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Gemeinsamkeiten und Abgrenzung Kshanti (Geduld) zu Upekkha (Gleichmut)

  • Weltling
  • 7. März 2024 um 10:02
  • Zum letzten Beitrag
  • Weltling
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    • 7. März 2024 um 10:02
    • #1

    Hallo

    Mir ist die genaue Trennung von Kshanti (Geduld) zu Upekkha (Gleichmut) nicht ganz klar. Der Fokus scheint mir unterschiedlich zu sein doch fließen die Bedeutungen in meinem bisherigen Verständnis ineinander.

    These: Uppekkha beinhaltet eine tendenziell nicht-dualistische Sicht auf die Welt während Kshanti in einer eher dualistischen Weltsicht verortet ist, beziehungsweise auch in einer solchen bestehen kann. Kann man das so sagen?

    Ich hoffe ihr habt Wissen zu der Thematik welches ihr mit mir teilen könnt :)

  • Weltling 7. März 2024 um 10:03

    Hat den Titel des Themas von „Gemeinsamkeiten und Abgrenzung Kshanti (Geduld) zu Uppekkha (Gleichmut)“ zu „Gemeinsamkeiten und Abgrenzung Kshanti (Geduld) zu Upekkha (Gleichmut)“ geändert.
  • void
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    Zen
    • 7. März 2024 um 10:36
    • #2

    Ich habe es so verstanden, dass Upekkhā vor allem ein Zustand ist - nämlich ein ausgeglichener Zustand ohne viel Zuneigung/Begierde oder Abneigung /Wut.

    Wenn Zuneigung/ Begierde da ist,dann braucht es um in so einem ausgeglichenen Zustand zu kommen als Gegenmittel zu Zuneigung/ Begierde Entsagung.

    Wenn Abneigung/Wut da ist,dann braucht es um in so einem ausgeglichenen Zustand zu kommen als Gegenmittel zu Abneigung/Wut Geduld ( kshanti)

    Entsagung und Geduld sind dabei kein Zustand sondern eher Kräfte/Tugenden.

  • Aravind
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    • 7. März 2024 um 19:40
    • #3
    void:

    Ich habe es so verstanden, dass Upekkhā vor allem ein Zustand ist - nämlich ein ausgeglichener Zustand ohne viel Zuneigung/Begierde oder Abneigung /Wut.

    Genau. Um es platt auszudrücken: Gleichmut hat man, in Geduld "übt" man sich, das ist eine bewusste oder unbewusste Tätigkeit.

    Wenn man gerade nicht gleichmütig ist, kann einem diese Erkenntnis zusammen mit dem aktiven üben von Geduld zu mehr Gleichmut verhelfen.

    Ein Analogon wäre Achtsamkeit. Achtsamkeit ist ein allgemeiner Zustand. Die Übung auf der Konzentration ein Objekt kann einem da hin führen.

    Liebe Grüße,

    Aravind.

  • Jan87
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    Buddh. Richtung
    Theravāda
    • 7. März 2024 um 20:34
    • #4
    Zitat

    Die sechs Paramitas sind eine Liste von Tugenden oder "vollkommenen Handlungen" im Mahayana-Buddhismus. Diese werden gelehrt, um auf dem Weg zur Erleuchtung zu helfen. "Paramita" ist ein Sanskrit-Wort, das "vollkommen" oder "vollendet" bedeutet. Die sechs Paramitas sind:

    1. **Dana (Großzügigkeit)**: Dies bezieht sich auf die Tugend der Großzügigkeit und des Gebens. Es geht darum, materielle Güter, Zeit, Energie und sogar spirituelle Unterstützung uneigennützig und freigiebig zu teilen.

    2. **Sila (Ethik)**: Dies bezieht sich auf die Tugend der Ethik, der moralischen Integrität und des rechten Verhaltens. Es bedeutet, ein Leben zu führen, das frei von schädlichem Verhalten ist, wie Lügen, Stehlen, tödlichen Gewalt usw.

    3. **Ksanti (Geduld)**: Dies bezieht sich auf die Tugend der Geduld und Ausdauer. Es beinhaltet die Fähigkeit, gelassen zu bleiben und nicht gereizt oder verärgert zu werden, besonders wenn man mit Schwierigkeiten, Hindernissen oder unangenehmen Menschen konfrontiert ist.

