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Buddhismus - Auszeit - oder doch nix!

  • Blume
  • 27. November 2012 um 23:10
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1. offizieller Beitrag
  • Blume
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    27. November 2012
    • 27. November 2012 um 23:10
    • #1

    Hallo,

    auch ich bin neu hier und mir noch gar nicht sicher ob und welche Richtung im Buddhismus was für mich wäre.
    Ich bin jetzt erst auf den Buddhismus gestoßen, weil ich mich ganz dringend (kurzfristig) nach einer Auszeit sehne und weil ich nach einer langfristigen Methode suche mich selbst in inneres Gleichgewicht zu bringen. Dabei möchte ich nicht nur mir selbst zu mehr Ruhe und Ausgeglichenheit verhelfen, sondern es auch schaffen das ich mein Umfeld, meine Freunde etc. mehr beachte und wertschätze. Ich denke das mir das der Buddhismus bieten könnte.
    Allerdings weiß ich auch das ich wahrscheinlich nie vollkommen auf Fleisch, HausTierhaltung, Alkohol usw. verzichten kann. Ich lebe gerne in der heutigen Zeit, auch mit dem Überfluss, wie TV, Handy, PC, Spielekonsolen etc. den sie zu bieten hat. Auch davon würde ich mich wohl nie vollkommen verabschieden wollen, um dann auf einem spartanischen Minimum zu leben.

    Kann man das Vereinbaren? Kann ich so auch einen Weg für mich im Buddhismus finden? Oder sträuben sich jetzt allen die Nackenhaare? was gibt es für Alternativen?

    Die Auszeit die ich mir vorstelle, sollte schon so gestaltet sein das ich mal 2 Wochen der hektischen Welt entfliehen kann. Kein Handy, kein PC, kein TV, nur schweigen bzw. das nötigste Reden um mit mir und meinen Gedanken ins reine zu kommen. Klar ich könnte auch irgendwo hinfahren und still sitzen, aber dann würde mir langweilig werden und ohne Anleitung wie ich eine Meditation anpacken kann gibt das bei mir auch nix.

    Ich weiß das die Meditation viel Zeit und Übung erfordert, aber ich finde bei der Fülle an Informationen überhaupt gar keinen Einstiegspunkt bzw. eine Richtung die ich weiter verfolgen könnte. Vor allem nicht für meine dringend benötigte bzw. gewünschte kurzfristige Ausszeit.

    ich hoffe ihr könnt mir ein paar Tipps geben.
    Danke im Vorraus

  • Onyx9
    Gast
    • 28. November 2012 um 00:41
    • #2

    Hallöchen und willkommen !

    Es gibt ja so diverse Klöster die "Auszeiten" anbieten, auch mit Medi und Anleitung.
    Zuhause ist es sicher schwierig sich von Gewohnheiten zu lösen.
    Wir sind in der Beziehung auch keine Engel. Die meisten hier sind ja Familienleute, mit Beruf und so.

    Grüße !

  • Maybe Buddha
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    • 28. November 2012 um 02:52
    • #3

    Nach deiner Beschreibung würde ich Onyx zustimmen, das ein Retreat für ein Wochenende in einem Kloster wohl das beste wäre.
    Dort bekommst du über 2-3 Tage eine Anleitung zum meditieren und kannst diese Erfahrungen mit nach Hause nehmen, wo du es dann weiter ausschöpfen kannst.

    Das mit dem "Verzicht" ist nicht unbedingt eine "Qual"!
    Seöbst wenn du im Moment sagst das du darauf nicht verzichten kannst (geht ja vielen so),
    wird sich mit der Zeit dennoch das Verlangen und die Abhängigkeit danach mindern.
    Und dann ist es auch kein wirklicher Verzicht mehr, sondern nur eine verschiebung der Prioritäten...

