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  1. Buddhaland Forum
  2. Igor07

Beiträge von Igor07

  • Rechte Rede

    • Igor07
    • 22. Februar 2026 um 22:39
    Mahasi:

    Der Leser selbst steht jedoch ebenso in der Verantwortung, nur zu lesen, was auch geschrieben ist, ohne (zu viel) hineinzulesen zu wollen.

    Und ich denke, jeder, der schreibt, trägt die Verantwortung, die Aussagen anderer nicht zu verdrehen oder zurechtzubiegen, um eine konkrete Person zu verunglimpfen oder zu diskreditieren. Das ist mein Beispiel. Ich habe woanders geschrieben, dass Ñāṇavīra für Mettiko Bhikkhu in Bezug auf Dharma der Beste ist. Warum? Er hatte zuerst Samanera Bodhesako übersetzt, der Herausgeber von Notizen zu Dharma war, dann hatte er alle MN-Sutten nach dem Prinzip von Ñāṇavīra gestaltet, und er hatte das gewaltige Werk auf Deutsch übersetzt und ausführlich kommentiert. Wenn es ins Modell nicht passt, gehört zur rechten Rede einfach, die andere Position zu tolerieren.


    Und im letzten Buch bezieht er sich wieder auf Ñāṇavīra. Warum entsteht so viel Trubel auf dem Faden? Jeder hat recht, solange es die Nutzungsbedingungen des Forums nicht verletzt.

  • Rechte Rede

    • Igor07
    • 22. Februar 2026 um 19:57
    Mahasi:

    So als ob der Historiker dem Holocaustleugner irgendwie ergebnisoffenen entgegentreten sollte und man sich auf die Sicht des Anderen einzulassen hat.

    Dieser Argument hinkt aber gewaltig.

    Eine Gelegenheit wäre, an die Auferstehung von Jesus zu glauben, als ob es der konkrete historische Fakt sei, und anderes, wie den Holocaust, der sehr gut dokumentiert ist, infrage zu stellen.

    Eine Sache wäre, an das Leben nach dem Tod oder Wiedergeburt zu glauben und die Vergasung von Millionen infrage zu stellen.

  • Das richtige Verständnis der Wiedergeburt im frühen Buddhismus.

    • Igor07
    • 22. Februar 2026 um 19:50

    Es gibt die Gelehrten, die alles wissen, und es gibt die Weisen, die die Lehre verwirklicht oder realisiert haben. Wie Mettiko Bhikkhu richtig bemerkt, wird in der thailändischen Waldtradition die innere Verwirklichung im Hinblick auf die Qualifikation für die Lehrtätigkeit höher eingestuft als die Gelehrsamkeit.
    Und weiter zitiere ich ihn und hänge die ganze Datei an:


    Zitat

    Viele der Meister stimmen darin überein, daß
    der Weltling paticcasamuppada nicht versteht (Ñanaviras These) und daß bedingte Entstehung jetzt
    stattfindet. Ajahn Chah zum Beispiel verglich diese Kette, die von der Unwissenheit zum Leiden führt,
    mit dem Sturz von einem Baum. "Tatsächlich sind wir auf dem Weg nach unten an vielen Ästen
    vorbeigekommen, aber wir können sie nicht zählen; wir können uns noch nicht einmal daran erinnern,
    an ihnen vorbeigekommen zu sein. Man fällt einfach und schon ist man unten."

    Mettiko Bhikkhu Paticcasamuppada - eine alternative Annäherung ...
    Mettiko Bhikkhu Paticcasamuppada - eine alternative Annäherung ...
    www.yumpu.com


    Zitat

    Das gesamte Anliegen des Gelehrten besteht darin, den individuellen Blickwinkel auszulöschen oder zu ignorieren, in dem Bemühen, die objektive Wahrheit herzustellen – eine unpersönliche Möchtegern-Synthese öffe ntlicher Fakten. Die im Wesentlichen horizontale Betrachtung der Dinge seitens des Gelehrten, die nach Verknüpfungen in Raum und Zeit sucht, und sein historisches Herangehen an die Texte schließen ihn von jeglicher Möglichkeit aus, ein Dhamma* zu verstehen, das der Buddha selbst akālika, „nicht zeitlich“* genannt hat.8
    Ñāṇavīra Bhikkhu

    Dem stimme ich total zu. Leid-er.


    Ich lese woanders, dass Ñāṇavīra sich in dem irrigen Glauben umgebracht habe, Sotāpanna zu sein.

    So richtet jemand den Anderen, ohne dabei sehr ausführlich zu lesen und zu kontemplieren, weise nachzudenken, um was es hier eigentlich überhaupt geht.

    Wer hier im Forum hat das ganze Werk gelesen? Ich habe auch Mettiko Bhikkhu mehr als genug zitiert: Das bedingte Entstehen stellt die Essenz der Lehre dar, seinen Kern.

    Und bestimmt nicht das Leben in anderen Bereichen, feinstoffliche Körper und enorm viele Wunder, an die kein vernünftiger Mensch von heute glaubt.

    Dateien

    Mettiko Bhikkhu Paticcasamuppada - eine alternative Annäherung ....pdf 137,44 kB – 1 Download
  • Zum Theravada im eigenem Hause

    • Igor07
    • 22. Februar 2026 um 16:35
    Mahasi:

    Aber erwarte hier keine Antwort von mir.

    Von mir auch. LG.

  • Das richtige Verständnis der Wiedergeburt im frühen Buddhismus.

