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Meditation - Dissoziation

  • ShrillHall14312
  • March 3, 2026 at 8:29 PM
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  • ShrillHall14312
    Guest
    • March 3, 2026 at 8:29 PM
    • #1

    Bezüglich der Dissoziation vom eigenen Körper, oder das Gefühl nicht im Körper zu sein/den Bezug zum eigenen Körper verloren zu haben, was ja idR als pathologisch bewertet wird, habe ich gedacht, man könnte es auch als eine durch Erfahrung erlangte Erkenntnis, „dass man den Körper hat“ aber nicht der Körper ist, bezeichnen.
    Oder will ich da nur etwas schönreden?

  • pano
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    • March 3, 2026 at 10:41 PM
    • #2

    Es ist eine dualistische Vorstellung, die Dis-soziation in der Formulierung die du für sie findest.


    Den Daseinsmerkmalen gerechter würde ein nicht-dualistisches "Ich bin nicht nur dieser Körper.", oder mein ich hat sich bedingt auf diesen Körper und andere Ursachen geformt und ist nicht von Dauer.


    Experimente mit der Psyche als Teil einer Meditationspraxis sind nicht ohne Risiko und nicht jeder Effekt einer Meditationspraxis ist wünschenswert.

    Meine Frage an dich @Practitioner wäre: Wie fühlt sich Dissoziation für dich an? Als Leidvoll oder leid-erzeugend? Lass mal die Frage außer acht welches Ziel die Meditation hat, und was die Daseinsmerkmale sind. Glaubst du, dass eine Dissoziative Episode die Ursachen von Dukkha für deine Erfahrungswelt reduziert? Und wie fühlt es sich an, wenn eine dissoziative Episode vorbei ist?

    [Disclaimer: Ich kenne Dissoziative Zustände nicht aus eigener Erfahrung]

  • Qualia
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    • March 4, 2026 at 9:00 AM
    • #3

    Meine Zuflucht zur Meditation war, dass ich diesen Körper als meinen Körper erfahren und annehmen wollte.

    Meine dissoziative Episode ist also ganz ich, dieser Körper zu sein, denn mein Geist oder auch meinetwegen meine Person hatte nichts Besseres zu tun, als zu behaupten, dass sie diesen Körper besitzt. Er hat mir bewiesen, dass es meine grundlegende Illusion ist.


    Wie kommt man auf die Idee, allen Zielen von Meditation, die propagiert werden, zuwiderzuhandeln? Das ist einfach: Dieser Geist/Person hat keine andere Macht über diesen Körper, als ihn krankzumachen mit seinem Verlangen nach Lüsten und Unheilstiften.


    Eine Weisheit, die ich viele Jahre, bevor ich von Buddha gelesen habe, hatte: Ich bin nicht der Körper und er ist nicht meiner. Das führte dazu, dass ich verantwortlich für meine gesamte Umwelt bin, einschließlich dieses Körpers, denn nur dafür ist der Geist (die Person) zuständig. Das heißt nicht, das ich frei von Lüsten und Unheilstiften bin, aber ich kann es klarer erkennen und entscheiden, dabei zu bleiben oder es loszulassen.


    Die Folge, dass ich ein unangenehmer Zeitgenosse für jede Form von geselliger Gruppe bin, hat mich nicht davon abgehalten, meiner persönlichen und körperlichen Erfahrung zu folgen. Es ist mir nie gelungen, auch nur einen Menschen von seinem krank machenden Weg abzubringen.

    https://www.palikanon.com/vinaya/1-mvg/mv01_01_01-06.html 1. Die Erzählung von der Erleuchtung: Sieben Tage saß der Erhabene so mit verschränkten Beinen am Fuß des Bodhibaumes und erlebte das Glück der Erlösung.

    Was kann man anderes erfahren, als dass man dieser Körper ist und nicht an der Behauptung des Mara festhalten: Ich/Selbst ist dieser Körper, er ist mein?

    Wenn es eine Quelle gibt, ist es Ich.

    Ich ist nicht leer oder tot.

    Ich ist offen und frei,

    für sein ergreifen, festhalten, loslassen,

    für das ergriffen, festgehalten, verlassen werden.

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    • March 4, 2026 at 9:29 AM
    • #4

    Ich nehme an, die meisten erfahren es so (inkl. mir):

    ich bin oder habe Körper/Geist


    Und soweit ich es verstehe, ist die Erkenntnis eher, dass da eigentlich nur "der leere Tanz" (Fred von Allmen, Buddhismus, S. 95/96) von Körper/Geist bzw. Skandhas ist und nicht zusätzlich noch ein ich/Bewusstsein/Gewahrsein, dass Körper oder Geist oder Skandhas "hat".

    Also würde ich deine Erkenntnis oben eher dem Advaita zuordnen (neti, neti), soweit ich es kenne.

  • Qualia
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    • March 4, 2026 at 9:43 AM
    • #5

    Der Körper allein hat Skandha, ansonsten könnte sich kein Lebewesen am Leben erhalten. Ein Geist/Ich ist fest davon überzeugt, das er Körper/Skandha besitzt und ist. Körper/Skandha bleibt nichts anderes übrig, als sich diesem Idioten zu fügen, auch wenn es ihn umbringt.

    Wenn es eine Quelle gibt, ist es Ich.

    Ich ist nicht leer oder tot.

