Hallo zusammen,
viele unterscheiden zwei Buddhas.
Der Erste ist Gautama Buddha und der andere Lord Buddha.
Was denkt Ihr dazu?
Hallo zusammen,
viele unterscheiden zwei Buddhas.
Der Erste ist Gautama Buddha und der andere Lord Buddha.
Was denkt Ihr dazu?
Ich verstehe die Frage ehrlich gesagt nich ganz. Was ist da der Unterschied? Ist das eine die historische Person und das andere der Mythos?
Viele gläubige Buddhisten beziehen sich eben mit Ehrentiteln auf den Buddha (Lord Buddha), wobei ja Buddha einfach "der Erwachte" heißt.
Je nach Richtung werden auch einige Bodhisattvas als Buddhas bezeichnet, z.B. Avalokiteśvara im tibetischen Buddhismus. Das sind dann andere individuen.
Hallo zusammen,
viele unterscheiden zwei Buddhas.
Der Erste ist Gautama Buddha und der andere Lord Buddha.
"Lord Buddha" ist eine Übersetzung des Begriffs "Bhagavā Buddho"
Bhagavā: Fortunate One, Lord, Venerable, Sublime One, generally translated as Blessed One or Exalted One. The term is derived from the word bhaga (luck, good fortune) and is systematically used in the suttas when his disciples speak of the Buddha at the third person. Those who are not his disciples generally call him 'bho Gotama' or 'samaṇa Gotama'.
im Palikanon ist es also einfach nur ein Beinahe, in dem die Verehrungswürdigkeit Buddhas ausgedrückt wird. Gemeint ist nicht wer anderes sondern Gotama Buddha.
Aber weil der entsprechende Sanskrit Ausdruck im Hinduismus wichtig ist, kann es Anlässe für Mißverständnisse liefern:
Das Wort Bhagavat steckt u. a. auch in Ausdrücken wie Bhagavata und Bhagavad Gita, übersetzt „der Gesang Gottes“, wobei sich „Bhagvan“ auf Krishna bezieht.
Im Hinduismus ist Bhagvan ein Ehrentitel für religiöse Lehrer, der im Laufe der Geschichte vielen spirituellen Meistern zukam und auch heute noch Verwendung findet. Im Buddhismus gilt Bhagvan als der erste Beiname Buddhas zur Kennzeichnung seines Status. Im Jainismus wird Bhagvan auf dieselbe Weise für Mahavir verwendet.[2]
1) Franz Beckenbauer - 2) Der Kaiser --> = 1 Person
"Lord Buddha" ist eine Übersetzung des Begriffs "Bhagavā Buddho"
Vor allem hat man diesen Schwachsinn von den englischen Kolonialherren und den anglikanischen Missionaren übernommen. Vokabular des Herrenmenschen.
Vor allem hat man diesen Schwachsinn von den englischen Kolonialherren und den anglikanischen Missionaren übernommen. Vokabular des Herrenmenschen.
Es war so einen Dialektik. Ich denke da gerade an Henry Steel Olcott. Als dieser nach Indien kam war er ja als jemand bekannt, der Kolonialherrschaft und Missionierung ungewöhnlich kritisch gegenüberstand.
Als Olcott und Blavatsky im Mai 1880 auf Ceylon ankamen, glich dies einer Sensation. Waren sie doch die ersten westlichen Personen, die gegen die christliche und für die buddhistische Religion eintraten. Als beide dann noch zum Buddhismus übertraten, war die psychologische Wirkung enorm und entfachte große Begeisterung im Land. Die Ende Mai 1880 ins Leben gerufene Theosophical Society of Ceylon vertrat dann auch nur am Rande die theosophischen Lehren und wies größtenteils buddhistische Züge auf. Von Olcott organisiert, fungierte sie bald als Speerspitze des wiedererstarkenden Buddhismus und diente als Sammelbecken der zerstreuten buddhistischen Aktivisten. Nach moderner Terminologie stellte Olcott dadurch eine organisatorische und logistische Plattform zur Verfügung, welche innerhalb weniger Jahre den am Boden liegenden Buddhismus zu einer schlagkräftigen und dynamischen Kraft erstarken ließ. Olcott kopierte die seit Jahrhunderten erfolgreichen christlichen Missionierungsmethoden und gründete Schulen, darunter das Dharmaraja College, Nalanda College, Visakha Vidyalaya und Ananda College, letztere hat heute (2006) rund 6000 Studenten und zählt zu den größten buddhistischen Hochschulen Asiens. Bis zum Jahre 1910 entstanden auf diese Art 445 theosophisch/buddhistische Schulen auf Ceylon (gegenüber 436 katholischen und 891 protestantischen Schulen im Land). Ebenso wurden Tempel erneuert, buddhistische Traditionen gefördert und über Spendenaufrufe finanzieller Spielraum geschaffen. Insgesamt besuchte Olcott mehr als 40-mal Ceylon und verbrachte in Summe über 2 Jahre dort mit der Förderung des Buddhismus.
Einerseits setzte man sich zwar in Opposition zur christlichen Mission, andererseits kopierte man aber auch deren Strukturen. Ich denke mir, dass man da in Übersetzungen und Institutionen bewußt nach Formen suchte, die für englische Leser anschlußfähig waren.
Und vielleicht nicht direkt Christentum gegen Buddhismus setzten sondern diese in einen synkretisch theosopischen Kontext ( alle Religionen weisen auf die selbe Wahrheit) einbetetten, der ja dann die Grundlage für viele esoterische Ideen wurde.
Das "Lord" in "Lord Buddha" war da sicher kein da sicher kein Versehen sondern etwas was eine Brücke zum christlichen "Lord", zu "Lord Krishna" schlagen sollte.
100 titles or descriptions for Buddha - Dhamma Wiki
Leider steht in der Liste keine Quelle / Referenzen dran, aber ich glaube es ist klar dass das nicht nur eine Konstruktion aus der Kolonialzeit ist.
Dass der Hinduismus versucht hat den Buddha in sein Glaubenssystem zu integrieren hatte ich bisher nicht auf dem Schirm aber klingt sehr plausibel, danke für die Zusammenfassungen void
Der zentralste Konflikt wäre soteriologisch dann wohl anatta vs Atman
Hallo zusammen,
viele unterscheiden zwei Buddhas.
Der Erste ist Gautama Buddha und der andere Lord Buddha.
Was denkt Ihr dazu?
Wahnsinn was man alles dazu hinkonzeptualisieren mag oder?
In der zweiten Variante ist noch eine ehrbietende Anrede enthalten. Thats it.
Ich habe den Dialog über das Verhältnis von Buddhismus und Hinduismus aus dem Anfängerbeteich in einen neuen Thread verschoben