1. Übersicht
  2. Forum
  3. Lexikon
  • Anmelden
  • Registrieren
  • Suche
Dieses Thema
  • Alles
  • Dieses Thema
  • Dieses Forum
  • Seiten
  • Forum
  • Lexikon
  • Termine
  • Erweiterte Suche
  1. Buddhaland Forum
  2. Buddhismus
  3. Allgemeines zum Buddhismus

Der beobachter von Anatta

  • Joram
  • 7. August 2013 um 10:57
  • Zum letzten Beitrag
  • nibbuti
    Reaktionen
    2
    Punkte
    16.352
    Beiträge
    3.211
    Mitglied seit
    23. April 2011
    • 13. August 2013 um 12:19
    • #76
    hedin:


    [i]Es ist nicht einfach Samatha/jhana zu pflegen.
    Ein gründliches Verständnis des Abhidhammas und seine sorgfältige Betrachtung aller Wirklichkeiten, die im Abhidhamma gelehrt werden, sind notwendig.


    Es ist nicht einfach einen ruhigen Geist zu entwickeln.
    Ein Untersuchen des Dhamma und eine sorgfältige Betrachtung des Bedingten Entstehens, das vom Buddha gelehrt wurde, ist vorteilhaft.

    hedin:

    für die „Angrenzende Sammlung“ zu halten, was keine „Angrenzende Sammlung“ ist und das für jhana zu halten, was gar nicht jhana ist.

    Folge und Merkmal dieser irrigen Annahme sind Euphorie und Belehrungseifer.


    Wie man auch am Abhi('Über')dhamma sehen kann, das Begriffe wie "Angrenzende Sammlung" erfinden muss, die in der bekannten Jhana-Formel nicht vorkommen und der Buddha nicht verwendete, um den (Über-)Eifer nach 'besonderen' Zuständen an den Mann zu bringen.

    Trage nicht das Weltgetöse in die stille Einsamkeit
    Such den Wald, daß er Dich löse von der Krankheit unsrer Zeit.

  • hedin
    Gast
    • 13. August 2013 um 14:08
    • #77
    nibbuti:


    Wie man auch am Abhi('Über')dhamma sehen kann, das Begriffe wie "Angrenzende Sammlung" erfinden muss, die in der bekannten Jhana-Formel nicht vorkommen und der Buddha nicht verwendete, um den (Über-)Eifer nach 'besonderen' Zuständen an den Mann zu bringen.

    Der Prozess zur Entstehung von Jhana-citta, aus „Abhidhamma im Alltag“

    Jhana-citta haben nicht Farbe, Klang oder andere Sinneneindrücke zum Objekt.
    Jhana-citta entstehen in einem Bewusstseinsprozess, der einen Gegenstand der Meditation durch die Geistpforte erlebt. In diesem Prozess entstehen zuerst kamavacara-citta, die den Meditationsgegenstand ( z. B. Atem) durch Konzentration absorbieren. Danach entstehen im Bewusstseinsprozess die Jhana-citta.

    Der Prozess verläuft folgendermaßen:

    A.) kamavacara-citta oder Bewusstsein der Sinnensphäre:

    a. mano-dvaravajjana > aufmerkendes Bewusstsein an der Geistpforte
    b. parikamma > vorbereitendes Bewusstsein
    c. upacara > „Zugang“, unmittelbare Nähe, Angrenzung
    d. anuloma > Anpassungsmoment
    e. gotrabhu > geadelt, das was die Sinnensphäre überwindet oder „Reifemoment“ genannt

    B.) jhana-citta, übersinnliche Bewusstseinssphäre:

    a. appana > Absorption, der Moment in dem citta „Jhana“ d.i. Vertiefung erreicht.

    hedin

  • Joram
    Themenautor
    Punkte
    4.560
    Beiträge
    899
    Mitglied seit
    26. April 2012
    • 13. August 2013 um 21:52
    • #78
    Mirco:
    Joram:

    Mit den Jhanas hat es nur bedingt zu tun. Aus eigener Erfahrung. Da steigt gerne das Gefühl/Gedanke: "ICH kann es"
    1. Vorsicht mit den Jhanas. Der Geist hat so seine "Tricks"
    2. Das mit dem 'unscharf' legt sich durch Erkennen.
    Nur wenn man was verinnerlicht hat, ist die Täuschung aufgehoben.
    3. Was nutzt es dem, der mir glaubt, dass es kein "Ich" gibt, wenn 'er' es nicht verinnerlicht hat und das nicht erlebt? - es nutzt recht wenig...

