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  1. Buddhaland Forum
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  3. Allgemeines zum Buddhismus

das problem der religion

  • zenbo
  • 18. Juli 2011 um 23:26
  • Zum letzten Beitrag
1. offizieller Beitrag
  • zenbo
    Gast
    • 18. Juli 2011 um 23:26
    • #1

    hallo liebe freunde

    meiner meinung nach ist das grösste problem das der buddhismus heutzutage hat, das er zur religion geworden ist, wieso? weil man die lehre einfach als esoterisches zeugs abtun kann.so haben z.b. psychologen und psychiater ständig eine ausrede um eine sehr effiziente methode zu unterdrücken, und effizient heisst in diesem fall less money!

    ergänzung: mit effiziente methode meine ich das meditieren, in unserer gestressten gesellschaft sollte das meiner meinung nach zum allgemeinwissen gehören. soll ja angeblich sehr regenerativ sein. :D

    was meint ihr dazu?

    lieber gruss robo

    Einmal editiert, zuletzt von Anonymous (19. Juli 2011 um 09:33)

  • nibbuti
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    23. April 2011
    • 18. Juli 2011 um 23:37
    • #2
    robozo:

    was meint ihr dazu?


    Ich denke da ist was dran an dem was du sagst, liebe/-r robozo, aber du siehst es etwas schwarz.

    Achtsamkeit basierte kognitive Therapie (MBCT) wird in der Psychologie verwendet.

    Der Kern-Buddhismus wird eine "Wissenschaft des Geistes" genannt (vgl. Psychologie: "Deutung der Seele"), statt Religion.

    Bhikkhu Buddhadasa - Keine Religion

    Trage nicht das Weltgetöse in die stille Einsamkeit
    Such den Wald, daß er Dich löse von der Krankheit unsrer Zeit.

  • zenbo
    Gast
    • 18. Juli 2011 um 23:45
    • #3
    nibbuti:


    Ich denke da ist was dran an dem was du sagst, liebe/-r robozo, aber du siehst es etwas schwarz.


    hallo nibbuti

    tja ist halt immer so ne sache wo man hinblickt, ich glaube schon das wir ziemlich ignoriert werden, natürlich trifft man hie und da einen psychiater der das ernstnimmt, und man hat auch mal darüber gelesen,aber die breite masse, vergiss es!

    lieber gruss robo

  • sumedhâ
    Gast
    • 19. Juli 2011 um 00:05
    • #4
    robozo:

    hallo liebe freunde

    meiner meinung nach ist das grösste problem das der buddhismus heutzutage hat, das er zur religion g denksteworden ist, wieso? weil man die lehre einfach als esoterisches zeugs abtun kann.so haben z.b. psychologen und psychiater ständig eine ausrede um eine sehr effiziente methode zu unterdrücken, und effizient heisst in diesem fall less money!

    was meint ihr dazu?

    lieber gruss robo


    das du in schubladen denkst :grinsen: das machen psychologen und psychiater auch...
    und ich verstehe den sprung von der religion zur methode(therapie) nicht.....aber hier ist es heute nacht immer noch sehr warm :D

  • zenbo
    Gast
    • 19. Juli 2011 um 00:11
    • #5
    sumedhâ:


    das du in schubladen denkst :grinsen: das machen psychologen und psychiater auch...
    und ich verstehe den sprung von der religion zur methode(therapie) nicht.....aber hier ist es heute nacht immer noch sehr warm :D

    sumedha bitte

    das meditation etwas mit psychologie zu tun hat ist doch klar.

    lieber gruss robo

  • sumedhâ
    Gast
    • 19. Juli 2011 um 00:27
    • #6
    robozo:
    sumedhâ:


    das du in schubladen denkst :grinsen: das machen psychologen und psychiater auch...
    und ich verstehe den sprung von der religion zur methode(therapie) nicht.....aber hier ist es heute nacht immer noch sehr warm :D

    sumedha bitte

    das meditation etwas mit psychologie zu tun hat ist doch klar.

    lieber gruss robo

    ach sooooooooo, ok
    es gibt überall lobbyisten, die frage ist wer macht sie dazu?
    alles wird in irgend einer art und weise vermarktet, alleine du/ich können entscheiden ob du/ich da mitmachen oder nicht.
    sicher kann man sich dem nicht ganz entziehen aber es ist eine sache des bewustseins, (meine ich) wie man mit den dingen umgeht.

