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Aufzwingende Ego Gedanken

  • SolarFall
  • 17. August 2022 um 16:54
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  • SolarFall
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    • 17. August 2022 um 16:54
    • #1

    Hallo ihr Lieben.

    Mit dem Fortschreiten der Meditation ist es mir gelungen nach und nach mehr Einsichten in meine Konditionierungen und unnötig negativen Verhaltensweisen zu bekommen.

    Nun stehe ich aber vor einem Problem, welches ich derzeit nicht allein lösen kann. Ich lebe derzeit schon recht präsent und gewahr in der Welt, allerdings habe ich immer wieder kehrende Gedanken die mich sehr stark belasten. Das ganze geht in etwas so: ich gehe irgendwo hin mache irgendwas beliebiges und dann kommt es mir so vor dass ich exakt den selben Moment schon tausende male erlebt habe, also so etwas wie ein starkes deja vu Erlebnis. Dann mischt sich mein Verstand ein und sagt "Mist, schon so oft erlebt, jetzt müssen wir unbedingt was ändern sonst durchlaufen wir exakt das gleiche Leben nochmal". Sobald dann mal irgendeine Dummheit passiert stürzt sich der Verstand drauf und sagt "hättest du aufgepasst wäre das nicht passiert blabla". An sich komme ich damit zurecht und kann einzelne solcher Gedanken einfach vorbei ziehen lassen. Aber das Problem ist dass sich gefühlt mein kompletter Verstand sich nun darauf festgebissen hat und ich mich gefühlt in einem Dauer deja vu befinde in dem durchgehend mein ego eine Änderungswünsche herbeisehnt, diese aber nie kommt und das deja vu erleben anhält.

    Ich weiß das klingt merkwürdig, aber ist das ein reines hirngespinst oder wiederholt sich die Existenz tatsächlich? An sich finde ich den Gedanken überhaupt nicht schlimm, aber die unaufhörlichen Gedanken und dieses deja vu Gefühl hindern mich derzeit stark sowohl im Alltag als auch in der buddhistischen Praxis.

    Ich hoffe jemand kann etwas dazu sagen oder hat gar etwas ähnliches durchgemacht.

    Vielen Dank euch schon einmal! :) Liebe Grüße Solarfall

  • KarmaHausmeister 17. August 2022 um 17:08

    Hat das Thema freigeschaltet.
  • xiaojinlong
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    • 17. August 2022 um 17:43
    • #2

    Selbst wenn du ein Gespräch Wortwörtlich zwei mal mit derselben Person führst ist es ein anderes Gespräch - jeder Moment ist einmalig. Und dazu kommt, dass wir nichts anderes als genau diesen Moment hier im Jetzt haben. Diese beiden Dinge halte ich für ungemein Wertvoll und essentiell zu durchblicken. Wenn du dich an einem vermeintlichen deja vu festbeißt, hast du vielleicht etwas den Moment aus den Augen verloren und siehst den Augenblick nicht mehr so ganz.

    Ich selbst kenn das mit einem deja vu nicht. Aber unter Streß verliere ich auch mal schnell aus den Augen was bereits erledigt ist und wie gut es eigentlich läuft. Dann nehmen Gedankensprünge und -wellen überhand. Mir hilft mich dann auf den Moment zu besinnen - zurück in den Augeblick hier und jetzt.

    _()_

    小金龍

  • mukti
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    • 18. August 2022 um 09:29
    • #3
    SolarFall:

    Ich weiß das klingt merkwürdig, aber ist das ein reines hirngespinst oder wiederholt sich die Existenz tatsächlich? An sich finde ich den Gedanken überhaupt nicht schlimm, aber die unaufhörlichen Gedanken und dieses deja vu Gefühl hindern mich derzeit stark sowohl im Alltag als auch in der buddhistischen Praxis.

    Ich hoffe jemand kann etwas dazu sagen oder hat gar etwas ähnliches durchgemacht.

    Ich hatte früher ein paarmal dieses deja vu, da war plötzlich und unerwartet die Gewissheit dass ich die Situation in der ich mich gerade befinde genau so schon einmal erlebt habe. Diese Wahrnehmung war so klar und realistisch dass es nicht möglich war sie zu hinterfragen, bzw. zu zweifeln ob es vielleicht eine Täuschung ist. Ich hatte aber nicht den Eindruck dass ich mich schon tausende Male in der Situation befunden habe wie du es schilderst, nur dass ich das schon mal erlebt habe.

