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  1. Buddhaland Forum
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Buddha und "Das Eine"

  • mukti
  • 5. Oktober 2013 um 18:21
  • Zum letzten Beitrag
  • Doris
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    • 14. Oktober 2013 um 16:21
    • #201

    Wie wäre es mit "Nichtwandern", weil man immer schon da ist?
    Auf bayrisch: Hinsetzen, Brotzeit machen und die Aussicht genießen. :D

    Der Sinn des Lebens besteht darin, Rudolph, dem Schwurkel, den Schnabel zu kraulen.

  • void
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    Buddh. Richtung
    Zen
    • 14. Oktober 2013 um 16:27
    • Offizieller Beitrag
    • #202
    Doris Rasevic-Benz:

    Deshalb heißt es im Bayerischen auch:
    Mia sam mia!

    Das wird als Eigensinn missverstanden, ist jedoch ein Ausdruck der Sammlung, die bei uns stets kollektiv ist.

    Da fällt mir diese Bild von Herbert Achternbusch ein. Halb granteln und halb meditierend.

    • Vorheriger offizieller Beitrag
  • mukti
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    • 14. Oktober 2013 um 18:04
    • #203
    nibbuti:
    mukti:

    Wie meinst du das nibbuti? Befinden wir uns nicht alle auf der Wanderung im Samsara? Es ist halt kein Beginn dieser Wanderung erkennbar, aber ein Ende ist möglich, Befreiung.


    ...ein Ende von Verlangen & Dukkha, mukti.

    Das Ende der 'Wanderung' im Samsara und damit verbundenem Dukkha geht laut Buddha mit dem Ende der Ursachen (Verlangen) einher, nicht durch einen paralytischen 'verstopften' Zustand.

    Der Weg ist der edle achtfache Pfad ist zu gehen. So war das gemeint.

    Liebe Grüße

    Verstehe, es wird ja auch mit "erwachen" assoziiert, nicht mit einschlafen.

    Liebe Grüße zurück

    Mit Metta, mukti.


  • Jikjisa
    Gast
    • 14. Oktober 2013 um 21:01
    • #204

    Accinca:

    Zitat

    "Sam" heißt soviel wie zusammen, gesammelt usw. usw.

    Ja, eben?

    Naja, "continuous flow" ist sonst recht passend.

  • accinca
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    • 15. Oktober 2013 um 00:25
    • #205
    nibbuti:
    accinca:


    So ist es, doch dazu müsste man erst losgegangen sein.
    'Nichtwandern' ist nicht Befreiung***

    Doch, doch in dem Zusammenhang schon. Samsaro ist ja nicht
    ein freies Wandern weil man es auch anderes könnte. Samsaro
    ist der Zwang wie "neurotisch wandern" zu müssen trotz des
    damit verbundenem Elend von Alter Krankheit und Tod usw.
    'Nichtwandern' ist Befreiung vom wandern. "Losgegangen" ist
    man nach der Lehre aber nie, denn es hat noch nie einen Zeitpunkt
    gegeben wo die Wesen nicht auf der "Wanderschaft" gewesen wären.

  • nibbuti
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    23. April 2011
    • 15. Oktober 2013 um 01:21
    • #206
    accinca:


    Doch, doch in dem Zusammenhang schon. Samsaro ist ja nicht
    ein freies Wandern weil man es auch anderes könnte. Samsaro
    ist der Zwang wie "neurotisch wandern" zu müssen trotz des
    damit verbundenem Elend von Alter Krankheit und Tod usw.
    'Nichtwandern' ist Befreiung vom wandern. "Losgegangen" ist
    man nach der Lehre aber nie, denn es hat noch nie einen Zeitpunkt
    gegeben wo die Wesen nicht auf der "Wanderschaft" gewesen wären.

    Alles anzeigen


    Mag sein, aber lassen wir die Semantik des Wortes Samsaro.

    Es wäre gut, accinca, wenn du stattdessen etwas zu Samsaro hinsichtlich der 12-gliedrigen Kette des bedingten Entstehens aus deiner Sicht sagen könntest (nicht notwendigerweise in diesem Thread).

    Grüße

    Trage nicht das Weltgetöse in die stille Einsamkeit
    Such den Wald, daß er Dich löse von der Krankheit unsrer Zeit.