    1. Vorsicht mit den Jhanas? Könntest Du mir bitte etwas genauer erläutern, wovor Du aus eigener Erfahrung warnst?
    2. Wann und wie wird denn erkannt?
    3. Keinen Glauben möchte ich verbreiten, nur Vertrauen in die Idee der Anwendung des Achtpfades wecken.

    Massig Mettā,
    Mirco

    Alles anzeigen


    Zu 1.: Die Jhanas waren meine Hauptpraxis viele Jahre. Sie können süchtig machen, sie können auch Arrogant machen. Die Jhanas zu können bedeutet nicht, dass man "weiter" ist als jemand der sie nicht übt.
    Zu 2.: Durch erkennen von "Dem was IST", wird erkannt, dass es kein "Ich" gibt und all das was diese Erkenntnis bedeutet. Wie? - wenn ich das so einfach erklären könnte, dann wäre ich Buddha ;)
    Zu 3.: Vertrauen in die Idee ist nett, aber nur der Anfang. Da muss schon die eigene Erfahrung auf dem Weg das Gefühl geben, dass man den richtigen Weg geht.

    _()_

    Meinst Du immer noch nicht frei zu sein? – da irrst Du dich :)

  • SpringMode5708
    Gast
    • 13. August 2013 um 22:34
    • #79

    Hallo Joram,

    Joram:


    1. Die Jhanas waren meine Hauptpraxis viele Jahre. Sie können süchtig machen, sie können auch Arrogant machen. Die Jhanas zu können bedeutet nicht, dass man "weiter" ist als jemand der sie nicht übt.
    2. Durch erkennen von "Dem was IST", wird erkannt, dass es kein "Ich" gibt und all das was diese Erkenntnis bedeutet. Wie? - wenn ich das so einfach erklären könnte, dann wäre ich Buddha ;)
    3. Vertrauen in die Idee ist nett, aber nur der Anfang. Da muss schon die eigene Erfahrung auf dem Weg das Gefühl geben, dass man den richtigen Weg geht.

    zu 1.: na, da lehne ich mich jetzt aber mal sehr weit aus dem Fenster und behaupte, dass Deine Art von 'Jhana' nichts mit denenvom Buddha gelehrten zu tun hatten.

    zu 2 .: Wie? Hmmm. Ich behaupte, indem man, wenn man mit allerruhigstem Geist aus'm Nirodha Samāpatti zurückkehrt, Bedingte Entstehung wieder erscheinen sieht. Haarklein.

    zu 3.: Ach, immer dieses Gefühl, über das ich ständig stolpere. Vielleicht sollte ich mir doch auch mal eins zulegen.


    Herzlich,
    Spock

  • Joram
    Themenautor
    Punkte
    4.560
    Beiträge
    899
    Mitglied seit
    26. April 2012
    • 14. August 2013 um 06:52
    • #80
    Mirco:

    Hallo Joram,

    Joram:


    1. Die Jhanas waren meine Hauptpraxis viele Jahre. Sie können süchtig machen, sie können auch Arrogant machen. Die Jhanas zu können bedeutet nicht, dass man "weiter" ist als jemand der sie nicht übt.
    2. Durch erkennen von "Dem was IST", wird erkannt, dass es kein "Ich" gibt und all das was diese Erkenntnis bedeutet. Wie? - wenn ich das so einfach erklären könnte, dann wäre ich Buddha ;)
    3. Vertrauen in die Idee ist nett, aber nur der Anfang. Da muss schon die eigene Erfahrung auf dem Weg das Gefühl geben, dass man den richtigen Weg geht.

    zu 1.: na, da lehne ich mich jetzt aber mal sehr weit aus dem Fenster und behaupte, dass Deine Art von 'Jhana' nichts mit denenvom Buddha gelehrten zu tun hatten.

    zu 2 .: Wie? Hmmm. Ich behaupte, indem man, wenn man mit allerruhigstem Geist aus'm Nirodha Samāpatti zurückkehrt, Bedingte Entstehung wieder erscheinen sieht. Haarklein.

    zu 3.: Ach, immer dieses Gefühl, über das ich ständig stolpere. Vielleicht sollte ich mir doch auch mal eins zulegen.


