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Zwei Wahrheiten - Textstellen

  • Onda
  • 12. März 2012 um 10:37
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1. offizieller Beitrag
  • Onda
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    • 12. März 2012 um 10:37
    • #1

    Habe mal ein wenig gekramt zum Thema "Zwei Wahrheiten":

    1) TNH: Das Herz des Kosmos, S. 31
    2) TNH: Das Herz von Buddhas Lehre, eigenes Kapitel
    3) Ayya Khema: Um was geht’s denn wirklich: 182
    4) Josef Goldstein: Ein Dharma, 155
    5) Steve Hagen: Buddhismus kurz und bündig, 193f
    6) Steve Hagen: How the World Can be the way it is, 13, 139, 225, 265, 278
    7) Michael von Brück: Einführung in den Buddhismus, eigenes Kapitel

    Würde mich freuen über weitere Text-Tipps!

    1) historische, konventionelle, relative Wahrheit/bedingt/relativ

    2) letzendliche Wahrheit/nicht bedingt/absolut

    Charlie

    "Es gibt nichts Gutes, außer: man tut es." (Erich Kästner)
    "Dharma books and tapes are valuable, but the true dharma is revealed through our life and practice." (Thich Nhat Hanh)

  • Ji'un Ken
    Gast
    • 12. März 2012 um 10:51
    • #2

    Gib mal "buddhismus+2zwei wahrheiten" bei Google ein. :D

    http://www.theravadanetz.de/frameset.html?…7betr_Kap9.html
    http://www.buddhismuskunde.uni-hamburg.de/fileadmin/pdf/…-K05Ngawang.pdf
    http://de.wikipedia.org/wiki/Dharma#Zwei_Wahrheiten

    usw.

  • nibbuti
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    • 12. März 2012 um 11:15
    • #3
    Charlie:

    Habe mal ein wenig gekramt zum Thema "Zwei Wahrheiten":

    Würde mich freuen über weitere Text-Tipps!

    Wikipedia:

    Die buddhistisches Lehre von den zwei Wahrheiten unterscheidet zwischen zwei Ebenen der Wahrheit im buddhistischen Diskurs: eine relative oder konventionelle Wahrheit (Pāli: sammuti sacca) und eine letztendliche oder absolute, spirituelle (Pāli: paramattha sacca). [..] Diese Lehre [..] wurde in der gängigen Form von Nagarjuna zusammengefasst, der es auf das Kaccayanagotta Sutta basierte.

    http://en.wikipedia.org/wiki/Two_truths_doctrine

    Zitat

    S.12.15. Der Sproß aus dem Hause Kaccāyana - 5. Kaccānagotta Sutta

    1. Ort der Begebenheit: Sāvatthī.

    2. Und es begab sich der würdige Sproß aus dem Hause Kaccāyana [27] dorthin, wo der Erhabene sich befand. Nachdem er sich dorthin begeben und den Erhabenen ehrfürchtig begrüßt hatte, setzte er sich zur Seite nieder.

    3. Zur Seite sitzend, sprach dann der würdige Sproß aus dem Hause Kaccāyana zu dem Erhabenen also: "Rechte Einsicht, rechte Einsicht, Herr, sagt man. In wie weit, Herr, gibt es nun rechte Einsicht?"

    4. "Auf zweierlei (Möglichkeit) kommt, Kaccāyana, diese Welt zumeist hinaus [28], auf Sein und auf Nichtsein.

    5. Für den nun, Kaccāyana, der den Ursprung der Welt der Wirklichkeit gemäß mit richtigem Verständnis betrachtet, gibt es das nicht, was in der Welt ,Nichtsein' (heißt); für den aber, Kaccayana, der die Aufhebung der Welt der Wirklichkeit gemäß mit richtigem Verständnis betrachtet, gibt es das nicht, was in der Welt ,Sein' (heißt).

