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  1. Buddhaland Forum
  2. Igor07

Beiträge von Igor07

  • Zum Theravada im eigenem Hause

    • Igor07
    • 1. März 2026 um 09:59
    Railex:

    Also für mich ist es sehr entscheidend, dass es den historischen Buddha gegeben hat

    Das kann sein:


    Zitat

    Ganz gleich, ob Tath¯agatas erscheinen oder nicht, dieses Prinzip der spezifischen
    Bedingtheit ist konstant, gewiss und ein Gesetz der Natur.

    Und:


    Zitat

    Einer, der bedingte Entstehung sieht, sieht das Dhamma; einer, der das
    Dhamma sieht, sieht bedingte Entstehung.

  • Zum Theravada im eigenem Hause

    • Igor07
    • 28. Februar 2026 um 21:23
    Railex:

    Ich lese lieber die Arbeiten von Hans Wolfgang Schumann zum historischen Buddhismus.

    Railex
    H. W. Schumman argumentiert in zwei( wenn nicht mehr!) Büchern, dass das Bewusstsein in den Leib der schwangeren Mutter hinabtaucht/,Gandhabba/ damit er widerspricht der reziproken und gleichzeitigen Bedingtheit von Nāma Rūpa und Bewusstsein. Dann erklärt er den ganzen Mechanismus wie im traditionellen Modell mit drei Leben, und hier landen wir schon bei Theravada als Thema. Eigentlich.

    Denn den ganzen Pali-Kanon kann man immer woanders interpretieren. So zum Beispiel: Der Begriff „Jāti“ bedeutet die Geburt, aber keine Wiedergeburt, so wie es im buddhistischen Wörterbuch von Nyanatiloka steht.

    Deswegen kann ich nur der Sichtweise von void zustimmen, denn was Kay Zumwinkel (Mettiko Bhikkhu) sagt, würde eher dem entsprechen, was Ajahn Buddhadasa ausführt, aber nicht so, wie es Bhikkhu Anālayo die ganze Angelegenheit betrachtet, und so gibt es keine endgültige Wahrheit wie in der letzten Instanz.

    Am Rande bemerkt, es ist nicht entscheidend, ob der historische Buddha war oder nicht. Denn die bedingte Entstehung ist sehr kompatibel mit der modernen Wissenschaft, so wie die drei Daseinsmerkmale, aber mit dem Leben nach dem Tod bleibt es reine Hypothese, was voraussetzt, dass das Bewusstsein zuerst war, aber die Materie als die Nebensache erscheint, was kein ernster Wissenschaftler hinterfragen würde.

  • Die andere Sichtweise

    • Igor07
    • 28. Februar 2026 um 20:46
    Zitat

    Du wirst herausfinden, dass dich tausend Fragen und die Kenntnis vieler Systeme nicht zur Wahrheit bringen. Schließlich wird es dich langweilen. Du wirst erkennen, dass du nur dann, wenn du mit all dem aufhörst und deinen eigenen Geist untersuchst, herausfinden kannst, wovon der Buddha sprach. Es gibt keinen Grund, außerhalb von dir selbst zu suchen. Schließlich musst du zurückkehren, um deiner eigenen, wahren Natur ins Gesicht zu sehen. Da ist es, wo du Dhamma begreifen kannst.

    Ajahn Chah

    Das ist wieder ein sehr schönes Zitat. Aber dann kapiere ich nicht, warum es solche blutigen Schlachten mit harten Bandagen gibt, was diese Wiedergeburt betrifft, denn ist es nicht möglich, sie weder nachzuweisen noch zu widerlegen, plus dazu will gerade dieser Meister darüber nicht einmal sprechen. Noch mehr, er spricht genau so wie Ajahn Buddhadasa. Aber der hatte nur an dieses einzige Leben geglaubt, dann nur Sarg, Punkt.


    So:


    Zitat

    Wenn anatta vollständig verstanden wurde, gibt es kein dukkha mehr. Wenn es kein atta gibt, wird dukkha nicht mehr geboren. Deshalb lehrte er das Erlöschen von dukkha, das heißt, er lehrte diese Sache mit dem Nicht-Selbst. Die Lehre von anatta ist grundlegend für das Ende von dukkha. Diskussionen darüber, ob es Wiedergeburt gibt oder nicht, sind Zeitverschwendung. Ob "es" geboren werden wird oder nicht, diese unerledigte Angelegenheit des Löschens von dukkha bleibt nach wie vor bestehen. Deshalb ist es ist besser, stattdessen über das Erlöschen von dukkha zu sprechen. Dieses Erlöschen von dukkha ist die Erkenntnis der Tatsache, dass es kein atta gibt, ist das Verständnis, dass alles anatta ist.

