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  1. Buddhaland Forum
  2. Igor07

Beiträge von Igor07

  • Meditation der Grundpfeiler der buddhistischen Praxis ?

    • Igor07
    • 20. April 2026 um 16:00
    Mahasi:

    Und die vier Vertiefungen sind übermenschliche Erreichungszustände - kaum etwas für die U-Bahn oder das Wartezimmer.

    Ja, das kann stimmen, aber dann stellt sich die Frage, wozu ich das überhaupt für das normale Leben brauche, + das alles war schon in der Yoga-Tradition.


    Mahasi:

    rechte Achtsamkeit ist tatsächliche Meditationspraxis

    Und genau das kann ich als Sati nach Bhikkhu Analayo sowohl in der U-Bahn als auch im Wartezimmer praktizieren.


    Zitat

    Gewöhnlich bringen diese drei in den Lehrreden die passenden
    Umstände für die formale Meditationspraxis zum Ausdruck39 und stellen
    das geeignete Maß der für die Übung der Atemachtsamkeit (oder anderer
    Meditationspraktiken) erforderlichen Abgeschiedenheit dar.40 Modernen
    Meditationslehrern zufolge kann jedoch die Atemachtsamkeit in jeglicher
    Situation entwickelt werden, sogar dann, wenn jemand zum Beispiel Schlange
    steht oder in einem Wartezimmer sitzt.41

    Alles anzeigen

    41 Gunaratana (1981, S. 10), Khantipâlo (1986, S. 11).


    S.147


    https://www.buddhismuskunde.uni-hamburg.de/pdf/5-personen/analayo/direkte-weg.pdf

  • Meditation der Grundpfeiler der buddhistischen Praxis ?

    • Igor07
    • 20. April 2026 um 11:58

    Die" rechte Sammlung"(8) kann nur dann Sinn machen, wenn man die Dinge so sehen und wahrnehmen kann(7)/" rechte Achtsamkeit"/, wie sie sind – und nicht so, wie sie uns er-schein-en. Und genau das stellt die echte Kunst dar und läuft gegen den Strich, -gegen den "Strom" denn wir brauchen es für das reine Überleben nicht.


    Was ist damit gemeint?


    Zitat
    • Vergängliches für unvergänglich halten: das, ihr Mönche, ist eine Verkehrtheit in der Wahrnehmung, den Gedanken und den Ansichten.
    • Leiden für Glück halten: das, ihr Mönche, ist eine Verkehrtheit in der Wahrnehmung, den Gedanken und den Ansichten.
    • Was ichlos ist, für ein Ich halten: das, ihr Mönche, ist eine Verkehrtheit in der Wahrnehmung, den Gedanken und den Ansichten.
    • Was widerlich ist, für lieblich halten: das, ihr Mönche, ist eine Verkehrtheit in der Wahrnehmung, in Gedanken und in Ansichten.

    A.IV.49 Die vier Verkehrtheiten - 9. Vipallāsa Sutta

  • Notizen über die Dhammas.

    • Igor07
    • 19. April 2026 um 00:17

    Für Monikamarie kann man das bestimmt leichter machen:


    Zitat

    Wenn wir es in Begriffen der Vier Edlen Wahrheiten ausdrücken: Leiden ist das Auftreten der Empfindungen von „Ich-und-Mein“; die Ursache des Leidens ist „Ich-und-Mein“; die Aufhebung des Leidens, Nibbāna, ist das Erlöschen von „Ich-und-Mein“; der Edle Achtfache Pfad ist die Methode oder das Mittel zur Beseitigung von „Ich-und-Mein“. Soweit es die Bedingte Zusammenentstehung (paticcasamuppāda) betrifft, erklärt der theoretische Teil detailliert, wie die „Ich-und-Mein“-Empfindung entsteht und vergeht; der praktische Teil zeigt, wie man Kontakt (phassa) zu kontrollieren hat, so dass er nicht zu Gefühl führt oder Gefühl so zu steuern, dass es Anhaften, die Wurzelursache für „Ich-und-Mein“, nicht entstehen lässt. Dies ist das wahre Herz der buddhistischen Praxis.