    6. Durch Aufsuchen, Erfassen und Dabeiverbleiben [29] ist ja, Kaccāyana, diese Welt zumeist gefesselt. Wenn nun jemand [30], Kaccāyana, dieses Aufsuchen und Erfassen, das Wollen des Denkens, sein Eindringen und Darinbeharren nicht aufsucht, nicht erfaßt, nicht dazu den Willen hat in dem Gedanken: es ist in mir kein Ich [31], - und wenn er dann daran, daß Leiden alles ist, was entsteht und Leiden alles ist, was vergeht, nicht zweifelt und kein Bedenken hat und infolge seines ausschließlichen Vertrauens [32] schon das Wissen hievon besitzt - in so weit, Kaccāyana, gibt es rechte Einsicht.

    7. ,Alles Ist', das, Kaccāyana, ist das eine Ende. ,Alles ist nicht, das ist das andere Ende. Diese beiden Enden vermeidend, verkündet in der Mitte der Tathāgata seine Lehre:

    8. Aus dem Nichtwissen als Ursache entstehen die Gestaltungen; aus den Gestaltungen als Ursache entsteht das Bewußtsein; aus dem Bewusstsein als Ursache entstehen Name und Form; aus Name und Form als Ursache entstehen die Sechs Sinnestore; aus den Sechs Sinnestoren als Ursache entsteht Kontakt; aus Kontakt als Ursache entsteht Empfindung; aus Empfindung als Ursache entsteht Verlangen; aus Verlangen als Ursache entsteht Anhaften; aus Anhaften als Ursache entsteht Werden; aus Werden als Ursache entsteht Geburt; aus Geburt als Ursache entsteht Alter und Tod, Schmerz und Klagen, Leid, Betrübnis und Verzweiflung. Auf solche Art kommt der Ursprung der ganzen Masse des Leidens zu stande. Aus dem restlosen Verschwinden aber und der Aufhebung des Nichtwissens folgt Aufhebung der Gestaltungen; aus der Aufhebung der Gestaltungen folgt Aufhebung des Bewußtseins; aus der Aufhebung des Bewußtseins folgt die Aufhebung von Name und Form; aus der Aufhebung von Name und Form folgt die Aufhebung der Sechs Sinnestore; aus der Aufhebung der Sechs Sinnestore folgt die Aufhebung des Kontakt; aus der Aufhebung des Kontakt folgt die Aufhebung der Empfindung; aus der Aufhebung der Empfindung folgt die Aufhebung des Verlangens; aus der Aufhebung des Verlangens folgt die Aufhebung des Anhaftens; aus der Aufhebung des Anhaftens folgt die Aufhebung des Werdens; aus der Aufhebung des Werdens folgt die Aufhebung der Geburt; aus der Aufhebung der Geburt folgt die Aufhebung von Alter und Tod, Schmerz und Klagen, Leid, Betrübnis und Verzweiflung. Auf solche Art kommt die Aufhebung der ganzen Masse des Leidens zustande."

    http://www.palikanon.com/samyutta/sam12_20.html#s12_15

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  • wusheng
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    • 12. März 2012 um 11:34
    • #4

    Ich biete mal den Namen "Jiddu Krishnamurti" an. Ist sicher keine schnelle + direkte Antwort auf Deine Frage, Charlie, aber der Wahrheits-Begriff wird auch von ihm behandelt.
    Herzlichen Gruß,
    Wusheng

  • nibbuti
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    • 12. März 2012 um 11:35
    • #5
    Charlie:

    Würde mich freuen über weitere Text-Tipps!

    Buddha:

    (Ansicht)

    6. "Und was, ihr Bhikkhus, ist Richtige Ansicht? Richtige Ansicht, sage ich, ist von zweifacher Art: es gibt richtige Ansicht, die von den Trieben beeinträchtigt wird, die an Verdiensten teilhat, die auf der Seite der Vereinnahmung zur Reife gelangt (Pali: samma ditthi s'asavas) [4]; und es gibt Richtige Ansicht, die edel, triebfrei, überweltlich, ein Pfadfaktor ist (Pali: samma ditthi)."