    • Igor07
    • 22. Februar 2026 um 16:15
    Monikamarie:

    Mahasi

    Danke für den Hinweis, aber das Thema und auch die zitierten Autoren sind Theravada, ebenso wie Igor .


    Ich sehe keinen Grund, das Thema zu moderieren.

    Monika _()_

    Sehr gut, danke!


    Abschließend noch mal:


    Zitat

    Die Drei-Leben-Theorie findet im Dhammavinaya keine Stütze

    Majjhima Nikāya 9

  • Das richtige Verständnis der Wiedergeburt im frühen Buddhismus.

    • Igor07
    • 22. Februar 2026 um 15:43
    Mahasi:

    Keines der Zitate sagt aus,

    Mettikko Bhikkhu betrachtet die Drei-Leben-Theorie als irrig und sieht Nanavira als Vorbild. Ob er der beste ist oder nicht, steht nicht zur Debatte. Die Drei-Leben-Theorie ist wirklich ein Dorn im Auge der Orthodoxie, das hatte er bestimmt gesagt. Der Faden war schon geschlossen, deswegen würde ich weiter nicht mehr reagieren.
    Es gibt schon mehr als genug, was ich hier noch sagen wollte.


    Zitat

    Es gibt eine gelehrte Debatte um das „Zusammen~“ (sam~) in der Übersetzung hier. „Zusammen“ bedeutet „zugleich“ (im lockeren Sprachgebrauch „gleichzeitig“). Das ist ein Dorn im Auge jener, die in paṭiccasamuppāda einen zeitlichen Ablauf sehen. Da diese Debatte
    vonseiten der Gelehrten geführt wird, deren Herangehensweise wir in diesem Buch ausgeschlossen haben, brauchen wir uns damit nicht weiter zu beschäftiftsigen. Außerdem wurde die Auseinandersetzung mit deren Position schon glänzend vom Ehrwürdigen Ñāṇavīra andernorts erledigt (siehe QueQuaellenverzeichnis).


    Zitat

    Würde ich der doch hohen Messlatte der Notizen zu Dhamma gerecht werden können?

    Das sollte ausreichen, Mahasi .


    Sieh das:


    Zitat

    Aber als ich in der heißen Jahreszeit des Jahres 2005 in ThaTheailand in einer Einsiedelei hoch in den Bergen mal wieder Clearing the Path las, wurde mir klar, dass ich es niemals besser machen könnte als der Ehrw. Ñāṇavīra.

  • Textpassagen: gandhabba

    • Igor07
    • 22. Februar 2026 um 13:02
    mukti:

    . Wahrscheinlich war es ursprünglich ein Wortspiel, denn gandhabba klingt ähnlich wie gantabba, und dieses bedeutet: <der, welcher kommen soll>, nämlich in den Mutterleib oder in menschliches Dasein.

    Ich wollte kurz die Argumentation von Anālayo schildern, denn sie ist nicht schlüssig und weist Schwächen auf, was diese Wiedergeburt betrifft. Ich verlinke alles am Ende. Die deutsche Übersetzung und freie Verteilung hatte mir der Verlag gegeben, was ich jederzeit nachweisen kann.
    Also:
    Zuerst schreibt der Autor im Buch über die Wiedergeburt:


    Zitat

    "Diese wechselseitige Bedingtheit von Bewusstsein und Name-und-Form stellt eine grundlegende Matrix der Erfahrung dar – ein fortwährendes Wechselspiel zwischen Bewusstsein auf der einen und Name-und-Form auf der anderen Seite, das gemäß der frühbuddhistischen Analyse die Erfahrungswelt aufbaut."

    Ich schlussfolgere daraus, dass, wenn das Bewusstsein wegfällt, auch Name und Form wegfallen, und umgekehrt.

    Sollte einfach logisch sein, oder?

    Zitat

    "Im frühbuddhistischen Denken bedeutet die Behauptung der Nicht-Selbst-Lehre (anattā) nicht, dass die Existenz irgendeiner subjektiven Dimension der Erfahrung bestritten würde. Vielmehr besagt sie, dass subjektive Erfahrung ein Prozess ohne dauerhafte Entität ist – ein sich wandelnder Strom des Bewusstseins, der von einem sich verändernden Prozess von Name-und-Form abhängt und umgekehrt."

    Gut zu wissen, aber es ist nichts Neues. Ohne anattā gäbe es keinen Buddhismus. Punkt.


    Weiter lese ich zum Beispiel:


    Zitat

    "Dieses Prinzip besteht in der wechselseitigen Bedingtheit von Bewusstsein und Name-und-Form."

    Schauen wir weiter:

    Zitat

    "...gelegentlich im Zusammenhang mit dem Wiedergeburtsprozess verwendetes Wort ist gandhabba, das mangels besserer Übersetzung als „Geist“ wiedergegeben werden könnte. Die Assalāyana-sutta und ihre Parallelen zitieren eine Aussage, wonach für eine erfolgreiche Empfängnis die Eltern vereint sein müssen, die Mutter fruchtbar sein muss und der gandhabba anwesend sein muss.³¹ Das Zitat stammt aus einer Diskussion zwischen einem Seher und einer Gruppe von Brahmanen, was den Eindruck vermittelt, dass die Wahl des Begriffs gandhabba in der Assalāyana-sutta und ihren Parallelen die Terminologie brahmanischer Kreise widerspiegelt, hier verwendet ohne die Implikationen eines dauerhaften Selbst, die der Begriff in nichtbuddhistischer Verwendung getragen hätte."