    Ich weiß nicht was das ist und habe mich auf keine Erklärung festgelegt, auch nicht im Zusammenhang mit Wiedergeburt. War auch nicht nötig, das Phänomen war nur kurz und ist vielleicht drei mal aufgetaucht. Es gibt ja vieles das wir nicht wissen, damit kann ich leben.

    Deja vu als Dauerzustand kann ich mir gar nicht vorstellen. Dass der Verstand zwanghaft was zusammendenkt kenne ich auch, das ist nicht so selten. Das sind also zwei verschiedene Phänomene: Deja vu und das was der Verstand draus macht.

    Auf Gedanken die nichts bringen muss man ja nicht hinhören, wenn man sie nicht beachtet, ihnen keine Aufmerksamkeit schenkt, erhalten sie keinen Antrieb und vergehen wieder. Also diese Zwangsgedanken dass du was ändern musst um nicht das gleiche Leben nochmal zu durchlaufen usw., sowas in der Art ignoriere ich einfach, nehme es nicht ernst, oder denke etwa 'jaja mach ich schon, Schluss jetzt damit' und das war's dann auch schon. Eine Grundlage dabei ist das Wissen dass ich in Wirklichkeit nicht Körper und Geist bin, dass das nur eine Identifikation ist. Ich finde es oft nicht leicht mich nicht mit angenehmen Dingen zu identifizieren, bei unangenehmen Dingen fällt die Übung sie zu beobachten, wie du sagst "einzelne Gedanken vorbeiziehen lassen" wesentlich leichter, schließlich leidet man nicht gerne.

    Dein eigentliches Problem ist aber "dass sich gefühlt mein kompletter Verstand sich nun darauf festgebissen hat und ich mich gefühlt in einem Dauer deja vu befinde in dem durchgehend mein ego eine Änderungswünsche herbeisehnt, diese aber nie kommt und das deja vu erleben anhält."

    Man könnte bei den Änderungswünschen ansetzen. Wenn man etwas nicht haben will oder anders haben will und deshalb Unmut (Hass) empfindet, hat man es ja schon ergriffen. Wenn man sich damit abgibt hat man es zugelassen dass man davon beeinträchtigt oder beherrscht wird. Wenn es aber ein tiefgreifendes Problem gibt das man trotz besseren Wissens und Praktizierens einfach nicht los wird, da würde ich Hilfe suchen. Etwa bei einem fortgeschrittenen buddhistischen Lehrer oder einem guten Therapeuten mit einiger Weisheit. Einem Therapeuten mit engstirniger Weltanschauung, der das Problem mit Psychopharmaka lösen will, würde ich mich keinesfalls anvertrauen. Aber mit allem ganz alleine fertig zu werden, das geht nicht immer und Kommunikation über ein Internetforum reicht auch nicht immer aus.

    Mit Metta, mukti.


    Einmal editiert, zuletzt von mukti (18. August 2022 um 09:35)

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    • 18. August 2022 um 10:27
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    • #4

    Deja vu selber sind relativ häufig und die meisten Leute hatten das schon einmal in ihrem Leben. Auch die Psychologie dahinter ist ja erforscht. Meistens ist irgendetwas in der Situation ähnlich, was aber ähnlich ist ist dabei nicht bewußt ( ein bestimmter Geruch, ein bestimmtes Licht, die Form eines Lichtschalters) und lassen Erinnerungen aufkommen - und so wird fälschlicherweise angenommen, dass die ganze Szene schon Mal erlebt wurde.( Das steckt dahinter, wenn du ein Déjà-vu hast)

    Normalerweise sind dejavus also Recht harmlos und selten.

    Du sprichst aber von damit einhergehenden, immer wiederkehrenden, "stark belastenden" Gedanken. Erfüllt dies nicht die Definition von "Zwangsgedanken"?

    Klinik Paderborn:

    Zwangsgedanken sind immer wiederkehrende Vorstellungen, Befürchtungen oder Impulse, welche die erkrankte Person in immer derselben Art und Weise beschäftigen. So können betroffene Personen sich sorgen, etwas Peinliches zu tun oder jemand anderem zu schaden. Diese Gedanken werden von den Betroffenen als quälend und sinnlos wahrgenommen. Widerstand gegen diese Denkinhalte ist meist erfolglos, da sie oft unwillentlich auftreten.