    Du hast Recht.

    _()_

    Meinst Du immer noch nicht frei zu sein? – da irrst Du dich :)

  • SpringMode5708
    Gast
    • 14. August 2013 um 12:18
    • #81
    Joram:
    Mirco:


    Na, da lehne ich mich jetzt aber mal sehr weit aus dem Fenster und behaupte, dass Deine Art von 'Jhana' nichts mit denenvom Buddha gelehrten zu tun hatten.

    Wie? Hmmm. Ich behaupte, indem man, wenn man mit allerruhigstem Geist aus'm Nirodha Samāpatti zurückkehrt, Bedingte Entstehung wieder erscheinen sieht. Haarklein.

    Ach, immer dieses Gefühl, über das ich ständig stolpere. Vielleicht sollte ich mir doch auch mal eins zulegen.


    Du hast Recht.


    Keine Lust mehr? Es geht doch nicht um's Rechthabenwollen...

  • mukti
    Reaktionen
    6.834
    Punkte
    72.774
    Beiträge
    12.972
    Blog-Artikel
    38
    Mitglied seit
    16. September 2010
    • 14. August 2013 um 20:35
    • #82

    War 2 Tage nicht im Internet, also die Sache dass das Bewusstsein über sich selbst bewusst wäre leuchtet mir nicht ein. Ich wüsste auch keine Stelle im Palikanon wo das so gesagt wird. Es hängt doch alles von etwas Anderem ab? Das Bewusstsein hängt von seinem Inhalt ab scheint mir, wenn es von sich selber abhinge, müsste es ja aus sich selbst heraus bestehen.
    Es wird ja vom Buddha auch definiert als Sehbwusstsein, Denkbewusstsein usw., also immer in Bezug zu dem Objekt über das es bewusst ist.

    Mit Metta, mukti.


  • bel
    Gast
    • 14. August 2013 um 20:50
    • #83

    versuch es einfach noch einmal mit paticcasamuppada, das steht ja wohl im PK, ich empfehle D15.

  • Simo
    Reaktionen
    1
    Punkte
    10.216
    Beiträge
    2.005
    Mitglied seit
    17. April 2011
    • 14. August 2013 um 21:05
    • #84
    mukti:

    War 2 Tage nicht im Internet, also die Sache dass das Bewusstsein über sich selbst bewusst wäre leuchtet mir nicht ein. Ich wüsste auch keine Stelle im Palikanon wo das so gesagt wird. Es hängt doch alles von etwas Anderem ab? Das Bewusstsein hängt von seinem Inhalt ab scheint mir, wenn es von sich selber abhinge, müsste es ja aus sich selbst heraus bestehen.
    Es wird ja vom Buddha auch definiert als Sehbwusstsein, Denkbewusstsein usw., also immer in Bezug zu dem Objekt über das es bewusst ist.

    Hallo Mukti,

    Reflexives Gewahrsein bedeutet, dass sich das Bewusstsein auf seine im untrennbar zueigene Qualität des ununterbrochenen bewussten klaren Erlebens ausrichten kann. Es kann also seine eigene Bewusstheit bewusst erleben.

    Kein "Ich" - keine Probleme.

  • bel
    Gast
    • 14. August 2013 um 21:09
    • #85

    Und was ist mit paticcasamuppada ? :badgrin:

  • mukti
    Reaktionen
    6.834
    Punkte
    72.774
    Beiträge
    12.972
    Blog-Artikel
    38
    Mitglied seit
    16. September 2010
    • 14. August 2013 um 21:28
    • #86
    bel:

    versuch es einfach noch einmal mit paticcasamuppada, das steht ja wohl im PK, ich empfehle D15.

