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Meister Linji: Vertrauen & Glaube

  • SWAN
  • 18. Juni 2026 um 23:27
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    SWAN
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    • 18. Juni 2026 um 23:27
    • #1

    Linji sagt:

    "Alles, worauf dieser Bergmönch hinweisen will, ist dies: Lasst euch nicht von Anderen täuschen! Wenn ihr handeln wollt, dann handelt einfach! Lasst euch durch nichts einschüchtern! Ihr Schüler kapiert das heutzutage einfach nicht. Was ist das für eine Krankheit? Die Krankheit ist ein Mangel an Selbstvertrauen. Wenn euer Glaube nicht ausreicht, werdet ihr weiter wie Verwirrte umherlaufen. Egal, wie die Umstände sind, ihr werdet dann von Anderen kontrolliert und geführt. So werdet ihr keine Feiheit finden."


    und:

    "Wollt ihr die Buddhas und Patriarchen kennenlernen? Sie sind von euch, die ihr hier vor mir seid un dem Dharma lauscht, nicht verschieden. Weil ihr Dharma-Schüler nicht genug Vertrauen in euch selbst habt, sucht ihr außerhalb. Selbst wenn ihr dabei etwas fändet, wäre das nur eine Annäherung in geschriebenen Worten. Den lebendign Geist der Patriarchen werdet ihr auf diese Weise nie erfahren."


    (Beide Zitate aus: Linji Yulu - Worte eines Zen Meisters (Angkor Verlag), S.16)


    ...


    Was meint ihr, meint er hier mit "Selbstvertrauen" und "Glaube"?

    Und wie gewinnt man wohl dieses Selbstvertrauen, diesen Glauben?


    Bitte nicht mit dem Stock hauen... :|

    Liebe Grüße!

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    • 19. Juni 2026 um 09:41
    • #2
    SWAN:

    Linji sagt:

    "Alles, worauf dieser Bergmönch hinweisen will, ist dies: Lasst euch nicht von Anderen täuschen! Wenn ihr handeln wollt, dann handelt einfach! Lasst euch durch nichts einschüchtern! Ihr Schüler kapiert das heutzutage einfach nicht. Was ist das für eine Krankheit? Die Krankheit ist ein Mangel an Selbstvertrauen. Wenn euer Glaube nicht ausreicht, werdet ihr weiter wie Verwirrte umherlaufen. Egal, wie die Umstände sind, ihr werdet dann von Anderen kontrolliert und geführt. So werdet ihr keine Feiheit finden."

    Linji meint: Hör auf, dich von Autoritäten, Traditionen, Lehrern oder Meinungen einschüchtern zu lassen. Wenn du etwas tun willst, dann tu es. Wenn du etwas siehst, dann steh dazu.

    Das Problem, das er beschreibt, sind Selbstzweifel. Nicht metaphysisch, sondern als Funktion: Du weißt eigentlich, was Sache ist – aber du traust deiner eigenen Beobachtung nicht.

    SWAN:

    "Wollt ihr die Buddhas und Patriarchen kennenlernen? Sie sind von euch, die ihr hier vor mir seid un dem Dharma lauscht, nicht verschieden. Weil ihr Dharma-Schüler nicht genug Vertrauen in euch selbst habt, sucht ihr außerhalb. Selbst wenn ihr dabei etwas fändet, wäre das nur eine Annäherung in geschriebenen Worten. Den lebendign Geist der Patriarchen werdet ihr auf diese Weise nie erfahren."

    Das ist kein spirituelles Kompliment. Es ist eine Beschreibung: Sie hatten keinen besonderen Geist. Keine höhere Ebene. Keine geheimen Kräfte.

    Der einzige Unterschied: Sie haben ihrer eigenen Beobachtung vertraut.


    Du suchst im Außen – in Texten, in Systemen, in Traditionen. Aber alles, was du dort findest, sind Worte, also Annäherungen. Nicht die Sache selbst.

    Der „lebendige Geist“ ist nichts Mystisches. Es ist schlicht: direktes Sehen ohne Verwechslung.