    Die Quelle:


    https://www.dhamma-dana.de/files/Dhamma%20Dana/Buecher/buddhadasa/Buddhadasa_Bhikkhu-Anatta_und_Wiedergeburt.pdf

  • Zum Theravada im eigenem Hause

    • Igor07
    • 28. Februar 2026 um 19:52
    Railex:

    Natürlich ist das nur meine "private" Meinung, ebenso wie die Meinung von Herrn Zimmermann und die von Igor07.

    Ich bin aber null Komma null, um mich mit dem Professor Michael Zimmerman zu vergleichen, denn er ist der echte Profi, nicht wir alle.


    Wiki:

    Zitat

    Er studierte klassische Indologie, Tibetologie und Japanologie in Kyoto, Tokyo und an der Universität Hamburg (Magisterarbeit: The Nine Illustrations of the Buddha-Nature in the Tathagatagarbhasutra) und promovierte 2000 mit einer Arbeit zum Ursprung der Lehre von der Buddhanatur in Indien. Er arbeitete für das Nepalese-German Manuscript Preservation Project der Deutschen Forschungsgemeinschaft in Hamburg und Kathmandu, wo er von 2002 bis 2003 auch das Nepal Research Center leitete. Nach vier Jahren als Assistant Professor im Department of Religious Studies der Universität Stanford und als Direktor des Stanford Center for Buddhist Studies wurde er im Jahre 2007 als Professor für indischen Buddhismus ans Asien-Afrika-Institut in Hamburg berufen.

    Seine Forschungsinteressen sind indische Mahayana-Buddhismus in all seinen Ausdrucksformen (textgeschichtliche Erforschung basierend auf den kanonischen Überlieferungssprachen in Indien, Tibet und China), buddhistische Ethik wie z. B. dem Verhältnis des Buddhismus zu Staatsführung und Gewalt und moderne Entwicklungen in asiatischen und westlichen Formen des Buddhismus.

    Also, bitte..,


    Siehe auch hier:


    Prof. Dr. Michael Zimmermann


    Alles Gute!


    P.S. Wenn du so perfekt nur alle diese Sprachen beherrschen könntest, wenigstens, tja...

    Bescheiden zu sein schadet niemandem.

    Siehe nur wenigstens alle seine Arbeiten auf der Uni-Seite.:like:

  • Zum Theravada im eigenem Hause

    • Igor07
    • 28. Februar 2026 um 19:23
    Railex:

    Seltsames Interview und Behauptung von Zimmermann, dass die ganze Lebensgeschichte von Buddha Fiktion sei.

    Das ist bitte nur deine Private Meinung.

    Siehe hier:


    Zitat

    Ich möchte gleich eine Schlüsselfrage stellen: Gibt es den Buddhismus?

    Eigentlich nicht, oder? Mit dieser Frage beginne ich auch immer meine Vorträge. Den Buddhismus gibt es gar nicht! Man muss immer konkret sein, über welche Zeit und über welche geografische Region man sprechen will.

    Den Buddhismus gibt es gar nicht


    Und weiter:


    Zitat

    Ich bin sehr skeptisch, ob man wirklich herausfinden kann, was der Buddha, wer auch immer er war, gesagt hat. Hat er überhaupt existiert? Wir wissen es nicht. Ich hörte einmal einen Mönch in Sri Lanka sagen: „This comes from the golden lips of our Lord Buddha“, „Dies kommt aus dem goldenen Mund unseres Herrn Buddha“. Da dachte ich mir: ‚Na ja, jetzt sage ich lieber nichts, weil ich seine religiösen Gefühle nicht verletzen will.‘ An den Buddha kommen wir nicht mehr heran und auch nicht an die früheste Gemeinde.

  • Der Buddha als Mensch?

    • Igor07
    • 28. Februar 2026 um 17:19
    Anna Panna-Sati:

    Findest du es, lieber Igor07 , nicht auch bemerkenswert, dass im Palikanon diese, teilweise (aus heutiger Sicht) fatalen, "Fehler" (Frauenfeindlichkeit, Nicht-Voraussehen eines Massensuizids, etc.) so ausführlich geschildert werden und nicht etwa vertuscht wurden, um z.B. Buddhas Ansehen als "Unfehlbarer mit magischen Fähigkeiten", nicht zu schaden?

    Ha, liebe Anna Panna-Sati ,wahrscheinlich war es einfach nicht möglich, so viel zu vertuschen, wenn enorm viele Menschen Suizid begangen haben. Aber der Buddha hat alles verschlafen – ach, Entschuldigung, weg-meditiert. Findest du nicht?