    Und was steht da?

    Zitat

    'Ist Bewußtsein auf gewisse Weise bedingt?', auf diese Frage, Anando, wäre 'Das ist es' zu antworten; 'Wodurch bedingt ist Bewußtsein?', wenn man so fragte, wäre 'Durch Geistigkeit und Körperlichkeit bedingt ist Bewußtsein' zu antworten.

    Mit Metta, mukti.


  • mukti
    Reaktionen
    6.834
    Punkte
    72.774
    Beiträge
    12.972
    Blog-Artikel
    38
    Mitglied seit
    16. September 2010
    • 14. August 2013 um 21:37
    • #87
    Simo:
    mukti:

    War 2 Tage nicht im Internet, also die Sache dass das Bewusstsein über sich selbst bewusst wäre leuchtet mir nicht ein. Ich wüsste auch keine Stelle im Palikanon wo das so gesagt wird. Es hängt doch alles von etwas Anderem ab? Das Bewusstsein hängt von seinem Inhalt ab scheint mir, wenn es von sich selber abhinge, müsste es ja aus sich selbst heraus bestehen.
    Es wird ja vom Buddha auch definiert als Sehbwusstsein, Denkbewusstsein usw., also immer in Bezug zu dem Objekt über das es bewusst ist.

    Hallo Mukti,

    Reflexives Gewahrsein bedeutet, dass sich das Bewusstsein auf seine im untrennbar zueigene Qualität des ununterbrochenen bewussten klaren Erlebens ausrichten kann. Es kann also seine eigene Bewusstheit bewusst erleben.

    Hi Simon,

    wenn es sich auf ununterbrochenes klares Erleben ausrichten kann, dann hängt es doch ab von dem Erlebten, und nicht von sich selbst. Ich meine nur, dass Bewusstsein etwas von ihm verschiedenes braucht um bewusst zu sein und sich nicht von allem unabhängig über sich selbst bewusst sein kann. Ich habe das jedenfalls noch nie erfahren und es ist für mich auch nicht logisch nachvollziehbar - Bewusstsein das einfach da ist ohne irgend was Anderes, alles hängt ja von was Anderem ab.

    Mit Metta, mukti.


  • bel
    Gast
    • 14. August 2013 um 21:43
    • #88
    mukti:
    bel:

    versuch es einfach noch einmal mit paticcasamuppada, das steht ja wohl im PK, ich empfehle D15.

    Und was steht da?

    Zitat

    'Ist Bewußtsein auf gewisse Weise bedingt?', auf diese Frage, Anando, wäre 'Das ist es' zu antworten; 'Wodurch bedingt ist Bewußtsein?', wenn man so fragte, wäre 'Durch Geistigkeit und Körperlichkeit bedingt ist Bewußtsein' zu antworten.

    ja, das steht da. Und nicht "durch seinen Inhalt bedingt" und auch nicht von seinem "Objekt", also nicht durch sich selbst und nicht allein von einem anderen.
    Das Bewußtsein (oder besser, dieser Bewußtseinsmoment, mithin sein "Inhalt") ist durch den jeweiligen nama-rupa-Zusammenhang (nur zusammen) bedingt, wie dieser die Momente der Sinnesfunktionen bedingt - und dann gehts erstmal die ganze "Reihe" durch.
    Von einem "ununterbrochenen (klaren) Bewußtsein)" oder "Erleben" kann überhaupt keine Rede sein, reine Phantasie.

  • mukti
    Reaktionen
    6.834
    Punkte
    72.774
    Beiträge
    12.972
    Blog-Artikel
    38
    Mitglied seit
    16. September 2010
    • 14. August 2013 um 22:05
    • #89
    bel:
    mukti:

    Und was steht da?

    ja, das steht da. Und nicht "durch seinen Inhalt bedingt" und auch nicht von seinem "Objekt", also nicht durch sich selbst und nicht allein von einem anderen.
    Das Bewußtsein (oder besser, dieser Bewußtseinsmoment, mithin sein "Inhalt") ist durch den jeweiligen nama-rupa-Zusammenhang (nur zusammen) bedingt, wie dieser die Momente der Sinnesfunktionen bedingt - und dann gehts erstmal die ganze "Reihe" durch.
    Von einem "ununterbrochenen (klaren) Bewußtsein)" oder "Erleben" kann überhaupt keine Rede sein, reine Phantasie.