    Was ist dieses rätselhafte gandhabba, war sehr schwer überhaupt herauszufinden. Die späteren Kommentarautoren haben daraus das Wiedergeburtsbewusstsein erschaffen, also technisch ausgedrückt: paṭisandhi-viññāṇa.

    Das habe ich im Buch von H.W. Schumann herausgefischt, "Pali-Buddhismus für Fortgeschrittene", und der Autor schreibt über den Bewusstseins-Impuls, der meistens im Moment des Sterbens weiterwandert, also die nächste Inkarnation entsprechend Karma sucht. Was für mich sehr viel an den tibetischen Buddhismus erinnert.

    Abschließend scheint mir, dass absolut feststeht, dass das Wort nicht ursprünglich mit dem Buddhismus zu tun hatte, denn egal welches Wesen, himmlisch oder formlos, sollte als feste Identität betrachtet werden.

    Sehr spannende Frage: Wenn diese Wesen wie die himmlischen Musikanten waren, wie dann kann man über das Empfängnis im Leib der Mutter sprechen? Passt nicht zusammen.


    266) “Rebirth and the Gandhabba”, Mahachulalongkorn Journal of Buddhist Studies, 2008, 1: 91–105. download


    31) Rebirth in Early Buddhism and Current Research, Somerville: Wisdom Publications, 2018. download


    Publications by Bhikkhu Anālayo - Barre Center for Buddhist Studies
    Access an extensive library of Bhikkhu Anālayo's 500+ publications on theoretical and practical aspects of early Buddhist traditions.
    www.buddhistinquiry.org
  • Wie könnte Wiedergeburt aussehen ?

    • Igor07
    • 22. Februar 2026 um 11:25
    mukti:

    bin ich mit der Teilnahme in drei deutschsprachigen Foren allerdings schon ausgelastet.

    Darf ich fragen, ist das dritte Forum auch buddhistisch?

    Danke. LG.

  • Das richtige Verständnis der Wiedergeburt im frühen Buddhismus.

    • Igor07
    • 22. Februar 2026 um 11:21
    Mahasi:

    Bist du bitte so freundlich und zitierst die genaue Stelle mit Quellenbeleg, wo sich Mettiko/Zumwinkel so äußert.

    Ist mir ein Vergnügen:


    Zitat

    Würde ich der doch hohen Messlatte der Notizen zu Dhamma gerecht werden können? Wäre so ein Buch den erheblichen Aufwand wert? Würde ich die Leser wirklich erreichen?

    S.15, PDF


    Zitat

    Und was der Ehrwürdige Ñāṇavīra in einem seiner Briefe feststellte, gilt auch für mich: „Wenn ich nur einen Leser haben sollte, der daraus einen Nutzen zieht, werde ich zufrieden sein.“ Also gab ich mir einen Ruck: Keine Ausflüflaüchte mehr!

    Zitat

    sAusführlichere Auseinandersetzung mit den irrigen Modellen ist in den Werken von Bhikkhu Ṇāṇavīra und Sāmaṇera Bodhesako zu fin den.

    S. 118.


    Usw.. usf...


    Nicht zu vergessen, dass der Autor zuerst Samanera Bodhesako übersetzt hat, dann auch Nanavira, und sehr ausführlich mit den ganzen Kommentaren.

    Es steht alles frei für jeden zugänglich auf der Homepage des Muttodaya Waldklosters, deswegen würde ich mir das weitere Zitieren ersparen.


    https://muttodaya.org/books/gegen_den_strich.pdf


    https://muttodaya.org/books/notizen_zu_dhamma_und_andere_schriften.pdf


    Muttodaya Waldkloster


    Zitat

    ---Außerdem wurde die Auseinandersetzung mit deren Position schon glänzend vom Ehrwürdigen Ñāṇavīra andernorts erledigt (siehe QueQuaellenverzeichnis).

    Sollte ausreichen, scheint mir.


    Im Buch zitiert er Nanavīra enorm viel, mit höchstem Respekt.

  • Achtsamkeit: Auf was?

    • Igor07
    • 21. Februar 2026 um 19:31
    Railex:

    deine Bewertungen bezogen sich ja auch nicht auf den Autor, sondern auf unsere Beiträge.

    Railex

    Das war keine Bewertung, und ich erkläre sehr gerne, warum ich es anders sehe. Wenn ich lese, drei Minuten über die Vergänglichkeit nachzudenken, dann kontempliere ich das Thema rund um die Uhr, nach dem Tod meines Vaters. Denn anicca ist der zentrale Punkt im Buddhismus: Alles vergeht, alles entgleitet mir und entzieht sich mir, wie auch ich mir selbst, denn dieses Ich ist nicht auffindbar, stellt aber ein Konstrukt dar. Und deswegen leiden wir, denn unsere Art der Wahrnehmung basiert auf einer Täuschung: Wir sehen das Glück, aber dahinter verbirgt sich immer Leid; wir sehen etwas als beständig, was dem Zerfall und dem Untergang geweiht ist, und wir sehnen uns nach einer Zuflucht, nach etwas Festem in der Welt, aber so etwas gibt es nicht. Und unter der schönen Haut kann man etwas Ekeliges finden. Und genau das ist sati: die Dinge so zu sehen, wie sie wirklich sind, ohne die rosa Brille der Illusionen.
    Dazu ein passendes Zitat aus dem Pali-Kanon:


    Zitat
    • Vergängliches für unvergänglich halten: das, ihr Mönche, ist eine Verkehrtheit in der Wahrnehmung, den Gedanken und den Ansichten.
    • Leiden für Glück halten: das, ihr Mönche, ist eine Verkehrtheit in der Wahrnehmung, den Gedanken und den Ansichten.
    • Was ichlos ist, für ein Ich halten: das, ihr Mönche, ist eine Verkehrtheit in der Wahrnehmung, den Gedanken und den Ansichten.
    • Was widerlich ist, für lieblich halten: das, ihr Mönche, ist eine Verkehrtheit in der Wahrnehmung, in Gedanken und in Ansichten.

