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Tibetanischer Buddhismus - ein Fake?

  • wanderer
  • 30. Januar 2013 um 12:02
  • Zum letzten Beitrag
1. offizieller Beitrag
  • wanderer
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    30. Januar 2013
    • 30. Januar 2013 um 12:02
    • #1

    Hallo,

    vorab möchte ich schreiben, dass ich nicht die Gefühle anderer verletzen will,
    aber mein Glaube an den "GELEBTEN" Buddhismus in Tibet tief erschüttert ist.

    Ich beschäftige mich ganz neu mit dem Buddhismus und habe gesehen, dass es verschiedene Richtungen gibt.
    Ich hab mir d. tibetansichen Buddhismus angeschaut.

    Bei meiner Suche bin ich auf Colin Goldners Vortrag auf Youtube gestossen.
    Titel: Hinter dem Lächeln des Dalai Lama (Vortrag Univ. Wien 18.05.2012)
    http://www.youtube.com/watch?v=SDuqayOx2Nw.

    Darin erhebt er schwerste Vorwürfe gegen das gesamte Lama System in Tibet,
    nach Goldner, war ihr Vorgehen sehr weltlich und menschenverachtend.
    So beschreibt er etwa, wie die Lamas das Land vor dem chin. Einmarsch komplett versklavt hatte,
    die einfachen Menschen waren Leibeigene der Klöster.
    Das Volk wurde mit der Angst vor dem "Zwischenleben" - dh den 16 Höllen, vor der nächsten Inkarnation gepeinigt und
    ruhig gestellt. Die Familie des aktuellen Lamas hätte über 40.0000 Leibeigene gehabt.
    Der Kult um den Lama sei eine einzige Inszinierung des Westen, um China zu destabilisieren, daher auch
    der Friedensnobelpreis, im Jahr 1989 (Massaker am Platz d. himmlischen Friedens).

    Weiters beschreibt er wie die "Propaganda" uns alle bezüglich Tibet uns manipuliert.

    Es gibt auch eine Seite zu seinem Vortag:http://www.gottkoenig.de.
    Hier habe ich in der Literaturliste kurz geschmökert und allein die Buchtitel sind schon krass.

    Meine Frage:
    Sind solche Vorwürfe reine Hirngespinste und Colin Goldner ein Verschwörungstheoretiker?

    Wären auch nur einige der Vorwürfe wahr, stellt sich die Frage wie tragbar so ein geistlicher Führer
    bzw der gesammte tibetanische Budhhismus wäre.
    Andererseits ist er sehr beliebt im Westen.

    Ich hoffe, ihr seid mir für diesen Post nicht böse.
    Aber jedes Leben muss geprüft werden, oder?

    wanderer

  • Syia
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    • 30. Januar 2013 um 12:06
    • #2
    wanderer:

    Sind solche Vorwürfe reine Hirngespinste........



    Nein, sind sie nicht. Aber was hat dieses Wissen mit meiner Praxis zu tun ? Nichts !

    Hier gibt es noch mehr Informationen zur Lamakratie:

    http://www.buddhismuskunde.uni-hamburg.de/fileadmin/pdf/…-K10Sobisch.pdf

  • wanderer
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    30. Januar 2013
    • 30. Januar 2013 um 12:24
    • #3
    Zitat

    Nein, sind sie nicht. Aber was hat dieses Wissen mit meiner Praxis zu tun ? Nichts !

    Soweit ich, dass verstanden habe, hat der tibetanische Buddhismus einen großen Einfluss auf den Westen
    und die im Video beschriebene Lebensweise der Lamas - Unterdrückung der großen Masse (95%), sexuelle Übergriffe auf Nonnen, Gier, Folter und auch
    sonstige weltliche Sünden - hat meines Erachtens nach gar nichts mit Buddhismus zu tun.
    Er meint JEDES einzelne Kloster hätte vor 1950 eine Folterkammer gehabt. Flöten aus dem Oberschenkelknochen,
    die Menschen wären am lebendigen Leib von den Mönchen gehäutet worden...