    Wenn es eine Quelle gibt, ist es Ich.

    Ich ist nicht leer oder tot.

    Ich ist offen und frei,

    für sein ergreifen, festhalten, loslassen,

    für das ergriffen, festgehalten, verlassen werden.

  • Sayitingerman
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    19. Juni 2026
    • 19. Juni 2026 um 10:03
    • #3
    Qualia:
    SWAN:

    Linji sagt:

    "Alles, worauf dieser Bergmönch hinweisen will, ist dies: Lasst euch nicht von Anderen täuschen! Wenn ihr handeln wollt, dann handelt einfach! Lasst euch durch nichts einschüchtern! Ihr Schüler kapiert das heutzutage einfach nicht. Was ist das für eine Krankheit? Die Krankheit ist ein Mangel an Selbstvertrauen. Wenn euer Glaube nicht ausreicht, werdet ihr weiter wie Verwirrte umherlaufen. Egal, wie die Umstände sind, ihr werdet dann von Anderen kontrolliert und geführt. So werdet ihr keine Feiheit finden."

    Linji meint: Hör auf, dich von Autoritäten, Traditionen, Lehrern oder Meinungen einschüchtern zu lassen. Wenn du etwas tun willst, dann tu es. Wenn du etwas siehst, dann steh dazu.

    Das Problem, das er beschreibt, sind Selbstzweifel. Nicht metaphysisch, sondern als Funktion: Du weißt eigentlich, was Sache ist – aber du traust deiner eigenen Beobachtung nicht.

    SWAN:

    "Wollt ihr die Buddhas und Patriarchen kennenlernen? Sie sind von euch, die ihr hier vor mir seid un dem Dharma lauscht, nicht verschieden. Weil ihr Dharma-Schüler nicht genug Vertrauen in euch selbst habt, sucht ihr außerhalb. Selbst wenn ihr dabei etwas fändet, wäre das nur eine Annäherung in geschriebenen Worten. Den lebendign Geist der Patriarchen werdet ihr auf diese Weise nie erfahren."

    Das ist kein spirituelles Kompliment. Es ist eine Beschreibung: Sie hatten keinen besonderen Geist. Keine höhere Ebene. Keine geheimen Kräfte.

    Der einzige Unterschied: Sie haben ihrer eigenen Beobachtung vertraut.


    Du suchst im Außen – in Texten, in Systemen, in Traditionen. Aber alles, was du dort findest, sind Worte, also Annäherungen. Nicht die Sache selbst.

    Der „lebendige Geist“ ist nichts Mystisches. Es ist schlicht: direktes Sehen ohne Verwechslung.

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    Sie müssten doch verstehen, dass der Text selbst, die Worte selbst, in sich, pure Essenz beinhalten. Sowie alle Masse Nirvana ist.

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    • 19. Juni 2026 um 10:30
    • #4

    Er enthält aber nicht die Worte in der Sprache, die die meisten Menschen, die hier lesen, auch verstehen. Nichts von der „puren“ Essenz geht verloren, weil der Originaltext nachzulesen ist, um sich doch noch verwirren zu lassen.

    Wenn es eine Quelle gibt, ist es Ich.

    Ich ist nicht leer oder tot.

    Ich ist offen und frei,

    für sein ergreifen, festhalten, loslassen,

    für das ergriffen, festgehalten, verlassen werden.

  • Sayitingerman
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    • 19. Juni 2026 um 12:22
    • #5
    Qualia:

    Er enthält aber nicht die Worte in der Sprache, die die meisten Menschen, die hier lesen, auch verstehen. Nichts von der „puren“ Essenz geht verloren, weil der Originaltext nachzulesen ist, um sich doch noch verwirren zu lassen.

    Es kommt darauf an, ob man den Text von dem trennt, was im Geist für Interpretationen auftauchen. Auch die Interpretationen sind in ihrer Essenz pur. Man kann sich gar nicht trennen, alles ist schon leer.

Ausgabe №. 136: „Liebe & Loslassen"

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