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  1. Buddhaland Forum
  2. Igor07

Beiträge von Igor07

  • Wo fängt das Aussen an?

    • Igor07
    • 13. März 2026 um 11:36
    Lassi:

    Wie kann ich wissen ob ich mir das alles einbilde und es mich nachher nur noch mehr in eine Vorstellung von etwas treibt, um mich eher zu verwirren, auch wenn es sich nach Klarheit im eigenen Kopf anfühlt?

    Wenn es dir gut tut, ist es nicht egal, ob es real ist oder nicht? Hauptsache, es wirkt. Das Leben ist nicht weiter als ein Traum, wir können es als sehr schönen gestalten oder auch als Albtraum. Wir selbst bestimmen es.

  • Der Buddha als Mensch?

    • Igor07
    • 9. März 2026 um 11:12
    Qualia:

    Du hast es in deinen Hals bekommen, das kann nicht der falsche Hals sein, außer du hast mehrere zwischen denen du wählen kannst. Das Dao ist einfach zu erreichen, wähle nicht, picke nicht heraus, liebe nicht, verachte nicht.

    Ach ja, die goldene Mitte oder der mittlere Weg. Körper und Geist fallen zu lassen. Was bleibt?
    Der Mensch Buddha war echt wie besessen, die Lösung zu finden. Kann sein, sie war immer da, aber er hätte es nicht merken wollen?
    Wenn ich das kritische Essay über Theravada lese, dann denke ich, jede Institution hat den armen Buddha vereinnahmt und ausgenutzt. Da hat Professor Michael Zimmermann recht, war er überhaupt?
    War wieder ein Scherz, oder? Das ist aber nicht verboten.


    Der zerbrochene Buddha  Kritische Reflektionen über den Theravāda und Plädoyer für einen Neuen Buddhismus

  • Der Buddha als Mensch?

    • Igor07
    • 8. März 2026 um 18:52
    Hotte:
    Igor07:

    Wenn so der Eindruck entsteht, entspricht das nicht meiner Absicht.


    Dann entschuldige bitte, Igor. Das habe ich dann wohl in den falschen Hals bekommen.

    Macht nichts, denn der Kampf der Ansichten geht immer weiter, die Leute brauchen meistens wie diese Wiedergeburt auch dieses rätselhafte Kontinuum, also das Leben nach dem Tod des Körpers.

    Das ist das Opium für die Seele, das Sterben ohne diese Droge ist also meine eigene Entscheidung, warum denn nicht?

    Ein wenig Mettiko Bhikkhu:


    Zitat

    Nibbāna und das, was ein „Selbst“ sein oder einem „Selbst“ gehören könnte, sind nicht miteinander vereinbar. Nibbāna ist das Ende des Daseins als ein angenommenes „Selbst“.
    Nibbāna ist Aufhören von Dasein.128
    A 10. 7
    „Selbst oder Nicht-Selbst“, das ist hier die Frage! Warum ereifern sich Menschen in dieser Debattettee? Wie in einem Glaubenskrieg geht es um die Seinsgrundlage. Die einen möchten das höchste Ziel der Lehre „besitzen“, die anderen wollen die Lehre „besitzen“. Nibbāna kann man aber nicht besitzen, nicht einmal wollen oder begehren. Nur das Ende von Wollen und Begehren kann man wollen und begehren.

    S. 196, PDF.


    Weise, scheint mir.


    https://muttodaya.org/books/gegen_den_strich.pdf

  • Der Buddha als Mensch?

    • Igor07
    • 8. März 2026 um 11:43
    Hotte:

    Ich störe mich daran, weil es von deiner Seite aus missionarisch wird und du über andere Meinungen drüber bügelst. Was du eigentlich sagst: "Ich hab's gecheckt und wer eine andere Meinung als ich hat, liegt falsch."

    Ach nein, das würde ich nicht so sehen.

    Wenn so der Eindruck entsteht, entspricht das nicht meiner Absicht.

    Die Person kann keine cetanā, keine bewusste Absicht verfolgen, sie kann dem Pfad nicht bewusst folgen.

    Diese ganzen Einwände gehören nicht mir, sondern Kay Zumwinkel.

    Der weiß bestimmt besser als ich (und wir alle hier, schient mir), daran bin ich mir felsenfest überzeugt.

    Der Buddha war der reale Mensch, so sehe ich das.

    Er hatte Fehler gemacht, und er konnte auch „betrübt“ sowie „angewidert“ werden.

    Aber jeder hat das Recht, es anders zu sehen.

    Plus.

    Ich weiß einfach selber nicht, also zitiere ich besser Ludwig Wittgenstein:


    Zitat

    Die Grenzen meiner Sprache bedeuten die Grenzen meiner Welt.

    Und das ist eigentlich die Definition von „Person“:


    Zitat

    Der Buddha nämlich bediente sich bei Darlegung seiner Lehre bisweilen der zwecks gegenseitiger Verständigung im gewöhnlichen Verkehr gebräuchlichen 'konventionellen Ausdrucksweise', bisweilen aber der der Wahrheit im höchsten Sinne entsprechenden philosophischen Ausdrucksweise.

    Im höchsten Sinne (paramattha) nämlich, so lehrt der Buddhismus, ist das sog. Dasein ein bloßer Prozess von beständig wechselnden körperlichen und geistigen Phänomenen, und weder innerhalb noch außerhalb dieses Werdeprozesses ist irgend eine beharrende Ich-Einheit oder Persönlichkeit anzutreffen.

    Wenn also in den Texten von einem Wesen, einer Person, einem Selbst oder gar von der Wiedergeburt eines Wesens die Rede ist, so ist das selbstverständlich nicht im absoluten und höchsten Sinne (paramattha) gesagt, sondern als bloße 'konventionelle Ausdrucksweise' (vohāra-vacana) aufzufassen.