    Ich selber bin ja kein Psychologe oder Psychiater und kann und will keine Diagnosen stellen. Aber wenn dich die Gedanken wirklich wirklich "stark belasten" würde ich das abklären lassen.

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    • 18. August 2022 um 10:58
    • #5
    void:

    Deja vu selber sind relativ häufig und die meisten Leute hatten das schon einmal in ihrem Leben. Auch die Psychologie dahinter ist ja erforscht. Meistens ist irgendetwas in der Situation ähnlich, was aber ähnlich ist ist dabei nicht bewußt ( ein bestimmter Geruch, ein bestimmtes Licht, die Form eines Lichtschalters) und lassen Erinnerungen aufkommen - und so wird fälschlicherweise angenommen, dass die ganze Szene schon Mal erlebt wurde.( Das steckt dahinter, wenn du ein Déjà-vu hast)

    Das ist eine mögliche Erklärung, dass es damit erforscht ist darf angezweifelt werden. Ich habe es nicht so erfahren wie eine gewöhnliche Erinnerung.

    Mit Metta, mukti.


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    • 18. August 2022 um 12:00
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    • #6
    mukti:

    Das ist eine mögliche Erklärung, dass es damit erforscht ist darf angezweifelt werden. Ich habe es nicht so erfahren wie eine gewöhnliche Erinnerung.

    Das ungewöhnliche ist doch das ungläubige Erstaunen in das es einen versetzt. "Da war ich schon. Das ist mir schon Mal passiert!" Und weil es so erstaunlich ist, empfindet man es als ungewöhnlich. Hast du denn den Artikel gelesen und besonders den Teil wo es Forschern gelang, Deja-vus künstlich zu erzeuge. Hier indem man jemand an einen Ort führt der zwar vollkommen anders aussieht als der bekannte Ort aber exakt den gleichen Grundriss hat. Ein unterbewußter Teil des Denkens erkennt diese frappierende Gemeinsamkeit ,aber weil sie nicht bewusst wird, erkennt man nicht welches Detail gleich ist

    Bei den Deja vus die ich hatte habe ich im Nachhinein herausgefunden, dass es viel Gerüche waren die die Gemeinsamkeit darstellten.

    Aber all dies gilt nur für die normalen Deja-vus die man so eben im Laufe eines Lebens hat. Wenn ich monatlich Deja Vus hätte, dann ist das vermutlich was anderes.

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    • 18. August 2022 um 14:21
    • #7
    void:
    mukti:

    Das ist eine mögliche Erklärung, dass es damit erforscht ist darf angezweifelt werden. Ich habe es nicht so erfahren wie eine gewöhnliche Erinnerung.

    Das ungewöhnliche ist doch das ungläubige Erstaunen in das es einen versetzt. "Da war ich schon. Das ist mir schon Mal passiert!" Und weil es so erstaunlich ist, empfindet man es als ungewöhnlich. Hast du denn den Artikel gelesen und besonders den Teil wo es Forschern gelang, Deja-vus künstlich zu erzeuge. Hier indem man jemand an einen Ort führt der zwar vollkommen anders aussieht als der bekannte Ort aber exakt den gleichen Grundriss hat. Ein unterbewußter Teil des Denkens erkennt diese frappierende Gemeinsamkeit ,aber weil sie nicht bewusst wird, erkennt man nicht welches Detail gleich ist

    Bei den Deja vus die ich hatte habe ich im Nachhinein herausgefunden, dass es viel Gerüche waren die die Gemeinsamkeit darstellten.

    Aber all dies gilt nur für die normalen Deja-vus die man so eben im Laufe eines Lebens hat. Wenn ich monatlich Deja Vus hätte, dann ist das vermutlich was anderes.

    In dem Artikel geht es besonders um ein Vorhersehen:[lz]

    Basierend auf diesem Ansatz hat Cleary in der ihrer Studie eine Behauptung geprüft, die von Menschen, die Déjà-vus erleben, oft gemacht wird: Dass sie in dem Moment die Zukunft „vorhersehen“ können; also etwa wussten, wie der Plaza aussieht, den sie vorher nie betreten haben.[/lz]

    Ich habe nichts vorhergesehen , da war nur die Empfindung bzw. Wahrnehmung dass ich etwas genau so irgendwann einmal erlebt habe. Das war das Ungewöhnliche, Staunen erfolgte nachher und es gab nichts zu glauben oder bezweifeln. Ungewöhnlich war auch die Klarheit des Bewusstseins in diesem Moment.