    Ernsthaft gesagt, ich finde keine Logik.

    Zum Beispiel diese 32 besonderen Merkmale im Körper.

    Aber es war nicht für alle ersichtlich, für die anderen aber schon.

    Es kommt immer darauf an, wer interpretiert, wer und wie übersetzt, und in welcher Zeit.

    Es wäre sowieso besser, keine Idole zu erschaffen, denn dann als die Folge bekamen wir die Religion als Opium für das Volk, ohne es weiter auszuführen.

    LG.

  • Zum Theravada im eigenem Hause

    • Igor07
    • 28. Februar 2026 um 16:58
    Qualia:

    Also propagandistische Vertretung der eigenen Ideale.

    Aha, und WER?:?: bestimmt diese Ideale?

    Tja, gute Frage:


    Zitat

    Frage: Woher wissen wir denn überhaupt,
    welche Erfahrungen der Buddha
    gemacht hat? Ist nicht im Nachhinein
    viel in ihn projiziert worden?
    Antwort: Natürlich! Die ganze Lebensgeschichte
    des Buddha ist Fiktion.

    LG, von Michael Zimmermann.

    Dateien

    tibu99_9_Michael_Zimmermann_Interview_Heilspragmatik.pdf 1,06 MB – 2 Downloads
  • Das richtige Verständnis der Wiedergeburt im frühen Buddhismus.

    • Igor07
    • 28. Februar 2026 um 15:39
    Mahasi:

    Der Theravada definiert sich nun

    Kay Zumwinkel spricht über die "irrigen" Ansichten (via Ñāṇavīra Thera), ich wiederhole es nur, aber ich frage mich: Hast du überhaupt das letzte Buch von Mettiko Bhikkhu gelesen? Du zitierst mich aber sehr fleißig, immer aus dem Kontext gerissen, also viel Spaß weiterhin. Ich würde auf deinen Faden antworten, aber nicht sofort.


    P.S.


    Und apropos, das ist echt, wie ich woanders geschrieben habe: die Methoden der Manipulation im virtuellen Raum, denn du zitierst mich sehr absichtlich, ohne den Zugang zum konkreten Kontext. Bin ich Zenny, wer hier moderiert, usw., usf. Aber es geht um sogenannte Modelle im Visuddhimagga, und wie irreführend sie sind, kann man sogar in drei Bänden über Nibbāna nachlesen: Nibbāna – Der Vollkommene Friede.Hier Also geht es nicht und niemals darum, dass ich den konkreten User beleidigt oder verletzt habe, sondern um die grundlegende Diskussion. Und das sind sehr verschiedene Schuhe, mein Lieber. Schönen Tag noch.:)

  • Zum Theravada im eigenem Hause

    • Igor07
    • 28. Februar 2026 um 15:09

    Mahasi .

    Du kannst gerne, wie Ajahn Chah, so auch Ajahn Sumedho widersprechen. Wahrscheinlich sind die alle kein Theravada für dich. Bitte schön.


    Zitat

    Denke bloß nicht, dass paṭiccasamuppāda eine komplizierte Theorie über die „drei Leben“ oder das „gleichzeitige Entstehen“ ist, an die du glauben müsstest. Wir möchten damit keine rein intellektuellen Prozesse anregen. Wir benutzen den Verstand, um die Wirklichkeit dieses Augenblicks zu betrachten, um zu ihr zu erwachen. Dabei geht es um die Erkenntnis des Aufhörens – um die Wirklichkeit dieses Augenblicks, in dem alle Zustände aufhören. Das Aufhören, nirodha, ist so. Wenn das Leiden aufhört, wenn das Selbst aufhört, wenn es kein Anhaften mehr gibt – was dann? Wenn alles aufhört, was bleibt dann noch übrig? Es bleibt Bewusstsein. Das Aufhören ist genau so, mit achtsamer Weisheit und Bewusstsein in diesem gegenwärtigen Augenblick, hier und jetzt.

    Band 5 der Anthologie: Das Rad der Wahrheit — FOREST SANGHA
    Dieses Buch ist der fünfte Band innerhalb einer Fünfersammlung, die erstellt wurde, um das Leben und Wirken Ajahn Sumedhos anlässlich seines 80. Geburtstages…
    www.forestsangha.org
  • Zitate aus dem Theravada

    • Igor07
    • 28. Februar 2026 um 14:55

    Das Ziel der buddhistischen Meditation ist Nibbána. Wir versuchen, uns in
    Richtung des Friedens von Nibbána zu wenden und weg von den
    Verwicklungen im Bereiche der Sinne und den endlosen Kreisläufen der
    Gewohnheit. Nibbána ist ein Ziel, das in diesem Leben verwirklicht werden
    kann, wir brauchen nicht erst zu sterben, um herauszufinden, ob es wirklich
    existiert.


