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Welche Belehrungen verdient man hier nicht?

  • Hanzze.
  • 7. April 2012 um 16:29
  • Zum letzten Beitrag
  • Hanzze.
    Gast
    • 7. April 2012 um 16:29
    • #1

    Dies habe ich hier gelesen:

    Zitat

    Was jene betrifft, die die Belehrungen nicht Verdienen

    •]Wer nicht intelligent ist,
    •wer keine Angst vor Geburt und Tod hat, und der aus den Belehrungen einen Gegenstand zum Plaudern macht,
    •wer die Belehrungen nicht geheim halten kann,
    •wer einen eitlen Geist hat,
    •wer nicht übt, aber Urteile fällt,
    •wer die eigenen Fehler verbirgt, aber bei den anderen nach Fehlern sucht,
    •jene, die den wahren Sinn nicht verstehen und nichts anderes als sich selbst sehen,
    •wer andere betrügt und an Anhaftungen gebunden ist,
    •wer von Sehnsucht geschüttelt wird und unter dem Einfluss des Stolzes steht,
    •wer das Äußerliche verabscheut und nur das Innere ersehnt,
    •wer die spirituelle Fähigkeit als Flucht vor übler Nachrede, die das Verhältnis der Menschen zueinander ruiniert, benutzen will,
    •wer auf dem Marktplatz die Geheimnisse der eigenen Familie heraus schreit,
    •wer als Banner schmutzige Wasche aufzieht,
    •wer mit den eigenen Juwelen protzt, aber die wertvolle Essenz versteckt
    → allen jenen soll man keine Belehrungen geben. Auf dass die Lehren für diese ein Geheimnis bleiben,sollen sie sorgfältig bewahrt werden.
    Mag cig Labdrön

    Alles anzeigen

    Sehr gut, sehr gut *schmunzel* nur das mit Geheim versteh ich nicht. Muß sich also um Mystische Lehren und Zauberei handeln die da im speziellen angesprochen werden, oder ist da etwas anderes gemeint?
    Wie steht es eigentlich um jene, die sich die Lehre zum weltlichen nutzen machen wollen, sprich Untugendhafte? Ist da das Belehren von mystischen (vielleicht siddhi) erlaubt? Was mich zu der weiteren Frage führt ob das beherrschen von z.B. Siddhi nicht eigentlich nur weltlichen Zwecken dient? In dem Fall würde sich meine erste Frage erübrigen, da es ja wohl dann um eine weltliche Mission dreht. (Hat alles in allem -aus meiner Sicht- einen gewissen Sektenbeigeschmack)

    Steht das alles nicht auch ein bisschen im Wiederspruch zu der allgemeinen Vorstellung das man jeden Belehren kann und zur Vorstellung das man Missionieren sollte/müsste?

  • xxx
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    • 8. April 2012 um 15:36
    • #2

    Ich finde das Statement gar nicht mal so schlecht, sogar sehr ehrlich.

    Da ich weder Angst vor Geburt noch Tod habe, weiss ich genau das er mir nichts beibringen kann.

    Gruss Bakram

  • Lirum Larum
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    • 8. April 2012 um 15:41
    • #3

    Hanzze, ich stelle mal missbilligend fest, dass Du den Bereich "Tibetischer Buddhismus" zuspamst.
    Was interessiert Dich der Tibetische Buddhismus überhaupt?

    :rainbow: Gute Wünsche für jede und jeden. :tee:


  • Hanzze.
    Gast
    • 8. April 2012 um 16:30
    • #4

    Ich vermute (nur Vermutung, Annahme Spekulation) das du etwas von dir (deines, unseres...) kritisiert siehst. *schmunzel* (Das Thema ist aus einem anderen Thema gekommen wo man es nicht zu besprechen haben wollte, deshalb ein neues Thema). Vielleicht magst du ja einfach auch die Fragen eingehen. (natürlich nur wenn man das darf und Erklärungen dazu nicht Geheim sind)

  • Lirum Larum
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    • 8. April 2012 um 17:03
    • #5

    Hm, Du stellst die Frage schon zum dritten Male, jedes Mal mit einer anderen Überschrift.

