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  1. Buddhaland Forum
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  3. Allgemeines zum Buddhismus

Hat Buddha Liebe gelehrt?

  • Siduchna
  • 13. Juli 2013 um 22:12
  • Zum letzten Beitrag
  • Sukha
    Gast
    • 15. Juli 2013 um 04:41
    • #26
    vimokkha:

    ist Mettā Pāramī : liebende Güte - und zwar : all-umfassend .


    ???
    Aus dem "Buddhistischen Wörterbuch" von Nyanatiloka:

    Zitat


    pārami*, pāramitā

    Die 10 'Vollkommenheiten'.

    Dies sind die zur Erreichung der Buddhaschaft erforderlichen 10 Vollkommenheiten, die 10 Minderen Vollkommenheiten und die 10 Höchsten Vollkommenheiten mit Hinsicht auf:

    Freigebigkeit,
    Sittlichkeit,
    Entsagung,
    Wissen,
    Willenskraft,
    Nachsicht,
    Wahrhaftigkeit,
    Entschluß,
    Güte,
    Gleichmut.

    Diese Gruppe von Vollkommenheiten wird nicht in den Werken der älteren Pali-Literatur, wohl aber in 2 apokryphen, dem Buddha-Vamsa und Cariyā-Pitaka, erwähnt, spielt aber im späteren Buddhismus, ganz besonders im Mahāyāna, eine große Rolle

    Alles anzeigen
    vimokkha:

    Unterscheidet sich nur im Läuterungsgrad

    Ich denke, je höher der "Läuterungsgrad", desto weniger blumig und schwülstig braucht man es.

    ()

  • Pommes
    Gast
    • 15. Juli 2013 um 04:52
    • #27
    Sukha:

    Ich denke, je höher der "Läuterungsgrad", desto weniger blumig und schwülstig braucht man es.

    Wahre konsequente Läuterung erfährt man nur durch reine Liebe. :) Altruismus ist selber unmöglich zu praktizieren wenn man nicht liebt.

  • Elliot
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    • 15. Juli 2013 um 06:11
    • #28

    Ausser metta, karuna, mudita und upekkha gibt es auch noch lokānukampāya:

    Zitat

    Wenn man zu Recht von irgendjemand sagen wollte: 'Ein Wesen, das nicht der Verblendung unterworfen ist, ist in der Welt erschienen, zum Wohle und zum Glück von vielen, aus Mitgefühl für die Welt ( lokānukampāya ), zum Guten, zum Wohle und zum Glück von Göttern und Menschen', so bin in der Tat ich derjenige, von dem man zu Recht dies sagen sollte."

    (MN 4)


    Viele Grüße
    Elliot

    Viele Grüße

    Elliot

  • vimokkha
    Gast
    • 15. Juli 2013 um 09:38
    • #29

    Sukha :

    Zitat

    desto weniger blumig und schwülstig braucht man es

    >Man< braucht garnix . Alles schon da .
    Wenn man allerdings schon die weltliche Liebe als schwülstig ansieht
    und Furcht hat vor Zuneigung - dann verbaut >man< sich die rechte Meditation
    die ja im ersten Schritt darin besteht sämtliche zu,-und abneigende Gedanken
    fallen zu lassen . Das geht viel leichter wenn >man> vom Grundtenor her kein
    aversiver Typ ist , da > man< sonst eher geneigt ist Gedanken und Empfindungen
    zu negieren & zu unterdrücken anstatt sie fallenzulassen . Der Bewusstseinsstrom
    ist ja immer auch ein energetischer Strom . Und Negierungen setzen Blockaden
    und drücken Inhalte ins Unterbewusstsein . Dort gären sie dann vor sich hin -
    und vernebeln Bewusstsein & Gemüt ganz nachhaltig .

    Die drei Pfeiler der Meditation : Liebende Güte , Großzügigkeit , sittliches Verhalten

    " Die Läuterung der Gefühle findet statt, wenn wir immer wieder in der Lage sind fallenzulassen,
    was sich in uns angespeichert hat . Ergebnis dieser Läuterung ist eine Gefühlswelt , die rein
    ist und nichts als Liebe, Mitgefühl, Mitfreude und Gleichhmut enthält Buddha nannte diese
    vier die einzigen reinen Emotionen " Ayya Khema - Meditation ohne Geheimnis - Seite 44

  • void
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    Buddh. Richtung
    Zen
    • 15. Juli 2013 um 09:52
    • Offizieller Beitrag
    • #30
    Siduchna:

    Ist Liebe als positives Gefühl nicht ebenso, wie die negativen Gefühle nicht der Vergänglichkeit unterworfen und führt zu Anhaftung?