    Der Vortrag erzählt auch davon, dass der Lama, der ja auch Astrologe ist, behauptet 113 Jahre alt zu werden und im Jahre 2400
    wieder auf die Erde kommt um gegen die Kinder Abrahams (Juden, Christen, Islam) einen Krieg führen zu wollen.

    Ich bin irgendwie total desillusioniert, sorry wenn es ein wenig frustriert klingt :)

  • Onda
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    • 30. Januar 2013 um 12:26
    • #4

    Google mal ein wenig, das Buch von Goldner ist sehr kontrovers aufgenommen worden:

    http://info-buddhismus.de/Colin_Goldner_…journalist.html

    http://www.taz.de/!65404/

    http://www.amazon.de/Dalai-Lama-Fal…_pr_product_top
    Siehe Kunden-Rezensionen

    Onda

    "Es gibt nichts Gutes, außer: man tut es." (Erich Kästner)
    "Dharma books and tapes are valuable, but the true dharma is revealed through our life and practice." (Thich Nhat Hanh)

  • Syia
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    • 30. Januar 2013 um 12:37
    • #5
    wanderer:

    Soweit ich, dass verstanden habe, hat der tibetanische Buddhismus einen großen Einfluss auf den Westen
    und die im Video beschriebene Lebensweise der Lamas - Unterdrückung der großen Masse (95%), sexuelle Übergriffe auf Nonnen, Gier, Folter und auch
    sonstige weltliche Sünden - hat meines Erachtens nach gar nichts mit Buddhismus zu tun.

    Sicherlich nicht mit dem Buddhismus wie wir ihn gerne hätten. Ist dir bewusst, dass in Tibet ein mittelalterliches Feudalsystem herrschte bis die Chinesen das Land übernahmen ?
    Wie sah es denn bei uns in Europa im Mittelalter aus ?

    Zitat


    Er meint JEDES einzelne Kloster hätte vor 1950 eine Folterkammer gehabt. Flöten aus dem Oberschenkelknochen,
    die Menschen wären am lebendigen Leib von den Mönchen gehäutet worden...

    Nennt Herr Goldner Quellen für diese Aussagen ? Flöten aus Oberschenkelknochen sind nicht ungewöhnlich, wenn man an Leichenverbrennungsplätzen meditiert. Nimm es bitte einfach als Symbol für Vergänglichkeit.

    Zitat


    Der Vortrag erzählt auch davon, dass der Lama, der ja auch Astrologe ist, behauptet 113 Jahre alt zu werden und im Jahre 2400
    wieder auf die Erde kommt um gegen die Kinder Abrahams (Juden, Christen, Islam) einen Krieg führen zu wollen.

    Tibeter haben eine andere Zeitrechnung. Sie benutzen den Mondkalender, haben 60 Jahres Zyklen usw............... Glaub doch nicht jeden Mist ohne die Information zu hinterfragen.

    Also ich würde 2400 ja lieber irgendwo am Strand liegen, aber wenn der Herr gerne Krieg führen möchte........

    Zitat


    Ich bin irgendwie total desillusioniert, sorry wenn es ein wenig frustriert klingt :)

    Ich glaube nur nicht, dass du alles glaubst ! :roll:

  • wanderer
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    • 30. Januar 2013 um 13:32
    • #6

    danke für die Antworten.

    Nein ich glaube nicht alles, was ich lesen / höre.
    Ich war nur von den Thesen so erschüttert, dass ich es mir eigentlich incht vorstellen konnte.
    Irgendwie passt das nicht zusammen für mich.
    Er stellt es ja so dar, als wäre den akuelle Lama nur ein großer Marketinggag einiger westlicher
    Staaten / Organisationen.

    Ich bin dabei die Aussagen zu verifizieren, derweilen wollte ich einige Meinungen
    dazu hören / lesen - zumal ich noch nie derartiges gelesen hatte.