    Die Quelle:


    AUF DEN PUNKT GEBRACHT Texte zu „Ich-und-Mein“ von Buddhadāsa Bhikkhu BGM 2015


    https://www.dhamma-dana.de/files/Dhamma%20Dana/Buecher/buddhadasa/Buddhadasa_Bhikkhu-Auf_den_Punkt_gebracht-Texte_zu_Ich-und-Mein.pdf

  • Buddhismus und ökologisches Handeln und Buddhismus als ökologische Politik

    • Igor07
    • 18. April 2026 um 15:50
    void:

    Gerade bei Phänomenen wie dem Durst sieht man ja gut, wie die ganz basale Ebene des sich nach Wasser strecken der Pflanzen, zum Trinktrieb einfacher Tiere, oder zum Wunsch komplexeren Tiere wird. Und dann bei mir zu so etwas sprachlichen wie "Ich will mir ein Glas Wasser holen". Sowohl Dukkha als auch Anhaftung haben ganz tiefe Wurzeln

    Das ist verwirrend, wenn ich dieser Art der Argumentation folge. Der Buddha war erwacht, also hatte er dukkha überwunden. Aber er hatte enormen Durst nach der Vergiftung, dann hatte er sehr starke Schmerzen und ist gestorben. Punkt.

    Aber im MN 28 lese ich, dass Altern und Tod dukkha sind. Der Buddha war alt, und er ist bestimmt gestorben.

    Also ist rein universelles dukkha, wie bei den Pflanzen, hier nicht gemeint – scheint mir. Nur wenn es möglich wäre, so wahrzunehmen, dass es absolut nichts gibt, was mir gehört und mich ausmacht, also anatta in allen bedingten Phänomenen zu sehen, dann kann ich selbst nicht mehr anhaften, mich nicht mehr anklammern, mich nicht mehr mit etwas Vergänglichem identifizieren und so weiter.

    Aber als realer Mensch werde ich sterben. Das ist einfach das Gesetz der Natur: Was immer entstanden ist, muss auch wieder vergehen. Und das gilt sowohl für den Buddha als Menschen als auch für mich.

    Wenn wir diesen Fakt ausblenden, dann lügen wir uns selbst in die Tasche.

    Ein weiterer interessanter Punkt entsteht, wenn das Begehren erlischt, also Gier, Hass und Verblendung. Das würde mir keine Rettung garantieren gegen Alter, Krankheit und Tod. Es gibt keine Kraft, die mich unsterblich macht.

    Das alles sind sehr einfache Beispiele, aber so kann man sehen, wie vielschichtig der ganze Begriff ist.

  • Buddhismus und Psychologie

    • Igor07
    • 14. April 2026 um 20:19
    Zitat

    Der Kern des Buddhismus ist shunyata - Leere. Also es gibt da keinen Kern, den man finden kann. Es wäre sonst wieder nur ein Atman.

    Der Gegenstand der Psychologie sind die seelischen Krankheiten, d.h. das Seelische. Das kennt der Buddhismus als Teil der skandhas - .

    Es gibt da also keine Gemeinsamkeiten.

    Von Leonie .


    Irgendwo anders lese ich über so viele Schnittstellen zwischen Buddhismus und der modernen Psychologie. Das hat mich nachdenklich gemacht.
    Die Psychologie und auch die Psychoanalyse wollen die Persönlichkeit verstärken, aber nicht nach dem Prinzip von Anatta sie vollkommen demontieren.

    Der Buddhismus spricht über die Vernichtung der Triebe, aber die Psychologie würde eher dazu raten, die Triebe vernünftig und ohne Gewalt auszuleben, andernfalls kann die Verdrängung von normalen Trieben und Wünschen schwere Neurosen bis hin zu Psychosen auslösen, denn wir als Homo sapiens tragen das ganze evolutionäre Erbe in uns.

    Der Buddhismus spricht über die Auslöschung des Leidens, aber das Leiden gehört einfach zum Leben. Wenn ich das Leiden lösche, kann ich mich selbst auch abtöten. Besser wäre es, sich mit dem Leiden zu arrangieren, aber nicht alles abzukillen, denn am Ende sind alle Gefühle vergänglich, also ist kein Verlass auf sie; früher oder später verliere ich alles, denn alles, was mich auszumachen scheint, sind vergängliche und bedingt entstanden-e Skandhas.

    Ich bezweifle nämlich, dass die moderne Psychologie mit dem Buddhismus so absolut kompatibel ist; sie setzen etwa unterschiedliche Prioritäten, scheint mir.
    Das sind nur einige Punkte, die mir auf Anhieb einfallen.
    Die Moderation kann es löschen oder woanders verschieben, das ist kein Problem.