    Liebe ist eines der unschärfsten Begriff überhaupt. Er wird für alles mögliche verwendet: Vom animalistischen Begehren hin zu einer altruistischen Haltung wie der "Nächstenliebe". Im letzteren Fall ist "Liebe " kein Gefühl, sondern schlichtweg die Haltung den anderen für ebenso wichtig zu nehmen wie sich selbst.

    Während es zu dieser Haltung natürlich Entsprechungen im Buddhismus gibt, ist sieht das bei anderen Sachen, die man unter den Begriff der Liebe subsummiert, wieder anderes aus. So enthalten Paar-, und Familiebbindungen und auch die Freundesliebe einerseits viel Positives, sie haben aber aber auch ein ausschliessenden und anhaftenden Aspekt.

  • Sukha
    Gast
    • 15. Juli 2013 um 10:15
    • #31
    vimokkha:

    Wenn man allerdings schon die weltliche Liebe als schwülstig ansieht


    Die Worte "allumfassende liebende Güte" waren gemeint.

    vimokkha:

    dann verbaut >man< sich die rechte Meditation


    Ich empfehle Satipaṭṭhāna

    Zitat


    (Einsicht)

    33. "Auf diese Weise verweilt er, indem er Gefühle innerlich als Gefühle betrachtet, oder er verweilt, indem er Gefühle äußerlich als Gefühle betrachtet, oder er verweilt, indem er Gefühle sowohl innerlich als auch äußerlich als Gefühle betrachtet. Oder er verweilt, indem er die Ursprungsfaktoren in Gefühlen betrachtet, oder er verweilt, indem er die Auflösungsfaktoren in Gefühlen betrachtet, oder er verweilt, indem er die Ursprungs- und Auflösungsfaktoren in Gefühlen betrachtet. Oder die Achtsamkeit, daß da Gefühle vorhanden sind, ist einfach in dem Ausmaß in ihm verankert, das für bloße Vergegenwärtigung und Achtsamkeit nötig ist. Und er verweilt unabhängig, haftet an nichts in der Welt an. Auf jene Weise verweilt ein Bhikkhu, indem er Gefühle als Gefühle betrachtet."

    Metta geht über (Liebes-) Gefühl hinaus.
    Wie gesagt, erst der Nichtwiederkehrer wird es wissen wie es geht.
    Der Stromeingetretene hat event. schon einen Geschmack davon bekommen.

    Aber was alles als "Liebe" beim Weltling "gehandelt" wird, sei es Freundschaft, Partnerschaft, ja selbst Altruismus, hinter dem steht immer ein "haben wollen".
    Und das kann man eben in der Medi (Satipaṭṭhāna ) sehr gut selber erkennen.
    Auch wie trügerisch und vergänglich diese Gefühle (Liebe) sind. Selbst Altruistische "Liebe".

    Im Grunde ist das alles recht simple, wenn man "Gefühl"/Liebe als gestaltendes Objekt mal sein lassen kann. :)
    Und ...... upps ..... da bemerkt man ......... dukkha wird weniger ........... :lol:

    Aber liebt und leidet ruhig weiter. Ich will Euch da nichts weg nehmen. :D

    Mit Metta
    Sukha

    Einmal editiert, zuletzt von Anonymous (15. Juli 2013 um 10:54)

  • brigittefoe
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    • 15. Juli 2013 um 10:31
    • #32

    Mit der Liebe befasse ike mir gerade,
    weltlich und überweltlich und muß feststellen,
    daß diese immer an etwas gebunden ist;
    sei es ein menschliches Wesen, ein Tier, Natur
    Buddha oder Jesus.
    Das kann Kunst, Wissenschaftsgläubigkeit, Musik,
    ja allet oder nix sein . . .

    Kann Liebe losgelöst von allem Erschaffenen
    und uns Umgebendem
    existent sein ?