  • xxx
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    • 19. Juli 2011 um 00:37
    • #7

    Ich verstehe nicht ganz. Buddhismus ist und war doch schon immer eine Religion mit allem was dazugehört. Riten, Priester, Regeln etc.

    Im Unterschied zu anderen Religionen ist er aber sehr antrophozentristisch, d.h er stellt den Menschen in den Mittelpunkt. Insofern geradezu revolutionär indem er ohne Schöpfergott auskommt und die grundlegenden Fragen der menschlichen Existenz mit psychoanalytischen Methoden zu beantworten versucht. Schliesslich ist in jedem von uns das nötige Wissen bereits vorhanden, es muss nur ins Bewusstsein gelangen.

    Im Unterschied zu anderen Religionen kann der Buddhismus, zumindest in unseren Breitengraden, keine kulturelle Identifikation schaffen. (dies haben übrigens Apple, Google und Facebook längst übernommen).
    Einige suchen im Buddhismus auch die in unserer Kultur verlorengegangene Spiritualität, andere sehen im Buddhismus eine willkommene modische Abwechslung, passend zum Sushibar-Hype.

  • nibbuti
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    • 19. Juli 2011 um 00:38
    • #8
    robozo:

    ich glaube schon das wir ziemlich ignoriert werden, natürlich trifft man hie und da einen psychiater der das ernstnimmt, und man hat auch mal darüber gelesen,aber die breite masse, vergiss es!


    Ist hier der Wunsch vorhanden beachtet zu werden?

    Ein Freund von mir ist Psychologe. Er kann Gewohnheiten, Beziehungen, Träume und Medikamente in wenigen Sekunden zerpflücken und nach seinen Wünschen auslegen. Aber wenn es ums Entstehen und Vergehen von Form, Gefühl, Wahrnehmung, Gedanken und Bewusstsein geht, wird er auf einmal ganz kleinlaut. Während er damit wenig anfangen kann, verschiebt er derartige Diskussion in die abstrakte, philosophische Ecke.

    Die breite Masse ist eben nicht an der Buddhalehre interessiert, und wäre sie es doch: ich bin nicht sicher, ob die damit verbundene Wissensmacht nur zum Wohl für sich und andere angewandt werden würde.

    Es ist am besten das zu akzeptieren.

    Der Buddha sagte das Dhamma ist schwer zu erkennen, aber offen, ersichtlich, überprüfbar, zum Prüfen einladend für alle mit wenig Staub in den Augen.

    :)

    Trage nicht das Weltgetöse in die stille Einsamkeit
    Such den Wald, daß er Dich löse von der Krankheit unsrer Zeit.

  • monikamarie
    Gast
    • 19. Juli 2011 um 08:34
    • #9
    nibbuti:


    ...
    Die breite Masse ist eben nicht an der Buddhalehre interessiert, und wäre sie es doch: ich bin nicht sicher, ob die damit verbundene Wissensmacht nur zum Wohl für sich und andere angewandt werden würde.

    Es ist am besten das zu akzeptieren.

    Der Buddha sagte das Dhamma ist schwer zu erkennen, aber offen, ersichtlich, überprüfbar, zum Prüfen einladend für alle mit wenig Staub in den Augen.

    Guten Morgen robozo,
    dem Beitrag von nibbuti kann ich nur zustimmen. Im übrigen: Was ist die breite Masse? Wäre es so wie in asiatischen Ländern, wie sieht da die breite Masse aus? Nicht anders als bei uns, nur ärmer.

    Vor ein paar Stunden hast du Buddha noch als einen Sucher bezeichnet - was wohl eher auf Dich zutrifft (zu Deinem Glück :lol: ), heute befürchtest Du, dass die Lehre als esoterisches Zeug abgetan wird.

    http://www.buddhaland.de/viewtopic.php?…tart=75#p118063

    Monika

  • zenbo
    Gast
    • 19. Juli 2011 um 09:26
    • #10
    monikamarie:


    Vor ein paar Stunden hast du Buddha noch als einen Sucher bezeichnet - was wohl eher auf Dich zutrifft (zu Deinem Glück :lol: ), heute befürchtest Du, dass die Lehre als esoterisches Zeug abgetan wird.


