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Pali - die Sprache des Buddha

  • nibbuti
  • 6. Oktober 2012 um 03:09
  • Zum letzten Beitrag
  • nibbuti
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    • 6. Oktober 2012 um 03:09
    • #1

    Trotz der intellektuellen Spitzfindigkeiten und 'Mara in Details', können wir uns überaus glücklich schätzen, dass die Lehre des Buddha so gut erhalten ist wie kaum eine andere. :)

    Übersetzungen gibt es wie Sand am Meer, aber wenn man genau hinsieht, hadern die meisten zwischen persönlichen Neigungen des Übersetzers und festgefahrenen Dogmen der jeweiligen Hauptrichtung. Aber eine ganze Sprache zu lernen liegt normal nicht im Bereich des möglichen.

    Das ist auch nicht immer notwendig. Entscheidend ist zu wissen, dass es einige Worte gibt, die keine passende Entsprechung in unserer Kultur haben. Samadhi, sankhara, dukkha, Nibbana sind bekannte Beispiele. Diese zu kennen ist vorteilhaft für Verständnis und Praxis, und auch gar nicht so schwer.

    Die wichtigsten Hilfsmittel sind ein Wörterbuch wie dsal.uchicago.edu/dictionaries/pali oder palikanon.com/wtb/wtb_idx.html, Geduld und freudige Ausdauer. Wer es hingegen etwas gezielter angehen will hat hervorragende Seiten wie memrise.com/topic/pali/wordlists die einen unterstützen.

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  • Simo
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    • 6. Oktober 2012 um 12:31
    • #2

    Aber eine Sprache zu lernen liegt doch im Bereich des Möglichen. Der liebe Bel z.B. hat Pali gelernt und ich fange jetzt auch mit Tibetisch an ^^.

    Kein "Ich" - keine Probleme.

  • Hansi
    Gast
    • 6. Oktober 2012 um 13:06
    • #3

    Hi Simon,

    ich bin auh dabei - tibetisch - zu lernen ..( Selbstunterricht )

    Vielleicht können wir uns tibetisch austauschen ..

    LG Hansi

  • Simo
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    • 6. Oktober 2012 um 13:22
    • #4
    Hansi:

    Hi Simon,

    ich bin auh dabei - tibetisch - zu lernen ..( Selbstunterricht )

    Vielleicht können wir uns tibetisch austauschen ..

    LG Hansi


    ^^ ich lerne gerade erstmal die Schrift ^^

    Kein "Ich" - keine Probleme.

  • Hansi
    Gast
    • 6. Oktober 2012 um 13:25
    • #5

    Simo

    um den Thread vom Sinn hier nicht zu verändern, melde ich mich per PN bei Dir für weiteren Austausch - Tibetisch -

  • mukti
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    • 7. Oktober 2012 um 12:02
    • #6

    Pali war aber wahrscheinlich nicht die Sprache des Buddha:

    Zitat

    Pali ist eine mittelindische Sprache, die aus dem Vedischen hervorgegangen und somit ein enger Verwandter des klassischen Sanskrit ist. Ob Pali jemals eine gesprochene Sprache war, gilt als umstritten. Heute wird es eher als Literatursprache eingestuft.

    Der Buddha hat vermutlich in Ardhamagadhi gelehrt; von den historischen Worten des Buddha ist jedoch nichts erhalten. Von dem, was der alte Kanon war, existieren nur Übersetzungen in anderen Sprachen, unter anderem Sanskrit und Pali. Vollständig liegt nur noch der Pali-Kanon vor, der im 1. Jahrhundert v. Chr. schriftlich aufgezeichnet wurde.

    Pali ist auch heute noch im südostasiatischen Raum eine Sakralsprache und ähnelt in seiner Bedeutung dem Kirchenlatein.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Pali

    Vielleicht ist der Threadtitel ja nicht wörtlich gemeint, sondern dass eben die Reden des Buddha in Pali erhalten sind. Nachdem der Palikanon auch eine Übersetzung ist, um die 300 Jahre nach Buddhas Nibbana entstanden und dann durch Abschriften weitererhalten, sind Zweifel über seine vollständige Authentizität wohl nicht ganz unberechtigt.
    Für mich ist er dennoch die wichtigste buddhistische Quellschrift.

    Mit Metta, mukti.