  • Sigitta
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    • 30. Januar 2013 um 14:01
    • #7

    Ah wir sind wieder bei Goldner ^^
    Selbst vor Gericht hat der Mann verloren als er sich dagegen wehren wollte, dass jemand seine Schrift reine Polemik ist.
    Ich will da garnicht zu tief einsteigen, weil ich das Thema schon für mich durchgearbeitet habe, aber ein Beispiel möchte ich gerne aus einem anderen Forum nennen, auch weil es urkomisch ist ^^
    Goldner nennt Vayrayana den "Weg des Phallus". Er behauptet Vayra bedeutet übersetzt Phallus und mit dem "wertvollen Juwel" wäre der Penis des Dalai Lama gemeint.
    Dazu die folgende Stelle aus einem anderen Forum:

    --- Zitat von: Blueshark am 21. März 2012, 16:05:01 ---
    --- Zitat von: Ray am 22. Januar 2012, 00:24:40 ---Auch gewisse offenkundige Verfälschungen, zB Vajrayana als Phallusweg umzudeuten! Der Vajra war der Donnerkeil Indras und repräsentiert die Unzerstörbarkeit der Wahrheit im Vajrayana, aber anscheinend wurde dies im Übereifer von Goldner mit dem Lingam Schivas verwechselt.
    --- Ende Zitat ---

    Der Vajra ist der Phallus Indras, mit dem er das Hymen Mayas durchstößt. Was bittesehr sollte auch ein "Donnerkeil" sein?

    --- Ende Zitat ---

    Was sollte eine Donnerkeil sein???
    Na, eine WAFFE!
    Vajrapani, der den Vajra hält, wird schon im Palikanon erwähnt (der garantiert nicht Vajrayana ist!)!

    Aber vielleicht hast du recht?
    Vajrapani heisst wirklich "der der sich den Schwanz hält"!
    Dorje (tib. Vajra) ist übriges auch ein Name bei Tibetern!

    Hey, PENIS, kommt doch mal her...

    Wenn sich die ganze Welt ändert müssen wir auch die Veränderung der Menschen anerkennen. Behandle einen Menschen seinem Wesen und nicht deiner Erinnerung entsprechend. Jetzt

  • Peeter
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    • 30. Januar 2013 um 14:05
    • #8
    Sigitta:

    Ah wir sind wieder bei Goldner ^^
    Selbst vor Gericht hat der Mann verloren als er sich dagegen wehren wollte, dass jemand seine Schrift reine Polemik ist.
    Ich will da garnicht zu tief einsteigen, weil ich das Thema schon für mich durchgearbeitet habe, aber ein Beispiel möchte ich gerne aus einem anderen Forum nennen, auch weil es urkomisch ist ^^
    Goldner nennt Vayrayana den "Weg des Phallus". Er behauptet Vayra bedeutet übersetzt Phallus und mit dem "wertvollen Juwel" wäre der Penis des Dalai Lama gemeint.
    Dazu die folgende Stelle aus einem anderen Forum:

    --- Zitat von: Blueshark am 21. März 2012, 16:05:01 ---
    --- Zitat von: Ray am 22. Januar 2012, 00:24:40 ---Auch gewisse offenkundige Verfälschungen, zB Vajrayana als Phallusweg umzudeuten! Der Vajra war der Donnerkeil Indras und repräsentiert die Unzerstörbarkeit der Wahrheit im Vajrayana, aber anscheinend wurde dies im Übereifer von Goldner mit dem Lingam Schivas verwechselt.
    --- Ende Zitat ---

    Der Vajra ist der Phallus Indras, mit dem er das Hymen Mayas durchstößt. Was bittesehr sollte auch ein "Donnerkeil" sein?

    --- Ende Zitat ---

    Was sollte eine Donnerkeil sein???
    Na, eine WAFFE!
    Vajrapani, der den Vajra hält, wird schon im Palikanon erwähnt (der garantiert nicht Vajrayana ist!)!

