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  1. Buddhaland Forum
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Lehren/Philosophien = Narrative

  • Qualia
  • 14. März 2026 um 11:32
  • Zum letzten Beitrag
  • Helmut
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    • 27. März 2026 um 17:49
    • #51
    ewald:

    .. haftet ein dementer Mensch nicht an? Die Anhaftung und die Illusionen in seinem Leben haben ihn dement werden lassen, eine psychische Störung als Ergebnis der Lebensentwicklung.

    Wenn also Anhaftung und Illusionen die Ursache für Demenz sind, dann würde dies ja bedeuten, wer nicht dement wird, besaß keine Anhaftungen und Illusionen.


    Da wir alle, auch die wir hier auf Buddhaland aktiv sind, von Geburt an Anhaftungen und Illusionen haben, warum sind wir nicht dement?


    Können unsere Anhaftungen überhaupt die Ursache für Demenz sein? Demenz ist eine Veränderung unseres materiellen Gehirns. Da Anhaftungen Geistesfaktoren sind, können sie nicht die Ursache für Demenz sein, weil Geistesfaktoren keine materiellen Wirkungen hervorbringen.

    Gruß Helmut

    Als Buddhisten schätzen wir das Leben als höchst kostbares Gut.

  • Igor07
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    • 27. März 2026 um 18:37
    • #52
    Helmut:

    Demenz ist eine Veränderung unseres materiellen Gehirns. Da Anhaftungen Geistesfaktoren sind, können sie nicht die Ursache für Demenz sein, weil Geistesfaktoren keine materiellen Wirkungen hervorbringen.

    Aber diese Anhaftungen beeinflussen materielles Substrat, also das Gehirn. Alle Geistesgifte oder Kilesa wirken schädigend. Einige können einen Schlaganfall bekommen, noch andere Albträume, warum nicht Demenz?
    Ich habe über ein Experiment mit den Nonnen gelesen. Als sie gestorben waren, wurde das Gehirn präpariert und die Forscher haben alle Anzeichen von Alzheimer gesehen. Also diese stofflichen Veränderungen in den Nervenzellen. Aber niemand hatte es bemerkt, denn diese Nonnen hatten bis zum Ende das geistige Training praktiziert, sie waren immer bei klarem Verstand, bis zum letzten Augenblick. Hat mich total beeindruckt.


    Zitat

    Ein auffälliges Ergebnis war die Unabhängigkeit des pathologischen Gehirnbefunds (multiple Alzheimer-Plaques) von der wiederholt erhobenen intellektuellen Leistungsfähigkeit derselben Personen zu Lebzeiten. Das heißt: Auch Personen, bei denen bei der Sektion stark veränderte Gehirnbefunde festgestellt wurden, konnten bis zu ihrem Tod geistig anspruchsvolle Aufgaben ausführen. Die Nonnenstudie wurde zwischenzeitig an der University of Minnesota und wird seit dem Jahr 2021 an der Northwestern University in Evanston (Illinois) unter der Leitung von Dr. Margaret Flanagan fortgeführt.[1]

    Nonnenstudie

    Ein Leben ohne Selbsterforschung verdiente gar nicht gelebt zu werden.

    Sokrates

  • Monikamarie
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    • 27. März 2026 um 19:26
    • #53

    Diese Studie habe ich auch gelesen. Und sie leuchtet mir auch total ein.


    Wenn der Geist völlig von den Geistesgiften bereinigt ist, heißt das nicht, dass das Gehirn nicht von Krankheit befallen werden kann. Das ist nichts Anderes als die Rückenbeschwerden des Buddha, obwohl er schließlich erleuchtet war. Er wurde alt, aber offenbar nicht behindert, konnte bis zuletzt lehren.


    Genauso verhält es sich wohl bei den untersuchten Nonnen. Wobei es schon sehr beeindruckend ist, dass Alzheimer nicht die Wirkung zeigte.


    Sorry für mein stümperhaftes Geschreibe.

    _()_ Monika

  • Igor07
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    • 27. März 2026 um 19:45
    • #54
    Monikamarie:

    Wenn der Geist völlig von den Geistesgiften bereinigt ist, heißt das nicht, dass das Gehirn nicht von Krankheit befallen werden kann.

    Nein, Monika. Hast recht.


    Na ja, ich wollte nur aufzuzeigen, dass die positiven Emotionen, die Meditation oder Beten, also alles was auf die Psyche einwirkt, auch auf das Substrat, also Materie, ein-wirkt. Wenn ich Yoga praktiziere, habe ich weniger Chancen, Rückenschmerzen zu bekommen. Wer Ausdauertraining treibt, kann sich gut gegen Herzkrankheiten schützen. Es gibt die abhängige und reziproke Beziehung zwischen Gehirn und Geist. Das ist so eine allgemeine Sache in der Wissenschaft, das braucht nicht weiter bewiesen zu werden.
    Der Geist hängt nicht in der Luft, er beeinflusst den Gehirnstoffwechsel. Wenn jemand rund um die Uhr intellektuelle Arbeit leistet, hat er weniger Chancen, die Alzheimer zu bekommen, aber es bedeutet keine todsichere Garantie, denn es ist notwendig, sehr viele andere Faktoren zu berücksichtigen, wie die Ernährung, Erziehung, Klima, Gene, usw. usf. Mehr war nicht drin._()_


    P.S. Heißt "Psychosomatik", so der Begriff in der Medizin.

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    Sokrates

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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