  • nibbuti
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    • 7. Oktober 2012 um 12:51
    • #7

    Danke mukti. Das ist nichts neues, aber Pali und Magadhi Prakrit oder Ardhamagadhi sind nur zwei unterschiedliche Dialekte. Das ändert nichts am Inhalt eines Pali-Texts, an der Historizität oder am allgemeinen Klang der Sprache.

    Magadhi wird übrigens heute noch in Indien gesprochen (gesungen) und Magadhi Prakrit sowie Bezüge auf den historischen Buddha sind im Jain (Nigantha) Kanon erhalten. Dass sich in Pali ein paar sinhalesische Wörter eingeschlichen haben und einiges vereinfacht wurde, ist für mich kein Nachteil.

    Was die Sakralsprache angeht. Man könnte meinen, und teilweise ist es ja auch so, dass hier eine heilige Sprache draus gemacht wird, die kaum einer versteht, wie das Latein in der mittelalterlichen Kirche oder wie Sanskrit. Aber letzteres lehnte der Buddha ab und empfahl stattdessen in lokalen Sprachen zu lehren.

    Dennoch geben die Worte in Pali viel mehr her als bloß eine Übersetzung. Unsere Sprachen Deutsch, Englisch sind viel präziser. Das hat den Nachteil, dass man leicht etwas wörtlich nimmt, sodass eine Bedeutungsverschiebung stattfindet. Allein deswegen ist Pali ungemein wertvoll.

    :)

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  • Sascha
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    • 7. Oktober 2012 um 13:39
    • #8

    ich lerne in den Ferien hin und wieder Pali. Bin aber noch nit weit gekommen (Schule ist blöd :evil: ):D

    Aber ich kann sagen, es ist eine schöne Sprache. Was die Gramammtick angeht, finde immer wieder Gemeinsamkeiten zur lat. Sprache ( Stammen ja von der selben Sprachfamilie ab)

  • nibbuti
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    • 7. Oktober 2012 um 14:03
    • #9
    Sascha:

    ich lerne in den Ferien hin und wieder Pali. Bin aber noch nit weit gekommen (Schule ist blöd :evil: ):D

    Aber ich kann sagen, es ist eine schöne Sprache. Was die Gramammtick angeht, finde immer wieder Gemeinsamkeiten zur lat. Sprache ( Stammen ja von der selben Sprachfamilie ab)


    Hi Sascha. Auf der Seite memrise.com/topic/pali/wordlists gibt es ein paar Kurse (leider noch ohne Aussprache und Mems), damit kann das sogar Spaß machen

    :)

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  • mukti
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    • 7. Oktober 2012 um 14:51
    • #10
    nibbuti:

    Danke mukti. Das ist nichts neues, aber Pali und Magadhi Prakrit oder Ardhamagadhi sind nur zwei unterschiedliche Dialekte. Das ändert nichts am Inhalt eines Pali-Texts, an der Historizität oder am allgemeinen Klang der Sprache.

    Magadhi wird übrigens heute noch in Indien gesprochen (gesungen) und Magadhi Prakrit sowie Bezüge auf den historischen Buddha sind im Jain (Nigantha) Kanon erhalten. Dass sich in Pali ein paar sinhalesische Wörter eingeschlichen haben und einiges vereinfacht wurde, ist für mich kein Nachteil.

    Was die Sakralsprache angeht. Man könnte meinen, und teilweise ist es ja auch so, dass hier eine heilige Sprache draus gemacht wird, die kaum einer versteht, wie das Latein in der mittelalterlichen Kirche oder wie Sanskrit. Aber letzteres lehnte der Buddha ab und empfahl stattdessen in lokalen Sprachen zu lehren.

    Dennoch geben die Worte in Pali viel mehr her als bloß eine Übersetzung. Unsere Sprachen Deutsch, Englisch sind viel präziser. Das hat den Nachteil, dass man leicht etwas wörtlich nimmt, sodass eine Bedeutungsverschiebung stattfindet. Allein deswegen ist Pali ungemein wertvoll.

    :)

    Danke auch, im Allgemeinen gebe ich dir recht. Es war und ist in Indien eine auch für Gelehrte kaum entwirrbare Sprachvielfalt.