    Aber vielleicht hast du recht?
    Vajrapani heisst wirklich "der der sich den Schwanz hält"!
    Dorje (tib. Vajra) ist übriges auch ein Name bei Tibetern!

    Hey, PENIS, kommt doch mal her...

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    ein donnerkeil ist eine waffe ? aha . hat es nie gegeben !
    auch zeus hatte einen donnerkeil, um blitze und gewitter zu erzeugen.
    (nur mal so am rande .. der rest ist allerdings lesenswert . und Goldner najaa )

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    • 30. Januar 2013 um 15:18
    • #9

    ein Deutscher lebte in Tibet vor dem Einmarsch der Chinesen. Heinrich Harrer.
    Wie das Buch über Tibet heisst, dass er geschrieben hat, weiß ich nicht mehr. Jedenfalls steht das sowas alles nicht drin und er war auch hinterher noch mit dem Dalai Lama befreundet, oder ist immernoch, falls er noch lebt. Harre ist älter als der Dalai Lama.
    Er hat schon merkwürdige Sachen geschrieben, z. B. der Adel trat behängt mit Gold vor das Volk und das Volk hat gejubelt. Angeblich liebten das Volk den Schmuck an ihren Herren. klingt komisch, hat er aber wohl so erlebt.
    merkwürdig wenn man der Theorie glaubt den der Herr, den du zitierst vertritt, ist auch: Dann hätten doch zumindest TEILE des Volkes den Chinesen dankbar sein müssen. Warum ist das nicht so? Kommunismus wäre doch dann die Rettung gewesen, oder? Die Tibeter wollen nur eins: Chinesen raus- Dalai Lama zurück. Sie wollen ihre Religion zurück und nichts anderes. Wenn nun nur durch Angst macherei vor Höllenstrafen dort das Mönchssystem regiert hätte, wieso wollen sie es nach Jahrzehnten so unbedingt zurück?
    Guck dir mal im Internet an, wie Westler eine tibetische Frau zur "Königin von Shamballa" machen. Sie wird: "Ihre Majestät" genannt. Die Seidenkleider und den Schmuck zahlen die Leute eigentlich selbst. Die Frauen, die da mitmachen, könnten sich ja auch selbst den Schmuck kaufen, oder?

  • void
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    Buddh. Richtung
    Zen
    • 30. Januar 2013 um 15:21
    • Offizieller Beitrag
    • #10

    Hallo Wanderer

    Colin Goldner schildert in seinem Buch eierseits viele schreckliche Zustände im alten Tibet wahrheitsgemäß. Das war eine feudale Gesellschaft in der eine kleine Oligarchie von Klöstern und weltlichen Herrn gute lebte aber der Lebensstandard der nromalen Bevölkerung niedrig war. Es gab Sklaverei, Folter und drakonische Strafen Für jemanden der im alten Tibet ein mythisches Shambalh sehen will, das sich sehr von anderen feudalen Systemen unterscheidet ist das natürlich bitter.

    Auf der anderen Seite ist Colin Goldner kein ausgewogener Autor sondern ein radiakaler Aufklärer und Zuspitzer, der versucht einem einseitig positiven Tibet Bild durch einseitg negatives Tibetbild auszugleichen.

    Ein sachlches und ausgegelichenes Buch zu dem Thema ist "Religion und Politik in Tibet" von Michael v Brück. Hier wird gut gezeigt was tatsächliche Misstände waren und an welcher Stelle Goldner übertreibt oder schelchte Quellen verwendet.

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  • Maybe Buddha
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    • 30. Januar 2013 um 15:47
    • #11
    wanderer:
    Zitat

    Nein, sind sie nicht. Aber was hat dieses Wissen mit meiner Praxis zu tun ? Nichts !

