Der Test aus Sicht der Praxis ist: Ist das heilsam? Im Sinne von: Verringert diese Ansicht Dhukka.
Es gilt jedoch, dass nicht alles, was heilsam ist, buddhistisch ist.
Der Test aus Sicht der Praxis ist: Ist das heilsam? Im Sinne von: Verringert diese Ansicht Dhukka.
Es gilt jedoch, dass nicht alles, was heilsam ist, buddhistisch ist.
Nächstenliebe betrachten bzw.leben.
Natürlich ein Begriff aus dem Christentum, der mir aber sehr gut gefällt und mir das Synonym im Buddhistentum fehlt
Der Begriff ist Metta / maitrī und ist im Buddhismus sehr präsent allgemein. Mit Mitgefühl , mitfreude und Gleichmut bildet Metta (liebe/ Liebende Güte ) dann die vier unermesslichen Tugenden
Die Brahmavihara sind Geistesschulung und daher primär geistig-passiv. Die aktive Seite von Mitgefühl (karuṇā) ist anukampā. Siehe zum Beispiel Bodhis Anmerkungen zu seiner AN-Übersetzung (Anmerkungen 328, 1616) oder bei Anālayo Compassion and Emptiness in Early Buddhist Meditation, Compassion in the Agamas und How Compassion Became Painful.
Aktives Mitgefühl im Buddhismus nimmt häufig auch merkwürdige Formen an wie im Vessantara Jātaka.
Das ist einer der berühmten "Finger, die zum Mond zeigen".
Wer auf Monde zeigt, hat noch nicht verstanden, was (er)leuchtet.
zu einer Situation geführt, die oft als die „zwei Buddhismen“ im Westen beschrieben wird...
Die Bedürfnisse und Ausdrucksformen beider Gruppen sind fundamental verschieden...
schatztruhe-palikon.net
Das ist doch alles ziemlich grobschlächtig, ebenso wie der Faden zum westlichen und östlichen Denken, wo man eher aufpassen sollte, kolonialistisches Denken nicht einfach fortzuschreiben.
Als ob asiatische Buddhisten, egal wo, nicht meditieren würden, siehe zum Beispiel Jordts Burma's Mass Lay Meditation Movement.
Hab ich auch nicht behauptet, Mahasi.
Aufmerksam und unvoreingenommen lesen gehört, auch zur Achtsamkeit.
Und ich habe nicht behauptet, dass du das behauptet hast Du kannst das ja nochmal aufmerksam und unvoreingenommen lesen. Ich habe deinen, dahingehend unkonkreten, Beitrag kommentiert, damit andere nicht denken, dies wäre ein repräsentatives Beispiel für rechte Sammlung. Ich habe aber nirgendwo behauptet, dass du dein Beispiel als rechte Sammlung dargestellt hast.
Deshalb beginnt der 8fache Pfad mit der "Rechten Ansicht", geht weiter über all das, was mit unserem Alltagsleben zu tun hat. Die Meditation schließt das ab...
Das geht in Fleisch und Blut über. Ich nenne das in die Stille gehen, z.B. auf dem Weg zur Arbeit in der U-Bahn, im Wartezimmer etc.
Später kann die Stille sofort abgerufen werden, denn Du bist mit dem inneren Ort verbunden, so dass Du innerhalb von Sekunden aufkommende unheilsame Gedanken und Gefühle verabschieden kannst.
Obiges wird in der Regel nicht unter rechte Sammlung, dem achten Pfadglied, verstanden. Typischerweise, aber nicht ausschließlich, wird die rechte Sammlung verstanden als die vier Vertiefungen. Und die vier Vertiefungen sind übermenschliche Erreichungszustände - kaum etwas für die U-Bahn oder das Wartezimmer.
Aufkommende unheilsame Gedanken - Gefühle (vedanā) sind nie unheilsam - verabschieden fällt unter das sechste Pfadglied rechte Anstrengung.
Und da ist es ja der letzte Punkt "Rechte Sammlung" die mit Meditation assoziiert wird. Aber es ist halt nur ein Punkt von 8.
Rechte Anstrengung finde ich ist vorbereitende Geistesarbeit, rechte Achtsamkeit ist tatsächliche Meditationspraxis und rechte Sammlung, dann die Frucht von allem, was davor kam.
Alles anzeigenNachweislich das limbische System beruhigen und warum dieses Wissen nicht nutzen.
Hm, weil es, wie hier schon mehrfach gesagt wurde, nicht darum geht, irgendwas zu beruhigen. Sondern um Beobachtung und Einsicht. Und zwar in das, was gerade da ist. Ungeschminkt.