    Erkenntnis geschieht jetzt
    von
    Ajahn Sumedho


    http://www.dhammatalks.net/German/Ajahn_Sumdeho-Erkenntnis_Geschieht_Jetzt.pdf

  • Zum Theravada im eigenem Hause

    • Igor07
    • 28. Februar 2026 um 13:07
    mukti:

    Je nach Fähigkeit und Bemühung gelangt man zu Erkenntnissen und Leidbefreiung. Im Theravada ist die Lehre des Buddha so weit erhalten, dass sich sogar die höchste Wahrheit verwirklichen und die vollkommene Befreiung erreichen lässt, davon bin ich überzeugt.

    Das Wort „Verwirklichen“ suggeriert schon, dass man etwas erlangen oder erreichen sollte.

    Aber reicht es nicht aus, einfach nicht mehr „angreifen“ und die Dinge so zu sehen, wie sie wirklich sind?

    Schaue hier:


    Zitat

    Es gibt jene, die dies in Achtsamkeit erkannt haben und vollständig
    hier und jetzt abgekühlt sind. Sie werden nicht zu Sklaven, die für Māra
    den Tod arbeiten, sie werden seiner Macht nicht mehr unterworfen.“
    ~ Sn 1092-51, (Ven. Saddhatissa trans.)

    Also, in dieser Art der Übersetzung spricht man über „Hier und Jetzt“. Und das ist die Waldkloster-Tradition, die du, mein lieber mukti, so viele Jahre überall zitierst. Das ist deine Tradition, wenn ich recht erinnere.

    Weiter lese ich im Buch:


    Zitat

    Nibbāna ist also kein Etwas, das man finden kann. Es ist
    der Ort der „Nicht-Etwasheit“, ein Ort des Nicht- Besitzens, ein Ort des Nicht-
    Anhaftens. Es ist ein Ort, wie Ajahn Chah sagte, an dem man die „Realität des
    Nicht-Ergreifens“ erfährt.

    So Ajahn Sumedho,


    S. 19,


    DIE INSEL
    Eine Anthologie der Lehren des Buddha über Nibbana
    Herausgegeben und kommentiert von
    Ajahn Pasanno & Ajahn Amaro


    https://www.dhamma-dana.de/files/Dhamma%20Dana/Buecher/amaro/Die%20Insel-Web.pdf


    Bücher - Dhamma Dana


    P.S .

    Die Autoren der Anthologie zitieren sehr viele Meinungen, von Zen bis säkularem Buddhismus. Es gibt kein Theravada wie aus einem Guss, also ist die Toleranz und wohlwollende Haltung für sie wie selbstverständlich.

  • Der Buddha als Mensch?

    • Igor07
    • 28. Februar 2026 um 12:27
    Wetering:

    Es gibt eine Geschichte von Buddha, in der er von jemandem gefragt wird "Bist du ein Gott?", "Bist du ein Zauberer?" und er das jeweils verneint.

    Auf die Frage, was er denn dann sei, antwortet Buddha: "Ich bin erwacht."

    Es war ein wandernder Asket, Upaka, aber der Buddha hatte ihn nicht überzeugt, also war er dann echt schlau geworden und hatte bei den fünf ehemaligen Gefährten schon eine analytische und ausdifferenzierte, gezielte Methode der Darlegung der Lehre benutzt.


    Zitat

    „Wer bist du Freund? Dein Gesicht ist klar und rein, deine Haltung
    eindrucksvoll und gelassen. Sicher hast du eine große Wahrheit
    entdeckt. Wer ist dein Lehrer, Freund, und was hast du entdeckt?“
    Der gerade erwachte Buddha antwortete: „Ich bin ein Allesüberwinder,
    ein Allwissender. Ich habe keinen Lehrer. In der ganzen Welt bin ich
    allein vollkommen erleuchtet. Es gibt keinen, der mich das gelehrt
    hätte – durch eigene Anstrengung habe ich es erreicht.“
    „Willst Du behaupten, dass du Geburt und Tod besiegt hast?“
    „Tatsächlich bin ich ein Sieger; und nun gehe ich nach Benares um in
    der blind gewordenen Welt die Trommel der Todlosigkeit zu schlagen.“
    „Möge es so sein“, sagte der Asket Upaka, schüttelte den Kopf, nahm
    einen Seitenweg und ging fort.“
    ~ MV 1.6

    Alles anzeigen

    Ha … „Möge es so sein“, aber dann ging er einfach so fort.

