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Erkennen und befreien von Anhaftungen an Gurus

  • Noreply
  • 21. Juni 2022 um 10:12
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  • Noreply
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    • 21. Juni 2022 um 10:12
    • #1

    Das Problem mit z.B. Osho ist das es kaum jemand gibt der es einfach betrachten kann. Heißt, sich von seinen Anhaftungen befreien. Das wird noch verstärkt, wenn niemand über einen Guru reden kann, um sich zu befreien. Ich muss aber über etwas mit der Sangha sprechen, damit ich mich von meinen Anhaftungen, meiner Gefühle und meinen dadurch gefärbten Wahrnehmungen zu befreien.

    Es gibt einige Sutra in denen sich Buddha und die Sangha mit anderen Oshos beschäftigen und streiten, um die Anhaftungen bei sich selber und beim anderen zu erkennen. Buddha prüft dabei den Dharma und kann so helfen, dass sich viele von ihren Emotionalen Anhaftungen befreien. Ein Buddhaland sollte sich doch dieser Aufgabe stellen, Menschen aus ihren selbst erkannten Anhaftungen an andere Oshos zu Buddha zu führen.

    Warum sollten wir nicht einen Thread eröffnen z.B, Osho, Ole usw. in den Kontroversen? (Das geht nicht, weil schon in den angepinnten Beiträgen genau das verhindert wird, Kontroversen auszutragen um zu dem Dharma vorzudringen, Anhaftung an Personen erkennen.)

    Da sollte es möglich sein auch emotional zu reagieren, denn die Emotionen binden uns an das was wir Lieben oder Hassen.

    So wie ich das sehe werden die Kontroversen so zu einem Ort, der eigentlich das Forum sein sollte, helfe sich von Anhaftungen zu befreien. Dukkha vermindern helfen.

  • Thorsten Hallscheidt 21. Juni 2022 um 10:24

    Hat das Thema freigeschaltet.
  • Aravind
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    • 21. Juni 2022 um 11:43
    • #2

    Ich würde dem Titel noch "nutzen" hinzufügen.

    Ich finde, es ist ein wesentlicher Teil des Dhamma, dass der Guru, der Lehrer, der Meister, Teil des Floßes ist. So wie Techniken, Systeme, Entschlossenheit und Suttas.

    Wenn eine Lehrer/Schüler-Beziehung nicht darauf angelegt ist, diese Beziehung zu überwinden, dann ist die Dauerhaftigkeit der Anhaftung, die Du zurecht erwähnst, vorprogrammiert. Das finde ich einen guten Test.

    In meiner Sangha gibt es eine ganze Reihe von ehemaligen Osho-Sannyasins, die diese Abhängigkeit überwunden haben. Aber ich fürchte, das liegt nicht daran, dass Osho das jemals gefördert hätte.

    Liebe Grüße, Aravind.

  • Himmelsbaum
    Gast
    • 21. Juni 2022 um 13:07
    • #3
    Aravind:

    Ich finde, es ist ein wesentlicher Teil des Dhamma, dass der Guru, der Lehrer, der Meister, Teil des Floßes ist.

    Das sehe ich anders. Die Lehrreden sind der wesentliche Teil des Dhamma und da bedarf es nicht zwingend eines Vermittlers.

  • Noreply
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    • 21. Juni 2022 um 13:59
    • #4
    He Who Remains:
    Aravind:

    Ich finde, es ist ein wesentlicher Teil des Dhamma, dass der Guru, der Lehrer, der Meister, Teil des Floßes ist.

    Das sehe ich anders. Die Lehrreden sind der wesentliche Teil des Dhamma und da bedarf es nicht zwingend eines Vermittlers.

    Aravind Das Problem bleibt. Ein Anhaften an den Schriften ist genauso schwer zu lösen wie eines an einen Lehrer.

    Es wird wohl versucht diese Anhaftung vonseiten der Schriften und des Lehrers zu vermindern, doch es ist immer die eigene Entscheidung folgend zu sein.

    Es dauert bis erkannt wird das "folgen" niemals Anhaften, festhalten sein darf. Auch wenn es emotional noch so schmerzt, es muss losgelassen weder, heißt das Festhalten erkannt werden. Ein kleiner Ketzersatz noch: Ich folge dem Dharma, nicht Buddha oder einem Lehrer, oder einer Schrift.

