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Missbrauch in Buddhistischen Gruppen

  • Sukha
  • 28. November 2012 um 07:36
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  • lubob
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    • 10. Dezember 2012 um 15:37
    • #101
    Onyx9:

    Das Thema ist "Missbrauch".
    Leider ist das Wort "Missbrauch" meist "sexuell besetzt"
    Wie schon gesagt, fängt sexueller Missbrauch unter Erwachsenen mit Nötigung an;
    vorher gibt es keinen.
    ;)

    Ich bleibe mal bei der Konstellation, die wohl am häufigsten vor kommt: Missbrauch ist es aus meiner Sicht, wenn ein Lehrer (m) eine suchende, zu ihm aufblickende und ihm vertrauende Schülerin (w) als Lustobjekt benutzt. Wenn der Lehrer sich wirklich verliebt - was im echten Leben ja vorkommen soll - dann ist das m.E. eine ganz andere Geschichte. Die ist aber von aussen nicht bewertbar und nicht beurteilbar.

    In den US-Blogs knallen zu dem ganzen Thema gerade die unterschiedlichen Sichtweisen sehr hart aufeinander, es gibt aber auch einiges an interessanten und fundierten Links.

    Wer also gut Englisch kann, hier ein paar Links der letzten Tage:

    Brad Warner, der vor vorschnellen Urteilen warnt:
    20. Nov. : http://hardcorezen.info/everybody-knows/1469
    01. Dez. : http://hardcorezen.info/therell-always-be-an-england/1496

    Grace Schireson als Hardlinerin, die sich über ihn sehr aufregt und versucht, akademisch zu argumentieren:
    08. Dez. : http://sweepingzen.com/zen-centers-se…s-and-delusion/

    Und hier gibt es übermorgen eine Round-Table-Diskussion in Form eines Webinars, also Online.
    Wenn ich es recht verstehe, wird es eher eine Panel-Diskussion, alle anderen können als Zuhörer teilnehmen, evtl. mit der Möglichkeit, dann auch Fragen zu stellen oder Kommentare abzugeben.
    Allerdings, wenn ich es richtig gerechnet habe, dann ist das bei uns um 02:00 Uhr morgens.

    Roundtable: Clergy Ethics in Jewish, Buddhist, and Christian Communities
    Dec 13, 2012, 11:00 am to 12:00 pm, Pacific Time
    http://www.faithtrustinstitute.org/training/events/701A0000000Y2RmIAK


    P.S. Liebe Grüße an alle hier

    von einem, der sich sehr darüber freut, das eine Diskussion hier im Forum auch mal ganz anders laufen kann

  • Onyx9
    Gast
    • 10. Dezember 2012 um 19:46
    • #102

    Danke für diese Anregungen. In der Ami-Szene kenn ich mich null aus.

    (Es gibt auch homosexuelle "Buddhisten" und "Lehrer" - und natürlich auch Frauen )
    ( Man sollte nicht denken, daß partiarchale Muster nicht auch in buddh. Gemeinschaften greifen )

    Und daß die Diskussion einigermaßen glimpflich läuft,
    liegt dankenswerterweise auch an einer "nicht-vorverurteilenden ", unpopulistischen Überschrift ;)

  • nibbuti
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    23. April 2011
    • 10. Dezember 2012 um 21:36
    • #103
    Geronimo:

    Sex ist doch nur eine weitere Ersatzbefriedigung, die man auch nur so lange toll findet, bis man mal erfahren hat wie befriedigend echte Ruhe sein kann.

    Das ist alles nichts besonderes und der Reiz daran verflüchtigt sich auch nahezu zwanglos wenn man den Weg aufrichtig geht. Und man verliert noch nicht einmal irgendetwas, was ja gerade die Angst der meisten zu sein scheint.


