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Unsicherheit in der Praxis

  • LobsangDargye
  • 12. Juni 2022 um 22:37
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1. offizieller Beitrag
  • LobsangDargye
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    12. Juni 2022
    • 12. Juni 2022 um 22:37
    • #1

    Hallo zusammen,

    es ist mir eine Freude, mich nach einiger Zeit des "stillen Mitlesens" nun auch mal vertrauensvoll an alle Mitglieder des Forums zu wenden!

    Ich praktiziere seit etwas über einem Vierteljahr Nichiren-Buddhismus und bin durch ein befreundetes japanisch-deutsches Paar in Kontakt gekommen. Beide gehören der SGI an und sind sehr herzlich, hilfsbereit und ich bin ihnen dankbar, dass ich dadurch mit Buddhismus in Verbindung gekommen bin. Mir ist nach einiger Recherche und Austausch mit den anderen klar, dass diese Organisation in der Kritik steht - daraus wurde auch von den Mitgliedern von Anfang an kein Geheimnis gemacht. Ich wollte hier allerdings nicht vorrangig über die SGI sprechen, sondern über etwas anderes.

    Im Nichiren-Buddhismus gilt das Lotus-Sutra als "Königin aller Sutras" und wird allen anderen Lehren und Sutras als überlegen dargestellt. Obgleich ich solcher Art von "Absolutheitsanspruch" in jeglicher Religion stets ablehnend gegenüberstand, so sind die Lehren und alles, was ich bisher gehört habe, für mich plausibel und haben mir bereits viele Fragen meines Lebens beantwortet. Besonders gefällt mir der Grundzug des Gedankens, für alle Wesen Befreiung erlangen zu wollen (Bodhisattva-Ideal) und in jedem Menschen die Buddhanatur zu sehen.

    Unsicherheit habe ich, da ich als Praktizierender der Einzige zu sein scheine, der auch tatsächlich das Lotus-Sutra liest und studiert (deutsche Übers. von Elisabeth Lindmayer & Tenzin Tharchin; Burton Watson auf Englisch) und ich den Wunsch habe, mehr zu erfahren und auch über den Tellerrand zu schauen. Ich möchte die anderen Schulen und Richtungen verstehen. Ich möchte alles über Dharma, die Vier Edlen Wahrheiten und den Achtfachen Pfad wissen. Auch möchte ich gerne Buddha Shakyamuni einen Platz an meinem Butsudan widmen und sehe keinen Grund, ein Bild der Gründungspräsidenten der SGI aufzustellen, die als die "Ewigen Meister des Kosen-rufu" angesehen und in den Stillen Gebeten (nach der Rezitation von Kap. 2 und 16 des Lotus-Sutras und Namū Myōhō Renge Kyô) verehrt werden.

    Meine Frage ist: Verleumde ich die Sangha bzw. den Buddhismus, den ich gerade erst kennengelernt habe, mit meinen kritischen Gedanken und dem "Abweichen" vom vorgegebenen Inhalt? Ich möchte gerne das "Richtige" tun und mich der Praxis vollkommen widmen, auch, da ich schon so lange suche.

    Ich freue mich, wenn ihr eure Gedanken mir mir teilt.

    Gassho und Namū Myōhō Renge Kyô

  • KarmaHausmeister 12. Juni 2022 um 22:45

    Hat das Thema freigeschaltet.
  • Kashi
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    • 13. Juni 2022 um 08:27
    • #2

    Danke für deine Frage.

    Auf Buddhaland sehe ich so unterschiedliche buddhistische Ansätze vertreten, dass es "das Richtige" gar nicht geben kann.

    Bestimmt kann haiku1996 das Richtige für haiku1996 finden!

    Kashi zB. sieht den Buddha als den größten Lehrer, der jemals auf dem Planeten gewandelt ist, Seine Handlungen! und Gedanken geben Kashi Orientierung. Kashi orientiert sich nicht mehr an Lehrern oder Richtungen, die erst Jahrhunderte nach dem Buddha entstanden sind. Das macht vieles leichter und kommt der einfachen Struktur von Kashi entgegen, ist für ihn das Richtige.

    Wenn ich hier schreiben würde, welche Texte wesentlich und welche Handlungen unumgänglich sind, welche energetischen Voraussetzungen gegeben sein müssen und wie man sich korrekt versenkt, würden ich mich sehenden Auges in eine glühende Kohlengrube begeben.