  • Reaktion auf Aussagen anderer

    • Igor07
    • 14. April 2026 um 11:02

    Gibt es eine sehr gute Methode, aber sie funktioniert bei den fortgeschrittenen Meditierenden. Wenn jemand mich beschimpft oder beleidigt, hört man nur reine Schwingungen in der Luft, wie Geräusche, aber keinen Sinn darunter. Das entspricht der ganzen Theorie von Skandha und Nicht-Ich, also der Unpersönlichkeit der inneren Erfahrung. Sollte einwandfrei funktionieren, plus keinen Stress mehr.
    Denn alle Wörter stellen am Ende nur bestimmte elektronische Sequenzen dar. Kein Streit mehr. Und kein Stress. So kann man das Ganze per Wunsch ein- und ausschalten.

  • Sinn des Zazen/eine Sammlung

    • Igor07
    • 12. April 2026 um 16:38
    Monikamarie:

    Die Hingabe erfolgt nicht aufgrund von "Ich will das loswerden", sondern lässt einfach los - frei von Wünschen und Befürchtungen.

    Alles, was bedingt entstanden ist, ist vergänglich, also dem Zerfall unterworfen. Gefällt es mir oder nicht, angenehm oder sehr schmerzhaft, so ist es einfach der Lauf der Natur: Alles, was entsteht, ist dazu verdammt zu vergehen. Die einzige Lösung ist, was ich ändern kann, korrekt zu erkennen und was nicht, recht einzuschätzen, und dazu gehört die Portion der Weisheit, das Erste vom Zweiten zu unterscheiden.

  • Hans-Günter Wagner über Leere

    • Igor07
    • 10. April 2026 um 13:18
    Hans-Günter Wagner:

    Der Denkprozess ist wichtiger als sein Gegenstand, der sich dem erkennenden Zugriff entzieht, je fester man zugreift.

    Danke sehr für die Antwort.

    Kann sein, dass dieser Denkprozess eher dafür benutzt wird, um alle möglichen Punkte oder Definitionen hinter sich zu lassen?

    Um an Nichts mehr anzuhaften? Denn mit jedem konzeptuellen Zugreifen entzieht sich mir die Realität mehr und mehr. Hinter sich zu lassen kann man auch so verstehen, dass ich alles hinter mir los-lass-e, also etwas im Sinne von" Non-Dualität", nur als Veranschaulichung?

  • Was entsteht, vergeht.

    • Igor07
    • 10. April 2026 um 13:07
    mukti:

    Nicht fassbar, nicht bleibend, nicht real.

    Warum aber nicht „Real“?

    Fließend ist paṭiccasamuppāda. Jedes Glied der ganzen Kette ist nicht( "am Ende") auffindbar, aber real bestimmt das alles, weil es auf mich ein-wirk-t.


    Bestimmte Ursachen und Bedingungen lösen entsprechende Wirkungen aus. Das Ganze ändert sich immer, so kann man es sich etwa wie Indras- Netz nachvollziehen.

  • Wie geht ihr damit um? Was würde Buddha sagen, oder uns raten?

    • Igor07
    • 8. April 2026 um 10:46
    mukti:

    Wenn es hier gefährlich wird, praktiziere ich gemäß den veränderten Umständen. Dukkha kann man letztlich nur innerlich entkommen, der Buddha würde das vermutlich auch so sagen, wie er es ja immer gesagt hat.

    Das tiefste und unerschütterliche Glück kann man nur im eigenen Inneren finden, aber nicht da draußen.
    Ohne zu viel zu philosophieren: Wenn ich mein Glück von äußeren Zuständen abhängig mache, die wie alle Samskara bedingt entstanden und vergänglich sind, würde ich früher oder später alles verlieren.
    Das bedeutet aber nicht, dass ich das alles vernachlässigen sollte. Wenn ich jedoch entsprechend der Ursachen und Bedingungen handle, kann ich das ändern, was möglich ist. Das ist die echte Kunst, scheint mir: die Situation korrekt einzuschätzen und weise darüber nachzudenken – so sehe ich das.

  • Hans-Günter Wagner über Leere

    • Igor07
    • 5. April 2026 um 11:45

    Wahrscheinlich können wir alle abwarten, was Hans-Günter Wagner zum Thema sagt?:?


    Buddhismus Unterrichtsmaterialien
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  • Hans-Günter Wagner über Leere

    • Igor07
    • 4. April 2026 um 23:17
    void:

    ( ich habe das Thema geändert um es besser einzugrenzen )

    Kannst du vielleicht genauer angeben um welches Werk und welche Stelle es dir da genau geht. Das würde helfen, genauer nachzuvollziehen um was es dir da genau geht.

