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Was ist Leere?

  • lisaluna
  • 2. August 2012 um 20:04
  • Zum letzten Beitrag
  • lisaluna
    Themenautor
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    2. August 2012
    • 2. August 2012 um 20:04
    • #1

    Ich möchte doch diese Frage stellen, obwohl das vorhergehende Thema auch von Leerheit handelt. Jedoch fehlt mir dabei eine Definition oder eine Erfahrung von Leere.

    Ich stelle mir Leere als das Nicht-Anhaften vor.

  • hierkommtrob
    Gast
    • 3. August 2012 um 11:15
    • #2

    Hallo lisaluna,

    wenn du nach einer Art Definition suchst: mit dem Begriff der Leere wird beispielswise im Zen die Erleuchtung - also das Aufgeben der Identifikation mit dem "Ich" - beschrieben.

    Erleuchtung kannst du nur im Hier und Jetzt erlangen, es ist nichts wonach du streben oder mit dem Verstanden (mit dem Denken) begreifen kannst. Leere kann nur erlebt werden.

    [url=http://www.dharmaweb.org/index.php/The_…mptiness,_or_Mu]Hier[/url] ist ein kurzer (englischer) Artikel zum Thema Leere, habe leider keine deutsche Version gefunden.

    Hier gibt es ein schönes Video von Adyashanti (ein anglo-amerikanischer spiritueller Lehrer), in welchem er von "seiner" Erleuchtung berichtet. Aber wie gesagt, nach meinem Verständnis lässt sich "Leere" nicht begreifen, nur wahrnehmen können wir sie.

    Ich hoffe, dass meine Ausführungen einigermaßen korrekt waren und dir ein wenig geholfen haben. :)

    Liebe Grüße,
    Rob

  • lisaluna
    Themenautor
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    2. August 2012
    • 3. August 2012 um 11:28
    • #3

    Lieber Rob!

    Vielen Dank für Deine Antwort! Ich guck mir gleich die links an.

    Herzliche Grüsse

  • Onda
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    • 3. August 2012 um 15:55
    • #4

    Leerheit ist ein Synonym für Allverwobenheit (interconnectedness) und Bedingtes Entstehen.

    Die Dinge stehen nicht für sich, sie sind eingebettet in ein komplexes Netz von Bedingtheiten und Beziehungen.
    Sie sind "leer" von einem automen (für sich stehenden) Kern.

    Thich Nhat Hanh nennt das "Intersein".

    Onda

    "Es gibt nichts Gutes, außer: man tut es." (Erich Kästner)
    "Dharma books and tapes are valuable, but the true dharma is revealed through our life and practice." (Thich Nhat Hanh)

  • Takumi
    Gast
    • 3. August 2012 um 16:29
    • #5
    lisaluna:

    Ich möchte doch diese Frage stellen, obwohl das vorhergehende Thema auch von Leerheit handelt. Jedoch fehlt mir dabei eine Definition oder eine Erfahrung von Leere.

    Ich stelle mir Leere als das Nicht-Anhaften vor.

    Leerheit kann nicht erfahren werden, sondern nur erkannt. Es ist rechte Erkenntnis, im Sinne des achtfachen Pfades - und bezieht sich auf das Bedingte Entstehen - die 12-gliedrige Kette - paticcasamuppada.
    http://www.palikanon.de/wtb/paticcasamuppada.html

    Erkenntnis des Leidens, Erkenntnis der Leidens-Entstehung, Erkenntnis der Leidens-Erlöschung, Erkenntnis des zur Leidens-Erlöschung führenden Pfades.

    Nicht-Anhaften kann nicht erfahren werden. Deine Vorstellung geht schon in die richtige Richtung. Und daher - weil es nicht erfahren werden kann, wird das Abfallen von Anhaftung erfahren, was als Kensho - Erleuchtung - bezeichnet wird. Das ist aber noch nicht Leerheit. Jetzt gilt es, nachdem die Erfahrung des Abfallens von Anhaftung erlebt wurde, dies auch weiterhin zu realisieren. Und das erfordert die Praxis des achtfachen Pfades.

    Adyashanti ist leider einer, der was von seiner Erleuchtung erzählt und damit die Leute in die Irre führt. Er gehört keiner Tradition des Zen an und hat sich alles selbst zusammen gesammelt. Er gehört da in die Masse der Satsang-Lehrer, die wie Tolle, Troll, Hübl und wie sie alle heißen Vorträge halten und Geld verdienen.