    Für mich hier ist echt bemerkenswert, dass der Buddha keine übernatürlichen Kräfte benutzt hätte, um diesen Asketen zu überzeugen. Gut zu wissen.

  • Das richtige Verständnis der Wiedergeburt im frühen Buddhismus.

    • Igor07
    • 27. Februar 2026 um 21:13

    Kurz zum Thema: Die Waldkloster-Tradition kümmert sich nicht darum, was nach dem Tod passiert. Also hat Mettiko Bhikkhu recht. Sehen wir:


    Zitat

    Die Anhaftungen die wir haben, auch an guten Dingen wie dem Buddhismus,
    können auch als Anhaftungen die uns blenden gesehen werden. Das bedeutet
    nicht, dass wir den Buddhismus loswerden müssen. Wir müssen einfach nur
    Anhaften als Anhaften erkennen, und dass wir es selbst aus Unwissenheit
    erzeugen. Indem wir darüber reflektieren, verliert sich die Tendenz zum Anhaften, und die Realität des Nicht-Anhaftens, des Nicht-Ergreifens, offenbart
    sich in dem, was wir als Nibbāna bezeichnen können.
    Wenn wir es auf diese Weise betrachten, ist Nibbāna Hier und Jetzt. Es ist
    nicht eine Errungenschaft in der Zukunft. Die Realität ist hier und jetzt. Es ist so
    extrem einfach, aber unbeschreiblich. Es kann nicht übertragen oder vermittelt
    werden, es kann nur von jedem für sich selbst erkannt werden.

    Alles anzeigen

    Und das sagt Ajahn Sumedho. Also keine metaphysische Spekulation über diese Wiedergeburt, sondern die Dinge so sehen, wie sie wirklich sind. Ohne Brille oder direkt, so wie Ajahn Chah es ausdrückte.

    Im Buch „Alles entstehend, alles vergehend“, in dem gerade über diesen Meister geschrieben wird, habe ich kein Wort über die Wiedergeburt gefunden, sondern dass sie im Hier und Jetzt durch die Identifikationen und angreifen passiert.:shrug:


    https://www.dhamma-dana.de/files/Dhamma%20Dana/Buecher/amaro/Die%20Insel-Web.pdf


    Alles entstehend, alles vergehend
    Reflexionen über Vergänglichkeit und das Ende vom Leiden Paperback, 160 Seiten, ISBN: 978-3-945224-02-1  AJAHN CHAH wurde für seine Art bewundert, wie er die…
    buddhareden.de
  • Der Buddha als Mensch?

    • Igor07
    • 27. Februar 2026 um 20:36
    Samadhi1876:

    „Was nur“…


    Hält davon ab…

    Als der junge kerngesunde Prinz Siddhartha den Tod gesehen hatte, war es sein eigener Tod, es war seine eigene Leiche. Das war kein MAN da draußen. Es war er selbst. Und das unterscheidet uns von ihm. Der normale Mensch verdrängt die Gedanken über den Tod, alle herum können sterben, aber nicht ich. Er rationalisiert diese Angst oder entwickelt die Symptomatik der Übertragung, so etwa kleine Phobien, als Schutzmechanismus.

    Der Prinz wollte es nicht, und ich denke, das ist normal, aber nicht das, was in der modernen Gesellschaft als Norm akzeptiert ist.

  • Zitate aus dem Theravada

    • Igor07
    • 26. Februar 2026 um 22:11

    „Da, Moggallāna, hat ein Mönch gelernt: Kein Ding ist wert,
    dass man daran haftet. Hat nun der Mönch dies gelernt, so erkennt
    er jedes Ding direkt. Hat er jedes Ding direkt erkannt, so durchschaut
    er jedes Ding. Wenn er dann so jedes Ding durchschaut hat und er
    dann irgendein Gefühl empfindet, sei es erfreulich, leidig oder weder
    erfreulich noch leidig, so weilt er bei diesen Gefühlen in der Betrachtung
    ihrer Vergänglichkeit, in der Betrachtung ihrer Aufhebung und in der
    Betrachtung der Loslösung von ihnen. In solcher Betrachtung der
    Gefühle verweilend hängt er an nichts mehr in der Welt. An nichts
    mehr hängend, erzittert er nicht mehr; nicht mehr erzitternd erreicht
    er eben aus sich selber heraus das Nibbāna.“


    ~ A 7.58 (Nyanaponika Thera & Bhikkhu Bodhi)