    4. **Virya (Eifer oder Anstrengung)**: Dies bezieht sich auf die Tugend des Eifers, der Energie und der Entschlossenheit auf dem spirituellen Weg. Es bedeutet, Ausdauer und Energie in die Praxis von Meditation, Studium und anderen spirituellen Bemühungen zu investieren.

    5. **Dhyana (Meditation)**: Dies bezieht sich auf die Tugend der Meditation und Konzentration. Es bedeutet, den Geist zu beruhigen, zu fokussieren und zu klären, um tiefe Einsichten zu gewinnen und den Geist zu reinigen.

    6. **Prajna (Weisheit)**: Dies bezieht sich auf die Tugend der Weisheit oder des Verständnisses. Es bedeutet, die wahre Natur der Dinge zu erkennen, insbesondere die Leerheit (Shunyata) und die Interdependenz aller Phänomene. Diese Weisheit führt zur Befreiung von der Illusion der getrennten Existenz und zur Erleuchtung.

    Diese sechs Paramitas werden gelehrt, um die Praxis des Mitgefühls (Karuna) und der Weisheit zu kultivieren und so den Weg des Bodhisattva, einer erleuchteten Wesenheit, die sich dem Wohl aller Lebewesen widmet, zu unterstützen.


    Im Theravada-Buddhismus gibt es jedoch ähnliche Konzepte und Tugenden, die sich auf den Weg zur Erleuchtung beziehen. Einige dieser Tugenden werden in den "Zehn Paramis" (Paramitas) des Theravada-Buddhismus gefunden. Die Zehn Paramis sind:

    1. **Dana (Großzügigkeit)**: Wie im Mahayana-Buddhismus ist auch im Theravada-Buddhismus Großzügigkeit eine wichtige Tugend. Es beinhaltet das Geben von materiellen Gütern, Zeit, Energie und spiritueller Unterstützung.

    2. **Sila (Ethik)**: Ethik oder moralische Integrität ist auch im Theravada-Buddhismus von entscheidender Bedeutung. Es bezieht sich auf die Einhaltung der moralischen Regeln und den Verzicht auf schädliches Verhalten.

    3. **Nekkhamma (Verzicht)**: Dies bezieht sich auf den Verzicht auf weltliche Genüsse und Anhaftungen. Es beinhaltet die Entwicklung von Loslassen und innerer Freiheit von weltlichen Bindungen.

    4. **Panna (Weisheit)**: Weisheit ist eine der grundlegenden Tugenden im Theravada-Buddhismus. Es beinhaltet das Verständnis der Dinge wie sie wirklich sind, insbesondere die Überwindung der Illusion des Selbst (Anatta) und das Verständnis der Ursachen von Leiden (Dukkha).

    5. **Virya (Energie)**: Energie bezieht sich auf die Entschlossenheit und Anstrengung auf dem spirituellen Weg. Es bedeutet, Ausdauer und Entschlossenheit in der Meditation und anderen spirituellen Praktiken zu entwickeln.

    6. **Khanti (Geduld)**: Geduld ist eine Tugend, die im Theravada-Buddhismus hoch geschätzt wird. Es beinhaltet die Fähigkeit, ruhig und gelassen zu bleiben, besonders in schwierigen oder herausfordernden Situationen.

    7. **Sacca (Wahrhaftigkeit)**: Wahrhaftigkeit bezieht sich auf die Wichtigkeit von Ehrlichkeit und Wahrhaftigkeit im Denken, Sprechen und Handeln.

    8. **Adhitthana (Entschlossenheit)**: Entschlossenheit bezieht sich auf die Festigkeit des Willens und die Bestimmtheit, den spirituellen Weg fortzusetzen, ungeachtet der Hindernisse.

    9. **Metta (Liebevolle Güte)**: Liebevolle Güte ist eine Tugend der bedingungslosen Liebe und des Mitgefühls gegenüber allen Lebewesen.

    10. **Upekkha (Gleichmut)**: Gleichmut bezieht sich auf die Fähigkeit, in allen Lebenssituationen ausgewogen und ausgeglichen zu bleiben.

    Obwohl die Konzepte nicht genau die gleichen sind, spiegeln diese zehn Paramis im Theravada-Buddhismus ähnliche Ideen wider wie die sechs Paramitas im Mahayana-Buddhismus. Sie sind grundlegende Richtlinien für einen buddhistischen Praktizierenden auf dem Weg zur Erleuchtung und zum Überwinden des Leidens.