    Also nama-rupa bedingt die Sinnesfunktionen, ohne Sinneswahrnehmung kann es ja wohl kein Bewusstsein geben? Darum wird das Bewußtsein ja in 6 Gruppen unterteilt:
    Seh-, Hör-, Riech-, Körper-, Schmeck-, und Geist-Bewußtsein. Ohne etwas zu sehen gibt es kein Sehbewusstsein usw. nicht? Das meine ich damit dass es abhängt vom Objekt bzw. vom Inhalt.
    Natürlich ist es durch Geist und Körper bedingt, wenn Geist und Körper nicht funktionieren oder tot sind dann ist auch kein Bewusstsein, weil dann eben keine Möglichkeit der Wahrnehmung besteht. Es kann eben nicht unabhängig über sich selbst bewusst sein.

    Mit Metta, mukti.


    Einmal editiert, zuletzt von mukti (14. August 2013 um 22:24)

  • bel
    Gast
    • 14. August 2013 um 22:24
    • #90
    mukti:

    Also nama-rupa bedingt die Sinnesfunktionen, ohne Sinneswahrnehmung kann es ja wohl kein Bewusstsein geben?


    ja, aber wie du siehst, eben nicht direkt. Das Schaltglied ist phassa (Berührung)

    mukti:

    Ohne etwas zu sehen gibt es kein Sehbewusstsein usw. nicht? Das meine ich damit dass es abhängt vom Objekt bzw. vom Inhalt.


    Der Inhalt dessen, was die Sehfunktion realisiert, ist nicht das was der Bewußtseinsinhalt ist - genau das ist ja die grundlegende Täuschung, die paticcasamuppada offenlegt. Vielmehr bestimmt das Bewußtsein (sein Inhalt im Moment) das was wir sehen.

  • mukti
    Reaktionen
    6.834
    Punkte
    72.774
    Beiträge
    12.972
    Blog-Artikel
    38
    Mitglied seit
    16. September 2010
    • 14. August 2013 um 22:33
    • #91
    bel:
    mukti:

    Ohne etwas zu sehen gibt es kein Sehbewusstsein usw. nicht? Das meine ich damit dass es abhängt vom Objekt bzw. vom Inhalt.


    Der Inhalt dessen, was die Sehfunktion realisiert, ist nicht das was der Bewußtseinsinhalt ist - genau das ist ja die grundlegende Täuschung, die paticcasamuppada offenlegt. Vielmehr bestimmt das Bewußtsein (sein Inhalt im Moment) das was wir sehen.

    Das ist aber ein anderes Thema. Alles was ich sage ist dass Bewusstsein nicht über sich selbst bewusst sein kann, sondern nur über etwas von ihm Verschiedenes. Es existiert nur wenn es über etwas bewusst ist und nicht unabhängig.

    Mit Metta, mukti.


  • bel
    Gast
    • 14. August 2013 um 22:42
    • #92
    mukti:
    bel:


    Der Inhalt dessen, was die Sehfunktion realisiert, ist nicht das was der Bewußtseinsinhalt ist - genau das ist ja die grundlegende Täuschung, die paticcasamuppada offenlegt. Vielmehr bestimmt das Bewußtsein (sein Inhalt im Moment) das was wir sehen.

    Das ist aber ein anderes Thema. Alles was ich sage ist dass Bewusstsein nicht über sich selbst bewusst sein kann, sondern nur über etwas von ihm Verschiedenes.

    Ja und das ist falsch, weil Bewußtsein immer nur das sieht, sich darüber bewußt wird, was Bewußtsein ist, eben nichts "Verschiedenes". Das Bewußtsein sieht nämlich keine 600nm-Schwingung, sondern "rot" und das ist ein reiner Bewußtseinsinhalt und es sieht nicht mal nur "rot" sondern auch alle Gefühle, alles Begehren oder Ablehnen, alle körperlichen Reaktionen die damit verbunden sind - das sind alles Bewußtseinsinhalte, und daß diese vielfältig bedingt sind ist zwar richtig, aber widerlegt nicht, daß Bewußtsein nur Bewußtsein sieht.