    A.IV.49 Die vier Verkehrtheiten - 9. Vipallāsa Sutta


    Das ist meine eigene Position, aber keine Bewertung der anderen.

    Also , bitte...:klee:

  • Achtsamkeit: Auf was?

    • Igor07
    • 21. Februar 2026 um 17:12
    Railex:

    Du kannst gerne dein Wissen und deine Erfahrungen mit einfließen lassen, aber vielleicht gelingt dir dies auch ohne Bewertungen, ob man sich ein Tun deiner Meinung nach "sparen" könnte, bzw. etwas "neu erfinde"

    Railex


    Das war überhaupt nicht anmaßend gemeint, denn ich schätze diesen Autor sehr und habe sehr viel von ihm gelesen.
    Über meine eigene Praxis rede ich öffentlich nicht, auch nicht über etwas Privates.
    Und diese Reihe von Videos ist gut, sie entspricht dem Buch.
    Alles Gute._()_

  • Wie könnte Wiedergeburt aussehen ?

    • Igor07
    • 21. Februar 2026 um 14:22

    Das ist nicht alles.

    Ich zitiere:


    Zitat

    142TR: gandhabba: eine Gruppe von Halbgöttern, die dem „Himmel der vier großen Könige“ zugerechnet
    werden und als himmlische Musiker gelten.

    Zitat

    142TR: gandhabba: eine Gruppe von Halbgöttern, die dem „Himmel der vier großen Könige“ zugerechnet
    werden und als himmlische Musiker gelten.

    Halbgötter, oder himmlische Musikanten, das sind Wesen, also Seelen, egal aus welchem Stoff sie bestehen.


    https://tivagaro.de/wp-content/uploads/BuddhadhammaDigital.pdf

  • Wie könnte Wiedergeburt aussehen ?

    • Igor07
    • 21. Februar 2026 um 13:48

    Also noch einmal. In dem kleinen Büchlein von Hans Wolfgang Schumann lese ich über diesen Begriff: „Die Seele nach dem Tod vor ihrer Wiedergeburt“.

    Weiter folgt der Hinweis auf die Upanishaden.

    Und der Autor merkt selbst an, dass der Buddha einst der Schüler von Uddaka Rāmaputta war, also vor dem Erwachen.

    Und das ist echt verwirrend und irreführend, denn Anālayo widerspricht, wie sich selbst , der ganzen grundlegenden Idee der bedingten Entstehung. Wenn es um das Wesen, also ātman aus den Upanishaden geht, dann wäre es folglich kein Buddhismus.

    Also er wollte weitere Nachweise, so wie wissenschaftliche Beweise für Wiedergeburt liefern, im großen Buch, aber Wiedergeburt nachzuweisen macht absolut keinen Sinn, betont sehr ausdrücklich P. A. Payutto.

    Englisch oder Deutsch, das lässt sich nicht leugnen: Der Begriff widerspricht dem Theravāda und geht eindeutig von atta aus. Also Seele.


    https://www.wisdomlib.org/definition/gandhabba

    Zitat

    Gandhabbā, (f.) music, song J.II, 254; VvA.139; Miln.3; °ṃ karoti to make music J.II, 249; III, 188. (Page 244)

    — or —

    Gandhabba, (Vedic gandharva) 1. a musician, a singer J.II, 249 sq.; III, 188; VvA.36, 137.—2. a Gandharva or heavenly musician, as a class (see °kāyika) belonging to the demigods who inhabit the Cātummahārājika realm D.II, 212; A.II, 39 (as birds); IV, 200 (with asurā & nāgā), 204, 207; cp. S.III, 250 sq.; also said to preside over child-conception: M.I, 265 sq.; Miln.123 sq.

    Und Wikipedia:


    Zitat

    Gandharva (Sanskrit गन्घर्व gandharva m.[1]; Pali gandhabbā) ist in den frühen Schriften der indischen Veden ein mit magischen Fähigkeiten begabtes, niederes Geistwesen, später ein Halbgott (upa-deva), welcher die Geheimnisse des Himmels und der göttlichen Wahrheit kennt und offenbart. In den einzelnen Textsammlungen besitzen die Gandharvas unterschiedliche Fähigkeiten, mit denen sie in der hinduistischen Mythologie überliefert wurden. Sie gelten als Personifizierungen des Sonnenlichts oder haben die Aufgabe, als dienstbare Geister den Soma, den Trank der Götter, zu bereiten und zu beschützen. Nach der buddhistischen Tradition zählen sie zu den Göttern (devas). In den auf Sanskrit verfassten klassischen Epen kommen Gandharvas (anderer Plural Gandharven) in größeren Gruppen zusammen mit ihren weiblichen Gefährtinnen, den Apsaras, als Musiker und Sänger vor.

    Gandharva – Wikipedia
    de.wikipedia.org
  • Achtsamkeit: Auf was?