    Scheint Dir ja irgendwie wichtig zu sein. Magst Du denn erklären, was daran so wichtig ist? Für Dich? Willst Du einen tibetischen Lehrer nehmen und Dich schonmal vorbereiten, dass Du Argumente hast, falls er Dich nicht nimmt? :) Läuft da einer bei Euch in Kambocha herum? Oder was ist das Problem?

    :rainbow: Gute Wünsche für jede und jeden. :tee:


  • Hanzze.
    Gast
    • 8. April 2012 um 17:26
    • #6

    "Welche Belehrungen verdient man hier nicht?" *schmunzel* ist die Frage und was das mit dem Geheimnisquatsch für einen Sinn neben weltlichen Zielen haben soll.

    Lehrer nehmen (kaufen oder sich verkaufen/Geschäft) mag vielleicht weltlich gesehen ganz normal sein, aber persönlich strebe ich das nicht so an also keine Sorge um zu viel persönliche Motivation.

  • Simo
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    • 18. April 2012 um 17:13
    • #7

    "Geheimhalten" meint nicht das "Geheimhalten" im Sinne einer Geheimniskrämerei oder schlichter Unterschlagung von Lehrinhalten um eine ausgewählte Elite zu erhalten.

    Mein Aufruf an Hanzze:

    Lerne die tibetisch-buddhistischen Begriffe, sonst kriegst du alles in den falschen Hals!!!


    Geheim heist im Vajrayana immer "die geheime Natur des Geistes, also die innerste Natur des Geistes betreffend".
    Viele verstehen dieses Belehrungen nicht, wenn sie noch nicht reif dafür sind, deswegen werden sie nicht an jeden weitergegeben, um die Erfahrung davon nicht zu verwässern.
    Aber einen Theravadin aus Kambodscha sollte das eigentlich nicht interessieren.

    Kein "Ich" - keine Probleme.

  • Hanzze.
    Gast
    • 18. April 2012 um 17:19
    • #8

    Hatte ich nach dem "Geheimnis" gefragt *schmunzel* , Eliteschüler? Das falsche Ergreifen von unpassenden Ideen ist wohl ein Geheimnis des dir noch nicht weitergeben wurde.

  • Simo
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    • 18. April 2012 um 17:24
    • #9

    Nein, aber das war die Grundlage deines Unverständnisses.

    Kein "Ich" - keine Probleme.

  • Hanzze.
    Gast
    • 18. April 2012 um 17:27
    • #10

    Warum denkst du das da ein Unverständnis ist wenn jemand etwas fragt, bevor du überhaupt zu der Spekulation kommst was der Grund dafür sein könnte? *schmunzel* Vielleicht magst du zur Frage und der inbegriffenen Kritik etwas selbstständig denken um zu verstehen auf was es hinausgeht.

    Und mit deinem Ausrutscher Elite, triefst du auch schon das fette Brot für den Bauernfang dieses Pyramidenspieles. Damit bist du wohl die Würde eines guten Schülers los, aber das muß kein Schaden sein.

  • Simo
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    • 18. April 2012 um 17:35
    • #11

    Ich sagte, dass es eben nicht dazu da ist eine "Elite" zu erhalten, oder etwas ähnliches.
    Der Ausrutscher war also eine Ausgeburt deiner Gedanken über mich.

    Dein obiges Eingangszitat der ehrwürdigen Machig Labdrön sagt lediglich: "Wirf keine Perlen vor die Säue."
    Mit Mission hat das nichts zu tun. Überhaupt, wo steht geschrieben bzw. wer hat dir gesagt, dass Buddhisten Mission betreiben sollten?

    Kein "Ich" - keine Probleme.

  • Hanzze.
    Gast
    • 18. April 2012 um 17:40
    • #12

    Geheimnisse sind nur für jene Geheimnisse die nach welchen suchen. *schmunzel* Dieser Quelle dieses Ausrutschers, der wenn man den Geist versteht, ist ein genialer Angelhacken, ein sehr genialer den sieht man weder noch muß man ihn direkt ausdrücken. Ein Funke zur rechten Zeit genügt. *zapp*

    Ich denke du verstehst jetzt vielleicht warum ich da hier hinterfrage auch den du den Hacken heute noch nicht raus bekommst.

    Zitat

    Wer hat dir gesagt, dass Buddhisten Mission betreiben sollten?