    Ja, kann ich. Es geht um den verlinkten Artikel des Autors: Alle lebenden Wesen – Buddhismus und Ökologie.
    Ein Auszug aus dem Buch: „Buddhismus. Eine Spurensuche in der westlichen Kultur“ von Hans-Günter Wagner, Origo Verlag, Bern 2026.

    Die Stelle lautet entsprechend:


    Zitat

    „Alle Dinge sind aus der Leere hervorgegangen und verfügen über kein substantielles Wesen.“

    Seite 11 im PDF.


    Und da unten auf derselben Seite:

    Zitat

    „Die letzte Wirklichkeit gilt als nur der reinen Empfindung zugänglich.“

    Und ich habe echt das Bedenken jetzt, dass der Autor mich überhaupt lesen würde, denn mein Beitrag war verschoben.

    Es tut mir leid, aber weiter werde ich nicht darüber diskutieren. LG.


    P.S.

    Die Datei habe ich selbst angehängt, um weitere Missverständnisse zu vermeiden.

    Dateien

    Buddhismus und Ökologie.pdf 330,73 kB – 4 Downloads
  • Hans-Günter Wagner über Leere

    • Igor07
    • 4. April 2026 um 22:29
    void:

    Wenn man dann verlangt, dass man nicht nur korrekt formuliert sondern niemand aus dem Gesagten falsche Schlußfolgerungen ziehen darf,

    void


    Ich verlange ÜBERHAUPT! nicht, aber Bitte, die Position des Autors zu erklären, denn das Thema ist sehr komplex und ich wollte es nur besser verstehen. Das ist aber ein absolut anderer Akzent. Ich habe sehr viele Bücher von diesem Autor mit großem Vergnügen gelesen und auch dieses Buch bestellt.
    Da ist der höchste Respekt gegenüber dem Autor,:!: aber nicht das, was ich von dir lese.
    Auch sehr viele Webseiten von diesem Autor über das Studium des Buddhismus wurden von mir verlinkt.
    Und sehr viele seiner Artikel habe ich sehr sorgfältig gelesen.
    Das war mein Anliegen, aber kein Verlangen, das ist aber etwas anderes.
    Wenn wir allgemein hier über den Begriff "Leere" diskutieren würden, dann werde ich es nicht tun. Denn mich interessiert gerade, wie es der Autor sieht._()_

  • Die Gelassenheit und die Ignoranz des Buddhismus

    • Igor07
    • 4. April 2026 um 21:07

    Der Buddhismus sagt, dass das Glück, welches auf äußeren, bedingten und vergänglichen Phänomenen basiert, immer scheitern wird. Was aber der historische Buddha sagte, darüber kann man nur spekulieren. Nur so kann man die echte Gelassenheit im buddhistischen Sinne gewinnen.

    Der Buddha war von den Regierungen und den Königen der damaligen Zeit abhängig. Er sollte sich mit ihnen arrangieren. Der Orden brauchte Spenden, die Mönche Medizin, Kleidung und ein Dach über dem Kopf.

    Darum geht es im ganzen Faden. Oder täusche ich mich?:taube:

  • Die Gelassenheit und die Ignoranz des Buddhismus

    • Igor07
    • 4. April 2026 um 20:16
    Tim1:

    Einige haben geschrieben, ich hätte eine Wahl.

    Lieber Tim, also buddhistisch betrachtet hast du nur eine Wahl: deine eigene Einstellung zu ändern. In diesem Sinne sagen sinngemäß die Sutren: Der Körper leidet, aber nicht der Geist.

    Aber selbst die Situation per se können wir nicht ändern.

    So war es immer bei dir: Andere sind schuld – die Gesellschaft, die Regierungen, die Arbeitgeber. Entschuldigung, nicht persönlich gemeint.

    Diese alle können wir nicht ändern; sie entstehen und vergehen nach dem Gesetz der Konditionalität, entsprechend bestimmten Ursachen und Bedingungen.

    Wir können das Ganze nur sehr beschränkt beeinflussen, wenn überhaupt.

    Das ist die andere Ebene, so habe ich versucht, es mit einfachen Wörtern zu erklären.

    Alles Gute dir.:heart:

  • Hans-Günter Wagner über Leere

    • Igor07
    • 4. April 2026 um 15:58
    Hans-Günter Wagner:

    Auch kritische Rückmeldungen sind willkommen. Gerne auch mit Quellenangaben und Literaturhinweisen zur weiteren Vertiefung des Themas.

