Beiträge von JoJu91
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Buddha lehrte keine Theorie, sondern das was man selbst erkennt.
Ein entscheidender Punkt.
Was die Beschreibung des (illusionären) Ich anbelangt, gibt es vielleicht grosse Übereinstimmung in den Modellen von Metzinger und der anatta-Lehre.
Das höchste Bewusstsein liegt jenseits davon lässt sich nicht als (Software-)Modell entwickeln und per KI nach-implementieren. Es ist die konkret erlebbare Grundlage aller Phänomene.
"Nicht das, was der (kleine) Geist denkt, sondern das, was es dem Geist zu denken möglich macht"
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Frage: Wie kann ein so hoher Grad an Fortschrittlichkeit und Koordiniertheit ohne Hinterlassenschaften der Macht wie Pyramiden oder Tempel erklärt werden?
Das Fehlen von Hinterlassenschaften der Macht IST die Erklärung.
Und in einer Gesellschaft freier erwachter Menschen koordiniert sich alles von selbst, es braucht kein zentrales Koordinationsbüro.
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Vergangene Taten, die auf sich selbst reagieren.
(Eine der vielen Definitionen von Karma, Autor habe ich vergessen)
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"Nichts ist so wie es scheint" ist ein sehr schöner Titel.
"Nichts ist so wie es scheint" ist ein zentrales Resumee meiner persönlichen Praxis.
Die Welt ist nicht so, wie ich meine, dass die Welt ist.
Die Welt funktioniert nicht so, wie ich meine, dass die Welt funktioniert.
Auf der oberflächlichen Ebene regieren individuelle und kollektive Erzählungen, dem jeweiligen Zeitgeist entsprechend, meist blanke Illusionen mit einem kleinen Anker in der Realität.
Darunter wirken geheimnisvolle unbewusste Kräfte, die unsere individuellen und kollektiven Handlungen steuern, und die immer wieder zu individuellen und kollektiven Katastrophen führen.
Sich dieser unbewussten Kräfte zu stellen, führt natürlich immer wieder ans psychische Limit.
Am deutlichsten für mich auf dem Gebiet der erotischen Beziehung.
Eine ernsthafte erotische Beziehung ist (auch) Krieg und führt in Abgründe, gegenseitige Verführung, Manipulation, Missbrauch, das ganze Programm. Das gemeinsam durchzustehen ist das wahre Tantra und bringt bei permanenter Bereitschaft zum Verzeihen und Neuanfang die Grosse Liebe zum Vorschein, so dass ich heute mit Dankbarkeit am Grab meiner verstorbenen ersten Frau stehen kann.
Natürlich gibt es Situationen, denen man nicht gewachsen ist und aus denen man das Heil in der Flucht suchen muss.
Für die Politik gilt kollektiv dasselbe, hier bin ich in D momentan sehr pessimistisch, die extremen Seiten halten fanatisch an ihren Positionen fest, lieber Bürgerkrieg und Verfall der Gesellschaft als Kompromiss, das typische deutsche "Endsieg oder Untergang". Die unbewussten Kräfte sind kollektiv wohl noch gewaltiger und zerstörerischer als individuell, oder wie Nietzsche sagte "Der Wahnsinn ist beim Einzelnen die Ausnahme, bei den Völkern die Regel"
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In seinem Beruf - ein Ass.
Bei den Frauen - eine Null.
Eine absolute Null.
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Hörte ich eine ältere, sehr dominante, dem Alkohol zugewandte Dame über ihren Sohn urteilen, als ich ihr als junger Mann im Haushalt half. Am Telefon war der Sohn ein freundlicher Mann, der sich mit mir über Woodie Guthry unterhielt.
Ich dachte mir damals, wenn die Frau mit ihrem Urteil recht hat, woran mag das wohl unter anderem liegen ?
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Ich war vierzehn, als das erste Mädchen mich versuchte zu verführen.
Ich nenne sie mal Evi, Evi war auch vierzehn.
Sechsundzwanzig Jahre später ist Evi 40 und ich bin immer noch vierzehn, als Evi versucht, mich, ihren Sohn, zu verführen.
Ist das Missbrauch ?
Vielleicht ja, wenn man wie gewöhnlich davon ausgeht, dass Evi auch psychisch-geistig sechsundzwanzig Jahre älter geworden ist.
Was aber, wenn Evi zwar den Körper einer 40jährigen hat, aber sexuell-emotional-psychisch immer noch vierzehn ist ?
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Eigentlich müssten nur die (meisten) Männer abgeschafft werden (Ironie))!).
Dass nach der Abschaffung der Männer der Wahnsinn weitergehen wird, ist sehr schön im Hitchcock-Psychodrama Rebecca zu sehen, verfilmt nach dem Roman einer Frau, Daphne du Maurier, die sich mit den Abgründen lesbischer Beziehungen offenbar sehr gut ausgekannt hat.