    Alles Gute für haiku1996

  • cinnamon
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    • 13. Juni 2022 um 10:29
    • #3
    haiku1996:

    Meine Frage ist: Verleumde ich die Sangha bzw. den Buddhismus, den ich gerade erst kennengelernt habe, mit meinen kritischen Gedanken und dem "Abweichen" vom vorgegebenen Inhalt? Ich möchte gerne das "Richtige" tun und mich der Praxis vollkommen widmen, auch, da ich schon so lange suche.

    Frag dein Sangha. Das Problem ist, wenn es so vorher direkt oder indirekt vereinbart wurde, nicht "über den eigenen Tellerrand" zu schauen, bist du in einer Zwickmühle. Für mich wäre so ein Verhalten seitens der Sangha oder der buddhistischen Richtung ein großes Warnzeichen.

    Keine Richtung (alte, neue, magische, wissenschaftliche) hat das "Hoheitsgebiet" über den "richtigen" Buddhismus.

    Damals in meiner Zen-Sangha habe ich auch nicht um Erlaubnis gefragt, sondern einfach selber "geforscht". Die grundlegenden Lehren können ein guter Referenzpunkt sein und nicht nur ein Blick über den eigenen Tellerrand mMn. Vielleicht kannst du Dich ja dann gerade dadurch besser der Praxis widmen. Ein Risiko ist nie ganz auszuschließen im Leben. :)

    Einmal editiert, zuletzt von cinnamon (13. Juni 2022 um 10:39)

  • void
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    • 13. Juni 2022 um 11:28
    • Offizieller Beitrag
    • #4

    Die meisten buddhistischen Richtungen sehen ja in anderen buddhistischen Richtungen alternative Zugänge.

    Im Nichiren Buddhismus ist dagegen die Idee von mappo präsent. Nach ihr Leben wir in einem degenerierten Zeitalter, in dem all die anderen Zugange zur Befreiung - Meditation, Sutrastudium, tantrische Praxis nicht mehr helfen und Einzig alleine die Verehrung des Lotussutra hilft:

    Wikipedia ( Drei Zeitalter):

    Die Mappō-Ideologie war von eminenter Wichtigkeit für den buddhistischen Reformer Nichiren. Während seiner Zeit als Tendai-Mönch auf dem Hiei-zan entwickelte er das Kernstück seiner religiösen Lehre: Im Zeitalter der Degeneration der Lehre Buddhas vermöge einzig und allein das Hokke-kyō den Menschen noch Hoffnung auf Erlösung aus dem Kreislauf des Leidens (輪廻 rinne) zu bieten. Die Verbreitung des Lotos-Geistes und damit die Errettung Japans verstand Nichiren als seine heilige Aufgabe, da der historische Buddha seine Lehre in diesem Zeitalter nicht mehr vermitteln könne

    Damit ist Nichiren für buddhistische Verhältnisse relativ intolerant.

    • Nächster offizieller Beitrag
  • cinnamon
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    • 13. Juni 2022 um 12:13
    • #5

    Ok, eine aufschlussreiche Information Void. Ich war mir dessen gar nicht bewusst. Wäre interessant zu wissen, ob es Nichiren-Buddhisten gibt, die auch eine andere Richtung verfolgen oder gewechselt haben von A nach B oder B nach A. In einem anderen Forum wird dasselbe Problem beschrieben, das der TE eingangs erwähnt. Ich würde den Mensch selbst vor die buddhistische Richtung setzten. Problem erledigt. Aber das hier jetzt ist für mich ein Rabbithole für sich. Da kenne ich mich nicht mit aus.

    2 Mal editiert, zuletzt von cinnamon (13. Juni 2022 um 12:28) aus folgendem Grund: zu viele semantische Fehler

  • void
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    • 13. Juni 2022 um 13:20
    • Offizieller Beitrag
    • #6
    cinnamon:

    Ok, eine aufschlussreiche Information Void. Ich war mir dessen gar nicht bewusst. Wäre interessant zu wissen, ob es Nichiren-Buddhisten gibt, die auch eine andere Richtung verfolgen oder gewechselt haben von A nach B oder B nach A.

    Es gibt hier einen UnterbereichNichiren-Buddhismus, wo man nachfragen könnte

    Vielleicht macht es Sinn diesen Thread dorthin zu verschieben?

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  • LobsangDargye
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    • 18. Juni 2022 um 13:43
    • #7

    Ich danke euch allen ganz herzlich für eure Gedanken zu diesem Thema. Jetzt, auch nach Austausch mit der Sangha, sehe ich einiges etwas differenzierter und bin ermutigt, den Weg weiter zu beschreiten!

    Gassho

  • Aravind
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    • 18. Juni 2022 um 13:59
    • #8

    Das freut mich, dass zu hören!

    Aravind.

  • system-robot 18. Juni 2022 um 14:00

    Hat das Thema geschlossen.

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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