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  1. Buddhaland Forum
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Ich, Selbst, Ego ... häää?

  • Milou
  • 26. Mai 2012 um 16:09
  • Zum letzten Beitrag
  • Milou
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    • 28. Mai 2012 um 16:52
    • #76

    Doris: Interessante Link-Sammlung! Wenns nicht so schlimm wäre, könnte es ja eigentlich lustig sein. Der Grad an Verwirrung scheint mir hier aber schon echt pathologisch zu sein.

    Nyima: Da ich 'ne Weile nicht hier im Forum war und mich sowieso nicht um Esoterik-Zeugs kümmere, war mir der Name Lanoo kein Begriff. Man versucht dann erstmal, sich ernsthaft mit allen neuen Thesen auseinanderzusetzen. Insofern ist eine "saubere" Argumentation schon sinnvoll. Inzwischen habe ich mir aber von ihm ein Bild gemacht (s.o.)

    LG

    Milou

    "... Wer jedoch nur Ochsenscheiße hat im Geist, der sieht nur Ochsenscheiße überall."

  • malsehen
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    • 28. Mai 2012 um 18:48
    • #77
    Nyima:
    malsehen:

    Das folgt aber leider auch nicht (um das non sequitur mal aufzunehmen): Nur weil Buddha die eine eigene Karma-Lehre im Unterschied zur vorherrschenden Lehre in seiner Umgebung dargestellt hat, hätte er auch alle anderen abweichenden Elemente mit gleicher Präsenz darstellen sollen? Können – ja, müssen, im Sinne eines »daraus folgt (logisch zwingend)« – nein.

    Sorry, ich kann Dir nicht ganz folgen. Was meinst Du mit "alle anderen abweichenden Elemente mit gleicher Präsenz"?

    Wenn der Grund, weshalb Buddha zögerte, Atman als das Selbst zu oft zu präsentieren darin bestand, dass der Atman des Buddha nicht der Atman der damaligen indischen Lehre war, dann folgt daraus, dass der Budhha aus dem selben Grund auch hätte zögern müssen, Karma zu oft zu präsentieren, da die Karma-Lehre des Buddha nicht die Karma-Lehre der damaligen indischen Lehre war.

    Das ist alles, was ich gesagt habe, da diese zwei Dinge - Atman (als Grundlage für die Lehre von Anatman) sowie Karma - grundlegende Aspekte der buddhistischen Lehre sind, und beides sich in abweichender Form auch in verschiedenen hinduistischen philosophischen Systemen wiederfindet. Von "anderen abweichenden Elementen" habe ich nicht gesprochen und schon gar nicht habe ich impliziert, dass Buddha aus diesem Grund auch all die anderen abweichenden Elemente in gleicher Präsenz darstellen hätte sollen.

    Nein nicht alle. Mein Ansinnen war nur zu sagen, dass er im einen Fall (seine Aussage A weicht ab) zu dem Schluss gekommen sein mag, es trotzdem zu sagen. im ähnlichen aber nicht gleichen Kontext (seine Aussage B weicht ab) aber eben nicht. Es war seine Entscheidung zu zwei Dingen auf vergleichbarem Hintergrund zwei Wege zu wählen. Aus dem ersten folgt nicht das zweite.


    Hochachtungsvoll
    Mal Sehen

  • mukti
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    • 28. Mai 2012 um 20:17
    • #78
    Milou:

    Aus allgemein bekanntem Grunde wird ja allerorten über das ICH bzw. NICHT-ICH diskutiert.
    Hier und da gibt es auch den einen oder anderen ICH-Bekenner, allerdings in unterschiedlichen
    Auslegungen der Bedeutung von ICH/SELBST/EGO.