    Wenn sie von ihren Schülern leben und auf Vinaya verzichten, ist das ein naturgemäße Erscheinung. In unsere Gesellschaft nennt man das Markt und der lebt nur so lange er wächst, dann bricht er zusammen. Kein Wachstum keine Existenz. *schmunzel* Das ist das tiefe Geheimnis des Geistes, das geht viel tiefer als man denkt. Das Geheimnis von Geburt und Tod, und das streben nach überleben.

    Einmal editiert, zuletzt von Anonymous (18. April 2012 um 17:45)

  • Simo
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    • 18. April 2012 um 17:44
    • #13

    Ich verstehe weder dich, dein Deutsch, noch was du bezweckst, wenn du hier in einem Unterforum merkwürdige Allgemeinplätze verbreitest.

    Wenn du ein ach so guter Buddhist bist, der du ja scheinbar glaubst zu sein, da du uns hier regelmäßig Belehrungen zuteil werden lässt, dann solltest du dir mal die Silas zur Rechten Rede ansehen.


    Und aus.

    Kein "Ich" - keine Probleme.

  • Hanzze.
    Gast
    • 18. April 2012 um 17:48
    • #14

    Möchtest du ein guter Buddhist sein? *schmunzel* Ohh, das ist der Widerhaken am Hacken. Was hängt den da eigentlich an dem Hacken fest?

  • Grund
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    • 18. April 2012 um 18:33
    • #15
    Simo:

    Wenn du ein ach so guter Buddhist bist, der du ja scheinbar glaubst zu sein, da du uns hier regelmäßig Belehrungen zuteil werden lässt, dann solltest du dir mal die Silas zur Rechten Rede ansehen.

    Löwe, red nicht so mit nem Affen :lol:

  • Simo
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    • 18. April 2012 um 19:00
    • #16

    Wenn der Affe dem Löwen auf der Nase rumtanzt, darf der Löwe auch mal brüllen. :lol:

    Kein "Ich" - keine Probleme.

  • Echo7
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    • 18. April 2012 um 21:34
    • #17

    Hier wird wieder provoziert.Hanze will sich wieder wichtig machen.

  • Hanzze.
    Gast
    • 19. April 2012 um 04:04
    • #18

    Schau mal Simo,

    hier eine nettes kambodschanische Volksmärchen, dass vielleicht etwas in diesem Thema verständlicher macht. *schmunzel*

    Zitat

    Der Tiger, der Affe und der Hase

    Es war einmal ein Tiger, der war auf Nahrungssuche, aber er hatte kein Glück. Er lief und lief, da bemerkte er einen Fischadler, der am Ufer eines Teiches auf einem Baum saß und schrie: „Ok o, ok o!“ Der Tiger dachte bei sich: „Was könnte ich tun, um den zu fangen, der so weit oben sitzt? Wenn ich hinaufklettere, wird er mich sehen und fortfliegen. Wann wäre die rechte Zeit, ihn zu erhaschen?“ Und der Tiger setzte sich und beobachtete den Fischadler. Der Vogel aber richtete seine wachsamen Augen auf das Wasser, bereit zum Fang, wenn ein Fisch sich zeigen würde. Nach kurzer Zeit stieß er herab, schnappte einen Fisch und hielt seine Mahlzeit. Als das der Tiger sah, dachte er: „Oho, der faule Adler tut weiter nichts als stumm dazusitzen, wenn ein Fisch an die Oberfläche kommt, schnappt er zu und hat ihn sofort. Er braucht sich nicht so anzustrengen wie ich. Ich muß solange laufen und suchen, bis ich nicht mehr kann, ich habe es schwer. Aber der braucht sich nicht anzuschleichen und nicht zu verstecken. Ich werde es genauso machen wie er, dann habe ich es leichter.“

    Der Tiger lief weiter, um einen stillen Teich mit vielen Fischen zu suchen. Bald kam er an einen Teich, an dessen Ufer große Bäume standen, die genug Schatten gaben, so daß er sich ausruhen konnte. Aber vor dem Tiger war schon ein Mann an den Teich gekommen, der dort seine Angeln ausgelegt hatte. Weil die Angeln sehr lang waren, konnte er sie vom Land aus nicht gut beobachten. Deshalb stieg er auf einen hohen Baum und blieb dort ruhig und schweigsam sitzen.

