Hallo liebe Menschen,
ich habe noch eine etwas... ungewöhnliche Frage zu der es nötig ist eine kleine Geschichte zu erzählen. Leider habe ich bisher noch keine Person getroffen, die mir diesbezüglich einen Rat geben kann. Da auf meine letzte Post so viele liebe Menschen geschrieben habe, bin ich nicht ganz Hoffnungslos das ich hier jemanden finde.
Es geht um den vergleich der Meditation und des Versenkens (ich hab keine Ahnung ob ich schon eine Jhana erreicht haben, das ist aber auch egal) und dem Sterben.
Ich hatte in meinen Leben ein paar schwere Unfälle. 7 davon fast tödlich und 2 mal war ich kurz Tod. Das letzte Nahtoderlebnis hatte ich zusammen mit meine Frau. Wir waren in Urlaub und wären beinahe Ertrunken. Beim sterben, so hat es auch meine Frau mir berichtet, ist da keine Angst und keine Panik. Da ist nur das Wissen "Jetzt ist es soweit, du stirbst". Ruhe, Frieden... Loslassen... Treiben... Das Gefühl das man heimkommt. Ein unglaubliches Gefühl der Verzückung. Ich wollte damals gerne ganz Loslassen und wollte gehen. Im Wasser hab ich zu kämpfen aufgehört, hab das Wasser in meinen Lungen gespürt.
Lustig, wenn ich darüber schreibe hab ich wieder Tränen in den Augen, weil es so ein schönes Gefühl war...
Naja, jedenfalls schoss plötzlich der Gedanke an meine Frau wie ein Blitz ein, wie gern sie lebt, wie es ihr gerade geht. Und ich hab dann eben nicht losgelassen und bin nicht ertrunken und um es kurz zu machen habe ich ihr das Leben gerettet und habe mich von dem schönen Gefühl verabschiedet. Manchmal gräme ich ihr deswegen sogar noch...
Das ist nun über 20 Jahre her und es vergeht kaum ein Tag wo ich nicht daran denke, wo ich mich nicht danach sehe und wo ich das Gefühl habe das ich den Platz auf dieser Welt verloren habe.
Meditiert habe ich schon vor dem Erlebnis aber nie konsequent und es hatte nur einen kleinen Platz in meinem Leben. Je älter ich werde und je mehr platz die Meditation in meinen Leben einnimmt, desto intensiver werden die Erfahrungen während der Meditation. So erlebe ich Momente tiefen Glücks und Frieden, Verbundenheit und ein Gefühl von "Loslassen".
Dieses "Loslassen" fühlt sich an wie das sterben.
Nun ist es ja so, das gelehrt wird das auch das Gefühl in der Meditation abzulegen ist. Das "Verzücken". Das ist mir leider aber nicht möglich. Es ist zu intensiv. Sogar Sex und und ein Orgasmus verblasst gegenüber dem Gefühl zu einem Grau.
So Tappe ich seit geraumer Zeit im dunklen, da es verständlicher weise zum einen in unserer Region fast keine Buddhisten gibt und zum anderen erst recht keinen der schon fast gestorben ist.
Ich hab kein Ziel zu erreichen durch die Meditation, aber ich bemerke das mein Wunsch zu Meditieren immer größer wird, das dass Leben neben der Meditation immer unwichtiger wird.
Das ist irgendwie ein Dilemma.
So bin ich doch ein Mensch, habe eine Frau, einen Beruf und Kinder.