    Könnt ihr mal eine Definition eurer Sichtweisen von ICH/SELBST/EGO posten?
    Falls möglich vermeidet Zitate aus irgendwelchen Schriften und verwendet eure eigenen Worte
    bzw. Vorstellungen.
    Milou

    Die Diskussion hier ist zwar schon etwas vorangeschritten, aber da möchte ich doch in aller Kürze mit meiner Sichtweise antworten.

    ICH
    Bedeutet immer ich bin Körper oder Geist, oder beides, oder ein Teil davon. Es ist das Bewusstsein, das durch Identifikation mit den Anhaftungsgruppen (Skandhas, die Bestandteile des Körpers und Geistes) entsteht. Der Vorgang der Identifikation wird durch die Skandhas selbst hervorgerufen, das Ich ist nicht etwas unabhängiges, das sich mit Körper/Geist identifiziert. Die Identifikation entsteht durch Begehren. Je nach Zustand und Wandel der Skandhas wandelt sich das Ich - ich bin klein, groß, fröhlich, traurig, gescheit, dumm, ich bin der Bundespräsident, ich bin ein Bettler, usw.

    SELBST
    Die Annahme einer unabhängigen, ursachlosen Wesenheit in verschiedenen Religionen und Philosophien, mit entsprechend verschiedenen Definitionen wie etwa göttlicher Funke, ewige Seele, reines Sein usw. Meines Erachtens ein eigentlich spekulativer Begriff, der auf dem Wunsch beruht, für immer ohne Leiden zu existieren.
    Profan wird der Begriff auch als Synonym für Ich verwendet, z.B. bei Selbstwertgefühl, und bei verschiedenen Sichtweisen der Psychologie.

    EGO
    Sehe ich so, wie es im Wikipedia steht: Ich und Ego sind exakte Synonyme.

    Mit Metta, mukti.


  • mukti
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    • 28. Mai 2012 um 20:34
    • #79
    Doris Rasevic-Benz:

    Ich werde das Gefühl nicht los, dass sich nicht jeder über die Person informiert hat, bevor er sich auf Diskussionen einließ.
    Hier ein paar Links zum Stöbern. Danach kann man sich immer noch überlegen, ob es sich lohnt über die Thesen, die hier hineingeworfen wurden zu diskutieren.

    http://www.esowatch.com/ge/index.php?title=Christian_Anders
    http://www.esowatch.com/ge/index.php?t…rtschaftspartei
    http://www.christiananders.com/
    http://www.straube-verlag.de/
    http://www.christian-anders.e-sfk.de/
    http://ae-ll.e-sfk.com/viewtopic.php?f=2&t=2
    http://regnum-astrum.e-sfk.de/index.php

    Liebe Grüße
    Doris - Knochensack

    Alles anzeigen

    Ach du meine Güte :roll:
    Danke für die Links, man glaubt ja nicht was es alles gibt...

    Mit Metta, mukti.


  • Dorje Sema
    Gast
    • 28. Mai 2012 um 20:58
    • #80

    von mukti am 28. Mai 2012, 20:17

    1.Wie eine Krankheit hat man die Leidenswahrheit zu betrachten,
    2.wie die Ursache der Krankheit die Wahrheit von der Leidensentstehung,
    3.wie die Heilung der Krankheit die Wahrheit von der Leidenserlöschung,
    4.wie die Arznei die Wahrheit vom Pfade. (Vis. XVI).
    »Im höchsten Sinne hat man alle vier Wahrheiten als leer zu betrachten, u. zw. weil es da (1) keinen Fühlenden, (2) keinen Täter, (3) keinen Erlösten und (4) keinen auf dem Pfade Wandelnden gibt. Darum heißt es:

    ,Bloß Leiden gibt es, doch kein Leidender ist da.
    Bloß Taten gibt es, doch kein Täter findet sich.
    Erlösung gibt es, doch nicht den erlösten Mann.
    Den Pfad gibt es, doch keinen Wand'rer sieht man da.
    '

    ,Von Dauer, Schönheit, Glück, Persönlichkeit
    Ist leer die erste und die zweite Wahrheit,
    Von Ichheit leer das todlose Gebiet,
    Und ohne Dauer, Glück und Ich der Pfad.
    ' (Vis. XVI).