    Hi Geronimo, es ist weit mehr als eine Ersatzbefriedigung. Bei jedem Orgasmus wird ein bestimmtes Gemüts&Verhaltensmuster hormonell 'heruntergeladen' oder 'installiert' (mangels besserer Begriffe), welches an den Kreislauf bindet.

    Aber solange man die von dir erwähnte Ruhe nicht kennt oder die Mittel dazu nicht hat, besteht eben ein Bedürfnis nach Körpernähe, das man nicht leugnen sollte, damit man nicht an der Lust verbrennt; dafür sind einvernehmliche Beziehungen da.

    Grüße

    Trage nicht das Weltgetöse in die stille Einsamkeit
    Such den Wald, daß er Dich löse von der Krankheit unsrer Zeit.

  • Onyx9
    Gast
    • 10. Dezember 2012 um 22:24
    • #104

    Aus den Benimmregeln der Zen-Schulen:

    "Geld und Sex sind wie eine giftige Schlange;
    halte dich davon fern."

    " Alkoholgenuß und Handlungen aus sexueller Begierde verursachen schlechtes Karma
    und zerstören deine Praxis. Du musst stark sein und korrekt denken. Dann können dir jene Wünsche nichts anhaben."

    " Verursache kein schlechtes Karma durch Töten, Stehlen oder Begierde."

  • Kainer Wahr
    Gast
    • 10. Dezember 2012 um 23:20
    • #105

    Ich bin immer wieder baff wie hier mit Verallgemeinerungen geschossen wird, die die Betreffenden anscheinend für vollgültig die gesamte Menschheit halten.

    Für Geronimo ist

    Zitat

    Sex doch nur eine weitere Ersatzbefriedigung.

    Oder nibbuti:

    Zitat

    Bei jedem Orgasmus wird ein bestimmtes Gemüts&Verhaltensmuster hormonell 'heruntergeladen'

    Dolle Theorie!

    Und für Onyx sind sowieso ganz allgemein

    Zitat

    Benimmregeln der Zen-Schulen

    ausschlaggebend und sonst nichts. (Übrigens Onyx, das ständige Nachtreten, lernt man das in Dojos mit WFB-Zertifikat?)

    Gibt es bei euch vielleicht auch wieder Keuschheitsgürtel? Ist Sex ausschließlich zu Fortpflanzungszwecken erlaubt? Verbietet ihr demzufolge auch den Gebrauch von Verhütungsmitteln? Tragt ihr euch mit dem Gedanken, mit der katholischen Kirche zu fusionieren? Dürfen Ketzer im Zweifelsfall auch wieder gefoltert und verbrannt werden? Seid ihr wirklich so unverfroren (und naiv), daß ihr euren Buddhismus für den einzig wahren haltet?

  • Onyx9
    Gast
    • 11. Dezember 2012 um 00:33
    • #106

    Welches Nachtreten ?
    Ich hab mir den Hinweis erlaubt, daß die Eckpfeiler des Themas
    nach wie vor "Missbrauch IN BUDDHISTISCHEN Gruppen " ist;
    entsprechend sollten sich auch die Beiträge gestalten, was sie ja zum Glück
    bisher größtenteils tun. Da solltest du dann schon mit klar kommen,
    daß da eben typisch buddhistische Haltungen zum Ausdruck kommen,
    die eben besonders auch auf Reflektion und Beobachtung und Abstand
    gegenüber den eigenen Emotionen, Gefühlen und Denkprozessen beruhen.

    Mit Sila s und Verhaltensnormen zu kommen, mag einigen extrem erscheinen,
    für viele gelten sie aber als Grundpfeiler der Orientierung. Das heißt nicht, daß
    das auch ( gleich ) so umgesetzt oder gelebt werden kann; sie dienen eben der Orientierung,
    nicht mehr, aber auch nicht weniger.

  • Mirco
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    • 11. Dezember 2012 um 00:47
    • #107
    Ji'un Ken:

    Oder ein Thread in dem wir uns darüber austauschen, was es mit uns macht, wenn wir von Verfehlungen oder auch angeblichen Verfehlungen von Lehrern hören?