    7. "Und was, ihr Bhikkhus, ist richtige Ansicht, die von den Trieben beeinträchtigt wird, die an Verdiensten teilhat, die auf der Seite der Vereinnahmung zur Reife gelangt? 'Es gibt Gaben, Dargebrachtes und Geopfertes; es gibt Frucht und Ergebnis guter und schlechter Taten; es gibt diese Welt und die andere Welt; es gibt Mutter und Vater; es gibt spontan geborene Wesen; es gibt gute und tugendhafte Mönche und Brahmanen auf der Welt, die diese Welt und die andere Welt durch Verwirklichung mit höherer Geisteskraft erfahren haben und erläutern.' Dies ist richtige Ansicht, die von den Trieben beeinträchtigt wird, die an Verdiensten teilhat, die auf der Seite der Vereinnahmung zur Reife gelangt."

    8. "Und was, ihr Bhikkhus, ist Richtige Ansicht, die edel, triebfrei, überweltlich, ein Faktor des Pfades ist? Die Weisheit, die spirituelle Fähigkeit der Weisheit, die Geisteskraft der Weisheit, das Erleuchtungsglied der Wirklichkeitsergründung, der Pfadfaktor der Richtigen Ansicht [5] in einem, dessen Geist edel ist, dessen Geist triebfrei ist, der den Edlen Pfad besitzt und den Edlen Pfad entfaltet: dies ist Richtige Ansicht, die edel, triebfrei, überweltlich, ein Faktor des Pfades ist."

    http://www.palikanon.com/majjhima/zumwinkel/m117z.html


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  • xxx
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    • 12. März 2012 um 12:21
    • #6

    Lieber Charlie

    Seit jeher habe ich mühe dieses Konzept zu verstehen. Wegen der Art und Weise wie mein Verstrand arbeitet.

    Ich verstehe nicht wie man von zwei Wahrheiten sprechen kann. Es gibt doch nur Wahr oder Falsch. Halb Wahr oder relativ Wahr gibt es, zumindest in der Logik, nicht.

    Vielleicht liegt es daran dass ich den Begriff wahrheit als Logische Aussage gebrauche. Man kann den Begriff Wahrheit auch als bezeichnung für 'Tatsache' gebrauchen im Gegensatz zu 'Spekulation' oder 'Phantasiegebilde'. Aber auch hier ist ein sachverhalt entweder 'Tatsache' oder 'Phantasie'.

    Ich glaube mittlerweile der Begriff relative Wahrheit wir für leicht erkennbare Tatsachen der Begriff absolute Wahrheit für schwierig erkennbare Tatsachen gebraucht.
    Analog der niederen 4 Jhanas (Erkennen der relativen Wahrheit) und der höheren 4 Jhanas (Erkennen der absoluten Wahrheit)

    Ein guter Text diesbezüglich:

    http://www.buddhismuskunde.uni-hamburg.de/fileadmin/pdf/…-K05Ngawang.pdf

    Gruss Bakram

  • Onda
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    • 12. März 2012 um 12:37
    • #7
    Bakram:

    Lieber Charlie
    Seit jeher habe ich mühe dieses Konzept zu verstehen. Wegen der Art und Weise wie mein Verstrand arbeitet.
    Ich verstehe nicht wie man von zwei Wahrheiten sprechen kann. Es gibt doch nur Wahr oder Falsch. Halb Wahr oder relativ Wahr gibt es, zumindest in der Logik, nicht.
    Vielleicht liegt es daran dass ich den Begriff wahrheit als Logische Aussage gebrauche.

    Ja, die Begriffe... Manchmal ist in diesem Zusammenhang auch von den "Zwei Wirklichkeiten" die Rede. Gemeint sind letztlich zwei sich durchdringende Seinsebenen mit jeweils unterschiedlichen Gesetzmäßigkeiten. Man könnte auch von Seinsdimensionen sprechen. Wird das verständlicher?