    Der Tiger machte einen Satz hiehin und einen Satz dorthin, denn er suchte einen Baum, auf den er klettern konnte, um dem Beispiel des Fischadlers zu folgen. Der Angler hörte den Lärm und bemerkte einen Tiger, der auf einen Baum kletterte, sich im Geäst der Baumkrone niederließ und dabei Laute wie ein Fischadler ausstieß. Der Angler wagte nicht sich bemerkbar zu machen. Er blieb ruhig sitzen und beobachtete den Tiger.

    Nach einiger Zeit steckte ein Fisch den Kopf aus dem Wasser. Sofort sprang der Tiger in den Teich. Er kam prustend wieder hoch, und der Mann hörte sein „Khak Khak“. Darüber müßte der Mann lachen, er rief laut: „So stirb du doch, du dummes Gespenst! Was willst du nun tun, um dich umzubringen?“

    Als der Tiger das hörte, blickte er sich um und gewahrte den Mann auf dem Baum. Er starb fast vor Scham, denn noch nie hatte er sich so dumm benommen wie jetzt. Er dachte: „Dieser Mann hat mich gesehen. Er ist zwar allein, aber wenn er wieder zu Hause ist, wird er es den anderen erzählen und meine Schande noch vergrößern. Ich muß mir den Mann kaufen, damit er niemanden etwas sagt.“ Da wandte sich der Tiger flehend an den Angler. „oh“, sagte er, „ich wollte es dem Fischadler gleichtun und nach seiner Methode Fisch fangen. Aber dabei wäre ich fast ertrunken. Ich schäme mich sehr, und ich bitte dich, habe Mitleid mit mir und erzähle es keinem. Ich will mich dafür auch erkenntlich zeigen.“ Der Mann fragte: „Was gibst du mir dafür?“ „Ich verspreche dir, jeden Morgen ein Tier für dich zu fangen. Du kannst es täglich hier an dieser Stelle holen.“ Der Man war zufrieden und kehrte nach Hause zurück.

    Am nächsten Morgen ging er zur gleichen Stelle, um sich vom Tiger das Wild zu holen, und der Tiger brachte von da an täglich ein Tier, er blieb es ihm kein einziges Mal schuldig. An vielen Tagen hatte der Mann nun schon ein Tier nach Hause gebracht, da begann seine Frau, sich darüber zu wundern. In der Nacht fragte sie ihn: „Wie machst du es, daß du jeden Tag ein Tier nach Hause bringst? Jedemal ist es ein anderes, manchmal ein Wildschwein, manchmal ein Hirsch und manchmal ein Reh.“ „Ich lege Fallen“, antwortete der Man. „Was sind daß für Fallen, die niemals einen Fehler machen? Laß mich mitkommen, damit ich sie mir ansehen kann!“ Da vergaß der Mann sein Versprechen, das er dem Tiger gegeben hatte, denn er war sicher, daß der Tiger jedesmal wiederkommen würde. Er erzählte seiner Frau die ganze Geschichte, und die Frau glaubte ihm auch alles.

    Am nächsten Morgen wollte sich der Mann wieder sein Tier vom Tiger holen. Als er zur gewohnten Stelle kam, saß der Tiger sprungbereit da und wartete auf ihn. Er sagte: „Ei, Mann, ich habe auf dich gewartet, denn nun werde ich dich fressen. Hatte ich dir nicht verboten, mit jemanden zu sprechen? Dafür habe ich dir doch jeden Tag ein Tier gebracht. Warum hast du gesprochen?“

    Der Mann bekam ganz verstörte Augen, solche Angst hatte er. Er widersprach nicht, sondern bettelte: „Bruder Tiger, friß mich nur, ich sage nichts dagegen. Ich weiß ich habe gesprochen. Aber bevor ich sterbe, laß mich meine Frau benachrichtigen.“

    Der Tiger willigte ein. „Nungut, so geh, aber beeile dich! Ich warte, solange mein Maul noch feucht vom Speichel ist. Wenn es trocken wird, dann folge ich dir und fresse dich und deine Frau. Denn wie sollte ich einen Mann am Leben lassen, der nicht schweigen kann!“