  • Helmut
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    • 21. Juni 2022 um 14:22
    • #5
    Ellviral:
    He Who Remains:
    Aravind:

    Ich finde, es ist ein wesentlicher Teil des Dhamma, dass der Guru, der Lehrer, der Meister, Teil des Floßes ist.

    Das sehe ich anders. Die Lehrreden sind der wesentliche Teil des Dhamma und da bedarf es nicht zwingend eines Vermittlers.

    Aravind Das Problem bleibt. Ein Anhaften an den Schriften ist genauso schwer zu lösen wie eines an einen Lehrer.

    Auf Buddhaland wird seit jeher viel über Anhaften gesprochen, aber selten wird gesagt was man darunter versteht. Hier ist es jetzt auch so.

    In MN 9.34 erklärt Sariputra den Bhikkhus, das Begehren der Ursprung des Anhaftens ist. Das würde bedeuten: Wenn man an den Schriften (Suttas) anhaftet, hat man Begehren gegenüber den Schriften im eigenen Geist. Aber wodurch sollte dieses Begehren gegenüber den Schriften denn verursacht sein und wodurch wäre dieses Begehren denn gekennzeichnet, damit man das Anhaften an den Schriften als Begierde erkennen kann?

    Gruß Helmut

    Als Buddhisten schätzen wir das Leben als höchst kostbares Gut.

  • Igor07
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    • 21. Juni 2022 um 16:06
    • #6

    Das "Anhaften " an den "Schriften?

    Das wäre so etwas, wenn ich meinen Löffel begehren würde, denn ich kann ohne ihn nichts zum Essen gelanden.

    Oder ich würde das "Floss" begehren, aber es ist nur das Mittel, um das andere Ufer zu erreichen.

    Man kann , eigentlich , nichts begehren, wenn man die "Leerheit" durchschaut.

    Und die war auch dann nur das Mittel--- zur "Endgültigen Güte"( oder die Befreiung von Samsara, usw..). Keinen Zweck, der sich selbst bedingt. ( postuliert). Denn es alles, was oben erwähnt wurde, entsteht nur dank ( durch) Co-Abhängigkeit.

    Egal welche Lehren und alle Begriffe ..sind nur nichts mehr als die Ver-Mitt-ler.

    Und das wäre genau der Mittlere Weg.

    Ein Leben ohne Selbsterforschung verdiente gar nicht gelebt zu werden.

    Sokrates

  • Noreply
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    • 21. Juni 2022 um 16:13
    • #7

    Helmut @all Du meine Güte was soll ich den schreiben:

    Erkennen und befreien von den Anhaftungen an einen Guru.

    Erkennen und befreien von dem Festhalten an einen Guru.

    Was um Gottes willen ist da nicht zu verstehen? Wird da nicht klar und deutlich das es Begehren, Verlangen, Durst nach einem Guru ist der einem gefällt und zu Anhaftungen/Festhalten führt?

    Was Begehren, Verlangen, Durst ist, wird erst wichtig, wenn dieses Festhalten zu Leiden wird, um zu erkennen, wie man überhaupt in das Festhalten gekommen ist. Ein glückliches Sektenmitglied wird niemals auf die Idee kommen, dass sein Anhaften/Festhalten Leiden ist.

    Ich bin sehr unhöflich, weil ich darauf bestehe, den Titel dieses Thread zur Antwort ernst zu nehmen.

  • Noreply
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    • 21. Juni 2022 um 16:14
    • #8
    Igor07:

    Das "Anhaften " an den "Schriften?

    Das wäre so etwas, wenn ich meinen Löffel begehren würde, denn ich kann ohne ihn nichts zum Essen gelanden.

    Oder ich würde das "Floss" begehren, aber es ist nur das Mittel, um das andere Ufer zu erreichen.

    Man kann , eigentlich , nichts begehren, wenn man die "Leerheit" durchschaut.

    Und die war auch dann nur das Mittel--- zur "Endgültigen Güte"( oder die Befreiung von Samsara, usw..). Keinen Zweck, der sich selbst bedingt. ( postuliert). Denn es alles, was oben erwähnt wurde, entsteht nur dank ( durch) Co-Abhängigkeit.