  • Zitate aus dem Theravada

    • Igor07
    • 26. Februar 2026 um 12:15

    "Warum üben wir? Weil wir Wiedergeburt, einen
    anderen Daseinszustand suchen, weil wir etwas erreichen wollen. Wenn
    wir nicht bekommen, was wir wollen, dann wollen wir nicht weiter praktizieren – genau wie die Brahmanen, die ihre Opfer bringen. Wir tun es aus
    Begehren.
    So etwas hat der Buddha nicht gelehrt. Die Kultivierung der Praxis dient
    dem Aufgeben, dem Loslassen, dem Anhalten, dem Entwurzeln. Ihr übt
    nicht, um in einen bestimmten Zustand wiedergeboren zu werden."


    von Ajahn Chah

  • Das richtige Verständnis der Wiedergeburt im frühen Buddhismus.

    • Igor07
    • 26. Februar 2026 um 11:42

    Eigentlich mit einer solchen heftigen Reaktion auf diesen Faden habe ich nicht gerechnet.

    Mettiko Bhikkhu erzählt selbst, dass er zuerst die ganze Angelegenheit mit Alfred Weil und Raimund Beyerlein besprochen habe: Ist die Zeit reif, um die andere Sichtweise darzustellen?

    Also wollte er „Ñāṇavīra für Einsteiger“ verfassen.

    Weiter folgen im Buch sehr interessante Gedanken, die ich echt komisch finde, wenn ich mich an alles erinnere, was hier im Forum passierte:


    Zitat

    Seit dem Entstehen der Notizen zu Dhamma sind rund 60 Jahre vergangen. Inzwischen hat sich der Blick ins Innere des eigenen Erlebens als Zugang zur Buddhalehre etabliert, als vielversprechende Alternative zu den althergebrachten und weitverbreiteten, an scholastischer Kommentarliteratur orientierten Erklärungsmodellen. Ich kann also mit einer gewachsenen Bereitschaft beim Leser rechnen, sich mit ungewohnten Blickwinkeln anzufreunden. Auch stehe ich, im Gegensatz zum Ehrwürdigen Ñāṇavīra damals, nicht mit dem Rücken zur Wand gegen die gesamte Welt buddhistischer Gelehrter. Auf eine ausführliche Auseinandersetzung mit gelehrten Exkursen, buddhologischen Erkenntnissen und Erklärungen aus der Kommentartradition kann ich also verzichten. Ich kann mich darauf konzentrieren, zu schreiben, wie man die Dinge sehen sollte, und muss nicht ausführen, wie man sie nicht sehen sollte. Eine kurze Erwähnung anderer Positionen und Denkmodelle sollte genügen.

    60 Jahre – aber für freies Denken, das nicht vereinbar ist mit der ganzen scholastischen Literatur und "irrigen" Modellen, wie es schon zitiert wurde, steht die Zeit wie damals still. Das macht mich echt nachdenklich und sogar traurig.

    Das Vorwort zu „Notizen zu Dhamma“ hatte Hellmuth Hecker geschrieben, am Ende zitiert Mettiko Bhikkhu im Buch Stephen Batchelor, also keine Auseinandersetzung darüber, wer recht hat, und es ist überhaupt keine Rede davon, jemandem einen Maulkorb zu verpassen.

  • Zitate aus dem Theravada

    • Igor07
    • 26. Februar 2026 um 05:44

    Die Menschheit ist blind für Existenz ohne Wiedergeburt. Das menschliche
    Herz ist blind dafür; also geht es immer nur daran vorbei oder
    springt darüber hinweg. Der Mittlere Weg, den der Buddha gegangen
    ist, ist der Weg der korrekten Dhamma-Praxis. Er transzendiert Existenz
    und Wiedergeburt. Der Geist jenseits des Heilsamen und des Unheilsamen
    wird befreit. Dies ist der Weg eines friedlichen, weisen Menschen. Wenn
    wir ihn nicht gehen, werden wir nie ein Weiser, der mit sich im Frieden ist.
    Dieser Frieden hat dann niemals eine Chance, zu blühen. Warum? Wegen
    der Existenz und der Wiedergeburt. Weil es Geburt und Tod gibt. Der Weg
    des Erwachten kennt weder Geburt noch Tod, kein Tief und kein Hoch.
    Da sind weder Glück noch Leiden. Es gibt nichts Gutes und nichts Böses.
    Dies ist der gerade Weg. Dies ist der Weg des Friedens und der Stille. Er
    ist friedlich und frei von Freude und Schmerz, Glück und Trauer. So soll
    der Dhamma praktiziert werden. Wenn man das erlebt, kann der Geist
    innehalten. Er kann aufhören, Fragen zu stellen. Es ist nicht mehr nötig,
    nach Antworten zu suchen. Da! Deshalb sagte der Erwachte, der Dhamma
    sei etwas, was die Weisen direkt für sich selbst erkennen. Sie müssen
    niemanden mehr fragen. Wir verstehen ohne eine Spur von Zweifel klar
    für uns selbst, dass die Dinge genauso sind, wie der Erwachte es gesagt
    hat.