    Ich wollte Hans-Günter Wagner fragen, denn ich habe hier Bedenken. Im Artikel aus dem neuen Buch steht, dass alle Dinge aus der Leere hervorgegangen sind und über kein substantielles Wesen verfügen. Daraus kann man so schlussfolgern, dass sie wie eine erste Ursache sein sollte. Ob diese Leere auch frei von allem ist, das heißt „leer“ von sich selbst, bleibt nicht eindeutig klar, denn Mahayana und Nagarjuna definieren eigentlich diese Leerheit oder śūnyatā nicht anders als die andere Seite der bedingten Entstehung, wie zwei Seiten derselben Medaille.

    So steht im MMK:


    Zitat

    Das Entstehen in gegenseitiger Abhängigkeit (pratītyasamutpāda), dies ist es, was wir „Leerheit“ nennen. Das ist [aber nur] ein abhängiger Begriff (prajñapti); gerade sie (die Leerheit) bildet den Mittleren Weg.[2] yaḥ pratītyasamutpādaḥ śūnyatāṃ tāṃ pracakṣmahe |
    sā prajñaptir upādāya pratipat saiva madhyamā || (MMK 24.18)

    Abgeschrieben aus Wikipedia, die Quelle steht auch dort.


    Diese höchste Wirklichkeit gegenüber der verhüllten scheint echt verwirrend zu sein, als ob es etwas wie den Schöpfer oder wieder eine erste Ursache gibt, die dann den ganzen Prozess entstehen lässt, oder kann man hier so argumentieren, dass Nirvana und Samsara wieder wie zwei Seiten derselben Medaille sind.

    Wie sollte ich diese letzte Wirklichkeit definieren, die der reinen Empfindung zugänglich ist, so schreibt der Autor, wenn es um die abhängige Entstehung geht und nicht um eine Leerheit, die selbst etwas gebiert?

    Oder anders ausgedrückt: Das würde gerade dem Mittleren Weg widersprechen. Danke._()_

  • Die Gelassenheit und die Ignoranz des Buddhismus

    • Igor07
    • 4. April 2026 um 10:45

    Irgendwie ist es etwas, was wirklich nachdenklich macht. Ich erinnere mich an einen sehr guten britischen Film: Der Mann war etwa 59, er wurde gefeuert, und dann sollte er all diese digitalen Kurse absolvieren, alle Bewerbungen nur noch digital, aber er hatte keine Vorstellung, wie das alles funktioniert. Das Jobcenter hatte ihn damit malträtiert, er war erniedrigt. Der Mann war allein, und am Ende begeht er Selbstmord. Total verzweifelt.

    Jetzt ist sogar der Arzttermin nur noch digital – sie wollten kein Telefon mehr benutzen.

    Und wie viele Jobs laufen jetzt nur dank KI ab?

    Das ist der Trend, nichts zu machen. Wer liest heute gedruckte Bücher? Meistens nur kurze Zusammenfassungen, die auch dieses bescheuerte Sprachpaket zusammenstellt. Die Leute verlernen schon allmählich, überhaupt auf Links zu klicken.


    Frohe Ostern euch allen.

  • Der Buddha als Mensch?

    • Igor07
    • 1. April 2026 um 01:16

    Sehr gute Nachricht für alle Theravada. Der Autor des Buches über den Buddha, Tivagaro Bhikkhu, hat das erste Mal das ganze!:!: Werk von Payutto „Buddhadhamma“ direkt vom Thailändischen auf Deutsch übersetzt. Die Arbeitsversion kann man online nachlesen, sie unterscheidet sich sehr vom englischen Original.
    Klar, die sieben Bände werden bestimmt das echte Geschenk für die Verbreitung von echtem und authentischem Dhamma.

    Ich wünsche dem Autor von ganzem Herzen:heart: viel Erfolg.

    Zitat

    Derzeit arbeite ich an einer neuen Übersetzung des Buddhadhamma, die direkt vom thailändischen Originaltext ausgeht.

    Im Unterschied zu einer früheren Fassung, die auf der englischen Ausgabe basierte, ist diese neue Textgrundlage deutlich purer und direkter.