    • Igor07
    • 21. Februar 2026 um 10:52

    Da gibt es bestimmte Schemata, wie man richtig praktizieren sollte, und zwar entsprechend dem praktischen Ratgeber von Anālayo; warum sollte man das Fahrrad wieder erfinden? Ich verlinke das alles.


    Externer Inhalt www.youtube.com
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  • Achtsamkeit: Auf was?

    • Igor07
    • 20. Februar 2026 um 10:50
    Railex:

    Die 18€ sind für mich sehr wertvoll investiert.

    Ja, das ist eher ein Kommentar, ich habe auch das Buch. Zum ganzen Begriff Sati im Theravada siehe:


    https://www.dhamma-dana.de/files/Dhamma%20Dana/Buecher/analayo/Die_vier_Satipatthanas_in_Studium_und_Praxis.pdf


    https://www.dhamma-dana.de/files/Dhamma%20Dana/Buecher/analayo/Sati_Pali_Lehrreden.pdf


    Der direkte Weg - Satipatthāna


    Satipatthana aus der Perspektive des frühen Buddhismus


    Satipatthana-Meditation Ein Praxisleitfaden

  • Zitate aus dem Theravada

    • Igor07
    • 19. Februar 2026 um 19:34

    "Durch Interesse und Erforschen entsteht Weisheit. Bemühen allein, ohne Weisheit – so wie die Menschen es im Allgemeinen verstehen – ist mit angespannter Aktivität verbunden, weil das Bemühen in der Regel von Verlangen, Ablehnung und Verblendung motiviert ist. Bemühen mit Weisheit aber ist ein heilsamer Wunsch zu wissen und zu verstehen, was im Geist erscheint, ohne eine Präferenz in Bezug auf das Ergebnis zu haben."


    "Weisheit kultivieren bedeutet Ergründen. Es ist der Wunsch danach, zu verstehen. Sobald das Interesse am Erforschen entsteht, ist der Geist nicht mehr in das Geschehen involviert und nimmt eine objektive Sichtweise ein. Sobald wir aber ein selbstbezogenes Interesse an den Ergebnissen unseres Ergründens haben, können wir die Dinge nicht mehr so sehen, wie sie sind. Verstehen zu wollen ist Weisheit. Ein Ergebnis zu wollen ist Gier."


    Tricycle, The Buddhist Review, Winter 2007, The Wise Investigator, Sayadaw U Tejaniya explains how taking an interest in life as it is can lead to liberation. By James Shaheen.

  • Achtsamkeit: Auf was?

    • Igor07
    • 19. Februar 2026 um 18:33
    Railex:

    Bin gespannt und 18€ ärmer

    Das Geld könntest du dir bestimmt sparen.


    DER EINZIGE WEG

  • Wie könnte Wiedergeburt aussehen ?

    • Igor07
    • 18. Februar 2026 um 22:57
    mukti:

    Ach, es geht schon wieder los. Ich kenne weder Beweise, noch Gegenbeweise für die Wiedergeburt. Ich wollte einfach nur darstellen, wie sie aussehen könnte, gemäß dem Titel dieses Threads.

    Da steht doch alles in den von mir verlinkten Artikeln von Anālayo, da war sogar die Rede über sein großes Buch darüber, aber es würde kein konkreter Igor oder Mikti wiedergeboren werden, denn der ganze Prozess ist unpersönlich, also bedingt entstanden, dazu weist die ganze Argumentation eine Schwäche auf, die sogar meine fünfjährige Enkelin nachvollziehen könnte. Bestimmt.


    Hast du das Ganze überhaupt gelesen?


    Siehe hier:


    Zitat

    Der Abstieg in den Mutterleib erfolgt durch die
    Verbindung dieser drei [Bedingungen: Es gibt eine Vereinigung von Mutter
    und Vater, die Mutter ist im Brunstzyklus und der Gandhabba ist
    vorhanden.“20 Der Sinn, diese drei Bedingungen in der Diskussion des
    Assalayana-sutta anzusprechen, ist, dass man nicht sagen kann, zu welcher
    Kaste das Wesen gehört, das geboren werden soll. Dies bildet dann ein
    weitere Argument gegen die brahmanischen Kastenvorstellungen.

    Alles anzeigen

    Also es geht eigentlich um den Einwand gegen die damaligen Kastenvorstellungen. Der Buddha war der Sohn seiner Zeit, diese ganze Argumentation wurde eher nicht als Beweis hinzugefügt, das ist die korrekte Art, den ganzen Prozess zu verstehen.

    Und weiter:


    Zitat

    dazu deuten Hinweise auf den gandhabba in anderen Kontexten eindeutig auf ein
    himmelsches Wesen hin. So wird ein himmlischer Musiker aus dem Gefolge von Sakka in dem
    Sakkapañha-sutta als gandhabba namens Pañcasikha vorgestellt.34 An anderer Stelle steht der Begriff
    gandhabba für himmlische Wesen, die sich von Duftstoffen ernähren.35 Ein gandhabba kann im Meer
    wohnen36 oder am Himmel37 und gehört zu einem Reich, das unterhalb der vier großen Könige
    liegt.38 Solche Passagen spiegeln Vorstellungen vom gandhabba als einem himmlischen Wesen wider,
    die offensichtlich vorbuddhistischen Ursprungs sind.39

    Alles anzeigen

    Das ist doch die billigste Art des primitiven Mystizismus, eher für Kinder, wenn sie die Eltern fragen, wie ich geboren wurde, das stimmt.

    Weiter würde ich hier nicht mehr posten. Denn du wie ich haben recht, es anders zu sehen.