    Die erste Edle Wahrheit bezieht sich durchaus nicht etwa bloß auf Leiden als Gefühl, sondern lehrt, dass infolge des universalen Gesetzes der Vergänglichkeit alle Daseinsphänomene, selbst die höchsten Glückszustände, dem Wechsel und Untergang unterworfen, also elend und unzulänglich sind und ohne Ausnahme den Keim des Leidens in sich tragen. Vgl. Guide VI :idea:
    Quelle: sacca

    Lebt lange gesund & in Frieden

    _()_ Nomad

  • mukti
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    • 28. Mai 2012 um 21:33
    • #81

    Nomad? Irgendwie versteh ich nicht wieso das von mukti sein soll und weshalb man über den Link zu seinem Profil kommt?

    Mit Metta, mukti.


  • brigittefoe
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    • 28. Mai 2012 um 21:59
    • #82
    Milou:

    Aus allgemein bekanntem Grunde wird ja allerorten über das ICH bzw. NICHT-ICH diskutiert.
    Hier und da gibt es auch den einen oder anderen ICH-Bekenner, allerdings in unterschiedlichen
    Auslegungen der Bedeutung von ICH/SELBST/EGO.

    Das ist ein Aspekt, der mich immernoch (schon wieder) verwundert bzw. irritiert.

    Könnt ihr mal eine Definition eurer Sichtweisen von ICH/SELBST/EGO posten? ( Lanooo1: bitte keine Missionierungstexte)
    Falls möglich vermeidet Zitate aus irgendwelchen Schriften und verwendet eure eigenen Worte
    bzw. Vorstellungen.

    ICH persönlich bin der Ansicht, dass es durchaus eine individuelle Identität (ICH) gibt, die die Erfahrungen
    und Prägungen meines biologischen, physisch definitiv existenten Gehirns widergibt. Ob das ICH nur bedingt
    existiert oder nicht ist mir hier erstmal wurscht - es existiert jedenfalls. In der religiösen Interpretation entsteht
    das "schadhafte" EGO aus dem Anhaften. Anhaften weg = EGO weg. Es handelt sich hier also m. E. nach um
    vollkommen unterschiedliche Aspekte, die nur leider oft synonym verwendet werden. Die Kombination aus
    Körper und Geist könnte an dann als das SELBST bezeichnen. Das wäre dann nochmal was anderes. Vermutlich
    habt ihr noch diverse andere Beispiele, die das gesagte ergänzen (oder widerlegen?).

    Je nachdem wie ich diese Worte interpretiere, kann ich die Schriften für mich unterschiedlich auslegen, oder?

    (Ähnlich ist das Thema Nirvana: Geisteszustand im hier und jetzt oder Auslöschen nach der letzten Wiedergeburt
    und dem letzten Sterben
    ?)

    ICH bin verwirrt ...

    Milou

    Alles anzeigen



    Will mich mal um eine Kurzfassung bemühen.

    Ein Ich muß ich ja erst mal entwickeln, mich erkennen,
    meinen Charakter, welcher meine Persönlichkeit ausmacht.
    Das kommt ja ganz automatisch in den Jugendjahren,
    ein Kind ist (bis zur Pupertät, meine ich), von einem
    Egodenken meistgehend verschont, vorausgesetzt es
    wächst unter normalen Bedingungen auf und wird
    nicht verzogen.

    Dann, wenn ich mich um geistige Reife bemühe,
    das Leid, Alter, Tod und Vergänglichkeit rund um mich
    herum auch wahrnehme, beginne ich dieses Ego
    (geformt, konditioniert, wie auch immer),
    ganz bewußt Stück für Stück wieder abzugeben
    und mich der kindlichen Unschuld und Reinheit
    wieder anzunähern.