    Charlie

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  • void
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    • 12. März 2012 um 15:22
    • Offizieller Beitrag
    • #8

    Die Problem fangen doch dort an, wo man Wahrheit nicht einfach nur als "Weg zur Wirklichkeit" aufzufassen sondern als eine bessere, höhere, transzendes Abbild der Wirklichkeit. Als eine bessere und höhere Art der konventionellen Wahrheit.

    Denn das verführt zu einer Sichtweise, in der man den normalen Blick nach aussen (auf Objekte) mit inneren Zuständen (z.B Wohlwollen, Hass) vermischt. Man psychologisiert/spiritualisiert das Äußere und findet sich in einer magischen Welt wieder, in der Emanationen des Guten mit dämonische Kräften ringen. Weil man der äußeren Welt Geisteszustände unterschiebt, wird Ritualen nicht nur zugestanden die eignen Sicht zu verändern sondern die Wirklichkeit als solches so verbiegen zu können das Parkplatzmangel und Erdbeben ausgeräumt werden können.

    In der konventionellen Sicht ist nur eins absolut: Das Unhinterfragte Ich. Deswegen ist die Gefahr bei allen derartigen Vermischungen, dass man wieder dort landet.

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  • Onda
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    • 12. März 2012 um 15:26
    • #9
    void:

    Die Problem fangen doch dort an, wo man Wahrheit nicht einfach nur als "Weg zur Wirklichkeit" aufzufassen sondern als eine bessere, höhere, transzendes Abbild der Wirklichkeit. Als eine bessere und höhere Art der konventionellen Wahrheit.

    Ersetze "Wahrheit" durch "Wirklichkeit". Konventionelle und absolute Wirklichkeit sind zwei Seiten einer Münze, zwei Seiten einer Wirklichkeit.
    Charlie

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  • void
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    • 12. März 2012 um 15:38
    • Offizieller Beitrag
    • #10
    Charlie:

    Ersetze "Wahrheit" durch "Wirklichkeit". Konventionelle und absolute Wirklichkeit sind zwei Seiten einer Münze, zwei Seiten einer Wirklichkeit. Charlie

    Der Begriff "Wirklichkeit" passt hier sowieso viel besser. Soweit ich es verstehe, geht es um verschiedene Zugänge zuder einen Wirklichkeit. Den direkten Zugang (nicht-duale) oder der auf das Ich bezogene Zugang, dem deswegen alles zu Objekten reduziert wird. Diese Abstraktionen nennnt man dann "Wahrheiten".

    Das Reden von zwei Wahrheiten finde ich dagegen extrem irreführend, weil da so getan wird, als handelt es sich um etwas Vergleichbares. So als würde man die Nicht-Wähler als Wähler der Nicht-Wähler-Partei behandeln und sie auffordern eine Parteispitze zu wählen. Genauso verführt der Begriff einer "abosluten Wahrheit" dazu das was jenseits unseres Denkens liegt in bekannten Kategorien zu behandeln.

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  • Ji'un Ken
    Gast
    • 12. März 2012 um 16:41
    • #11

    In Absprache mit dem Threaderöffner habe ich den Rest verschoben.
    Siehe http://www.buddhaland.de/viewtopic.php?f=1&t=9032

  • simak
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    • 12. März 2012 um 20:36
    • #12

    Etwas unschicklich mich selbst zu zitieren, aber meine Beiträge scheinen der Schere zum Opfer gefallen zu sein:

    simak:

    Der für mich bisher verständlichste Text dazu:
    Einführung in die Leerheit von Guy Newland
    Die genauen Textstellen reiche ich später nach.

    simak:

    Ich sehe gerade auf der Webseite von Guy Newland, dass er zudem noch ein Buch mit dem Titel The TwoTruths geschrieben hat. Nur auf englisch verfügbar, aber vielleicht noch dichter an der Ursprungsfrage dran.