    Wenn du dich ernsthaft mit dem Konzept der Leere - shunyata - befassen willst, dann lies mal Nagarjuna -
    http://www.zeno.org/Philosophie/M/…e+des+Nagarjuna

  • Tautropfen
    Gast
    • 3. August 2012 um 17:41
    • #6
    lisaluna:

    Ich möchte doch diese Frage stellen, obwohl das vorhergehende Thema auch von Leerheit handelt.

    Jedoch fehlt mir dabei eine Definition oder eine Erfahrung von Leere. Ich stelle mir Leere als das Nicht-Anhaften vor.

    Hi lisaluna, Leere ist für mich ein Wort; wodurch es Menschen gelingt, sich etwas nicht vorstellbares, vorstellbar oder greifbar zu Machen.

    Gruß Tautropfen.

  • Grund
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    • 3. August 2012 um 17:54
    • #7
    lisaluna:

    Ich möchte doch diese Frage stellen, obwohl das vorhergehende Thema auch von Leerheit handelt. Jedoch fehlt mir dabei eine Definition oder eine Erfahrung von Leere.

    Ich stelle mir Leere als das Nicht-Anhaften vor.


    Ja. Wenn da wo sonst du bist nichts als Leere ist, was als auch heißt, dass da auch kein Gefühl von "ich fühl mich so leer" ist, dann ist da auch kein Anhaften. wo sollte dann auch irgendwas anhaften? Da ist ja nichts. Denn wenn da irgendwas wäre, dann wäre da ja keine "Leere" (= Abwesenheit von allem) 8)

    Ist das möglich?

    Hmh ... Zweifel sind angebracht, denn:

    Zitat

    Da ist nur dieses Ausmaß an Beeinträchtigung, nämlich jenes, welches mit den sechs Sinnesgrundlagen verbunden ist, die von diesem Körper abhängen und von Leben bedingt sind. (MN121)


    Das bedeutet aber nicht, dass deswegen Anhaften gegenwärtig sein muss, denn:

    Zitat

    'Was immer es an Störungen geben mag, die vom Sinnestrieb abhängen, jene sind hier nicht gegenwärtig; was immer es an Störungen geben mag, die vom Werdensstrieb abhängen, jene sind hier nicht gegenwärtig; was immer es an Störungen geben mag, die vom Unwissenheitstrieb abhängen, jene sind hier nicht gegenwärtig.


    Zitat

    " Ānanda, welche Mönche und Brahmanen auch immer in der Vergangenheit in die reine, vollendete, unübertreffliche Leerheit eintraten und darin verweilten, sie alle traten in eben diese reine, vollendete, unübertreffliche Leerheit ein und verweilten darin. Welche Mönche und Brahmanen auch immer in der Zukunft in die reine, vollendete, unübertreffliche Leerheit eintreten und darin verweilen werden, sie alle werden in eben diese reine, vollendete, unübertreffliche Leerheit eintreten und darin verweilen. Welche Mönche und Brahmanen auch immer jetzt in die reine, vollendete, unübertreffliche Leerheit eintreten und darin verweilen, sie alle treten in eben diese reine, vollendete, unübertreffliche Leerheit ein und verweilen darin. Daher, Ānanda, solltest du dich so üben: 'Wir wollen in reine, vollendete, unübertreffliche Leerheit eintreten und darin verweilen.'"


    Hab grade nachgesehen und festgestellt dass du angegeben hast "Tibetischer Buddhismus (Vajrayana)" ... phuh, hab ich gedacht .... da hab ich ja nochmal Glück gehabt ... am besten du vergisst das ganze Zeug wieder (und fragst deinen Lehrer) 8)

  • nibbuti
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    • 5. August 2012 um 17:14
    • #8

    Hi & willkommen Lisa :)

    was Grund sagte (zitierte)

    kurz:

    "Leerheit (sunnatta) ist: was immer leer vom Sinnestrieb, Werdenstrieb, Unwissenheitstrieb ist"

    oder einfacher ausgedrückt: wo immer kein "Ich"-machen und kein Habenwollen vorhanden ist, da ist 'leer' (von entsprechenen 'Störungen')

    auch (von Buddha) als "echtes Eintauchen in die Leerheit" bezeichnet

    Onda:

    Thich Nhat Hanh nennt das "Intersein".


    :lol:

    Trage nicht das Weltgetöse in die stille Einsamkeit
    Such den Wald, daß er Dich löse von der Krankheit unsrer Zeit.