    Eine aktuelle Arbeitsversion 

    Das kleine Zitat:


    Zitat

    Nibbāna (nibbāna), das höchste Ziel des Buddhismus, ist ein Zustand, den ein Mensch in diesem gegenwärtigen Leben unmittelbar erfahren kann. Wenn man sich bemüht und sich hinreichend vorbereitet, braucht man nicht auf ein nächstes Leben zu warten – wie eine der Eigenschaften von Nibbāna (nibbāna) lautet: sandiṭṭhikaṃ (selbst klar erkennbar, in diesem Leben erfahrbar) und akālikaṃ (nicht zeitgebunden, unabhängig von der Zeit).1

    Und es sind verschiedene Übungswege dargelegt worden, um Nibbāna (nibbāna) im Hier und Jetzt (diṭṭhadhamma), also in diesem Leben, in der Gegenwart, mit eigenen Augen erkennbar, zu verwirklichen.2

    10.1.1 Das höchste Lebensziel ist etwas, das in diesem Leben erreicht werden kann

  • Ist der Buddhismus eine Wissenschaft?

    • Igor07
    • 30. März 2026 um 17:24
    Hans-Günter Wagner:

    Die Diskussionen kreisen u.a. um die Frage, ob es sich um bloße Charakterisierungen eines bewussten Zustands handelt oder um manifestierte Eigenschaften der physikalischen Wirklichkeit.

    Ich denke, wenn wir den" Geist"/ Subjekt/ gegen so wie separate "Objekte", so wie da "draußen"?, betrachten, dann beginnt das ganze Problem. Im Pali-Kanon gibt es Sutta, dass das Ende der Welt nur im eigenen Körper gefunden werden kann, nicht woanders. Eigentlich ist damit Körper-Geist gemeint. Spätere Schulen haben daraus eine sehr raffinierte Philosophie gemacht.


    Zitat

    9." Ich behaupte aber auch nicht, Verehrter, daß es, ohne daß man das Ende der Welt [263] erreicht hat, möglich sei, dem Leiden ein Ende zu machen. Auch schon in diesem klaftergroßen mit Wahrnehmung und Denksinn ausgestatteten Körper, [264] Verehrter, tue ich kund der Welt Ursprung, der Welt Aufhebung und den zur Aufhebung der Welt führenden Pfad. [265]

    S.2.26. Rohitassa - 6. Rohitassa Sutta

  • Zitate aus dem Theravada

    • Igor07
    • 30. März 2026 um 16:52

    "Es gibt einen Vers über die Zeit vom sechsten Zen Patriarch, den ich
    gern zitiere:


    In diesem Moment gibt es nichts, was sich entwickelt.
    In diesem Moment gibt es nichts, was verschwindet.
    Folglich muss in diesem Moment keine Geburt und kein Tod beendet werden.
    Daher ist dieser Moment der absolute Frieden.
    Obwohl es nur dieser Moment ist, sind diesem Moment keine Grenzen gesetzt,
    Und darin besteht immerwährendes Glück.


    Geburt und Tod sind abhängig von Zeit. Etwas, was augenscheinlich in
    der Vergangenheit geboren wurde und jetzt lebt, wird in der Zukunft sterben.
    Wenn wir Zeit dann einmal losgelassen haben und zusätzlich die Dinghaftigkeit
    loslassen, sehen wir, dass es kein „reales“ Ding geben kann, welches ins Leben
    tritt oder stirbt; es gibt nur die Soheit der Gegenwart. Auf diese Weise gesehen
    gibt es keine Geburt und auch keinen Tod, die zu Ende gebracht werden müssen.
    Auf diese Weise erlebt ist der Moment absolut friedvoll; er befindet sich
    außerhalb von Zeit – akaliko."


    Ajahn Amaro


    https://info-buddhismus.de/PDF/KleinesBootErhabenerBerg-AjahnAmaro.pdf

  • Ist der Buddhismus eine Wissenschaft?

    • Igor07
    • 28. März 2026 um 16:38
    Hans-Günter Wagner:

    Er geht um innere Prozesse des Verstehens und nicht um das Erklären von Phänomenen der äußeren Welt.

    Ich wollte sehr kurz auf einige Punkte eingehen.

    Das war auch meine Argumentation, denn mein privates inniges Leiden kann man nicht objektiv verifizieren.


    Hans-Günter Wagner:

    Zwischen den buddhistischen dharmas und den dort diskutierten Qualia ließen sich durchaus einige Übereinstimmungen finden.

    Also: Dharmas sind erlebbar wie Qualia, bleiben aber nicht "rein" objektiv. Wie Chemie, Medizin oder Genetik – das alles kann man überprüfen.