    Textstellen: Insbesondere die Kapitel
    4 - Endgültiges und Konventionelles Radio S.59ff
    5 - Verlässliche Quellen S. 73ff
    6 - Engültige Wirklichkeit exisitiert konventionell S.85ff

    Hier die Zusammenfassung zweier Ausschnitte, die mir beim Verständnis sehr geholfen haben:

    Guy Newland, Einführung in die Leerheit, S.71:

    Kernaussagen Kapitel 4
    Nichts vermag endgültiger Analyse standzuhalten. Untersucht man etwas im Hinblick auf seine endgültige Bestehensweise, erweist es sich unweigerlich als leer.

    Durch die Analyse werden die Dinge nicht widerlegt. Sie unter Bedingungen endgültiger Analyse nicht aufzufinden, bedeutet lediglich, dass sie jeglicher endgültigen oder essenziellen Natur, wie sie unter Bedingungen einer derartigen Analyse auffindbar sein müsste, entbehren. Die Dinge existieren bloß konventionell und dies bedeutet, dass sie existieren

    Guy Newland, Einführung in die Leerheit, S.83:

    Kernaussagen Kapitel 5
    Unsere Sinne irren hinsichtlich der Seinsweise der Dinge. Die Dinge erscheinen ihnen als essenziell wirklich, als objektiv und unabhängig gegeben, während das in der Tat nicht der Fall ist.

    Und doch stellen unsere Sinne verlässliche Wissensquellen darüber dar, welche Dinge existieren, vorausgesetzt sie werden nicht durch Echos, optische Täuschungen, Krankheit, Drogen etc. beeinträchtigt oder getrübt. Zwar erscheint uns ein Tisch irrtümlicherweise als intrinsisch wirklich, nichtsdestoweniger ist ein Tisch vorhanden, und wir wissen das vermittels unserer Sinnesorgane.

    Nichts existiert in der übertriebenen Weise, wie es unseren Sinen irtümlicherweise erscheint, nicht einmal konventionell.

    _()_
    simak

    Einmal editiert, zuletzt von simak (12. März 2012 um 20:59)

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    • 12. März 2012 um 20:42
    • #13

    Und was machst du damit? Wie "fühlt" sich das an, wenn du das verstehst? Wie ändert sich dein Erfahren? 8)

  • simak
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    • 12. März 2012 um 20:52
    • #14

    Zum Thema Wahrheit:

    Dass etwas wahr ist, muss festgestellt werden. Festgestellt werden muss es von einem Subjekt und zwar nach vereinbarten Regeln. Die so festgestellt Wahrheit ist gültig für alle Subjekte, die dieser Vereinbarung zustimmen.

    D.h. wenn ich den Regeln der naturwissenschaftlichen Methode zustimme, dann sind für mich (und alle anderen Zustimmenden) naturwissenschaftliche Erkenntnisse wahr. Wenn ich den Regeln konventioneller Wahrheit zustimme, sind konventionelle Aussagen für mich wahr, z. B. dass sich jemand schlecht fühlt, weil er Streit mit seiner Freundin hatte. Wenn ich den Regeln buddhistischer Lehrer zustimme, wie z. B. Leerheit anhand philosophischer Argumente und Meditationserfahrung nachgewiesen werden kann, sind entsprechende Aussagen für mich wahr.

    _()_
    simak

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    • 12. März 2012 um 21:28
    • #15

    Warum ist eigentlich Wahrheit interessant? Wenn ich esse, dann esse ich und wenn ich schlafe, dann schlafe ich. Ob das nun wahr ist oder nicht, was kümmert's denn? 8)

  • nibbuti
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    • 12. März 2012 um 22:15
    • #16
    TMingyur:

    Warum ist eigentlich Wahrheit interessant? Wenn ich esse, dann esse ich und wenn ich schlafe, dann schlafe ich. Ob das nun wahr ist oder nicht, was kümmert's denn? 8)


    Ganz so einfach ist es nicht, lieber TM.

