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Wo fängt das Aussen an?

  • Lassi
  • 13. März 2026 um 11:00
  • Zum letzten Beitrag
  • Anna Panna-Sati
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    • 19. März 2026 um 00:45
    • #51

    Nachdem Amdap schon die höhere Astrophysik erwähnte, möchte ich die Sache mal biologisch betrachten:


    Die erste biologische Zelle (Protozelle), die sich entwickelte, markierte durch die Ausbildung einer Zellmembran/Zellwand

    die Trennung zwischen einem (kontrollierten) "Innen" und einem "Außen".


    Mit der Membran als Barriere, die das Innere von der äußeren Umwelt isolierte, wurde die Aufrechterhaltung einer eigenen chemischen Umgebung, von Stoffwechsel, Energiespeicherung und Schutz des genetischen Materials ermöglicht und somit die Grundbedingung für das Leben gesetzt.


    Schließen sich mehrere Zellen letztlich zu einem mehrzelligen Lebewesen zusammen, führt jede einzelne Zelle ein "Doppelleben":

    - ein unabhängiges, das der eigenen Entwicklung dient und

    - ein weiteres als integraler Bestandteil eines größeren/vielzelligen Organismus


    Ohne Zellmembran - kein eigenständiges Leben als Individuum....

    Allerdings ist die Trennung nicht 100% ig:

    Um Stoffwechselfunktionen zu gewährleisten, ist die Zellwand halbdurchlässig (semipermeabel, präziser: selektiv permeabel), fungiert als Filter und lässt dementsprechend nur bestimmte Ionen/Moleküle "passieren", während andere blockiert werden.


    Analog hierzu, sollte man als Mensch vielleicht auch darauf schauen/aufpassen, was man - von außen - in seinen Geist "hineinlässt" (nämlich möglichst wenig Unheilsames), ebenso empfiehlt sich Achtsamkeit bei dem, was der eigene Geist - von innen - in die äußere Umgebung abgibt (und ebenso, worum er im Inneren kreist....).;)


    Als "Wächter" fungieren hierbei vornehmlich Verstand/ Vernunft, (unterstützt durch die Sinnesorgane)

    und das (Selbst-) Mitgefühl.


    Im Zweifelsfall könnte die subjektiv erlebte Realität, durch Abgleich mit anderen Menschen überprüft und damit - zumindest teilweise - objektiviert werden, weil Außenstehende manchmal eher in der Lage sind, persönliche Täuschungen/Wahrnehmungsverzerrungen und Fehlbeurteilungen zu identifizieren.


    Letztlich konstruiert sich aber wohl jeder selbst "seine" Wirklichkeit mithilfe der Sinne und kognitiver Filter und natürlich gibt es auch "kollektive Fehlwahrnehmungen"...:shrug:


    Liebe Grüße, Anna :)_()_:heart:

    "...Dieser edle achtfache Pfad aber ist der zur Aufhebung des Leidens führende Weg..." (AN.VI.63)

    "In dieser Stunde hörte Siddhartha auf, mit dem Schicksal zu kämpfen, hörte auf zu leiden. Auf seinem Gesicht blühte die Heiterkeit des Wissens, dem kein Wille mehr entgegensteht, das die Vollendung kennt, das einverstanden ist, mit dem Fluss des Geschehens, mit dem Strom des Lebens, voll Mitleid, voll Mitlust, dem Strömen hingegeben, der Einheit zugehörig." (H.Hesse)

  • Igor07
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    • 19. März 2026 um 14:29
    • #52
    Anna Panna-Sati:

    Im Zweifelsfall könnte die subjektiv erlebte Realität, durch Abgleich mit anderen Menschen überprüft und damit - zumindest teilweise - objektiviert werden, weil Außenstehende manchmal eher in der Lage sind, persönliche Täuschungen/Wahrnehmungsverzerrungen und Fehlbeurteilungen zu identifizieren.

    Ha, wie kann man etwas objektivieren, wenn absolut alle der Illusion anhängen?

    Der springende Punkt scheint mir darin zu bestehen, dass wir als Homo sapiens die Welt so wahrnehmen, um zu überleben und nicht weiter zu verschwinden.

    Die andere Frage wäre: Entspricht es der Realität, wie sie ist?


    Anna Panna-Sati:

    Letztlich konstruiert sich aber wohl jeder selbst "seine" Wirklichkeit mithilfe der Sinne und kognitiver Filter und natürlich gibt es auch "kollektive Fehlwahrnehmungen".

    Ja, so ist es:


    Zitat
    • Vergängliches für unvergänglich halten: das, ihr Mönche, ist eine Verkehrtheit in der Wahrnehmung, den Gedanken und den Ansichten.
    • Leiden für Glück halten: das, ihr Mönche, ist eine Verkehrtheit in der Wahrnehmung, den Gedanken und den Ansichten.
    • Was ichlos ist, für ein Ich halten: das, ihr Mönche, ist eine Verkehrtheit in der Wahrnehmung, den Gedanken und den Ansichten.
    • Was widerlich ist, für lieblich halten: das, ihr Mönche, ist eine Verkehrtheit in der Wahrnehmung, in Gedanken und in Ansichten.

    A.IV.49 Die vier Verkehrtheiten - 9. Vipallāsa Sutta

    Ein Leben ohne Selbsterforschung verdiente gar nicht gelebt zu werden.

    Sokrates

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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