    Soweit ich, dass verstanden habe, hat der tibetanische Buddhismus einen großen Einfluss auf den Westen
    und die im Video beschriebene Lebensweise der Lamas - Unterdrückung der großen Masse (95%), sexuelle Übergriffe auf Nonnen, Gier, Folter und auch
    sonstige weltliche Sünden - hat meines Erachtens nach gar nichts mit Buddhismus zu tun.
    Er meint JEDES einzelne Kloster hätte vor 1950 eine Folterkammer gehabt. Flöten aus dem Oberschenkelknochen,
    die Menschen wären am lebendigen Leib von den Mönchen gehäutet worden...

    Der Vortrag erzählt auch davon, dass der Lama, der ja auch Astrologe ist, behauptet 113 Jahre alt zu werden und im Jahre 2400
    wieder auf die Erde kommt um gegen die Kinder Abrahams (Juden, Christen, Islam) einen Krieg führen zu wollen.

    Ich bin irgendwie total desillusioniert, sorry wenn es ein wenig frustriert klingt :)


    Auch, oder grade, der Buddhismus ist nicht vor Gier, Hass und Verblendung geschützt...
    Was hat die Kirche, Kirchensteuer, Kindesmissbrauch von Priestern mit der Lehre Jesus zu tun? Genau, nix!
    Wo Menschen sind gibt es GHV. Egal was für ein Ideal oder Dogma man drüber schreibt.

    "Nur eines verkünde ich heute, wie immerdar: Leiden und seine Vernichtung."
    Buddha

  • Sigitta
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    • 30. Januar 2013 um 16:09
    • #12

    Es gibt dazu auch ein Zitat von Buddha. Ich bringe es nichtmehr ganz zusammen, aber es ging darum, dass ein Schüler Buddha fragte warum viele seiner Schüler ein schlechtes Leben führen. Buddha meinte daraufhin, wenn ein Mann einen anderen fragt wo er zu dieser Stadt kommt und der Mann sagt dem anderen er müsse nach norden, der Mann geht aber trotzdem nach Süden, ist dann der Mann Schuld der den Weg gewiesen hat ?
    Man muss immer unterscheiden zwischen dem Glauben und den Gläubigen.

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  • Turmalin 1
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    • 30. Januar 2013 um 16:11
    • #13

    übrigens legen zur Zeit in Deutschland ziemlich viele Kinder in Armut. Auch Kinder, deren Vater in Vollzeit arbeitet.
    Es werden z. T. Löhne gezahlt, von denen nicht einmal eine Einzelperson leben kann. Aber es ist Geld da, um Sonntags die Heizung in der kaum besetzten Kirche anzumachen. Dafür zahlt jeder Steuerzahler mit. Gebäude mit meterhohen Decken. Es ist aber kein Geld da, um zu verhindern, dass Hartz4 Kinder und Aufsocker- Kinder im Winter mit Turnschuhen zur Schule gehen.
    Daher müssen eben Tibet betreffend noch die Knochenflöten dazuerfunden werden, weil soziale Ungerechtigkeit ist ja normal.

  • Lirum Larum
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    Buddh. Richtung
    Ich protestiere gegen den mangelnden Respekt vor den unterschiedlichen Traditionen.
    • 30. Januar 2013 um 16:28
    • #14

    Nananana! Ich musste auch schon in einer auf 15°C geheizten Kirche singen... Für mehr Heizung hat die Kirche auch nicht mehr Geld, wenigstens bei uns hier oben. Und die ganzen notwendigen Arbeiten - so gut wie alles ehrenamtlich. Also, wenn hier einer kein Geld hat, dann ist es die Kirche - und die Hartz-4-Empfänger, klar.