    Jedes Ding hat bekanntlich eine Ursache.

    Essen und Schlafen können Weisheit oder Verlangen als Ursache haben.

    zB wenn Essen und Schlafen als Schönheitskur oder Glücklichmacher gepriesen und geglaubt wird, ist Verlangen die Ursache.

    Hier ist Wahrheit für den Meditierenden wie ein scharfes Messer, das durch den Schleier der Unwissenheit schneidet und Bedingtes Entstehen auflöst.

    :)

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  • Mabuttar
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    • 12. März 2012 um 22:35
    • #17

    Jedes Trennen ist Erzeugen, Jedes Erzeugen eine Trennung heißt es u. a. im Daoismus.

    Die Wahrheit ist einfach und vielseitig, je nach Perspektive

    So ist jedes Ding und Erleben einzigartig und doch im wesentlichen gleich. Alles hat seine feinsten Unterschiede und Einmaligkeiten und zugleich hat alles seine Gemeinsamkeiten.

    Nibbana:..Befreit von der Zuordnung durch Form, Vaccha, ist der Tathagata tief, grenzenlos, hart auszuloten, wie die See. 'Wiedererscheinen', ist nicht anwendbar. 'Nicht wiedererscheinen',ist nicht anwendbar... MN72 (http://zugangzureinsicht.org/)

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    • 13. März 2012 um 06:02
    • #18
    nibbuti:
    TMingyur:

    Warum ist eigentlich Wahrheit interessant? Wenn ich esse, dann esse ich und wenn ich schlafe, dann schlafe ich. Ob das nun wahr ist oder nicht, was kümmert's denn? 8)


    Ganz so einfach ist es nicht, lieber TM.


    Warum ist eigentlich "einfach" interessant? Wenn ich esse, dann esse ich und wenn ich schlafe, dann schlafe ich. Ob das nun einfach ist oder nicht, was kümmert's denn? 8)

    nibbuti:


    Jedes Ding hat bekanntlich eine Ursache.

    Essen und Schlafen können Weisheit oder Verlangen als Ursache haben.

    zB wenn Essen und Schlafen als Schönheitskur oder Glücklichmacher gepriesen und geglaubt wird, ist Verlangen die Ursache.

    Hier ist Wahrheit für den Meditierenden wie ein scharfes Messer, das durch den Schleier der Unwissenheit schneidet und Bedingtes Entstehen auflöst.

    :)


    Da hört sich einer selbst gerne beim Schnattern zu. Egal, lass einfach Schnattern. Ob das wahr ist oder nicht, oder einfach oder nicht, was kümmert's denn? 8)

  • accinca
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    • 13. März 2012 um 10:12
    • #19
    TMingyur:

    Warum ist eigentlich Wahrheit interessant? Wenn ich esse, dann esse ich und wenn ich schlafe, dann schlafe ich. Ob das nun wahr ist oder nicht, was kümmert's denn? 8)


    Es geht in der Lehre ja auch nicht um irgend eine Wahrheit sonder
    um die Wahrheit über die Tatsache des Leidens und seine Auflösung.
    Wer des Leiden nicht erkennt, dem kann es genügen zu essen solange
    er kann oder etwas anderes zu machen.

  • Grund
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    • 13. März 2012 um 18:18
    • #20
    accinca:
    TMingyur:

    Warum ist eigentlich Wahrheit interessant? Wenn ich esse, dann esse ich und wenn ich schlafe, dann schlafe ich. Ob das nun wahr ist oder nicht, was kümmert's denn? 8)


    Es geht in der Lehre ja auch nicht um irgend eine Wahrheit ...