    LG

    Es ist eine wahre Schmach und Schande, daß wir Christen wie blinde Hühner umhergehen und nicht erkennen, was in uns ist und davon gar nichts wissen.
    Johannes Tauler

  • Doris
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    • 15. Juli 2013 um 11:13
    • #33
    Zitat

    Aber was alles als "Liebe" beim Weltling "gehandelt" wird, sei es Freundschaft, Partnerschaft, ja selbst Altruismus, hinter dem steht immer ein "haben wollen".

    Ich weiß nicht, was Du für Freundschaft pflegst oder wie Du Deinen Partner betrachtet hast oder mit welche Motivation Du Dich engagierst …
    Das jedoch zu Verallgemeinern ist unzulässig, ja falsch und ich glaub Dir auch nicht, dass Du das immer so gelebt hast. Das steckt außerdem ziemlich Verachtung für Menschen und Dir selbst gegenüber drin.
    Das ist Liebe, die nie gelebt werden kann, eine Schwärmerei.

    Will ein Buddha denn gar nichts? Will er denn nicht das Wohl aller Wesen und zum Wohl aller Wesen handeln?
    Das ist WOLLEN.
    Jeder Mensch liebt auch ohne "Haben-Wollen". Manchmal wird das überlagert, aber nicht immer. Die "wirkliche Liebe" kann immer darunter erspürt werden.
    Nimm das klassische Beispiel einer Mutter und ihrem Kind. Sie liebt ihr Kind und wird es mit all ihrer Kraft unterstützen. Selbst wenn ihre Liebe bisweilen getrübt ist – Ängste, schlechte Erfahrungen – so wird sie in der Regel ihr eigenes Wohl über das ihres Kindes stellen. Besonders in Extremsituationen wird das deutlich. Sie lässt ihr Kind auch täglich ein Stück mehr los, weil sie sich freut, dass es selbstständig und erwachsen wird. In der Regel freut sich eine Mutter darüber, auch wenn es sie manchmal schmerzt, da es immer auch ein Abschied ist. Das ist selbstlose Liebe, und ja sie will, sie will das Wohl des Kindes. Genau das will ein Buddha auch, nach allem, was ich bisher darüber erfahren habe.

    Jeder von uns kennt wahre Liebe, darum fühlen wir uns auch angezogen von den Worten derjenigen, die davon sprechen und die das zum großen Teil auch leben können.

    Liebe Grüße
    Doris

    Der Sinn des Lebens besteht darin, Rudolph, dem Schwurkel, den Schnabel zu kraulen.

  • Sukha
    Gast
    • 15. Juli 2013 um 11:25
    • #34
    Doris Rasevic-Benz:

    Will ein Buddha denn gar nichts? Will er denn nicht das Wohl aller Wesen und zum Wohl aller Wesen handeln?
    Das ist WOLLEN.

    Ich weiß, dass im Grunde kaum einer wissen möchte was der Buddha tatsächlich gelehrt hat. :)
    Er sprach so weit ich weiß von "abschichten" und "runter kühlen" und "sehen wie die Dinge wirklich sind" und von noch einigem für die meisten Unangenehmen.

    Heilsames wollen in Form von sila-samadhi-panna braucht es nur solange man noch auf dem Weg ist. Danach ist kein "haben wollen" mehr.

    Doris Rasevic-Benz:

    Genau das will ein Buddha auch, nach allem, was ich bisher darüber erfahren habe.

    Mir ist das neu.

    Wenn Dein Mann morgen stirbt, um was wirst Du weinen?


    ()

  • Doris
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    • 15. Juli 2013 um 11:26
    • #35
    bel:
    Sukha:

    Jepp


    Und "Liebe" ist, jedenfalls das was ich so nenne, die Aufhebung von Vorstellungen über Liebe.


    Genauso sehe ich das auch.

    Wir haben eine unendlich lange Liste darüber, was alles Liebe ist, nicht wahr? Die Medien und Bücher, jeder Mensch hat so seine Liste. Mit der laufen wir herum und messen und wägen.
    "Wenn Du mich lieben würdest, dann …" "Die lieben sich nicht, weil …" und so fort. Diese Liste bauscht "Liebe" so ungeheuer auf und verstellt uns den Blick.
    Diese Idealisierung von Liebe ist auch nichts anderes als so eine Liste, nach der geurteilt wird.