    Paramattha-sacca, -dhamma, -vacana, -desanā


    Leider kann ich damit nichts anfangen, tja, und das ist nicht nur mein Problem, lieber Hotte.

    Schauen wir mal.

    Das Wort „Kutsche“.

    Diese Kutsche existiert aus sehr vielen Teilen, so auch diese Person aus den bedingten und vergänglichen Skandhas besteht. Der erste Schritt.

    Der zweite Schritt.

    Wenn ich diese Kutsche mit dem Hammer zertrümmere, dann bleibt nur ein Haufen von Teilen übrig. Keine höchste Mathematik.

    Der dritte Schritt.

    Wenn ich jemanden frage, also gibt es die Kutsche oder nicht, sollte die Antwort „Nein“ klingen.

    Der vierte Schritt.

    Ich baue alles zusammen, also fährt die Kutsche wieder.

    Die ganze Subtilität hier besteht darin, dass jemand die konventionelle Sprache benutzt, wenn er über die Kutsche (oder „Person“) spricht, und im zweiten Fall geht es um die sogenannte Kutsche im höchsten Sinne.

    Was hier widersinnig klingt, denn in beiden Fällen geht es um die konventionelle Sprache, :!:aber wir merken es einfach nicht.

    Diesen Fokus-Pokus kann sogar ein sehr kleines Kind verstehen: Wenn die Kutsche fährt, dann geht es um die Verbindung von Teilen in einem bestimmten funktionellen Arrangement, mehr nicht.

    Meine Vermutung hier besteht darin, dass es deswegen alles so ausgenutzt und konzipiert wurde, um das Schlupfloch für Wiedergeburt und das Drei-Leben-Modell im Visuddhi Magga zu rechtfertigen. Das war von mir auf einem anderen Faden auch genug beleuchtet.


    Aber jemandem einen Maulkorb zu verpassen, davor würde ich mich hüten. Also entschuldige ich mich ausdrücklich, wenn es so herüberkommt.


    P.S.


    Vergleiche mit dem:


    Zitat

    Der Ṭīkā führt weiter aus:

    Zitat

    Zitat

    ‚Person‘ bezeichnet den Kontinuum‑Strom der Daseinsgruppen. Denn dieser Strom der Daseinsgruppen, der ohne Unterbrechung bis zum endgültigen Nibbāna fortbesteht, erscheint in der Welt, als trüge er die Last der Daseinsgruppen – wobei es kein von diesem Strom verschiedenes Wesen gibt.

    Was bitte schön soll ich mit dem Kontinuum-Strom anfangen?

    Wo bitte schön bleibt der lebendige Mensch aus Fleisch und Blut?

    Was mich hier besonders irritiert, ist das Wort „als“, also im Sinne von „als ob“, nicht wirklich.

    Zuerst wird der Mensch zum Kontinuum herabgestuft, dann geht es darum, dass das alles nicht wirklich ist, sondern nur „als ob“.

    Hier sehen wir diese absolute Ebene, aber die relative bleibt auf der Strecke.

    Als Folge entstehen die Fragen, warum ein Arahat nicht angewidert reagieren sollte, warum er nicht betrübt werden sollte, warum er kein Mensch mehr sein sollte.

    Tja, zu viele Warum? Oder?

    Viel Spaß, den ganzen Irrsinn der Orthodoxie aufzudröseln; ohne einen Waggon mit Wodka ist es kaum möglich, scheint mir. War ein Scherz, oder?


    Thema

    Das richtige Verständnis der Wiedergeburt im frühen Buddhismus.

    Ich wollte hier einen sehr wertvollen Artikel von Bhikkhu Anālayo präsentieren, der das Thema sehr prägnant und klar schildert.
    Wer hier etwas posten wollte, dann bitte ich, den ganzen Text zu lesen. Ich hänge ihn sowohl im Original als auch in der deutschen Übersetzung an.
    Was ich rein persönlich dazu sagen wollte: Der Autor setzt sich sehr gut und sachlich mit der Position des "säkularen" (rein materialistischen) Buddhismus auseinander und deckt Schwachstellen dieser Argumentation auf.
    Zum…
    Igor07
    19. Januar 2026 um 13:10
  • Der Buddha als Mensch?

    • Igor07
    • 8. März 2026 um 08:59
    Hotte:
    Igor07:
    Anna Panna-Sati:

    Person" und "Individuum" oft synonym gebraucht:


    Nein, liebe Anna, ich habe darum gebeten, das ganze Buch zu lesen, nicht die ganzen Notizen zu Dhamma.


    Wenn man hier zuerst ein Buch gelesen haben muss, bevor man mitreden darf, dann sollte man das Ganze vielleicht in die Rubrik "Buddhistische Bücher" verschieben.

    Nein, nicht unbedingt, aber ich schreibe überall gegen die orthodoxe Ansicht, die im lebendigen Menschen die Person ansieht, so wie es fast überall steht. Und dann höre ich dieselben Argumente, die ich schon in drei anderen Fäden angehört habe. Jeder entscheidet selbst. Plus zwei Zitate wurden gepostet, dass diese beiden Begriffe nicht dasselbe sind.


    Die orthodoxe Einstellung ist eindimensional und auch irreführend: Der Buddha sollte keine menschlichen Emotionen haben, und es wäre besser, da oben im Gleichmut hinter allem zu stehen und zu beherrschen. Solche Ansichten teile ich nicht. Der Mensch besitzt die ganze Breite der Emotionen, aber er identifiziert sich nicht mit ihnen, oder er würde sie nicht angreifen. Es entsteht keine mentale Ausuferung. Das ist nicht besonders schwer, scheint mir, und braucht nicht viele Bücher zu lesen.