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    Geduld kann man auch ganz klassisch auf einen zeitlichen Rahmen beziehen.

    Zitat

    Geduld wird in der Regel als die Fähigkeit definiert, ruhig und beharrlich in schwierigen oder langwierigen Situationen zu bleiben, ohne dabei gereizt oder ungeduldig zu werden. Es beinhaltet die Fähigkeit, auf etwas zu warten, ohne sich zu ärgern, und die Bereitschaft, Herausforderungen oder Verzögerungen gelassen anzunehmen.

    Hier sind einige Definitionen von Geduld:

    1. **Ruhe in schwierigen Situationen**: Geduld bezieht sich auf die Fähigkeit, ruhig zu bleiben, auch wenn man mit Schwierigkeiten, Hindernissen oder Verzögerungen konfrontiert ist.

    2. **Beharrlichkeit**: Geduld umfasst auch die Fähigkeit, an einer Aktivität oder einem Ziel festzuhalten, auch wenn es lange dauert oder Rückschläge auftreten.

    3. **Akzeptanz von Verzögerungen**: Geduld beinhaltet die Bereitschaft, Verzögerungen oder Langsamkeit in Prozessen oder Ergebnissen zu akzeptieren, ohne dabei die Ruhe zu verlieren.

    4. **Empathie und Toleranz**: Es kann auch bedeuten, anderen gegenüber geduldig zu sein, indem man ihre Fehler oder Schwächen versteht und toleriert, anstatt ungeduldig oder kritisch zu reagieren.

    5. **Zuversicht und Gelassenheit**: Geduld schließt oft auch die Zuversicht ein, dass sich Dinge zum Besseren wenden werden, und die Fähigkeit, inmitten von Unsicherheit oder Unklarheit gelassen zu bleiben.

    In vielen Kulturen wird Geduld als eine wichtige Tugend betrachtet, die zu einem ausgeglichenen und zufriedenen Leben beiträgt. Sie ermöglicht es, Herausforderungen mit einem klaren Kopf und einem ruhigen Geist anzugehen, anstatt von Ungeduld oder Frustration überwältigt zu werden.

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    „Alleinsein ist Glück beim Zufriedenen,

    der die gehörte Wahrheit erschaut.
    Glück ist Freisein von Bedrückung in der Welt
    und Selbstbeherrschung gegenüber Lebewesen.
    Glück ist Gierlosigkeit in der Welt,
    das Überwinden von Begierde.
    Die Beseitigung der ‘Ich bin’-Einbildung ist höchstes Glück.“

    विहाय कामान्यः सर्वान्पुमांश्चरति निःस्पृहः।
    निर्ममो निरहंकारः स शान्तिमधिगच्छति।।

  • Numisatojama
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    12. Juni 2022
    • 8. März 2024 um 07:39
    • #5
    Weltling:

    Hallo

    Mir ist die genaue Trennung von Kshanti (Geduld) zu Upekkha (Gleichmut) nicht ganz klar. Der Fokus scheint mir unterschiedlich zu sein doch fließen die Bedeutungen in meinem bisherigen Verständnis ineinander.

    Verständnis

    Einen Unterschied in der Emotion zu erspüren ist zb sich seinen aktuellen Gefühlszustand in einer Situation näher zu betrachten.

    Zb

    -Unruhe (Körperlich/ Geistig)

    -Ein ‚ Weg wollen‘

    - Traurigkeit

    - Überdrehtheit/Überglücklich

    deuten an keinen Gleichmut in der Situation zu empfinden.

    Geduld / Ungeduld lässt sich ebenso im Gefühlszustand erkennen

    Zukunft und Vergangenheit übernehmen den Augenblick und können Geist, auch Körper ( Sport) auf heilsame/unheilsame Emotionen lenken./ ablenken.

    Der Buddha lehrte den mittleren Weg.

    Geduld ist eine Tugend, hörte ich früher oft.

    Gleichmut ist in Abgrenzung zu Gleichgültigkeit der Mut die Dinge stehen und weiterziehen zu lassen.

    In der Erfahrung und Erkenntnis von Vergänglichkeit, Substanzlosigkeit die der Buddha lehrte, manchmal sogar nur die Erinnerung daran m,

    kann schon helfen, die Leichtigkeit

    ‚im nichts tun zu müssen ‚ gut zu erreichen🌹

    In Metta🙏

Ausgabe №. 136: „Liebe & Loslassen"

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