    Monika


    wunderschönen guten morgen

    na und, ich versuche halt ein bischen zu unterhalten. aber im ernst, meditation (nicht die ganze lehre) sollte meiner meinung nach in unserer dauergestressten gesellschaft zum allgemeinwissen gehören, ist nähmlich das mittel gegen stress, versuchs doch mal , keine angst, kann nichts passieren: :grinsen:

    jetzt erst mal kaffee

    lieber gruss robo

  • Bambus
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    • 19. Juli 2011 um 10:17
    • #11
    robozo:

    meditation (nicht die ganze lehre) sollte meiner meinung nach in unserer dauergestressten gesellschaft zum allgemeinwissen gehören, ist nähmlich das mittel gegen stress, versuchs doch mal , keine angst, kann nichts passieren

    Das Problem ist, dass Meditation selbstverantwortliches Handeln voraussetzt. Und Beschäftigung mit sich selber.

    Also zwei Dinge, die der "durchschnittliche" westliche Mensch nicht machen möchte. Wenn man krank ist sucht man eine Medizin. Nimmt eine Pille. Geht zur Krankengymnastik oder zur Therapiesitzung. Alles muss vorgegeben werden. Selber etwas tun? Ernährung umstellen bei Übergewicht? Sport treiben? Nur unter Anleitung!

    Der Mensch sucht Unterhaltung. Weil er nicht mit sich selber allein sein kann. Fernsehsendungen nur so nebenbei. Damit es nicht so still ist in der Wohnung. Immer ein spannendes Buch in Greifweite. Oder das Handy mit 1001 Apps, damit bloß niemals eine beschäftigungsfreie Zeit aufkommt.

    Und dann bringt Meditation noch nicht einmal sofort greifbare Ergebnisse. Also ist selbst die Überwindung es mal eine Zeit auszutesten nicht von einem Erfolgserlebnis verbunden.

    Sieh es realistisch: Meditation ist etwas für eine Minderheit. Für "Spinner". Und das sage ich jetzt nicht mit einem selbstverliebten Stolz ja selber einer dieser Minderheit zu sein, sondern in Trauer um dieses Wissen. Von Herzen wünsche ich mir, dass mehr Menschen sich Zeit nehmen selber denken zu lernen und sich mit Meditation zu beschäftigen.

    Auch in Ländern mit einem (noch lebenden) Volksbuddhismus ist Meditation nicht alltäglich. Etwas für eine kleine Gruppe.

    Bambus

    P.S.: Irgendwie hört sich das sehr pessimistisch an. Ich wünsche mir von Herzen, dass ich falsch liege ;)

    Von mehreren Theorien, die die gleichen Sachverhalte erklären, ist die einfachste allen anderen vorzuziehen.

    Die Leute von denen Du am meisten lernen kannst sind die mit denen Du nicht einer Meinung bist.

  • Simo
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    • 19. Juli 2011 um 11:45
    • #12
    robozo:
    sumedhâ:


    das du in schubladen denkst :grinsen: das machen psychologen und psychiater auch...
    und ich verstehe den sprung von der religion zur methode(therapie) nicht.....aber hier ist es heute nacht immer noch sehr warm :D

    sumedha bitte

    das meditation etwas mit psychologie zu tun hat ist doch klar.

    lieber gruss robo

    es gibt in der Psychologie natürlich auch Meditation ... aber das Ziel ist anders! Psychologie heißt Samsaric-Management :). Buddhistische Meditation hat die Erleuchtung und somit das Ende des Leides zum Ziel, das Ende Samsaras.
    Oder sehe ich das falsch ?

    Kein "Ich" - keine Probleme.