    Hans-Günter Wagner:

    Aber was ist eigentlich „Objektivität“ jenseits aller subjektiven Annäherungen an sie? – Ein Unding, gleich dem Kantischen Ding an sich! Wir können nur über das sprechen, was wir uns erschließen können, alles andere ist metaphysische Spekulation. Kants „kopernikanische Wende“ war insofern ein wichtiger Wendepunkt im abendländischen Denken, als er die Konstitution des Subjekts und den Erfahrungsprozess selbst vor die Objekte der Erkenntnis setzte. Das ist m.E. ein krypto-buddhistisches Element seiner Erkenntnistheorie.

    Aber wir können doch miteinander kommunizieren, also uns verständigen.

    Ob das alles objektiv ist oder nicht, sei dahingestellt, denn ich verstehe den Text, deswegen kann ich auch zurückschreiben.

    Ansonsten, also im Umkehrschluss, stellt sich automatisch die Frage: Was ist überhaupt objektiv oder real?

    Wahrscheinlich hat der Buddhismus immer mit den inneren und Individuellen? Wahrheiten zu tun, aber die Wissenschaft mit etwas als ob " Reinem", was für absolut alle als gültig wäre.

    Und das würde niemals funktionieren, denn:


    Hans-Günter Wagner:

    nicht aber für die Gesellschaft generell. Jemand der vor Lebensfreude sprüht, werde ich von dukkha kaum überzeugen können, er oder sie wird die Koordinaten seines Lebens anders gestalten.

    Danke sehr für den Beitrag und das spannende und verdammt interessante Thema._()_

  • Der Buddha als Mensch?

    • Igor07
    • 28. März 2026 um 13:38
    void:

    Als Gautama Shakyamuni starb, versuchte man die individuelle Person - also dass er als Krieger aufwuchs, einem bestimmten Klan angehörte, einen Sohn hatte, einen bestimmten Charakter hatte - von dem zu trennen was ihn als Lehrverkünder ganz abstrakt "ausmacht".

    Ja, genau so sehe ich das, also meine eigene private Meinung. Der Buddha als realer Mensch war einfach verschwunden, wie ausgelöscht. So redet man über den ewigen Buddha als Prinzip, als die Buddha-Natur, aber der leidende Buddha, der stirbt wie wir alle, ist auf der Strecke geblieben. Und es ist sehr schwer zu rekonstruieren, wer da eigentlich war. Deswegen kann ich die Positionierung von Professor Michael Zimmermann sehr gut nachvollziehen. Es entstand der Mythos: „Buddha“, als etwas Übernatürliches. Das war die Sorge des Autors des Buches Tivagaro Bhikkhu. Der ganze Pali-Kanon wurde viele hundert Jahre nach dem Tod des Buddha veröffentlicht, eins. Zweitens: Die Hagiografie, Verherrlichung und die Legendenbildung wurden immer gesteigert. Es war wie die strahlende Gestalt, aber kein Mensch mehr.

    Abschließend wollte ich kurz den Autor aus dem Buch zitieren, S. 18:


    Zitat

    „Vor diesem Hintergrund erscheint es dann irgendwann anmaßend, wenn man von einem Menschen aus Fleisch und Blut spricht-der überdies zweifelsohne außergewöhnliche Fähigkeiten besaß....Der Buddha war ein Mensch, eine lebende Figur. ..Er war kein Mythos, keine Sagengestalt. ..Er war denselben Naturgesetzen unterworfen, wie jedes andere Wesen“..

    Das besonders finde ich als die enorme Stärke des Buches, denn der ganze "Haupt-Merk "dient dem lebendigen Menschen, aber nicht dem, was die alle Religionen machen, der Mensch wird als der Heilige verehrt. Ich kann mich sehr gut sterbenden Jesus auch nachvollziehen. Das war der Mensch. Kann sein, die Religion, als die Verwaltung, als die Institution braucht es alles, um die Menschen zu manipulieren. Da wundert mich nicht, wie stark der Missbrauch und die Ausnutzung der Gläubigen heute als echtes Problem vorkommt.

    Der Lehrer sagt: Ich präsentiere den echten Buddha, wolltest du erleuchtet sein, dann mache, was ich will. Wer denkt, es entspricht der Wahrheit, der leidet weiter als das Opfer und ich persönlich finde keine Lösung.

  • Der Buddha als Mensch?