    LG

    Es ist eine wahre Schmach und Schande, daß wir Christen wie blinde Hühner umhergehen und nicht erkennen, was in uns ist und davon gar nichts wissen.
    Johannes Tauler

  • Milou
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    • 28. Mai 2012 um 22:10
    • #83
    brigittefoe:

    ... Das kommt ja ganz automatisch in den Jugendjahren,
    ein Kind ist (bis zur Pupertät, meine ich), von einem
    Egodenken meistgehend verschont, vorausgesetzt es
    wächst unter normalen Bedingungen auf und wird
    nicht verzogen...

    Liebe Brigitte,

    das ist meiner Meinung nach ein Trugschluss, da ein Kleinkind z.B. ausschließlich egoistisch handelt in dem Sinne, dass es nach der Befriedigung seiner körperlichen Bedürfnisse trachtet: Hunger, Durst, Wärme, Geborgenheit, etc.

    Altruismus oder Mitgefühl gibt es nicht, sondern nur Instinkt.

    LG

    Milou

    "... Wer jedoch nur Ochsenscheiße hat im Geist, der sieht nur Ochsenscheiße überall."

  • Simo
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    • 28. Mai 2012 um 22:13
    • #84
    Milou:

    Altruismus oder Mitgefühl gibt es nicht, sondern nur Instinkt.

    LG

    Milou

    Nein ? Haha ... :lol: Das heißt Chenresi ist der Bodhisattva der Instinkte :?:

    Kein "Ich" - keine Probleme.

  • brigittefoe
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    • 28. Mai 2012 um 22:16
    • #85
    Milou:
    brigittefoe:

    ... Das kommt ja ganz automatisch in den Jugendjahren,
    ein Kind ist (bis zur Pupertät, meine ich), von einem
    Egodenken meistgehend verschont, vorausgesetzt es
    wächst unter normalen Bedingungen auf und wird
    nicht verzogen...

    Liebe Brigitte,

    das ist meiner Meinung nach ein Trugschluss, da ein Kleinkind z.B. ausschließlich egoistisch handelt in dem Sinne, dass es nach der Befriedigung seiner körperlichen Bedürfnisse trachtet: Hunger, Durst, Wärme, Geborgenheit, etc.

    Altruismus oder Mitgefühl gibt es nicht, sondern nur Instinkt.

    LG

    Milou

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    Tiere sowie Säuglinge leben ausschließlich von Instinkten,
    da gebe ich Dir schon recht, aber das hat m.M. nach nichts mit
    einem EGO zu tun.

    Es ist eine wahre Schmach und Schande, daß wir Christen wie blinde Hühner umhergehen und nicht erkennen, was in uns ist und davon gar nichts wissen.
    Johannes Tauler

  • Dorje Sema
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    • 28. Mai 2012 um 22:31
    • #86
    Zitat

    mukti: Irgendwie versteh ich nicht wieso das von mukti sein soll und weshalb man über den Link zu seinem Profil kommt?

    Ist doch ganz einfach und schlicht, dieser Beitrag bezog sich auf diesen Beitrag: von mukti am 28. Mai 2012, 20:17

    Hierbei ist mir dann wohl beim verlinken ein Fehler unterlaufen, welcher sich nicht mehr beheben lässt weil,

    Lebt lange gesund & in Frieden

    _()_ Nomad

  • mukti
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    • 29. Mai 2012 um 09:09
    • #87

    Ach so ist das. Ja dieses Zitat in deinem Beitrag klärt dann ja endgültig, was die Lehre über den Verbleib eines Ich sagt.

    "Im höchsten Sinne hat man alle vier Wahrheiten als leer zu betrachten, u. zw. weil es da (1) keinen Fühlenden, (2) keinen Täter, (3) keinen Erlösten und (4) keinen auf dem Pfade Wandelnden gibt".

    Mit Metta, mukti.


Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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