  • Der Buddha als Mensch?

    • Igor07
    • 7. März 2026 um 22:37
    Anna Panna-Sati:

    Lieber Igor07 , wir bewegen uns hier ja auf der konventionellen (Wahrheits-) Ebene und dort werden die Bezeichnungen "Person" und "Individuum" oft synonym gebraucht:

    Ñāṇavīra verspottet regelrecht diese sogenannte absolute Ebene, denn sie existiert einfach nicht.
    Ich kann nicht alles zitieren.
    Wenn ich das Auto auseinandernehme, dann ist es kein Auto mehr.
    Wenn ich das Ganze zusammenbaue und das Auto fährt, dann ist es wieder da.
    Also, ist es das Auto oder nicht?
    Wenn wir den lebendigen Menschen auf die Summe der vergänglichen und bedingten Skandhas herabstufen und degradieren, dann bekommen wir diese sogenannte absolute Wahrheit oder Wahrheit im höchsten Sinne.
    Ich spiele bei diesem Wahnsinn nicht mehr mit, es tut mir leid.


    Zitat

    Person" und "Individuum" oft synonym gebraucht:

    Nein, liebe Anna, ich habe darum gebeten, das ganze Buch zu lesen, nicht die ganzen Notizen zu Dhamma.

  • Der Buddha als Mensch?

    • Igor07
    • 7. März 2026 um 14:02
    void:

    Ich denke an dieser Stelle ist der Unterschied zwischen dem Bestehen von Phänomenen in der Zeit und abstrakten Aussagen "Das Feuer ist erloschen" nicht klar.

    Natürlich. Das ist ein echter Irrsinn der Orthodoxie.

    Wenn ich weiter daraus schlussfolgere, dann wäre der lebendige Buddha erloschen.

    Er sollte nicht mehr leben. Punkt.

    Wenn aber der Prozess des Angreifens, upādāna nicht mehr stattfindet und keine innere Identifikation mit den Skandhas entsteht, also es geht um die anatta als die Realisation, dann geht das Leben brav weiter.

    Und das steht im Buddhistischen Wörterbuch, nicht zu machen.

    Da sollte jemand den eigenen Verstand einschalten, mehr nicht.


    Zitat

    Der arahat bleibt ein Individuum (d.h. von anderen Individuen zu unterscheiden), aber er ist keine Person mehr (d.h. kein Jemand, Selbst, Subjekt). Dies ist – anders als Sie vielleicht denken – kein Unterschied ohne Unterschied. Es ist ein echter Unterschied, ein sehr schwieriger Unterschied, aber ein Unterschied, der gemacht werden muss.**

    Brief 9- 8. Juli 1962.


    Ñāṇavīra Thera
    NOTIZEN ZU DHAMMA
    und andere Schriften

  • Der Buddha als Mensch?

    • Igor07
    • 7. März 2026 um 10:25
    Anna Panna-Sati:

    Nibbana wird (zumindest im Theravada-Buddhismus, dem ich mich derzeit größtenteils zugehörig fühle) als beständig angesehen, weil

    etwas erloschen ist.

    -> Ein erloschenes Feuer ist beständig in seiner Erloschenheit.

    Liebe Anna Panna-Sati, diese rein orthodoxe Formulierung bringt mich manchmal auf die Palme, wenn nicht in ein anderes Universum.

    Die Sache hier ist sehr einfach. Die Person besteht aus vergänglichen und bedingten Skandhas, aber nicht das Individuum.

    Der Buddha war das unikale Individuum, aber keine Person.

    Ich zitiere mal aus dem Buch, bitte einmal das Ganze zu lesen, das ist Theravāda, aber mit kritischem Verstand:


    Zitat

    Die einzigartige Entdeckung, die der Buddha machte, war genau
    dies: Es kann die fünf Gruppen ohne Ergreifen geben. Mit
    anderen Worten, es kann ein Individuum geben, das ohne die geringste
    Vorstellung eines „Selbst“, „Ich“ und „Mein“ ist. So ein
    Individuum wird Arahat genannt. Der Arahat betrachtet rein gar
    nichts als „Mein“. Der Buddha hat diesen Zustand in sich selbst
    erfahren. Damit war er der erste Arahat , der in der Welt unserer
    Zeit erschienen ist.

    Alles anzeigen

    S.35, PDF


    Die Wahrnehmung eines Arahat funktioniert ohne diese Verzerrungen wie bei uns.

    Er lässt sich einfach nicht verarschen, er sieht das Leidliche im scheinbaren Glück, er sieht das Vergängliche im Als-ob-von-etwas-Festem, und er sieht alle Dinge ohne den inneren Kern, plus er sieht das Eklige und Abstoßende unter der schön aussehenden Oberfläche.

    Und genau deswegen kann er nicht angreifen/ festhlaten/, aber er kann sehr gut handeln, besitzt unermessliches Mitgefühl und ist aktiv, was das normale Leben in der Gesellschaft betrifft.

    Wenn wir hier über puggalapuggala sprechen, dann töten wir einfach das lebendige Individuum ab. Das war von mir woanders geschrieben, und ich wurde deswegen sehr scharf angegriffen. Kein Problem.


    https://www.dhamma-dana.de/files/Dhamma%20Dana/Buecher/wettimuny/Die_Lehre_des_Buddha_und_ihre_wesentliche_Bedeutung.pdf

  • Pratyeka Buddha

    • Igor07
    • 7. März 2026 um 10:06
    Thorsten Hallscheidt:

    KI hat eine wesentliche Eigenschaft: Sie schmeichelt gerne.