    • Igor07
    • 28. März 2026 um 11:40

    Ich wollte hier den Buddha als den realen Menschen präsentieren und so darstellen, also ich wollte ihn ent-schlei-ern. So, wenn er nach der Geburt sofort redet oder wenn der Buddha das Wasser nach allen Seiten zurückgehen lässt, so schafft er es, wie spielerisch irgendwelche Könige durch die übernatürliche Kraft der Hitze zu überwältigen – das alles und noch mehr perlt an mir hier ab.
    Aber der reale Mensch mit den Fehlern, der nicht vollkommen ist, das macht den Buddha für mich sehr anziehend und echt sympathisch.
    KI als sehr dummes Sprachpaket tut und fabuliert es, wie es will, es "kann" nicht anders, als das Wort „Verehren“ benutzen.
    Aber der normale sterbliche Mensch kann nur den Gott verehren, aber keinen lebendigen Menschen, der unter sehr schweren Schmerzen leidet und trotzdem die ganze Menschlichkeit aufbewahrt und auch nicht verliert.
    Diesen Menschen bewundere ich, aber von „Verehren“ in diesem Zusammenhang kann keine Rede sein.

  • Ist der Buddhismus eine Wissenschaft?

    • Igor07
    • 28. März 2026 um 11:07
    Matthie:

    Ich habe hier im Forum zum ersten mal den Gedanken gelesen ( ich glaube von Qualia ) das Buddha der erste Psychotherapeut war.

    Interessanter Gedanke.

    Ich würde es aber präzisieren und Ihn als ersten Psychoanlaytiker bezeichnen.

    Na ja, das ist wieder ein interessanter Gedanke. Denn die Psychoanalyse oder die Psychotherapie stellt sich das Ziel, die Persönlichkeit anzupassen. Sie sollte in der Welt, wie sie einfach ist, besser funktionieren. Nach S. Freud sind wir alle neurotisch, denn alle dunklen Triebe, wie Sex, Aggression oder zerstörerische innere Gewalt, sind nur während des Krieges auslebbar, und das klingt echt pessimistisch, was die menschliche Natur anbelangt. So wird Thanatos gegen Eros postuliert, und E. Fromm spricht schon über die bösartige Destruktivität. Und das kann man nicht in die eigene Psyche integrieren, deswegen gibt es die Gesetze, die Gerichte usw., ansonsten entsteht das Chaos, wie in der düsteren Dystopie.
    Der Buddhismus aber demontiert die ganze Persönlichkeit, denn alles, was sie ausmacht, unterliegt drei Daseinsmerkmalen, also was bleibt dann übrig?
    Im besten Fall kann die Psychotherapie den Menschen transformieren, besser machen, der Buddhismus geht weiter, er kann sozusagen das ganze Menschliche transzendieren. Das Ende der Wahrnehmung. So steht es in einigen Stellen im Pali-Kanon.
    Das wäre dann nicht möglich, normal weiter zu funktionieren. In der kranken Gesellschaft, so der Grundgedanke von E. Fromm.
    Und weil sie andere Ziele verfolgen, Psychotherapie und der Buddhismus, deswegen ist Konsens sehr schwer, wenn kaum möglich.
    Mich würde interessieren, was selbst TE Hans-Günter Wagner dazu sagt.

  • Lehren/Philosophien = Narrative

    • Igor07
    • 27. März 2026 um 19:45
    Monikamarie:

    Wenn der Geist völlig von den Geistesgiften bereinigt ist, heißt das nicht, dass das Gehirn nicht von Krankheit befallen werden kann.

    Nein, Monika. Hast recht.


    Na ja, ich wollte nur aufzuzeigen, dass die positiven Emotionen, die Meditation oder Beten, also alles was auf die Psyche einwirkt, auch auf das Substrat, also Materie, ein-wirkt. Wenn ich Yoga praktiziere, habe ich weniger Chancen, Rückenschmerzen zu bekommen. Wer Ausdauertraining treibt, kann sich gut gegen Herzkrankheiten schützen. Es gibt die abhängige und reziproke Beziehung zwischen Gehirn und Geist. Das ist so eine allgemeine Sache in der Wissenschaft, das braucht nicht weiter bewiesen zu werden.
    Der Geist hängt nicht in der Luft, er beeinflusst den Gehirnstoffwechsel. Wenn jemand rund um die Uhr intellektuelle Arbeit leistet, hat er weniger Chancen, die Alzheimer zu bekommen, aber es bedeutet keine todsichere Garantie, denn es ist notwendig, sehr viele andere Faktoren zu berücksichtigen, wie die Ernährung, Erziehung, Klima, Gene, usw. usf. Mehr war nicht drin._()_


    P.S. Heißt "Psychosomatik", so der Begriff in der Medizin.

Ausgabe №. 136: „Liebe & Loslassen"

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