    Gut, eine gewisse Veranlagung oder Neigung zu etwas dass man z.B. als Mystik bezeichnen könnte mag eine Auswirkung auf meine Interpretation ungewöhnlicher Erfahrungen haben. Ich sage auch nicht dass die psychologische Erklärung hier falsch liegt, nur dass ich im Zweifel über die Ursache dieses Phänomens bin und dass ich mich auf keine bestimmte Erklärung festlege.

    Und mir scheint dass Hypothesen öfter mal herangezogen werden um etwas als erforscht oder bewiesen zu bezeichnen.

    Mit Metta, mukti.


  • SolarFall
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    • 18. August 2022 um 16:09
    • #8

    Danke für eure Antworten! Das Problem an der Sache ist, dass es sich wirklich nahezu um ein permanentes Deja Vu handelt (also sogut wie der komplette tagesinhalt). Selbst die scheinbar positiven Situationen des Alltags wirken dadurch stark ernüchternd, so als hätte alles was in meiner Peripherie geschieht keine wirkliche Bedeutung sondern ist viel mehr wie ein Film der einfach abgespult wird.

    Ist sehr schade, da ich in letzter Zeit echt sehr intensiv im Moment leben kann aber durch dieses Deja Vu gedöhns wird alles irgendwie sehr weird.

    Es scheint mir als würde mir innerlich etwas fehlen, was ich im äußerlichen niemals erhalten kann.

  • Igor07
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    • 18. August 2022 um 16:30
    • #9

    SolarFall

    Hi, moment noch!

    Ich wollte dein Problem aus rein Neuro-bio-psychoanalytischen Perspektive zu beleuchten.

    Bei sehr tiefen Meditativen Versenkung, aber micht unebedingt, das Gehirn arbeitet , sozusagen im anderem Modus.

    Dann srhr viele unbewusste Inhalte könnten so auf die Oberfläche des Bewusstseins ( nach oben) auf-schwemmen, und du nimmst es wahr mit deinem common sense( der gesunde Mennschenverstand) als "Deja-VU".

    Aber in der Wirklichkeit es gibt keine . Das ist nur die Interpretation aus der Warte EGO-Struktur, oder wie dein "Super-Ego" ( nach S.Freund) das ganze aus-getalt-et.

    Die lange Rede, aber kurzer Sinn... Oder verringere die Tiefe der Meditation, oder weniger Zeit, oder verändere die Methode.

    Denn am Ende, wenn du durchhälst, du kannst so wie den sehr tiefen Zugang zu deinen inneren Problemen oder den Konflikten bekommen.

    Das wäre nur meine Version, aber ich hatte so ähnliche ( im Prinzip) erlebt...

    Versuche es einfach vorbei-zu-ziehen, wie alles andere. Ankämpfen dagegen bringt nur die Verstärkung.

    Viel Glück von ganzem Herzen.

    LG.

    Ein Leben ohne Selbsterforschung verdiente gar nicht gelebt zu werden.

    Sokrates

  • SteFo
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    • 18. August 2022 um 18:51
    • #10
    SolarFall:

    Hallo ihr Lieben.

    Mit dem Fortschreiten der Meditation ist es mir gelungen nach und nach mehr Einsichten in meine Konditionierungen und unnötig negativen Verhaltensweisen zu bekommen.

    Nun stehe ich aber vor einem Problem, welches ich derzeit nicht allein lösen kann. Ich lebe derzeit schon recht präsent und gewahr in der Welt, allerdings habe ich immer wieder kehrende Gedanken die mich sehr stark belasten. Das ganze geht in etwas so: ich gehe irgendwo hin mache irgendwas beliebiges und dann kommt es mir so vor dass ich exakt den selben Moment schon tausende male erlebt habe, also so etwas wie ein starkes deja vu Erlebnis. Dann mischt sich mein Verstand ein und sagt "Mist, schon so oft erlebt, jetzt müssen wir unbedingt was ändern sonst durchlaufen wir exakt das gleiche Leben nochmal". Sobald dann mal irgendeine Dummheit passiert stürzt sich der Verstand drauf und sagt "hättest du aufgepasst wäre das nicht passiert blabla". An sich komme ich damit zurecht und kann einzelne solcher Gedanken einfach vorbei ziehen lassen. Aber das Problem ist dass sich gefühlt mein kompletter Verstand sich nun darauf festgebissen hat und ich mich gefühlt in einem Dauer deja vu befinde in dem durchgehend mein ego eine Änderungswünsche herbeisehnt, diese aber nie kommt und das deja vu erleben anhält.