    OT, wenn es möglich ist: KI kann nicht schmeicheln, denn sie besitzt kein Qualia. Das ist wie ein Sprachgenerator, der nach bestimmten Prinzipien die Antworten ausspuckt. Sie kann auch nicht halluzinieren, denn diese Maschine versteht selbst nicht, was sie als Antwort ausgibt.:shrug:_()_:taube:

  • Anhaftung an den Dharma?

    • Igor07
    • 6. März 2026 um 17:55
    Anna Panna-Sati:

    Klar ist, dass bereits das - von Begehren/Tanha ausgelöste -

    Ergreifen unheilsam ist, insofern vertieft Festhalten es noch.

    Sieh hier:


    Zitat

    Als Begriff taucht upàdàna in den Lehrreden öfters und in einer Reihe von sinngemäß übereinstimmenden
    Zusammenhängen auf. Er hat eine eigentümliche und tiefgründige Doppelbedeutung,
    über die, wiewohl beide Bedeutungen bestens dokumentiert sind, oft hinweggelesen
    wird. In seiner ersten Bedeutung wird er in deutscher Übertragung wahlweise mit
    ,Ergreifen, Erfassen, Festhalten, Anhaften‘, wiedergegeben.2 Seine zweite Bedeutung ist jene
    von ,Brennstoff‘. Keine der obigen deutschen Übertragungen kann dieser Doppelbedeutung
    gerecht werden und es ist auf den ersten Blick auch nicht einleuchtend, wie diese unter
    einen Hut zu bringen sind. Ein Schlüssel zur Ergründung dieser zwei Bedeutungen von
    ,Brennstoff‘ und ,Ergreifen‘ mag in einer Textstelle3 zu finden sein, wo der Buddha davon
    spricht, daß, so wie Feuer von Brennstoff abhängt, auch Wiedergeburt von upàdàna abhängt.
    Der Analogie liegt das Verhalten einer Flamme zugrunde. Stellen wir uns ein flammendes
    Holzscheit vor: solange das Scheit der Flamme Brennstoff bietet, erfaßt diese nach und nach das
    ganze Scheit. Bei jedem Luftzug scheint sich die Flamme zudem förmlich an ihrem Scheit
    festzuhalten, in dem Maße, wie ihr dieses Brennstoff bietet. Aus dieser Analogie heraus wäre
    upàdàna also als jene Kraft zu verstehen, die sowohl die Flamme nährt als auch jene, mit der
    sich diese Flamme an ihren Brennstoff klammert.

    Alles anzeigen

    https://akincano.net/wp-content/uploads/Wo_das_Herz.pdf

  • Der Buddha als Mensch?

    • Igor07
    • 5. März 2026 um 22:32
    Anna Panna-Sati:

    Solange wir (noch) nicht - dauerhaft - in diesem leidfreien, gleichmütigen Zustand verweilen können, wissen wir nicht, welche Horizonte sich in der Folge öffnen, sprich, welche geistigen Potenziale unter diesen Umständen freigesetzt werden, wenn die allgegenwärtigen (Todes- und Alltags-) Ängste weggefallen sind...

    Ha, schaue bitte hier, das lese ich gerade, und der ganze Text wirkt auf mich sehr ernüchternd, aber menschlich, und das war mein Gedanke, oder?


    Zitat

    Die naive Psychologie des Theravāda setzt Loslösung mit einem leeren, starren Blick, ohne Lächeln gleich. Es ist nicht entspanntes Selbstbewusstsein, das auf Tugend hinweist, sondern Unflexibilität gegenüber belanglosen Regeln. Erhöhte Empfindungsfähigkeit und Offenheit sind kein Beweis für meditativen Fortschritt, sondern verärgerter Rückzug von der Welt. Die Theravādins glauben, ein Arahat müsste genau so sein, und so versuchen sie, das zu werden, oder wenigstens so vor ihren Verehrern zu erscheinen. Diese Kontrolle und Unterdrückung, verbunden mit der Anstrengung, andauernd jemand zu sein, der sie nicht sind, raubt den Theravāda-Mönchen die Menschlichkeit und Wärme...

    Es lohnt sich, darüber nachzudenken, von einem anderen Blickwinkel, scheint mir.


    Zerbrochener Buddha 20


    Und vergleiche mit dem:


    Zitat

    "Zu dieser Zeit litt ein bestimmter Mönch unter Diarrhöe und lag in seinen eigenen Exkrementen. Als der Buddha und ānanda die Unterkünfte der Mönche besuchten, kamen sie zu der Stelle, wo der kranke Mönch lag. Der Buddha fragte ihn: 'Mönch, was ist mit dir?' - 'Ich habe Diarrhöe, Erhabener'. - 'Ist hier niemand, der sich um dich kümmert?' - 'Nein, Erhabener'. - 'Warum kümmern sich die anderen Mönche nicht um dich?' - 'Weil ich so nutzlos für sie bin'. Dann sagte der Buddha zu ānanda: 'Geh, und hol' Wasser und dann werden wir diesen Mönch waschen'. So brachte ānanda Wasser und der Buddha kippte es über den kranken Mönch und ānanda wusch ihn am ganzen Körper. Anschließend trugen der Buddha und ānanda den Mönch zu einer Lagerstätte. Später rief der Buddha die anderen Mönche zusammen und fragte sie: 'Warum, ihr Mönche, habt ihr euch nicht um diesen kranken Mönch gekümmert?' - 'Weil er uns nicht von Nutzen war, Erhabener'. Dann sagte der Buddha: 'Mönche, ihr habt weder Vater noch Mutter, die sich um euch kümmern, wer, wenn nicht ihr selbst, soll sich um euch kümmern? Lass den, der mich pflegen würde, die Kranken pflegen'"(Vin, IV, 301).