    Egal welche Lehren und alle Begriffe ..sind nur nichts mehr als die Ver-Mitt-ler.

    Und das wäre genau der Mittlere Weg.

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    Ist dir aufgefallen das es überhaupt nicht darum geht?

  • Aravind
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    • 21. Juni 2022 um 16:20
    • #9
    He Who Remains:
    Aravind:

    Ich finde, es ist ein wesentlicher Teil des Dhamma, dass der Guru, der Lehrer, der Meister, Teil des Floßes ist.

    Das sehe ich anders. Die Lehrreden sind der wesentliche Teil des Dhamma und da bedarf es nicht zwingend eines Vermittlers.

    Gut dass Du nachfragst, von "zwingend" habe ich nichts gesagt, und das war auch nicht meine Absicht, das normativ zu sehen.

    Woraus jeder sein Floß baut, ist mir gleichmütig.

    Liebe Grüße, Aravind.

  • Helmut
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    • 21. Juni 2022 um 16:50
    • #10

    Noreply ,

    deine Antwort in Beitrag #7 zeigt mir, dass du meine Antwort in Beitrag #5 nicht sehr genau gelesen hast. Ich habe mich mit dieser Antwort auf deinen Beitrag #4 bezogen in dem du Aravind antwortest und zu Beginn vom Anhaften an den Schriften sprichst. Dass ich mich darauf bezogen habe, habe ich durch Markierung in Beitrag #5 deutlich gemacht.

    Es reicht nicht aus, allgemein vom Anhaften an den Guru oder allgemein vom Anhaften an den Schriften zu sprechen, so lange man nicht sagt, was meint man mit Anhaften und wodurch ist es gekennzeichnet.

    Gruß Helmut

    Als Buddhisten schätzen wir das Leben als höchst kostbares Gut.

  • Noreply
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    • 21. Juni 2022 um 17:33
    • #11
    Helmut:

    Noreply ,

    deine Antwort in Beitrag #7 zeigt mir, dass du meine Antwort in Beitrag #5 nicht sehr genau gelesen hast. Ich habe mich mit dieser Antwort auf deinen Beitrag #4 bezogen in dem du Aravind antwortest und zu Beginn vom Anhaften an den Schriften sprichst. Dass ich mich darauf bezogen habe, habe ich durch Markierung in Beitrag #5 deutlich gemacht.

    Es reicht nicht aus, allgemein vom Anhaften an den Guru oder allgemein vom Anhaften an den Schriften zu sprechen, so lange man nicht sagt, was meint man mit Anhaften und wodurch ist es gekennzeichnet.

    Mein Thema ist erledigt und ich werde mich hier nicht mehr beteiligen.

  • Igor07
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    • 21. Juni 2022 um 18:01
    • #12
    Ellviral:

    Ist dir aufgefallen das es überhaupt nicht darum geht?

    Klar doch, mir ist sehr aufgefallen, dass du mit der "abhängigen Benennung" die Schwierigkeiten hast.

    Aber genau darum es geht:


    Helmut:

    Es reicht nicht aus, allgemein vom Anhaften an den Guru oder allgemein vom Anhaften an den Schriften zu sprechen, so lange man nicht sagt, was meint man mit Anhaften und wodurch ist es gekennzeichnet.

    Nochmal, aber nur für dich, Lieber Noreply :


    Zitat

    so lange man nicht sagt, was meint man mit Anhaften und wodurch ist es gekennzeichnet.:!:

    LG.

    Ein Leben ohne Selbsterforschung verdiente gar nicht gelebt zu werden.

    Sokrates

  • Keine Ahnung
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    • 21. Juni 2022 um 18:01
    • #13

    Buddha war auch ein Guru=Lehrer. Er hat eine Lehre verkündet. Und hatte eine Anhängerschaft. Dazu nehmen Buddhisten Zuflucht.

    „Um die Bedeutung eines Gurus einschätzen zu können, verlasst Euch auf seine Lehren. Bringt ihnen keinen blinden Glauben entgegen, aber auch keine blinde Kritik.“

    Dalai Lama

    "Im letzten Jahr ihres Lebens sagte meine Mutter im Alter von 95 mehrmals: "Es ist befreiend zu erkennen, dass nichts wirklich eine Rolle spielt." Sie sagte es freudig, erleichtert, so, als ob sich eine Last (auf)gehoben hätte."