    Ich weiß das klingt merkwürdig, aber ist das ein reines hirngespinst oder wiederholt sich die Existenz tatsächlich? An sich finde ich den Gedanken überhaupt nicht schlimm, aber die unaufhörlichen Gedanken und dieses deja vu Gefühl hindern mich derzeit stark sowohl im Alltag als auch in der buddhistischen Praxis.

    Ich hoffe jemand kann etwas dazu sagen oder hat gar etwas ähnliches durchgemacht.

    Vielen Dank euch schon einmal! :) Liebe Grüße Solarfall

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    Ich würde sagen, dass du diese Gedanken [über deine Gedanken] - wie sagst du so schön? - "einfach vorbei ziehen lassen" solltest. Der Umstand, dass es dir wert erscheint darüber zu posten mag darauf hindeuten, dass deine Wirklichkeit doch sehr von "solcher Gedanken einfach vorbei ziehen lassen" abweicht.

    mankind ... must act and reason and believe; though they are not able, by their most diligent enquiry, to satisfy themselves concerning the foundation of these operations, or to remove the objections, which may be raised against them [Hume]

  • Sili
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    • 18. August 2022 um 19:12
    • #11

    _()_

    1000 Mal das selbe und dir passieren immernoch Fehler?

    Nun es wird nicht 1000mal das selbe sein, nur ähnlich.

    Wenn du die 1000 tase Tee kochst wird dennoch immer etwas änderst sein, wenn es dir nicht auffällt Dan bist du fileicht noch nicht ganz im Moment.

    Was das verflixte gedankenkarusel angeht, na das kennt wohl jeder, ich hab es nie zum Stillstand gekriegt aber Meinen Frieden damit gemacht :erleichtert: der Affe im Kopf kann Dann Mal los legen solange er mich meine Dinge tun Last ohne zu fiel Rechenleistung zu brauchen(: es sind nur Wolken am Himmel die der aff da produzier_()_

  • Igor07
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    • 18. August 2022 um 21:40
    • #12

    SolarFall

    Ich würde auf jeden Fall sich durchchecken lassen, um die "somatische " Störung auszuschliessen.

    mukti hat absolut recht! Nur das, aber keine Pillen.

    Das Forum im Netz ist der falsche Platz, um die richtige Ursache zu finden.

    LG.

    Ein Leben ohne Selbsterforschung verdiente gar nicht gelebt zu werden.

    Sokrates

  • mukti
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    • 19. August 2022 um 11:15
    • #13
    SolarFall:

    Danke für eure Antworten! Das Problem an der Sache ist, dass es sich wirklich nahezu um ein permanentes Deja Vu handelt (also sogut wie der komplette tagesinhalt). Selbst die scheinbar positiven Situationen des Alltags wirken dadurch stark ernüchternd, so als hätte alles was in meiner Peripherie geschieht keine wirkliche Bedeutung sondern ist viel mehr wie ein Film der einfach abgespult wird.

    Ist sehr schade, da ich in letzter Zeit echt sehr intensiv im Moment leben kann aber durch dieses Deja Vu gedöhns wird alles irgendwie sehr weird.

    Es scheint mir als würde mir innerlich etwas fehlen, was ich im äußerlichen niemals erhalten kann.

    Es ist schwierig einen beschriebenen Geisteszustand nachzuvollziehen wenn man ihn nicht selber hat. Man vergleicht das mit dem eigenen Erleben und das kann ganz anders sein.

    Nach dieser Schilderung ist das für mich auch rein theoretisch nicht nachvollziehbar. "Im Moment leben" bedeutet für mich keinem Objekt der Wahrnehmung anzuhangen, sozusagen nicht davon mitgezogen zu werden. Durch die Objekte entstehen angenehme und unangenehme Gefühle, wenn man dem Angenehmen folgt und das Unangenehme flieht ist man nicht im Moment.