    "Nur eines verkünde ich heute, wie immerdar: Leiden und seine Vernichtung."
    Buddha

  • sonnenschein
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    28. September 2012
    • 29. November 2012 um 20:17
    • #4
    Blume:

    Hallo,

    auch ich bin neu hier und mir noch gar nicht sicher ob und welche Richtung im Buddhismus was für mich wäre.
    Ich bin jetzt erst auf den Buddhismus gestoßen, weil ich mich ganz dringend (kurzfristig) nach einer Auszeit sehne und weil ich nach einer langfristigen Methode suche mich selbst in inneres Gleichgewicht zu bringen. Dabei möchte ich nicht nur mir selbst zu mehr Ruhe und Ausgeglichenheit verhelfen, sondern es auch schaffen das ich mein Umfeld, meine Freunde etc. mehr beachte und wertschätze. Ich denke das mir das der Buddhismus bieten könnte.
    Allerdings weiß ich auch das ich wahrscheinlich nie vollkommen auf Fleisch, HausTierhaltung, Alkohol usw. verzichten kann. Ich lebe gerne in der heutigen Zeit, auch mit dem Überfluss, wie TV, Handy, PC, Spielekonsolen etc. den sie zu bieten hat. Auch davon würde ich mich wohl nie vollkommen verabschieden wollen, um dann auf einem spartanischen Minimum zu leben.

    Kann man das Vereinbaren? Kann ich so auch einen Weg für mich im Buddhismus finden? Oder sträuben sich jetzt allen die Nackenhaare? was gibt es für Alternativen?

    Die Auszeit die ich mir vorstelle, sollte schon so gestaltet sein das ich mal 2 Wochen der hektischen Welt entfliehen kann. Kein Handy, kein PC, kein TV, nur schweigen bzw. das nötigste Reden um mit mir und meinen Gedanken ins reine zu kommen. Klar ich könnte auch irgendwo hinfahren und still sitzen, aber dann würde mir langweilig werden und ohne Anleitung wie ich eine Meditation anpacken kann gibt das bei mir auch nix.

    Ich weiß das die Meditation viel Zeit und Übung erfordert, aber ich finde bei der Fülle an Informationen überhaupt gar keinen Einstiegspunkt bzw. eine Richtung die ich weiter verfolgen könnte. Vor allem nicht für meine dringend benötigte bzw. gewünschte kurzfristige Ausszeit.

    ich hoffe ihr könnt mir ein paar Tipps geben.
    Danke im Vorraus

    Alles anzeigen

    Hallo Blume,

    eine Auszeit zu nehmen, dass macht sicherlich Sinn, aber es bringt meist nicht viel da man von der Hektik und dem Stress der meisten Menschen schnell wieder rausgerissen wird. Sinnvoller ist es jeden Tag vielleicht nur 15 Minuten morgens und abends für eine Mediation einzubauen und ein paar Bücher zu lesen und in ein Zentrum zu gehen. Für die meisten Menschen ist das Erwachen ein Prozess. Dieser Prozess beginnt oft damit, dass man merkt das das bisherige Leben mit all seinen Versprechungen einen unzufrieden macht. Egal was man auch im äußeren versucht nie stellt sich auf Dauer ein innerer Frieden ein. Der neue Partner nervt, der Job langweilt einen oder stresst einen und man hockt sich vor die Glotze oder den Computer und sucht da Ruhe und macht das Ding dann noch unruhiger wieder aus.
    Wenn Du wirklich bereit für eine inneren Entwicklung bist, dann schaue Dir einfach mal Deine Langeweile an. Entfliehe nicht der langeweile sondern beobachte sie Achtsam. Nicht Dir ist langweilig sondern Deinem Verstand, der ständig neue Nahrung braucht um die eigene Lebensgeschichte am laufen zu halten. Aber letzendlich beginnt immer einer neuer Leidenskreislauf und es erscheint kein entrinnen. Buddha lehrte wie die Dinge sind. Und um dies zu erkennen meditiert man. Aber was ist Meditation? Es bedeutet mühelos in dem zu verweilen was ist. hier und jetzt. Das Leben ist kurz und wenn Du den Rest Deines Lebens nicht aus lauter langeweile vor der Glotze verbringen willst, dann solltet Du jetzt anfangen Dir mal Dein Leben anzuschauen. Wenn man sich eine Weile mit Buddhismus beschäftigt werden bestimmte Tätigkeiten von ganz alleine langweilig. Und man merkt plötzlich wie viele Auszeiten man jeden Tag hat, wenn man sich nicht ständig zumüllt mit Informationen und Ablenkungen die einem sowieso nichts bringen sondern nur weiter in einem langweiligen Leben verharren lassen. Eine kurze Auszeit mag der Einstieg sein, aber es geht im Kern um eine innere Transformation. Dazu musst Du nicht Dein jetziges Leben aufgeben. Du kannst weiter Alkohol trinken, Fleisch essen und auch Fernseh gucken. Aber Du wirst vielleicht schon bald bemerken, dass dieses kurzes Leben viel zu kostbar ist, um es so einfach zu verschwenden...