    Da würde es mich erstmal aufregen. Wie es mich immer aufregt, wenn ich mich um die Charakterfehler anderer schere. Doch, was geht es mich an, welche geistigen Hindernisse bei anderen gerade wirksam sind. Ich habe mit meinen Eigenen genug um die Ohren. Und solange ich keine weiße Weste habe, geht mich die der Anderen nüscht an. Aber das liegt immer an meinem Geisteszustand, ob und wenn ja wie gut ich die anderen in Ruhe lassen kann und nicht den Bewerter/Richter raushängen lasssen muß, der in erster Linie mir und im weiteren allen um mich herum nur schadet.

    MfG, :)

  • Doris
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    25. März 2012
    • 11. Dezember 2012 um 06:12
    • #108

    Sexueller Missbrauch hat nichts mit Nötigung zu tun.
    Nötigung ist ja was sehr Offensichtliches und daher relativ leicht abzuwehren.
    Der Missbrauch, der häufiger vorkommt, der in Gruppenkonstellationen öfter zum Tragen kommt, hat mit offensichtlicher Drohung und Gewalt nichts zu tun.
    Da wird kein Täter zum Opfer sagen: "Wenn du nicht willig bist, dann werde ich was über dich ausplaudern/deinem Mann bei seinem Chef anschwärzen/euren Kindern was antun …" In Gruppen sind die Mechanismen subtiler. Zum wievielten Mal verweise ich jetzt schon auf die Seite von Tenzin Peljor?????

    Ich möchte auch darauf hinweisen, dass sexueller Missbrauch nur eine Variante ist. Vielleicht nicht einmal die Häufigste.
    Vielleicht ist es mal an der Zeit sich zu überlegen, was Missbrauch alles ist, was es beinhaltet?

    Der Sinn des Lebens besteht darin, Rudolph, dem Schwurkel, den Schnabel zu kraulen.

  • Onyx9
    Gast
    • 11. Dezember 2012 um 08:16
    • #109

    Sagen wir, es ist emotionale und mentale Abhängigkeit,
    die gegenseitige Verwicklungen begünstigt; es ist Unerfülltheit und Einsamkeit,
    es ist die Sehnsucht nach Aufmerksamkeit, die Sehnsucht nach Frieden
    und Glück. Begehren und Bedürfnisse sind ein und dasselbe. Zutiefst menschlich,
    zutiefst leidbehaftet. Die Vereinzelung des Menschen in unserer Gesellschaft
    schürt geradezu Abhängigkeiten in jeder Form, weil die Grundbedürfnisse
    nicht gestillt werden: Autonomie, Gruppenzugehörigkeit/Geborgenheit, soziale Gleichheit.

    Ansonsten haben wir hier auch was nettes von Tenzin, der übrigens bald wieder
    im BC einkehrt: http://info-buddhismus.de/PDF/Anhaftung%…Koerper-web.pdf

  • Aiko
    Gast
    • 11. Dezember 2012 um 10:07
    • #110

    Schön - dass wir da "Bescheid" wissen. Bloß ist es eben eindeutig, wenn einer, der als Lehrer auftritt, diese Einsicht nicht verwirklichen will/kann, er nicht zum Lehrer taugt und er die Sangha damit auch spaltet.

  • Aiko
    Gast
    • 11. Dezember 2012 um 12:05
    • #111

    http://sweepingzen.com/everybody-knows-by-eshu-martin/

    Was macht das mit mir - war ja eine Frage von Ji'un ken - ich habe in meinem blog dazu schon einiges geschrieben -
    http://dharani-aiko.blogspot.de/search/label/D…0Genpo%20Merzel

    Das einzige was ich für nützlich halte ist Wachsamkeit - auf mich achtend, achte ich auf die anderen, auf die anderen achtend, achte ich auf mich.
    Bei sich selbst zu erkennen, wie leicht man verführbar ist - was für subtile Regungen es sind und dann auch damit aufzuhören, diese zu beschönigen. Gerade die Rechtfertigung ist der Anfang vom Übel. Der Hunger nach Anerkennung ist einfach nur ein Faß ohne Boden.