    Zitat

    1. Korinther - Kapitel 13

    Das Hohelied der Liebe

    1 Wenn ich mit Menschen- und mit Engelzungen redete, und hätte der Liebe nicht, so wäre ich ein tönend Erz oder eine klingende Schelle. 2 Und wenn ich weissagen könnte und wüßte alle Geheimnisse und alle Erkenntnis und hätte allen Glauben, also daß ich Berge versetzte, und hätte der Liebe nicht, so wäre ich nichts. (Matthäus 7.22) (Matthäus 17.20) 3 Und wenn ich alle meine Habe den Armen gäbe und ließe meinen Leib brennen, und hätte der Liebe nicht, so wäre mir's nichts nütze. (Matthäus 6.2)
    4 Die Liebe ist langmütig und freundlich, die Liebe eifert nicht, die Liebe treibt nicht Mutwillen, sie blähet sich nicht, 5 sie stellet sich nicht ungebärdig, sie suchet nicht das Ihre, sie läßt sich nicht erbittern, sie rechnet das Böse nicht zu, (Philipper 2.4) 6 sie freut sich nicht der Ungerechtigkeit, sie freut sich aber der Wahrheit; (Römer 12.9) 7 sie verträgt alles, sie glaubet alles, sie hoffet alles, sie duldet alles. (Sprüche 10.12) (Matthäus 18.21-22) (Römer 15.1)
    8 Die Liebe höret nimmer auf, so doch die Weissagungen aufhören werden und die Sprachen aufhören werden und die Erkenntnis aufhören wird. 9 Denn unser Wissen ist Stückwerk, und unser Weissagen ist Stückwerk. 10 Wenn aber kommen wird das Vollkommene, so wird das Stückwerk aufhören.
    11 Da ich ein Kind war, da redete ich wie ein Kind und war klug wie ein Kind und hatte kindische Anschläge; da ich aber ein Mann ward, tat ich ab, was kindisch war. 12 Wir sehen jetzt durch einen Spiegel in einem dunkeln Wort; dann aber von Angesicht zu Angesicht. Jetzt erkenne ich's stückweise; dann aber werde ich erkennen, gleichwie ich erkannt bin. (4. Mose 12.8) (1. Korinther 8.3) (2. Korinther 5.7)
    13 Nun aber bleibt Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die größte unter ihnen. (1. Thessalonicher 1.3) (1. Johannes 4.16)

    Der Sinn des Lebens besteht darin, Rudolph, dem Schwurkel, den Schnabel zu kraulen.

  • Doris
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    • 15. Juli 2013 um 11:35
    • #36
    Zitat

    Wenn Dein Mann morgen stirbt, um was wirst Du weinen?

    Das kann ich Dir sagen:
    Dass ich ihn nicht immer meine Liebe so zeigen konnte, wie ich es gewollt habe.
    Dass ich manches zu wichtig genommen habe.
    Dass wir einander nicht immer so verstehen konnten, wie wir es gewollt haben.
    Dass ich nicht immer alles geben konnte, was ich geben wollte.
    Dass ich bisweilen unachtsam war.
    Dass ich nicht kreativ genug mit Konflikten umgegangen bin.
    und und und
    Und natürlich, weil er nicht mehr körperlich anwesend ist und ich nicht weiß, wie ich ihm das dann alles noch sagen kann.

    Aber da wird auch viel Freude sein.
    Die Freude ihn gekannt zu haben und ihn geliebt haben zu dürfen.
    Dankbarkeit für all seine Liebe, für all die Aufmerksamkeit, für die Geborgenheit, für die Bemühungen um mich.
    Dankbarkeit über all das, was ich mit und durch ihn lernen durfte.
    Dankbarkeit für all das Lachen, das wir miteinander teilten.
    und und und
    Dieses wird das Überdauernde sein, die Freude. Denn die Trauer wird eines Tages aufhören.
    Und selbst während der Trauer, wird diese Essenz immer spürbar sein.

    Woher ich das weiß? Aus Erfahrung über den Verlust anderer Menschen, u.a. den wichtigsten Menschen in meinem Leben.