  • Blume
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    27. November 2012
    • 2. Dezember 2012 um 00:27
    • #5

    wow..danke für die Antwort..besonders für die ausführliche Antwort..

    ich denke ich werde auf jeden Fall eine Auszeit machen um mich mal zu reseten. Das letze halbe Jahr hat mich viel Kraft gekostet (2 unerwartete Todesfälle in dem engsten Familien und Freundeskreis, sowie 2 Krankenhausaufenthalte von Angehörigen), in Bezug auf Trauern, sich Sorgen, sich kümmern etc. Nebenbei läuft ja auch immer noch der normale Alltag, den man bewältigen muss. Daher mein Bedürfniss, mal nur für mich zu sein, mit meinen Gedanken, meiner Trauerarbeit und zum Kraft schöpfen.
    Danach soll die langzeit Arbeit an meinem inneren beginnen (mit welcher Methode auch immer).

    Aber mit der Langeweile sprichst du was gutes an, Sonnenschein. Denn oft weiß ich nichts mit mir anzufangen wenn ich alleine bin. Ich hab dann viel Zeit die ich für mich irgendwie nutzen könnte und was mach ich meistens...dumm vor der Glotze hängen. Ich lese zB. eigentlich auch sehr gerne, nehme mir aber nie die Zeit dafür..zack hänge ich wieder vor der Glotze um irgendwelchen Schrott zu schauen, statt wenigstens mal nen guten Film. Wobei Filme mir wiederrum meist zu lange dauern, da hab ich keine Geduld zu (auch wenn ich wirklich nix anderes vor hab)...Ruhe halt absolut nicht in mir selbst. Furchtbar...und wenn ich dann noch unzufrieden bin, hab ich schlechte Laune die sich negativ auf meine Mitmenschen (meistens mein Freund) auswirkt, obwohl die nichts dafür können. Das schlimme ist, ich merke das selbst auch währenddessen, kann es aber nicht abschalten.
    Hört sich furchtbar an wenn man das so liest, aber wenn man es kompakt und anschaulich darstellen will ist es wirklich so. :cry:

    Du schreibst: Und man merkt plötzlich wie viele Auszeiten man jeden Tag hat, wenn man sich nicht ständig zumüllt mit Informationen und Ablenkungen die einem sowieso nichts bringen sondern nur weiter in einem langweiligen Leben verharren lassen.
    das man im Grunde mehr Zeit für andere Dinge als Glotze etc. hat merke ich ja selbst, aber wie nutzt du bzw. ihr die dann, jetzt wo ihr den Buddhismus, die Meditation etc kennt. Was hat sich konkret bei euch geändert? Ist es jetzt spannender? oder nehmt ihr es nur anders wahr? Gibt es auch negatives? oder verbietet ihr euch was, weil ihr denkt es passt nicht zum Buddhismus?
    Und wann und wie habt ihr gemerkt das sich in euch etwas geändert hat - Flucht ihr jetzt nicht mehr beim Autofahren über den xten Stau oder nehmt ihr Dinge die euch füher an anderen Menschen genervt haben, jetzt einfach so hin?

    hach..total spannend..ich wünschte ich wäre schon soweit das ich innerlich zufrieden und im Einklang mit mir bin. Ich wünschte ich könnte auf einem belebten Platz inmitten der Menschen einfach sitzen oder liegen, Meditieren und nichts von dem was um mich herum geschieht mitbekommen. so stelle ich mir das zumindest vor.
    Ich mache ein bissel autogenes Training (gerade erst begonnen) und ich schaffe es beim besten Willen nicht die aussenreize wie Geräusche auszublenden.

