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  1. Buddhaland Forum
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  3. Allgemeines zum Buddhismus

Wiedergabe der Suttas in der vedischen Sprache

  • pano
  • 2. November 2025 um 16:17
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  • pano
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    • 2. November 2025 um 16:17
    • #1
    Qualia:

    Buddha wollte nicht, dass seine Reden in der Sprache Sanskrit übersetzt rezitiert werden sollten. Von aufschreiben konnte keine Rede sein. Pali und Sanskrit als Schrift begannen erst lange nach seinem Tod.

    Was steht im Pali Kanon hierzu?


    Zitat

    Keine Übersetzung der Lehre in Sanskrit

    Zu jener Zeit waren zwei Brüder Mönche, sie hießen Yamelu und Tekula, sie stammten aus einer Brahmanenfamilie und sie hatten eine ausgezeichnete Stimme mit feinem Ausdruck. Die begaben sich zum Erhabenen, grüßten den Erhabenen ehrerbietig, setzten sich seitwärts und sprachen: „Herr, heutzutage sind Mönche verschiedenen Namens aus verschiedenen Stämmen, von verschiedenem Stand, aus verschiedenen Familien aus dem Haus in den Orden gegangen. Die verderben mit ihren eigenen Dialekten die Sprache des Erwachten. Wohlan, Herr, laß uns die Aussagen des Erwachten in der metrischen Sprache (der Veden) wiedergeben.“ — Der Erwachte wies sie zurück: „Wie könnt ihr so etwas sagen, ihr unvernünftigen Männer. Das führt nicht zur Befriedung solcher, die noch keinen Frieden gefunden haben.“

    Nachdem der Erhabene diese Vorhaltungen gemacht und eine Lehrrede gehalten hatte, sprach er: „Mönche, die Aussagen des Erwachten sollen nicht in der metrischen Sprache (der Veden) wiedergegeben werden; wer das tut; begeht eine Verfehlung.

    Ich erlaube, daß die Aussagen des Erwachten in der jeweils eigenen Heimatsprache gelernt werden.“

    Beachtenswert ist dass die Überschrift ja schon interpretierend ist, denn der Buddha verneint eine Umsetzung der Lehrreden in Versdichtung nach dem Vorbild der Veden. Zugegeben dabei handelt es sich um vermutlich das was wir heute als vedisches Sanskrit bezeichnen. Aber mir scheint vielmehr geht es hier darum den Inhalt nicht unter Dichtkunst zu verstecken, Standesdünkeln entgegenzuwirken, vielleicht ganz lutherisch "Dem Volk aufs Maul zu schauen". Man könnte den Buddha hier auch so verstehen dass er sich fürs heutige Birma wünschen würde dass Suttas auf birmesisch rezitiert werden statt auf Pali.


    Die verlinkte Sammlung (https://suttacentral.net/pli-tv-kd15/de/schaefer-beyerlein ) regelt übrigens auch noch

    1. Latrinenbau
    2. ob man als Mönch gesundheit sagen soll (allgemein nein, aber wenn Laien einem Mönch gesundheit wünschen so darf er "lebe lang" antworten)
    3. den Latrinenbau (ist erlaubt)
    4. das Chanten von lehrreden (NEIN!)
  • Kianga
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    • 2. November 2025 um 16:43
    • #2

    Ich interpretiere das so, dass die Sutren für jeden in seiner Muttersprache verständlich dargeboten werden sollten.

    In welcher Welt ist das, was der andere mir gerade sagt, wahr? In welche Welt passt es hinein und ist es plausibel?

    Aus einem Gespräch mit Bernhard Pörksen.

  • pano
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    • 2. November 2025 um 16:46
    • #3
    Kianga:

    Ich interpretiere das so, dass die Sutren für jeden in seiner Muttersprache verständlich dargeboten werden sollten.

    ja, und zwar noch ein schritt weiter: es soll verständlich dargeboten werden. Also in verständlicher Sprache, nicht in gelehrtensprache.

  • Kianga
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    • 2. November 2025 um 17:14
    • #4

    Mir geht es darum, dass wir den tiefen Sinn der alten Sutren so in die heutige Zeit übersetzen können, das wir daran innerlich wachsen können.

    Jedes "Wörtlich nehmen" und "Buddha habe gesagt", löst bei mir Befremden aus. Das gilt auch für das "Ich habe es begriffen und ihr nicht..."

    In welcher Welt ist das, was der andere mir gerade sagt, wahr? In welche Welt passt es hinein und ist es plausibel?