  • Elliot
    Reaktionen
    174
    Punkte
    17.679
    Beiträge
    3.493
    Mitglied seit
    5. Oktober 2010
    • 14. August 2013 um 22:48
    • #93
    mukti:

    War 2 Tage nicht im Internet, also die Sache dass das Bewusstsein über sich selbst bewusst wäre leuchtet mir nicht ein. Ich wüsste auch keine Stelle im Palikanon wo das so gesagt wird.


    Doch, das ist möglich:

    Zitat

    ... Jenes sein Bewußtsein verändert und ändert sich. Mit der Veränderung und Änderung jenes Bewußtseins, ist sein Bewußtsein nicht mit der Veränderung des Bewußtseins beschäftigt. Aufgeregte Geisteszustände, die aus der Beschäftigung mit der Veränderung des Bewußtseins entstehen, steigen nicht auf und nehmen seinen Geist nicht in Besitz. ...

    (MN 138)


    Viele Grüße
    Elliot

    Viele Grüße

    Elliot

  • Simo
    Reaktionen
    1
    Punkte
    10.216
    Beiträge
    2.005
    Mitglied seit
    17. April 2011
    • 14. August 2013 um 22:48
    • #94
    bel:

    Von einem "ununterbrochenen (klaren) Bewußtsein)" oder "Erleben" kann überhaupt keine Rede sein, reine Phantasie.

    :lol::lol::lol:

    Das kommt eben davon, wenn man sich nur auf den Pali-Kanon stützt. Das Mahayana und dessen Philosophie, insbesondere die des Cittamatra und später auch des Madhyamaka hat dazu eine ganz andere Sichtweise.

    Siehe z.B. hier:

    http://www.amazon.com/Reflexive-Natu…s/dp/8120817141

    Kein "Ich" - keine Probleme.

  • bel
    Gast
    • 14. August 2013 um 22:55
    • #95
    Simo:
    bel:

    Von einem "ununterbrochenen (klaren) Bewußtsein)" oder "Erleben" kann überhaupt keine Rede sein, reine Phantasie.


    Das kommt eben davon, wenn man sich nur auf den Pali-Kanon stützt. Das Mahayana und dessen Philosophie, insbesondere die des Cittamatra hat dazu eine ganz andere Sichtweise.

    Hör doch auf mit dem Quatsch, in unserem "Mahajana"-Kanon sind die Sutten der Alten Schulen Bestandteil und Grundlage. Und das Cittamatra wurde nach China überliefert, da mußte man in Tibet noch mindestens 500 Jahre drauf warten.
    Gib nicht an wie ne Lore Affen, Du kennst doch das Lanka auch nicht.

  • mukti
    Reaktionen
    6.834
    Punkte
    72.774
    Beiträge
    12.972
    Blog-Artikel
    38
    Mitglied seit
    16. September 2010
    • 14. August 2013 um 23:15
    • #96
    bel:
    mukti:


    Alles was ich sage ist dass Bewusstsein nicht über sich selbst bewusst sein kann, sondern nur über etwas von ihm Verschiedenes.

    Ja und das ist falsch, weil Bewußtsein immer nur das sieht, sich darüber bewußt wird, was Bewußtsein ist, eben nichts "Verschiedenes". Das Bewußtsein sieht nämlich keine 600nm-Schwingung, sondern "rot" und das ist ein reiner Bewußtseinsinhalt und es sieht nicht mal nur "rot" sondern auch alle Gefühle, alles Begehren oder Ablehnen, alle körperlichen Reaktionen die damit verbunden sind - das sind alles Bewußtseinsinhalte, und daß diese vielfältig bedingt sind ist zwar richtig, aber widerlegt nicht, daß Bewußtsein nur Bewußtsein sieht.

    Rot ist ein Bewusstseinsinhalt, wenn es rot sieht sieht es nicht sich selbst.