  • Onyx9
    Gast
    • 2. Dezember 2012 um 12:42
    • #6

    Es gibt nicht einen Weg der "Entreizung und Entsüchtung",
    aber es ist immer ein Weg der Bewusstwerdung.

  • Peeter
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    • 7. Dezember 2012 um 18:18
    • #7

    Blume
    Noch bist du ein Blümchen, aber wie es sich liest, bist du dabei eine erblühende Blume zu werden.
    Du kennst deine Wünsche bezüglich der Änderungen in deinem Leben.
    Deine "Schwachstellen" kennst Du auch ... also bleib dabei und arbeite .. denn es ist Arbeit und nicht ganz so einfach,
    wie du sicherlich auch weisst .... weiter daran, dass zu erreichen, was du erreichen möchtest.
    Und Ja .. es gibt etliche Momente im Alltag, wo abgeschaltet werden kann (und nicht nur der TV).

  • Kaffee48
    Gast
    • 7. Dezember 2012 um 22:19
    • #8

    Hallo Blume ,eine Auszeit nehmen bei deinem Alltag ist sinnvoll.Da du schon mit autogenem Training angefangen hast,mach das ruhig weiter.Und wenn du Zeit hast setz dich einfach in den Meditationssitz und fang mit einer ganz einfachen Atemmeditation an.
    Sich nur auf den Atem kontzentrieren und Gedanken die auftauchen einfach loslassen ,ihnen nicht nachgehen.Mit der Zeit kommt dann schon innere Ruhe.
    Wenn du dich dem Buddhismus zuwendest,such dir doch ein Zentrum in deiner Nähe.Gemeinsam meditieren und anschließend seine Erfahrungen während der Meditation miteinanderaustauschen läßt einen wachsen.
    Grüße Kaffee48

  • Blume
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    • 28. Dezember 2012 um 00:45
    • #9
    Kaffee48:


    Wenn du dich dem Buddhismus zuwendest,such dir doch ein Zentrum in deiner Nähe.Gemeinsam meditieren und anschließend seine Erfahrungen während der Meditation miteinanderaustauschen läßt einen wachsen.
    Grüße Kaffee48

    hab ich auch schon nach gesucht, aber ich seh im Moment den Wald vor lauter Bäumen nicht. :( Daher weiß ich auch gar nicht zu welcher Richtung/Schule ich gehen könnte.

    Frank1:

    Meines Erachtens sollte Meditation die Komponenten Aufmerksamkeit (willentliche Konzentration) und Körperbeeinflussung (Muskelentspannung, Körperhaltung, Atmung) beinhalten. Ob Du eine mehr lassende (z.B. Zen-Meditation) oder zwingende Meditation (z.B. Yoga Trataka und Kumbhaka) vorziehst, musst Du aus Deinem Charakter ableiten.

    Hab die Begriffe mal gegoogelt und musste feststellen das die beiden, die du unter zwingende Meditation aufgeschrieben hast, gar nichts für mich sind. Zen-meditation sagt mir da schon ehr zu.

    Genauso schwer ist es für mich das passende Kloster zu finden. Hab mir schon die Finger wund gegoogelt und auch einiges gefunden. Nur das Angebot ist so groß, das ich nicht weiß was das richtige ist. Habt ihr eine Empfehlung für mich?
    Nach dem Motto: komplett unerfahrener Buddhismus-Neuling sucht Kloster für eine 1-2 wöchige Auszeit mit grundlegender Einführung in die Meditation.

  • Turmalin 1
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    • 10. Januar 2013 um 17:12
    • #10

    Hallo Blume, hast du nun etwas gefunden?

  • void
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    Buddh. Richtung
    Zen
    • 11. Januar 2013 um 10:47
    • Offizieller Beitrag
    • #11

    Hallo Blume,

    Ich verstehe deine Motivation, aus der Hektik rauszukommen und ein inneres Gleichgewicht zu finden. Oft hat man ja die Hoffnung, dass man in friedlichen Umständen selber ausgeglichen wird. Insgesamt und langfristig stimmt das ja.