    Der Mann ging traurig davon. Er bereute sehr, sein Wort nicht gehalten und gesprochen zu haben. Als er bei seiner Frau war, erzählte er ihr alles. Dann sagte er: „Ich kann nicht länger bleiben, denn der Tiger wartet. Wenn er lange warten muß, kommt er her und frißt uns beide!“ Die Frau begann zu weinen, und sie bedauerte sich und bereute die gemachten Fehler. Der Mann nahm Abschied von seiner Frau und lief weinend zum Tiger zurück. Unterwegs traf er den Hasen, der ihn fragte: „Wohin gehst du und warum weinst du so?“ Da erzählte der Mann dem Hasen on seinem Unglück, und er erzählte alles von Anfang an. „Oh“, sagte der Hase, „habe keine Angst! Hole mir zuerst einen Bund Bananen. Warum fürchtest du diesen dummen Tiger?“

    Der Mann freute sich sehr. Er lief schnell davon, um die Bananen zu holen. Als er sie dem Richter Hase übergab, sagte er: „Nehmt, Herr und rettet mir mein Leben, denn bald wird der Tiger kommen und mich fressen!“ „Ei“, antwortete der Hase, „wir bleiben jetzt zusammen und beobachten den Tiger.“ Der Hase suchte einen Hügel, dann setzte er sich, um die Gegend weit überblicken zu können.

    Der Tiger, der schon lange auf den Mann gewartet hatte, machte sich nun auf den Weg. Er hatte nichts weiter im Sinn, als den Mann und seine Frau zu fressen, denn für ihn waren nun beide schuldig.

    Als er am Fuße des Hügels angelangt war, entdeckte ihn der Mann und meldete dies dem Hasen: „Er ist da Herr!“ Richter Hase sagte: „Sprich kein Wort, warte bis er nahe heran ist!“ Als der Tiger ganz nah vorbeiging, stopfte sich der Hase eine Banane in den Mund und rief mit heiserer Stimme: „Hem, hem“ Nun habe ich schon fünf Tiger gefressen und bin immer noch nicht satt. Ich habe auch eine Aubergine, dick wie mein kleiner Finger, gefressen, die brennt mir nun so im Hals, daß er fast auseinanderspringt, hem, hem!“

    Als der Tiger dies hörte, sprang er in großen Sätzen davon. Richter Hase aber wiederholte seine Rede noch mehrmals. Der Tiger rannte was er konnte, er sah nicht zurück und als er schon weit weg war, traf er auf einem Affen, der auf einem Baum saß. Der Affe rief herunter: „Bruder Tiger, warum rennst du so?“ Der Tiger hielt an und antwortete: „Oh, wie groß muß der doch sein! Er frißt fünf Tiger und ist immer noch nicht satt! Ich hatte Angst und bin weggelaufen, weil ich fürchtete, er würde mich auch noch fressen.“ „Hast du ihn gesehen, Bruder?“ fragte der Affe. „Nein, ich habe nur seine Stimme gehört.“ Der Affe fragte wieder: „Wo hast du die Stimme gehört?“ „In der Nähe eines Hügels, der mit Pongro-Bäumen bewachsen ist.“ Da sagte der Affe: „Ich glaube, das war Richter Hase. Wir wollen von hier oben aus den Hügel beobachten.“ „Aber nein“, sagte der Tiger, „Daß war nicht die Stimme eines Hasen.“ „Doch, es war bestimmt der Hase. Laß uns zurückgehen und sehen wer dort ist.“ Aber der Tiger sträubte sich. „Ich habe Angst, Bruder Affe, daß du mich verläßt. Denn wenn es gefährlich wird, kannst du schnell auf einen Baum klettern, und ich muß dann allein sterben.“

    Der Affe beruhigte den Tiger: „Wenn du Angst hast, daß ich dich verlassen könnte, so wollen wir unsere Schwänze aneinanderbinden. Dann kann ich nur mit dir zusammen auf einen Baum klettern.“ „Nun, so will ich gerne mitkommen“, sagte der Tiger, „also, gehen wir! Aber keiner darf den anderen verlassen!“ Der Tiger und der Affe banden darauf ihre Schwänze fest zusammen und liefen zu dem Hügel. Der Mann sah sie kommen und berichtete des Richter Hase. „Oh, Herr! Er kommt zurück. Aber diesmal bringt er einen Affen mit! Ich habe Angst Herr!“ „Beunruhige dich nicht!“, sagte der Richter Hase. „Bleib nur still und warte, bis sie ganz nahe heran sind!“ Der Hase legte sich eine Banane zurecht, die er sich zur rechten Zeit wieder in den Mund stopfen wollte.