    Aus einem Gespräch mit Bernhard Pörksen.

  • void
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    • 2. November 2025 um 18:32
    • #5

    Sprache kann man ja entweder ganz profan als ein Mittel der Kommunikation verstehen, während gerade Sanskrit immer auch als "heilige Sprache" galt - als Sprache der Götter und Rituale.


    Sanskrit galt als eine der oberen Kasten vorbehaltene reine, verfeinerte Sprache mit komplexer Grammatik die dem Prakrit - der Volkssprache in ihren verschieden Formen gegenübergestellt wurde. Buddha wehrt sich hier also gegen eine bestimmte Ausgrenzung durch Sprache.


    Ich fürchte so ganz werden wir auch Buddha nicht gerecht, weil viele buddhistische Bücher nicht in einfacher Sprache abgefasst sind sondern sich eher an Gebildete richten. Wenn man die Umfrage der DBU anschaut, dann haben deutsche Buddhisten meist einen hohen Bildungsabschluß und weniger gebildete kriegen leicht den Eindruck , Buddhismus ist was für die Gebildeten:

    DBU:

    Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da du keine Berechtigung hast, diesen Inhalt zu sehen.

    Das ist schade.

  • pano
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    • 2. November 2025 um 18:56
    • #6

    Man muss beim Sanskrit-Prakrit vergleich aber auch am Ende die Kirche im Dorf lassen. Pali ist Sanskrit durchaus näher als z.b. italienisch dem Latein. Einige der Feinheiten des klassischen Sanskrit haben sich erst enwickelt und sind im vedischen Sanskrit noch garnicht so klar.Pali ist dem vedischen Sanskrit teils näher als dem klassischen Sanskrit von Panini.


    WIr wissen garnicht auf welchem Sprachstand die Veden im Umfeld des Buddhas genau rezitiert wurden, kann gut sein dass die Rezitationspraxis der veden sogar näher am örtlichen Prakrit war als am Sanskrit (etwa so wie italiener Latein nicht klassisch aussprechen, sondern wesentlich näher an der Italienischen Aussprache). Insofern halte ich es für beachtenswert dass im Pali kanon insbesondere auf Metrum und Versmaß eingegangen wird. Der buddha fordert hier dass die Botschaft verständlich sein soll, sie darf nicht hinter ästhetisches zurücktreten, noch hinter Soziolekt-Fragen. Zuerst die Didaktik, dann der schöne schein.


    Sanskrit wie wir es verstehen ist dann ja eine Konstruktion von Panini im 4. Jhd vor unserer Zeitrechnung. Das wort San-skrit besteht aus zwei Silben, San bedeutet soviel wie "mit" und ist eine entsprechung zum lateinischen "con", und "skrt" ist die Wurzel. Wenn man beide Silben auf ihre indoeuropäischen Wurzeln zurückführt und schaut wie diese sich über das Lateinische in Europa eingefunden haben, so findet man als strukturell verwandten begriff "concrete" (engl. für Beton). Sanskrt bezeichnet das gut zusammengefügte. Eine Synthese die sich aus den vedischen Überlieferungen speist aber explizit eine Bildungssprache ist. Nur, zur Zeit des Buddhas gab es dieses Sanskrit nicht in dieser Form.

  • void
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    • 2. November 2025 um 19:59
    • #7

    Aber ich dachte, dass gerade das Versmaß dazu dient, den Text in eine einheitliche Form zu bringen um Ihn gut weiter zu geben. Von daher hatte ich angenommen, Sanskrit sei schon früh erstarrt und gerade die Texte vor und um Buddha - wie die Rigveda - waren von daher sehr genau weitergegeben worden:

    Wikipedia:

    Die Texte des Rigveda sind mündlich, ohne die Kenntnis von Schrift, verfasst und über mindestens drei Jahrtausende so von Vater zu Sohn und von Lehrer zu Schüler überliefert worden. Der Glaube, dass nur das exakt rezitierte Dichterwort die in ihm wohnende Kraft hervorbringt, hat eine sonst nirgendwo zu findende, getreue Überlieferung bewirkt, welche die der klassischen oder biblischen Texte bei weitem übertrifft. Die Genauigkeit ist so groß, dass man von einer Art Tonaufnahme von etwa 1000 v. Chr. sprechen kann.[11]

    Das gleiche steht auch in der englischen Version:

    Zitat

    According to Michael Witzel, the codification of the Rigveda took place at the end of the Rigvedic period between c. 1200 and 1000 BCE, in the early Kuru kingdom.[18] Asko Parpola argues that the Rigveda was systematized around 1000 BCE, at the time of the Kuru kingdom.[40]

    Und das Projekt von Panini hatte ich auch so verstanden, dass es ihm gerade nicht darum ging, das alte Sanskrit durch eine neue verständliches Update zu verbessern, sondern dass es ihm darum ging dem Sprachwandel entgegenzuwirken.