  • sumedhâ
    Gast
    • 19. Juli 2011 um 12:42
    • #13
    Simo:
    robozo:

    sumedha bitte

    das meditation etwas mit psychologie zu tun hat ist doch klar.

    lieber gruss robo

    es gibt in der Psychologie natürlich auch Meditation ... aber das Ziel ist anders! Psychologie heißt Samsaric-Management :). Buddhistische Meditation hat die Erleuchtung und somit das Ende des Leides zum Ziel, das Ende Samsaras.
    Oder sehe ich das falsch ?


    meditation ist ein werkzeug, nicht mehr....das ziel setzt du oder ich oder egal wer meditation nutzt.....

  • zenbo
    Gast
    • 19. Juli 2011 um 13:16
    • #14
    sumedhâ:


    meditation ist ein werkzeug, nicht mehr....das ziel setzt du oder ich oder egal wer meditation nutzt.....

    sumedha hat recht

    die innenschau kann von jedem gemacht werden, ich habe einem freund der durch kinder und arbeitsstress kurz davor stand psychische probleme zu bekommen zen gezeigt, noch heute schaut er mich mit grossen augen an wenn er mich sieht, von einer philosophie dazu wollte er nie etwas wissen.

    meditation zeigt dir dein innenleben,dass muss nicht mit buddhismus zu tun haben, deshalb meine ich ja, das würde manchem gut tun, und auch manche interessieren.

    liebe grüsse robo

  • Simo
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    • 19. Juli 2011 um 13:24
    • #15
    robozo:
    sumedhâ:


    meditation ist ein werkzeug, nicht mehr....das ziel setzt du oder ich oder egal wer meditation nutzt.....

    sumedha hat recht

    die innenschau kann von jedem gemacht werden, ich habe einem freund der durch kinder und arbeitsstress kurz davor stand psychische probleme zu bekommen zen gezeigt, noch heute schaut er mich mit grossen augen an wenn er mich sieht, von einer philosophie dazu wollte er nie etwas wissen.

    meditation zeigt dir dein innenleben,dass muss nicht mit buddhismus zu tun haben, deshalb meine ich ja, das würde manchem gut tun, und auch manche interessieren.

    liebe grüsse robo

    das ist alles richtig, aber genau deine Aussage robo, zeigt die Richtigkeit dessen, was ich gesagt habe. Meditation ist ein Werkzeug, das ist richtig, aber du kannst mit einem Werkzeug unterschiedliche Ziele verfolgen, deine Motivation kann unterschiedlich sein. Ein besseres Leben in Samsara oder das Erreichen der Leidensfreiheit (nirwana)

    Kein "Ich" - keine Probleme.

  • Lauscher
    Gast
    • 19. Juli 2011 um 13:25
    • #16
    robozo:

    meditation zeigt dir dein innenleben

  • Simo
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    • 19. Juli 2011 um 13:35
    • #17
    robozo:

    meditation zeigt dir dein innenleben,

    Da stimmt. Aber ob sie dir auch deine Natur zeigt, bestimmst du durch deine Motivation. Aber allein ersteres wäre für viele Menschen ein Großes.

    Kein "Ich" - keine Probleme.

  • zenbo
    Gast
    • 19. Juli 2011 um 13:50
    • #18
    Simo:

    Da stimmt. Aber ob sie dir auch deine Natur zeigt, bestimmst du durch deine Motivation. Aber allein ersteres wäre für viele Menschen ein Großes.

    das glaub ich eben auch, deshalb finde ich das auch eine schweinerei das die so tun als wär das so was wie autogenes training.als wenn sich selber zuhören nichts mit humanismus und allgemeinbildung zu tun hätte. das abendland hat seine grossen seiten, andererseits waren wir hier schon immer ein bischen meschugge, kommt noch vom christentum.

    lieber gruss robo

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    • 19. Juli 2011 um 14:36
    • #19
    Lauscher:
    robozo:

    meditation zeigt dir dein innenleben


    Haben sie im Thailand nach dem Tsunami überall gemacht. Wieviele starben 250000 Menschen, weltweit?

    Einst wurde der Buddha gefragt, ob er Fehler mache. Er antwortete:" Ja, ich mache Fehler, jeden Tag!"