    Ausgangspunkt waren die sog. zwei Wahrheiten. hast du noch deine anzubieten? Dann hätten wir schon drei 8)

  • accinca
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    • 13. März 2012 um 20:10
    • #21
    TMingyur:
    accinca:


    Es geht in der Lehre ja auch nicht um irgend eine Wahrheit ...


    Ausgangspunkt waren die sog. zwei Wahrheiten. hast du noch deine anzubieten? Dann hätten wir schon drei 8)


    Ja, der Buddha hatte bekannterweise sogar vier Wahrheiten gelehrt. 8)

  • nibbuti
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    • 13. März 2012 um 20:11
    • #22
    TMingyur:


    Warum ist eigentlich "einfach" interessant? Wenn ich esse, dann esse ich und wenn ich schlafe, dann schlafe ich. Ob das nun einfach ist oder nicht, was kümmert's denn? Da hört sich einer selbst gerne beim Schnattern zu. Egal, lass einfach Schnattern. Ob das wahr ist oder nicht, oder einfach oder nicht, was kümmert's denn?


    TM, komm mal klar!

    Dazu gehört schon etwas mehr als Essen & Schlafen.

    Sonst wär auch das Karnickel meiner Schwester erleuchtet und würde nicht die Zeit mit Stofftier besteigen oder im Kreis laufen vertun.

    Gleichgültigkeit ist nicht gleichzusetzen mit Gleichmut.

    Diskussion über Dhamma ist nicht schattern.

    Unreflektiert & wiederholt Ansichten verbreiten ist schnattern.

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  • Grund
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    • 13. März 2012 um 20:50
    • #23
    nibbuti:
    TMingyur:


    Warum ist eigentlich "einfach" interessant? Wenn ich esse, dann esse ich und wenn ich schlafe, dann schlafe ich. Ob das nun einfach ist oder nicht, was kümmert's denn? Da hört sich einer selbst gerne beim Schnattern zu. Egal, lass einfach Schnattern. Ob das wahr ist oder nicht, oder einfach oder nicht, was kümmert's denn?


    TM, komm mal klar!


    Klarer gehts nicht 8)

    nibbuti:


    Dazu gehört schon etwas mehr als Essen & Schlafen.


    Zu Essen & Schlafen gehört mehr als Essen & Schlafen ... soso.


    nibbuti:


    Sonst wär auch das Karnickel meiner Schwester erleuchtet und würde nicht die Zeit mit Stofftier besteigen oder im Kreis laufen vertun.


    ... da reden wir wohl aneinander vorbei, denn ich sprach von Essen & Schlafen 8)

  • GaliDa68
    Gast
    • 13. März 2012 um 21:08
    • #24
    Zitat

    Dazu gehört schon etwas mehr als Essen & Schlafen.

    Lieber nibutti,

    ich bin jemand, ich kann mir nicht merken wie die Sutra heißen, aber ich merke mir Inhalte ganz gut …
    Das erste, das ich jemals über den Buddha las vor Jahrzehnten, war eine Sutra, da sagte er: "Wenn ich esse, dann esse sich, wenn ich uriniere, dann uriniere ich … " Ich bin jetzt zu faul das Buch rauszuholen, das ich immer noch habe, leg mich also nicht auf den Namen fest.
    Aber das habe ich nie vergessen, weil es mich so beeindruckt hat. Du kannst auch das Diamant-Sutra nehmen oder die Stelle, an der Buddha die Blume in die Hand nahm und Mahakasyapa erleuchtet wurde … Und – das ist am wichtigsten – Du kannst es selbst erfahren. Mehr ist nicht.
    Und das ist nicht Gleichgültigkeit.

    Liebe Grüße
    Knochensack

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    • 13. März 2012 um 21:09
    • #25
    GaliDa68:


    Und das ist nicht Gleichgültigkeit.

    Nenn es wie du willst. Es ist vollkommen egal 8)

Ausgabe №. 137: „Sorgen entsorgen?"

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