  • Zum Theravada im eigenem Hause

    • Igor07
    • 5. März 2026 um 18:12
    Kianga:

    Deshalb verstehe ich hier im Forum die gegenseitigen Angriffe überhaupt nicht. Für den einen ist die buddhistische Wissenschaft relevant, für den anderen eher der Glaube und wieder andere können beides verbinden.

    Alle drei Wege sind doch okay, oder nicht?

    Sieh hier:


    Zitat

    Die meisten Gelehrten schließen sich Buddhaghosas Interpretation an, auch wenn sie Buddhas Worten widersprechen. Richard Gombrich sagt ganz richtig: "Bis zum heutigen Tag ist Buddhaghosas Buddhismus (effektiv) allgemeiner Standard der orthodoxen Lehre für alle Theravāda-Buddhisten." In gewisser Weise ist diese Situation mit dem Christentum vor der Reformation vergleichbar, wo der kirchlichen Tradition eine größere Autorität beigemessen wurde, als den heiligen Schriften. Theravādins betrachten Buddhas Worte lieber durch die Linse dieser oft zähen und pedantischen Kommentare, als dass sie sie für sich selbst sprechen lassen. Später wurden noch Subkommentare zu den Kommentaren verfasst und selbst die Subkommentare wurden noch kommentiert, allerdings enthielten diese hauptsächlich Hinweise zur Grammatik und Syntax. Von Natur aus konservativ und ohne durch Meditation gewonnene Einsichten, eingebettet in einer extrem statischen Gesellschaft, konzentrieren sich die singhalesischen Mönche weiterhin lieber auf die Bewahrung dessen, was aus der Vergangenheit überliefert wurde, als dass sie etwas Neues schufen. Sie lernten und sie wiederholten, aber sie untersuchten, erforschten oder hinterfragten so gut wie gar nicht.

    Zerbrochener Buddha

  • Der Buddha als Mensch?

    • Igor07
    • 5. März 2026 um 17:44

    Der erwachte Mensch kann alle möglichen Gefühle erfahren, das wäre dann der erste Pfeil, aber er identifiziert sich nicht mit ihnen, denn alle Skandhas sind Nicht-Ich, anatta, also keinen zweiten Pfeil.
    Aber wenn wir also den ersten Pfeil einfach so weglassen, dann würde der erwachte Mensch nichts empfinden. Wenn ich recht erinnere, hatte Anālayo Ñāṇavīra deswegen sehr scharf kritisiert, also Nibbāna als das Ende der Wahrnehmung:?: überhaupt.
    Aber der Arahat bleibt nach dem Erwachen sehr aktiv, gesprächig und kommunikativ, die ganze Angelegenheit besteht eher darin, dass keine mentale Ausuferung mehr stattfindet, also technisch gesprochen: Papañca.


    P.S.


    Zitat

    Papañca – Das zerstörerische Denken

    Eine zentrale Ursache des Leidens ist das Konzept Papañca, das sich grob als „konzeptuelle Vermehrung“ oder „gedankliche Ausuferung“ übersetzen lässt. Der Buddha beschrieb papañca als eine Form des Denkens, die Konflikte erschafft, sowohl innerlich als auch zwischen Menschen. Dabei geht es nicht nur um die Menge der Gedanken, sondern um die Art, wie wir uns selbst und die Welt kategorisieren.

    Warum unser Geist am Leiden festhält – Die Illusion des „Ich bin“

    Der Kern von papañca liegt in der Wahrnehmung Ich bin. Sobald das Denken beginnt, sich um das „Ich“ zu drehen, entstehen unweigerlich Fragen und Zweifel: „War ich in der Vergangenheit? Werde ich in der Zukunft sein? Bin ich gut oder schlecht?“ Diese gedanklichen Konstruktionen führen zu immer neuen Formen des Leidens, da sie das Selbst als etwas Festes begreifen, obwohl es in Wirklichkeit ein fließender Prozess ist.

    Quelle

  • Der Buddha als Mensch?

    • Igor07
    • 5. März 2026 um 17:00
    Anna Panna-Sati:

    Es ging mir jetzt auch nicht so speziell um jenes Adjektiv "angewidert", sondern prinzipiell darum, ob der Buddha solche Emotionen noch "empfand" und mit sich "herumtrug" (festhielt), ebenso wie dein Zitat es auszudrücken scheint:

    Ach ja, angewidert, tief betrübt, usw..

    Anna Panna-Sati:

    Er war "tief betrübt", litt aber nicht darunter?? -

    Bitte, können wir KI in Ruhe lassen?

    Der Buddha war als Mensch weitergeblieben, so lebte er auch als Mensch nach dem Erwachen.

    Also, sollte es bedeuten, dass er keine Emotionen mehr empfunden hatte?

    Nur Gelassenheit, also wie ein Roboter?

    KI kann auch keine Emotionen empfinden, sie kann sie alle simulieren. Mehr nicht.

    Wenn der Mensch keine normalen Emotionen spürt, also fühlt, dann geht es um keinen Menschen mehr.

    Sogar Jesus war tief betrübt und echt verzweifelt, warum aber sollte der Buddha so steril und fade sein?

    Ananda hatte geweint, der Buddha hatte ihn getröstet, der Buddha wachte selbst beim ruhrkranken Mönch, und das alles ohne Gefühle?

    Na ja, kann sein, aber ich kann mir das kaum vorstellen, liebe Anna.:shrug:

  • Anhaftung an den Dharma?