    Zitat

    (Bewußtsein)

    4. "'Bewußtsein, Bewußtsein', so sagt man, Freund. Worauf bezieht es sich, wenn man von 'Bewußtsein' spricht?"
    "'Es erfährt, es erfährt', Freund, deshalb spricht man von 'Bewußtsein'. Was erfährt es? Es erfährt: 'Angenehm'; es erfährt: 'Schmerzhaft'; es erfährt: 'Weder-schmerzhaft-noch-angenehm'. 'Es erfährt, es erfährt', Freund, deshalb spricht man von 'Bewußtsein'."
    http://www.palikanon.com/majjhima/zumwinkel/m043z.html#r2

    Es erfährt sich nicht selbst sondern das worüber es bewusst ist, wodurch das auch immer geistig oder körperlich bedingt ist. Wenn kein Objekt da ist das es erfahren kann, existiert es nicht will mir scheinen.

    Mit Metta, mukti.


    Einmal editiert, zuletzt von mukti (14. August 2013 um 23:45)

  • Simo
    Reaktionen
    1
    Punkte
    10.216
    Beiträge
    2.005
    Mitglied seit
    17. April 2011
    • 14. August 2013 um 23:20
    • #97
    bel:
    Simo:


    Das kommt eben davon, wenn man sich nur auf den Pali-Kanon stützt. Das Mahayana und dessen Philosophie, insbesondere die des Cittamatra hat dazu eine ganz andere Sichtweise.

    Hör doch auf mit dem Quatsch, in unserem "Mahajana"-Kanon sind die Sutten der Alten Schulen Bestandteil und Grundlage. Und das Cittamatra wurde nach China überliefert, da mußte man in Tibet noch mindestens 500 Jahre drauf warten.
    Gib nicht an wie ne Lore Affen, Du kennst doch das Lanka auch nicht.

    Schade, dass du nicht sachlich bleiben kannst! Ich schrieb in einem anderen Thread gestern dazu:

    Simo:

    ich kenne das Lankavatara-Sutra allerdings nur Auszugsweise. Ich stütze mich vor allem auf den Text des "Namshe-Yeshe - die Unterscheidung zwischen Bewusstsein und Weisheit", vom 3. Karmapa. Da werden diese Dinge detailliert behandelt.

    Kein "Ich" - keine Probleme.

  • mukti
    Reaktionen
    6.834
    Punkte
    72.774
    Beiträge
    12.972
    Blog-Artikel
    38
    Mitglied seit
    16. September 2010
    • 14. August 2013 um 23:26
    • #98
    Elliot:
    mukti:

    War 2 Tage nicht im Internet, also die Sache dass das Bewusstsein über sich selbst bewusst wäre leuchtet mir nicht ein. Ich wüsste auch keine Stelle im Palikanon wo das so gesagt wird.


    Doch, das ist möglich:

    Zitat

    ... Jenes sein Bewußtsein verändert und ändert sich. Mit der Veränderung und Änderung jenes Bewußtseins, ist sein Bewußtsein nicht mit der Veränderung des Bewußtseins beschäftigt. Aufgeregte Geisteszustände, die aus der Beschäftigung mit der Veränderung des Bewußtseins entstehen, steigen nicht auf und nehmen seinen Geist nicht in Besitz. ...

    (MN 138)


    Viele Grüße
    Elliot

    Das Bewusstsein wird von den Veränderungen des Geistes nicht beeinflusst - Achtsamkeit eben. Es nimmt aber diese Veränderungen wahr bzw. erfährt sie oder ist darüber bewusst, nicht unabhängig davon über sich selber. So verstehe ich das erstmal.

    Mit Metta, mukti.


  • bel
    Gast
    • 15. August 2013 um 00:09
    • #99
    Simo:

    Das kommt eben davon, wenn man sich nur auf den Pali-Kanon stützt. Das Mahayana und dessen Philosophie, insbesondere die des Cittamatra hat dazu eine ganz andere Sichtweise.

    bel:

    Hör doch auf mit dem Quatsch, in unserem "Mahajana"-Kanon sind die Sutten der Alten Schulen Bestandteil und Grundlage. Und das Cittamatra wurde nach China überliefert, da mußte man in Tibet noch mindestens 500 Jahre drauf warten.
    Gib nicht an wie ne Lore Affen, Du kennst doch das Lanka auch nicht.