    Wikipedia:

    Growing out of a centuries-long effort to preserve the language of the Vedic hymns from "corruption", the Aṣtādhyāyī is the high point of a vigorous, sophisticated grammatical tradition devised to arrest language change. The Aṣtādhyāyī's preeminence is underlined by the fact that it eclipsed all similar works that came before: while not the first, it is the oldest such text surviving in its entirety.[58][59][60][61]

    Und in der Wikipedia wird Panini ja im 6-5 Jh verortet also fast gleichzeitig mit Buddha. Von daher dachte ich mir, dass das Sanskrit von dem Buddha spricht und das von dem Panini spricht nicht so verschieden sind.


    Ich kenne mich da aber natürlich nicht wirklich aus und die Wikipedia ist auch nicht die allerbeste Quelle.

  • Kianga
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    • 2. November 2025 um 20:04
    • #8
    void:

    Ich fürchte so ganz werden wir auch Buddha nicht gerecht, weil viele buddhistische Bücher nicht in einfacher Sprache abgefasst sind sondern sich eher an Gebildete richten.

    Kann es auch daran liegen, dass damals die Ausführung der reliösen Rituale im Hinduismus eher der Oberschicht zugestanden wurde, diese ihr Wissen und ihre Macht u.a. durch die "Gelehrtenschrift" erhalten wollten und das dann nach und nach sich auf dem Buddhismus auswirkte?

    In welcher Welt ist das, was der andere mir gerade sagt, wahr? In welche Welt passt es hinein und ist es plausibel?

    Aus einem Gespräch mit Bernhard Pörksen.

  • Kianga
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    • 2. November 2025 um 20:09
    • #9

    Ich verstehe nicht so richtig, was "Panini" ist.

    In welcher Welt ist das, was der andere mir gerade sagt, wahr? In welche Welt passt es hinein und ist es plausibel?

    Aus einem Gespräch mit Bernhard Pörksen.

  • void
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    • 2. November 2025 um 20:16
    • #10
    Kianga:

    Ich verstehe nicht so richtig, was "Panini" ist.

    Panini war so quasi der erste bekannte Linguist - er hat eben so ein Grammatikbuch über Sanskrit geschrieben. Wenn man im Netz nach Panini sucht findet man aber natürlich zuerst immer die italienischen Sandwiches was natürlich irritiert.

  • pano
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    • 2. November 2025 um 20:19
    • #11

    Natürlich hat Panini keine neue Sprache erfunden. Wenn das in meinem Beitrag so rüber gekommen ist bitte ich das zu entschuldigen.


    Vielleicht mehr am Beispiel. Wenn man pali anicca und Sanskrit anitya Vergleicht, dann ist das recht ähnlich. Etwa so ähnlich wie wenn ein Pfälzer „vergänglisch“ sagt und ein Hanseat „vergänglich“. Es gibt zahlreiche Beispiele wo man aus Sanskrit Wörtern ganz gut die Pali begriffe erahnen kann. Oft werden Konsonantenverbindungen vereinfacht etc.

    Nun kann ich mir schon vorstellen dass jemand aus dem Umfeld des Buddhas die vedas mit örtlicher einfärben rezitiert hat. So wie ein Pfälzer Pfarrer vielleicht bei der Schriftlesung „vergänglisch“ liest statt vergänglich.


    dann gibt es natürlich strukturelle Unterschiede. Pali hat eine Grammatik in der nicht mehr alles über flektion gelöst wird. Ein bisschen vergleichbar mit „dem Buddha sein Sangha“ in deutschen Dialekten statt „Buddhas Sangha“. Vermutlich aber alles noch gut Erlernbar, so wie man eben als Tiroler auch Hochdeutsch lernen kann. Schwieriger war das sicher für Bauern die keine Möglichkeit auf Bildung hatten.


    bei der Frage nach Sanskrit Genauigkeit muss man auch ein bisschen aufpassen weil das natürlich auch ein Thema ist von indischem Nationalismus. Wir haben etwa ab paninis Zeiten eine gute Beschreibung der Lautlehre. In wieweit sich Laute verschoben haben ist doch nicht so ganz einfach zu beantworten. Es kann gut zu Lautverschiebungen gekommen sein die die Reime intakt gehalten haben. So etwas ist schwer zu belegen. Und zum Vergleich kann man sagen dass es heutzutage durchaus auch verschiedene Lesarten gibt je nach Region in Indien.