    Als die beiden ganz nahe heran waren, fragte der Affe: „ Wo war es, Bruder Tiger?“ „Hier“, sagte der Tiger. „Die Stimme kam von da.“ Jetzt stopfte sich der Richter Hase die Banane in den Mund und rief: „Hoho, der Affe mit den Krallen ist da! Schon vier, fünf Jahre hast du Schulden bei mir und bringst mir nur diesen abgemagerten Tiger. Das ist gemein von dir, Affe!“

    Als der Tiger das hörte, machte er einen Sprung und wollte weglaufen. Der Affe versuchte, ihn zurückzuhalten, aber der Tiger hörte nicht. Er dachte nur: „Oh, der Affe will mit meinem Körper seine Schulden bezahlen!“ Der Affe rief: „Bruder Tiger, halt an! Bruder Tiger, halt an!“ Aber der Tiger hörte nicht, denn er glaubte, daß ihn der Affe hierhergeführt habe, um ihn auszuliefern und sich selbst zu befreien. Der Tiger lief weit, bis der Affe an einen Baum geschleudert wurde . Sein zerschlagener Körper fiel zu Boden, und er starb ganz ohne Grund.


    Verschließe deinen Mund, wie du eine Flasche verkorkst.

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  • Jinen
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    • 19. April 2012 um 09:01
    • #19

    Hanzes Anfrage ist gar nicht so schlecht. Denn sie hinterfragt die Idee, dass bestimmte Lehren nur für bestimmte Leute geeignet sind. Und für viele nicht. (Die Idee gibts ja auch noch mal ausdifferenziert in der Diskussion über die tibetischen Schulen, Kagyü ist nix für Intellektuelle etc.) Und sollen wir im Buddhismus nicht alles hinterfragen? (Aber wehe jemand macht das wirklich).
    Wenn eine Lehre nur für wenige geeignet ist, ist sie halt nur ein kleines Fahrzeug (Auf indisch Hinayana). Weil dann nur wenige damit fahren können.
    Meiner Erfahrung nach ist es gefährlich, einer elitären Lehre anzugehören. Es erweckt den Eindruck des besonderen. Wenn man Glück hat, hat man einen Lehrer, der das ein wenig dämpft.
    Und Buddhas Lehre ist für mich immer wieder der Fingerzeig auf das einfache, nicht besondere, unspektakuläre. Letztlich auch kein erlangen, kein weitergeben, kein erfahren, sondern ein verlieren.
    Letztlich ist Buddha nicht Sieger, sondern Looser. Aber das ist nichts, womit man Leute anlockt.

  • Doris
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    • 19. April 2012 um 09:14
    • #20
    Zitat

    Wenn eine Lehre nur für wenige geeignet ist, ist sie halt nur ein kleines Fahrzeug (Auf indisch Hinayana). Weil dann nur wenige damit fahren können.

    Das habe ich noch nie gehört.
    Ich höre "'Hinayana" so, dass damit gemeint ist, dass Praktizierende nur sich selbst "mit dem Fahrzeug" mitnehmen. Nicht, weil sie so toll sind und die Lehre so exklusiv, sondern, weil sie nur sich selbst im Auge haben. Mahayana-Praktizierende nehmen alle mit auf die Reise, haben das Wohl aller Wesen im Auge. Deshalb "kleines" und "großes Fahrzeug". Ich sehe das nicht als Wertung.

    Ich vermute eher, dass von einem zum anderen Fahrzeug hin und hergewechselt wird. Das beobachte ich an mir, wenn ich mich mal ausschließlich um mich kümmere und wenn ich dann wieder mich als Teil des Ganzen erfahre. Aber das ist meine Sichtweise.

    Liebe Grüße
    Doris – Knochensack

    Der Sinn des Lebens besteht darin, Rudolph, dem Schwurkel, den Schnabel zu kraulen.

