....moralisch etwas fragwürdig, zig Menschengruppen zu pathologisieren, Studien falsch wiederzugeben und von anderen Menschen die Einhaltung von Wertvorstellungen zu verlangen, wo nur betreten dazu geschwiegen wird, ob man sie denn selbst auch lebe.
Da hast du ja zum Schluss nochmal richtig "scharf geschossen", Alex.
Eigentlich hatte ich mit dem (für mich immer noch schmerzlichen) Thema schon abgeschlossen, aber dein "Schlusswort" erfordert m.E. eine Klarstellung:
Was ich hier über BDSM schrieb, gründet sich auf Erfahrungen mit der Thematik seit nunmehr 13 Jahren und die Menschen (nicht nur die eine Angehörige!), die involviert waren, hatten allesamt einen Hintergrund mit psychischer Erkrankung (Depression, PTBS, Narzisst. Persönlichkeitsstörung usw.).
Auch, wenn das vielleicht nicht repräsentativ ist, zeigt es doch Tendenzen...
Ich sprach, über Jahre hinweg, mit zig Fachleuten darüber (Psychiater, Psycholog. Psychotherapeuten, Ärzte,..) und ebenso mit Menschen aus der "Szene", bzw. Menschen, deren Angehörige BDSM praktizier(t)en.
Nur, weil nun Anpassungen am ICD 11 erfolgten, ändert sich nichts an bestimmten Fakten- lediglich die Bewertung ist jetzt eine andere...
Vielleicht um Stigmatisierung zu unterbinden, was ja einerseits zu begrüßen ist, andererseits ev. benötigte Hilfe unterbindet?
Der Zeitgeist spielt sicherlich auch eine Rolle, alles wandelt sich...
Für mich ist "Krankheitswertigkeit" übrigens kein Stigma und Abwertung oder gar Ausgrenzung dieser Menschen zu verhindern, liegt mir aus naheliegenden Gründen sehr am Herzen.
Man sollte selbstverständlich auch "wissenschaftliche" Studien" kritisch prüfen und hinterfragen - psychologischen Studien, die überwiegend auf persönlichen Befragungen fußen, stehe ich grundsätzlich skeptisch gegenüber - die Psychologie zählt ohnehin nicht zu den "exakten Wissenschaften"....
Verwirrenderweise gibt es heutzutage fast zu jeder Studie bald darauf eine Gegenstudie...
Liebe Grüße, Anna