    von Ajahn Chah


    P.S. Man kann hier deutlich sehen, dass der Begriff „Wiedergeburt“ in der Waldkloster-Tradition die echte und wirkliche Befreiung im Hier und Jetzt verankert, so wie es Mettiko Bhikkhu (Kay Zumwinkel) und Ñāṇavīra Thera. Zum Vergleich:


    "Einem Buddha ist es zweifellos möglich, die Wiedergeburt zu sehen, die in jedem Augenblick auf ein lebendes Individuum wartet, das noch taṇhā hat – die Wiedergeburt sozusagen, die jetzt auf das Individuum wartet, das jetzt taṇhā hat. Wenn das der Fall ist, dann ist der Bedingungszusammenhang von Wiedergeburt und taṇhā für einen Buddha eine Angelegenheit direkter Schauung, ohne zeitlichen Ablauf."


    Ñāṇavīra Thera
    NOTIZEN ZU DHAMMA

  • Zitate aus dem Theravada

    • Igor07
    • 26. Februar 2026 um 05:39

    Diese Wiedergeburt geschieht gerade jetzt, in der Gegenwart. Das
    Glas ist nicht zerbrochen und wir erfreuen uns daran. Aber wenn es
    zerbricht, sind wir sofort verärgert. So geschieht es, wenn man ohne jede
    Kontrolle durch Weisheit verärgert oder glücklich ist.


    von Ajahn Chah

  • Der Buddha als Mensch?

    • Igor07
    • 25. Februar 2026 um 22:47
    void:

    Aber so ein idealer Mensch ist doch nur ein Wunsch wie der Mensch idealerweise sein sollte. Auch der "Mensch" des Humanismus ist doch eher ein metahysisches Konstrukt.

    Ja, das ist echt ein Konstrukt, man, .. Niemand eher.

    void:

    Von daher sollte doch der Mensch zunächst der durchschnittliche Mensch - das "nette Egoschwein" zwischen den Extremen von Altruist und Bösewicht sein. Statt den Extremfall des guten Menschen zum Wesen des Menschen zu erklären.

    Also, ich denke, wir sollten die höhere Latte stellen, denn der Mensch von heute wird im „Man“, nach Martin Heidegger, herabgestuft und degradiert, als bloßer Konsument in der Leistungsgesellschaft, wo KI und Algorithmen bald das Leben des Einzelnen bestimmen, wie es in den düstersten Dystopien geschildert wurde.

    Der historische Buddha, dieser junge Prinz, hatte dem Tod ins Gesicht gesehen, für ihn war es die Frage des Lebens, es koste, was es wolle.

    Wer von uns heute könnte so sehen?


    Er hatte absolut alles verlassen, den Palast, das Reich, die Familie, alles.


    Können wir das? Wenn nicht, dann können wir uns als Buddhisten" etikettieren", mehr aber nicht.

    Es geht um das radikale Loslassen; das wäre der erste Schritt, scheint mir.


    Ansonsten.. hm.. konsumieren wir den Buddhismus als Produkt wie alle anderen Waren, aber sie alle sind nicht wahr, nicht die Wahr-heit.

    So war die Sichtweise des jungen Prinzen von damals. Scheint mir..


    Aber wir leben in einer Gesellschaft, in der dieser "durchschnittliche Mensch"/man/ als Norm akzeptiert und anerkannt ist.

    Und der echte Mensch bleibt auf der Strecke. Tja.


    P.S.


    Im seltenen und echt tollen Buch von Hellmuth Hecker über das Leben des Buddha gibt es das sehr lange Gespräch zwischen dem jungen Prinzen und dem Vater, der ihn anfleht zu bleiben. Dann sagt Siddhartha, wenn der Vater ihm garantieren könne, dass er ewig jung und gesund bleibe, niemals krank würde und niemals sterbe. Aber der Vater sagt, das sei unmöglich.

    In der Nacht, als alle schon schliefen, hatte Siddhartha die Leute gesehen, die wie Leichen ausgesehen hatten, mit geöffneten Mündern, und bei einer schönen Kurtisane lief die Spucke weg.

    Können wir uns alle in diese Situation innerlich versetzen? Ha, das ist eine gute Frage.:?