    Himmlischer Musikant, Lola, da erzähle ich ...

    Gute Nacht.:tee::party::taube:

  • Wie könnte Wiedergeburt aussehen ?

    • Igor07
    • 18. Februar 2026 um 19:04
    mukti:
    Igor07:

    Wenn ich sterbe, welcher Wille sollte dann zurückbleiben?

    Es bleibt kein Wille zurück, der Wille setzt das Dasein in einer anderen Form fort.

    Genau das meinte ich im Sinne von Schopenhauer. Wille als cetanā erschafft Karma. Aber kein Dasein nach dem Tod, denn es gibt keine Skandhas mehr. Oder man sollte als Prämisse anerkennen, dass der Geist zuerst war. Es würde sehr vielen Sutren widersprechen, denn Nāma-Rūpa und Bewusstsein sind zugleich beide reziprok bedingt. Und das würde der Goldenen Mitte oder dem Mittleren Weg genau entsprechen.


    Tut mir leid, ich bin kein Mystiker und glaube an kein himmlisches Wesen, das beide Eltern aussucht. Das ist nicht für mich. + Regen-Götter, und weiß noch nicht alles... ;)


    Jedem das Seine, alles Gute._()_

  • Wie könnte Wiedergeburt aussehen ?

    • Igor07
    • 18. Februar 2026 um 15:28

    Das ist der Widerspruch, eigentlich. Denn das Dasein besteht aus diesen Daseinsgruppen. Wenn ich sterbe, welcher Wille sollte dann zurückbleiben? Das ist etwas im Sinne von dem blinden Willen nach Schopenhauer, aber ich bezweifle, dass damit das Problem meines eigenen, eher eigentlichen Daseins im Sinne von M. Heidegger gelöst würde.

    Dann sollte ich zulassen, dass das Bewusstsein zuerst war, dann die ganze Materie als die Nebenerscheinung, so wie Panpsychismus, etwas nach D Chalmers.

    So auch mit dem Artikel von Anālayo. Bei allem Respekt erscheint dieser himmlische Musikant eher lächerlich, wenn alle Skandhas mit meinem Tod erlöschen.

    So bleiben zurück nur Analogien, wie mit der Kerze, die immer anders brennt. Nāṇavīra spottet , dass es nicht möglich ist, sogar einmal einen Fluss überqueren, so sagte ein Schüler von Heraklit.

    Ohne das himmlische Wesen aus den Veden via Atman geht es kein weiteres Dasein.

  • Wie zuverlässig ist die sogenannte „Drei-Leben-Theorie“ im Theravāda-Buddhismus?

    • Igor07
    • 18. Februar 2026 um 11:32
    Qualia:

    Es gibt Wahrheit nur in der Gegenwart, die vergangene ist nicht mehr, die zukünftige ist noch nicht.

    Genau darum geht es.

    Der Buddha lebte in der Zeit, in der Karma und Wiedergeburt wie selbstverständlich waren, sie waren in die damalige Kultur eingebettet.

    Diese Schnittstelle zwischen Zeit und Ewigkeit befindet sich immer im Jetzt, denn die Zeit stellt ein Konstrukt dar. Eigentlich.

    Dukkha aber ist auf allen Ebenen oder in diesen Gliedern anwesend, die Beziehung ist also strukturell, aber nicht zeitlich.

    So habe ich Ñāṇavīra verstanden.


    Siehe hier:


    Zitat

    Das Buddha-Dhamma findet sich weder im Voranschreiten, noch im Zurückgehen, noch im Stillstehen. Dies … ist dein Ort des Nicht-Verweilens.
    Ajahn Chah, Zitat aus Die Insel (2021)

    Und:


    Zitat

    Oder wie Hui Neng sagte:
    In diesem Moment ist nichts, das beginnt zu sein.In diesem Moment ist nichts, das aufhört zu sein.In diesem Moment also, gibt es weder Geburt noch Tod, die beendet werden müssten.13
    „Aufhören des Werdens“ bedeutet keinen kompletten Stillstand. Es bedeutet nicht, dass wir aufhöfhöören zu atmen oder dass wir mitteen in der Bewegung erstarren, als würden wir „Ochs am Berg“ spielen. Dieses „Aufhöfhöören“ bedeutet nicht das Enden von etwas, das in der Zeit existiert. Stattdttedessen ist es das Erkennen der zeitlosen Präsenz, der Soheit (tathatā*), welche dem Fluss der Wahrnehmungen zugrunde liegt – das Erkennen des Raumes innerhalb dessen jede Wahrnehmung, jedes Gefühl, jeder Gedanke, jede Auswahl und jede Handlung stattfinttefinnden.

    So-heit, die Dinge so zu sehen, wie sie wirklich sind, immer im Jetzt,


    Das ist die Quelle:


    Auf den Geist kommt's an
    2022

    Ajahn Amaro


    https://muttodaya.org/books/auf_den_geist_kommts_an.pdf

  • Wie zuverlässig ist die sogenannte „Drei-Leben-Theorie“ im Theravāda-Buddhismus?

    • Igor07
    • 18. Februar 2026 um 10:55
    Qualia:

    wurden in zwölf Begrifflichkeiten die vier Wahrheiten wohl geläutert, von Verunreinigungen gereinigt.