  • Onda
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    • 5. August 2012 um 19:07
    • #9
    nibbuti:


    Onda:

    Thich Nhat Hanh nennt das "Intersein".


    :lol:

    Das Ausdruck "Intersein" hat einen großen Vorteil. Im Gegensatz zu "Leerheit" erschließt er sich recht schnell dem Verständnis.
    Onda

    "Es gibt nichts Gutes, außer: man tut es." (Erich Kästner)
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  • nibbuti
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    • 5. August 2012 um 19:16
    • #10
    Onda:

    Das Ausdruck "Intersein" hat einen großen Vorteil. Im Gegensatz zu "Leerheit" erschließt er sich recht schnell dem Verständnis.


    Hi Onda

    nicht alles was schnell einsickert greift auch tief

    am Anfang habe ich Vorträge von TNH bei einem Retreat gehört und war schwer beeindruckt von seiner Art zu reden

    dann habe ich Reden des Buddha in die Hand bekommen und fand TNHs Lehren eher schal und oberflächlich

    jemand anders mag das anders sehen

    :)

    Trage nicht das Weltgetöse in die stille Einsamkeit
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  • karmahain
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    • 10. August 2012 um 09:52
    • #11

    Die Leerheit ist immer da und Du kannst sie immer nur im jetzt erkennen. Wenn Du versuchst Dir ein gedankliches Konstrukt darüber zu machen bist Du bereits nichts mehr im hier und jetzt. Gedanken sind Werkzeuge um aus dem natürlichen verweilen im hier und jetzt herauskommen zu können. Dies ist für praktische Dinge wichtig, aber die meisten haben sich darin bereits verloren und leiden deswegen. Die Leerheit kann man durch die Stille wahrnehmen. Die Stille ist im Hintergrund immer da auch wenn sie von Gedanken und Emotionen überdeckt wird. Finde die Stille in Dir und lausche, dann erkennst Du die Leerheit aller Dinge und gleichzeitig auch die Fülle und Lebendigkeit allen seins.

  • yen
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    • 10. August 2012 um 13:39
    • #12

    Typisch Buddhaland! Der Kaufland !(Wenn "es darum geht..."), mit ihrem dauer Syndrom "Wie die Fünf-Blinden-Propheten, die die gemeinsam eines Elephant befummelte",

    habe einfach gegoogelt und zufällig dem bekannten"Maha Prajna Paramita Herz Sutra" zugestoßen, folgend ist ein kleine Abschnitt davon:

    Zitat

    Sariputra!
    Form ist nicht anders als Leere, Leere ist nicht anders als Form.
    Form ist Leere, und Leere ist Form! Mit Empfindung, Denken, Wandlungen, Bewusstsein verhält es sich ebenso.


    http://bambuswaldzen.blogspot.de/2012/02/maha-p…herz-sutra.html

    MFG
    Yen

  • malsehen
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    • 10. August 2012 um 13:46
    • #13

    Gut, dass es Tante Google gibt.
    Machen wir zu?
    Wer ruft bei der DBU an, dass das jetzt geklärt ist?

    ;)


    Hochachtungsvoll
    Mal Sehen

  • yen
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    • 10. August 2012 um 14:27
    • #14
    malsehen:

    Gut, dass es Tante Google gibt.
    Machen wir zu?
    Wer ruft bei der DBU an, dass das jetzt geklärt ist?

    ;)

    "Sei Dank die Blinden-Propheten, Der Elephant, Die Kundschaft, und samt ihrem blühenden Geschäft der Wahrsagerei, die je es gibt! Denn, im Leben, gehört alles dazu!

    Hochachtungsvoll
    Yen

  • nibbuti
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    • 10. August 2012 um 16:48
    • #15
    yen:

    Typisch Buddhaland! Der Kaufland !(Wenn "es darum geht..."), mit ihrem dauer Syndrom "Wie die Fünf-Blinden-Propheten, die die gemeinsam eines Elephant befummelte",


    :lol:

    yen:

    habe einfach gegoogelt und zufällig dem bekannten"Maha Prajna Paramita Herz Sutra" zugestoßen, folgend ist ein kleine Abschnitt davon:

    Zitat

    Sariputra!
    Form ist nicht anders als Leere, Leere ist nicht anders als Form.
    Form ist Leere, und Leere ist Form! Mit Empfindung, Denken, Wandlungen, Bewusstsein verhält es sich ebenso.


    danke yen, aber das ist nur eine Sicht & nicht wie der historische Buddha Leere (sunnata) lehrte ;)

    Trage nicht das Weltgetöse in die stille Einsamkeit
    Such den Wald, daß er Dich löse von der Krankheit unsrer Zeit.