  • xxx
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    • 19. Juli 2011 um 14:47
    • #20
    robozo:
    Simo:

    Da stimmt. Aber ob sie dir auch deine Natur zeigt, bestimmst du durch deine Motivation. Aber allein ersteres wäre für viele Menschen ein Großes.

    das glaub ich eben auch, deshalb finde ich das auch eine schweinerei das die so tun als wär das so was wie autogenes training.als wenn sich selber zuhören nichts mit humanismus und allgemeinbildung zu tun hätte. das abendland hat seine grossen seiten, andererseits waren wir hier schon immer ein bischen meschugge, kommt noch vom christentum.

    lieber gruss robo

    Lieber Robo

    Mal glaube ich Dich zu verstehen, mal wieder nicht. Was möchtest Du gerne ändern ?

    Wenn ich Dich recht verstehe, spricht Dich die innere Selbstfindung an (so will ich mal den Terminus "Meditation" nennen), die die Lehre Buddhas anregt bzw. vermittelt.

    Irgend etwas scheint Dich an der Lehre aber gleichzeitig abzuschrecken (Religion?). Lass dies doch einfach weg. Niemand verlangt von Dir, dass Du die buddhistische Folklore mitmachst (ist eh nur Brimborium).

    Gruss Bakram

  • void
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    Buddh. Richtung
    Zen
    • 19. Juli 2011 um 14:59
    • Offizieller Beitrag
    • #21
    robozo:


    meiner meinung nach ist das grösste problem das der buddhismus heutzutage hat, das er zur religion geworden ist, wieso? weil man die lehre einfach als esoterisches zeugs abtun kann.so haben z.b. psychologen und psychiater ständig eine ausrede um eine sehr effiziente methode zu unterdrücken, und effizient heisst in diesem fall less money!

    ergänzung: mit effiziente methode meine ich das meditieren, in unserer gestressten gesellschaft sollte das meiner meinung nach zum allgemeinwissen gehören. soll ja angeblich sehr regenerativ sein. :D

    Effiziente Method für was? Das ist die Frage! Medizinischem Handeln, und das gilt auch fur psycholgisches Handeln, liegt immer eine Definition von Gesundheit zugrunde. Und diese Definition kommt nicht aus der Medizin selbst, sondern von Außen.

    Bei uns bedeutet seelische Gesundheit, das man unter den gegeben Verhältnissen gut funktioniert. Also z.b als Arbeiter, Mutter und Staatsbürgerin.


    Aber auch unter andere gesellschaftlchen Verhältnissen gält als gesund was funktioniert und als krank, was nicht funktioniert.So wird bei Leuten die sich in einen entfremdeten und seelenlosen Job verzweifeln, womöglich Depression diagnostiziert. Und wenn Hägar der schreckliche seinen Sohn Wikie zum Wikingerpsychologen schickt, dann würde der die mangelende Bereitschaft andere Leute zu Töten wahrscheinlich als akute Memmenhaftigkeit diagnostizieren und therapieren. Weil es in der Gesellschaft normal ist anderen den Schädel zu spalten. Soll man das heilden?

    Eben weil Effektivität nur dazu dienen kann bestimmte gesellschaftlche Ideale zu erreichen, nicht aber sie zu definieren, gibt es hier ein Problem.

    Wenn man sich sein Idealbild von "seelisch gesund" von herrschenden Normen vorgeben läßt, könnte ja auch, legt man das in diversen Anzeigen vermittelte Bild zugrunde, das machtbewußte, sich auf sexuellem und beruflichen Beutegang befindliche Alphatier herauskommen.

    Wenn Meditationstechnik verwendet wird um einen als anerkennten, erstrebenswerten Zustand herzustellen, dann stützt die "regenerative" Funktion die wirbelnde Spirale der Beschleunigung.

    Das sehe ich sehr drastisch. Wenn ein Manager wie Steve Jobs sich in seine "Entscheldunigungsoase" der Meditation zurückzieht, muss das nicht bedeuten dass er dabei an seinen Vervlendungen arbeitet, sondern kann eben auch bedeten, dass er danach wieder mit mehr Energie seine Bediensteten zusammenschreien kann. Was wäre dann aus dem Dharma geworden? Dann ist der Buddhimus wie eine "nette" Mutter in einer Familie, wo der Vater die Kinder missbraucht. Sie entspannt die Lage, kocht allen einen lecker Tee, vermittelt und verwöhnt und hält so den Laden der Verblendung am Laufen. Dann gibt es gar keinen Ausweg mehr.