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  • Wetering
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    • March 4, 2026 at 9:56 AM
    • #6

    Skandhas:

    Körper/Form

    Gefühlstönung

    Wahrnehmung

    Gestaltung

    Bewusstsein


    Geist = Skandhas 2 bis 5


    Ich kann es gerade nicht nachprüfen und glaube es einfach mal, aber es soll Wesen ohne Körper geben, nur mit Geist.

  • ShrillHall14312
    Guest
    • March 4, 2026 at 10:35 AM
    • #7
    Quote from pano

    Wie fühlt sich Dissoziation für dich an? Als Leidvoll oder leid-erzeugend? Lass mal die Frage außer acht welches Ziel die Meditation hat, und was die Daseinsmerkmale sind. Glaubst du, dass eine Dissoziative Episode die Ursachen von Dukkha für deine Erfahrungswelt reduziert? Und wie fühlt es sich an, wenn eine dissoziative Episode vorbei ist?

    War eine rein theoretische Überlegung…die Frage war auch ursprünglich keine Frage sondern eine Antwort auf einen anderen Thread, wo jemand solche Zustände beschrieben hat und es um die Frage ging, welche Meditationen für Menschen mit Schizophrenie Erkrankung geeignet sind. …wurde dann hierher verschoben.

  • Qualia
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    • March 4, 2026 at 12:51 PM
    • #8
    Quote from Wetering

    Skandhas:

    Körper/Form

    Gefühlstönung

    Wahrnehmung

    Gestaltung

    Bewusstsein


    Geist = Skandhas 2 bis 5


    Ich kann es gerade nicht nachprüfen und glaube es einfach mal, aber es soll Wesen ohne Körper geben, nur mit Geist.

    Display More

    Wenn man genug Suttas gelesen hat (SN 22.1–159) , die sich mit den Skandha beschäftigen, fällt auf, dass Körper/Form falsch sein muss. Meine Meinung war auch, dass der Körper zu den Skandha gehört, doch vor einem Jahr ging mir ein Licht auf und alles fiel an seine Stelle. Meine Zweifel und das irgendwie nicht Zusammenpassen mit den anderen Reden des Buddha waren endgültig beendet.


    Körper ist Körper und nicht Skandha und Skandha ist nicht Geist.

    Skandha ist:

    Körperempfindungen

    Wahrnehmungen

    Gefühle

    Gestaltungen

    asichtliches Handeln


    Geist ist Denken, Ich, Selbst, Person, Persönlichkeit, Ego.

    Wenn es eine Quelle gibt, ist es Ich.

    Ich ist nicht leer oder tot.

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    für sein ergreifen, festhalten, loslassen,

    für das ergriffen, festgehalten, verlassen werden.

    Edited 2 times, last by Qualia (March 4, 2026 at 12:58 PM).

  • Wetering
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    • March 4, 2026 at 1:09 PM
    • #9

    Danke für die Erklärung,

    soweit ich es verstanden habe bezieht sich Form auf Körper mit Sinnesorganen und auch auf die Sinnesobjekte (bzw. teils noch anderes, aber das lasse ich jetzt weg).

  • Qualia
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    • March 4, 2026 at 1:21 PM
    • #10
    Quote from Wetering

    Danke für die Erklärung,

    soweit ich es verstanden habe bezieht sich Form auf Körper mit Sinnesorganen und auch auf die Sinnesobjekte (bzw. teils noch anderes, aber das lasse ich jetzt weg).

    Die Augen sind Körper, ihr Wahrnehmen ist Skandha.

    Aber nur die Augen können Form erkennen, besser das Sehbewusstsein. Technisch gesehen sehen die Augen keine Formen, sondern Farben. Das hatte Buddha auch schon herausgefunden: dass seine Augen etwas anderes sehen, als sein Bewusstsein.

    Wenn es eine Quelle gibt, ist es Ich.

    Ich ist nicht leer oder tot.

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    • March 4, 2026 at 1:29 PM
    • #11

    Ja, das Sehbewusstsein ist Teil des Bewusstseins.


    Augen sehen Farben und Formen (hier Formen im ganz normalen Sprachgebrauch).

  • Wetering
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    • March 4, 2026 at 1:43 PM
    • #12

    Und was wir noch "dazu sehen inkl. "Rose"" ist das Skandha der Wahrnehmung, soweit ich verstehe.

  • Qualia
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    • #13
    Quote from Wetering

    Und was wir noch "dazu sehen inkl. "Rose"" ist das Skandha der Wahrnehmung, soweit ich verstehe.

    Eine „Rose“, einen „Baum“, ein „Qualia“ kann nur ein Selbst, Ich, Person erkennen. Die Augen sehen Farben, das Sehbewusstsein eine Form, das Selbst eine Rose.

    Nur so lässt sich Buddhas Satz verstehen: Sehe was zu sehen ist, höre, was zu hören ist usw. Das Ohr hört Schallwellen/Geräusche, das Hörbewusstsein Töne, das Selbst Worte, Musik, Gesang usw.

    Wenn es eine Quelle gibt, ist es Ich.

    Ich ist nicht leer oder tot.

    Ich ist offen und frei,

    für sein ergreifen, festhalten, loslassen,

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  • Wetering
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    • March 4, 2026 at 2:37 PM
    • #14

    Ohr + Objektdes Hörens + Hörbewusstsein

    Kontakt

    -> Gefühlstönung ("passiv") -> Gestaltung ("aktiv")


    Musik, Gesang, Worte <- Wahrnehmung, Geist-Bewusstsein


    Da ist letztendlich kein Selbst/ich bzw. ich verstehe nicht, was du unter Selbst verstehst...

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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