  • yen
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    • 11. August 2012 um 11:05
    • #16
    Zitat

    aber das ist nur eine Sicht & nicht wie der historische Buddha Leere (sunnata) lehrte


    ***

    Zitat

    Wie die Fünf-Blinden-Propheten eine Elefant befummelte !

    Na, da stimmt doch bis ins Detail! Also, Viel Spaß mit dem Fummelei!

    Hochachtungsvoll!
    Yen

  • nibbuti
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    • 11. August 2012 um 11:26
    • #17
    yen:

    Na, da stimmt doch bis ins Detail! Also, Viel Spaß mit dem Fummelei!


    Hi yen

    in Wirklichkeit 'Fummeln' hier einige fanatische Anhänger des Herz-Sutra blind am 'Elefanten'

    das Herz-Sutra kann noch viel Verwirrung stiften, bevor Sunnata wirklich verstanden wird

    nur "Form als Leere und Leere als Form" zu betrachten ist Kindergarten

    der Buddha beschrieb nicht bloß Form, sondern auch Gefühl, Wahrnehmung, Gestaltung & Bewusstsein

    der Sinnestrieb, Werdenstrieb & Unwissenheitheitstrieb wird nicht allein durch Form=Leere überwunden

    yen:

    Hochachtungsvoll!


    :)

    Trage nicht das Weltgetöse in die stille Einsamkeit
    Such den Wald, daß er Dich löse von der Krankheit unsrer Zeit.

  • Takumi
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    • 11. August 2012 um 18:39
    • #18

    Hier der passende Beitrag
    http://www.buddhaland.de/viewtopic.php?…rzsutra#p143003

    Leider hat malsehen meinen Beitrag gelöscht, so dass dieser Eintrag nicht so passend erscheint. Daher also nochmal - es heißt im Herzsutra
    "Form ist Leere" und nicht "Form als Leere" hier wird damit etwas gänzlich anderes ausgesagt und es ist letztlich eine Kurzform des Bedingten Entstehens. Einfach mal in den alten Beiträgen hier nachlesen.

    Ich verabschiede mich hier jetzt und wünsche euch noch alles Gute.

  • Amitabha
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    • 12. August 2012 um 17:53
    • #19

    Abwesenheit von Form. Damit Abwesenheit von Ego. Einssein mit der unendlichen Leere, die in allem ist.

    Die höchste Weisheit ist jene, die die Illusion beendet, daß irgendwas ausserhalb von mir existiert
    (Die Muttergöttin Tripura Rahasya)

  • Zorița Câmpeanu
    Gast
    • 12. August 2012 um 19:53
    • #20
    Amitabha:

    Abwesenheit von Form. Damit Abwesenheit von Ego. Einssein mit der unendlichen Leere, die in allem ist.


    wenn abwesenheit von form und damit abwesenheit von ego, was soll/ist eins mit der unendlichen leere in dem alles ist?... verstehe ich nicht.
    .

  • Amitabha
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    • 13. August 2012 um 09:28
    • #21
    Zorița Câmpeanu:
    Amitabha:

    Abwesenheit von Form. Damit Abwesenheit von Ego. Einssein mit der unendlichen Leere, die in allem ist.


    wenn abwesenheit von form und damit abwesenheit von ego, was soll/ist eins mit der unendlichen leere in dem alles ist?... verstehe ich nicht.
    .


    Du hättest auch googlen können z.B. hier:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Shunyata

    oder hier: http://www.gungfu.de/buddhismus/buddhism.html

    Zitat

    Die Leere (shunyata) ist ein zentraler Begriff im Buddhismus. Er besagt, daß alle zusammengesetzten Dinge leer, unbeständig, nicht-wesenhaft und leidvoll sind (->Herz-Sutra). Außerdem existieren alle Dinge nur im Wechselspiel mit all den anderen Dingen (=> Jeder/jedes ist ein Teil des Ganzen und das Ganze selbst). Jeder Wirkung geht eine Ursache voraus. Im Hinayana (kleines Fahrzeug) wird die Leere nur auf die >Person< bezogen; im Mahayana (großes Fahrzeug) wird sie dagegen auf alle Dinge angewandt. Erst die Leere erlaubt die Entwicklung der Dinge. Leerheit bedeutet nicht, daß die Dinge nicht existieren, vielmehr stellen sie nichts als Erscheinungen (des Absoluten) dar.