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"Zur weiteren Diskussion, bitte ein Beispiel für einen Nachtwächterstaat mit florierender Marktwirtschaft. Mir fällt einfach keiner ein."
In der von mir wohl im Rückblick verklärten "alten BRD" (bis etwa zum Jahr ????) hatten wir ein Mischsystem, in dem die Nachtwächter und die "Sozis" gut nebeinander leben konnten.
Die einen in einer noch weitgehend unregulierten Privatwirtschaft mit allem Risiko, die anderen im öffenlichen Dienst oder in den grossen Konzernen des "Rheinischen Kapitalismus".
Marktwirtschaft bedeutet nach meiner Definition, keine Organisation wird zu gross.
Weder der Staat noch ein privates Unternehmen.
Das ist aber wahrscheinlich auch nur eine schöne Utopie.
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Der Staat bedingt das wirtschaftliche handeln. Ohne Staat keine Konjunktur. Dein Wohlstand ist hochgradig vom Staat abhängig. Der von Warren Buffet auch.
Ergo keine co-Abhängigkeit sondern eine Abhängigkeit.
Das ist die Sicht der Kollektivisten von Links und Rechts.
Von der übrigens auch Warren Buffet als Rent Seeker nicht wenig profitiert hat.
Eine Sicht, die natürlich nicht pauschal falsch sein muss.
Kapitalismus und Kollektivismus schliessen sich übrigens nicht aus, weiss ich noch aus meiner Juso-Zeit.
Stamokap oder public-private-partnership ist die Verbrüderung eines mächtigen Staatsapparats mit mächtigen privaten Unternehmen, der NS-Staat war zynischerweise ein Musterbeispiel.
Mit dem Staat ist es meiner Meinung nach wie mit der Religion.
Es gibt den Glauben, die Institution, und die Verteter der Instituition auf Erden.
Der Glaube sagt, es gibt einen allmächtigen, allgütigen, allwissenden Vater, der uns mit weiser Hand führt.
Der Glaube wird organsiert von der Kirche oder vom Staatsapparat.
Die Gläubigen wundern sich immer, dass die irdischen Verteter des Glaubens das Gegenteil von dem tun, was sie als Priester des Glaubens predigen.
Ein Sozialstaat kann auch so aussehen, dass der Staat sich beschränkt, ein Netz für diejenigen zu bilden, die unverschuldet in eine Notsituation geraten sind.
Letztendlich ist die ewige System-Frage:
Gefängnis oder Dschungel.
Nur der goldene Käfig ist wohl eine Illusion.
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Diese Frauen suchen in der Regel Halt, Zuneigung, Nähe zu einer Machtposition, um Schutz zu bekommen. Übergriffigen Sex nehmend sie in Kauf, weil sie es aus ihrer Missbrauchs-Geschichte "gewohnt" sind,
dass dies der Preis für die "Beziehung" ist.
Du kannst das Wort "Frauen" in dem Zitat austauschen durch "Männer".
Auch wenn es danach ungewohnt klingt, ist es dennoch richtig.
Übergriffiger Sex von Frauen sieht dann so aus, dass Du absurde und mit ordinärsten Ausdrücken vorgetragene Eifersuchts-Szenen serviert bekommst, wenn Du mal keine Lust auf dreimal Sex pro Woche hast. Das ist dann der Preis für die Beziehung.
Auch Männer suchen Halt, Zuneigung, Nähe zu einer Machtposition, um Schutz zu bekommen, das beginnt bei der eigenen Mutter, weshalb für mich die eigene Mutter der erste und mächtigste Guru ist.
Ich hatte fünf Frauen, eine war treu und monogam, die anderen vier, ich nenne es mal höflich polyamor.
Ich habe mich irgendwann damit arrangiert.
JoJu91, sagte ich mir, das ist halt der Typ Frau, der Dich magisch anzieht.
Und wo viel Schatten ist, da ist auch viel Licht.
Meine erste Liebe und meine verstorbene erste Frau, ich denke gerne an sie zurück.
Und ich würde ihnen gerne im nächsten Leben nochmal begegnen, um einiges besser zu machen.
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Brigitte Bardot war mein Vorbild.
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Ist Mitgefühl manchmal nur ein schönes Wort dafür, dass wir keine klaren Grenzen setzen?
Ein ganz klares Ja.
Das für mich klarste Beispiel habe ich immer wieder hautnah erlebt:
Papa ist Alkoholiker.
Alle wissen es, ausser er selbst und seine Familie.
Obwohl die Familie schon den Bach runter geht, wird die Situation relativiert ("der Nachbar säuft ja noch mehr"), entschuldigt ("die schlechte Welt"), beschönigt.