    Kurzfristig überwiegt aber der gegenteilige Effekt. Wenn man sich zum meditieren hinsetzt und äußerlich ganz ruhig wird, merkt man erst was für ein Chaos und was für eine Unruhe man mit sich herumträgt. So kann es sein, dass einen ein äußerer Frieden richtigehend aufwühlt.

    Ein Auto braucht ja auch eine bestimmten Bremsweg und wenn man da eine Vollbremsung macht kann es passieren, das man ins Schleudern gerät. Etwas ähnliches kann einem passieren, wenn man vom hektischen Leben auf zwei Wochen Klosteraufenthalt runterzuschalten.

    Der Geist hat ja eine bestimmte Trägheit. So wie ein Drogensüchtiger, den man von einen Tag auf den anderen auf 0 setzt, Entzugserscheinungen kriegt, äußert sich das Verlangen nach Ablenkung und Anregungen z.B als Langeweile und Rastlosigkeit.

    Von daher würde ich bei der Auszeit erste einmal bei einem einzelenen Wochenende anfangen und erst dann längere Zeitäume in Betracht ziehen.

  • Blume
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    • 18. Januar 2013 um 14:42
    • #12

    hallo...ich habe mich jetzt erst mal für einen 1 TagesKurs (Einführung in die Meditation) bei mir in der Nähe angemeldet. Wenn es mir gut gefällt werde ich dort oder auch woanders noch einen Wochenendkurs oder evtl. direkt einen läneren Kurs buchen. Vielleicht auch erst einen WE Kurs und dann Mitte des Jahres noch einen mit einem längeren Aufenthalt.

    void: Das mit der innerlichen Unruhe und den Gedankenchaos merke ich Ansatzweise auch immer beim Autogenen Training bzw. dann wenn ich entspannt bin und Zeit zum Nachdenken habe. Ansonsten ist man im Alltag immer so abgelenkt das man das meist nicht wahrnimmt. In solchen Situationen merke ich auch immer das ich das ganze was im letzen halben Jahr so passiert ist noch lange nicht verarbeitet habe.

    Aber unabhängig davon möchte ich mir auch langfristig gesehen durch die Meditation (Buddhismus) eine andere Lebens/Gedankenweise aneignen, die es mir erlaubt Ruhephasen einzubauen und zu mir selbst zurück zu finden.

  • Turmalin 1
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    • 18. Januar 2013 um 18:16
    • #13

    hallo Blume, noch mal etwas zu deinen Eingangsworten. Du musst nicht " spartanisch" Leben. Der tibetische Meister Kalu Rinpoche schreibt z. B. auf facebook, er sei total " attached" an facebook. Also er " haftet an". Es war auch eine zeitlang so: Immer wenn ich fb geöffnet habe, wer war on? Seine Eminenz der Dritte Kalu war on. :D ich kriege mich auch nur schwer in Griff, was den Pc betrifft. Allerdings spielen tue ich nicht. hab aber auch schon erlebt: Ein Haufen Buddhis in einem Zentrum, wo wir übernachten können: Im gemeinschaftlichen Wonzimmer: Alle hängen an Laptops...und die hatten nicht alle was ganz wichtiges zu tun. :D Tibetische Meister essen Fleisch.. und warum sollte man keine Tiere haben? Wir bringen Spinnen mit einem Glas raus, wir töten sie nicht, und das könntest du mal ausprobieren, ob du das so machen kannst. Keine kleinen Tiere töten, vor allem dann nicht, wenn man weiß, wie man sie anders aus der Wohnung bringen kann.
    Außerdem ist ja einfach der Punkt, Buddhisten sind nicht so fingerzeige- mässig. Jeder weiß ja von sich selbst, was er alles nicht hinkriegt. Ich wäre auch gerne mehr gesammelt als ich bin und kriege mich oft nicht dazu. Also man beschäftigt sich nicht so damit, was ein anderer nicht hinbekommt. Nicht tolleriert wird bei anderen eigentlich nur das, was Straftaten nach deutschem Gesetz sind.
    Erzähl mal gelegentlich, wie es weitergeht bei dir. :D

  • Max Schenzle
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    • 20. Januar 2013 um 18:19
    • #14