    Liebe Grüße
    Doris

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  • Noreply
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    • 15. Juli 2013 um 11:47
    • #37
    brigittefoe:

    Mit der Liebe befasse ike mir gerade,
    weltlich und überweltlich und muß feststellen,
    daß diese immer an etwas gebunden ist;
    sei es ein menschliches Wesen, ein Tier, Natur
    Buddha oder Jesus.
    Das kann Kunst, Wissenschaftsgläubigkeit, Musik,
    ja allet oder nix sein . . .

    Kann Liebe losgelöst von allem Erschaffenen
    und uns Umgebendem
    existent sein ?

    LG

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    Wenn es nicht Liebe geben würde losgelöst von allem Erschaffenen wären alle anderen Lieben nicht.

  • Doris
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    • 15. Juli 2013 um 11:53
    • #38
    Zitat

    Ich weiß, dass im Grunde kaum einer wissen möchte was der Buddha tatsächlich gelehrt hat.


    Ich gebe Die Hoffnung um Dich immer noch nicht auf …


    Zitat

    Er sprach so weit ich weiß von "abschichten" und "runter kühlen" und "sehen wie die Dinge wirklich sind" und von noch einigem für die meisten Unangenehmen.


    Und deshalb machst Du so ein schwärmerisches Ding aus der Liebe?

    Zitat

    Heilsames wollen in Form von sila-samadhi-panna braucht es nur solange man noch auf dem Weg ist. Danach ist kein "haben wollen" mehr.


    Mag schon sein, dass es Leute gibt, die sich nie um was bemühen müssen, weil sie es so verinnerlicht haben. Aber Du selbst sagst doch immer, es gibt keine Buddhas mehr. Folglich gibt es keinen, der nicht ab und an üben muss.
    Und dennoch handeln die meisten von uns immer wieder ohne dieses Haben-sollen, einfach, weil es unserer Natur entspricht. Jeder hat und kennt diese Momente, sie fallen ihm nur nicht auf, weil sie ganz unspektakulär, selbstverständlich sind. Uns fallen eher die Momente auf, die mit negativen Emotionen verbunden sind oder mit großen angenehmen Emotionen. Jeder gelungene Kommunikation ist für mich Liebe, denn jedesmal öffnen wir uns für einander. Reiche ich meinem Tischpartner selbstverständlich das Salz am Tisch, ist das Liebe. Einander den Haushalt zu führen, anzurufen, damit sich der andere keine Sorgen macht, das ist Liebe. An der Kasse jemanden vorzulassen ist Liebe. Die Tür aufzuhalten ist Liebe. Seinen Körper gesund zu halten ist Liebe. Achtsam Autofahren ist Liebe. Und so fort. Alltag. Ohne Liebe würde diese Welt nicht funktionieren, wir sind so gestrickt. Probleme haben wir, weil wir eben nicht immer so selbstverständlich liebevoll miteinander umgehen, weil wir all diese Kleinigkeiten missachten und das ist dann wie ein Schneeball, der zur Lawine wird. Dann wird Mangel spürbar. Aus diesem Mangel heraus schaffen wir eine Liste der "Liebesdinge" die uns "sättigen" soll - Vorstellungen. Und das bedeutet, den Teufel mit dem Belzebub austreiben. Das ist das Ergebnis meiner bisherigen Überlegungen.

    Liebe Grüße
    Doris

    Der Sinn des Lebens besteht darin, Rudolph, dem Schwurkel, den Schnabel zu kraulen.

  • Bailong
    Gast
    • 15. Juli 2013 um 11:55
    • #39

    Hat Buddha Liebe gelehrt?

    Was, wenn nicht?

  • bel
    Gast
    • 15. Juli 2013 um 12:03
    • #40
    Bailong:

    Hat Buddha Liebe gelehrt? Was, wenn nicht?


    Dann eben nicht :lol:

  • Bailong
    Gast
    • 15. Juli 2013 um 12:18
    • #41
    bel:
    Bailong:

    Hat Buddha Liebe gelehrt? Was, wenn nicht?


    Dann eben nicht :lol:


    Das hatte ich befürchtet. :lol:

  • vimokkha
    Gast
    • 15. Juli 2013 um 12:20
    • #42

    Sukha :

    Zitat

    Auch wie trügerisch und vergänglich diese Gefühle (Liebe) sind. Selbst Altruistische "Liebe".