  • Jikjisa
    Gast
    • 15. Oktober 2013 um 08:50
    • #207

    Es sind die gewohnheitsmäßigen Tendenzen im "Einzelnen" und "im Ganzen",
    sie machen den blinden Zwang aus; Sam ist das fließende, wandernde Zusammenentstehen
    immer am Pol der Nabe, des Durstes. Aber darüber nachzusinnen ist,
    als wollte man den Durst mit einer Schaufel Erde stillen.

  • boehnchen
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    3. September 2013
    • 15. Oktober 2013 um 23:56
    • #208
    mukti:
    boehnchen:


    du kennst ja das klassische YinYang-Zeichen. Ist das eine Antwort für dich?
    Es gibt nicht das absolute Licht oder die absolute Dunkelheit (könnte man sagen, um diese Verhakung langsam zu lösen) - selbst wenn dir die Sonne ins Gesicht brennt könnte es noch heller gehen. Und die absolute Dunkelheit für dein Auge wird zb von einem schwarzen Loch leicht übertroffen, das seinerseits wieder übertroffen wird. Es ist nur der erste, aus dem Augenwinkel g'schaute, Moment, der die Dinge so und so erscheinen lässt - aber bei näherer Betrachtung... und bei noch näherer.....


    Wenn du sagst: Samsara kann doch bitte nicht Nirvana sein! Dann meinst du damit: ich merk' doch ob ich leide oder ob's mir heute gut geht. Wenn du aber zum Beispiel diesen Punkt genauer betrachtest, wirst du merken, dass du für das Samsara-Leid sehr sehr sehr dankbar sein musst - weil es dir zb die Motivation, den Treibstoff in Richtung Nirvana gibt. Und wenn du dich da meditativ vertiefst, wirst du vielleicht plötzlich (ich mein es kann passieren, also achtung :->) ganz viel Liebe für deinen äußerst hassenswerten Nachbarn empfinden - der schon zum dritten Mal in diesem Jahr mit seinem fetten Jeep durch deinen Vorgarten über die Blumen......

    MIt dem Yin-Yang Symbol hast du natürlich recht, insofern lässt sich Nirvana und Samsara auch nicht wirklich mit Licht und Dunkelheit vergleichen. Wenn's mir heute gut geht, dann ist das nicht Nirvana, sondern nur ein angenehmes Gefühl. Yin-Yang ist ein Symbol innerhalb des Samsara. Leid ist ein Treibstoff Richtung Nirvana, also Richtung Befreiung. Sinnliches Glück hält im Samsara, weil da kein Grund besteht Befreiung anzustreben, wenn man davon verblendet ist und denkt es ist ja eh alles in Ordnung. Glück und Leid wechseln aber ständig, man kann nicht ewig glücklich sein. Im Glück ist also Leid potentiell schon vorhanden und umgekehrt - Yin Yang.

    Jetzt könnte man sagen, Nirvana ist das Ende der Gegensätze. Das bedeutet aber nicht, dass es der Anfang der Einheit ist, oder die Erkenntnis der Einheit. Nirvana ist überhaupt nicht etwas, aber auch nicht nichts.

    Zitat

    Zu sagen: 'Nach der restlosen Aufhebung und Erlöschung der sechs Grundlagen des Sinneneindrucks bleibt noch etwas übrig - bleibt nichts mehr übrig - bleibt etwas übrig und etwas nicht übrig - bleibt weder etwas übrig noch nicht übrig' - all dies hieße ein Unerklärbares erklären.
    http://www.palikanon.com/angutt/a04_171 ... l#a_iv174a

    Unverständlich, nicht? Man kann Nirvana auch nicht verstehen. Es ist nicht Samsara, weil es ohne Verblendung ist, von unserem bedingten Denken aus ist es das Gegenteil, das bedeutet nicht dass endgültiges Nirvana etwas ist das ohne Verblendung besteht. Bezeichnungen beruhen auf der Erfahrung im Samsara, z.B. das Todlose, die Stätte höchsten Friedens.

    Die im Mahayana erwähnte Einheit ist wohl, ganz allgemein gesagt, auch nur ein Zugang von unserem bedingten Denken und Erleben aus. Detaillierte Vergleiche mit Theravada würden ein umfangreiches Studium und ein tiefes Eindringen in die Thematik erfordern.