Das Ana Pana Sati-Sutra wurde als Beispiel ja schon zitiert:
"1. Bei langem Einatmen weiß ich: »Ich atme lang ein.« Bei langem Ausatmen weiß ich: »Ich atme lang aus.«
2. Bei kurzem Einatmen weiß ich: »Ich atme kurz ein.« Bei kurzem Ausatmen weiß ich: »Ich atme kurz aus.«"
Da wird nichts beruhigt, sondern so beobachtet, wie es ist...
Aber gerade im Ānāpānassatisutta geht es doch weiter mit:
Zitat- Er schult sich: ‚Ich werde beim Einatmen den körperlichen Vorgang stillen.‘ Er schult sich: ‚Ich werde beim Ausatmen den körperlichen Vorgang stillen.‘ (Sabbamitta)
- Er übt sich so: ,Ich werde einatmen und dabei die Gestaltung des Körpers beruhigen‘; er übt sich so: ,Ich werde ausatmen und dabei die Gestaltung des Körpers beruhigen.‘ (Mettiko)
Wie das zu interpretieren ist, ist sicherlich diskussionswürdig.
Ich schreibe aus Erfahrung ... denn nur der Widerstand ist Leiden... Glaubt nicht aufgrund von Hörensagen, sondern prüft!!!
Wie kannst du dir sicher sein, dass deine Interpretation der Erfahrung richtig ist?
Ist die buddhistische Praxis nicht zwangsläufig verknüpft mit der Meditation?
Ist sie nicht. Die grundlegende buddhistische Praxis ist das Einüben in den 5 Tugendregeln. Formale Meditation kann irgendwann in die eigene buddhistische Praxis integriert werden, aber falls nicht ist es auch gut.
Respekt gegenüber allen anderen Meinungen oder Positionen, Wohlwollen und freundlicher Umgang miteinander gehören zu den Grundlagen der menschlichen Kommunikation. Und das ist auch die rechte Rede. Ich habe hier keine Person belehrt oder gesagt, dass ich es besser wisse. Das ist niemals passiert...
Dass du dir hier schon wieder den Heiligenschein aufsetzen möchtest, stört mich schon ein wenig. Hier hatte ich bereits eine Anthologie deines Respekts gegenüber dem Theravada zusammengestellt. Liest sich für mich ziemlich vergiftet. Und du machst in diesem Faden genauso weiter:
Es wundert mich nicht, dass diese Wiedergeburt im Volksbuddhismus tief verwurzelt ist. Ich mache etwas Schlimmes, dann werde ich dafür büßen, also es wird mir vergolten. Das ist aber echter Unsinn und hat mit dem ursprünglichen Buddhismus nichts zu tun.
Ich lasse die Orthodoxie in Ruhe. Sie bringt das lebendige Individuum um ...
Das ist echt intellektuell erbärmlich, wenn jemand behauptet, diese Wiedergeburt nur dank Jhana als echten, authentischen Beweis zu erreichen.
Er kritisiert die Drei-Leben-Theorie und den ganzen Irrsinn des Visuddhi-Magga
Die traditionelle Interpretation ist nicht nur verwirrend, sondern irreführend.
Anscheinend schreibst du dies alles in der Erwartungshaltung, dass niemand widerspricht. Du stellst hier eben nicht nur einfach andere Meinungen vor, sondern tust dies immer wieder auch mittels Abwertung anderer Meinungen.
Der Theravada definiert sich nun einmal primär durch seine Orthodoxie und Orthopraxie und nicht mittels irgendwelcher Fringe-Erscheinungen.
ZitatDie Drei-Leben-Theorie findet im Dhammavinaya keine Stütze
Würde dies nicht bedeuten, dass der Theravada (zumindest in diesem Punkt) nicht Dhammavinaya ist? Das würde aber doch im Theravada-Bereich niemand behaupten wollen. Schon gar kein Theravadin
Der Leser selbst steht jedoch ebenso in der Verantwortung, nur zu lesen, was auch geschrieben ist, ohne (zu viel) hineinzulesen zu wollen.
Keines der Zitate sagt aus,
Ob er der beste ist oder nicht, steht nicht zur Debatte.
Zur Debatte steht deine Aussage, dass Nanavira für Mettiko "der beste Lehrer überhaupt ist, was Dharma anbelangt" – in deinem Original gar mit Fettschrift und Ausrufezeichen. Und jetzt einfach egal? Es geht mir damit auch um deine Arbeit am Text und inwieweit man deinen Aussagen Glauben schenken sollte.