  • Onyx9
    Gast
    • 11. Dezember 2012 um 13:42
    • #112
    Aralia:

    Schön - dass wir da "Bescheid" wissen. Bloß ist es eben eindeutig, wenn einer, der als Lehrer auftritt, diese Einsicht nicht verwirklichen will/kann, er nicht zum Lehrer taugt und er die Sangha damit auch spaltet.

    Ganz richtig.Aber es gibt anscheinend viele Leute, die weder ihren Selbstbetrug erkennen, noch wessen Geistes Kind ein Lehrer ist. :)

  • Aiko
    Gast
    • 11. Dezember 2012 um 14:52
    • #113
    Onyx9:
    Aralia:

    Schön - dass wir da "Bescheid" wissen. Bloß ist es eben eindeutig, wenn einer, der als Lehrer auftritt, diese Einsicht nicht verwirklichen will/kann, er nicht zum Lehrer taugt und er die Sangha damit auch spaltet.

    Ganz richtig.Aber es gibt anscheinend viele Leute, die weder ihren Selbstbetrug erkennen, noch wessen Geistes Kind ein Lehrer ist. :)

    Man nennt das Verblendung - und die Aufdeckung von Verblendung ist Erwachen. Sich selbst zu erkennen ist im übrigen leidvoll.

  • Onyx9
    Gast
    • 11. Dezember 2012 um 20:05
    • #114

    Mir musste das nich erzählen, Aiko-San........ :)

  • Joram
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    26. April 2012
    • 11. Dezember 2012 um 20:18
    • #115
    Kainer Wahr:

    Frage: Unter welchen Umständen ist Spiritualität und Sex vereinbar?


    Spiritualität und Sex sind da vereinbar, wo Zunigung, Ehrllichkeit und Offenheit, also eine "positive Absicht", vohnden sind/ist.
    Genau wie auch im alltäglichen Leben.

    Missbrauch bedarf IMMER Heuchelei und Geheimhaltung, um die "wahre Absicht" zu verstecken.

    _()_

    Meinst Du immer noch nicht frei zu sein? – da irrst Du dich :)

  • sakura-sheyuan
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    20. November 2012
    • 11. Dezember 2012 um 23:27
    • #116

    Eine Buchempfehlung zum Thema:

    "Form ist Leere - Leere Form: Buddhistische Themen und Lehrbegriffe Band 10, Themenschwerpunkt Sexualität"
    Eine Neuerscheinung im >Buddhistischen Studienverlag< ISBN 978-3-937059-23-8 14.80 EUR

    Inhalt:

    Marianne Wachs
    Buddhismus und Sexualität: Erkundungen

    Alfred Weil
    Glücksbringerin oder Leidensursache? - Buddhistische Spiritualität und Sexualität

    Nina Lilienthal
    Von rotem und weißem Licht

    Roland Berthold
    Die unerlaubten Körperöffnungen - Buddhismus und Homosexualität

    Marianne Wachs
    Strategien lesbischer Frauen im Buddhismus

    Peter Gäng
    Grenzenloses Glück - Sexualität im tantrischen Buddhismus

    Das Buch gibt einen Einblick in die unterschiedlichen Auffassungen verschiedener buddhistischer Schulrichtungen hinsichtlich Sexualität: Theravada, Vajrayana und moderner Buddhismus.

  • KarmaHausmeister 9. September 2025 um 11:04

    Hat das Thema aus dem Forum Allgemeines zum Buddhismus nach Buddhismus kontrovers verschoben.

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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