Freunde und Bekannte dürfen die Familie nicht mehr besuchen, warum wohl ?
Die Mama ruft wieder mal beim Arbeitgeber an, um ihn zu entschuldigen.
Das geht ein Jahr so, zwei jahre, fünf jahre, zehn Jahre.
Dann sind alle Kräfte erschöpft.
Mama verlässt den Papa, für immer, und nimmt die Kinder mit.
Drei Monate später trinkt Papa seinen letzten Schluck.
Das war das positive Szenario.
Im Negativ-Szenario hat der Papa nach zwanzig Jahren seinem Leben mit der Dienstwaffe ein Ende gemacht.
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Vier Formen oder Gewänder von Freigebigkeit:
1) Eigenes Geld grosszügig für sich selbst ausgeben.
2) Eigenes Geld grosszügig für andere ausgeben.
3) Fremdes Geld grosszügig für sich selbst ausgeben.
4) Fremdes Geld grosszügig für andere ausgeben.
Jede der vier Formen hat ihre archetypischen Anhänger.
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Was ist etwas, das du trotz Praxis weiterhin tust
Ich tue dank der Praxis einige Dinge (wieder) mit Freude, bei denen ich früher gedacht habe, die darfst Du als Buddhist auf keinen Fall tun / sagen / denken ...
Aber damit meine ich nicht das, was manche meinen ...
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"
Ich weigere mich,
einer Gemeinschaft beizutreten,
die Leute wie mich aufnimmt ...
"
(Groucho Marx ?)
Aber im ernst:
Wenn die Geschichten, die ich in meiner Anfangszeit gehört habe, stimmen, dann waren die Prüfungen, die jemand bestehen musste, um in ein Zenkloster aufgenommen zu werden, echt brutal, z.B. drei Tage und drei Nächte im Vorraum Zazen praktizieren ...
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Vielleicht kann man auf der emotionalen Ebene suchen:
Das Interessante an dem von Dir zitierten Text (Frankfurter Hefte) und in dem genialen, vielleicht bewusst alle Klischees bedienenden Eröffnungs-Text #1 von KarmaHausmeister ist, dass er als Musterbeispiel für das Phänomen der Projektion genommen werden kann.
Ersetze in den Texten das Wort AfD durch "Links-Grüne" und Du weisst, wie "der typische AfDler" über die "herrschende Elite" in Deutschland denkt.
Die gegenseitigen Vorwürfe lassen sich fast eins zu eins übertragen.
Brüder und Schwestern im Geiste werfen der Gegenseite ihren eigenen Schatten vor.
Dann nehmen wir die Perspektive des "Grossen Verführers" (*) ein, der das Spiel von aussen betrachtet und vor Freude tanzt.
(*) Mara, Satan, Teufel, ...
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Das Wohlwollen im Buddhismus ist offenbar ein Wert, der ihn von der AFD unterscheidet, indem es allen Wesen gleichermaßen gilt.
"Ein Barbar aus dem Süden kann kein Buddha werden"
Mit diesen Worten wurde Hui-Neng von seinem Meister Konin empfangen.
Bei einem Ex-Arbeitgeber fühlte sich mein Freund X als Franke diskriminiert, weil, so meinte er, "die Unternehmensführung die Westfalen bevorzugt behandelt", was man schon am relativen Anteil der Westfalen in der Unternehmensführung sehe.
Zur Zeit meines Urgrossvaters artete so manche Tanzveranstaltung in eine Massenschlägerei aus, weil sich die Burschen des Nachbardorfes den Mädels des eigenen Dorfes zu sehr näherten.
Völkermord unter Schwarzen in Ruanda, Bürgerkrieg unter Weissen in Ex-Jugoslawien, ...
Misstrauen gegenüber Angehörigen fremder Gruppen liegt wohl in der Natur des Menschen.
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Viele Menschen haben ja wie du Angst, dass sich das was man in den letzten Jahren als normale Politik gemacht hat, ins Verderben führt, und sich Renten, Sozialstaat als nicht mehr finanzierbar heraus stellen.
Das alles ist in der Geschichte nicht neu.
Die Antwort in D und in der EU darauf ist leider "noch mehr Staat".
Meine grösste Sorge:
Die nächste Stufe, der letzte Ausweg ist ein uralter Klassiker: Kriegswirtschaft.
Hatten wir schon, das gibt es nicht nur in braun und wird ja schon offen angedeutet.
BASF nimmt ein Spiegelbild des Ludwigshafener Werks in China in Betrieb.
Das CO2 wird dann dort, in Zhanjiang, verfeuert, und bei uns sind 65.000 Arbeitsplätze weg, die Arbeitsplätze, die an denen dranhängen, wohl nicht mitgerechnet. Ludwigshafen wird Detroit.