    Na ja, nicht immer zwölf Glieder, es gibt eine kurze Version, zum Beispiel:


    Zitat

    3. "Infolge des Sehens und der (sichtbaren) Formen entsteht das Bewußtsein des Sehens. Die Verbindung der drei ist die Berührung. Aus der Berührung als Ursache entsteht die Empfindung; aus der Empfindung als Ursache entsteht der Durst usw. usw. Auf solche Art kommt der Ursprung der ganzen Masse des Leidens zustande.


    4-8. Infolge [136] des Hörens und der Töne usw. usw. - infolge des Riechens und der Gerüche usw. usw. - infolge des Schmeckens und der Geschmäcke usw. usw. - infolge des Fühlens und der fühlbaren Gegenstände usw. usw. - infolge des Denkens und der Dinge entsteht das Bewußtsein des Denkens. Die Verbindung der drei ist die Berührung. Aus der Berührung als Ursache entsteht die Empfindung; aus der Empfindung als Ursache entsteht der Durst usw. usw. Auf solche Art kommt der Ursprung der ganzen Masse des Leidens zustande.


    9. Infolge des Sehens und der (sichtbaren) Formen entsteht das Bewußtsein des Sehens. Die Verbindung der drei ist die Berührung. Aus der Berührung als Ursache entsteht die Empfindung; aus der Empfindung als Ursache entsteht der Durst. Aus dem restlosen Verschwinden aber und der Aufhebung eben dieses Durstes folgt Aufhebung des Erfassens; aus der Aufhebung des Haftens folgt Aufhebung des Werdens; aus der Aufhebung des Werdens folgt Aufhebung der Geburt; durch Aufhebung der Geburt werden Alter und Tod, Schmerz, Kummer, Leid, Betrübnis und Verzweiflung aufgehoben. Auf solche Art kommt die Aufhebung der ganzen Masse des Leidens zustande.


    10-14. Infolge des Hörens und der Töne usw. usw. - infolge des Riechens und der Gerüche usw. usw. - infolge des Schmeckens und der Geschmäcke usw. usw. - infolge des Fühlens und der fühlbaren Gegenstände usw. usw. - infolge des Denkens und der Dinge entsteht das Bewußtsein des Denkens. Die Verbindung der drei ist die Berührung. Aus der Berührung als Ursache entsteht die Empfindung; aus der Empfindung als Ursache entsteht der Durst. Aus dem restlosen Verschwinden aber und der Aufhebung eben dieses Durstes folgt Aufhebung des Erfassens; aus der Aufhebung des Erfassens folgt Aufhebung des Werdens; aus der Aufhebung des Werdens folgt Aufhebung der Geburt; durch Aufhebung der Geburt werden Alter und Tod, Schmerz, Kummer, Leid, Betrübnis und Verzweiflung aufgehoben. Auf solche Art kommt die Aufhebung der ganzen Masse des Leidens zustande."


    15. Zu dieser Zeit aber stand nun da ein Bhikkhu, dem Erhabenen zuzuhören.


    16. Es sah nun der Erhabene den Bhikkhu, der dastand, zuzuhören, und wie er den Bhikkhu gesehen, sprach der Erhabene also: "Hast du, o Bhikkhu, diese Lehrdarlegung gehört?" - "Ja, Herr!"


    17. "Lerne du, o Bhikkhu, diese Lehrdarlegung; eigne dir, o Bhikkhu, diese Lehrdarlegung an. Zum Segen gereicht (atthasamhita), o Bhikkhu, diese Lehrdarlegung, sie führt ein in den heiligen Wandel (ādibrahmacariyaka)."

    Alles anzeigen

    S.12.45. Nātika - 5. Ñātika Sutta


    Sogar Kontakt allein ist schon paticcasamuppāda, wie es Ajahn Buddhadasa merkt.


    Ich denke inzwischen, wenn alle diese Glieder im Jetzt verlaufen , dann wird die ganze Angelegenheit mit der Wiedergeburt passé.

  • Wie zuverlässig ist die sogenannte „Drei-Leben-Theorie“ im Theravāda-Buddhismus?

    • Igor07
    • 17. Februar 2026 um 23:38

    Inzwischen habe ich im Pali-Kanon auf bemerkenswerte und denkwürdige Stelle gestoßen. Nach seinem Erwachen habe der Buddha seinen ehemaligen fünf Asketen die Lehre erklärt. Das weiß jeder eigentlich, es steht in allen Biografien und ist bestimmt nichts Neues. Aber der Buddha wiederholt drei Mal, dass sie – also ich zitiere:


    Zitat

    Hört zu, ihr Asketen: die Todlosigkeit ist erlangt worden. Ich belehre [euch], ich zeige [euch] die Lehre. Wenn ihr euch entsprechend des Gelehrten verhaltet, dann verweilt ihr schon bald in dieser unübertroffenen Vervollkommnung des Rein­heitswandels, für welchen Zweck edle Söhne vom Haus in die Hauslosigkeit ziehen, sie selbst erfahrend und verwirklichend und das noch in diesem gegen­wärtigen Leben.“ Jetzt [erst] hatte der Erhabene die fünf Asketen überzeugt. Nun schenkten die fünf Asketen dem Erhabenen aufmerksam Gehör und richteten ihren Geist auf die vollkommene Erkenntnis.