    Simo:

    Schade, dass du nicht sachlich bleiben kannst!


    Ich muß doch sehr bitten. Wer bleibt denn hier nicht sachlich mit seinem andauernden PK-Bashing?

    Simo:

    Ich schrieb in einem anderen Thread gestern dazu:

    Simo:

    ich kenne das Lankavatara-Sutra allerdings nur Auszugsweise. Ich stütze mich vor allem auf den Text des "Namshe-Yeshe - die Unterscheidung zwischen Bewusstsein und Weisheit", vom 3. Karmapa. Da werden diese Dinge detailliert behandelt.


    Sorry, aber ich verweise hier auch nicht auf irgendwelche Zen-Spezialliteratur anstatt eines Argumentes. Das was Du machst ist nicht sachlich, sondern man nennt es "argumentum ad verecundiam" (Berufung auf Autoritäten)

    Zitat

    Anstatt Sachgründen werden Position von Experten angeführt, die der Gegner wegen ihrer Autorität nicht anzuzweifeln wagt. Dafür ist es irrelevant, ob die Behauptung der Autorität in einem anderen Kontext getroffen wurde, dem Gegner unverständlich bleiben muss oder bloß selbst erfunden wurde, solange der Gegner sich selbst für weniger kompetent als die Autorität hält und sich mit ihr nicht gut genug auskennt, um ein fiktives oder umgedeutetes Zitat als solches zu erkennen. Der Experte kann in bestimmten Kontexten auch durch die öffentliche Meinung, populäre Irrtümer und Vorurteile vertreten werden; solange der Gegner nicht über die Mittel zu ihrer Aufklärung verfügt, wird er davor zurückscheuen, ihnen zu widersprechen. (Schopenhauer, Eristische-Dialektik, Kunstgriff 30)

    Da bist Du bei mir aber falsch. Wenn Du mit mir über Cittamatra diskutieren möchtest, weil Du glaubst, das würde was völlig anderes, gegensätzliches behaupten, als schon im PK steht, dann mach das mit dem Lanka. Gleiches gilt für das Madhyamaka.

  • Simo
    Reaktionen
    1
    Punkte
    10.216
    Beiträge
    2.005
    Mitglied seit
    17. April 2011
    • 15. August 2013 um 00:27
    • #100

    Ich bashe den Pali-Kanon in keinster Weise. Wenn man jemandem Berufung auf Autoritäten vorwerfen könnte, dann jenen, die sagen, bestimmte Dinge seien unmöglich, weil sie nicht im Pali-Kanon stehen.
    Der Pali-Kanon nimmt nicht nur in den von dir oben zitierten Stellen die Position ein, dass das Bewusstsein ein lediglich abhängig entstandenes Phänomen sei, das mit dem Tod endet.

    Im Lankavatara-Sutra wird der Geist als Schöpfer der äußeren Welt postuliert:

    Zitat

    "Es gibt keine sichtbaren (Objekte), die Außenwelt ist Geist (citta), darum sieht man eine Vielfalt (citra). Körper, Besitz und Umwelt sind nur Geist so sage ich. (LS 3,33)

    Dabei kommt dem Alaya-Vijnana die Rolle des absoluten Bewusstseins zu:

    Zitat

    "Das Grundbewusstsein (Alaya-Vijnana) ... ist wie ein großer Ozean, dessen Wogen ständig dahinrollen. Seine Masse ist frei von Unbeständigkeit und Seelentheorie und von Natur aus rein." (LS 6)

    Das ist ein sehr großer Unterschied zu der Philosophie des Geistes im Pali-Kanon.

    Kein "Ich" - keine Probleme.

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

  1. Impressum
  2. Datenschutzerklärung
  3. Nutzungsbedingungen
Netzwerk Buddhismus
Community-Software: WoltLab Suite™ 6.1.18
Buddhaland Forum in der WSC-Connect App bei Google Play
Buddhaland Forum in der WSC-Connect App im App Store
Download