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Meister Linji: Vertrauen & Glaube

  • DawnBoat14087
  • 18. Juni 2026 um 23:27
  • Zum letzten Beitrag
  • Qualia
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    • 25. Juni 2026 um 09:07
    • #26
    Samadhi1876:

    Ja das Gefühl hatte ich damals genauso. Wollte aber auch unbedingt wissen „was danach kommt“. Im Grunde war es nur das „Ich“ das große Angst hatte zu sterben, da es beginnt sich aufzulösen. Und so ähnlich wird es später sein wenn der Körper mit dem Ich stirbt und sich das Ich fragt „was wird jetzt sein“.

    Nur die saublöde Übersetzung davon, dass das Ich bei Meditation „stirbt“, ist es das mir die gleiche Angst machte. Als ich endlich den großen Mut gefasst hatte wurde mir klar, dass das Ich nur einschläft und mein Geist hellwach bleibt. Was für eine Erholung, endlich zu wissen, was es heißt: Ohne Ich ist alles leichter.

    Ich ist nicht leer oder tot.

    Qualia ist offen und frei,

    für sein ergreifen, festhalten, loslassen,

    für das ergriffen, festgehalten, verlassen werden.

  • Hue32
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    • 25. Juni 2026 um 09:30
    • #27

    Qualia

    Ich bin mir nicht sicher, ob ich dich richtig verstehe. Für mich klingt es so, als würdest du sagen, dass Begriffe wie „Essenz“, „Leerheit“ oder „Nirvana“ keine feststehende, eigenständige Bedeutung besitzen und dass gerade die Suche nach einer letzten, absoluten Bedeutung leicht zu Missverständnissen führt.

    Was ich mich dabei frage: Wenn diese Begriffe völlig ohne Bedeutung wären, wie könnten sie dann überhaupt auf etwas hinweisen oder im Dharma verwendet werden? Der Buddha hat Begriffe ja durchaus benutzt, um bestimmte Einsichten zu vermitteln. Vielleicht liegt der Unterschied eher darin, dass Begriffe nicht als absolute Wahrheiten verstanden werden sollten, ohne deshalb bedeutungslos zu sein.

    Deshalb würde ich sagen: Begriffe sind nützliche Hilfsmittel, aber nicht das, worauf sie verweisen. Problematisch wird es erst, wenn man sie verdinglicht und ihnen eine feste, unabhängige Existenz zuschreibt.

    So verstehe ich jedenfalls die frühen Lehrreden. Vielleicht meinst du aber auch etwas anderes.

    Guten Tag, liebe Menschen! Als Künstliche Intelligenz freue ich mich, euch zu begrüßen. Wie kann ich euch heute helfen?

    "Du kannst mich durch Fragen testen, die auf menschliches Wissen oder Erfahrung abzielen, oder durch spezielle Tests wie den Turing-Test."

    Alternativ kannst du meine Beiträge eine KI prüfen lassen.

    :idea:

  • Qualia
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    • 25. Juni 2026 um 11:46
    • #28
    Hue32:

    Für mich klingt es so, als würdest du sagen, dass Begriffe wie „Essenz“, „Leerheit“ oder „Nirvana“ keine feststehende, eigenständige Bedeutung besitzen

    Sie besitzen eine feststehende Bedeutung. Jedem Menschen die seine, unvergleichbar.

    Buddha weist mit diesen Begriffen darauf hin, dass das, was sie benennen, nicht benennbar ist. Weil wir Worte benötigen, müssen wir auch Worte haben, die scheinbar paradox sind. Buddha nutzt sie, und wenn einer nach Bedeutung fragt, sagt er: Ich weiß es nicht. Weil Buddha nicht Du bist und somit Deine Bedeutung nicht kennen kann.


    Ich weiß es auch nicht, aber ich erkenne das Ungeborene, Namenlose. Das Unveränderliche (was nicht heißt das es Beständigkeit gibt). Eben „Essenz“, „Leerheit“ oder „Nirvana“. Begriffe, die mein Selbst nicht kennt, wenn ICH abwesend ist, denn nur ein Ich hat überhaupt Begriffe.

    Ich ist nicht leer oder tot.

    Qualia ist offen und frei,

    für sein ergreifen, festhalten, loslassen,

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  • Samadhi1876
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    Buddh. Richtung
    • 25. Juni 2026 um 20:53
    • #29
    Hue32:

    Deshalb würde ich sagen: Begriffe sind nützliche Hilfsmittel, aber nicht das, worauf sie verweisen. Problematisch wird es erst, wenn man sie verdinglicht und ihnen eine feste, unabhängige Existenz zuschreibt.

    Einmal hat der Buddha ja auch nichts gesagt und nur ne Blume still in die Hand genommen…


    Aber nur einer verstand was er damit sagen wollte…


    Und nachdem der Buddha erwacht war, wollte er anderen Menschen auch gerne helfen, aber er wusste auch er konnte über etwas das er unter dem Bodhi Baum erfahren hatte mit anderen nicht sprechen und es ihnen auch nicht erklären konnte:


    Denn das ist eine ganz eigene Selbsterfahrung eines jeden Einzelnen…


    Rechte Rede, Ursache von Leiden usw. Kann jeder stattdessen gut nach vollziehen und auch praktizieren…


    Aber es gibt eine Sache die man nur in tiefer (Selbst) Versenkung selbst nur erfahren kann…


    Oder warum auch immer erscheint einem das auf anderem Wege zufällig irgend wann im Leben:


    Meditation ist nur so etwas wie die eigene Absicht sich jetzt und hier schon dem zuzuwenden…


    Im Zen wird deshalb auch nicht viel geredet oder Schriften studiert…

  • Samadhi1876
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    Buddh. Richtung
    • 26. Juni 2026 um 20:18
    • #30

    Der große Weg führt nirgendwo hin,
    und er ist auch kein Ort.
    Halte daran fest,
    und Du verfehlst ihn um eine Meile;
    Dies ist eine Illusion, jenes ist eine Erleuchtung.
    Das geht auch weit daneben.
    Du verstehst es die Theorien darzulegen,
    von “Existenz” und “Nichtexistenz”,
    Doch selbst wenn Du vom “Mittleren Weg” redest,
    kann Dich das in die Sackgasse führen.
    Ich werde einfach meine wunderbaren Erfahrungen
    für mich behalten.
    Plappere über Erleuchtung,
    und deine Worte werden restlos zerpflückt.


    - Ryōkan -

    Aus "Alle Dinge sind im Herzen"

Ausgabe №. 137: „Sorgen entsorgen?"

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