    Hi,
    ich versuchte dein nachzuempfinden und hab es auch geschafft. Leider die Lehre des Erhabenen nichts für Urlaub und Erholung.
    Die ehre ist ein Werkzeug um das Bewußtsein zu verändern. Ist dieser Zustand erreicht, macht sich die Lehre von selbst überflüssig.
    Senn des Ganzen ist es den Kreislauf der Wiedergeburten zu beenden, indem man das befolgt,was im 8fachen Pfad steht.
    die grobe Gliederung lautet: Tugend, Weisheit, Vertiefung. Es gibt vier Ziele zu erreichen:
    1.Hörerschaft der Lehre 2.Einmalwiederkehr 3. Nichtwiederkehr 4. Heiligkeit.
    genügt das schon zur Abschreckung, hoffentlich nicht, ich hab´s probiert und es hat auch funktioniert.
    anando

  • Turmalin 1
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    • 20. Januar 2013 um 22:03
    • #15

    für mich hat Buddhismus schon was mit Urlaub zu tun. Urlaub vom Ego :lol:
    Und auch vom westlichen Stress. ich bin ja Schülerin des tibetischen Buddhismus und tibetische Lehrer gehen schon viel auf das Thema Stress ein. Die sehen ja, was mit uns los ist. Es entstehen ja auch buddhistische Zentren in der Natur. Ich mache auch bei etwas mit, wo man bald hinfahren kann und eine Auszeit nehmen.
    hauptsächlich ist es aber das erstere Thema, dass ich Ferien von meinem Ego brauche. :D

  • Maybe Buddha
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    • 21. Januar 2013 um 06:57
    • #16
    Turmalin:

    für mich hat Buddhismus schon was mit Urlaub zu tun. Urlaub vom Ego :lol:
    Und auch vom westlichen Stress. ich bin ja Schülerin des tibetischen Buddhismus und tibetische Lehrer gehen schon viel auf das Thema Stress ein. Die sehen ja, was mit uns los ist. Es entstehen ja auch buddhistische Zentren in der Natur. Ich mache auch bei etwas mit, wo man bald hinfahren kann und eine Auszeit nehmen.
    hauptsächlich ist es aber das erstere Thema, dass ich Ferien von meinem Ego brauche. :D


    Hmm... Ferien vom Ego hat mit Buddhismus zu tun?
    Das sehe ich anders.
    Im Grunde ist Buddhismus genau das gegenteil. Buddhismus ist das ausseinandersetzen und geschäftigen mit den Dingen, die wir im normalen, stressigen Alltag als Ego wahrnehmen, weil wir nicht Achtsam genug sind. Während der Praxis steht sieht man das "Ego" erst wirklich und kann erkennen das dort kein Ego ist, sondern nur (geistige) Phänomene...

    "Nur eines verkünde ich heute, wie immerdar: Leiden und seine Vernichtung."
    Buddha

  • lönnmar
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    • 25. Januar 2013 um 12:02
    • #17
    Zitat

    Dieser Prozess beginnt oft damit, dass man merkt das das bisherige Leben mit all seinen Versprechungen einen unzufrieden macht. Egal was man auch im äußeren versucht nie stellt sich auf Dauer ein innerer Frieden ein. Der neue Partner nervt, der Job langweilt einen oder stresst einen und man hockt sich vor die Glotze oder den Computer und sucht da Ruhe und macht das Ding dann noch unruhiger wieder aus.
    Wenn Du wirklich bereit für eine inneren Entwicklung bist, dann schaue Dir einfach mal Deine Langeweile an. Entfliehe nicht der langeweile sondern beobachte sie Achtsam. Nicht Dir ist langweilig sondern Deinem Verstand, der ständig neue Nahrung braucht um die eigene Lebensgeschichte am laufen zu halten. Aber letzendlich beginnt immer einer neuer Leidenskreislauf und es erscheint kein entrinnen. Buddha lehrte wie die Dinge sind. Und um dies zu erkennen meditiert man. Aber was ist Meditation? Es bedeutet mühelos in dem zu verweilen was ist. hier und jetzt. Das Leben ist kurz und wenn Du den Rest Deines Lebens nicht aus lauter langeweile vor der Glotze verbringen willst, dann solltet Du jetzt anfangen Dir mal Dein Leben anzuschauen. Wenn man sich eine Weile mit Buddhismus beschäftigt werden bestimmte Tätigkeiten von ganz alleine langweilig. Und man merkt plötzlich wie viele Auszeiten man jeden Tag hat, wenn man sich nicht ständig zumüllt mit Informationen und Ablenkungen die einem sowieso nichts bringen sondern nur weiter in einem langweiligen Leben verharren lassen. Eine kurze Auszeit mag der Einstieg sein, aber es geht im Kern um eine innere Transformation. Dazu musst Du nicht Dein jetziges Leben aufgeben. Du kannst weiter Alkohol trinken, Fleisch essen und auch Fernseh gucken. Aber Du wirst vielleicht schon bald bemerken, dass dieses kurzes Leben viel zu kostbar ist, um es so einfach zu verschwenden...