    Klar, man kann argumentieren, dass sie alle schon genug Karma in anderen Leben angesammelt haben. Das würde aber rein logisch nicht gelten, denn sie waren doch keine Buddhisten, es waren die Ersten, sie haben wie die zwei ehemaligen Buddhas Lehrer an Atman geglaubt, und dann so plötzlich sofort erwacht? Das würde nicht besonders plausibel klingen. Und der Buddha spricht über keine Wiedergeburt, sondern betont drei Mal, dass diese Befreiung in diesem Leben möglich ist. Und wenn ich all die Geschichten von Mönchen der Waldkloster-Tradition lese, sie haben sich keinen Kopf darüber zerbrochen, was nach dem Tod passieren wird. Das wurde auch schon zitiert. Aber der Tod war für sie allgegenwärtig, wie die Meditation auf die Leichen – das passt doch nicht zusammen für jeden, der vernünftig und selbständig nachdenkt.


    6. Die ersten fünf Mönche

  • Wie zuverlässig ist die sogenannte „Drei-Leben-Theorie“ im Theravāda-Buddhismus?

    • Igor07
    • 17. Februar 2026 um 22:08

    Wer sucht.. Der wird bestimmt finden.


    Zitat

    In der thailändischen Waldtradition wird innere Verwirklichung, in Hinsicht auf Qualifikation für
    Lehrtätigkeit, höher eingestuft als Gelehrsamkeit. Hier ist mir kein einziger Meister bekannt (der im
    Ruf solcher Verwirklichung steht), der DLT lehren würde. Viele der Meister stimmen darin überein, daß
    der Weltling paticcasamuppada nicht versteht (Ñanaviras These) und daß bedingte Entstehung jetzt
    stattfindet. Ajahn Chah zum Beispiel verglich diese Kette, die von der Unwissenheit zum Leiden führt,
    mit dem Sturz von einem Baum. "Tatsächlich sind wir auf dem Weg nach unten an vielen Ästen
    vorbeigekommen, aber wir können sie nicht zählen; wir können uns noch nicht einmal daran erinnern,
    an ihnen vorbeigekommen zu sein. Man fällt einfach und schon ist man unten."

    Alles anzeigen

    Mettiko Bhikkhu. ( Kay Zumwinkel).


    Drei-Leben-Theorie. -DLT.


    Mettiko Bhikkhu Paticcasamuppada - eine alternative Annäherung ...
    Mettiko Bhikkhu Paticcasamuppada - eine alternative Annäherung ...
    www.yumpu.com


    Und es stimmt absolut:


    Zitat

    Nun, Objekte in unseren Häusern oder unseren Obstgärten sind noch ein

    wenig zu weit weg. Schauen wir uns direkt an, wie wir hier sitzen. Wir

    bestehen aus den fünf Daseinsgruppen und den vier Elementen. Diese

    sankhāra werden als Selbst bezeichnet. Seht ihr diese sankhāra und diese

    Vermutungen so, wie sie wirklich sind? Wenn ihr ihre Wahrheit nicht seht,

    folgt daraus „Werden“, die Freude oder die Niedergeschlagenheit über die

    fünf khandha, und wir erleben Geburt mit all den daraus resultierenden

    Leiden. Diese Wiedergeburt geschieht gerade jetzt, in der Gegenwart. Das

    Glas ist nicht zerbrochen und wir erfreuen uns daran. Aber wenn es

    zerbricht, sind wir sofort verärgert. So geschieht es, wenn man ohne jede

    Kontrolle durch Weisheit verärgert oder glücklich ist. Man trifft nur auf

    Zerstörung. Ihr müsst nicht lange suchen, um das zu verstehen. Wenn

    ihr eure Aufmerksamkeit hier konzentriert, wisst ihr, ob es „Werden“

    gibt oder nicht.

    Alles anzeigen

    "Der Weg in die Freiheit", Dhammapala Verlag, Kandersteg 1996


    Ajahn Chah - Der Weg in die Freiheit

  • Wie könnte Wiedergeburt aussehen ?

    • Igor07
    • 17. Februar 2026 um 18:02
    mukti:

    Dann kann ja in diesem Thread jeder seine Interpretation posten:

    Aber wie heißt der ganze Faden? Na gut. Ich poste sehr feine Analyse woanders. Kein Problem damit.


    Monikamarie:

    Es ist aber nicht mehr derselbe Strom. So wie das Wasser im Fluss auch nicht dasselbe ist wie einen Moment zuvor, als ich mit den Füßen drin war

    Sehr gut erfasst, liebe Monika:


    Zitat

    «Sagen wir, o König, ein Mann zündet eine Lampe an. Würde wohl diese Lampe die ganze Nacht hindurch brennen?»

    «Gewiß, o Herr!»

    «Wie aber, o König: ist die Flamme in der ersten Nachtwache dieselbe wie die Flamme in der mittleren, und die Flamme in der mittleren Nachtwache dieselbe wie die Flamme in der letzten?»

    «Gewiß nicht, o Herr.»

    «Dann brennt wohl, o König, eine Lampe in der ersten Nachtwache, eine andere in der mittleren und wieder eine andere in der letzten Nachtwache?»

    «Das nicht, o Herr! Denn das Licht war während der ganzen Nacht abhängig von ein und derselben Lampe.»

    «Genau in derselben Weise, o König, schließt sich die Kette der Erscheinungen (Oder: "die Kontinuität der Daseinsvorgänge" dhamma-santati) aneinander. Eine Erscheinung entsteht, eine andere schwindet. Dies verläuft als gäbe es kein Vorher oder Nachher. Daher ist (das Kind) nicht dasselbe (wie der Erwachsene), aber ist auch kein anderer. In (seinem) früheren Bewußtsein ist das spätere Bewußtsein einbegriffen.»

    Alles anzeigen

    Mil. 2.2.1. Wiedergeburt 

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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