    Alles anzeigen

    Auf dem Weg zum Nirvana (weil das Leid jetzt reicht, hast du dich entschieden gründlich was zu unternehmen) durchläufst du Stufen:
    - du sammelst Kraft beim Buddha/Zuflucht/Sangha oder/und versuchst dich durch Mandala/Fruchtaltar/Figuren schnitzen/etc von den bisherigen Negativmustern wegzurichten
    - (!drannbleiben!)
    - Erkenntnisse wechseln ab mit Lernplateaus (Mut nicht verlieren!) - ich reichere das Positive an und baue das Negative weiter ab; ich erfahre jetzt 'Einheit' in der Form des längerInEinerPositivblaseBleibenKönnens. (vermittels Konzentrationsübungen=einspitzige Meditation=Samatha=Handwerk) Meine Kraft-Ausdauer wird immer besser.
    - ...
    - ...
    - Verblendungen zerlösen sich l a n g s a m
    - und dann kommt irgendwann der Punkt, da wird es schwerer mit Worten zu erklären.
    Aber bis zu dem Punkt muss man ganz schlicht in Wanderschuhen gehen. Und da ist noch nichts schwer zu erklären.

  • boehnchen
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    • 16. Oktober 2013 um 00:17
    • #209
    nibbuti:
    Zitat

    „Aber, ehrwürdiger Herr, auf welche Weise kann man einen Bhikkhu bewandert
    in den Elementen nennen?“
    „Es gibt, ânanda, diese achtzehn Elemente: das Augen-Element, das Form-
    Element, das Sehbewußtseins-Element; das Ohr-Element, das Klang-Element,
    das Hörbewußtseins-Element; das Nasen-Element, das Geruchs-Element, das
    Riechbewußtseins-Element; das Zungen-Element, das Geschmacks-Element, das
    Geschmacksbewußtseins-Element; das Körper-Element, das Berührungsobjekt-
    Element, das Berührungsbewußtseins-Element; das Geist-Element, das Geistesobjekt-
    Element, das Geistbewußtseins-Element. Wenn ein Bhikkhu diese achtzehn
    Elemente weiß und sieht, kann man ihn bewandert in den Elementen nennen.“

    http://www.phathue.de/buddhismus/mittlere-sammlung/mn115/

    Alles anzeigen


    Alles anzeigen


    Der Buddhismus zerlegt unsere inneren Vorgänge (zb anhand der achtzehn Elemente) sehr schön
    weil wir nicht gewohnt sind, mit unserem Geist zu arbeiten.
    Buddhismus bedeutet: den Geist in die Hand nehmen, ihn beobachten können.

    Wenn du in eine Situation gerätst bist du überwältigt. Die buddhistische Alternative ist eine SlowMotion-Kamera. Die komplizierte Installation (durch Meditation) einer solchen Kamera. Mikrobeobachtung.
    Erst wenn die - durch viel Training - in Echtzeit alle Bilder liefert, alle Informationen (die rechte Sicht) - kommt es langsam zum, zuerst theoretischen, Aufblitzen von etwas, das man . . . nennen könnte.

  • Tashili
    Gast
    • 16. Oktober 2013 um 04:24
    • #210

    Danke boehnchen, das ist sehr klar gesprochen :)

  • nibbuti
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    • 16. Oktober 2013 um 05:18
    • #211
    boehnchen:

    Erst wenn die - durch viel Training - in Echtzeit alle Bilder liefert, alle Informationen (die rechte Sicht) - kommt es langsam zum, zuerst theoretischen, Aufblitzen von etwas, das man . . . nennen könnte.


    Hi boehnchen. Bin nicht sicher was genau du hier meinst, aber falls du von Buddhas Erleuchtung sprichst, die Last fällt plötzlich von einem ab, in der Praxis, und macht Platz für heiteren Frieden.

    Trage nicht das Weltgetöse in die stille Einsamkeit
    Such den Wald, daß er Dich löse von der Krankheit unsrer Zeit.

  • boehnchen
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    3. September 2013
    • 16. Oktober 2013 um 08:50
    • #212

    nicht ohne Turnschuh

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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