    • Igor07
    • 5. März 2026 um 11:49
    Practitioner:

    Ich habe mich gefragt, ob das ihr Weg ist zu große Anhaftung an den Dharma zu reduzieren. Indem man sagt ich mache einfach nur noch das Mantra.

    Da frage ich mich, geht es hier um Dharma:?: oder die Selbstbetäubung, so auch wie "Hare Krishna" kann man rund um die Uhr hinmurmeln und in tranceähnlichen Zustand zu verfallen.

  • Der Buddha als Mensch?

    • Igor07
    • 5. März 2026 um 11:41
    Anna Panna-Sati:

    ..."Angewidert verließ Buddha Kosambī und durch Bālakalonakāragāma und Pācīnavamsadaya wandernd, zog er sich alleine in den Pārileyyaka Wald zurück."

    Hi, Anna.


    Nach meinen sehr langen Recherchen habe ich kein Wort „angewidert“ in diesem Zusammenhang gefunden. Es geht sehr wahrscheinlich um eine interpretierende Übersetzungsentscheidung, die nicht im Pali-Kanon steht. Es wäre besser, wenn man, wenn es um den konkreten Text oder die Stelle geht, das direkt sieht, um was es hier geht. Und wenn egal welche bescheuerte KI oder Suchmaschine benutzt wird, im Klaren zu sein. Ich entschuldige mich, wenn es hart klingt. Aber wie viele User verwenden heutzutage diese Tools, kann man echt nur raten._()_


    P.S.


    Das zum Beispiel gibt es auch etwa als "freie" Übersetzung, aber was ist die Quelle, ist niemals ersichtlich. Die ganze Angelegenheit kann echt sehr peinlich werden, denn die Pali-Sprache funktioniert nach eigenen Gesetzen, aber nicht wie die westlichen Sprachen wie Englisch oder Deutsch. Wir sagen etwa: Die Schlange hat mich gebissen, aber dort sagt man: „Dank mir hat die Schlange den Biss durchgeführt.“ Und deswegen ist eine enorme Freiheit der Übersetzungen möglich, was den Sinn oder die Bedeutung verschleiert und verzerrt.


    Zitat

    Angesichts dieser Verbohrtheit und Dummheit sah der Buddha, dass für ihn hier nichts mehr zu tun war, und er kehrte – tief betrübt – allein nach Savatthi zurück.

    Geschichten aus dem Palikanon

  • Der Buddha als Mensch?

    • Igor07
    • 3. März 2026 um 17:11
    Anna Panna-Sati:

    ..."Angewidert verließ Buddha Kosambī und durch Bālakalonakāragāma und Pācīnavamsadaya wandernd, zog er sich alleine in den Pārileyyaka Wald zurück."

    Aber es geht um die bestimmte Gegend, oder?:?

    Egal …


    Zitat

    . Aus diesem Grund werden [aber] im Orden Streit, Zank, Zwist, Auseinandersetzung, Ordensspaltung, Ordensdifferenzen, Ordensstillstand und Verschiedenheit im Orden entstehen.’ Ihr Mönche, ein zur Spaltung neigender Mönch, soll vertraulich den anderen Mönchen sein Vergehen bekennen.“ Nachdem der Erhabene diesen Sachverhalt den Mönchen, die dem sus­pendierten Mönch folgten, dargelegt hatte, stand er vom Sitz auf und ging fort.

    271. Der Streit von Kosambi

    Anna Panna-Sati:

    (Dennoch: Vielleicht kriegst du, als "Otto-Normaler", ja noch irgendwann ein "Himmlisches Auge"? ;) )

    Ach, ja , das brauche ich nicht.;) LG.

  • Der Buddha als Mensch?

    • Igor07
    • 3. März 2026 um 15:37
    Anna Panna-Sati:

    Ich denke, weil man gemeinhin erwarten würde, dass der Buddha - nach dem Erwachen - gewissermaßen "über" den Emotionen stand, d.h., infolge der Geistesschulung und "Befreiung", sollten ihn weder negative, noch positive Emotionen in bestimmten Situationen "belasten" können (mangels "Ergreifen"), andernfalls würde er ja zwangsläufig darunter gelitten haben müssen.

    Aha...

    Doch, egal welche Emotionen, so wie positive, so auch negative, können entstehen, denn das ist einfach menschlich, ansonsten könnten wir als Homo sapiens nicht überleben. Aber wir können lernen, sie nicht zu ergreifen, dann haben sie keine Kraft mehr, uns zu versklaven, so scheint es mir.

    Ich kann mir kaum den Menschen vorstellen, der immer in Gelassenheit und Gleichmut verweilt, das wäre wie ein Roboter.

    Der Buddha zeigt sehr viele Emotionen auf, sehr tiefe, innere Ergriffenheit, als er drei Himmelsboten entgegentrat, als er mit Māra sprach, als er sehr viele Aspekte der Lehre erklärte. Das alles macht ihn menschlich aus, aber nicht rein steril, wo keine Emotionen mehr ablaufen, weil er über das alles steht oder alles beherrscht.


    Anna Panna-Sati:

    Der Begriff "angewidert", ist m.E. daher eine Fehl-Interpretation (vom Übersetzer?) oder einfach unzutreffend gebraucht. :shrug:


    Wo steht das Wort? Ich habe dreimal gelesen und es nicht gefunden. MN 128?

    Anna Panna-Sati:

    Diese Ungereimtheiten im Palikanon:

    Mal verfügt der Buddha über ein "himmlisches Auge", mit dem er Überweltliches

    wahrnehmen kann,

    Ach, das ist kein sinnvolles Argument, liebe Anna Panna-Sati , also wieder sollte ich blind vertrauen, dass der Buddha wie ein Übermensch ist, denn er hat ein "Himmlisches Auge", ich aber als Otto-Normaler keines.