    :rainbow: Gute Wünsche für jede und jeden. :tee:


  • Sigitta
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    • 30. Januar 2013 um 16:33
    • #15

    Was die Knochenflöten angeht kommt auch eine im Film "Little Buddha" vor indem unter anderem Sogyal Rinpoche mitspielt. Ich denke wenn es nicht der Wahrheit entsprechen würde hätte er sich da schon beschwert und auch an anderen Stellen wird erwähnt, dass es diese Knochenflöten gibt oder gab. Damarus, diese kleinen Handtrommeln wurden wohl in seltenen Fällen auch mit Schädelteilen großer Lamas gebaut. Zumindest die die selber an einen großen Lama gehen sollten.
    Im Westen gibt es auch Reliquienverehrung. Der Unterschied ist, dass die Tibeter offenbar was nützliches daraus machen.
    Umgekehrt hab ich mich früher aufgeregt, dass hier in Bayern in Klassenzimmern von kleinen Kindern die Darstellung eines ermordeten an der Wand hängt dem man Nägel durch Hände und Füße und einen Speer durch die Seite gerammt hat. Komischerweise gibt man wenn in einer Schule jemand durchdreht Killerspielen die Schuld und nicht diesem Akt der Barberei der da hängt.
    So hat jede Kultur ihre Eigenarten, die für den anderen eher Abarten sind.
    Idealisieren ist nirgendwo angebracht, aber Goldner scheint aus Neid zu verteufeln.

    @Losang Ich würde an Stelle der Kirche auch ein paar Goldfiguren gegen eine Wärmepumpe eintauschen. Die Kirche mag ja nicht flüssig sein, aber Vermögen hat sie. Woran es mangelt sind eher die Prioritäten ^^

    Wenn sich die ganze Welt ändert müssen wir auch die Veränderung der Menschen anerkennen. Behandle einen Menschen seinem Wesen und nicht deiner Erinnerung entsprechend. Jetzt

  • Pommes
    Gast
    • 30. Januar 2013 um 17:30
    • #16

    Einem Goldner kann man jeweils sehen wie man möchte. Aber ich finde religiöse Oberpriester, sei es in Form eines Sultans, eines Papstes oder eines Lamas, generell sehr fragwürdig. Diese haben sich selbst praktisch immer erdreistet sich, im Laufe der Geschichte, zum heilswichtigsten Kern, der jeweiligen Religion, zu ernennen. :doubt:

  • Lirum Larum
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    Buddh. Richtung
    Ich protestiere gegen den mangelnden Respekt vor den unterschiedlichen Traditionen.
    • 30. Januar 2013 um 18:06
    • #17
    Sigitta:

    ...
    @Losang Ich würde an Stelle der Kirche auch ein paar Goldfiguren gegen eine Wärmepumpe eintauschen. Die Kirche mag ja nicht flüssig sein, aber Vermögen hat sie. Woran es mangelt sind eher die Prioritäten ^^


    In evangelischen Kirchen gibt es keine Goldfiguren. Aber wenn es welche gäbe, dann wären sie der einzige Besitz und immerhin antik. Ein Frevel, sowas für die Heizung zu verscherbeln. Also lieber traditionsbewusst frieren.
    Und was ist jetzt das Problem an Knochenflöten? Das haben Naturvölker so. Die Dakota-Indianer auch... Sollen sie sich lieber vegane Plastikflöten aus Taiwan besorgen? :)

    :rainbow: Gute Wünsche für jede und jeden. :tee:


  • Sigitta
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    • 30. Januar 2013 um 18:39
    • #18

    Ja das mit den evangelischen Kirchen weiß ich, mir ging es auch eher um die katholischen Prachtbauten. Ob das mit den Knochenflöten auch noch an mich ging weiß ich nicht, aber ich habe kein Problem damit. Das ist wie gesagt wenigstens was nützliches. Wenn ich mal sterbe wäre mir auch lieber meine Knochen würden entweder anständig kompostiert oder im Handwerk verarbeitet. Ich bin was das angeht ziemlich pragmatisch ^^

    Wenn sich die ganze Welt ändert müssen wir auch die Veränderung der Menschen anerkennen. Behandle einen Menschen seinem Wesen und nicht deiner Erinnerung entsprechend. Jetzt

  • Samten
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    • 30. Januar 2013 um 19:21
    • #19

    ja wat isser lustig, der Herr Goldner, vergisst doch tatsächlich darüber, bei der Realität zu verbleiben.....