    Vimokkha zumindest hat von "allumfassender liebevoller Güte " - von "Mettā Pāramī" - gesprochen, deren weltliche Form nun mal die Liebesfähigkeit ist .
    Mettā Pāramī ist ja lauter . Insofern braucht >man< das auch nicht loszulassen , genausowenig wie Großzügigkeit und Sittlichkeit .
    Die rechte Sammlung tut ja ein Übriges um die weltliche Liebesfähigkeit hin zu Mettā Pāramī - Upekkhā Pāramī zu KLÄREN .

    Sieht dann ungefähr so aus :

  • Mushotoku
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    14. April 2013
    • 15. Juli 2013 um 12:24
    • #43
    vimokkha:

    Sukha :

    Zitat

    Auch wie trügerisch und vergänglich diese Gefühle (Liebe) sind. Selbst Altruistische "Liebe".

    Vimokkha zumindest hat von "allumfassender liebevoller Güte " - von "Mettā Pāramī" - gesprochen, deren weltliche Form nun mal die Liebesfähigkeit ist .
    Mettā Pāramī ist ja lauter . Insofern braucht >man< das auch nicht loszulassen , genausowenig wie Großzügigkeit und Sittlichkeit .
    Die rechte Sammlung tut ja ein Übriges um die weltliche Liebesfähigkeit hin zu Mettā Pāramī - Upekkhā Pāramī zu KLÄREN .

    Sieht dann ungefähr so aus :


    bilder sagen manchmal mehr als worte

    shoto


    .

  • vimokkha
    Gast
    • 15. Juli 2013 um 12:43
    • #44

    Danke :)

    Zitat

    A.X.208

    „Der edle Jünger, frei von Begierde und Groll, unverblendet, geistesklar und besonnen, durchstrahlt mit einem von Allgüte . . . von Mitleid . . . von Mitfreude . . . von Gleichmut erfüllten Geiste erst eine Himmelsrichtung, darauf ebenso die zweite, die dritte, die vierte; und sich in allem wiedererkennend durchdringt er nach oben, unten, überall die ganze Welt mit einem von Allgüte . . . von Mitleid . . . von Mitfreude . . . von Gleichmut erfüllten Geiste, einem weiten, entfalteten, unbeschränkten, frei von Groll und Übelwollen. Und er erkennt: ,Früher war dieser mein Geist beschränkt und unentfaltet. Nunmehr aber ist mein Geist unbeschränkt, wohlentfaltet, und keine beschränkte Tat wird darin zurückbleiben, darin verharren.

    Was meint ihr, ihr Mönche, wenn da ein Knabe schon von frühester Kindheit an die geisterlösende Allgüte . . . das geisterlösende Mitleid . . . die geisterlösende Mitfreude . . . den geisterlösenden Gleichmut entfalten würde, möchte er dann wohl noch böse Taten verüben?"

    „Gewiß nicht, o Ehrwürdiger."

    „Wenn er aber keine bösen Taten mehr verübt, wird ihn dann wohl noch Leiden treffen?"

    „Gewiß nicht, o Ehrwürdiger. Wie sollte wohl einen, der keine böse Tat verübt, noch Leiden treffen?"

    „Die Allgüte, ihr Mönche . . . das Mitleid . . . die Mitfreude . . . den Gleichmut sollte man entfalten, ganz gleich, ob Mann oder Weib. Nicht vermag, ihr Mönche, Mann oder Weib beim Abscheiden diesen Körper mit sich zu nehmen; der Sterbliche hat den Geist als das Vermittelnde. Er aber weiß: ,Was immer ich da früher mit diesem stofflichen Körper an bösen Taten verübt habe, das alles muß ich hier noch auswirken, und nichts davon wird nachfolgen.’ Auf diese Weise entfaltet, ihr Mönche, führt die geisterlösende Allgüte . . . das geisterlösende Mitleid . . . die geisterlösende Mitfreude . . . der geisterlösende Gleichmut zur Niewiederkehr (anāgāmitā), sei es denn, daß der einsichtsvolle Mönch nicht schon hier zu einer höheren Befreiung durchdringt."

    Alles anzeigen

    Mit freundlichen Grüßen !

