Bei den drei präsentierten Fazits fehlt mir ausgerechnet jenes, das in der Überschrift versprochen wurde, nämlich Glauben an Wiedergeburt, weil es spirituell fruchtbar ist (i. S. v. vorteilhaft, zweckmäßig für die Befreiung) und nicht weil es empirisch belegbar, logisch beweisbar oder traditionell üblich ist.
Ich jedenfalls vertraue darauf, dass der Buddha die Spannungspole Nicht-Selbst <-> Wiedergeburt ganz bewusst zu zwei, dem rationalen Begreifen widersprüchlich erscheinenden, Spannungspolen seiner Lehre gemacht hat.
Zweckmäßig weil: Einerseits ist Wiedergeburt doch ein die Gemütswellen beruhigendes Konzept, wenn man z. B. ernüchtert realisiert, dass es in dieser Existenz wohl doch nichts mehr wird mit der Befreiung. Andererseits eignet es sich doch auch wunderbar als eine Art Koan: Kein Ich. Kein Selbst. Keine Seele. Wieder und wieder geboren. Was wird wiedergeboren?
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