    toll geschrieben, da schau ich wirklich in den Spiegel wenn ich das lese. Irgenwie läuft alles in immer wieder denselben Bahnen ab. Die freien Tage verbringt man vorm Glotzkasten, liest Zeitschriften deren Artikel man zwei Tage später schon wieder vergessen hat, fängt Bücher an liest sie halb lässt sie liegen, PC Spiele werden zwar grafisch immer besser aber der Inhalt ist immer wieder derselbe. Man kauft sich ein Smartphone, freut sich ne Woche dran, jetzt liegts rum, noch ein Bildschirm mehr.
    Die Möglichkeiten sich abzulenken sind heute grenzenlos und waren zumindest für mich noch nie so unbefriedigend. Einige dieser Mechanismen die da ablaufen waren mir auch vor einiger Zeit schon auf eine diffuse Art und Weise bewusst. Jetzt da ich mich näher mit dem Buddismus beschäftige wird mein Blick immer ungetrübter. Der Aspekt der Wahrheitssuche und das Erkennen von Wahrheiten wirkt sich zumindest auf mich schon sehr befreihend aus.

  • Blume
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    • 30. Januar 2013 um 18:13
    • #18

    Huhu...ich wollte mal von meinem Besuch in einer Buddhistischen Einrichtung erzählen. Habe für einen TAg an einem Einführungskurs für Anfänger teilgenommen und bin total begeistert. Mir hat es super viel Spaß gemacht und ich plane schon den nächsten Tag, sowie einen Kurs der über ein paar Tage geht.

    Der Kurs den ich jetzt belegt hatte fand ich sehr gut. Auch die Lehrerin war super nett und konnte alles gut und verständlich rüber bringen. Ich hab mich wohl gefühlt und denke/hoffe auch einen ersten guten Überblick über den Buddhismus und verschiedene Meditationsarten erfahren.
    Ich kann ja mal kurz was zum Kursablauf schreiben.
    Zunächst durften wir es uns alle gemütlich machen, mit Decken, Kissen usw. - dann wurde etwas zu dem Buddhismus allgemein erzählt und grob wie und welche Richtungen entstanden sind.
    Dann ging es schon um die richtige Sitzhaltung, dazu durften wir mehrere Sachen (Kissen, Bänke, Stühle, Hocker) ausprobieren und dann fing es auch schon mit Atemmeditation an. So gut angeleitet haben wir (also die Gruppe) dann im laufe des Tages auch schon 20min geschafft , wobei es ganz erstaunlich war das es mir (also als wir diese 20 minütige Meditationsphase gemacht haben) persönlich nur wie ca. 5 Minuten vorkam. Auch wenn meine Gedanken noch sehr sehr oft abgeschweift sind, hat es im Laufe des Tages immer besser geklappt. Wir haben noch Gehmeditation, Metta- Meditation und evtl. noch was ?? (kann mich aber gerade nicht erinnern) kennengelernt. Zwischendurch konnten wir immer wieder Feedback geben und Fragen stellen.

    Also alles in allem eine sehr positive erste Erfahrung die ich gerne vertiefen möchte und werde.

Ausgabe №. 136: „Liebe & Loslassen"

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