  • Lirum Larum
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    Buddh. Richtung
    Ich protestiere gegen den mangelnden Respekt vor den unterschiedlichen Traditionen.
    • 19. April 2012 um 09:15
    • #21
    Jinen:

    Hanzes Anfrage ist gar nicht so schlecht. Denn sie hinterfragt die Idee, dass bestimmte Lehren nur für bestimmte Leute geeignet sind. Und für viele nicht. (Die Idee gibts ja auch noch mal ausdifferenziert in der Diskussion über die tibetischen Schulen, Kagyü ist nix für Intellektuelle etc.) Und sollen wir im Buddhismus nicht alles hinterfragen? (Aber wehe jemand macht das wirklich).
    Wenn eine Lehre nur für wenige geeignet ist, ist sie halt nur ein kleines Fahrzeug (Auf indisch Hinayana). Weil dann nur wenige damit fahren können.
    Meiner Erfahrung nach ist es gefährlich, einer elitären Lehre anzugehören. Es erweckt den Eindruck des besonderen. ...


    Eben, Jinen! Diese Diskussion hier ist aber vollkommen falsch.
    Hier werden mit suggestiven Fragen Dinge unterstellt, die so nicht existieren!

    Und woher kommt das?

    Weil da jemand in anderer Leute Nase popelt, anstatt sich an die eigene zu fassen. Das ist das Problem mit Hanzze. Er sieht immer Gier und so bei allen anderen. Tja, woher das wohl kommt? Kein weiterer Kommentar...

    Möge Hanzze also bitte das Eröffnen von suggerierenden Threads in Bereichen, wo er keine Ahnung hat und auch keine Ahnung haben will, unterlassen.
    Möge er den Palikanon rauf und runter hinterfragen.
    Denn das hier, was er hier macht, ist sinnlos - ehrliche Fragen aus ehrlichem Interesse zu stellen geht nämlich anders. ;)

    Hugh!

    :rainbow: Gute Wünsche für jede und jeden. :tee:


  • Dorje Sema
    Gast
    • 19. April 2012 um 11:36
    • #22

    "Hinayana" kann über dies hinaus mit "Feindbesieger" übersetzt werden. Wichtig hierbei ist es zu verstehen worin als auch wodurch der "Feind" besteht bzw. Bestand hat. :?::idea:
    Insofern bezieht sich "Hinayana" auf die Disziplin des "Pratimoksha" oder auch individuelle Selbstbefreiung die in den vorläufigen ›Zustand‹ eines Arhant bzw. auch Pratyekhabuddha mündet. Also nichts was "Geringschätzung" verdient, es sei denn da will jemand ›das Dach vor dem Haus bauen‹ :idea:

    just my two cent

    Lebt lange und in Frieden

    añjalī अञ्जलि
    Dorje Sema

  • Hanzze.
    Gast
    • 19. April 2012 um 11:51
    • #23
    Zitat

    sei denn da will jemand ›das Dach vor dem Haus bauen‹


    Ein sehr wichtiger Aspekt, den man sich durch den Kopf gehen lassen sollte. *schmunzel* Der Rest des Statements ist wohl eher... viel Phantasie oder soll ich jetzt Gedanken eines Arahant's oder Paccecabuddha's sagen?

  • Dorje Sema
    Gast
    • 19. April 2012 um 12:35
    • #24
    Zitat

    von Hanzze.: Der Rest des Statements ist wohl eher... viel Phantasie oder soll ich jetzt Gedanken eines Arahant's oder Paccecabuddha's sagen?

    Kommt drauf an unter welchem Aspekt "man" was wie und wodurch (als auch wann) kontempliert, wie war das noch gleich an ›hier besungener‹ Stelle :idea::?::lol:

    Lebe lange und in Frieden

    añjalī अञ्जलि
    Dorje Sema

  • Hanzze.
    Gast
    • 19. April 2012 um 12:52
    • #25

    Sicher, das ist ein wichtiger Punkt und den spreche ich ja hier an. Fundament für einen weltlichen Zweck zum Errichten eines Hauses (Burg, Festung) in der Welt oder Fundament um das bauen mit allen seinen Wirkungen zu beenden.

    Das eine ruht auf rechter Sichtweise, das andere auf falscher Sichtweise und daraus ergibt sich auch die entsprechend Absicht. *schmunzel*

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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