    Im Pali Kanon treten beispielsweise auch nicht alle vedischen Götter auf. Ich glaube es werden bestimmte vedas erwähnt andere nicht. Indien war polyzentrisch und nicht alles was wir heute überliefert bekommen über die Hinduistische Traditionslinie als altmodische Kultur muss so zur Zeit des Buddhas in der Region des Buddhas vorgelegen haben.

  • pano
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    • 2. November 2025 um 20:26
    • #12
    Kianga:

    Ich verstehe nicht so richtig, was "Panini" ist.

    void hat ja schon geantwortet. Ich würde aber gerne noch hinzufügen dass panini ein ganz großer Denker war. Wäre er Europäer würden wir ihn als Vater der Sprachwissenschaften bezeichnen. Er war seiner Zeit so voraus dass die Zeitgenossen garnicht so recht erkennen konnten was er alles so geleistet hat.

  • Kianga
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    • 2. November 2025 um 20:54
    • #13

    Das alles zeigt aber auch, dass die genaue Auslegung der Sutren eigentlich nur durch ein größeres Wissenschaftsteam gelingen kann. Und es forschen ja wirklich auch Wissenschaftler aus fast allen buddistischen Religionen.


    Bedeutet das nicht auch, dass alles, was wir "Normalos" in den Sutren lesen, unsere eigene Interpretation ist, die sich je nach Erfahrung und Wissen auch durchaus mal ändern kann?


    Mir reicht aber:

    Was aus den Sutren ist für mich zur Zeit hilfreich? Welche Texte stärken mich auf meinem Weg?

    In welcher Welt ist das, was der andere mir gerade sagt, wahr? In welche Welt passt es hinein und ist es plausibel?

    Aus einem Gespräch mit Bernhard Pörksen.

  • pano
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    • 2. November 2025 um 21:02
    • #14

    Es kommt auf den Anspruch an, ist der Anspruch die Rekonstruktion der Worte eines historischen siddharta Gautama? Ja, Wissenschaftlerteams notwendig. Vermutlich mit großen Mühe wird viel nicht zu beantworten sein.


    Ist der Anspruch aus den Suttas Einsichten zu gewinnen? Das kann man vermutlich auch als Individuum, durch Studium der Suttas.


    Ich für meinen Teil finde das Thema Rekonstruktion interessant aber den zweiten Ansatz relevanter. Auch weil ich mahayana Sutras ebenso nutzen möchte wenn es mir sinnvoll erscheint.

  • Kianga
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    • 2. November 2025 um 21:18
    • #15

    Das sehe ich auch so.


    Mir fehlt hier im Buddhaland, etwas mehr über Sutren jenseits des Palikanons zu erfahren. Wo zum Beispiel ist der Unterschied zwischen dem japanischen und dem chinesischen Kanon? Was steht im tibetischen Kanon? Gibt es noch andere buddhistische Kanons?

    Wären diese Sutren so unbedeutend gewesen, wären wahrscheinlich nicht so große buddhistische Richtungen entstanden. Oder sehe ich da was falsch?


    Gibt es irgendwo ein verständliches Buch, dass die Unterschiede herausarbeitet?

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    Aus einem Gespräch mit Bernhard Pörksen.

  • Mahasi
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    • 3. November 2025 um 00:36
    • #16
    pano:

    Man könnte den Buddha hier auch so verstehen dass er sich fürs heutige Birma wünschen würde dass Suttas auf birmesisch rezitiert werden statt auf Pali.


    Dies ist wohl gerade nicht der Fall. Denn die angegebene Übersetzung "daß die Aussagen des Erwachten in der jeweils eigenen Heimatsprache gelernt werden" ist nicht gesichert richtig. Siehe den Aufsatz Sakāya niruttiyā revisited von Bryan Levman. Bei Brahmali in seiner Vinaya-Übersetzung heißt es auch: "You should learn the word of the Buddha using its own expressions". Das ist nach dem Kommentar Magadhi. Also die Ausdrücke - in Erweiterung seine Sprache - des Buddha verwenden. Wie sollte man auch sonst zusammenkommen, um die Lehre gemeinsam zu rezitieren, wenn es jeder in seiner Heimatsprache tut.

Ausgabe №. 134: „Keine Angst vor der Angst"

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