikkhu mit dem Überwinden von Glück und Schmerz und dem schon früheren Verschwinden von Freude und Trauer, in die vierte Vertiefung ein, die aufgrund von Gleichmut Weder-Schmerzhaftes-noch-Angenehmes und Reinheit der Achtsamkeit in sich hat, und verweilt darin. Das übertrifft es. Aber auch das, sage ich, ist nicht genug. Überwinde es, sage ich; übertreffe es, sage ich. Und was übertrifft es?"

    "Udāyin, mit dem völligen Überwinden der Formwahrnehmung, mit dem Verschwinden der Wahrnehmung der Sinneseinwirkung, mit Nichtbeachtung der Vielheitswahrnehmung, indem sich der Bhikkhu vergegenwärtigt 'Raum ist unendlich', tritt er da in das Gebiet der Raumunendlichkeit ein und verweilt darin. Das übertrifft es. Aber auch das, sage ich, ist nicht genug. Überwinde es, sage ich; übertreffe es, sage ich. Und was übertrifft es?"

    "Udāyin, mit dem völligen Überwinden des Gebiets der Raumunendlichkeit, indem sich der Bhikkhu vergegenwärtigt 'Bewußtsein ist unendlich', tritt er da in das Gebiet der Bewußtseinsunendlichkeit ein und verweilt darin.Das übertrifft es. Aber auch das, sage ich, ist nicht genug. Überwinde es, sage ich; übertreffe es, sage ich. Und was übertrifft es?"

    "Udāyin, mit dem völligen Überwinden des Gebiets der Bewußtseinsunendlichkeit, indem sich der Bhikkhu vergegenwärtigt 'da ist nichts', tritt er da in das Gebiet der Nichtsheit ein und verweilt darin [mit Āḷāra Kālāma]. Das übertrifft es. Aber auch das, sage ich, ist nicht genug. Überwinde es, sage ich; übertreffe es, sage ich. Und was übertrifft es?"

    "Udāyin, mit dem völligen Überwinden des Gebiets der Nichtsheit tritt da der Bhikkhu in das Gebiet von Weder-Wahrnehmung-Noch-Nichtwahrnehmung ein und verweilt darin [mit Uddaka Rāmaputta]. Das übertrifft es. Aber auch das, sage ich, ist nicht genug. Überwinde es, sage ich; übertreffe es, sage ich. Und was übertrifft es?"

    "Udāyin, mit dem völligen Überwinden des Gebiets von Weder-Wahrnehmung-Noch-Nichtwahrnehmung tritt da der Bhikkhu in das Aufhören von Wahrnehmung und Gefühl ein und verweilt darin. Das übertrifft es. Somit spreche ich sogar vom Überwinden des Gebiets von Weder-Wahrnehmung-Noch-Nichtwahrnehmung. Udāyin, siehst du irgendeine Fessel, klein oder groß, von deren Überwindung ich nicht spreche [5]?"

    "Nein, ehrwürdiger Herr."

    (MN 66)

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    Viele Grüße
    Elliot

    Viele Grüße

    Elliot

  • Aiko
    Gast
    • 11. November 2013 um 12:40
    • #42

    Dazu hatte Kodo Sawaki auch seine Ansicht:
    http://antaiji.dogen-zen.de/deu/zenluege.shtml

    Zitat

    44. Du darfst den Buddhismus nicht zu wörtlich nehmen

    Als ich noch jung war, hat mir das Studium des Buddhismus eine Menge Kopfschmerzen bereitet. Der Buddhismus erschien mir als so schwierig, weil ich ihn so verstand wie ein Ernährungswissenschaftler das Kochen: Wenn wir wissenschaftlich exakt analysieren wollen, wieviel Salz und Vitamine in einem Gericht sind, wieviel Kalorien es hat, wie das Gericht zubereitet werden muss, damit die Vitamine nicht verloren gehen und so weiter, dann machen wir uns selbst nur Schwierigkeiten. Der Grund, weshalb der Buddhismus heutzutage vor die Hunde geht, liegt darin, dass alle ihn nur unter dem Gesichtspunkt der Nährstoffanalyse betrachten, ohne jemals selbst davon zu essen. Mir reicht der einfache Geschmack - Tag ein, Tag aus. Die tote Hülse der Wissenschaft interessiert mich nicht.