    Über den Sinn von Sakralsprachen gibt es auch unterschiedliche Ansichten, ich finde die Bedeutung von Begriffen in einem sakralen Zusammenhang sehr interessant. Es wird ja auch im Buddhismus zwischen weltlich (profan) und überweltlich (sakral) unterschieden. Weil sich Sprachen mit der Zeit verändern und Worte einem Bedeutungswandel unterliegen, ist die Konservierung von Weisheitslehren in einer "toten" Sprache schon wertvoll, weil man durch den Textzusammenhang auf die ursprüngliche Bedeutung schließen kann. So wirken manche Übersetzungen ins Deutsche wegen des fortgeschrittenen Materialismus etwas altertümlich oder erschließen sich erst nach genauerer Betrachtung.

    Naja ich bin kein Sprachwissenschaftler, die Hauptsache ist ja, wie du sagt: "Wir können uns überaus glücklich schätzen, dass die Lehre des Buddha so gut erhalten ist wie kaum eine andere".

    Mit Metta, mukti.


  • Sukha
    Gast
    • 7. Oktober 2012 um 16:36
    • #11
    mukti:

    um die 300 Jahre nach Buddhas Nibbana entstanden

    Bis dahin gab es die "Bhanavāro", die aufs akribisch auswendiglernen trainiert waren.
    Ansonsten siehe was nibutti schrieb :)

    ()

  • tsurezuregusa
    Gast
    • 7. Oktober 2012 um 17:47
    • #12

    Hallo,

    Sukha:

    Bis dahin gab es die "Bhanavāro", die aufs akribisch auswendiglernen trainiert waren.

    die gibt es heutzutage immer noch. In Myanmar in der Form der tipitakadhara:

    http://www.thisismyanmar.com/nibbana/tipitaka/tpdkdhra.htm
    http://dhammadharo.wordpress.com/2012/04/05/tip…ation-in-burma/

    Gruß
    Florian

  • accinca
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    • 8. Oktober 2012 um 00:16
    • #13
    nibbuti:

    Entscheidend ist zu wissen, dass es einige Worte gibt, die keine passende Entsprechung in unserer Kultur haben. Samadhi, sankhara, dukkha, Nibbana sind bekannte Beispiele. Diese zu kennen ist vorteilhaft für Verständnis und Praxis, und auch gar nicht so schwer.

    Eigentlich hast du schon recht, aber dieser Satz von dir ist in mancher
    Hinsicht geradezu (aber-)witzig. Als wenn das zur Zeit des Buddha dort
    in Indien so viel anders gewesen wäre.
    Was der Buddha unter "Nibbana" verstand kannten die doch gar nicht.
    Was der Buddha unter "dukkha" verstand kannten sie auch nicht.
    Was der der Buddha alles unter "sankhahara" verstand kannten sie nicht.
    Selbst was er unter "Samadhi" verstand war dem Volk ziemlich unbekannt.
    Die Menschen damals wie auch heute kannten diese Dinge doch gar nicht.
    Und der Buddha hat die Worte nicht erfunden. Das alle (vergänglichen) Dinge
    in Wahrheit leidhaft sind - wer glaubt das schon wirklich? Davon abgesehen,
    das wir das auch gar nicht so empfinden. Das Nibbana das höchste Wohl ist und
    alles andere Leiden, wer weiß das schon wirklich? (außer reden und vermeinen)?
    Richtig voll erfahren hat es nur der Arahat. Alle anderen haben da ganz und gar
    keine Erfahrung. Und selbst die wenigen welche auf den rechten überweltlichen Wege
    sind, haben dazu nur einen relativen Zugang. Das ist zwar schon gut und richtig, aber
    diese bestimmen doch die Sprache bzw. die Bedeutung der Worte in einem Volk nicht.
    Aus dem Grunde bestehen die Lehrvorträge ja auch zum großen Teil daraus, die
    umfassenderen Bedeutungen dieser Begriffe zu verdeutlichen und eine Sicht zu
    eröffnen die zuvor nicht gesehen wurde.

  • mukti
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    • 8. Oktober 2012 um 15:07
    • #14
    Sukha:
    mukti:

    um die 300 Jahre nach Buddhas Nibbana entstanden

    Bis dahin gab es die "Bhanavāro", die aufs akribisch auswendiglernen trainiert waren.
    Ansonsten siehe was nibutti schrieb :)

    ()

    Ja gut, aber dass wir heute noch genau denselben Text haben wie zu Buddhas Zeiten, scheint mir trotzdem zweifelhaft. Es ist aber genug überliefert um zu verstehen worum es geht und um den Weg zu gehen.

    Mit Metta, mukti.


Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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