    Joan Tollifson

  • Igor07
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    • 21. Juni 2022 um 18:16
    • #14
    Keine Ahnung:

    Buddha war auch ein Guru=Lehrer

    Das wort , egal welches, man sollte in den verschiedenen Kontexten betrachten. Das ist für dich:

    Verschiedene Arten des abhängigen Entstehens — Study Buddhism

    Ich würde es dir raten, echt zu "studieren"...

    Dann das Wort "Der Führer" ist auch nichs als das feste "Ding" zustande kommt.

    Hitler als der "Führer" , Der "Führer" der Sport-Mannschaft, oder der Führer der bestimmten Bewegung, wie, z.B. Dalai-Lama als der Haupt-Führer des TB.

    Was du aber macht, das ist echte Ver-allgemeiner-ung und die totale Beraubung des Wortes seinen konkreten ( bedingten und abhängigen) Inhaltes.

    Lies noch mal den Beitrag 10, und ich gehe davon aus, man kann es sehr gut verstehen.

    Genau deswegen Yoga und Osho stehen auf deinem anderen Beitrag zusammen... Das wundert mich nichts, je mehr ich dch lese.

    LG.

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    Sokrates

  • xiaojinlong
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    • 21. Juni 2022 um 18:33
    • #15
    He Who Remains:

    Das sehe ich anders. Die Lehrreden sind der wesentliche Teil des Dhamma und da bedarf es nicht zwingend eines Vermittlers.

    Mit auf dem Floß sitzen doch letztlich alle und alles um uns herum. Das Floß ist nicht vom Lehrer, nicht von den Lehrreden, nicht vom Heilsamen und nicht vom Unheilsamen getrennt. Gurus der schlechten Art gehören da genauso dazu wie die guten. Die Frage ist doch, welche Lehre man aus den Situationen zieht.

    _()_

    小金龍

  • Himmelsbaum
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    • 21. Juni 2022 um 19:13
    • #16
    xiaojinlong:
    He Who Remains:

    Das sehe ich anders. Die Lehrreden sind der wesentliche Teil des Dhamma und da bedarf es nicht zwingend eines Vermittlers.

    Mit auf dem Floß sitzen doch letztlich alle und alles um uns herum. Das Floß ist nicht vom Lehrer, nicht von den Lehrreden, nicht vom Heilsamen und nicht vom Unheilsamen getrennt. Gurus der schlechten Art gehören da genauso dazu wie die guten. Die Frage ist doch, welche Lehre man aus den Situationen zieht.

    Kommt natürlich darauf an, wie man das Gleichnis versteht. Ich würde eher sagen, der schlechte Lehrer hat auf dem Floß nichts zu suchen. Der kann im Fluss den Kappa machen und dann kann man sagen, dass Floß und Fluss ja nicht getrennt sind. Aber ich will ja Dinge hinter mich lassen und nicht mit ihnen vereinen.

    PS Mit Kappa meine ich natürlich nicht den verlinkten Begriff, sondern das japanische Fabelwesen, welches natürlich wirklich existiert.

  • Igor07
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    • 21. Juni 2022 um 20:40
    • #17
    He Who Remains:

    Kommt natürlich darauf an, wie man das Gleichnis versteht. Ich würde eher sagen, der schlechte Lehrer hat auf dem Floß nichts zu suchen. Der kann im Fluss den Kappa machen und dann kann man sagen, dass Floß und Fluss ja nicht getrennt sind. Aber ich will ja Dinge hinter mich lassen und nicht mit ihnen vereinen.

    Hat mir es sehr gefallen. Wenn man sich im Floss sehr gut eingerichtet hatte, dann er nimmt das Floss selbst als die endgültige Lehre, die einfach in den trockenden Dogmatismus entartet. Man hat aber immer die Möglichkeit , allmählich zu erkennen, dass dieses brüchige Vehikel noch kein Fluss, und bestimmt kein anderes Ufer sind.

    Erinnerte mir das:

    Höhlengleichnis – Wikipedia

    Ein Leben ohne Selbsterforschung verdiente gar nicht gelebt zu werden.

    Sokrates

Ausgabe №. 136: „Liebe & Loslassen"

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