    Sich der Übung zu widmen ist etwas anderes, als über die Übung nachzudenken. Ich rede zum Beispiel oft über die Gesichtszüge, weil mich Form interessiert. Ich glaube, dass Form von grösster Wichtigkeit ist. Ich glaube, dass die Form des Gassho, der Verbeugung und des Zazen selbst von den Buddhas vor Shakyamuni bereits von einem zum anderen weitergegeben wurden. Sich der Übung zu widmen bedeutet, mit Haut und Haaren in diese Form überzugehen.
    "Wenn die Form stimmt, stimmt auch der Inhalt" - in einer richtigen Einstellung drückt sich ein richtiger Geist aus. Deshalb ist es notwendig, dass wir unsere Einstellung gegenüber dem sich täglichen ändernden Leben anhand der Praxis von Zazen überprüfen, und von morgens bis abends an dieser unserer Lebenseinstellung feilen.

    Nur geistige Tiefflieger begeistern sich für das, was in Büchern steht. Du musst lernen, die Wirklichkeit von deinen Hirngespinsten zu unterscheiden. Wenn du liest, lese dich selbst, erschaffe dich selbst. Du bist erst dann wirklich du selbst, wenn du alle Theorie hinter dir gelassen hast.
    Wissen über Buddhismus anzuhäufen ist eine gefährliche Sache: Du glaubst, allem mit Worten beikommen zu können. Und noch bevor diese Worte einen Inhalt für dich gewinnen, hast du schon eine Doktorarbeit mit ihnen verfasst, oder die Leute geben dir ihr Geld für deine "Dharmareden".
    Die Wissenschaftler reden ihr ganzes Leben über nichts anderes als Buchstaben. Dabei klauben sie so eifrig in diesen Buchstaben, dass sie schließlich sterben, bevor deren Inhalt irgendeine Bedeutung für ihr eigenes Leben gewinnt. Das liegt daran, dass sie zu viel nachdenken und unterscheiden. Es ist ihnen unmöglich, eine Sache rein und direkt zu verstehen - wie zum Beispiel Zazen durch Zazen selbst zu klären.

    Bodhigeist zu haben bedeutet, alle anderen retten zu wollen, bevor du selbst gerettet wirst. Doch wenn du nur darüber redest, die anderen retten zu wollen, während du noch nicht einmal deinen Sitzplatz im Bus abtrittst, schweben deine Worte bloß in der Luft.

    Wenn die Menschheit endlich zurückkehrte zu ihrer wahren Natur, dann würden sich alle ihre Probleme lösen. Doch bis heute drehte sich alles nur um's Geld, Ficken und Fressen - das reinste Tollhaus!

    Alles anzeigen
  • Elliot
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    • 11. November 2013 um 12:55
    • #43
    Aiko:
    Zitat

    ... Wenn die Menschheit endlich zurückkehrte zu ihrer wahren Natur, dann würden sich alle ihre Probleme lösen. Doch bis heute drehte sich alles nur um's Geld, Ficken und Fressen - das reinste Tollhaus!


    Enthaltsamkeit ist aber auch nicht immer gern gesehen:

    Zitat

    Da ging der Wanderasket Māgandiya, während er zum Zwecke körperlicher Ertüchtigung umher ging und wanderte, zur Feuerkammer des Brahmanen, der zum Bhāradvāja-Klan gehörte. Dort sah er eine Grasstreu vorbereitet, und nachdem er sie gesehen hatte, fragte er den Brahmanen: "Für wen ist diese Grasstreu in Meister Bhāradvājas Feuerkammer vorbereitet worden? Es scheint das Bett eines Mönchs zu sein."