  • Zitate aus dem Theravada

    • Igor07
    • 25. Februar 2026 um 17:38

    Menschen, die die Leidensmasse in Gegenwart, Vergangenheit und Zukunft nicht klar für sich selbst sehen, müssen die drei Zeiten für sich selbst deutlich auf die gleiche Ebene bringen, dann können sie möglicherweise das Ergötzen an Saṁsāra verringern.
    Über Vergangenheit und Zukunft auf dem Gebiet der Buddhalehre kann man nicht sagen, dass sie für sich genommen keinen besonderen Wert haben. Nützliches aus der Vergangenheit kann man als Vorbild auf dem guten Weg hernehmen. Aus Nutzlosem ergibt sich eine Lektion für das, was zu vermeiden ist. Selbst bei guten Vorsätzen für die Zukunft bereiten und bewahren wir Nützliches – und Nutzloses vermeiden wir. Wenn wir zum Beispiel zu Fuß unterwegs sind, selbst wenn wir noch keinen Schritt gemacht haben, müssen wir schon im Voraus sehen, wo wir hingehen, wo wir hintreten.


    Khemapatto Bhikkhu (Luang Pū Lā)

  • Rechte Rede

    • Igor07
    • 25. Februar 2026 um 17:33

    Dieser Faden war von dir gestartet, lieber mukti, unmittelbar nach meiner Auseinandersetzung mit Mahasi.


    Jetzt sprichst du nicht mit mir. Darf ich öffentlich deinen Grund erfahren?

    Es ist nicht zu viel Theravada auf beiden Foren, scheint mir.

    Wenn unsere Positionen abweichen, können wir offen darüber reden.


    Und das war mein eigenes Beispiel der rechten Rede.

  • Zitate aus dem Theravada

    • Igor07
    • 25. Februar 2026 um 17:25

    Wenn wir nun unter dem Gesichtspunkt der Weisheit kontemplieren, so geschieht das nicht an einer Stelle, die fern vom Herzen liegt. Wir kehren in unser Herz zurück. Wenn wir uns nach einem Kontemplationsobjekt ausstrecken, kehren wir damit ins Herz zurück.
    „Zurückbringen“ oder „Zurückkehren“ ist die sprachliche Bezeichnung für einen Prozess: Wir kehren mit dem Empfinden aus der Distanz zurück. Wir kehren zurück zur wissenden Qualität, wir kehren um und verweilen beim Herzen.


    Dhammarato Bhikkhu (Luang Phõ Bunmī)

  • Zitate aus dem Theravada

    • Igor07
    • 25. Februar 2026 um 17:18

    Sehr schönes Zitat, mukti .


    Ich zitiere Mettiko Bhikkhu und hänge die ganze Datei an.


    Zitat

    In der thailändischen Waldtradition wird innere Verwirklichung, in Hinsicht auf Qualifikation für
    Lehrtätigkeit, höher eingestuft als Gelehrsamkeit. Hier ist mir kein einziger Meister bekannt (der im
    Ruf solcher Verwirklichung steht), der DLT lehren würde. Viele der Meister stimmen darin überein, daß
    der Weltling paticcasamuppada nicht versteht (Ñanaviras These) und daß bedingte Entstehung jetzt
    stattfindet. Ajahn Chah zum Beispiel verglich diese Kette, die von der Unwissenheit zum Leiden führt,
    mit dem Sturz von einem Baum. "Tatsächlich sind wir auf dem Weg nach unten an vielen Ästen
    vorbeigekommen, aber wir können sie nicht zählen; wir können uns noch nicht einmal daran erinnern,
    an ihnen vorbeigekommen zu sein. Man fällt einfach und schon ist man unten."

    Alles anzeigen

    Aus: Mettiko Bhikkhu
    Paticcasamuppada -
    eine alternative Annäherung

    Dateien

    Mettiko Bhikkhu Paticcasamuppada - eine alternative Annäherung ....pdf 137,44 kB – 0 Downloads
  • Rechte Rede

    • Igor07
    • 25. Februar 2026 um 10:07

    Achte auf Deine Gedanken, denn sie werden Worte. Achte auf Deine Worte, denn sie werden Handlungen. Achte auf Deine Handlungen, denn sie werden Gewohnheiten. Achte auf Deine Gewohnheiten, denn sie werden Dein Charakter. Achte auf Deinen Charakter, denn er wird Dein Schicksal.

    Unbekannt

    Wird dem amerikanischen Supermarktleiter Frank Outlaw seit 1977 zugeschrieben, auf manchen Zitatseiten auch als Talmud-Zitat ausgewiesen, eine ähnliche Version wird Charles Reade zugeschrieben, geht möglicherweise auch auf ein chinesisches Sprichwort zurück

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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