  • MonikaMarie1
    Gast
    • 30. Januar 2013 um 19:23
    • #20

    Hallo Wanderer,
    schau Dir doch mal den Film "Kundun" an. Er handelt von der "Entdeckung" des heutigen Dalai Lamas und zeigt durchaus die Schattenseite Tibets. Gerade dies wollte der Dalai Lama ändern, sobald er dazu in die Lage gekommen wäre. Da hat ihm dann Mao einen Strich durch die Rechnung gemacht.
    Ich sehe in der Haltung und in den Äußerungen des DL durchaus den Wunsch, Veränderungen für Tibet zu bewirken. Er lehnt ja auch den Titel "Gottkönig" ab, genauso wie die politische Herrschaft über Tibet.
    Ansonsten steht mir keine Kritik zu. Ich sehe in ihm einen Mönch, der der Lehre Buddhas folgt und ansonsten kümmere ich mich darum, wo ich selbst stehe und wie ich vorankomme.
    _()_ Monika

  • Matthias65
    Gast
    • 30. Januar 2013 um 20:40
    • #21
    MonikaMarie1:

    Ich sehe in ihm einen Mönch, der der Lehre Buddhas folgt

    Hallo Monika, so sieht er sich wohl am liebsten auch selbst: Immer wieder sagt er: "Ich bin nur ein einfacher, buddhistischer Mönch!" :)

  • Tsultrim Dorje
    Gast
    • 30. Januar 2013 um 21:52
    • #22

    Ich kann dazu nur sagen, das mit den 16 Höllen steht auch im Pali Kanon und den Theravadas wirft niemand vor den Menschen Angst zu machen um sie zu beherrschen und im ZEN gibt es die auch soweit ich weis. Das mit den 16 Höllen ist halt so. Der Rest riecht stark nach chinesischer Propaganda. Sicher hat es auch in Tibet Ausrutscher und Ungerechtigkeiten von Lamas gegeben. Auch Macht mag hier eine große Rolle spielen. Nicht jeder Lama ist erleuchtet das sollte man nicht vergessen. Aber was dieser Herr da schreibt ist schon sehr daneben, vor allem wenn man die Berichte von anderen Tibet Reisenden liest, da sind einfach zu viele unterschiede und in den meisten Berichten steht das Gegenteil von dem was da geschrieben wurde. Chinesische Propaganda.

  • accinca
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    • 30. Januar 2013 um 23:06
    • #23
    Matthias65:
    MonikaMarie1:

    Ich sehe in ihm einen Mönch, der der Lehre Buddhas folgt


    Hallo Monika, so sieht er sich wohl am liebsten auch selbst:
    Immer wieder sagt er: "Ich bin nur ein einfacher, buddhistischer Mönch!" :)

    Weil ihm das nicht geglaubt wird!
    Und das er das glaubt wird ihm nicht geglaubt.

  • malsehen
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    17. Mai 2012
    • 31. Januar 2013 um 08:16
    • #24