    "Meister Māgandiya, da gibt es den Mönch Gotama, den Sohn der Sakyer, der einen Sakyer-Klan verließ, um in die Hauslosigkeit zu ziehen. Nun eilt Meister Gotama ein guter Ruf voraus, der folgendes besagt: 'Jener Erhabene ist ein Verwirklichter, ein vollständig Erleuchteter, vollkommen im wahren Wissen und erhaben im Verhalten, vollendet, Kenner der Welten, unvergleichlicher Meister bezähmbarer Menschen, Lehrer himmlischer und menschlicher Wesen, ein Erwachter, ein Erhabener.' Dieses Bett ist für jenen Meister Gotama vorbereitet worden."

    "In der Tat, Meister Bhāradvāja, es ist ein schlimmer Anblick für uns, wenn wir das Bett jenes Zerstörers von Wachstum [1], Meister Gotama, sehen."

    (MN 75)


    Wobei wir wieder bei der Wirkung von samadhi wären:

    Zitat

    "Was meinst du, Māgandiya? Da hat sich vielleicht jemand früher mit Berührungsobjekten, die mit dem Körper erfahrbar sind, die erwünscht, begehrt, angenehm und liebenswert sind, die mit Sinnesgier verbunden sind und Begierde hervorrufen, vergnügt. Bei einer späteren Gelegenheit, nachdem er den Ursprung, das Verschwinden, die Befriedigung, die Gefahr und das Entkommen im Falle der Berührungsobjekte der Wirklichkeit entsprechend kennt, könnte er das Begehren nach Berührungsobjekten überwunden haben, das Fieber nach Berührungsobjekten entfernt haben, und ohne Durst, mit einem Geist, der inneren Frieden hat, verweilen. Was würdest du zu ihm sagen, Māgandiya?" - "Nichts, Meister Gotama."

    "Māgandiya, früher, als ich ein Leben zu Hause führte, vergnügte ich mich, versorgt und ausgestattet mit den fünf Strängen sinnlichen Vergnügens: mit Formen, die mit dem Auge erfahrbar sind, die erwünscht, begehrt, angenehm und liebenswert sind, die mit Sinnesgier verbunden sind und Begierde hervorrufen; mit Klängen, die mit dem Ohr erfahrbar sind, die erwünscht, begehrt, angenehm und liebenswert sind, die mit Sinnesgier verbunden sind und Begierde hervorrufen; mit Gerüchen, die mit der Nase erfahrbar sind, die erwünscht, begehrt, angenehm und liebenswert sind, die mit Sinnesgier verbunden sind und Begierde hervorrufen; mit Geschmäckern, die mit der Zunge erfahrbar sind, die erwünscht, begehrt, angenehm und liebenswert sind, die mit Sinnesgier verbunden sind und Begierde hervorrufen; mit Berührungsobjekten, die mit dem Körper erfahrbar sind, die erwünscht, begehrt, angenehm und liebenswert sind, die mit Sinnesgier verbunden sind und Begierde hervorrufen. Ich hatte drei Paläste, einen für die Regenzeit, einen für den Winter und einen für den Sommer. Ich hielt mich die vier Monate der Regenzeit über im Regenzeit-Palast auf, vergnügte mich mit Musikern, die alle Frauen waren, und ich ging nicht zum unteren Palast hinunter."

    "Bei einer späteren Gelegenheit, nachdem ich den Ursprung, das Verschwinden, die Befriedigung, die Gefahr und das Entkommen im Falle der Sinnesvergnügen der Wirklichkeit entsprechend kannte , überwand ich das Begehren nach Sinnesvergnügen, entfernte ich das Fieber nach Sinnesvergnügen, und ich verweile ohne Durst, mit einem Geist, der inneren Frieden hat. Ich sehe andere Wesen, die nicht frei von Sinnesbegierde sind, die vom Begehren nach Sinnesvergnügen verzehrt werden, die vor Fieber nach Sinnesvergnügen brennen, die in Sinnesvergnügen schwelgen, und ich beneide sie nicht, auch ergötze ich mich nicht daran. Warum ist das so? Māgandiya, weil es eine Freude gibt, abseits von Sinnesvergnügen, abseits von unheilsamen Geisteszuständen, welche himmlische Glückseligkeit übertrifft. Da ich mich an jenem erfreue, beneide ich nicht, was geringer ist, auch ergötze ich mich nicht daran."