    Na ja, das sind meine ersten Gedanken. Danke für den Beitrag, LG.


    P.S.


    Zitat

    Wo bleibt der "buddhistische Drewermann", der uns den Palikanon analog psychoanalytisch aufbereitet und erklärt?

    Doch, Ñāṇavīra Thera passt hier echt gut, mit enorm vielen Querhinweisen zu allen möglichen Bereichen, wie von moderner Physik, so auch zur existenziellen Philosophie und auch zur Psychologie. Mettiko Bhikkhu geht hier noch tiefer, denke ich.

    Aber es ist meine eigene Meinung.

  • Der Buddha als Mensch?

    • Igor07
    • 3. März 2026 um 12:17
    Anna Panna-Sati:

    Ja, Menschen machen Fehler, auch besonders kluge, weise und - anscheinend - sogar "Erwachte"/Erleuchtete.

    Wobei man selbstverständlich berücksichtigen muss, dass diese "Fehler" von anderer Perspektive aus, als solche bewertet wurden/werden, nämlich aus dem Blickwinkel Unerleuchteter

    (die obendrein noch aus einer gänzlich anderen Zeitepoche heraus urteilen).

    Was mir noch einfällt, wenn ich darüber mehr und mehr nachdenke, liebe Anna Panna-Sati .

    Wie sollten wir den Begriff „Erwachen“ bestimmen oder auch den Begriff „Nibbana“? Da gibt es keine einheitliche, für alle gültige Definition.

    Was den historischen Buddha betrifft, ist es sehr schwierig, wenn kaum möglich, so viel Übernatürliches und Märchenhaftes von den Fakten zu unterscheiden: Der Buddha entfachte das Feuer, um den Nāga-König zu besiegen, er ließ das Wasser nach allen Seiten zurückgehen (vergleiche es mit Mose), er konnte das Feuerholz zerkleinern – also immer wieder geht es um übernatürliche Kräfte.

    Ich kann also schlussfolgern: Wenn hier im Spiel etwas als Fakt dargestellt wird, womit kein moderner Mensch von heute und bestimmt kein Wissenschaftler etwas anfangen kann, sollte ich das alles als das betrachten, was real damals passiert ist?

    Wir sollten nicht vergessen, dass wir es mit Religion zu tun haben, also mit sehr geschickten Konstrukten, um die Leute zu bekehren und sie zu überzeugen.

    Die andere Frage wäre: Sollten wir an das alles und noch mehr blind glauben? Wie an die Auferstehung von Jesus oder an das Leben nach dem Tod? Das kann trösten, aber es hat alles mit der historischen Wahrheit nichts zu tun.

    Und meine eigene Position: Ich brauche es nicht.

  • Tod und Vergänglichkeit

    • Igor07
    • 3. März 2026 um 11:32

    Lieber void, das ist mir komisch, Entschuldigung, als ob der Tod daraus unterscheidet, bin ich Theravada- oder tibetischer Buddhist, bin ich Kommunist oder Atheist, wir sind doch alle gleich.

  • Tod und Vergänglichkeit

    • Igor07
    • 2. März 2026 um 19:46
    Railex:

    Andersherum?

    Warum sollte ich den Dharma praktizieren, um kürzer zu leben? :?

    Fällt mir kein Argument ein..

    Railex

    Du korrigierst mich sehr fleißig, was mir eingefallen ist.

    Aber Dhamma hat nichts ABSOLUT!, also NULL- mit einem längeren Leben zu suchen und heilt keine Krankheiten, außer spirituellen. So meinte Ajahn Buddhadasa, und das bedeutet, dass es keine innere Identifikation mit den Skandhas gibt, und es gibt auch nichts, was mir als „mein“ gehört. Punkt. Alles andere ist bitte nur reine Zeitverschwendung.


    Ich zitiere:


    Zitat

    Wenn wir es in Begriffen der Vier Edlen Wahrheiten ausdrücken: Leiden ist das Auftreten der Empfindungen von „Ich-und-Mein“; die Ursache des Leidens ist „Ich-und-Mein“; die Aufhebung des Leidens, Nibbāna, ist das Erlöschen von „Ich-und-Mein“; der Edle Achtfache Pfad ist die Methode oder das Mittel zur Beseitigung von „Ich-und-Mein“. Soweit es die Bedingte Zusammenentstehung (paticcasamuppāda) betrifft, erklärt der theoretische Teil detailliert, wie die „Ich-und-Mein“-Empfindung entsteht und vergeht; der praktische Teil zeigt, wie man Kontakt (phassa) zu kontrollieren hat, so dass er nicht zu Gefühl führt oder Gefühl so zu steuern, dass es Anhaften, die Wurzelursache für „Ich-und-Mein“, nicht entstehen lässt. Dies ist das wahre Herz der buddhistischen Praxis.

    Die Quelle:


    Texte zu „Ich-und-Mein“ von Buddhadāsa Bhikkhu BGM 2015


    https://www.dhamma-dana.de/files/Dhamma%20Dana/Buecher/buddhadasa/Buddhadasa_Bhikkhu-Auf_den_Punkt_gebracht-Texte_zu_Ich-und-Mein.pdf


    Viel Spaß weiter, würde nicht stören.:taube:

  • Tod und Vergänglichkeit

    • Igor07
    • 2. März 2026 um 10:32
    AndreasM:

    Kommt drauf an, ob du nur den Dharma praktizierst, um länger zu leben oder andersrum.

    Wenn jemand Dharma praktiziert, um länger zu leben, sollte man dann zum Seelenklempner gehen, denn es hat mit dem Buddhismus nichts zu tun und auch nicht zu suchen.