  • Doris
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    • 15. Juli 2013 um 13:01
    • #45
    Zitat

    bilder sagen manchmal mehr als worte

    Was siehst Du denn in dem Bild? :D

    Der Sinn des Lebens besteht darin, Rudolph, dem Schwurkel, den Schnabel zu kraulen.

  • Sukha
    Gast
    • 15. Juli 2013 um 13:04
    • #46
    Doris Rasevic-Benz:

    Aber Du selbst sagst doch immer, es gibt keine Buddhas mehr.

    Buddhas nicht, aber Arahats.

    Doris Rasevic-Benz:

    ... reiche ich meinem Tischpartner selbstverständlich das Salz am Tisch, ist das Liebe. Einander den Haushalt zu führen, anzurufen, damit sich der andere keine Sorgen macht, das ist Liebe. ...

    Das nenne ich Freundlichkeit und Wohlwollen und nicht "Liebe".

    Doris Rasevic-Benz:

    Dass ich ..., wie ich es gewollt habe.
    Dass ich
    Dass wir
    Dass ich
    Dass ich
    Dass ich
    und und und
    Und natürlich, weil er nicht mehr körperlich anwesend ist und ich ...

    Alles anzeigen

    Spricht für sich oder? :)

    vimokkha:

    der geisterlösende Gleichmut zur Niewiederkehr (anāgāmitā), sei es denn,

    Spricht auch für sich oder?

    Irgendwie werden da wieder die verschiedenen Welten von Mahayana und Theravada nur allzu deutlich.

    Mit Metta
    Sukha

  • Doris
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    • 15. Juli 2013 um 13:12
    • #47
    Zitat

    Spricht für sich oder?

    All die Dinge, die ich nicht schenken konnte, für all die Unzulänglichkeiten, und zu allererst meine eigenen, die uns das Leben schwerer gemacht haben. Ja, darum werde ich weinen.

    Zitat

    Das nenne ich Freundlichkeit und Wohlwollen und nicht "Liebe".


    Ich unterscheide das nicht. Da ist immer das Du.

    Der Sinn des Lebens besteht darin, Rudolph, dem Schwurkel, den Schnabel zu kraulen.

  • Bailong
    Gast
    • 15. Juli 2013 um 13:25
    • #48
    Sukha:

    Spricht für sich oder?


    Ja, ich fand auch, dass Doris' Antworten für sich sprechen.
    Sie haben mich gleichzeitig lachen und weinen gemacht.

    Sukha:

    Irgendwie werden da wieder die verschiedenen Welten von Mahayana und Theravada nur allzu deutlich.


    Wie viele Welten hast Du?

  • brigittefoe
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    • 15. Juli 2013 um 13:31
    • #49
    Ellviral:
    brigittefoe:

    Mit der Liebe befasse ike mir gerade,
    weltlich und überweltlich und muß feststellen,
    daß diese immer an etwas gebunden ist;
    sei es ein menschliches Wesen, ein Tier, Natur
    Buddha oder Jesus.
    Das kann Kunst, Wissenschaftsgläubigkeit, Musik,
    ja allet oder nix sein . . .

    Kann Liebe losgelöst von allem Erschaffenen
    und uns Umgebendem
    existent sein ?

    LG

    Alles anzeigen


    Wenn es nicht Liebe geben würde losgelöst von allem Erschaffenen wären alle anderen Lieben nicht.

    Alles anzeigen

    Das war meine Frage und so weit war ike och schon
    es bleibt also nichts übrig, hm . . .

    Das Hohelied hat Doris eingestellt, was ich mir vor meinem Post noch durchgelesen hatte !
    Hier ist die Liebe aber doch auch gebunden an Gott, der ja die Liebe sein soll . . .
    ... ergo mein Gedanke, ist Gott der einzig unabhängig Liebende ?

    dann ist "er" oder what ever . . . an die Schöpfung gebunden ?

    bin anscheinend in einen gordischen Knoten ver-wickelt

    :?

    Es ist eine wahre Schmach und Schande, daß wir Christen wie blinde Hühner umhergehen und nicht erkennen, was in uns ist und davon gar nichts wissen.
    Johannes Tauler

  • Sukha
    Gast
    • 15. Juli 2013 um 13:33
    • #50
    Bailong:


    Wie viele Welten hast Du?

    "Verschiedene Welten"
    ist eine Metapher.

    ()

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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