Deindustrialisierung.
Wer bisher bei BASF gearbeitet hat oder PKW gebaut hat, baut jetzt Panzer und Munition.
Weil man Panzer und Raketen nicht essen und bewohnen kann, und Soldaten auch nichts zum Essen oder Bewohnen bauen, ist die Folge Inflation mit Wohlstandsverlust auf breiter Front.
Zumal die jungen gutqualifizierten und "die Reichen" das Land in grosser Zahl verlassen.
Abstimmung mit den Füssen, brain drain.
Wenn dann bei den Regierenden und der Bevölkerung die Nerven am Limit sind, genügt ein kleiner Anlass, und es ist wieder Krieg in Europa. Wer dann zuerst geschossen hat, ist das wichtig ?
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Wenn es denn so einfach so wäre ...
Nehmen wir an, alle AfD-Funktionäre, alle AfD-Wähler und alle AfD-Sympathisanten würden nach Russland oder zu Herrn Trump auswandern.
Wäre die Welt in Deutschland dann in Ordnung ?
Vermutlich nicht, denn dann müssten wir umso schneller kriegstüchtig werden, um Russland und Trump-Amerika zu besiegen.
Im Film Gandhi empfiehlt der "Heilige Mann" einem Hindu, der den Vater eines kleinen Moslem-Jungen in fanatischem Eifer ermordet hat, einen Weg, wie er wieder aus der Hölle heraus kommt.
Übertragen auf den Hass zwischen Republicans und Democrats in den USA, zwischen Linken und Rechten in Deutschland, würde das wohl bedeuten:
"Versuche, einen Tag in der Woche Dich hineinzuversetzen in einen AfD-ler, so zu denken, fühlen, leiden wie ein AfD-ler"
Und für die AfD-ler würde gelten:
"Versuche, einen Tag in der Woche Dich hineinzuversetzen in einen Links-Grün-Woken, so zu denken, fühlen, leiden wie ein Links-Grün-Woker"
Die Geschichte der französischen Revolution zeigt das Drehbuch des Wahnsinns, wenn er denn mal begonnen hat
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Verrückt beschreibt den Schweregrad einer Handlung vielleicht manchmal einfach besser als nur Verblendung oder Tragisch.
Um nochmal Filmfiguren heranzuziehen:
Der Monaco Franz ist eine liebenswert tragische Figur, er richtet keinen nennenswerten Schaden an, eher im Gegenteil, seine Frau hat ihn sich ja bewusst als Partner gewählt, obwohl sie mehrere Herren der besseren Gesellschaft als Dauer-Verehrer hatte.
Jack Nicholson in "Shining" flüchtet in eine Wahnwelt und rottet seine Familie aus.
Das ist schon eine andere Nummer.
Oder Peter Ustinov als Kaiser Nero in "Quo Vadis" mit seinen letzten Worten:
"Oh wie öde und trist wird das Leben für die Menschen sein ohne Nero ?
Wie können sie leben in einer Welt ohne mich ?
Wie können sie es darin aushalten ?"
Der Gegenpol Mr. Spock.
Ist der Vulkanier als strenger Logiker das Gegenteil eines Verrückten ?
Ist er gar erleuchtet ?
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Falls fasten und rauchen das ist, was Dich glücklich macht, ist da nichts verrücktes dran. Da Du den ersten Punch von Tyson eh nicht überstehen wirst, kannst Du es Dir auch gut gehen lassen.
Das Thema wird emotional ergreifend dargestellt in der Monace Franze - Folge "Ein ernsthafter älterer Herr": Der "Schrecken von Schwabing" steigt in den Ring gegen den "Stier von Sendling".
Ich denke man darf den Franz in dieser Folge als verrückt bezeichnen, ohne ihm zu nahe zu treten.
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Verrückt ist immer der andere und vernünftig man selbst.
Wenn ich mit Mike Tyson in den Ring steigen will, wäre es aus meiner Sicht schon etwas verrückt, zur Vorbereitung meine Trainingsgeräte zu zerstören und eine Fastenkur zu machen und dabei drei Schachteln Zigaretten am Tag zu rauchen, auch wenn Mike Tyson mittlerweile schon ein älterer Herr ist.
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Wenn ich weiss, dass ich verrückt bin, bietet das einen gewissen Schutz.
Denn ich werde - hoffentlich - so manche extreme Entscheidung vermeiden, auch wenn die Gründe für diese Entscheidung absolut rational und vernünftig erscheinen.
Andererseits fühlt sich dieses Wissen um die eigene Verrücktheit oft etwas hilflos an.
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Es ist die Aufgabe der spirituellen Lehrer,
den Menschen vor Augen zu halten,
wie wenig sie von den Dingen verstehen,
die sie glauben planen, steuern, und kontrollieren zu müssen.
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