Unterdrücken bringt nicht viel. Der Dalai Lama sieht gerne Kriegsfilme, Ikkyu ging gerne in den Puff, Ryokan trank gern und spielte gern Ball, es gab eine ganze Zenschule, die gern Shakuhachi spielte, warum solltest du dann nicht gerne Videospiele spielen? Beobachte doch lieber, ob Meditation oder Zazen oder ... deine Art Videospiele zu spielen verändert (nicht im Sinne von Optimierung, eher im Sinn von einfach so spielen).
Vielleicht ist es anders herum noch wichtiger: Bring eine spielerische Sicht ins Sitzen. Und betrachte Dinge, die dich ergreifen, nicht nur aus Sicht der Begierde (obwohl es auch Suchtcharakter haben kann), sondern auch vom Ergriffen sein. Dies kann ja auch einen tiefen ästhetischen Aspekt haben. Ich denke, Kreativität ist meist dieses Ergriffenwerden. Gerade Zen hat gerade in den Künsten auch diesen Aspekt. Ich erlebe das auch beim Tai Chi, beim Musik machen, beim Gedichte schreiben. Diesen Aspekt von von selbst so. (Ich finde es interessant, dass viele Aspekte von Religion, Meditation, Mythologie, Ethik und Philosophie immer stärker in Computerspiele einfließen, obwohl ich kein Gamer bin).