    Der Dharma muss sich deswegen weiter in die Tiefe erstreckt. Und eben auch von einem weiteren Blickwinkel heraus in Frage stellt. In Fundamentalopposition zu Gier und Hass. Das Rad des samsarischen Strsss zum Stillstand bringen anstatt ihm als Schmiermittel zu dienen, das es harmonischer läuft.

  • zenbo
    Gast
    • 19. Juli 2011 um 15:04
    • #22
    Bakram:

    Lieber Robo

    Mal glaube ich Dich zu verstehen, mal wieder nicht. Was möchtest Du gerne ändern ?

    Wenn ich Dich recht verstehe, spricht Dich die innere Selbstfindung an (so will ich mal den Terminus "Meditation" nennen), die die Lehre Buddhas anregt bzw. vermittelt.

    Irgend etwas scheint Dich an der Lehre aber gleichzeitig abzuschrecken (Religion?). Lass dies doch einfach weg. Niemand verlangt von Dir, dass Du die buddhistische Folklore mitmachst (ist eh nur Brimborium).

    Gruss Bakram

    der zusammenhang in dem ich das meine ist der das unsere gesellschaft, also alles was unter christlich geht, grosse probleme im seelischen bereich hat. hier in der schweiz gilt jeder vierte erwachsene als psychisch angeschlagen, mit anderen worten den leuten geht es auf de seelischen ebene nicht gerade gut, meditation könnte da sicher helfen.

    lieber gruss robo

  • sumedhâ
    Gast
    • 19. Juli 2011 um 15:12
    • #23
    Simo:

    Ein besseres Leben in Samsara oder das Erreichen der Leidensfreiheit (nirwana)


    so lange wir auf "ein besseres leben" schielen, von leidensfreiheit träumen, so lange wir nicht kapieren das samsara und nirvana in uns ist, wird kein mittel, kein werkzeug greifen!
    in seinem buch "den sprituellen materialissmus durchschneiden" erklät es (nach meinem verständniss) Chögyam Trungpa, unverschleiert und dem entsprechend hart, wie wir uns auf einem "spirituellen weg" ganz schön was in die tasche lügen wenn wir nicht grundehrlich mit uns selber sind.
    harte knochenarbeit sich vor sich selbst zu entblösen......

  • sumedhâ
    Gast
    • 19. Juli 2011 um 15:18
    • #24
    robozo:


    der zusammenhang in dem ich das meine ist der das unsere gesellschaft, also alles was unter christlich geht, grosse probleme im seelischen bereich hat. hier in der schweiz gilt jeder vierte erwachsene als psychisch angeschlagen, mit anderen worten den leuten geht es auf de seelischen ebene nicht gerade gut, meditation könnte da sicher helfen.

    lieber gruss robo

    lieber robozo,
    ich glaube nicht das alles mit dem "christlichen" glauben erklärt werden kann, es ist ein multifaktorielles geschehen, gesellschaflich wie religöser natur.
    da gibt es im christentum einen spruch "hilf dir selbst dann hilft dir gott", für mich ein ausdruck und aufruf zur selbstverantwortung die mittlerweile schon fast ein fremdwort geworden ist. warum das so ist?

  • Lillitschka
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    24. Mai 2011
    • 19. Juli 2011 um 17:48
    • #25
    sumedhâ:
    Simo:


    in seinem buch "den sprituellen materialissmus durchschneiden" erklät es (nach meinem verständniss) Chögyam Trungpa, unverschleiert und dem entsprechend hart, wie wir uns auf einem "spirituellen weg" ganz schön was in die tasche lügen wenn wir nicht grundehrlich mit uns selber sind.
    harte knochenarbeit sich vor sich selbst zu entblösen......

    Ja, spirituelle Praxis/Meditatation geht irgendwann ans Eingemachte und ist irgendwann nicht mehr einfach nur Entspannung sondern wirklich "Knochenarbeit"; wenn man dann nicht gut begleitet wird, kann das auch mal nach hinten losgehen.

    L.

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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