    Tod-sicher!

  • Der Buddha als Mensch?

    • Igor07
    • 1. März 2026 um 17:09
    Anna Panna-Sati:

    (Der Begriff "angewidert" für den Buddha, erscheint mir etwas unangebracht, da er Ekel und Widerwillen ausdrückt - wie passt das zum angeblich andauernden Gleichmut-"Modus" eines Erwachten?):

    Na ja, liebe Anna Panna-Sati , das ist das Problem mit dem Begriff „Erwachen“, wie ich es sehe.

    Es bedeutet nur, dass es kein Anhaften und keine Identifikationen mit den Skandhas gibt, mehr aber nicht, eigentlich.

    Nach dem Erwachen war der Buddha nicht imstande, die moderne Physik zu erklären; er hatte weiter so gesprochen, wie es in der damaligen Zeit üblich war.

    Und wie hätte er also heute gesprochen?

    Wir wissen es einfach nicht.

    Ich denke, Kay Zumwinkel kann sehr gut übersetzen, denn er beherrscht Pali einwandfrei, und es war sein Projekt.


    Anna Panna-Sati:

    Grundsätzlich empfiehlt es sich, Idolen gegenüber, immer wachsam zu bleiben, zu hinterfragen und zu prüfen und nicht in blinde Verehrung zu verfallen, die schlimmstenfalls zu unheilsamen Taten motiviert und damit alles Gute, Positive, konterkariert.

    Also, wenn ich davon ausgehe, dass der Buddha wie ein "normaler" Mensch war, aber kein Gott, warum sollte er dann nicht so starke Emotionen ausdrücken? ( "angewidert", usw..)

    Er hat sehr harte und manchmal derbe Sprache benutzt; sehr viele Beispiele kann man im Buch „Der Buddha und sein Orden“ von F. Schäfer finden.

    So denke ich etwa.:?

    LG.

    Igor.


    P.S.


    Entschuldigung: „Es wäre besser für dich, törichter Mann, du hättest dein männliches Glied in den Rachen einer schwarzen Schlange eingeführt oder in eine glühende Kohle als in eine Frau …“ usw.(S.109) Der arme Mönch war sehr niedergedrückt. Also sollten wir daraus schlussfolgern, dass er kein Mitgefühl besaß? Aber dann messen wir den Buddha nach den Maßstäben der heutigen Zeit, oder?

  • Zum Theravada im eigenem Hause

    • Igor07
    • 1. März 2026 um 13:45
    Railex:

    Im Einklang mit der Natur" ist ebenfalls sehr vage.

    Das ist nicht vage, aber bestimmt wie felsenfest sogar.


    Siehe Hier:


    Zitat

    Der Prozess des abhängigen Entstehens gilt sowohl für materielle Dinge
    (r¯upa-dhamma) als auch für immaterielle Dinge (n¯ama-dhamma); sowohl für
    die materielle Welt als auch für das menschliche Leben, welches sowohl aus
    physischen wie auch aus mentalen Aspekten besteht. Dieser Prozess äußert sich
    durch bestimmte Naturgesetze: 1.) dhamma-niy¯ama: das allgemeine Gesetz von
    Ursache und Wirkung; 2.) utu-niy¯ama: Gesetze der materiellen Welt (physische
    Gesetze); 3.) b¯ıja-niy¯ama: Gesetze, die Lebewesen betreffen, einschließlich der
    Genetik (biologische Gesetze); 4.) citta-niy¯ama: Gesetz von „Karma“ (willentliche
    Handlung; karmische Gesetzmäßigkeiten),31 welches das menschliche Befinden
    determiniert und unmittelbar mit der Ethik in Verbindung steht.

    Alles anzeigen

    S.270, PDF


    https://tivagaro.de/wp-content/uploads/BuddhadhammaDigital.pdf


    Buddhadhamma - Tivagaro Bhikkhu
    Das Buch Buddhadhamma, von P. A. Payutto. Hier in der deutschen Übersetzung als offizieller und kostenloser Download abrufbar.
    tivagaro.de


    Danke für die Diskussion, ich wünsche dir alles erdenkliche Gute, Railex :rad:

  • Zum Theravada im eigenem Hause

    • Igor07
    • 1. März 2026 um 13:16
    Railex:

    aber wer das nicht braucht, kann sich dann ebenfalls direkt der Praxis zuwenden, die die Natur erfordert.

    Unterm Strich landen wir Alle bei der Praxis oder eben nicht.

    Und was ist diese Praxis eigentlich? In der inneren Harmonie, im Einklang mit den Gesetzen der Natur zu leben, nicht mehr und nicht weniger. Oder mit dem eigenen Gewissen ins Reine zu kommen.
    Das Leben, wie es ist, stellt die Praxis dar, der Tod gehört bestimmt dazu. Aber kein blinder Glaube an das alles, nur weil es in den heiligen Texten steht. Das wäre dann der gerade Weg zum religiösen Fanatismus und zum Missbrauch ohne Ende, wie die Geschichte der Menschheit mehr als genug veranschaulicht.

    Ich zitiere sehr passend dazu Ajahn Chah, wie ich finde:


    Zitat

    „In Wirklichkeit ist dieses Menschensein nichts Besonderes. Es gibt einfach die universellen Merkmale: Geburt am Anfang, Wandel in der Mitte und Vergehen am Ende. Das ist schon alles.
    Wenn wir sehen, dass es sich mit allen Dingen so verhält, dann entstehen keine Probleme.
    Wenn wir das zutiefst verstehen, dann haben wir Frieden und Zufriedenheit.“

    _()_

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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