Die Drei-Leben-Theorie ist wirklich ein Dorn im Auge der Orthodoxie
Hier hast du dich wohl verschrieben. Die DLT ist ein Dorn im Auge der Heterodoxie oder nicht?
Oft entstehen epische Diskussionen ... weil die Diskutanten vor allem ein Ziel haben: Ihre Position durchsetzen. Die Diskussionen sind nicht ergebnisoffen. Es geht nicht darum, zu neuen Erkenntnissen zu gelangen, sondern einzig darum, die eigenen Ansichten zu schützen, die im Leben der Diskutanten oftmals eine große Rolle spielen, ja sinngebend werden können. Gerade wegen letzterem fällt es uns oft schwer, uns auf die Sicht des anderen einzulassen. So werden Diskutanten zu Duellierenden. Ich wünsche mir, dass dies anders wäre.
In dieser Allgemeinheit kann ich mit Obigen gar nichts anfangen – es klingt mir so fürchterlich postfaktisch. So als ob der Historiker dem Holocaustleugner irgendwie ergebnisoffenen entgegentreten sollte und man sich auf die Sicht des Anderen einzulassen hat. Ich nicht.
Nun ist hier die Allgemeinaussage durch den Kontext des Forums glücklicherweise eingeschränkt, aber auch dies führt nicht zum obigen Wunsch. Manche Sachen sind einfach richtig und manche falsch. Dies nicht sagen zu dürfen – und auch dafür "kämpfen" – ist keine rechte Rede.
Bist du bitte so freundlich und zitierst die genaue Stelle mit Quellenbeleg, wo sich Mettiko/Zumwinkel so äußert. Du hattest obiges auch schon an anderer Stelle geschrieben. Ich bin da nicht mehr so drin.
Das Thema ist mir ernst, aber hier eben nicht bierenst - daher die Versform und der Smiley.
Igor, wenn du dich jetzt an einem Wort, das allein des Reimes wegen gewählt wurde, abarbeiten möchtest, dann gerne. Aber erwarte hier keine Antwort von mir. Es sei denn wir machen's im Vers - was mir ja auch nicht so liegt und daher bei Heine & Co. geklaut - und mit einem Zwinkern
(Ab)
Ach nicht verzagen!
Die geistige Einheit gibt uns die Zensur
Die wahrhaft ideelle –
Sie gibt die innere Einheit uns,
Die Einheit im Denken und Sinnen;
Ein einiges Theravada tut uns not,
Einig nach außen und innen.
Die sah ich auch und noch vielmehr
Amsel, Drossel, Fink und Star
Und die halbe Vogelschar
Dieses Pfeifen, Zwitschern, Tiriliern!
Sie in Vielfalt brillieren
Und so die eine Lehre revidieren
Der Theravada gilt nirgend weniger
Denn in seinem Hause dort
Wird die gerade Lehre krumm
Die Stimme Buddhas stumm
Und die hohe Lehre dumm
Der Weg zur Reinheit wird nicht mehr beschritten
Doch mutig in den Selbstmord geritten
Geritten wird noch heute
Mit des Wahnsinns fetter Beute
Die Meute, die die hohe Lehre nun deute
Und die wahren Leute reute
So dass sie sich zerstreute
Ich habe damit nicht zu tun. Ich bin Theravada. Und was im Profil steht, ist mir echt egal.
Du hast also mit deinem eigenen Profil und was du da selbst reinschreibst nichts zu tun. Bist jetzt also Theravadin, der natürlich die theravadische Orthodoxie ablehnt, weil sie irreführend ist und "Visuddhimagga wie Abhidhamma sind streng genommen nicht schon Theravada".
Ich bin aber kein Zen-Anhänger, ist das echt deine Argumentation? Was steht irgendwo im Profil?
Warum steht der Faden eigentlich im Theravada-Bereich? Monikamarie
Plus dazu: Was sollte der frühe Buddhismus im Theravada-Bereich?
Plus plus dazu: Warum erzählt Igor07 , ein Anhänger der buddhistischen Richtung des Zen, hier im Theravada-Bereich immer wieder - und unmoderiert - wie irreführend die traditionelle Interpretation des Theravada ist?
Das ist der springende Punkt, nicht woanders.
Der springende Punkt ist der Ball!
Ich finde, was du zuletzt an mich schriebst ist nur noch wirr. Vielleicht tut eine Pause not.