    (MN 75)


    Denn:

    Zitat

    Sogar wenn ein edler Schüler der Wirklichkeit entsprechend mit angemessener Weisheit deutlich gesehen hat, wie wenig Befriedigung die Sinnesvergnügen bieten, aber wieviel Leid und wieviel Verzweiflung, und wie groß die Gefahr ist, die in ihnen steckt; solange er nicht die Verzückung und Glückseligkeit erlangt, die von Sinnesvergnügen abgetrennt sind, abgetrennt von unheilsamen Geisteszuständen, oder etwas noch friedvolleres [2], so lange mag er noch zu Sinnesvergnügen hingezogen werden. Aber wenn ein edler Schüler der Wirklichkeit entsprechend mit angemessener Weisheit deutlich gesehen hat, wie wenig Befriedigung die Sinnesvergnügen bieten, aber wieviel Leid und wieviel Verzweiflung, und wie groß die Gefahr ist, die in ihnen steckt; und wenn er die Verzückung und Glückseligkeit erlangt, die von Sinnesvergnügen abgetrennt sind, abgetrennt von unheilsamen Geisteszuständen, oder etwas noch friedvolleres, dann wird er nicht mehr zu Sinnesvergnügen hingezogen."

    (MN 14)


    Viele Grüße
    Elliot

    Viele Grüße

    Elliot

  • void
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    Zen
    • 11. November 2013 um 13:29
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    • #44
    Buddhaghosa:

    Hallo,

    Zitat


    S. 164: Der Unterschied zwischen den Brahmanen und Buddhisten ist nicht der Zustand des Samadhi als solcher ... Der Unterschied liegt in der Ansicht und Interpretation.

    S. 175: Der Buddha hat die relevanten praktischen Aspekte der Brahmentradition in seine Lehre übernomen, seine Hauptneuerung bestand darin, die Samadhi-Erfahrung nicht im Sinne von einem metaphysischen Selbst zu interpretieren.

    Wie findet ihr das? Hat Buddha also eigentlich alles gemacht, wie seine Vorgänger nur anders interpretiert? Kennt noch jemand dieses Buch?

    Während wir Buddhisten sagen, dass Buddha über die Brahmentradition hinaugegangen ist, sehen das die Hindus anders. Für sie ist Buddha zwar ein Befreiter, nach ihnen gab es aber auch andere, die innerhalb der Brahmentradition Befreiung erlangten. Zu wissen wer genau welche Zustände der Sammlung erreicht bzw. nicht erreichte ist sehr schwierig. Und es macht nicht so viel Sinn darüber zu diskutieren. Können wir mit 100%iger Sicherheit sagen, dass nicht vor 500 Jahre vor Buddha irgendwer Befreiung erlangte?

    Von daher finde ich es sehr nachvollziehbar und gut, dass Sujato nicht über innere Zustände spekuliert, sondern sich auf die konzeptionellen Neuerungen konzentriert. Auf die philosophischen Beiträge zur indischen Geistesgeschichte. Und da was für den Buddhismus das Anatta Konzept revoltionär und wegweisend.

    • Nächster offizieller Beitrag
  • Aiko
    Gast
    • 11. November 2013 um 15:35
    • #45
    void:
    Buddhaghosa:

    Hallo,

    Wie findet ihr das? Hat Buddha also eigentlich alles gemacht, wie seine Vorgänger nur anders interpretiert? Kennt noch jemand dieses Buch?

    Von daher finde ich es sehr nachvollziehbar und gut, dass Sujato nicht über innere Zustände spekuliert, sondern sich auf die konzeptionellen Neuerungen konzentriert. Auf die philosophischen Beiträge zur indischen Geistesgeschichte. Und da was für den Buddhismus das Anatta Konzept revoltionär und wegweisend.