    Die höchste Weisheit ist jene, die die Illusion beendet, daß irgendwas ausserhalb von mir existiert
    (Die Muttergöttin Tripura Rahasya)

  • malsehen
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    • 13. August 2012 um 09:56
    • #22
    Amitabha:
    Zorița Câmpeanu:


    wenn abwesenheit von form und damit abwesenheit von ego, was soll/ist eins mit der unendlichen leere in dem alles ist?... verstehe ich nicht.
    .


    Du hättest auch googlen können z.B. hier:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Shunyata

    oder hier: http://www.gungfu.de/buddhismus/buddhism.html

    Zitat

    Die Leere (shunyata) ist ein zentraler Begriff im Buddhismus. Er besagt, daß alle zusammengesetzten Dinge leer, unbeständig, nicht-wesenhaft und leidvoll sind (->Herz-Sutra). Außerdem existieren alle Dinge nur im Wechselspiel mit all den anderen Dingen (=> Jeder/jedes ist ein Teil des Ganzen und das Ganze selbst). Jeder Wirkung geht eine Ursache voraus. Im Hinayana (kleines Fahrzeug) wird die Leere nur auf die >Person< bezogen; im Mahayana (großes Fahrzeug) wird sie dagegen auf alle Dinge angewandt. Erst die Leere erlaubt die Entwicklung der Dinge. Leerheit bedeutet nicht, daß die Dinge nicht existieren, vielmehr stellen sie nichts als Erscheinungen (des Absoluten) dar.

    Amithaba,

    es ist ja nicht imer mit erklärenden Sätzen getan. Egal, ob sie von Wikipedia, aus dem Paliknanon oder von einem anderen User stammen.
    Magst Du mal sagen, was es für Dich bedeutet?


    Hochachtungsvoll
    Mal Sehen

  • Amitabha
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    • 13. August 2012 um 10:04
    • #23
    malsehen:

    es ist ja nicht imer mit erklärenden Sätzen getan. Egal, ob sie von Wikipedia, aus dem Paliknanon oder von einem anderen User stammen.
    Magst Du mal sagen, was es für Dich bedeutet?

    Danke das hab ich ja vorhin, aber man hat es ja hinterfragt?

    Leere ist für mich Abwesenheit von Form: kein Körper, kein Universum, kein Ego, nur ein ruhiges Dahintreiben in der unendlichen Schwärze :) Und ein unendliches Glücksgefühl.

    Die höchste Weisheit ist jene, die die Illusion beendet, daß irgendwas ausserhalb von mir existiert
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  • malsehen
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    • 13. August 2012 um 10:06
    • #24
    Amitabha:
    malsehen:

    es ist ja nicht imer mit erklärenden Sätzen getan. Egal, ob sie von Wikipedia, aus dem Paliknanon oder von einem anderen User stammen.
    Magst Du mal sagen, was es für Dich bedeutet?

    Danke das hab ich ja. Leere ist für mich Abwesenheit von Form: kein Körper, kein Universum, kein Ego, nur ein ruhiges Dahintreiben in der unendlichen Schwärze :) Und ein unendliches Glücksgefühl.

    Das wirkt wie eine Vorstellung (Grund – sitz!). Was ist die Leere für Dich, was macht sie in Dir/um Dich/mit Dir jetzt, heute morgen, 10:05 Uhr?


    Hochachtungsvoll
    Mal Sehen

  • Amitabha
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    • 13. August 2012 um 10:09
    • #25
    malsehen:
    Amitabha:

    Danke das hab ich ja. Leere ist für mich Abwesenheit von Form: kein Körper, kein Universum, kein Ego, nur ein ruhiges Dahintreiben in der unendlichen Schwärze :) Und ein unendliches Glücksgefühl.

    Das wirkt wie eine Vorstellung (Grund – sitz!). Was ist die Leere für Dich, was macht sie in Dir/um Dich/mit Dir jetzt, heute morgen, 10:05 Uhr?


    Du fragst aber nach... Sie durchzieht alles, ist für alles offen, ist unendliche Erleuchtung, das Tao, ist gleichzeitig und ist nicht, und jetzt SAG DU EINMAL was Leere für DICH ist! :)

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Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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