    Die Unabhängigkeit von den Objekten ist eine befreiende Ernüchterung, das Glück der Loslösung. Einhergehend mit der Erkenntnis dass alle Dinge nicht für mich da sind, sie sind einfach da und ich habe ihnen eine Bedeutung nach meinen Wünschen und Vorstellungen gegeben die sie in Wirklichkeit nicht haben.

    Offenbar verstehst du etwas anderes unter "Im Moment leben" und das was du als Deja Vu bezeichnest stört dich in deiner Art im Moment zu leben. Bei unterschiedlichem Verständnis und Erleben kann halt alles was andere darüber sagen eher zur Verwirrung beitragen als zur Klärung. Es würde viel Zeit brauchen um sich in diese spezielle Situation einigermaßen hineinzuversetzen und schriftlich in einem Forum geht das wohl gar nicht. Ich kann nur wiederholen dass ich an deiner Stelle jemanden suchen würde der dazu in der Lage ist, etwa einen guten Therapeuten. Ich glaube das ist alles was ich zur Lösung des Problems beitragen kann.

    Mit Metta, mukti.


  • Numisatojama
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    • 19. August 2022 um 16:10
    • #14
    SolarFall:

    Es scheint mir als würde mir innerlich etwas fehlen, was ich im äußerlichen niemals erhalten kann.

    Grüße Dich🔆

    Das scheint Dir nicht nur so.

    Es geht sicherlich allen Menschen mal so, mit dem einen oder anderen Etwas.

    Und es ist dazu vergänglich.

    Es gibt da draußen nichts vergleichbar füllendes.Es ist alles in Dir vorhanden.

    Und so bedingt es eine Fähigkeit die Du ebenso nutzen kannst.

    Bis bald mal.

    In Metta🙏

  • SolarFall
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    • 19. August 2022 um 17:17
    • #15

    Nochmals danke. Ja ich denke ich werde das mal professionell untersuchen lassen von einem Psychologen.

    Es stimmt dass ich wohl noch irgendwie unbewusst den schönen Erfahrungen hinterher gelaufen bin, allerdings erklärt das für mich nicht warum dann urplötzlich mein Verstand so hohl dreht. Hab jetzt einfach mal für den Moment akzeptiert dass es so ist und ich nichts dran ändern kann und es mich halt weiterhin davon abhält gewohnt meinem Alltag nachzugehen, hat etwas Erleichterung gebracht da zu mindest das ändern wollen keinen Stress mehr erzeugt.

    Vielen Dank euch und noch ein schönes Wochenende :) ich melde mich falls es etwas neues gibt, vielleicht hilft das ja dann noch wem

  • nuk
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    • 20. August 2022 um 01:53
    • #16

    Ich kann mich nur Igor07 anschliessen. Gehe auf Nummer Sicher und lasse dich mal von einem Facharzt durchchecken (ich meine damit nicht einen Psychologen). Also wenn das Problem in letzter Zeit immer haeufiger auftritt. MRT und so.

  • Online
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    • 20. August 2022 um 09:18
    • Offizieller Beitrag
    • #17
    SolarFall:

    Danke für eure Antworten! Das Problem an der Sache ist, dass es sich wirklich nahezu um ein permanentes Deja Vu handelt (also sogut wie der komplette tagesinhalt). Selbst die scheinbar positiven Situationen des Alltags wirken dadurch stark ernüchternd, so als hätte alles was in meiner Peripherie geschieht keine wirkliche Bedeutung sondern ist viel mehr wie ein Film der einfach abgespult wird.

    Ist sehr schade, da ich in letzter Zeit echt sehr intensiv im Moment leben kann aber durch dieses Deja Vu gedöhns wird alles irgendwie sehr weird

    Ist es nicht wahrscheinlich, dass der Versuch "intensiv im Moment leben" mit der Erfahrung von Deja Vu zusammenhängt? Wenn alles von lebendiger Erfahrung zur bloßen Erinnerung wird, dann ist das ja nahezu das Gegenteil von "intensiv im Moment zu leben".

    Vielleicht ist an deinem Versuch "intensiv im Moment zu leben" etwas problematisch. Also vielleicht so, wie wenn man zu intensiv in die Sonne blickt, dann alles andere grau aussieht?

    • Vorheriger offizieller Beitrag

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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