    Bevor jetzt hier das Gehacke wieder losgeht…

    Ich finde es sinnvoll, an Stellen wie diesen die Bilder im eigenen Kopf zu befragen. Dabei ist es vielleicht gar nicht so erheblich, wie weit Herr Goldner akkurat Recht hat, und was man der chinesischen Propaganda alles unterstellen kann (was mindestens ebenso spekulativ sein dürfte).
    Interessant ist die Erschütterung, die in den eigenen Vorstellungen von Heiligkeit und Friedfertigkeit geschieht, wenn man erfährt, dass das eben Vorstellungen sind, die so nicht Bestand haben.
    Wir möchten uns so gerne einem Ideal verschreiben und erfahren dann, dass dieses Idealbild nicht zu halten ist. Die Irritation darüber finde ich nachvollziehbar, verständlich und sinnvoll (!). Sie kann dazu führen, dass man die Augen davor verschließt und Unfehlbarkeit weiter für unfehlbar hält und alle Vorwürfe dunklen Mächten zuschreibt. Sie kann dazu führen, dass man sich "abwendet" und anderswo weiter auf die Suche nach der idealen Perfektion geht. Sie kann dazu führen, dass man zum zynischen Kritiker solcher Bigotterie wird. Sie kann dazu führen, dass man etwas über die eigenen Vorstellungen und Wünsche bezüglich solcher idealisierten Bilder in sich selbst lernt. Was vielleicht zu dem "gesundesten" Ausgang führt.
    Menschen gehen fehl. So lange wir die Menschen zu unfehlbaren Heiligen stilisieren (oder diese Stilisierung ungefragt übernehmen) eröffnen wir genau dem Machtmissbrauch in klerikalen Strukturen den Weg. Da funktioniert beim Pope im katholischen Jungeninternat genauso wie beim tibetischen Lama.
    Es liegt in unserer Hand, diese Projektion der Unfehlbarkeit zu lassen.
    Der Kaiser ist nackt.


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    • 31. Januar 2013 um 08:59
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    • #25

    Die Situation in Tibet war ja eine sehr besondere. Nachdem der Buddhismus in Indien quasi ausgelöscht wurde, überlebte er in dem unwirtlichen und armen Tibet. Dort übernahmen die Klöster neben ihre spirituellen Rolle zunehemend auch weltliche Aufgaben . Methoden die zunächst nur für Klöster ausgelegt waren wurden zum Regieren eines Landes benutzt. Buddha Skayamuni hat gut daran getan seine Prinzenrolle aufzugaben, denn die Führungsrolle in einem feudalistischen System bedeutet immer, das man sich den Notwendigkeiten anpasst. Die Rolle eines mttelalterlichen Lehensherrn ausfüllt. Mit all den unerfreulichen Nebenwirkungen. Manchmal hat man ja wirklich und ehrlich versucht diese Notwendigkeiten mit buddhitischen Gedankengut zu versöhnen. Also z.B den üblen Verbrechern nicht den Kopf abzuschlagen sondern sie einfach an den Boden zu fesseln und so die Elemente ihr Werk verrichten zu lassen ohne das jemand sich das schlechte Karma des Tötens aufgeladen hätte. Einerseits eine pfiffige Lösung aber gerade dadurch im Endeffekt noch gruseliger, verlogener und perverser als wenn man wie der normale grausame Feudalherr gehandelt hätte. Durch die Oberherrschaft der Mongolen wurden die grossen buddhitischen Orden dessen Vasallen und so entstanden Institutionen wie die des Karmapas oder des Dalai Lamas. In der Zwischenposition gelichezeitig vasallen und Vollstrecker der blutigen Khane zu sein, als die Erzieher deren Söhne aber gleichzeitig darauf hinarbeitend diese zu Mässigung und Menschenliebe zu erziehen. Eine vetrackte Situation.

    Die doppelte Rolle eines politischen und religiösen Führers war von Anfang an zeispältig. Es ist schwer gleichzeitig als Lehensherrn bauern auszupressen und gleichzeitig buddhitischer Mönch zu sein. In der modernen Zeit wurde das nicht besser. Hier war die Rolle die gleichzeitig so eine Art Gesicht des Widerstands zu sein und sich in der Rolle mit CIA und mao zu zoffen und zu einigen. Auch nicht unbedingt kompatibler. Und jetzt bedeutet es mit Mächtigen und Promienten Smalltalk zu machen. Das sind alles keine erstrebenswerten Zweitjobs sondern Herauforderungen , die nur sehr schwer zu bewältigen sind.

    Zu denken man könne durch seine Heiligkeit Sachzwänge einfach wegstrahlen ist wohl naiv. Das Amt eines Herrschers oder Staatsmanns hat seine eigenen Sachzwänge und seine eigene Logik. Ein Zwickmühle in die man hineingerät auch wenn man das nur als Nebenjob macht.

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Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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