    Das vielleicht wesentliche Merkmal war nicht das Anatta-Konzept - sondern die Abkehr von jeglicher metaphysischen Interpretation. Samadhi ist eben nichts Metaphysisches - über Metaphysik ließen sich nur nutzlose Spekulationen anstellen. Das gilt im übrigen auch für das Mem-Konzept von Dawkin, das Sujato ja meint erwähnen zu können. Es gibt nur keine, vom Körperlichen unabhängige geistige Evolution.

  • Mario Felten
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    25. Oktober 2013
    • 11. November 2013 um 16:58
    • #46

    Eine der größten Leistungen des Buddha selbst (die natürlich auch auf Erkenntnisse großer Denker vor ihm aufbaut) ist die Erkenntnis, dass wir nur in uns selbst die Wahrheit direkt erfahren. Zu allem außerhalb unseres selbst bleibt ja sozusagen immer eine gewisse Distanz…Die aus dieser Erkenntnis heraus von ihm entwickelte Vipashyana-Meditation beendet dann endgültig alles Leiden (führt zur vollkommenen Kontrolle aller Emotionen). Nachdem ich in dieser Meditations-Technik vom meinem Lehrer bis in alle Einzelheiten geschult wurde, erlangte ich die (fast) vollständige Kontrolle meiner Emotionen.

  • Elliot
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    • 11. November 2013 um 22:50
    • #47
    Mario Felten:

    ... die (fast) vollständige Kontrolle meiner Emotionen.


    Hm. Ist das nicht unangenehm?

    Viele Grüße
    Elliot

    Viele Grüße

    Elliot

  • Jikjisa
    Gast
    • 11. November 2013 um 23:02
    • #48
    Zitat

    Nachdem ich in dieser Meditations-Technik vom meinem Lehrer bis in alle Einzelheiten geschult wurde, erlangte ich die (fast) vollständige Kontrolle meiner Emotionen.

    OMG !!! Der Fehler wird ja häufig gemacht... Nun ja, so ist das halt mit dieser komischen Vipassana-Bewegung.

  • Jikjisa
    Gast
    • 11. November 2013 um 23:07
    • #49

    Das vielleicht wesentliche Merkmal war nicht das Anatta-Konzept - auch nicht die Abkehr von metaphysischen Interpretation,
    sondern:

    Zitat

    Wie aber schießt der Mönch wie der Blitz?
    Da erkennt der Mönch der Wirklichkeit gemäß: 'Dies ist das Leiden'; erkennt der Wirklichkeit gemäß: 'Dies ist die Entstehung des Leidens'; erkennt der Wirklichkeit gemäß: 'Dies ist die Erlöschung des Leidens'; erkennt der Wirklichkeit gemäß: 'Dies ist der zur Erlöschung des Leidens führende Pfad.' So schießt der Mönch wie der Blitz.

  • Mario Felten
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    • 12. November 2013 um 00:04
    • #50

    Elliot: Ich werde demnächst noch etwas genauer auf die Wirkungsweise der Vipashyana-Meditation eingehen (damit du eine genauere Vorstellung darüber hast). Soviel vorweg vielleicht: Es ist nicht so, dass man keine Freude im Leben mehr hat wenn man seine Emotionen (fast) vollständig unter Kontrolle hat. Man lernt dadurch einfach nur, nicht mehr blind auf die Emotionen zu reagieren (was oft negative Folgen in der Zukunft zur Wirkung hat), sondern die Emotion (nen) von außen zu betrachten (wie sie kommt, sich verändert u. wieder vergeht). Im Allgemeinen lasse ich keine negativen Emotionen in mir wirken (was nach einer blinden Reaktion ja verheerende Folgen für die Zukunft haben kann…), positive aber bisher schon…

    P.S: Ich bin mir bewusst, dass ich die Erleuchtung so noch lange nicht erlangen kann (ich strebe auch bewusst noch nicht danach).

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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